Top-Tipps Deutschland

Unsere schönsten Reiseziele (viel Natur, aber auch Kultur)


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Glückstadt - Stadtdenkmal an der Elbe

Stadtdenkmal Glückstadt an der Elbe
Stadtdenkmal Glückstadt an der Elbe

Glückstadt - Stadtdenkmal an der Elbe

 

Die hübsche Kleinstadt Glückstadt liegt an der Unterelbe zwischen Hambung und der Elbemündung. Im 17. Jahrhundert am Reissbrett entstanden bietet die Stadt nicht nur viel maritimes Flair, sondern auch eine besondere Spezialität, den Glückstädter Matjes.

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Das kleine Glückstadt an der Unterelbe ist definitiv eines unserer Lieblingsziele in Deutschland. Immer wieder kommen wir in die hübsche Stadt mit ihren nur knapp 12.000 Einwohnern, die im "Schatten" des nur etwa 60 Kilometer entfernten Hamburgs fast übersehen werden kann. Zumindest den meisten Norddeutschen ist Glückstadt aber ein Begriff, bringt hier doch eine stark frequentierte Fährverbindung Fahrzeuge und Menschen von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein.

 

Gegründet im Jahr 1617 von Christian dem IV. König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein ist Glückstadt auf dem Reißbrett entstanden. Auch heute noch ist der sechseckige Grundriss der Altstadt deutlich zu erkennen. Andere Planstädte mit ähnlichem Grundriss sind beispielsweise Mannheim (Quadrate) und Karlsruhe (Fächer).

 

Es heißt Glückstadt war geplant, um Hamburg den Rang abzulaufen. Mit der Aussicht auf Religionsfreiheit, günstigem Bauland und niedrigen Steuern wurden Einwohner aus nah und fern in die Stadt gelockt. Der Stadt wuchs und gedieh auch recht ordentlich. Ein neues Hamburg wurde die Stadt an der Elbe aber nie.

 

Wir kommen schon seit vielen Jahren regelmäßig hierher - Michael verbindet mit der Stadt viele Kindheitserinnerungen. Mittlerweile ist ein Stopp in Glückstadt fester Bestandteil jeder unserer Reisen in den Norden. Ohne diesen würde irgendetwas fehlen. Wir sind dem Charme des "Stadtdenkmals Glückstadt", wie man sich hier selbst nennt, erlegen. Der Tourismus hält sich in Grenzen, meist trifft man aus Tagestouristen aus dem Umland, Radtouristen oder eben den ein oder anderen Wohnmobilfahrer.

 

Gerne flanieren wir am Binnenhafen und entlang des Fleth. Hier zeigt sich in den schönen alten Bürgerhäusern und anderen historischen Gebäuden der Wohlstand vergangener Zeiten. Am Markt findet man die kurz nach der Stadtgründung gebaute Kirche der Stadt, die manch Kind der 80er und 90er Jahre aus der Schokoriegel-Werbung mit der Slogan "Morgens halb 10 in Deutschland" kennt. 

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Marktplatz mit Kirche von Glückstadt

Labskaus
Labskaus

Rund um den Marktplatz (der leider auch Parkplatz ist) gibt es einige nette Lokale. Unser Favorit ist dabei der  "Der kleine Heinrich". Er bietet gut-bürgerliche Gastronomie mit Anspruch in tollem Ambiente. Schon das Innere des Gebäudes mit seinen niedrigen Decken und den blauen Kacheln an der Wand ist einen Besuch wert; aber auch das Essen ist wirklich gut. Glückstädter Matjes haben hier Tradition. Wer sich traut, sollte aber den Labskaus probieren.

 

Infobox: Was ist Labskaus?

 

Bekannt als "Matrosenessen" aus alter Zeit hat Labskaus einen denkbar schlechten Ruf. Meist heißt es, hier würden alle Reste der Küche zu einer undefinierbaren Pampe zusammengerührt.

 

Um ehrlich zu sein, echter Labskaus sieht wirklich ein wenig aus, wie "schon einmal gegessen". Er besteht aber definitiv aus guten Zutaten. Je nach regionalem Rezept sind das im Wesentlichen Kartoffeln und Corned Beef. Dazu gibt es Spiegeleier, Rote Beete, Hering und Gurke.

 

Wir haben unseren ersten Labskaus vor Jahren am Hafen von Wilhelmshafen probiert und ihn danach immer wieder bestellt. Auch wenn schon manche Servicekraft fragte "Sind Sie sicher, dass sie das haben wollen". Ja sind wir - Labskaus ist LECKER.

 

Vor einigen Jahren wurde die Promenade entlang des Binnenhafens neu gestaltet. Hier finden sich jetzt auch einige Tafeln, die über die Stadt und ihre Geschichte informieren. Am Kopfende des Hafenbeckens entstand ein kleines Bistro mit Selbstbedienung. Hier gibt es leckere Kleinigkeiten und man kann an einem der Tische oder, wenn man Glück hat und einen ergattert, in einem der Strandkörbe einen Aperitif nehmen.

 

 Unser Stellplatz in Glückstadt:

  • Außenhafen Nordermole: kostenpflichtiger Stellplatz ohne Strom und VE da im Überflutungsgebiet gelegen; bei Elbhochwasser gesperrt. Blick aufs Wasser (zumindest bei Flut) und auf das in der Ferne das AKW Brockdorf (geplante Abschaltung: Ende 2021). Die Sicht auf die Fahrrinne der Elbe mit den "großen Pötten" ist aber durch die vorgelagerte Sandbank "Rhinplate" versprerrt.) (53°47'07"N 9°24'35"E)
  • einen weiteren Stellplätze gibt es hinter dem Penny-Markt:
    53°47'27.9"N 9°25'02.3"E, dieser Stellplatz ist kostenlos

  • einen weiteren kostenlosen Stellplatz gibt es am alten jüdischen Friedhof:
    53°47'17.6"N 9°25'53.1"E

Von allen Plätzen ist die Innenstadt in wenigen Minuten zu erreichen.

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Fotogalerie: Glückstadt

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Polder Glies, Polder Bramel und Luneplate bei Bremerhaven

Kraniche im Polder Glies
Kraniche im Polder Glies

Polder Glies, Polder Bramel und Luneplate

 

Der Polder Glies ist ein Überschwemmungsgebiet in Schiffdorf im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Er liegt nördlich von Sellstedt am Rand des Naturschutzgebiets Sellstedter See  und Ochsentriftmoor/Wieldes Moor. 

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Die Geestniederungen um Sellstedt und insbesondere das Naturschutzgebiet Polder Glies  (53°33'47.9"N 8°42'20.2"E ) wurde als Ausgleichsfläche für Industrieanlagen in Bremerhaven ausgewiesen. An diesem Hochwasserpolder mit Flachwassergebieten sehen wir vom dortigen Beobachtungsturm diverse Enten, Höckerschwäne aber auch Kraniche. So nah kamen wir diesen Vögeln außerhalb von Anfütterungsmassnahmen noch nie.

 

Einen weiteren Beobachtungsturm gibt es in der Nähe im Polder Bramel: N 53°33’32“ N 8°42‘56“ E.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Zufällig treffen wir auf einen ortskundigen Vogelfreund, der uns auf eine Beobachtungshütte auf der Luneplate mit Blick auf die Weser hinweist, wo wir den Abend und den frühen nächsten Morgen verbringen werden. Der Parkplatz liegt bei 53.48345, 8.5356, dann muss man mit dem Fahrrad weiter fahren.

 

 

Unser Stellplatz:

  • Loxstedt/Dedesdorf: gebührenfreier Stellplatz auf dem Außendeichgelände - ohne VE

 

Unser Tipp:

  •  Varel am Jadebusen: Ausflugslokal "To'n Appelboom", das alleine schon fast eine Reise wert ist.

 

 

Frühstück in Varel am Jadebusen im Ausflugslokal "To'n Appelboom"
Frühstück in Varel am Jadebusen im Ausflugslokal "To'n Appelboom"

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

 

Der Duvenstedter Brook ist ein Waldgebiet am nördlichen Stadtrand von Hamburg und ist zur Zeit der Hirschbrunft Anlaufstelle vieler  Naturfreunde- und fotografen.

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Von Mitte September bis Anfang Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebet, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

Eigentlich rechnet man nicht damit, am Stadtrand von Hamburg auf ein Highlight für Naturfotografen zu treffen. Zumindest zur Zeit der Hirschbrunft Mitte September bis in in den Oktober röhren im Naturschutzgebiet "Duvenstedter Brook" aber nicht nur die Hirsche, sondern es sind auch Dutzende von Fotografen unterwegs, die versuchen, die eindrucksvollen Tiere im Bild festzuhalten. Mit Glück sieht man neben Rotwild aber auch Damwild, Wildschwein, Singschwäne, Seeadler, Kraniche, den Uhu oder auch mal den Fuchs.

 

Infobox: Geologie

Das leicht hügelige Gelände des Duvenstedter Brook entstand in der letzten Eiszeit durch die sich zurückziehenden Gletscher. Im Laufe der Zeit bildeten sich in Senken Moore, die der Mensch trockenlegte, um Torf abzubauen und um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen.

 

Bereits im Jahr 1958 wurde hier ein Naturschutzgebiet eingerichtet und in Teilen renaturiert. Heute ist das Areal des Duvenstedter Brook etwa 785 Hektar groß ist und beherbergt mehr als 600 Pflanzarten und eine Vielzahl von Tieren. Über 100 Vogelarten brüten hier. Es ist kaum zu glauben, aber das alles gibt es innerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs.

 

Das Gebiet lässt sich am Besten vom nahegelegenen NABU-Zentrum aus erschließen. Hier gibt es auch einen kleine Parkplatz (siehe unten). Entlang des tief in den Wald führenden Weges (Duvenstedter Triftweg) findet man nach ca. 3 km mehrere Beobachtungsstände, an denen sich die Hirsche mit ihrem äsenden Rudel manchmal auch tagsüber sehen lassen. Das typische Brunftverhalten zeigen die Hirsche aber hauptsächlich in den Morgen- und Abendstunden.

 

Aber:

Oft kann man die Hirsche nur hören, aber nicht sehen. Wir waren schon öfter im Duvenstedter Brook und wissen: Es gibt gute Tage und es gibt Tage, an denen man keinen einzigen Hirsch vor die Linse bekommt.

 

Infobox: Richtiges Verhalten

Rotwild ist sehr scheu. Daher ist es wichtig, sich entsprechend zu verhalten. Leise sein, nicht laut sprechen, keine hektischen Bewegungen sind Grundvoraussetzung für den Beobachtungserfolg. Die an den einzelnen Beobachtungsständen angebrachten Schilder, Fahrräder draußen zu lassen, haben ihren Sinn! Übrigens wird das durch den Förster regelmäßig kontrolliert. Wer morgens oder abends unbedingt mit dem Fahrrad zu den Beobachtungsständen fahren möchte, sollte das Licht möglichst frühzeitig ausschalten. Oft reicht ein einziger Fahrradfahrer auf dem Weg aus, um die Herde zu erschrecken und zu vertreiben.

 

Achtung Hundehalter:
In das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook dürfen Hunde nicht mitgenommen werden - weder mit noch ohne Leine.

 

Unser Parkplatz (kein Stellplatz!) :

  • Hamburg/Duvenstedt: Parkplatz gegenüber dem NABU-Zentrum (N 53°42'52" E 10°08'24")

Beobachtungsstände z.B.

  • 53°43'18.1"N 10°10'15.1"E
  • 53°43'19.9"N 10°10'47.9"E

Wo kann man die Hirschbrunft noch beobachten? HIER

 

Das könnte Dich auch interessieren:

  • Hirschbrunft in Starkshorn: hier
  • Wo finde ich den Zug der Kraniche? hier
  • Naturschauspiele im Herbst: hier

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Fotogalerie: Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

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Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz

Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz
Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz

Kührener Teich und Lanker See

 

Der Kührener Teich liegt im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Er ist etwa 30 Hektar groß und seit 1995 Teil des Naturschutzgebiets Kührener Teich und Umgebung. Nicht weit entfernt kommt man in der Holsteinischen Schweiz südlich von Preetz im Kreis Plön zum Lanker See.

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Der Lanker See und der Kührener Teich bilden ein gemeinsames FFH-Vogelschutzgebiet. Beim Kührener Teich handelt es sich um einen von Röhricht umgebenen Flachwassersee, der über einen Bach mit dem Lanker See verbunden ist. Das Naturschutzgebiet bietet Wasser- und Wiesenvögeln einen Rückzugsraum. Von einer Beobachtungshütte aus sind am anderen Seeüfer Kraniche zu sehen. Auf dem See balzen Rothalstaucher. Aber auch die Natur abseits der Wasserflächen gebührt Aufmerksamkeit, Zahlreiche Singvögel unter ihnen Hausrotschwanz und Girlitz tummeln sich in den Bäumen. Auch diverse Amphibienarten sollen hier leben, zeigen sich uns aber nicht. Statt dessen müssen diverse Gehäuseschnecken als Fotomodell herhalten.

 

Am Lanker See gibt es einen NABU-Station, da am Tag unseres Besuchs zum ersten Mal in dieser Saison öffnet. Die freiwilligen NABU-Helfer sind gerade dabei ein Spektiv aufzubauen und zeigen uns einen Seeadlerhorst, den wir alleine wahrscheinlich übersehen hätten.

 

Unser Parkplatz:

  •  am Naturschutzgebiet

Unser Stellplatz in Plön:

  • Womostop Plön - kostenpflichtiger Stellplatz auf gemischtem Parkplatz zwischen Durchgangsstraße und See (54°09'10.1"N 10°24'15.2"E)
Rothalstaucher
Rothalstaucher

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide
Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

 

Das Tister Bauernmoor ist ein Hochmoor im Norden der Lüneburger Heide das im Jahr 2002 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Im Herbst kann man hier die in ihre Schlafplätze einfliegenden Kraniche beobachten.

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 Das Tister Bauernmoor liegt im Norden der Lüneburger Heide in der Nähe des Ortes Tiste und hat eine Größe von knapp 600 Hektar. Ab dem 1700 Jahrhundert wurde das Moor entwässert und trockengelegt. Es folgte der großflächige Torfabbau. Heute haben Wiedervernässungsmaßnahmen hier einen Lebens­raum von besonderem Reiz und hohem Natur­schutzwert geschaffen.

 

Das Tister Bauernmoor erschließt sich dem Besucher am Besten vom Fußweg aus, der vom Parkplatz der Moorbahn knapp einen Kilometer ins Moor hinein führt. Unterwegs trifft man immer wieder auf Informationstafeln, die das Moor, seine Entstehung und Renaturierung sowie die Tiere und Pflanzen dieses Lebensraums anschaulich erklären.

 

Vor allem im Herbst wird das Moor ein "Vogelmoor". Von den Beobachtungstürmen am Ende des Weges, die einen schönen Überblick über das Gebiet bieten, lassen sich zur Zugzeit die nachts in den wiedervernässten Tümpeln des Gebiets einfliegenden Kraniche und Gänse beobachten. Sind es Frühjahr nur wenige Tiere, so sammeln sich im Herbst hier bis zu 10.000 dieser großen Vögel.

 

Die Beobachtungstürme stehen vor den Schlafgewässern der Kraniche. Von den Vorsammelplätzen auf den Feldern und Wiesen in der Umgebung kehren die Vögel mit Beginn des Sonnenunterganges zu diesen Schlafgewässern zurück, wo sie die Nacht sicher vor Fressfeinden im seichten Wasser verbringen. Wer früh aufstehen möchte, kann die Kraniche vor Sonnenaufgang wieder aufsteigen sehen. In kleineren Trupps verlassen sie dann laut trompetend die Seen, um wieder auf den Feldern nach Nahrung zu suchen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Nicht nur im Frühjahr und im Herbst kann man hier Kraniche beobachten. Immer mehr Kraniche fliegen nicht weiter in den Norden, sondern bleiben hier in der Gegend um zu brüten.

 

Neben den Kranchen kann man vor alle Graugänse, Silberreiher, Graureiher hier beobachten. Aber auch andere Tiere kann man hier finden: Kreuzotter, Ringelnattern, Waldeidechsen oder Libellen wie die Nordische Moosjungfer kann man mit etwas Glück entdecken.

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Hier einige Impressionen aus dem Moor:

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Hirschbrunft bei Starkshorn in der Lüneburger Heide

Hirsche im Nebel
Hirsche im Nebel

Hirschbrunft bei Starkshorn

 

Der kleine Weiler Starkshorn liegt unweit von Eschede in Niedersachsen. Normalerweise ist hier wenig los. Zur Brunftzeit der Rothirsche befindet sich hier am Rand der Südheide aber ein Hotspot der Rotwildbeobachtung.

