Unsere Highlights in Spanien und Portugal:


1. Spanien


Halbwüste Bardenas Reales de Navarra

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa
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Nationalpark Coto de Doñana

Spanien Nationalpark Donana El Rocio Reisemobil Wohnmobil Andalusien Ornithologie Vögel
Wallfahrtsort El Rocio am Nationalpark Coto de Donana
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Die schöne Jungfrau von El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón
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El Rocio - ein Ort, wie aus Zeit und Raum gefallen

El Rocio Donana Geisterstadt Westernstadt Wallfahrt Pferde Kutschen Flamenco
El Rocio - eine Geisterstadt im Westernlook
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Doñana Nationalpark

Reisfelder im Donana Nationalpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie Fotografie Feuchtgebiet Natura2000 Spoonbill Kite Schleuereule Milan Löffler Falke Storch stork
Reisfelder im Donana Nationalpark
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Tarifa - südlichster Punkt des europäischen Festlands

Tarifa Afrika Surfer Kiter Vogelbeobachtung Straße von Gibraltar Altstadt Markthalle
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Die "Weißen Dörfer" Andalusiens

Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung
Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung
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Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock
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Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa
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Naturpark Cabo de Gato-Nijar

Strand Wohnmobil Cabo de Gata Nejar Naturpark Parc Natural Vogelbeobachtung Natur Naturbeobachtung Vögel Birding Halbwüste Biosphärenreservat Vulkanismus Vulkane
genialer Stellplatz mit eigener Terrasse am Strand.
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Stellplatz Finca Caravana

der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!
der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!
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Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung
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Santiago de Compostela

Santiago de Compostela
Santiago de Compostela
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Merida und der Parque Natural Cornalvo

Spanien Naturpark Cornalvo Naturparadies
Grandiose Landschaft des Parque Natural Cornalvo
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Parque Nacional de Monfragüe / Extremadura

Parque Nacional de Monfragüe Extremadura
Gänsegeier
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Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen
Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen
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2. Portugal


Naturpark Ria Formosa: einer der beeindruckendsten Orte der Algarve

Portugal Sandalgarve Naturpark Ria Formosa Reisemobil Wohnmobil Reisebericht Stellplätze Wohnmobilstellplätze
Sonnenaufgang am Ria Formosa
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Silves und die Felsalgarve

Klippenfischer an der Felsgalgarve
Klippenfischer an der Felsgalgarve
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Sagres und das Cabo de São Vicente

Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente
Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente
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Silvester oberhalb der Praia de Odeceixe

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Cais Palafítico da Carrasqueira

Cais Palafítico da Carrasqueira
Cais Palafítico da Carrasqueira
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Reserva Natural do Estuário do Tejo

Störche in der Tejo-Mündung
Störche in der Tejo-Mündung
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Barragem de Póvoa é Meadas - ein Traum von Stausee

Barragem de Póvoa é Meadas Stausee Portugal Wohnmobil Reisemobil Stellplatz Wohnmobilstellplatz
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Weinbauregion Alto Duoro und Parque Arqueológico do Vale do Côa

Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro
Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro - im Vordergrund der Fluss Duoro
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Im Alentejo

Oldtimer Wohnmobil an einem einsamen Stausee in Portugal Évora Menhir Weltkulturerbe Naturbeobachtung
Stellplatz an einem einsamen Stausee
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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde
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historischer Bergbauort Mina de São Domingos

Umweltschäden durch langjährigen Bergbau sind noch heute weithin sichtbar
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Naturpark Sapal de Castro Marim

Löffler Brücke Portugal Sapa de Castro Marim Naturpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie spoonbill
Löffler vor einer Brücke im Naturpark Sapal de Castro Marim
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Ria de Aveiro

Moliceiro Boote Fischer Fischerei Ria de Aveiro
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Zwischen Meer und Urwald - von Figueira de Foz nach Aveiro

