Naturparadiese in Westdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz


Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali an der Werra

Dankmarshäuser Rhäden Beobachtungsstation gehören zum grünes Band
Aussichtsturm am Dankmarshäuser Rhäden
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Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

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Natur erleben in Westdeutschland in voller Länge


Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali an der Werra

Dankmarshäuser Rhäden Beobachtungsstation gehören zum grünes Band
Aussichtsturm am Dankmarshäuser Rhäden

Das Feuchtgebiet Rhäden liegt im hessisch-thüringischen Grenzland an der A4 auf etwa halber Strecke zwischen Bad Hersfeld und Eisenach.

 

Das Naturschutzgebiet ist Teil des "Grünen Bandes" und ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Wiesenvögel. Gleich nebenan erhebt sich der Monte Kali, eine leuchtend weiße Kali-Abraumhalde.



Bei einer Fahrt auf der Autobahn A4 zwischen Eisenach und Bad Hersfeld fällt uns unweit der Straße ein weißer Berg auf. Da wir es mal wieder genauer wissen wollen, fahren wir von der Autobahn ab und machen uns auf, die Gegend zu erkunden.

 

Bergbau im Werratal: der Monte Kali

 

Wir finden heraus, dass es sich bei dem Berg um eine im Volksmund auch "Monte Kali" oder "Kalimandjaro" genannte Abraumhalde des Kalibergwerks Heringen im Bergbaurevier Werra in Hessen handelt. Die strahlend weiße Erhebung dominiert weithin die Landschaft und kann sogar bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über die Umgebung.

 

Infobox: Kalisalz

Kalisalz kommt in der Hauptsache als Mineraldünger zum Einsatz. Üblicherweise wird das Material untertage abgebaut. Da es meist zusammen mit Natriumsalz (besser bekannt als Kochsalz) vorkommt, entstehen beim Kaliaubbau große Mengen an Abraum. Die zu 95% aus Kochsalz bestehenden Abraumhalden sind neben den Bergwerken weithin als weiße Berge sichtbar.

 

Naturschutzgebiet Rhäden im Grünen Band

 

Gleich nebenan liegen die Rhäden genannten Feuchtgebiete des Werra-Tals. Die ehemals zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegten Flächen wurden nach der Wiedervereinigung renaturiert und stellen heute wichtige Brut- und Rastgebiet für Vögel da. Das Naturschutzgebiet Dankmarshäuser Rhäden an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet zusammen mit den Rhäden bei Obersuhl und Bosserode einen Teil des "Grünen Bandes". Das Gebiet ist sowohl FFH als auch Natura2000 Schutzgebiet.

 

Tier- und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten im NSG Rhäden

 

Wir umrunden die Dankmarshäuser Rhäden zu Fuß auf einem gut ausgebauten Weg, an dem mehrere Beobachtungstationen (Hütten und Türme) zu finden sind. Neben einigen Wiesenbrütern und Kleinvögeln können wir dabei auch einen seltenen Schwarzstorch beobachten.

 

Infobox: Schwarzstorch

Der Schwarzstorch ist neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Storchart und überwintert wie dieser in Afrika. In Gegensatz zum Weißstorch ist er aber scheu und eher im Wald zu finden, als auf der offenen Flur. In Deutschland wird der Bestand laut Angaben des NABU derzeit auf ca. 600 Brutpaare geschätzt.

 

Landschaftspflege durch Beweidung

 

Die Wiesenflächen werden von Exmoor-Pony und Taurus-Rindern beweidet, um sie von Bewuchs frei zu halten. Die mittelgroßen Ponys stammen ursprünglich aus England und wurden hier angesiedelt, da sie stark an Wildpferde erinnern. Die Pony-Herde bewegt sich frei im Gebiet; trotzdem können wir sie vom Weg aus gut bei ihren Rangkämpfen beobachten.  Einige Stunden später sind die Ponys weitergezogen und wir haben einen ebenso guten Blick auf die imposanten Taurus-Rinder. Das Taurus-Rind ist eine Weiterzüchtung des Heckrinds (weitere Infos: >>Heckrinder im Naturpark Drömling) mit dem Ziel eine möglichst große Ähnlichkeit mit dem ausgerotteten Auerochsen zu erreichen. Glücklickerweise trennt uns ein Zaun von der Herde, denn die großen Hörner der Tiere sind doch sehr beeindruckend.