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Von Ende September bis Mitte Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebt, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

Nach den ersten kühlen Nächten ist es dann soweit. Sie kündigen nicht nur das Ende des Sommers an, sondern die größte Wildtierart in der Lüneburger Heide macht sich lautstark bemerkbar. Von Mitte September bis Mitte Oktober kämpfen die Hirsche erbittert um die Gunst der Damen. Das laute Röhren ist weithinzu hören. Diese Liebes- und Leidenszeit des Hirsches geht an die Substanz. Sie nehmen in dieser Zeit keine Nahrung mehr auf, schlafen kaum noch und paaren sich ständig mit den Hirschkühen. Ein starker Hirsch sammelt rund 10 Kühe um sich herum.

 

In den Wäldern der Lüneburger Heide gibt es noch große Wildbestände der großen Tiere. Besonders die Region um Starkshorn unweit von Eschede ist bekannt für ihre guten Beobachtungsmöglichkeiten (beiderseits entlang der L281), aufgrund geringer Bejagung.

 

Wir waren inzwischen mehrmals da. Der Erfolg ist nicht immer garantiert. Mal hört und sieht man mehrere Rudel, mal ist es den ganzen Abend und die Nacht ganz ruhig. Die vielen Autos auf der Straße kündigen schon an, ob in der letzten Zeit etwas zu sehen war. Aber alleine nur das "Zuhören" lässt einem eine Schauer über den Rücken jagen.

 

Update:

Leider hat der Jagdpächter vor kurzem gewechselt und so ist nicht genau abzusehen, ob sich dies in Zukunft ändern wird.

 

Wo kann man die Hirschbrunft noch beobachten? HIER

 

Unser Stellplatz:

  • Eschede: kostenfreier Stellplatz mit VE, zweckmäßig (N 52° 44' 13', O 10° 14' 27'')

 

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  • Hirschbrunft im Duvenstedter Brook bei Hamburg: hier
  • Wo finde ich den Zug der Kraniche? hier
  • Naturschauspiele im Herbst: hier

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Fotogalerie: Hirschbrunft bei Starkshorn

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Meldorfer Speicherkoog

Abendstimmung am Meldorfer Speicherkog
Abendstimmung am Meldorfer Speicherkog

Meldorfer Speicherkoog

 

Im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein liegt nicht weit von Meldorf entfernt, der durch Landgewinnung entstandene Meldorfer Speicherkoog. Die Wasserflächen sind bei Vogelkundlern wie auch Surfern gleichermassen beliebt.

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Vogelbeobachtung aus dem Auto
Vogelbeobachtung aus dem Auto

Der Speicherkoog bei Meldorf an der Nordsee nördlich von Friedrichskoog wurde erst 1979 zum Schutz vor Sturmfluten eingedeicht.

 

Wo vorher Wattenmeer war entstanden zudem zwei neue Naturschutzgebiete, das Wöhrdener Loch und das Kronenloch sowie ein Nabu-Zentrum.

 

Durch den Deich von der Nordsee geschützt brüten hier viele verschiedene Vogelarten. Vor allem Wiesenbrüter wie Feldlerche, Rotschenkel oder Uferschnepfe sowie Bartmeisen, Rohrweihen und Blaukehlchen sind regelmäßige Brutvögel. Auch Seeadler haben wir hier schon gesehen. Zugvögel (Nonnengänse, Ringelgänse, Pfeifenten, Goldregenpfeifer) nutzen das Areal als Stop-Over auf ihrem Weg in den Süden.

 

Einen guten Blick auf das Kronenloch bietet die Vogelhütte gegenüber der NABU-Nationalparkstation (N 54°05'31", O 8°57'40"). Die Hütte ist Richtung Osten ausgerichtet und lohnt daher eher einen Besuch gegen Abend, da das Gegenlicht ansonsten Beobachtungen und vor allem ein Fotografieren erschwert.

 

Seit 2005 konnte man nicht weit entfernt, am Wöhrdener Loch, Konik-Pferde beobachten, die dort durch den NABU halbwild gehalten wurden. Leider soll das Projekt im September 2020 eingestellt werden, da die Betreuung und Versorgung an diesem Standort nicht mehr gewährleistet werden kann. Zukünftig sollen die Flächen durch Rinder und Schafe beweidet und damit offen gehalten werden.

 

Ansonsten gibt es entlang des asphaltierten Weges Richtung Büsum, der mit dem Auto befahren werden kann, immer wieder die Möglichkeit zur Beobachtung und zum Fotografieren.

 

Wir waren waren schon diverse Mal hier, das Gebiet rund um den Meldorfer Speicherkog ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Unser Stellplatz:

  • Surfstrand Meldorf: offizieller Stellplatz am Surfsee, kostenpflichtig, keine VE (N 54°05'36", O 8°57'16"). In den Ferien und am Wochenende ist der Stellplatz von Surfern stark frequentiert.

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Fotogalerie:  Meldorfer Speicherkoog

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Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt
Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

 

An der Mündung der der Eider in Schleswig-Holstein liegt das Eidersperrwerk und nicht weit davon entfernt das Katinger Watt. Wer die Vögel der Nordseeregion beobachten will kommt hier auf seine Kosten.

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Säbelschnäbler mit Eiern
Säbelschnäbler mit Eiern

Kurz vor Mündung der Eider in die Nordsee schützt das Eidersperrwerk die umliegenden Niederungen vor Überflutung, in dem es bei Sturmfluten geschlossen werden kann.

 

Küstenseeschwalben-Kolonie


Das Sperrwerk dient heute aber nicht nur dem Küstenschutz. Mittlerweile hat sich auch eine große Kolonie von Küstenseeschwalben hier angesiedelt. Die Vögel brüten direkt neben den großen Sperrtoren und unterhalb der Besucherplattform und können so unmittelbar beobachtet werden. Aber Achtung: Kommt man den Seeschwalben während der Brutzeit zu nahe, gehen diese schnell zum Angriff über.

 

Am Sperrwerk starten Bootsfahrten auf die Eider, zur Seehundbeobachtung und zum Seetierfang, die von Mitarbeitern des NABU oder des Nationalparks begleitet werden. Auch wir haben vor einigen Jahren an einer solchen Fahrt teilgenommen.

 

Nördlich der Eider und des Sperrwerks liegt das Vogelschutzgebiet "Katinger Watt" mit dem zugehörigen NABU-Zentrum mit einem kleinen Cafe inmitten von Wiesen und Wäldern. Das ehemalige Watt- und Salzwiesengebiet der Flussmündung der Eider wurde aus Hochwasserschutzgründen eingedeicht und hat sich seitdem unter der schützenden Hand des NABU zu einem einzigartigen Refugium für Pflanzen und Tiere entwickelt.

 

 

Säbelschnäbler-Kolonie

 

Vom Zentrum führt ein Hohlweg mit Informationstafeln zu mehreren sehr schön angelegten Beobachtungshütten. Wiesenvögel wie der Kiebitz fühlen sich hier genauso wohl wie Graugänse und Seeadler. Von einer der Hütten aus, kann man eine zur Brutzeit eine Säbelschnäbler-Kolonie beobachten.

 

Im Gebiet finden sich aber auch Orchideen- und Salzwiesen. Der Nabu bietet Führungen durch die Salzwiesen an.

 

Die beste Zeit für einen Besuch ist sicherlich der Frühsommer zur Brutzeit der Küstenseeschwalben und der Säbelschnäbler. Aber auch bei einem Besuch im Spätsommer gibt es etwas zu entdecken. Uns fasziniert die Fütterung der jungen Haubentaucher und vor allem der schier unstillbare Hunger der Küken

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Lunden: kostenfreier Stellplatz an einer Badestelle direkt an der Eider
    (N 54°19'57"; O 8°59'43")

 

Ein weiterer Wohnmobil-Stellplatz befindet sich in Tönning:

 

  • Stellplatz am Kapitänshaus: 54.311270, 8.940440

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Fotogalerie:Vögel am Eidersperrwerk und Katinger Watt

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Naturpark Drömling

Heckrinder im Naturpark Drömling
Heckrinder im Naturpark Drömling

Naturpark Drömling

 

Der Drömling an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war zur Zeit der Deutschen Teilung militärisches Sperrgebiet. Heute ist das Areal als Natur- und Biosphärenreservat ausgewiesen.

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Heckrinder im Drömling
Heckrinder im Drömling

Der Drömling ist eine 340 km² große, in einer Flußniederung an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegene Kulturlandschaft, deren in Sachsen-Anhalt liegender Teil bereits seit 1990 als Naturpark ausgewiesen ist.

 

Während der Deutsch-Deutschen Teilung befand sich hier ein militärisches Sperrgebeit, in dem die Natur einen Rückzugsort fand. Doch schon zuvor war der Drömling Grenzland. Die aus der letzten Eiszeit stammenden Niedermoore der Region wurden daher aufgrund ihrer Lage zwischen Brandenburg/Preußen, dem Kurfürstentum Hannover und dem Herzogtum Braunschweig erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts trockengeleg. Über Hunderte von Kilometern Gräben wurde das Gebiet entwässert und so landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts durchzieht nun auch der Mittellandkanal das Gebiet von Ost nach West.

 

Seit 2012 wird nun darauf hingewirkt, in dieser von seinen Kanälen zwischen Wiesen, Feldern und Hecken geprägten Landschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ein länderübergreifendes UNESCO-Biospährenreservat mit einer Fläche von über 38tausend Hektar zu errichten.

 

Fast 400 Tier- und Pflanzenarten leben und gedeihen hier, darunter auch seltene Arten wie der Schwarzstorch, der Kranich, Fischotter, Biber und diverse Fledermausarten. Die feuchten Wiesenflächen werden von Konikpferden und Heckrindern beweidet und so von Strauchbewuchs frei und damit offen gehalten. Diese Tiere sind so robust und anspruchslos, dass sie ganzjährig in offener Weidehaltung gehalten werden können.

 

Das Heckrind wurde zu Anfang des 19. Jahrhundert mit der Absicht gezüchtet, dem ausgestorbenen Auerochsen zu ähneln. Auch wenn diese Hausrinder deutlich kleiner sind als der Auerochse, sind wir doch ausreichend beeindruckt, um den großen Hörnern lieber nicht zu nahe kommen zu wollen.

 

Unser Parkplatz:

  • Röwitz: Wanderparkplatz am Offenstall (N 52°31'44", O 11°03'24")

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Naturschutzgebiet Ilkerbruch bei Wolfsburg

Seeadler über vereistem See im Naturschutzgebiet Ilkerbruch
Seeadler über vereistem See im Naturschutzgebiet Ilkerbruch

Naturschutzgebiet Ilkerbruch

 

Unweit des Volkswagen Werks findet man im Nordwesten von Wolfsburg (Niedersachsen) ein wahres Kleinod. Das Naturschutzgebiet Ilkerbruch liegt zwar direkt an einer viel befahren Ausfahlstraße; trotzdem kann man hier Seeadler und Kraniche beobachten.

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Im Nordwesten von Wolfsburg in Niedersachsen liegt das etwa 125 ha große Naturschutzgebiet Ilkerbruch. Wasserflächen mit ausgedehnten Flachwasserzonen, Röhricht und Wiesen bieten Tieren einen abwechslungsreichen Lebensraum. Auf einer Ausgleichsfläche für eine Erweiterung des VW Werks wird offene Weidehaltung mit Konikpferden und Heckrindern betrieben.

 

Um das Naturschutzgebiet führt ein Rundweg mit Aussichtsplattformen, einem Aussichtsturm und Schautafeln.

 

Unser Vogelführer "Vögel bobachten in Ostdeutschland" (siehe Link unten) führt uns zu einem unspektakulären Parkplatz. Dieser liegt an einer während des Berufsverkehrs von VW Mitarbeitern stark frequentierten Kreisstraße 114.

 

Völlig überrascht stellen wir fest, dass die direkt am Parkplatz gelegene Beobachtungshütte an einem Donnerstagnachmittag mit Fotografen mit großen Kameras gut besetzt ist.

 

Nach kurzer Zeit wissen wir auch warum: Zum Greifen nah steht ein hier überwinterndes Kranichpaar im seichten Wasser. Auf der Eisfläche des Sees balzen Seeadler umgeben von diversen Entenvögeln.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Unser Parkplatz:

  •  an der Beobachtungshütte (N 52 26'' 00'', O 10° 39'' 52')

 

Fotogalerie: Seeadler und Kraniche auf dem Eis

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Altes Land: Prahmfähre Gräpel

handgetriebene Fähre über die Oste bei Gräpel (Estorf) im Alten Land
handgetriebene Fähre über die Oste bei Gräpel (Estorf) im Alten Land

Altes Land: Prahmfähre Gräpel

 

Direkt an der "Deutschen Fährstraße" liegt im Alten Land vor Stade der zur Gemeinde Estorf gehörende Ort Gräpel. Hier wurden an der historischen Prahmfähre am Ufer der Oste in idyllischer Lage drei kostenfrei Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen.

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Die Prahmfähre bei Gräpel ist eine der letzten Fähren ihrer Art und bringt noch heute Personen, Fährrader aber auch Fahrzeuge bis hin zum Wohnmobil im Handbetrieb von einer Seite auf die andere. Wir verbringen einen netten Abend im nahegelegenen Gasthaus „Plate's Osteblick“ und erfahren von Karin Plate,  die hier in der fünften Generation Wirtin ist, viel über ihre Familie, deren Geschichte eng mit der Fähre verbunden ist. Mehr dazu gibt’s unter "unterwegs getroffen".

 

Stellplatz-Infos:

  • Estorf: Stellplatz an der Oste, kostenfreier Aufenthalt begrenzt auf 2 Tage, keine Ver- und Entsorgung (N 53°33’58’’, O 09°10’22’’)

Hamburger Hallig und die Köge

Nabu Infocenter auf der Hamburger Hallig
NABU Informationszentrum auf der Hamburger Hallig

Hamburger Hallig und die Köge

 

Die Hamburger Hallig liegt an Schleswig Holsteins Küste mitten im Nationalpark Wattenmeer. Besonders zur Zeit des Vogelzugs sind die Hallig und die umliegenden Köge für Naturfreunde eine Reise wert.

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Immer wieder zieht es uns an die schleswig-holsteinische Nordseeküste. Vor allem die Hamburger Hallig und die umliegenden Köge haben es uns angetan. Der fruchtbare Marschboden der Köge, mit deren Eindeichung um 1760 begonnen wurde, wird in großen Teilen landwirtschaftlich genutzt. Heute prägen darüber hinaus Windparks die Landschaft.

 

Erst 1987 wurde der Beltringharder Koog fertiggestellt. Dieser dem Küstenschutz dienende Koog war während des Baus ein heftig umstrittenes Projekt. Heute ist er vollständig als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Nur eine einzige Straße erschließt den Koog. Für diese lohnt es sich aber Zeit zu nehmen, denn bei langsamer Fahrt lässt sich das Salzwasserbiotop zur rechten und linken wunderbar erkunden.

 

Kurz nach der Einfahrt in den Koog bietet ein kleiner Parkplatz (N 54°34'07"; O 8°55'12") auf der rechten Straßenseite einen guten Überblick über das gesamte Gebiet, ein kleines Stück weiter lohnt eine Beobachtungshütte (N 54°34'03"; O 8°54'47") einen längeren Besuch. Hier tummeln sich hier je nach Saison diverse Enten- und Gänsearten und andere Wasservögel, die gelegentlich ein Seeadler in Aufruhr versetzt. Auch auf dem kurzen Fußweg zur Hütte sollte man die Augen offen halten; mit Glück kann man hier Blaukehlchen aus der Nähe zu sehen bekommen.

 

Am Ende der Straße kann man das Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen und entweder zum Deich oder aber zu einer weiteren Beobachtungshütte gehen, von der aus man von Norden auf die Salzwasserlagune schauen kann.

 

Einige Kilometer weiter liegt mit der Hamburger Hallig ein weiteres Naturschutzgebiet. Die Hallig ist über einen Damm am besten zu Fuß oder auch per Fahrrad zu erreichen, auch wenn das auf der Hallig selbst gelegene Lokal auch gegen Gebühr mit dem eigenen Auto angefahren werden kann. Vor dem Damm bietet das NABU-Zentrum "Amsinck-Haus" (N 54°36'56"; O 8°52'12") Infos zum Gebiet, direkt daneben befindet sich ein Wohnmobilstellplatz.

 

Etwa auf halber Strecke wird auf dem "Schafsberg", einer kleinen Warft in der Sommersaison von Ehrenamtlichen ein NABU-Info-Punkt betrieben.

 

Im Gebiet sind in den Sommermonate einige ständigen Brutvogelarten häufig zu sehen, darunter Austernfischer, Säbelschnäbler, Kiebitz, Rotschenkel, Sandregenpfeifer, Silber-, Lach- und Sturmmöwe. Als Durchzieher oder Nichtbrüter können Grünschenkel, Dunkler Wasserläufer, Großer Brachvogel, Ufer- und Pfuhlschnepfe, Knutt, Alpenstrandläufer, Steinwälzer sowie Gold- und Kiebitzregenpfeifer angetroffen werden..

