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Fantastische Aussichten auf dem Simplonpass

Fantastische Aussichten auf dem Simplon
Fantastische Aussichten auf dem Simplon

Der Simplonpass liegt in den Walliser Alpen und verbindet das Val d’Ossola in Italien mit dem Schweizer Kanton Wallis. Der alte, auf einer Strecke von über 35 Kilometern erhaltene Saumpfad, auf dem Waren per Maultier über den Pass gebracht wurde, gewann im 17. Jahrhundert an Wichtigkeit für den Salzhandel bevor Napoleon zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Straße zum Transport von militärischem Gerät befestigen ließ. Auch im zweiten Weltkrieg war der Pass von strategischer Bedeutung. Nach heute erinnert der im Jahr 1944 als Symbol der Wachsamkeit derrichtete "Simplon-Adler" als steinernes Monument an diese Zeit.

 

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildet nun der Simplontunnel eine wintersichere Alternative zur Passstrecke. Der knapp 20 Kilometer lange Eisenbahntunnel verbindet die Schweiz und Italien; Fahrzeuge müssen verladen werden. Trotzdem ist die Route über den auf etwa 2000m Höhe gelegene Pass auch heute eine wichtige Transitstrecke für den Schwerverkehr.

 

Wer sich ohe Not (das heißt, solange der Pass nicht auf Grund von Schnee oder schlechtem Wetter gesperrt ist) für die Eisenbahn entscheidet, verpasst unserer Meinung etwas. Auch wenn täglich zehntausende Fahrzeuge über den Pass donnern, erstreckt sich rechts und links der Strecke eine unglaubliche und praktisch unberührte Landschaft. Vereinzelt schlängeln sich Wanderwege durch die Natur. So kann man beispielsweise dem als "Stockalperweg" bezeichnete "Schweizer Kulturwanderweg" von der Gemeinde Brig über den Simplonpass bis in das Bergdorf Gondo folgen.

 

Auf der Passhöhe und den anderen Parkplätzen auf der Strecke scheint das Übernachten zumindest außerhalb der Saison toleriert zu werden, aber erst spät in der Nacht wird es auf der Straße ruhiger. Uns entschädigt die fantastische Aussicht.

 

Unser Stellplatz:

  • Simplonpass: Parkplatz auf der Passhöhe (N 46°14'45", O 8°01'26")

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Hier ein paar Ansichten von der fantastischen Natur auf dem Simplonpass:


Grimselpaß und Pananoramastraße Oberaar

Nachts am Totensee/Grimselpaß
Nachts am Totensee/Grimselpaß
Walliser Haus
Walliser Haus

Auf dem Weg zum Grimselpass gelangt man durch das Tal der Rhone, die hier in ihrem Oberlauf noch Rotten heißt.

 

Die Straße wird gesäumt von kleinen Ortschaften, die von typischen, hauptsächlich in Holzbauweise errichteten "Walliser Häusern" geprägt sind.

 

 Diese Häuser scheinen auf Pilzen errichtet zu sein. Diese "Pilze" sind aber  sogenannte "Maussteine", die zwischen dem Erdgeschoss und den Obergeschossen vorgesehen sind, um die lästigen Nagetiere davon abzuhalten, an die Vorräte zu gelangen.

 

Kurz vor dem Ursprung des Rotten im Rhonegletscher am Furkapass biegen wir gen Westen ab hinauf auf die Grimselpassstraße. Über enge Serpentinen, die immer wieder Blicke auf die übrige Straße und auch auf dei Serpentinen der Furkapassstraße eröffnen, gelangt man bis hinauf auf die Passhöhe auf 2164m.

 

Hier oben flankieren mehrere Gasthäuser den Totensee genannten Gipfelsee, der auf der Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee liegt und von dem Wander- und Mountainbikerouten starten.

 

Wir folgen der sich vom Grimselpass weiter in die Höhe schraubenden Pananoramastraße Oberaar (46.54845, 8.27612),  die auf einer Länge von 13 km und einer maximalen Steigung von 12% einen guten Blick auf die zur Energiegewinnung rund um den Grimselpass errichteten Stausseen erlaubt. Leider zwingt uns die vereiste Fahrbahn auf halber Strecke zur Umkehr. Die Sackgasse ist je nach Uhrzeit immer nur in eine Richtung befahrbar und ist Mautfrei (2018).

 

Wir oben bekommen wir nun auch endlich ein Murmeltier zu Gesicht. Es ist kurz vor dem Winterschlaf dick und rund gefressen, so dass es für die vor ihm liegende Zeit ohne Nahrungsaufnahme sicher gut gerüstet ist.

 

Unser Stellplatz:

  • Grimselpass: Parkplatz, in der Saison gebührenpflichtig (N 46°33'40", O 8°20'11")

Video und Fotos:

Durch einen Klick auf das Video könnt ihr uns auf unsere Fahrt über den spektakulären Grimselpass bei bestem Wetter begleiten. Anschließend ein paar Impressionen aus der Umgebung:

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Adelboden

altes Bauernhaus im Engstligental
altes Bauernhaus im Engstligental

Adelboden liegt am Ende des Engstligental in der Schweiz. Heute ist die früher rein landwirtschaftlich geprägte Region bekannt als Wintersportort; regelmäßig werden hier FIS-Weltcup-Rennen ausgetragen.

 

Über die gut ausgebaute Landstraße ist es ein leichtes nach Adelboden zu gelangen. Wir aber "wagen" eine Rückfahrt über die "alte Straße", die sich hoch über der dem Fluß Engstligen an die Bergflanke drückt. Die Fahrt ist ein Erlebnis, denn die Straße ist eng, fällt ohne Leitplanke steil ab und es gibt praktisch keine Ausweichbuchten. Mehrfach bleibt uns nur die Möglichkeit, rückwärts in eine der steil nach oben führenden Weidenzugänge zu stoßen, um den Gegenverkehr vorbeizulassen. Bitte nur mit wendigen Fahrzeugen nachfahren. Wir garantieren für nichts.

 

Almen rund um Adelboden
Almen rund um Adelboden
Pony-Holzrücken
Pony-Holzrücken

In Frutigen, dem nächstgrößeren Ort an der Einfahrt ins Engstligental, werden wir zufällig Zuschauer eines sehr traditionellen Sportereignisses. Es findet ein Wettbewerb im Holzrücken statt. In schwer zugänglichem Gelände hat das Bewegen von Baumstämmen mit Pferden auch heute noch durchaus seine Berechtigung. Beim Pony-Holzrücken scheint aber doch eher der Spaß an der Freude im Vordergrund zustehen.

 

Unser Stellpatz:

  •  Adelboden: kostenpflichtiger Stellplatz mit VE im Ort (N 46°28'55", E 7°33'31")


Simmental und Jaunpaß

Die letzte Etappe unserer Alpenreise führt uns durch Teile das Simmental im Berner Oberland und über den Jaunpass in Richtung Freiburger Land und Emmental. Noch ein letztes Mal können wir einen Blick auf die Gletscher der Alpen erhaschen, die sich aber auch hier in große Höhen zurückgezogen haben.

 

Von einem der schönen Rastplätze entlang der der Passstrecke aus, beobachten wir einen Bauern dabei, wie er zusammen mit seiner Familie die letzten Kühe ins Tal treibt.

 

Unser Stellplatz:

  • Brunnen im  Emmental: privater Wohnmobilstellplatz mit V/E und Strom auf dem Hof von Peter Bracher 2018: € 8,50 (N 47°03'56", O 7°45'54") nur für Mobile mit eigener Toilette