 

Unser Parkplatz an den Dankmarshäuser Rhäden:

  • Wanderparkplatz an der Landstraße (GPS 50°55'55"N 10°00'02"E)

Wohnmobil-Stellplatz in Gerstungen:

  • zwei Plätze für Wohnmobile auf öffentlichem Parkplatz im Ort unweit der Werra und das Werra-Radwegs; keine Einrichtungen (GPS 50°57'51"N 10°04'15"E)

 

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Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg
Vogelsberger Teiche / Hoher Vogelsberg

Der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, ehmals Hoher Vogelsberg, liegt in der Mitte Hessens und ist einer der ältesten Naturparke Deutschlands. Das alte Vulkangebiet wird heute von Mischwäldern, Weisen und Feuchtbiotopen geprägt.



Wir stossen im Naturpark "Hoher Vogelsberg" auf die "Vogelsberger Teiche" bei Freiensteinau. Diese wurden ursprünglich als Fischteiche angelegt, haben heute aber keine Bedeutung mehr für die Fischerei. Der Nieder-Mooser See wird touristisch genutzt, die meisten übrigen Seen sind über als Naturschutzgebiet ausgewiesen und werden vom NABU betreut. Wir besuchen den  Ober-Mooser See und den Rothenbachteich und beobachten Reiherenten, Schwäne, Blessrallen, Buntspechte und Weidenmeisen. Hauptsächlich geniesen wir aber die Stimmung am Ufer.

 

Unser Parkplatz:

  • Parkplatz am Rothenbachteich

 

Stellplätze im Naturpark "Hoher Vogelsberg":

  • Gemünden (Felda) (50°41'15.66''N 9°2'52.59''E)
  • Grünberg (50°35'43.12''N 8°57'17.14''E)
  • Schalmtal (50°39'21.64''N 9°16'9.07''E)
  • Homberg (Ohm) (50°43'35.28''N 8°59'40.87''E)
  • Alsfeld (50°44'52.8"N 9°16'42.6"E)
  • Schlitz (50°40'10.54''N 9°34'4.83'')E
  • Lauterbach 2x (50°38'18.14''N 9°24'10.03''E und 50°37'39.14''N 9°23'34.03''E)
  • Herbstein (50°34'7.87''N 9°20'49.00''E)
  • Grebenhain (50°31'10.5''N 9°19'3.1''E)
  • Ulrichstein (50°34'31,6'' N 09°12'22,2'' E)
  • Schotten (50° 30′ 60″ N 9° 13′ 43″ E )
  • Hungen (50°27'19.5"N 8°54'00.4"E)
  • Lich (50°30'59.9"N 8°49'21.0"E)

 

 

 

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Die Bienenfresser kommen zurück

Die Bienenfresser tragen ihren Namen zu recht, denn sie fressen am Liebsten Bienen, Hummeln und Wespen. Eigentlich ein Vogel der Tropen und Subtropen ist der Bienenfresser heute auch in Deutschland zuhause.



Immer mehr Bienenfresser finden im Frühjahr aus ihrem Winterquartier in Afrika wieder den Weg nach Deutschland. Waren es Ende der 1960-iger Jahre nur einzelne Paare, gibt es inzwischen in Deutschland mehrere Orte, in denen sich der bunte Exot wieder heimisch fühlt.

 

Wir haben ihn gefunden:

 

Der Langstreckenzieher kommt Mitte Mai zum Brüten und ist oft bereits Ende August wieder unterwegs in Richtung westliches Afrika.

 

Nach einiger Internetrecherche haben wir eine Kolonie Bienenfresser im südlichen Rheinland-Pfalz gefunden, die Mitte Mai mit der Balz angefangen haben und begannen, ihre bis zu 2 m lange Höhle in eine sandige Steilwand zu bauen.

 

Wer die Koordinaten haben möchte, schreibt uns bitte hier an.

 

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Einige Impressionen:

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