 

Unser Stellplatz:

  • Hamburger Hallig: neben  dem  NABU-Zentrum "Amsinck-Haus", gebührenpflichtig, teilweise Strom (N 54°36'56"; O 8°52'12")

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Fotogalerien: Rotschenkel:

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Naturpark Dümmer

Dümmer Naturpark Diepholzer Moorniederungen
Dümmer Naturpark Diepholzer Moorniederungen

Naturpark Dümmer

 

Der in Niedersachsen gelegene Flachwassersee Dümmer und die umliegenden Feuchtwiesen und Moore sind wichtige Vogelbrut- und rastgebiete. Der auch nur kurz Dümmer genannte See ist aber auch bei Wassersportlern und Erholungssuchenden beliebt.

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Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer
Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer

Der Dümmer See, der kurz auch einfach Dümmer genannt wird, ist ein Flachwassersee und nach dem Steinhuder Meer mit einer Fläche von etwa 12,5 Quadratkilometern der zweitgrößte Binnensee des Bundeslandes. Mit einer maximalen Tiefe von nur knapp 1,5 Meter bietet er einen besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

 

Natur und Tiere

 

Der Dümmer liegt im Naturraum Diepholzer Moorniederung. Er ist umgeben von Niedermooren, die seit der letzten Eiszeit aufgrund von Verlandung des früher deutlich größeren Sees entstanden sind. Im Süden und Westen des Sees finden sich weite Schilfröhrichtflächen, Erlenbruchwälder, feuchte Wiesen, kleine Teiche und Moorflächen. Immer wieder kann man vom Weg aber auch von den Beobachtungstürmen entlang des Sees einen Blick auf die freien Wasserflächen des eigentlichen Sees werfen.

 

Die spezielle Landschaft rund um den See ist Heimat, Brut- und Rastplatz für viele Vogelarten, weshalb das Gebiet als Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen ist. Auch seltene Arten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Rohrdommel finden in den Feuchtgebiete der Hunte, des den Dümmer durchfließenden Nebenflusses der Weser, einen Brutplatz. Auch der immer seltener werdende Kiebitz und die Bekassine brüten auf den umliegenden Wiesen.

 

Wir versorgen uns nach unserer Ankunft erst einmal in der Naturschutzstation Dümmer in Hüde ( GPS 52°28'49.2"N 8°20'36.8"E) mit Informationsmaterial und besuchen die Dauerausstellung zum Park in der angrenzenden, während der Öffnungszeiten frei zugänglichen alten Scheune. (Achtung: es gibt hier nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen, für große Mobile kann es hier in der Saison eng werden.) Betrieben wird die Station vom Naturschutzring Dümmer auf dessen Internetseite man auch weitere Information rund um die Natur von See und Park, Öffnungszeiten der Naturschutzstation etc. finden kann: Website Naturschutzring Dümmer.

 

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Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer

Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation
Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation

Natur-Erlebnispfad

 

Einen ersten guten Überblick über das Gebiet erhält man auf dem der direkt neben der Naturschutzstation startende Natur-Erlebnispfad. Die erste Halt auf dem etwa 4,5 Kilometer langen Pfads ist der Naturgarten der Station. An den Garten schließt sich eine Kopfweiden-Allee an. Dann geht es weiter durch Wiesen und Bruchwäld vorbei an einem Vogelbeobachtungsturm bis hin zum See und an diesem entlang.

 

Nach einem kurzen Abstecher in den Ort Hüde führt der beschilderte Weg zurück zur Station. (Achtung: Die Beschilderung des Wegs ist eigentlich sehr gut. Trotzdem hätten wir die Abzweigung vom See zurück Naturschutzstation fast übersehen.) Es geht nun einige Meter durch den Ort, vorbei an sehenswerten Fachwerkhäusern. Bei unserem Besuch im frühen Sommer brüteten hier in einem Hof direkt neben der Straße Störche. Entlang des Weg geben dreizehn Informationstafeln interessante Einblicke in die Natur und die Entstehung der Landschaft. Man sollte daher genug Zeit für den Weg und auch zum Lesen einplanen. Wir waren (mit Hund) etwa zwei Stunden, und damit deutlich länger als von uns geplant, unterwegs.

 

Wir haben bei unserem Rundgang  leider nur wenig Beobachtungserfolg und müssen uns mit Haubentaucher, Blässhuhn und Graugans begnügen. Die Graugänse entpuppen sich aber als interessanter als gedacht, denn einige von Ihnen tragen Halsringe. Ein genauer Blick durch das Fernglas zeigt, dass die gelben Ringe zu einem Projekt gehören, an dem wir selber beteiligt waren. Wer mehr darüber erfahren will klickt hier: Graugansberingung

 

Zeit zur Einkehr: Leckerer Räucherfisch in Olgahafen

 

Wir waren schon mehrmals am Dümmer und parken unser Wohnmobil am Liebsten in Olgahafen am Westufer des Sees. Hier gibt es einen kleinen und bisher kostenfreien Wohnmobilstellplatz. Ansonsten findet sich hier rund um den Bootsanleger und das Jugendwaldheim kleine Lokale. Von hier aus kann man den See  auch auf einem gut ausgebauten Weg per Fahrrad umrunden. Bevor wir zu unserem Wohnmobil zurückkehren, kaufen wir uns zum Abendbrot in der direkt neben dem Parkplatz gelegenen Fischräucherei leckeren Räucherfisch. Alternativ kann man sich aber auch im angeschlossenen Bistro bewirten lassen.

 

Unser Tipp:

Mückenschutz nicht vergessen! Die Moore und Feuchtgebiete rund um den See sind sind nicht nur ein Paradies für Vögel sondern auch für Stechmücken - besonders, wenn es kurz zuvor geregnet hat.

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Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation

Stellplatz mit VE am Olgahafen
Stellplatz mit VE am Olgahafen

Unser Wohnmobil-Stellplatz am Dümmer:

  •  Olgahafen: einfacher, kostenloser Stellplatz mit VE im hinteren Teil des gemischten Parkplatzes
    (GPS 52°31'47"N 8°18'34"E)

Auch Wassersportler, Badegäste und andere Erholungssuchende zieht es ans Ufer des Dümmer und auf den See. So versucht man im Naturpark Naturschutz und Tourismus bestmöglich unter einen Hut zu bringen. Das ist sicherlich keine einfache Aufgabe. Vor allem an der Ostseite des Sees mit den Orten Marl, Hüde und Lembruch reihen sich Hotels,  Restaurants und allerlei Wassersportmöglichkeiten aneinander. Hier findet man auch Camping- und Stellplätze, die mehr Komfort bieten als unser kleiner Stellplatz in Olgahafen:

 

weitere Wohnmobil-Stellplätze/Campingplätze rund um den Dümmer:

  • Lembruch: Wohnmobilhafen Tiemanns Hof (GPS 52°31'27"N, 8°22'01"E)
  • Lembruch: Camping Seeblick (GPS 52°31'33"N 8°21'40"E)

  • Lembruch: Camping und Yachthafen Schoddenhof (GPS 52°31'02"N 8°22'08"E)

  • Hüde: Freizeitarena Dümmer See, Wohnmobilstellplatz am Campingplatz (GPS 52°30'05"N 8°21'23"E)

  • Hüde: Campingplatz Leckermeyer-Hannker (GPS 52°29'52"N 8°21'27"E)

  • Hüde: Campingplatz Rohrdommel (GPS 52°30'07"N 8°21'14"E)

  • Hüde: Campingplatz + Bootshafen Dümmer-See (GPS 52°29'46"N 8°21'18"E)

  • Hüde: Campingplatz Rennegarbe-Keßmann (GPS 52°29'40"N 8°21'14"E)

 

Infobox: Naturpark

 

Ein Naturpark ist gemäß der Definition des §27 Bundesnaturschutzgesetzes ein großräumiges Gebiet, das überwiegend aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten besteht und sich wegen seiner landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignet.

 

Die Pflege und Entwicklung eines Naturparks soll der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt dienen. Zu diesem Zweck wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung, ein nachhaltiger Tourismus und eine nachhaltige Regionalentwicklung angestrebt werden.

 

Dem Konzept Naturpark liegt die Idee des "Schutzes durch Nutzung" zugrunde und so liegt der Fokus eines Naturparks nicht unbedingt, wie dies durch den Namen vielleicht nahegelegt werden könnte, auf dem Schutz der Natur, sondern vielmehr in einem Erleben von Natur und der Entwicklung der jeweiligen Region zur Erholung unter Beachtung der Ziele von Natur- und Landschaftschutz. Diese Ziele können regional jeweils anders verfolgt werden. Derzeit gibt es in Deutschland 105 Naturparke, die 27% der Fläche Deutschlands ausmachen.

 

 

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Stellplatz mit VE am OlgahafenWer am Naturpark Dümmer ist, sollte nicht versäumen, zu den Diepholzer Moorniederungen weiter zu fahren: hier

 

 

Fotogalerie Naturpark Dümmer:

 

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Diepholzer Moorniederung

Diepholzer Moorniederung
Diepholzer Moorniederung

Diepholzer Moorniederung

 

Die Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen ist knapp 105.000 Hektar groß und umfasst mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Darunter sind einige Hochmoore sowie der am Südwestrand gelegene Naturpark Dümmer.

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Die Hochmoore der Diepholzer Moorniederung gehören zu den am Besten erhaltenen bzw. renaturierten in Niedersachsen. Auf Wanderwegen kasseb sich die Moorgebiete erwandern und auf Lehrpfaden entdecken.

 

Wir haben bisher das Openweher Moor, das Neustädter Moor und das Rehdener Geestmoor genauer erkundet.

 

Openweher Moor

 

Das südlichste der drei Moorgebiete hat eine Gesamtgröße von etwa 870 Hektar, wobei 380 Hektar des Naturschutzgebiets in Niedersachsen und der übrige Teil in Nordrhein-Westfalen liegen. Vor der Einrichtung der Naturschutzgebiete wurde hier Torf im bäuerlichen Handstichverfahren abgebaut. Dieser fand zwar teils großflächig statt; eine industrielle Ausbeutung des Gebiets erfolgte aber nie.

 

Das Gebiet lässt sich gut vom Parkplatz im Süden des Gebiets erkunden. Hier führt ein etwa 600 Meter langer Weg zu einem Infopavillon mit Informationstafeln. Wir folgen dem Rundweg mit der Beschilderung III, der mitten ins Moor führt. Hier gibt es auch einen Beobachtungsturm. Bei unserem Besuch gegen Abend an einem warmen Julitag sehen wir beispielsweise einen Rotmilan, mehrere Turmfalken, Schafstelzen, Bachstelzen, Wiesenpieper, Goldammern und viele Weißstörche.

 

Unser Parkplatz:

  •  Stemwede: Am Moordamm/Brahendamm (52°30'00.1"N 8°29'33.3"E)

 

Infobox: Hochmoore

 

Hochmoore sind außergewöhnliche Landschaften, die nur dort entstehen können, wo die Regenmenge die den durch Abfluss und Verdunstung entstehenden Wasserfluss überstiegt. Dies gelingt nur in einem gemäßigt feuchten Klima, wie es beispielsweise im Norden Deutschlands vorherrscht.

 

Hochmoore entstehend durch das Wachstum von Torfmoosen über Jahrhunderte und Jahrtausende. Torfmoose können mehr als das zwanzigfache ihres Gewichtes an Wasser speichern. Ihre unteren Teile sterben ab und bilden den Torf auf dem neues Moos wächst. So wachsen Hochmoore tatsächlich auf totem Material in die Höhe. Lebende und noch wachsende Hochmoore gibt es heute aufgrund von Torfabbau und Entwässerung der Moore zur Gewinnung von Ackerland nur noch selten.

 

Die besonderen Lebensräume mit ihrem nassen sowie mineralsalzarmen und sauren Boden bringen eine an diese extremen Bedingungen angepasste Flora und Fauna hervor.

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Neustädter Moor

 

Das Neustädter Moor ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und liegt nordöstlich von Wagenfeld und südlich von Freistadt. Auch hier wurde Torf im Handstich aber auch industriell abgebaut. Mittlerweile wurden die so veränderten Gebiete aber renaturiert.

 

Wir parken auf einem kleinen Parkplatz an einem Gehöft am Südrand des Naturschutzgebietes und gehen zu Fuß zum größeren der beiden Beobachtungstürme des Gebiets. Bei unserem Besuch im Juli kann man zwar das Gebiet gut überblicken, wir bekommen aber nicht viel zu sehen. Zur Zeit des Kranichzugs sollte dies anders sein.

 

Wir fahren daher weiter zum kleineren Beobachtungsturm, der nur wenige Autominuten entfernt liegt. Von der Plattform hat man einen guten Überblick über die Moorlandschaft und vom kleinen Picknickplatz am Fuß des Turms startet auch ein etwa zwei Kilometer langer Naturrundweg. In der Saison macht hier auch eine Moorbahn halt.

 

Der Weg schlängelt sich gut beschildert durch das Moorgebiet. Teilweise führen Stege über den feuchten Boden. Auch eine kleine "Wackelbrücke" aus Schwimmpontons muss überwunden werden. Für unseren Hund ist das eine echte Herausforderung - so etwas hatte er bisher noch nicht gesehen.

 

Man sollte sich für den Rundgang Zeit nehmen, denn für manch Sehenswertes muss man genauer hinsehen. An mehreren Stationen gibt es Information zum Lebensraum Moor. So weißt beispielsweise eine Tafel auf ein Vorkommen von Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze, hin. Diese ist aber so winzig, dass man sie eigentlich nur entdeckt, wenn man in die Knie geht. Wir legen uns zum Fotografieren sogar auf dem hölzernen Weg. Gut, dass bei unserem Besuch so wenig los ist. Außerdem sehen wir verschiedene Heidearten, darunter die Rosmarinheide, die auch Sumpfrosmarin genannt wird, und diverse Schmetterlinge und Libellen.

 

Unsere Parkplätze:

  • großer Turm: Wagenfeld, Parkplatz Hochmoorweg (52°34'22"N 8°40'54"E
  • kleiner Turm, Moorpfad: Parkplatz am Langen Berg (52°33'55"N 8°40'17"E)

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Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze

Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze in Aventoft
Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze

Tanz der Stare

 

Aventoft ist ein winziger Ort an der deutsch-dänischen Grenze. Im Frühjahr und im Herbst kommen Vogelfreunde in Scharen hierher, um den Staren beim Tanzen zuzusehen.

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Aus der Ferne betrachtet ist der einzelne Star eher unscheinbar. Erst im Schwarm wird er zur spekakularäen Erscheinung, dann wenn sich das Einzelwesen im Kollektiv verliert und wir Menschen nicht verstehen können, wie eine Gemeinschaft von Hunderten und Tausenden von Individuen derart synchron reagieren können, dass die Menge aussieht wie eins.

 

Unweit des Örtchens Aventoft kann man jedes Jahr im Frühjahr und Herbst an der deutsch-dänischen Grenze Zeuge dieses Spektakels werden, das hier "Schwarze Sonne" (dänisch: "Sort Sol" genannt wird.

 

Jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang fallen hunderttausende von Staren in die Marschen ein, um dort gemeinsam geschützt die Nacht zu verbringen. Beim Anflug führen die Schwärme ein regelrechtes Flugballett auf und verdunkeln zeitweise fast den Himmel.

 

Das Marschgebiet entlang der Grenze bietet den Vögeln reiche Nahrung und so zieht es sie immer wieder hierher, um sich vor der Brutsaison und vor dem Winter noch einmal ordentlich Gewicht anzufressen.

 

Stare sind Teilzieher, das heißt sie wechseln im Winter nur unwesentlich ihren Standort. Dies tun sie in der Gemeinschaft. Sind im Frühsommer die ersten Jungvögel ausgeflogen, finden sie sich berreits jetzt schnell zu Schwärmen zusammen, die gemeinsam gerne in Obstplantagen und Weinbergen einfallen.

 

Wir waren bereits mehrere Male hier. Leider hatten wir nie gutes Wetter, sodass gute Fotos Mangelware sind. Aber mit dem Fernglas oder dem Spektiv sind die Stare immer ein Spektakel.

 

Die beste Beobachtungszeit:

 

Wir waren bisher Ende September und Ende August dort. Ende August gibt es schon viele Stare und es lohnt sich ein Abstecher. Ende September aber gibt es große Schwärme. Dies ist unserer Erfahrung eine gute Zeit. Aber auch im Frühjahr (März) soll man die Schwärme gut sehen können.

 

Dann stellt man sich eine Stunde vor Sonnenuntergang an die Straße. Erst kommen die Stare in kleinen Gruppen, die immer wieder im Schilf landen und wieder aufsteigen. Später werden es immer mehr. Große Schwärme entstehen, die dann die berühmten Formationen fliegen. Ein echtes Spektakel. Manchmal versucht ein Greifvogel, meist eine Rohrweihe, in einem Schwarm Beute zu machen - meist vergeblich.

