Regenprogramm

 Stiklestad
Stiklestad


Regen, Regen und nochmal Regen. Trotzdem haben wir einen Interessanten Tag. Wir besichtigen ein an einem Wasserfall gelegenes Wasserkraftwerk und erfahren, dass über 90% der in Norwegen benötigen Elektrizität durch Wasserkraft erzeugt wird. Allein dieses Kraftwerk liefert die Energie für ca. 10.000 Haushalte.

 

Da der Fluss in seinem Oberlauf Lachsen zum Laichen dient, ist das Kraftwerk mit einer grossen Fischtreppe versehen, die es den flussaufwärts schwimmenden Lachsen erlaubt, das Kraftwerk zu umgehen. Leider hat die grosse Wanderung der Lachse noch nicht begonnen, die Einrichtung (Namsen Laksakvarium) ist aber trotzdem interessant und der Weg über das zum Kraftwerk gehörende Wehr aufgrund des unter uns tostenden Wassers beeindruckend.

 

Wir verlassen die Schnellstrasse, da wir in einer Broschüre von einer weiteren eiszeitlichen, ca. 6000 Jahre alten Felsritzung gelesen haben, dem Böla-Rentier. Von einem kleinen Parkplatz aus führt uns ein glitschiger, aber ausgeschilderter Weg zu Felsflächen oberhalb eines kleinen Flusses. Ganz klar ist dort ein eingeritztes, lebensgrosses Rentier zu erkennen. Die Beschilderung weist auf weitere Figuren hin. Nach etwas Suchen finden wir einen Bären und einen ebenfalls lebensgrossen Mann auf Ski. Der angeblich ebenfalls eingeritzte Wasservogel erschließt sich uns nicht wirklich..

 

Wir fahren weiter auf Nebenstrassen und so begegnen wir einmal wieder Rentieren, die hier größer zu sein scheinen als weiter im Norden. Auf einem See entdecken wir einen Ohrentaucher.

 

Unseren nächsten Stop legen wir in Stiklestad ein, einem für die norwegische Geschichte wichtigen Ort ein. Hier kam in einer Schlacht im Jahr 1030 DER norwegische König Olav ums Leben. Dieses Ereignis markiert den Übergang von der Wikingerzeit ins christinisierte Mittelalter. Der Ort selbst ist nicht wirklich aufregend, es gibt ein Freilichttheater in der in der Saison das Leben König Olavs dargestellt wird und eine kleine, leider verschlossene Kirche aus dem 10./11. Jahrhundert. 

 

Eigentlich wollen wir den Abend in Trondheim verbringen. Als wir dort ankommen, schüttet es wie aus Kübeln und nur zur Übernachtung ist es uns auf dem kostenfreien Stellplatz einfach zu eng. Wir verlassen die eigentlich sehr nett erscheinende Stadt und gelangen nach kurzer Zeit zurück in die Natur, wo wir auf einem einsamen Wanderparkplatz den Tag beeinden.

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