Entlang der Nordküste


Die Smoo Caves
Die Smoo Caves

Kurz hinter Durness kommen wir zu den Smoo Caves, denen wir einen kurzen Besuch abstatten. Über steile Stufen geht es von den Klippen hinunter zum Eingang auf Meereshöhe.

 

Die ersten beiden Höhlen sind frei zugänglich, weiter ins Höhlensystem im Karstgebiet unter Durness kommt man mit einer geführte Tour per Schlauchboot.

 

Wir übernachten auf einem Parkplatz gegenüber der "Golden Eagle Zip Line", mit der, wer will, an einem gespannten Seil hängend über die Schlucht gleiten kann. . Es ist allerdings so windig, dass nur Vögel aber kein Mensch "vorbeigeflogen" kommt; man scheint den Betrieb eingestellt zu haben. Vom Auto aus haben wir einen Blick auf den gegenüberliegenden Strand und die im Grasland davor aufgebauten Zelte. Diese Art improvisierter Campingplätze ergeben sich in Schottland an schönen Plätzen immer wieder. Freies Campen ob mit Wohnmobil oder Zelt ist erlaubt; es wird nur erwartet, dass man den den Platz hinterher sauber wieder verlässt. Meist soll man auch das Feuermachen unterlassen, den das Land ist in diesem Jahr wie ganz Europa ausgetrocknet und schon ein Funke kann einen Flächenbrand entzünden.

 

Auf der Fahrt entlang der Küste gen Osten verändert sich nun die Landschaft. Die kargen Gipfel und Bergkämme werden weniger, dafür dominieren Moorgebiete das Bild. Am Loch Hope verlassen wir die Küstenstraße und fahren an dessen Ostufer in Richtung Norden, um einen Abstecher ins Landesinnere zu machen. Auf einer "Single Track Road" kommen wir am Broch Dun Dornaigil (N 58°21'58" W 4°38'20") vorbei.

 

Brochs sind runde Wohngebäude, wie man sie nur in Schottland findet. Vor etwa 2000 Jahren begann man diese turmartigen Häuser zu bauen und nutze diese noch viele hunderte von Jahren weiter. Dicke Wände umschließen einen Wohnraum; bei den aufwändigeren Konstruktionen befinden sich zwischen äußeren Doppelwänden Gänge und Treppen. Ins Innere gelangt man durch einen engen Flur, der manchmal auch mit einem Wachraum versehen ist. Im Grunde erinnern die Brochs an kleine Burgen und wahrscheinlich sind sie auch deren Vorläufer. Der Broch Dun Dornaigilist ist frei zugänglich und wurde bisher nicht genau untersucht, d.h. noch nicht komplett ausgegraben.

 

Bei Tongue stoßen wir wieder auf die Durchgangstraße, verlassen diese aber kurz später wieder um auf einer engen Nebenstraße dem Küstenverlauf zu folgen. Hier scheint die Zeit noch früher stehen geblieben zu sein, als in den übrigen Northern Highlands. Kleine Farmen säumen die Straße; über einen Zaun hängen zwei Fuchskadaver und auf einem alten Anhänger liegt getrockneter Torf, der offenbar zum Heizen verwendet werden soll.

 

Weiter geht es für uns an der Küste nach Thurso, wo wir unsere Vorräte auffüllen und es seit zwei Wochen zum ersten Mal wieder eine stabile und schnelle Internetverbindung gibt. Von Thurso aus, kann man per Fähre auf die Orkney und sogar weiter auf die Shetland Inseln fahren. Dafür reicht aber unsere Zeit nicht aus und so verschieben wir diese Besuche auf ein nächstes Mal.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Durness: Parkplatz an der "Golden Eagle Zip Line" (N 58°32'52.9" W 4°40'35.2")
  • Tongue: Parkplatz an der A838 am View Point Tongue (N 58°29'32" W 4°26'08")

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Fotogalerie: Nordküste der schottischen Highlands