 

Wo kann man die Schwarze Sonne noch beobachten? HIER

 

Unser Parkplatz zum Beobachten:

  • bei Aventoft: L2/Stichelmelde - entlang der Straße (54°53'23"N 8°50'55"E)

 Unsere Stellplätze:

  • Aventhoft: offizieller Parkplatz ohne VE
    (54°54'04.3"N 8°49'17.1"E)
  • Süderlügum: offizieller Stellplatz an der Sporthalle
    (54°52'28"N 8°54'11"E)

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Video und Fotogalerie: Tanz der Stare

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Die Deutsche Fährstraße

Die "Deutsche Fährstraße" zeigt auf 250 wohnmobilfreundlichen Kilometern, wie der Mensch Gewässer mal mehr und mal weniger konventionell überqueren kann.

 

Begleitet uns auf der Fahrt von Bremervörde bis Kiel entlang von Oste, Elbe und Nord-Ostseekanal, auf der sich rund 50 Brücken, Schleusen, Sperrwerke, Tunnel und Fähren unterschiedlichster Art aneinander reihen.

Genial für Wohnmobil-Fahrer:

 

Entlang der Deutschen Fährstraße gibt es viele, z.T. kostenlose, wirklich nette Stellplätze (siehe am Ende des Berichts):



Unser Bericht über die Fährstraße teilt sich in 4 Teile auf:

  • Teil 1: Entlang der Oste (von Bremervörde bis zu Elbe)
  • Teil 2: Entlang der Elbe
  • Teil 3: Entlang des Nord-Ostseekanals bis nach Kiel
  • Teil 4: Stellplätze entlang der Fährstraße

 

Wir starten in Bremervörde Richtung Norden

Teil 1: Entlang der Oste

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Das Hohe Moor

Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Das Hohe Moor

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Hohe Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren ...

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Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Von hier lohnt sich ein Abstecher gen Osten. Auf halben Weg nach Stade liegt das Hohe Moor. Das etwa 5000 Jahre alte Hochmoor ist heute Natura-2000-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet.

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren

 

Zwei schöne Rundwanderwege, der eine und 7 km lang, der andere etwa 2,5 km lang, führen vorbei an alten Handtorfstichen, Entwässerungsgräben, Moorwäldern, Sümpfen, aufgestaute Renaturierungsflächen und zwei Moorseen. Der Zugang zur großen Runde ist an der B 74 zwischen Elm und Hagenah bei GPS 53.534753, 9.261897, die kleine Runde beginnt man am besten bei GPS 53.559260, 9.276183. Bei Nässe sollte man besser festes Schuhwerk oder Gummistiefel anziehen, Mücken, Bremsen und Zecken sind im Sommer Plagegeister in Mooren; denkt also bitte an entsprechenden Insektenschutz.

 

Wer Glück hat, kann Kraniche beobachten, die seit 2002 hier wieder brüten. Ihre trompetenden Rufe schallen vor allem im Frühjahr über das Moor. Auch die seltene Sumpfohreule zieht ihre Kreise und ist tagsüber bei der Jagd über die offenen Landschaften zu beobachten. Vorsicht ist auf den Wegen geboten, denn hier können Kreuzottern und Ringelnatter gerade ein Sonnenbad nehmen. Baumfalke, Kuckuck und viele Singvögel, aber auch moortypische Libellenarten sind hier zu finden.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Im Hohen Moor wachsen die grün-rötlich gefärbten Torfmoose und typische Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und der aromatisch duftende Gagelstrauch, Wollgras und Moorbirke.

 

Im Frühjahr kann man hier ein besonderes Spektakel beobachten. Der auf Feucht- und Nasswiesen, Bruch- und Auenwälder vorkommende seltene und eher unscheinbare Moorfrosch überrascht während der Paarungszeit: Die Männchen werden blau.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Als wir da waren, hat es geregnet und den Fotoapparat haben wie lieber im Auto gelassen.

 

Wer einen schönen Stellplatz sucht, der wird in Hagenah fündig. Hier bietet ein Bauer einen sehr schönen Platz unter Storchennestern gegen eine Spende an (siehe Stellplatzliste)

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Das Hohe Moor


Montgolfiade in Warstein

Montgolfiade in Warstein
Montgolfiade in Warstein

Montgolfiade in Warstein

 

Im September ist in Warstein Montgolfiade. Dann ist der Ort in Nordrhein-Westfalen nicht länger nur bekannt für sein Bier, sondern wird zum Mekka für Heißluftballonfreunde.

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Im Spätsommer trifft sich in Warstein die Heißluftballon-Szene zur Montgolfiade. Dann finden hier Schau- und Wettflüge statt, es werden aber auch Mitflugmöglichkeiten angeboten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit beim Sponsor der Veranstaltung an einer Brauereiführung teilzunehmen.

 

Infobox: Montgolfiade

Der Begriff Montgolfiade geht zurück auf die Gebrüder Montgolfier, die Ende des 18. Jahrhunderts den Heißluftballon – auch Montgolfière genannt – erfanden. Waren die Flüge anfänglich unbemannt, hob 1783 mit Genehmigung des französischen Königs Ludwig XVI. erstmals ein Mensch erfolgreich ab. In der Fachsprache werden Ballons im Gegensatz zu Flugzeuge übrigens gefahren und nicht geflogen.

 

Wir suchen uns zum Fotografieren einen Platz außerhalb des eigentlichen Geländes auf einer Anhöhe, von wo aus wir einen guten Blick auf die startenden Heißluftballons haben.

 

Am Warsteiner Geländer gibt es für mobile Gäste, die Möglichkeit auf dem dortigen Wohnmobil-Stellplatz zu übernachten.

 

Stellplatz-Tipp:

  • Warstein: gebührenpflichtiger Stell-/Campingplatz an der Warsteiner-Welt (51°25'34"N 8°21'29"E)

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Fotogalerie:  Montgolfiade in Warstein

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Die nördlichste Flamingo-Kolonie der Welt lebt in Deutschland!

Flamingo im Zwillbrocker Venn / Deutschland
Flamingo im Zwillbrocker Venn / Deutschland

Zwillbrocker Venn - Flamingos in Deutschland

 

In Deutschland gibt es frei lebende Flamingos...

Nein, das ist kein Aprilscherz. Unweit der deutsch-niederländischen Grenze brütet im Sommer im Zwillbrooker Venn (Kreis Borken) tatsächlich eine Flamingo-Kolonie.

 

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Das Zwillbrocker Venn ist ein Wald, Moor und Feuchtwiesengebiet westlich von Verden und wurde bereits 1938 in Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ursprünglich befand sich hier ein Hochmoor; nach Ende des Torfabbaus verblieb ein Flachwassersee. Dieser und die umliegenden Flächen beherbern eine reiche Pflanzen- und Tierwelt.

 

Die Besonderheit des Gebiet und Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern sind aber die hier im Sommer nistenden Flamingos. Es ist unbekannt, woher die seit den 1970er Jahren im Venn anzutreffenden Vögel stammen. Es wird aber vermutet, dass es sich um Flüchtlinge aus Parks und Gärten handelt, findet man hier neben Rosaflamingos auch Kuba- und Chileflamingos, die in Europa definitiv nicht zuhause sind. Mittlerweile zählt die Kolonie zwischen 40 und 50 Tieren.

 

Unser 1. Besuch:

 

Eigentlich sollen die Vögel zwischen April und August im Venn anzutreffen sein. Wir sind bei unserem Besuch Anfang August aber leider in diesem Jahr zu spät dran. Die Flamingos sind schon in Richtung ihrer Überwinterungsgebiete abgezogen. Wir müssen uns daher mit den netten Flamingo-Skulpturen vor der Biologischen Station begnügen. (Die Station liegt schräg gegenüber des Wohnmobil-Stellplatzes/Parkplatzes auf der anderen Straßenseite.) Auch die im Gebiet brütetenden Lachmöwen – im Sommer sollen es über 10.000 sein – treffen wir nicht mehr an.

 

Auch ohne Flamingos brechen wir am frühen Morgen zu einer Fototour entlang des am Wohnmobilstellplatz von Zwillbrock startenden Rundwegs auf. Wie eigentlich meistens, wenn wir es schaffen, zeitig loszuziehen, werden wir mit einer fantastischen Morgenstimmung belohnt.

 

Entlang des Wegs sind drei Beobachtungshütten zu finden. Wir sehen von dort zwar keine Flamingos, können aber auf den umliegende Heideflächen Rehe und Kraniche beobachten, obwohl Kraniche hier eigentlich nur regelmäßig im Frühjahr und Herbst rasten sollen. Auch wir dürfen mal Glück haben. Direkt am Rundweg stehen Schottische Hochlandrinder, die hier zur Beweidung der tiefen Wiesenflächen eingesetzt werden.

 

Weitere Kranichbeobachtungsmöglichkeiten: hier

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Flamingos in Deutschland
Flamingos in Deutschland

Unser 2. Besuch:

 

Diesmal statten wir der Region im Juni einen Besuch ab und siehe da: die Flamingos sind da.

 

Wir fahren zu einem kleinen Parkplatz (GPS 52.0503, 6.70325). Von hier aus startet der etwa 6 km lange Rundweg um den See. Möchte man aber nur die Flamingos beobachten, so bieten sich zwei Beobachtungstürme in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes an; einer ein paar hundert Meter rechts des Rundweges, der andere in etwa gleicher Entfernung links des Weges.

 

Am Abend und am nächsten Morgen sehen wir rund 20 Flamingos auf dem mit Wasser gefüllten See. Anhand der Färbung kann man gut den hauptsächlich hier vorkommenden  >Roten Flamingo< und den >Chile-Flamingo< erkennen:

 

  • Roter Flamingo:
    intensiv rot, Schnabel rot mit schwarzer Spitze
  • Chile-Flamingo:
    graugrüne, blaße Beine mit typisch roten Gelenken,
    Schnabel hellrosa mit schwarzer Spitze

 

Aber nicht nur Flamingos können wir beobachten. Auch die große Lachmöwenkolonie ist kaum zu überhören. Laut kreisen hunderte Vögel über einer Insel, auf der man viele Nester entdecken kann.

 

Auf dem Turm erzählt uns eine ältere Einheimische, dass Sie sich noch gut an den ersten Flamingo-Nachwuchs erinnern kann. Er kam sehr spät im Jahr zu Welt und mußte per Flugzeug in den Frankfurter Zoo geflogen werden, wo er erfolgreich aufgepäppelt wurde. 

 

Auch diesmal hat es sich gelohnt, ein wenig länger auf dem Turm zu verweilen. Plötzlich stehen ein Reh grasend direkt neben uns, ein Fasan läuft unmittelbar an uns vorbei, mehrere Baumpieper singen von ihren Lieblingsplätzen und eine Nonnengansfamilie mit kleinem Nachwuchs steigt aus dem Wasser.

 

Und wieder müssen wir feststellen:
Es lohnt sich immer, früh aufzustehen. Gegen 9 Uhr wurde es auf den Türmen wieder voller.

 

Übernachtet haben wir hier:

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz

  • offizieller, kostenloser Wohnmobil-Stellplatz auf einer Wiesenfläche am Rande von Zwillborck  (GPS 52°03'15"N 6°41'39"E)

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Tolles Basislager für schöne Tage im Erzgebirge

Wiesner´s Teichwirtschaft: Idyllischer Wohnmobilstellplatz direkt an den Fischteichen
Wiesner´s Teichwirtschaft: Idyllischer Wohnmobilstellplatz direkt an den Fischteichen

Das Erzgebirge ist nicht nur ein Paradies für Naturliebhaber und (Ski)-Wanderer, sondern bietet zudem viel Tradition und Jahrhunderte alte Geschichte, wie Bergbau, Handwerk und alte Dampflockbahnen.

 

Wir stellen Euch hier einen kleinen Stellplatz an einer Teichanlage mitten in der erzgebirgischen Moorlandschaft in der Nähe von Scheibenberg vor:

 

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Restaurant mit Saibling (oben) und Forelle (unten) in Wiesner´s Teichwirtschaft
Saibling (oben) und Forelle (unten) in Wiesner´s Teichwirtschaft

Eigentlich wollen wir nur eine Nacht bleiben, aber daraus wird letztendlich fast eine Woche. So gut gefällt uns der Platz auf Wiesner´s Teichwirtschaft direkt an einem der vielen Fischteiche. Es ist nicht nur das große Gelände mit Fischteichen, sondern auch das kleine Restaurant, indem es neben Kleinigkeiten vor allem Forelle und Saibling aus den eigenen Teichen gibt. Am späten Nachmittag aus den Teichen entnommen, kommen sie abends fangfrisch auf den Tisch. Im Winter gibt es Karpfen.

 

Das Gelände gehört seit Generationen der Familie Wiesner. Zu DDR Zeiten wurde hier Fische in Massen produziert, heute wird großen Wert auf eine naturnahe Zucht gelegt. In den 90-iger Jahren wurden die Teiche entschlammt und neu aufbereitet, seit 1997 betreibt die Familie neben der Fischzucht eine kleine Pension mit 4 Doppelzimmern und einer Ferienwohnung für 3-4 Personen, den Wohnmobilstellplatz und die Gaststätte.

 

Hier kann man viel über Teichwirtschaft lernen. Betreiber Nico Wiesner erklärt uns, wie die Teiche zusammenhängen. Es gibt Teiche mit wärmerem und Teiche mit kälterem Wasser, in manche Teiche wird nur Oberflächenwasser geleitet. In einem Teich mit wärmerem Wasser verbringen die Fische dann die letzten Tage, bevor sie auf den Teller kommen.

 

Der Vater von Nico, der die Leitung des Betriebs vor einiger Zeit an seinen Sohn Nico weitergegeben hat und trotzdem den ganzen Tag auf dem Gelände werkelt, erzählt uns, dass sich die Natur rund um die Teiche in den letzten Jahren stark verändert hat. Unerwünschte Neubürger wie Mink und Marderhund, aber auch Fischotter und eine in der Nähe lebende Kolonie Graureiher haben die Familie Wiesner gezwungen, einen Teich mit einem Elektrozaun zu schützen. "Es ging nicht mehr anders" erklärte man uns, "die Tiere fangen bis zu 80% der Fische und richten großen Schaden an". Aber auch die Nilgans, auch eine Neozoon, ist nicht gerne gesehen. Seitdem sich ein Paar auf den Teichen niedergelassen hat, ist die Anzahl anderer Enten (vor allem Reiherenten) massiv geschrumpft. Auch der Eisvogel ist nur noch selten zu sehen. Und im Winter kann man schon mal Spuren von Wölfen auf dem Gelände entdecken.

 

Wiesners haben das ganze Jahr geöffnet. Im Sommer bieten sich Wander- und Fahrradtouren an, im Winter ist Skilaufen auf gespurten Loipen und Skiwanderwegen angesagt.

 

 

Wohnmobilstellplatz Wiesner`s Teichwirschaft:

  • Strom, Frischwasser aus eigener Quelle, Grau- und Schwarzwasserentsorgung
  • Wir haben € 10,50 pro Nacht (ohne Strom) bezahlt (2021)
  • mehr Infor: wiesners-teichwirtschaft.de
  • GPS: 50°33'25.1"N 12°54'15.6"E

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Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf
Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

 

Obercunnersdorf im Landkreis Görlitz zählt zu den schönsten Dörfern Ostsachsens und bezeichnet sich selbst als Ortsdenkmal. Besonders machen den kleinen Ortsteil der Gemeinde Kottmar seine über 250 Umgebindehäuser.

 

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 Das bereits 1221 erstmals urkundlich erwähnte Örtchen Obercunnersdorf mit seinen weniger als 100 Einwohnern ist ein Stück lebendiger Geschichte. Nach heute wird das Ortsbild wird geprägt von über 250 schiefergedeckten Umgebindehäuser, die so typisch sind für die Oberlausitz.

 

Infobox: Umgebindehäuser

 

Umgebindehäuser sind ein besonderer Haustyp der vorwiegend von Niederschlesien über die Oberlausitz und Nordböhmen bis ins Elbsandsteingebirge gefunden werden kann. In einem Umgebindehaus werden mehrere Bauweisen kombiniert. Im Zentrum steht eine Blockstube aus Holz, die von einem „Umgebinde“, einer Art Holzgalerie umgeben wird. Darüber findet sich meist ein Fachwerkstockwerk. Die praktisch als eigenständiges Blockhaus gebaute Blockstube und das Umgebinde mit seinem Fachwerkaufbau sind statisch entkoppelt – Obergeschoss und Dach lasten nicht auf der Stube. Mit dieser Bauart wurden slawische (Blockstube) und deutsche (Fachwerk) Einflüsse zu einer neuen Bauform kombiniert und durch die regionalen Handwerker weiterentwickelt und perfektioniert.

 

Wir stellen unser Wohnmobil am Wohnmobilstellplatz des Ortes am Freizeitbad ab und erkunden den Ort zu Fuß. Wir schlendern entlang der Dorfstraße und weiter durch die engen, verwinkelten Gassen. An einigen der meist detailreich renovierten Häusern sind Tafeln angebracht sind, die uns mehr zu deren Geschichte und Funktion wie auch von der Lebensweise der Menschen in der Region berichten.

 

Das „Schunkelhaus“ in der Klippelgasse ist als Wohnhaus im Stil der Oberlausitzer Leinweber eingerichtet und dient als Museum. Das Haus mit seinen schief zueinander stehenden Hausseiten ist ein Beispiel dafür, wie schon in vergangenen Jahrhunderten Restflächen im Ortszentrum bebaut wurden. Leider kamen wir außerhalb der Öffnungszeiten vorbei und mussten uns mit einem Blick auf die, zugegeben sehr schöne, Fassade begnügen.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Obercunnersdorf/Kottmar: Stellplatz am Freibad, gebührenpflichtig (51°01'54"N 14°39'37"E)

 

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Fotogalerie:  Umgebindehäuser

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Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali an der Werra

Dankmarshäuser Rhäden Beobachtungsstation gehören zum grünes Band
Aussichtsturm am Dankmarshäuser Rhäden

Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali

 

Das Feuchtgebiet Rhäden liegt im hessisch-thüringischen Grenzland an der A4 auf etwa halber Strecke zwischen Bad Hersfeld und Eisenach.

 

Das Naturschutzgebiet ist Teil des "Grünen Bandes" und ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Wiesenvögel. Gleich nebenan erhebt sich der Monte Kali, eine leuchtend weiße Kali-Abraumhalde.

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Bei einer Fahrt auf der Autobahn A4 zwischen Eisenach und Bad Hersfeld fällt uns unweit der Straße ein weißer Berg auf. Da wir es mal wieder genauer wissen wollen, fahren wir von der Autobahn ab und machen uns auf, die Gegend zu erkunden.

 

Bergbau im Werratal: der Monte Kali

 

Wir finden heraus, dass es sich bei dem Berg um eine im Volksmund auch "Monte Kali" oder "Kalimandjaro" genannte Abraumhalde des Kalibergwerks Heringen im Bergbaurevier Werra in Hessen handelt. Die strahlend weiße Erhebung dominiert weithin die Landschaft und kann sogar bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über die Umgebung.

 

Infobox: Kalisalz

Kalisalz kommt in der Hauptsache als Mineraldünger zum Einsatz. Üblicherweise wird das Material untertage abgebaut. Da es meist zusammen mit Natriumsalz (besser bekannt als Kochsalz) vorkommt, entstehen beim Kaliaubbau große Mengen an Abraum. Die zu 95% aus Kochsalz bestehenden Abraumhalden sind neben den Bergwerken weithin als weiße Berge sichtbar.

 

Naturschutzgebiet Rhäden im Grünen Band

 

Gleich nebenan liegen die Rhäden genannten Feuchtgebiete des Werra-Tals. Die ehemals zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegten Flächen wurden nach der Wiedervereinigung renaturiert und stellen heute wichtige Brut- und Rastgebiet für Vögel da. Das Naturschutzgebiet Dankmarshäuser Rhäden an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet zusammen mit den Rhäden bei Obersuhl und Bosserode einen Teil des "Grünen Bandes". Das Gebiet ist sowohl FFH als auch Natura2000 Schutzgebiet.

 

Tier- und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten im NSG Rhäden

 

Wir umrunden die Dankmarshäuser Rhäden zu Fuß auf einem gut ausgebauten Weg, an dem mehrere Beobachtungstationen (Hütten und Türme) zu finden sind. Neben einigen Wiesenbrütern und Kleinvögeln können wir dabei auch einen seltenen Schwarzstorch beobachten.

 

Infobox: Schwarzstorch

Der Schwarzstorch ist neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Storchart und überwintert wie dieser in Afrika. In Gegensatz zum Weißstorch ist er aber scheu und eher im Wald zu finden, als auf der offenen Flur. In Deutschland wird der Bestand laut Angaben des NABU derzeit auf ca. 600 Brutpaare geschätzt.

 

Landschaftspflege durch Beweidung

 

Die Wiesenflächen werden von Exmoor-Pony und Taurus-Rindern beweidet, um sie von Bewuchs frei zu halten. Die mittelgroßen Ponys stammen ursprünglich aus England und wurden hier angesiedelt, da sie stark an Wildpferde erinnern. Die Pony-Herde bewegt sich frei im Gebiet; trotzdem können wir sie vom Weg aus gut bei ihren Rangkämpfen beobachten.  Einige Stunden später sind die Ponys weitergezogen und wir haben einen ebenso guten Blick auf die imposanten Taurus-Rinder. Das Taurus-Rind ist eine Weiterzüchtung des Heckrinds (weitere Infos: >>Heckrinder im Naturpark Drömling) mit dem Ziel eine möglichst große Ähnlichkeit mit dem ausgerotteten Auerochsen zu erreichen. Glücklickerweise trennt uns ein Zaun von der Herde, denn die großen Hörner der Tiere sind doch sehr beeindruckend.

 

Unser Parkplatz an den Dankmarshäuser Rhäden:

  • Wanderparkplatz an der Landstraße (GPS 50°55'55"N 10°00'02"E)

Wohnmobil-Stellplatz in Gerstungen:

  • zwei Plätze für Wohnmobile auf öffentlichem Parkplatz im Ort unweit der Werra und das Werra-Radwegs; keine Einrichtungen (GPS 50°57'51"N 10°04'15"E)

 

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Fotogalerie: Rhäden und Monte Kali

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Das Vessertal im Thüringer Wald

Das Vessertal im Thüringer Wald
Das Vessertal im Thüringer Wald

Das Vessertal im Thüringer Wald

 

Das Vessertal liegt im Süd-Westen Thüringens und ist Teil des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald.

 

Das Gebiet ist geprägt von reichen Mischwäldern und Wiesenflächen. Immer wieder stößt man aber auch auf Relikte des Bergbaus.

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Das Vessertal, das eines der schönsten Täler Mitteldeutschlands sein soll, erstreckt sich südlich von Vesser, einem Ortsteil der Stadt Suhl, und nördlich und nordöstlich von Breitenbach, einem Ortsteil von Schleusingen, entlang der Vesser und liegt unweit des Rennsteigs.

 

Das Tal ist Teil des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald.

Infobox: Biosphärenreservat

 

Ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO ausgewiesene Region, in der "nachhaltige Wirtschaftsformen, Naturschutz, Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung ebenso wie internationale Kooperation" gefördert werden sollen. Das Programm der UNESCO, dass dieses Siegel verleiht, wurde1970 ins Leben gerufen

 

Weltweit gibt es etwa 700 Biosphärenreservat verteilt auf 124 Staaten, einige der Reservate überschreiten sogar Grenzen und befinden sich auf dem Gebiet mehrerer Länder. In Deutschland findet man derzeit 16 Biosphärenreservate.

 

Wir beginnenn unsere Erkundung auf dem Wohnmobilstellplatz  "Am Offenstal" in Vesser. Dieser liegt oberhalb des kleinen Ortes und bietet einen schönen Ausblick. Direkt am Rand des gemischten Parkplatzes starten Wander- und Themenwege.

 

Wir folgen dem Bergbauwanderweg, der direkt in den Wald führt. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Geschichte des Bergbaus in der Region. Es gibt mehrere ehemalige Abbaugebiet, die hier rund um Vesser "Crux" genannt werden. Je nach abgebautem Gestein wurde diesen unterschiedliche Farben zugeordnet. Der "schwarze Crux" ist ein ehemaliges Eisenbergwerk, das heute als Schaubergwerk dient und besichtigt werden kann. Daneben gibt es den "roten Crux", in dem Hämatit (Roteisenkies), und den "gelben Crux", in dem Pyrit (Schwefelkies) abgebaut wurde. Unsere Tour führt uns über gut gekennzeichnete Waldwege durch alten Mischwaldbestand, vorbei an stillen Waldwiesen und leise gluckernden Bergbächen.

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Eines der schönsten Täler Deutschlands: Vessertal

Wohnmobilstellplatz am Offenstall in Vesser
Wohnmobilstellplatz "Am Offenstall" in Vesser

Achtung:
Entlang der Wege und auch an den netten Rastplätzen gibt es keine Mülleimer. Die Region bittet Wanderer darum, ihre Abfälle wieder mitzunehmen.

 

Infobox: Waffenproduktion in Suhl


Es ist kaum zu glauben, aber das kleine Suhl in Thüringen und Damaskus, die Hauptstadt Syriens, haben so einiges gemeinsam: Beide Städte waren schon im Mittelalter Zentren der Waffenproduktion.

 

Damaskus war berühmt für seinen Damaszener Stahl und die daraus gefertigten Handfeuerwaffen. Aber auch in Suhl wurde Stahl bester Qualität gefertigt.

 

Zunächst wurden hier nur Hieb- und Stichwaffen sowie Rüstungen hergestellt. Um 1500 begann man aber auch Handfeuerwaffen zu fertigen. Dies machte die Stadt im 30jährigen Krieg zum Zeil von Angriffen, die die Stadt schwer trafen. Die Waffenproduktion wurde aber schon bald wieder aufgenommen und über die Jahrhunderte fortgesetzt. Auch heute werden in Suhl noch Jagd- und Sportwaffen hergestellt.

 

Auch der kleine Ort Vesser selbst lohnt einen kurzen Rundgang. Hier findet man neben schönen Fachwerkhäusern auch eine Fachwerkkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert eine und eine alte Skischanze. Auf der Naturschanze wird nicht mehr gesprungen, in DDR-Zeiten fanden hier aber sogar internationale Skisprungwettbewerbe statt. Im Ort finden die, die nicht selbst kochen möchte, auch einige Gasthäuser.

 

Unser Stellplatz in Vesser:

  • Stellplatz am Offenstall: oberhalb des Ortes mit schöner Weitsicht, Wasser und Strom vorhanden, aber keine Entsorgung (50°35'56.0"N 10°47'29.3"E). Betreut wird der Platz von Ehrenamtlichen. Wenn niemand zum Kassieren kommt, bitte die Stellplatzgebühr (bzw. eigentlich die Kurtaxe) im letzten Haus vor dem Platz in den Briefkasten werfen. Das steht aber auch noch einmal genauer an der Tafel am Platz. Der Ort hat sich die geringe Gebühr für diesen Platz wirklich verdient.

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Wohnmobilstellplatz "Am Offenstall" in Vesser

Fotogalerie: Das Vessertal im Thüringer Wald

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Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal mit dem Wohnmobil
Nationalpark Unteres Odertal morgens um 5:30 Uhr

Nationalpark Unteres Odertal

 

Im Nordosten Brandenburgs bildet im Grenzland zu Polen der Nationalpark Unteres Odertal zusammen mit dem polnischen Landschaftschutzpark Dolina Dolnej Odry und Cedynia eine länderübergreifende Schutzzone, den Internationalpark Unteres Odertal.

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Der Nationalpark Unteres Odertal liegt im Nordosten Brandenburgs im Landkreis Uckermark und bildet ein Teilgebiet des "Internationalparks Unteres Odertal", der sich über deutsches und polnisches Gebiet erstreckt. Hier befindet sich im eingedeichten Flussgebiet der Oder die einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands.

 

Die großflächige Fluss-Auenlandschaft bietet Raum für eine vielfältige Flora und Fauna. Im Winter und im Frühjahr sind die Polderwiesen geflutet und bieten stromabwärts gelegenen Orten, darunter Stettin, Schutz vor Hochwasser. 

 

Bisher waren wir 2x im Nationalpark Unteres Odertal:

 

Im Sommer:

Wir starten im Besucherzentrum des Parks in Criewen (Schloss Criewen, N53°00'43.9", O 14°13'23.0", Eintritt frei), wo wir Informationsmaterial bekommen und eine kleine Ausstellung einen ersten Eindruck über das Gebiet gibt. Trotz der während unserer Besuchs im Juni herrschenden Hitze erkunden wir den Park per Fahrrad und zu Fuß, wobei uns das Kartenmaterial aus dem Besucherzentrum gute Dienste leistet.

 

Besonders angetan hat es uns der Parkplatz in Grabow, von dem aus in wenigen Minuten eine Beobachtungshütte (ausgeschildert) zu erreichen ist und diverse Pfade direkt ins Herz der Feuchtgebiete führen. Nach einer ersten Erkundung am Abend, brechen wir am nächsten Morgen zu Sonnenaufgang erneut auf und werden mit fast mystisch anmutenden Bildern belohnt. Neben dem Seeadler sehen wir unter anderem Kraniche, viele Singvögel (darunter Neuntöter) und diverse Libellen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

 

Zu den Singschwantagen Ende Januar:

Der Nationalpark Unteres Odertal ist auch bekannt für die vielen Singschwäne im Winter. Der Nationalpark Verwaltung lädt jeden Januar / Februar zu den Singschwantagen ein. Gäste werden an dem Wochenende mit einem vielfältigen Programm Wissenswertes über die singenden Schwäne erfahren und sie in der winterlichen Auenniederung beobachten können.

 

Mehr zu den Singschwantagen : hier

 

Unsere Stellplätze:

  • Mescherin: Campingplatz am Oderstrom, netter, kleiner CP, 15€ ohne Strom
    (N 53°14'31.3", O 14°25'33.9")
  • Grabow: Parkplatz am Nationalpark; idealer Ausgangspunkt für (Vogel-)Exkursionen; kein Camping!
    (N 53°06'34.5", O 14°20'16.9")

 

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Fotogalerie: Nationalpark Unteres Odertal

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Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

Singschwäne im Nationalpark Unteres Odertal
Singschwäne im Nationalpark Unteres Odertal

Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

 

Der Nationalpark Unteres Odertal erwartet im Winter besondere Gäste: Singschwäne. Hier an der Grenze zu Polen beziehen diese regelmäßig ihr Winterquartier in den Poldern entlang der Oder.

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Vortrag im Nationalparkhaus
Vortrag im Nationalparkhaus

Der Singschwan ist in Deutschland nur ein Wintergast. Bisher haben wir die imposanten, weißen Vögel nur selten vor die Linse bekommen. In diesem Jahr aber hoffen wir, die Vögel in ihrem Winterquartier an der Oder beobachten zu können.

 

Gelegenheit dazu bieten die in 2019 nun schon zum 13. Mal stattfindenden Singschwantage im Nationalparkhaus des Nationalparks Unteres Odertal in Criewen. Im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen in die umliegenden Nasspolder (im Winter überschwemmte Wiesenflächen) werden hier dem Besucher die Vögel nahegebracht.

 

Ein kleines Rahmenprogramm mit Vorführungen örtlichen Kindergärten und einem sehr interessanten Vortrag des Fotografen Josef Vorholt runden die Veranstaltung ab. Auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Wir probieren leckere Wildfrikadellen.

 

Im Anschluss an den Einführungsvortag von Nationalparkmitarbeiter Tim Bornholt nehmen wir an einer vom Nationalparkleiter Dirk Treichel geführten Wanderung zu den Schlafplätzen der Singschwäne teil. Schon aus der Ferne hört man im Dunkeln die trompentenartigen Rufe, die den Vögeln ihren Namen geben.

 

Am nächsten Morgen machen wir uns zu Sonnenaufgang auf eigene Faust erneut auf den Weg durch die beeindruckende Landschaft entlang der Oder. Diese weist jetzt im Winter überzogen von Raureif einen besonderen Reiz auf und entschädigt uns für die etlichen Minusgrade im Januar. Ein Ranger gibt uns unterwegs Tipps für besonders gute Beobachtungspunkte und so sehen wir neben Singschwänen auch diverse Entenarten und Greifvögel, darunter Seeadler und eine Kornweihe, Wildschweine, Rehe, Füchse und ganz kurz einen Biber.

 

Wir verbringen vier Tage im Nationalpark. Die Region bietet aber auch zu jeder anderen Jahreszeit Beobachtungsmöglichkeiten für mehrere Tage.

 

Wo kann man Singschwäne noch beobachten? HIER

 

Stellplatztipps:

  • Schwedt: zwei kostenpflichtige Stellplätze neben bzw. am Wassersportzentrum

    (N 53°3'29", O 14°17'52 und N 53°3'27", O 14°17'53")

  • Stolpe: kostenloser Stellplatz am Deich (N 52°58'35", O 14°06'43")
  • Angermünde: kostenloser Stellplatz an der Stadtmauer (N 53°00'55", O 14°00'15")

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Fotogalerie: Singschwäne

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Biosphärenreservat Spreewald

Frühmorgens an einem der vielen Kanäle im Spreewald
Frühmorgens an einem der vielen Kanäle im Spreewald

Biosphärenreservat Spreewald

 

Der Spreewald ist ein weitläufiges Niederungsgebiet im Südosten des Bundeslandes Brandenburg, das von der natürlichen Flusslaufverzweigung der Spree und die zusätzlich künstlich angelegten Kanäle geprägt wird.

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Eine Landschaft wie im Märchen

 

Etwa 100 Kilometer südlich von Berlin schützt das Biosphärenreservat Spreewald eine in Mitteleuropa einmalige Landschaft mit einem 1575 Kilometer langen Netz von natürlichen und künstlichen Wasserläufen der Spree umgeben von typischen Feuchtwiesen, kleinen Äckern und naturnahen Niederungswäldern.

 

Obwohl die Region touristisch erschlossen ist, taucht man hier ein in eine Landschaft ein, die mit der nahen Hauptstadt und auch vielen anderen Teilen Deutschlands wenig zu tun hat. Wer Lust hat früh aufzustehen, erlebt hier eine Natur, die ihresgleichen sucht.

 

Natur im Spreewald: Beobachtungstipps

 

Hier finden Schwarzstörche, Kraniche, Wiedehopf, Singschwan, Graureiher und auch Seeadler Möglichkeiten zum Brüten. In den offenen Landschaften findet man Wat- und Sumpfvögel wie Bekassinen und Brachvögel. Über 800 Schmetterlingsarten, 100 verschiedene Muscheln und Schnecken, 50 Libellenarten und knapp 140 Brutvögel haben hier eine Heimat gefunden, darunter Arten wie Fischotter, Mopsfledermaus, Wachtelkönig, Seggenrohrsänger, die auf der Roten Liste als gefährtet gelten. Grund für die Artenvielfalt sind die vielen unterschiedlichen Biotoptypen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

Wo kann man Singschwäne noch beobachten? HIER

 

Weiter gibt es verschiedene Rad- und Wanderwege, Natur- und Erlebnispfade und natürlich Kahnfahrten durch die Kanäle. Bekannt sind auch die Spreewälder Gurken, die hier angebaut und eingelegt werden. Die kulinarische Spezialität gedeiht hier auf dem humusreichen Boden besonders gut. Wer Lust hat, kann dem rund 250 Kilometer langen Gurken-Radweg folgen.

 

Kurios: Postzustellung per Kahn

 

Von April bis Oktober wird in einigen Teilen des Spreewaldes die Post in gelben Postkähnen ohne Motor stakend auf dem Wasserweg zugestellt.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

Wir hatten durch Zufall einen schönen Platz direkt an einem See gefunden, an dem Wohnmobile toleriert wurden. Am Abend entfachten mehrere Wohnmobilfahrer ein größeres Lagerfeuer, am nächsten Morgen war die Polizei da und schickte alle Wohnmobile weg. Heute ist hier das Parken für Wohnmobile verboten. Es ist bedauerlich, dass Wohnmobilfahrer durch ihr unüberlegtes, egoistisches Verhalten ihr eigenes Hobby für sich und andere kaputt machen.

 

offizielle Wohnmobil-Stellplätze im Spreewald:

  • Lübbenau: Wohnmobilstellplatz am Bahnhof (51°51'42"N 13°57'47"E)
  • Lübbenau: gebührenpflichtiger Parkplatz, auf dem das Übernachten gegen Gebühr angeblich erlaubt ist (51°51'58"N 13°59'18"E)
  • Luckau: Wohnmobilstellplatz (51°51'0"N 13°42'55"E)

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Fotogalerie: Biosphärenreservat Spreewald

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Linum und das Linumer Teichland

Revierkampf zwischen Höckerschwänen im Linumer Teichland

Linum und das Linumer Teichland

 

Das Linum Teichland liegt nord-westlich von Berlin in Brandenburg. Früher ein riesiges unerschlossenes Moorgebiet ist die Landschaft mit ihren Teichen, kleinen Sümpfen Wiesen und Wäldern ein Paradies für Naturfreunde und Vogelkundler.

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Beobachtungshütten säumen den Weg
Beobachtungshütten säumen den Weg

Die aufgrund der großen Zahl von Storchennestern auch als Storchendorf bekannte Gemeinde Linum liegt in der Niederung des Rhinluch im Nord-Westen von Berlin und beherbergt im Teichland Linum etwa 240 Hektar Wasserflächen.

 

Früher war das Teichland ein riesiges, unerschlossenes Moorgebiet. Die Teiche entstanden aus abgetorften Flächen, die sich mit Wasser füllten. Das Gebiet besteht heute aus Teichen, Wiesen, kleinen Sümpfen und Wäldern und ist somit ein Paradies für Naturfreunde, Vogelkundler und Birdwatcher.

 

Zur Zeit des Vogelzugs werden die Teiche von  Zugvögeln als Zwischenstation genutzt. Bekannt ist Linum für die rund 80.000 Kraniche, die hier auf dem Weg in den Süden Rast machen. Die Teiche bieten aber auch vielen anderen Tieren, unter anderm dem Biber und vielen Amphibien, eine Heimat.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Obwohl der Großteil der Teiche für Besucher gesperrt sind, gibt es rund um die Teiche eine Menge Beobachtungshütten und Aussichtspunkte.

 

In Linum direkt unterhält der Nabu das Naturschutzzentrum Storchenschmiede. Je nach Jahreszeit bietet der Nabu hier unterschiedliche Veranstaltungen und Ausstellungen.

 

Wir waren bisher zweimal in Linum:

 

Frühjahr:

Bei unserem Besuch im April konnten wir hier für uns erstmals Schwanzmeisen vom nordischen Typ beobachten, die im Gegensatz zum mitteleuropäischen Typ einen komplett weißen Kopf haben. Außerdem "hüpften" uns einige Teichfrösche über den Weg. Auf den Feldern rund um den Seen fanden wir auch einige Kraniche, die wahrscheinlich nicht weiter gen Norden gezogen sind, und hier in Deutschland brüteten. Neben Schwänen, Rohrweihen, Enten und Flussseeschwalben konnten wir noch den seltenen Kleinspecht beobachten.

 

Herbst:

Vor allem im Herbst locken bis zu 80.000 rastende Kraniche auch eine große Zahl von Besuchern hierher. Die beste Besuchszeit ist von Anfang Oktober bis Mitte November. Dann rasten die Kraniche nachts im Teichland, tagsüber nutzen sie die Felder, um sich für den Weiterflug zu stärken.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Linumer Teichland: Stellplatz an der Fischerhütte (GPS  52°45'57"N 12°52'33"E)

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Beobachtungshütten säumen den Weg

 

Fotogalerie vom Linumer Teichland

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Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz
Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz

Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

 

Der 1990 gegründete Nationalpark Müritz im Süden-Mecklenburg-Vorpommerns ist nach dem Nationalpark Wattenmeer der flächenmässig größte Nationalpark Deutschlands.

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Der Nationalpark

 

Der Nationalpark Müritz ist immer wieder einen Besuch wert. Der Nationalpark befindet sich im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Er teilt sich in zwei räumlich getrennte Räume auf: Die Mecklenburgische Seenplatte und in einen Teil der Feldberger Seenlandschaft.

 

Im Nationalpark darf sich die Natur selbst entwickeln. Die Landschaften sind von der zunehmenden Intensivierung der Landnutzung verschont geblieben und entwickeln sich zu neuer Wildnis. Die Natur ist im stetigen Wandel und es gibt jeden Jahreszeit etwas neues zu entdecken.

 

Wir waren schon mehrere Male und zu verschiedenen Jahreszeiten im Nationalpark Müritz und wurden noch nie enttäuscht:

 

 

Frühjahr / Sommer

 

Zur Brutzeit im Frühjahr / Sommer können in der Nähe des Nationalparkhauses in Federow nistende Fischadler beobachtet werden. Um die Vögel nicht zu stören, wurden eigens Sichtschutzwände eingerichtet.

 

 

Die Frösche werden blau

 

Im April kann man hier auch noch eine echte Besonderheit entdecken:

Der Moorfrosch (rana arvalis) ist eine unserer kleineren Froscharten. Um der Damenwelt zu imponieren, zeigen sich die Männchen zur Laichzeit für wenige Tage in einem intensiven Blau. Bei den Fröschen (und auch NUR bei denen) freuen sich die Weibchen, wenn die "Männer" mal wieder "blau" sind :-). Wir konnten sie ganz in der Nähe des Nationalparkhauses im Wald beobachten.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Kraniche im Herbst:

Zur Zugzeit im Herbst starten vom Nationalparkhaus in Federow geführte Touren zur Kranichbeoachtung. Aber nicht nur Kraniche kann man von der Beobachtungshütte sehen, sondern auch Rotwild und Seeadler.

 

Auch ein Rundgang durch den angrenzenden Wald lohnt sich, besonders wenn man die Augen offen hält. Hier haben wir vor allem Grün-, Bunt- und Schwarzspechte beobachten können.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

 

Unser Stellplatz:

  • Federow: ausgewiesener Parkplatz vor dem Nationalparkhaus
    GPS 53°29'02.1"N 12°45'33.9"E
    Freies Stehen ist im Nationalpark nicht erlaubt.

Wir empfehlen den Abend im kleinen Bauernlokal "Bunte Kuh"  gegenüber dem Nationalparkhaus am bollernden Kaminofen ausklingen zu lassen.

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Fotogalerie: Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

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Gülper See - Westhavelland

Reh im Raps am Gülper See

Gülper See - Westhavelland

 

Der Gülper See in der Gemeinde Havelaue liegt etwa 70 Kilometer westlich von Berlin am Westrand von Brandenburg. Das Naturschutzgebiet wurde schon 1967 ausgewiesenen und gehört damit zu den ältesten Schutzgebieten Deutschlands.

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70 Kilometer westlich von Berlin und 30 Kilomter nordwestlich von Buckow liegt der Gülper See, ein Vogelschutzgebiet von internationalem Rang. Das 1967 ausgewiesene Naturschutzgebiet gehört zu den ältesten Deutschlands. Es liegt mitten im größten zusammenhängenden Binnenfeuchtgebiets Europas, der unteren Havelniederung.

 

Der nur bis zu 1,5 m flache See und seine Verlandungszonen ist für Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet und von ornithologischer Bedeutung. Vor allem zum Vogelzug rasten hier Kraniche, Gänse, Enten und andere Wasservögel auf ihrer Durchreise.

 

Seit 2010 setzt sich der NABU für die Erhaltung des Sees ein. Knapp 800 ha Land hat der NABU bereits erworben.

 

Nachdem wir am Gülper See angekommen sind, bauen wir unsere komplette optische Ausrüstung vom Spektiv bis zur Kamera auf und warten darauf, was uns vor die Linse kommt bzw. fliegt: Schafstelzen, Haubenlerchen, Grau- und Silberreiher, Kiebitze, Graugänse und dazwischen Rehe. Über uns kreisen Rohrweihen und Fischadler, ihre Horste sind in Sichtweite. Am Bachlauf sind diverse Biberburgen zu sehen. Immer wieder müssen wir uns daran erinnern, dass das hier kein Tierpark sondern frei Natur ist - und das mitten in Deutschland.

 

Nördlich der Straße L17 entlang des Nordufers Richtung Rhinow gibt es ein von der Straße gut sichtbares Nest eines Fischadlers auf einem Strommasten.

 

Ein Aussichtsturm und zwei Beobachtungsstände liegen am Südufer des Sees, an einer kleinen Straße zwischen Prietzen und Gülpe. Sie bieten einen Blick auf den Flachsee und seine Uferzone. Vor dem Aussichtsurm liegt eine kleine Halbinsel, auf sich viele Wasservögel sammeln. Vögel, die man hier beobachten kann, sind u.a. Alpenstrandläufer, Bruchwasserläufer, diverse Enten und Gänse, Uferschnepfe, Säger, Rohrdommel, Trauer- und Flussseeschwalbe.

 

Im Sommer und im Herbst erfolgt abends der spektakuläre Einfall der bis zu 100.000 Saat- und Blessgänse.

 

Übrigens ist Gülpe auch Anlaufstation vieler Hobbyastronomen. Hier sollen Sterne am dunklen Nachthimmel besonders gut zu sehen sein. Der Naturpark Havelland ist als erster Sternenpark Deutschlands anerkannt.

 

Unser Stellplatz:

  • Kann leider nicht verraten werden, denn er soll so einsam bleiben, wie er ist.

 

Weitere Stellplätze:

  • Gülpe: Stellplatz Pareyer Straße (52°43'27"N 12°13'25"E)
  • Wohnmobilstellplatz vor der Campingplatz Campinginsel in Havelberg
    (52°49'40"N 12°04'08"E) ca. 15 km zum Gülper See

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unser Beobachtungsplatz am Gülper See
unser Beobachtungsplatz am Gülper See
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Großtrappen in Brandenburg

Grosstrappen bei Balz Hahn Buckow Deutschland Rathenow im Westhavelland
Großtrappe bei der Balz

Großtrappen in Brandenburg

 

Die Großtrappe gehört zu den größten flugfähigen Vögeln. In Deutschland kann man die vom Aussterben bedrohten und daher hier auf der roten Liste stehenden Vögel nur noch in Brandenburg beobachten.

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Die Großtrappe zählt mit einem Gewicht von bis zu 16 kg zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Großtrappen können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Vor 60 Jahre wurden alleine in der Mark Brandenburg noch 3.400 Großtrappen gezählt. Technisierung der Landwirtschaft, Monokultur und die Zunahme von Freßfeinden machten die Kükenaufzucht fast unmöglich. So wurden im Zeitraum von 1970 bis Anfang 1990 im Freiland nachweislich keine Großtrappe mehr flügge. 1996 wurden in Deutschland noch 57 Großtrappen gezählt.

In Brandenburg gibt es drei Plätze, in denen wieder Lebensräume für Trappen geschaffen wurden. Zwei davon haben wir besucht:

 

Großtrappen bei Buckow/ Havelländisches Luch

 

Nachdem wir auf unsere Winterreise auf der Iberischen Halbinsel lange erfolglos versucht haben, den größten Laufvogel Europas , die Grosstrappe, zu Gesicht zu bekommen, nehmen wir nun in Deutschland einen neuen Anlauf.  Im Westhavelland gibt es in der Nähe von Rathenow ein Wiederansiedlungsprojekt, wo man die stolzen Vögel in Freiheit beobachten kann. Lediglich das Brutgeschäft wird durch den Menschen unterstützt, denn Füchse, Seeadler und Raben machen dieses den Trappen schwer. Laut Auskunft einiger freiwilliger Helfer, wäre eine freie Aufzucht wahrscheinlich wenig erfolgreich.

 

Im März und April ist Balzsaison und so kann man die Tiere von den Beobachtungstürmen bei Buckow oft gut bei ihren spektakulären Aufführungen beobachten.

 

Unser Beobachtungsplatz: 52°13'11.6"N 12°41'55.8"E

 

Wo kann man Großtrappen noch beobachten? HIER

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz an der Vogelschutzstation bei Buckow.
    Das freie Stehen an den Beobachtungstürmen wird nicht gerne gesehen.

 

Belziger Landschaftswiesen

 

Die Belzinger Landschaftswiesen sind eines von drei Gebieten in Brandenburg mit weiten, offenen Wiesen und Weiden, in denen die vom Aussterben bedrohten Großtrappen noch relativ ungestört leben können.

 

Da Großtrappen sehr scheue Tiere sind, ist es am Besten, sich am frühen Morgen ein geeignetes Versteck zu suchen und abzuwarten, bis sich die ersten Trappen einfinden.

 

Wer Glück hat, entdeckt nicht nur die balzenden Hähne, sondern - wie wir - einen Wolf!

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Video vom Wolf und Fotogalerie:

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Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

Fischadler im Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"
Fischadler im Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

 

Die Lewitz ist ein 1600 Hektar großes, wasserreiches Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern südöstlich von Schwerin. Sie gilt als eine der größten Wiesenlandschaften Deutschlands. 

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Seeadler
Seeadler

Das Naturschutzgebiet „Fischteiche in der Lewitz“ liegt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns und ist Teil des EU-Vogelschutzgsgebiets „Lewitz“. Hier findet sich eine weitläufige Teichlandschaft, in der der Tisch für Greifvögel wie den See- und Fischadler und auch Milan reich gedeckt ist.

 

Die Teiche sind nicht wie viele andere Seen der Region Relikte der Eiszeit, sondern wurden im letzten Jahrhundert zur Fischzucht künstlich angelegt. Wir fahren einen Beobachtungspunkt inmitten der Teiche an und kommen in den Stunden bis zur Abenddämmerung dem Vögeln ganz nah. Mehr als einmal haben wir den Eindruck durch die Kamera den Adlern „Auge in Auge“ gegenüberzustehen.

 

Unser Beobachtungsplatz:

  • Beobachtungsturm direkt an den Teichen (GPS N 53°27'00.0" E 11°37'55.6")

 

Fotogalerie: Fischadler in Lewitz

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Naturparadies Kummerower See

frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung
frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung

Naturparadies Kummerower See

 

Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen den Städten Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Nordwesten des Sees befindet sich in einem ehemaligen Polder das sehr sehenswerte Naturschutzgebiet Neukalener Moorwiesen.

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Kormorane an den Neukalener Moorwiesen
Kormorane an den Neukalener Moorwiesen

Der im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte inmitten einer eiszeitliche Hügellandschaft gelegene Kummerower See bildet zusammen mit dem Malchiner See das Herzstück des Naturparks „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See“. Im See vereinigen sich Quellflüsse der Peene, um ihn als sogenannter Peenestrom, den "Amazonas des Nordens", wieder zu verlassen. Es ist das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Westeuropas.

 

Auch die Umgebung des Sees ist sehenswert; Schlösser und Herrenhäuser, Parks, Wälder, Weiden und Tiere, Baumriesen, seltene Pflanzen ... alles findet man rund um den See in der "Toskana des Nordens".

 

Wir waren bisher zweimal am Kummerower See: Im Juni und im April.

 

Am Nord-Westufer des Sees liegt das Naturschutzgebiet „Neukalener Moorwiesen“, ein seit 1992 renaturiertes Niedermoor, das für ornithologisch Interessierte einen Abstecher Wert ist.  Besonders der Weg zu dem direkt am Seeausfluss gelegenen Restaurant „Aalbude“ hat es uns bei beiden Besuchen angetan.

 

Kurz vor dem Lokal lohnt besonders ein frühmorgendlicher Besuch des Beobachtungsturm, von dem man einen guten Überblick über das Gebiet und auf eine große Kormoran-Kolonie hat. Wir hatten das Glück von hier aus Fischadler beobachten zu können.

 

Bei unseren Besuchen konnten wir unter anderem:
Fischadler, Seeadler, Graugänse, hunderte Kormorane auf ihren Nestern, Blässhühner mit Nachwuchs, Lachmöwen bei der Balz, Rohrweihen, Höckerschwäne mit Jungtieren, Singvögel wie Grünfinken, Buchfinken, Seeschwalben, Bartmeisen, Blaumeisen, Buntspecht, Rauchschwalben sehen.

 

Im Frühjahr kann man hier auch die "blauen Frösche" beobachten. Das Männchen des Moorfroschs färbt sich zur Paarungszeit blau. Wir haben die Moorfrösche gleich am Anfang des Sees auf der linken Seite gefunden.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Gerade zum Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang lohnt sich die Fahrt entlang des Sees. Es bieten sich tolle Möglichkeiten für schöne Landschaftsaufnahmen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Restaurant „Aalbude“: auf Nachfrage auf dem Parkplatz des sehr empfehlenswerten Ausflugslokals (GPS N 53°50'56.0" E 12°53'13.5")
  • Dargun: kostenfreier Stellplatz am Klostersee ohne VE (GPS N 53° 53′ 33″ E 12° 51′ 4″)

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Usedom: Geheimtipp Kamminke

Dorschplatte am Fischrestaurant in Kammincke Usedom Fisch Fischteller
Dorschplatte im Fischrestaurant in Kammincke

Usedom: Geheimtipp Kamminke

 

Die kleine Gemeinde Kamminke liegt in Mecklenburg-Vorpommern an der Grenze zu Polen. Von hier ist es nicht weit bis zum Naturschutzgebiet Golm, dem der "Golm", die mit 69 Meter höchste Erhebung auf Usedom, seinen Namen gibt.

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Usedom hat sich uns gegenüber als teuer und abseits der Campingplätze meist wohnmobilunfreundlich gezeigt.

 

Umso mehr überrascht uns die winzige Gemeinde Kamminke im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Kurz vor der Grenze zu Polen verirrt man sich eigentlich nur hierher, wenn man weiß, dass es das Dorf, das als einer der ältesten Fischerort der Insel gilt, gibt.

 

Wir entdecken Kamminke auf dem Weg nach Polen eigentlich nur aufgrund eines technische Problems. Polen. Kurz hinter der Grenze stlelen wir fest, dass wir Schwierigkeiten mit unserer Internetverbindungen haben. Eigentlich haben wir seit Jahren eine Flatrate, die es uns erlaubt unsere Mobilfunkminuten und unser mobiles Datenvolumen auch im europäischen Ausland zu benutzen. Heute aber ist alles anders. Wir bekommen eine SMS, die uns darauf hinweist, dass wir zukünftig dafür noch einmal extra zahlen sollen. Wir drehen kurzfristig um, um die Sache von Deutschland aus zu klären.

 

Diese eigentlich ärgerliche Situation führt uns nach Kammincke, einem kleinen Straßendorf im Achterland am Stettiner Haff unterhalb und teilweise auch auf dem Kliffs Golm-Kamminke. Der Golm selbst, die mit 69 Meter höchste Erhebung der Insel Usedom, und das umliegende Gebiet steht unter Naturschutz. Hier befindet sich aber auch eine der größten Kiregsgräberstätten Deutschlands.

 

Auf einem einfachen Parkplatz ist das Parken für Wohnmobile gegen Gebühr erlaubt und das sogar auf dem Deich mit direktem Blick auf den Bodden. Das Fischrestaurant direkt nebenan bittet ab April leckeren Fisch, in der Hauptsaison auch als Fischbuffet mit Musik (Achtung: Schlager!). Wir genießen unseren Aufenthalt und Verbringen viel Zeit mit dem Beobachten von Mehlschwalben, die aus den Pfützen vor unserem Auto Material für den Nestbau sammeln.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Kamminke: Parkplatz auf dem Deich am Bodden; Parken für Wohnmobile erlaubt (eigener Tarif), unmarkiert auf einfachem Parkplatz neben dem Fischrestaurant (53°52'03" N 14°12'17" E)
  • Karnin: Wohnmobil-Stellplatz am Hafen für drei Wohnmobile, kostenpflichtig (53°50'41.5"N 13°51'30)

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Fotos:

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Thünen-Museum Tellow

Hausschlachtung auf Hofgut Tellow
Hausschlachtung auf Hofgut Tellow

Thünen-Museum Tellow

 

Abseits jeder Durchgangsstraße liegt in Mecklenburg-Vorpommern etwa 50 Kilometer von Rostock entfernt das Hofgut Tellow. Hier lebte und wirkte von 1810 bis 1850 der Agrarwissenschaftler, Sozialoge und auch Landwirt Johann Heinrich von Thünen. Wir besuchen das jährliche Schlachtfest des Museums:

 

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Friedrich von Thünen wurde 1783 in Ostfriesland als Sohn eines Gutsbesitzers geboren, bewirtschaftete nach seiner Heirat aber zunächst ein gepachtetes Gut bei Anklam in Vorpommern. Er begann landwirt- und forstwirtschaftliche Theorien, Formeln zur Berechnung von Löhnen und anderen Kennwerten aber auch soziale Konzepte zu entwickeln.

 

1810 erwarb er das heutige Thünen-Gut in Tellow und setzte seine Ideen in die Tat um. Damit machte er sich, so erzählt man es uns jedenfalls, bei den umliegenden Feudelherren mit seinen sozialen Ideen nicht nur Freunde. Entgegen der üblichen Praxis versuchte er gerechte Löhne zu bezahlen und gestand seinen Arbeitern im Alter eine Art Rente zu. Darüber hinaus verbindet man mit dem Namen von Thünen so bekannte Begriffe wie die Drei-Felder-Wirtschaft und den Fruchtwechsel.

 

Heute beherbergt das Hofgut Tellow ein kleines Museum, das dem Andenken an von Thünen gewidmet ist. Zur Finanzierung der Anlage soll die angeschlossene Landwirtschaft beitragen.

 

Leider zeigt sich im Erhaltungszustand der ausgestellten landwirtschaftliche Geräte, die schwierige finanzielle Situation des Museums. Es ist zu hoffen, dass die derzeitgen Bestrebungen, Gut und Landwirtschaft zu erhalten, von Erfolg gekrönt sein werden.

 

Wir besuchen den im Februar und November stattfindenden "Schlachtetag" auf dem Gut, bei dem eine traditionelle Hausschlachtung selbst gezogener Schweine demonstriert wird. Das Fleisch kann man probieren und schmeckt richtig gut. Darüber hinaus bietet eine lokale Schlachterei Wurst- und Fleischwaren sowie Knöchle und Kasslerbraten zu äußerst moderaten Preisen an.

 

Unser Parkplatz:

  • Tellow: Parkplatz am Thünen-Museum (N 53°50'48", O 12°31'01")

Unser Stellplatz:

  • Dargun: kostenfreier Stellplatz im Grünen unweit des Klosters (N 53°53'33", O 12°51'04") in der Nähe des sehenswerten Kummerower Sees.

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Uhu-Brutpaar in Überlingen am Bodensee

Uhu am Nest mit Jungen am Bodensee
Uhu am Nest mit Jungen

Uhu-Brutpaar in Überlingen:

 

Seit 2010 brütet ein Uhu-Pärchen auf einem kleinem Felsvorprung am Eingang des Überlinger Stadtgrabens. Von der gegenüberliegenden Seite des Grabens (Osten) lassen sich die Brutvögel recht gut beobachten.

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In der Mitte des 20. Jahrhunderts war der Uhu in Deutschland fast ausgerottet. Letzte Vorkommen gab es nur noch in Nordbayern, Thüringen und Sachsen sowie in den bayerischen Alpen.

 

Dieser Rückgang der Population wurde nicht nur durch den Verlust von natürlichen Lebensräumen hervorgerufen, sondern beruht in erster Linie auf einer jahrhundertelangen, systematischen Verfolgung des Uhus durch den Menschen. Lange galt der in Felsen brütende Eulenvogel als Unglücksbringer und als Nahrungskonkurrent. Insbesondere Jungvögel wurden aber auch bei der sogenannten Hüttenjagd als lebender Köder für Krähen und Raubvögel verwendet.

 

In den 1930er Jahren wurde die Bejagung des Uhu zwar verboten; trotzdem gab es zwanzig Jahre später nur noch etwa vierzig Brutpaare. Der Uhu stand damit, wie in vielen anderen Regionen Europas, vor dem Aussterben. Heute gibt es in Deutschland glücklicherweise wieder über 2000 Brutpaare.

 

Infobox: Uhu

Der Uhu ist Deutschlands größte Eule. Er wird etwa 70 cm groß und kann eine Spannweite von bis zu 180 cm erreichen. Das Weibchen ist dabei üblicherweise größerals das Männchen. Der Vogel ist standorttreu und brütet in Steilwänden, wobei ein geeigneter Nistplatz oft von Generation zu Generation weitergegeben wird.

 

Seit in Überlingen Anfang der 2000er Jahre das erste Mal ein Uhu-Paar in der Felswand am Stadtgraben  brütete, gibt es hier regelmäßig Nachwuchs. 2013 kam zwar das erste Uhu-Weibchen durch Rattengift ums Leben; der Uhu-Mann fand aber schnell eine neue Partnerin und es stellte sich bald wieder ein Bruterfolg ein. In den Folgejahren wechselte auch das Männchen.

 

Der Uhu ist in Überlingen mittlerweile das Maskottchen der Stadt. Um den Bruterfolg zu gewährleisten, wird das Gelände um den Nistplatz abgesperrt, so dass die Vögel ihre Küken in Ruhe aufziehen können. Wir wurden durch ein Hartmut und Margrete, die am Bodensee wohnen und ebenfalls ein Woelcke-Wohnmobil fahren, auf den Nistplatz aufmerksam gemacht. Hartmut ist im NABU aktiv und kennt die Gegend und ihre Tierwelt daher wie seine Westentasche. Mehr zu den beiden und zur Geschichte unseres „doppelten Paul“ gibt es: hier

 

Update 2021:
Im Dezember 2020 wurde das Uhu-Weibchen tot aufgefunden. Es fiel offenbar einem Herpes-Virus zum Opfer. Es bleibt zu hoffen, dass der Uhu-Mann bald wieder eine neue Partnerin findet. Uhus können in freier Wildbahn immerhin bis zu 25 Jahre alt werden.

 

Unser Beobachtungsplatz:  

 

  • Überlingen: Unser Foto entstand mit großer Vor- und Umsicht von dem der Felswand am Stadtgraben gegenüberliegenden Weg am Stadtgraben. Details bitte erfragen.

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Viehscheid im Allgäu

Die Viehscheid, ein Brauchtum, das auch Almabtrieb genannt wird.
Viehscheid: farbenprächtiges Spektakel im Spätsommer

Viehscheid im Allgäu

 

Im September ist im Allgäu Viehscheid, ein Brauchtum, das in anderen Region auch Almabtrieb genannt wird. Die Rinder werden dabei für den Winter von den saftigen Bergwiesen zurück in die Ställe getrieben. Die Viehscheid ist gleichzeit aber auch Festzeit. Wir waren mit dem Wohnmobil mittendrin.


Zwei Wochen lang herrscht Mitte September im Allgäu Ausnahmezustand. In 32 Orten wird das Vieh von den Almen zurück in die Ställe gebracht. Dafür werden Festzelte aufgebaut, denn es ist Tradition dieses Ereignis ausgiebig zu feiern, vorzugsweise mit Musik und natürlich mit reichlich Bier.

 

Wir haben uns im Internet einen passenden Termin herausgesucht (Termine: https://www.almabtriebe.de/) und parken unser Wohnmobil zwischen PKWs auf einer großen, mit Flatterband als Parkfläche markierten Wiese.

 

Infobox: Viehscheid/Almabtrieb

Als Viehscheid oder Almabtrieb bezeichnet im Alpenraum das Überführen der Rinder, die Frühjahr und Sommer auf den Bergwiesen oder Almen verbracht haben, zurück ins Tal und in die Ställe. Auf den Wiesen weiden die Rinder verschiedener Landwirte zusammen. Nach dem Abtrieb werden sie aber wieder getrennt, daher der Name Viehscheid. Vielerorts werden die Rinder dafür prächtig geschmückt. Zumindest traditionell zeigt der Schmuck an, dass die Herde über den Sommer kein Tier verloren hat.

 

Wir stellen uns zusammen mit vielen anderen, Einheimischen und Urlaubern, an die Straße und schauen dem Zug der Landwirte mit ihren geschmückten Rindern zu. Danach geht’s ab ins Festzelt .... zum zweiten Frühstück mit Blasmusik, Festbier und Bratwurst.

 

Bei unserem ersten Besuch bei einer Viehscheid sind wir noch mit unserem blauen Kastenwagen unterwegs. Wir parken unser Gefährt und genießen das Fest. Der Schreck kommt dann am Nachmittag beim Losfahren. Oder vielmehr dann, als auf der nassen Wiese mit unserem Frontantrieb gar nichts mehr geht. Allein kommen wir da nicht mehr raus, statt dessen buddeln wir uns immer tiefer ein. Aber bevor wir noch fragen können, stehen schon drei „gestandene Mannsbilder“ hinter unserem Auto und schieben uns raus.

 

Das wäre nur eine kleine Anekdote von vielen, wenn wir uns nicht am späten Nachmittag des gleichen Tages noch einmal festfahren würden. Nur dieses Mal ist nicht gleich Hilfe zur Stelle. Erst nach gefühlten Stunden erbarmen sich unser einige Autofahrer, die wir auf der Straße anhalten, und helfen Schieben.... im feinen Anzug. So viel Hilfsbereitschaft an einem Tag ist dann doch der Erwähnung wert.

 

Seit diesem Tag sind wir uns sicher: Unser nächstes wird ein Wohnmobil mit Allrad!

Für mehr Information zu unserem aktuellen 4x4-Wohnmobil: hier klicken.

 

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Fotogalerie:  Almabtrieb

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Nationalpark Bayerischer Wald

Luchse im Gehege des Nationalpark Bayerischer Wald
Luchse im Gehege des Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald

 

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt an der deutsch-tschechichen Grenze im Süd-Osten Deutschlands und wie der Name bereits vermuten lässt in Bayern. Das waldreiche Mittelgebirge erreicht mit dem Arber an seiner höchsten Stelle 1456 Meter über NN.

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Der Nationalpark Bayerischer Wald wure 1970 gegründet und war damit der erste Nationalpark Deutschlands. In der Hauptsache umfasst der Park große Waldflächen, die sich selbst überlassen weden. Selbst der Borkenkäfer wird hier nicht bekämpft.

 

Zusamen mit dem Partner-Nationalpark Šumava in Tschechien bildet das Gebeit das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas.Hier finden viele selten Pflanzen und Tiere ein optimales Habitat. Gefährdete und in anderen Regionen ausgerottete Tiere und Vögel wie der Auerhahn, Fischotter oder der Habitchskauz aber auch viele seltene Pilze und Käfer  finden hier in den Wäldern des Grenzgebierges eine Heimat. Selbst der Luchs ist hierher zurückgekehrt.

 

Wir empfehlen einen Besuch im Nationalparkzentrum Lusen, in dessen Gehegen auch scheue Arten gut beobachtet werden können. Das ganzjährig frei zugängliche Freigelände wird durch einen sieben Kilometer langen Rundweg erschlossen. (Hinweis für Lauffaule: man kann hier und da abkürzen).Gerade, wenn man wie wir, mit dem Foto oder auch mit dem Fernglas und offenen Augen unterwegs ist, sollte man sich für die Tour doch mehrere Stunden Zeit lassen.

 

In dem 200 Hektar großen Gelände könne 40 Säugetier und Vogelarten, darunter Luchse, Habichtskäuze, Wölfe, Wisente, Fischotter, Bären und Auerhühner, beobachtet werde. Die naturnah anglegeten Gehege lassen den Besucher manches Mal fast vergessen, dass er sich nicht in der freien Natur befindet. Und so kann es auch schon einmal vorkommen, dass man in einem Gehege kein Tier zu sehen bekommt. Gibt es doch genug  Platz und reichlich Verstecke, in die sich die tierischen Bewohner zurückziehen können. Aber das ist gut so.... denn genau das macht zumindest doch den Reiz der Naturbeobachtung aus. Ansonsten könnte man ja zuhause bleiben und Fernsehen.

 

Unser Stellplatz:

  • Freyung: kostenpflichtiger Stellplatz (2019: € 6,--) außerhalb des Nationalparks
    (N 48°48'03", O 13°32'28.4")

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Fotogalerie: Luchse im Nationalpark Bayerischer Wald

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Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg
Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

 

Der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, ehmals Hoher Vogelsberg, liegt in der Mitte Hessens und ist einer der ältesten Naturparke Deutschlands. Das alte Vulkangebiet wird heute von Mischwäldern, Weisen und Feuchtbiotopen geprägt.

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Wir stossen im Naturpark "Hoher Vogelsberg" auf die "Vogelsberger Teiche" bei Freiensteinau. Diese wurden ursprünglich als Fischteiche angelegt, haben heute aber keine Bedeutung mehr für die Fischerei. Der Nieder-Mooser See wird touristisch genutzt, die meisten übrigen Seen sind über als Naturschutzgebiet ausgewiesen und werden vom NABU betreut. Wir besuchen den  Ober-Mooser See und den Rothenbachteich und beobachten Reiherenten, Schwäne, Blessrallen, Buntspechte und Weidenmeisen. Hauptsächlich geniesen wir aber die Stimmung am Ufer.

 

Unser Parkplatz:

  • Parkplatz am Rothenbachteich

 

Stellplätze im Naturpark "Hoher Vogelsberg":

  • Gemünden (Felda) (50°41'15.66''N 9°2'52.59''E)
  • Grünberg (50°35'43.12''N 8°57'17.14''E)
  • Schalmtal (50°39'21.64''N 9°16'9.07''E)
  • Homberg (Ohm) (50°43'35.28''N 8°59'40.87''E)
  • Alsfeld (50°44'52.8"N 9°16'42.6"E)
  • Schlitz (50°40'10.54''N 9°34'4.83'')E
  • Lauterbach 2x (50°38'18.14''N 9°24'10.03''E und 50°37'39.14''N 9°23'34.03''E)
  • Herbstein (50°34'7.87''N 9°20'49.00''E)
  • Grebenhain (50°31'10.5''N 9°19'3.1''E)
  • Ulrichstein (50°34'31,6'' N 09°12'22,2'' E)
  • Schotten (50° 30′ 60″ N 9° 13′ 43″ E )
  • Hungen (50°27'19.5"N 8°54'00.4"E)
  • Lich (50°30'59.9"N 8°49'21.0"E)

 

 

 


Federsee - ein Eldorado nicht nur für Ornithologen

morgendlicher Ausflug mit Kamera an den See
morgendlicher Ausflug mit Kamera an den See

Federsee - ein Eldorado nicht nur für Ornithologen

 

Mit einer Fläche von 1,4 Quadratkilometer ist der Federsee bei Bad Buchau in Oberschwaben der zweitgrößte See Baden-Württembergs. In und um den See  kommen Naturfreunde wie geschichtlich Interessierte auf Ihre Kosten. Bad Buchau ist für seine Moor- und Mineralheilbäder bekannt.

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Der Federsee bei Bad Buchau nördlich des Bodensees ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel für Naturfreunde.

 

Wenn unser Weg uns in den Süden Deutschlands führt, nutzen wir immer wieder gerne die Gelegenheit in Bad Buchau in Oberschwaben und vor allem am Federsee vorbeizuschauen. Hier waren wir schon häufiger, denn das Gebiet ist ein Eldorado für Ornithologen und Fotografen, aber auch für geschichtlich Interessierte.

 

Federseemuseum

2011 wurden die Pfahlbauten von Bad Buchau zusammen mit 111 weiteren Fundstellen der "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen“ zum Welterbe UNESCO erklärt. Im sehenswerten Federseemuseum, das in seiner Dauerausstellung Funde aus der Region zeigt, und in angeschlossenen Freilichtgelände kann man tief in die Kultur der von der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit (etwa 4000 - 800 v. Chr.) eintauchen.

 

Der Federsee

Im Gebiet um den See kann man im  Wechsel der Jahreszeiten viele verschiedene Vogel- und Tierarten beobachten. Aber auch der See selbst ist einen Besuch wert. Besonders in den frühen Morgenstunden und gegen Abend, wenn die Zahl der Spaziergänger abnimmt, lohnt ein Gang entlang des Sees oder über den Steg, der sich durch das den See umgebende Moorgebiet und das Ried bis hin zur offenen Wasserfläche erstreckt, auf der sich diverse Wasservögel tummeln.

 

Das Federseemoor

Das Federseemoor ist mit seinen natürlichen Lebensbedingungen ein Paradies für über 250 Vogelarten. Nicht nur der See bietet Lebensraum. Vielmehr ist gerade der den ganzen See umgebende Schilfgürtel, der an manchen Stellen hundert Meter breit sein kann, ein perfektes Habitat.

 

Über das gesamte Jahr lassen sich hier Rohrweihen, Merline, Bartmeisen, Wasserrallen (wenn man Glück hat, schon an der ersten Plattform am Steg), aber auch Raubwürger beobachten. Im Frühjahr und Herbst rasten hier tausende Zugvögel auf ihrem Weg nach Süden oder Norden.

 

 

Im Herbst ein besonderes Ziel für Fotografen:

 

Im Herbst finden sich im Ried kleine Schwärme von Bartmeisen ein, die Fotografen mit großen und noch größeren Objektiven anziehen. Gerne picken die Meisen ausgelegten Sand aut, der ihnen hilft, ihre im Winter nicht mehr aus Insekten sondern aus den Samen des Rieds bestehende Nahrung im Magen zu zerkleinern. Auch Mäuse wissen das herbstliche Nahrungsangebot zu schätzen.

 

Unser Stellplatz:

  • Bad Buchau: mehrere Stellplätze im Ort. Wir übernachten auf dem Stellplatz am Federseemuseum

 

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Fotogalerie: Federsee

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Bienenfresser in Deutschland

Bienenfresser in Rheinland-Pfalz
Bienenfresser in Rheinland-Pfalz

Die Bienenfresser...

 

... tragen ihren Namen zu recht, denn sie fressen am Liebsten Bienen, Hummeln und Wespen. Eigentlich ein Vogel der Tropen und Subtropen ist der Bienenfresser heute auch in Deutschland zuhause.

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Der Bienenfresser

 

... ist ein bunter, amselgroßer Vogel, der durch seine bunten, kräftigen Farben jedem, der ihn gesehen hat, in Erinnerung bleibt. Ursprünglich kommt er aus den Tropen und Subtropen, aber er kommt im Sommer immer wieder auch in unseren Breiten vor. Zur Zeit ist er wieder im Vormarsch. Vor allen am Kaiserstuhl im Süden Baden-Württembergs finden sich im Sommer immer wieder kleine Kolonien, die an sandigen Stellen ihre Bruthöhlen graben. man ihn immer wieder als Brutvogel. Auch in anderen Gebieten Deutschlands und sogar nördlich von Deutschland gibt es heute schon Beobachtungen.

 

Zugverhalten:

 

Mitte / Ende Mai kommt der Bienenfresser aus seinen Überwinterungsgebieten südlich der Sahara im westlichen Afrika zum Brüten in den Norden. Europäische Bienenfresser nutzen zwei Reiserouten, eine West- und eine Ostroute; die Deutschen fliegen wohl meist die Westroute.  Im August geht es dann dieselbe Strecke dann wieder zurück, die die nächsten 6 Monate in Afrika zu überwintern.

 

Brutverhalten:

 

Optimale Brutbedingungen findet der in Kolonien brütende Vogel in steilen Abhängen aus Löß, Lehm und festem Sand. Hier baut er seine langen Brutröhren, die nach zwei Metern in einer Brutkammer enden. Innerhalb von 1 bis 2 Wochen trägt das Brutpaar 5 bis 7 Kilo Erdreich aus der Höhle, bevor sie dann im Juni darin anfangen zu brüten. Drei Wochen werden die Eier bebrütet, nach weiteren vier Wochen sind eine gute Handvoll Junge  Ende Juli, Anfang August flügge. 

 

Nahrung:

 

Als geschickter Jäger jagt der Bienenfresser Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und - wie der Name schon sagt - Bienen, Hummeln und Wespen. Von einer Warte aus beobachtet er die Insekten, die er dann im Flug jagt. Getötet wird die Beute dann wieder auf seiner Warte, indem er das Tier gegen den Ast schlägt.

 

Bereits Ende August macht sich der Vogel dann wieder auf den Weg in den Süden. Die Zeit zur Beobachtung in unseren Breitengraden ist also nicht allzu lang.

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Wo kommt der Bienenfresser in Deutschland vor?

 

Der Bienenfresser steht in Deutschland auf der Roten Liste. Die meisten Brutpaare der rund 1.000 Brutpaare (2015) findet man am Kaiserstuhl, wo die Bruthöhlen inzwischen Touristenattraktionen sind. Ein zweites größeres Vorkommen findet man im Saaletal in Sachsen-Anhalt. Hier ist vor allem der Geiseltalsee zu erwähnen, an dem es auch Exkursionen zu den Brutstätten gibt (www.naturparadies-geiseltalsee.de). Ansonsten gibt es diverse kleinere Brutvorkommen in geeigneten Gebieten wie Abbruchkanten und Kiesgruben.

 

 

unsere erste Sichtung:

 

Nach einiger Internetrecherche haben wir eine Kolonie Bienenfresser im südlichen Rheinland-Pfalz gefunden, die Mitte Mai mit der Balz angefangen haben und begannen, ihre langen Höhle in eine sandige Steilwand zu bauen. Die Kolonie befindet sich in einem kleinen Steinbruch in der Nähe von Lambsheim, westlich von Mannheim / Ludwigshafen. Da es sich um einen Geheimtipp handelte, haben wir die Koordinaten in den ersten Jahren nur auf Anfrage herausgegeben. Es haben sich einige Naturfotografen gemeldet, die uns auch mit schönen Fotos beglückt haben.

 

 

kein Geheimtipp mehr:

 

Im Frühjahr 2021 waren wir noch einmal da und waren erstaunt über die große Anzahl an Fotografen vor Ort. Von einem Geheimtipp kann keine Rede mehr sein. Auch gibt es inzwischen eine kleine Hütte, die aber bei weitem die große Anzahl der Besucher nicht aufnehmen konnte. Nichts desto trotz kamen die Vögel wieder recht nahe und jeder konnte tolle Aufnahmen machen.

 

Da selbst der Nabu-Frankenthal die Koordinaten im Internet bekannt gibt, haben wir uns entschieden, sie auch hier zu veröffentlichen:

 

49°31'58.2"N   8°16'52.3"E

 

 

Tipp für das Fotografieren

 

Unser erster Besuch fand an einem 20. Mai statt. Zu diesem Zeitpunkt  waren die Vögel sehr agil, haben an der Nesthöhle gebaut und es wurde viel gebalzt. Der 2. Besuch fand an einem 4.  Juni statt. Hier waren die meisten Brutpaare mit brüten beschäftigt, es waren gefühlt deutlich weniger Vögel draußen unterwegs. Auch Balzen oder Kopula fand kaum noch statt. Wir werden sicherlich noch einmal kommen, wenn die Jungen geschlüpft sind und versprechen uns nette, neue Aufnahmen.

 


Wo kann man Bienenfresser in Europa noch beobachten? HIER

 


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Kornweihe

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Die Kornweihe, ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen, ist in Deutschland selten geworden. Im Sommer ein Vogel der Küstenregionen, ist die Kornweihe in den Wintermonaten zu Gast im Ampermoor am Ammersee.

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Zwischen den Gemeinden Stegen und Grafrath erstreckt sich nahe des Ammersees das Ampermoor, eines der größten Flusstal-Niedermoore Deutschlands.

 

Naturschutzgebiet Ampermoor

 

Seit dem 19. Jahrhundert wurden die Moorflächen hauptsächlich in der Art von Streuobstwiesen bewirtschaftet. Heute sind sie als Naturschutzgebiet mit hoher Biodiversität ausgewiesen.  Unter den vielen hier heimischen und rastenden Vogelarten interessieren uns besonders die Kornweihen, die hier zwischen Oktober und April 1 - 2 Stunden vor Sonnenuntergang an ihren gemeinsamen Schlafplätzen einfliegen.

 

Wir besuchen das Moor Anfang Januar und nehmen an einer Führung teil. Treffpunkt ist der Beobachtungsturm bei Kottgeisering (GPS 48°07'20"N 11°08'21" E). Leider beginnt es heftig an zu schneien, so dass die Beobachtungsbedingungen mehr als schlecht sind. Trotzdem können wir mit unserem Spektiv in der Ferne ein Kornweihenmännchen und zwei Weibchen bei ihrem gaukelnden Flug ins Nachtlager beobachten. Weiterführende Infos gibt es hier: Ammerseepfad

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz in Fürstenfeldbruck:

  • Stellplatz an der AmperOase, Spende erwünscht, VE/Strom
    (GPS 48°10'23"N 11°14'35"E).

Goldener Oktober im Weinland Pfalz

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Goldener Oktober im Weinland Pfalz

Goldener Oktober im Weinland Pfalz

 

Nicht umsonst lautet das Motto der im Süd-Westen Deutschland gelegenen Pfalz "Zum Wohl. Die Pfalz!". Hier liegt das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands. Viele Winzer haben aber auf ihren Weingütern Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet.

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Die beste Reisezeit

 

Im Herbst neigt sich in der Pfalz, der südlichsten Region des Bundeslandes Rheinland-Pfalz,  die Saison langsam ihrem Ende zu. Noch haben die Straußenwirtschaften geöffnet, in denen regionale Winzer ihren Wein und andere Spezialitäten, wie hausmacher Wurst, Leberknödel oder dem bekannten Saumagen zum Verzehr anbieten.

 

Die typischen Lokale sind nur für etwa vier Monate, meist für zwei Monate im Frühsommer und für zwei Monate im Herbst geöffnet, so wie es Ihnen der Gesetzgeber zum steuerbegünstigen Vertrieb ihrer eigenen Produkte zugesteht.

 

Das "Weinland Pfalz" ist getreu seinem Mottol "Zum Wohl. Die Pfalz" ein Paradies für Wohnmobilfahrer. Viele der Winzer bieten auf ihrem Gelände Stellplätze an. Die geforderte Gebühr wird häufig auf den Verzehr in den angeschlossenen Lokalen oder beim Kauf von Wein angerechnet.

 

Unsere Lieblings-Reiseziele in der Pfalz

 

Es ist schwer einen Ort besonders hervorzuheben. Unser Highlight ist aber immer wieder Rhodt unter Riedburg, das neben den Stellplätzen seiner Winzer auch selbst zwei Wohnmobilstellplätze anbietet. Unser Lieblingsplatz liegt am Ortseingang auf einer Wiese mitten im Weinberg mit Blick auf die Reben.

 

Auch das Weinhgut Edel-Brauch mit angeschlossenem Gasthof fahren wir immer wieder gerne an. Das Lokal ist eher gehoben als urig, Weine und Küche sind dafür aber umso besser. Man kann dort auf dem Parkplatz zur "Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" umgeben von Reben übernacht.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze in der Pfalz:

  • Rhodt unter Riedburg: Stellplatz am Ortseingang auf Wiese, Mülleimer, ohne VE, Gebühr
    (N  49°16'17", O 8°06'54") oder alternativ (N 49°16'29", O 8°05'56")
  • Edenkoben: Weingut Edel-Brauch, auf dem Parkplatz vor dem Lokal, kostenlos, Einkehr/Weinkauf wird erwartet (N 49°17'20", O 8°07'22")
  • viele Weingüter bieten auf ihrem Gelände Stellplätze an - einfach die Augen offen halten oder fragen

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