Costa Nova Streifenhäuser gestreifte Häuser
auffällig bunt gestreife Häuser in Costa Nova
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Obidos

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Die perfekte Welle in Nazaré

Monsterwellen vor Nazaré
Monsterwellen vor Nazaré
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Reserva Natural do Estuario do Sado

Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
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Sonne, Sand und Meer - Playa de Cordoama

Playa de Cordoama Strand einsam idyllisch
Morgens am Playa de Cordoama in der Nähe Vila do Bispo
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Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicente

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Neu auf unserer Seite:

Wohin im Herbst?
Naturschauspiele im Herbst

überarbeitet
Nordkap und die Lofoten

unser letztes Abenteuer vor Corona:

Marokko



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interner Zähler vom 31.5.20


Im Einzelnen:


Spanien:

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa

Mal schnell in die USA jetten oder heute zum Mars fliegen? Kein Quatsch - das geht von Spanien aus ganz schnell!

 

Einfach in der Halbwüste Bardenas Reales der Navarra südlich von Pamplona/Spanien vorbeischauen und man hat beides. Ok, vielleicht in etwas kleinerem Maßstab, aber auch der Aufwand für die Anreise hält sich in Grenzen. Besonders früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang entfaltet das Gebiet seinen vollen Charme.

 

Kurz anhalten, nichts sagen und diese "unglaublich laute" Stille auf sich Wirken lassen: Ein Erlebnis.

 

Das als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesene 40.000 Hektar große Gebiet lag einst auf dem Grund eines urzeitlichen Meeres. Die bizarren Felsformationen entstanden durch die unterschiedliche Auswaschungen der abgelagerten Sedimente durch Regen und Wind. In neuerer Zeit diente die spektakuläre Landschaft sogar in einer Episode der Serie  „Game of Thrones“ als Kulisse.

 

Die unwirtliche anmutende Region bietet aber auch reichlich Natur. Vogelarten wie der Wanderfalken, der Steinadler, der Zwergadler, der Gänsegeier und der Schmutzgeier sind hier zuhause. Aber auch Reptilien, wie Schlangen und Eidechsen, oder Säugetiere, wie die Wildkatze aber auch Igel, Hase und Wildschwein können hier überleben.

 

Besucher müssen den Naturpark vor Sonneuntergang verlassen. Übernachten im Park ist leider ebenfalls verboten; aber nur etwas 5 Fahrminuten entfernt gibt es in Arguedas am Rande der Wüste einen netten Stellplatz.

 

Ganz in der Nähe des Stellplatzes, liegen die Höhlenwohnungen von Arguedas ,die wir am nächsten Morgen erkunden. Diese in den weichen Stein hineingegrabenen Wohnhöhlen enstanden ie im 19.Jahrhundert, um Menschen Unterkunft zu bieten, die sich keine "richtige" Wohnung leisten konnten. Im Jahr 1940 gab es etwa 50 Höhlenhäuser, die aber in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts verlassen wurden.

 

Unser Stellplatz:

  • Arguedas: kostenfreier Stellplatz auf gemischtem Parkplatz, VE
    (N 42°10'22",  W 1°35'29")

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Impressionen:

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Nationalpark Coto de Doñana

Spanien Nationalpark Donana El Rocio Reisemobil Wohnmobil Andalusien Ornithologie Vögel
Wallfahrtsort El Rocio am Nationalpark Coto de Donana

Wir verlassen nun Portugal mit dem Ziel Donana Nationalpark. Hier hat es uns im letzten Jahr so gut gefallen (mehr dazu: hier), dass wir uns jetzt einige Tage Zeit zur Erkundung des Gebiets nehmen wollen.Das  Delta des Flusses Guadalquivir ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

El Rocio

Wir starten im Örtchen El Rocio und verbringen dort einen interessanten Abend mit Ingrid und Dieter (beide weit über 70 und schon weit gereist; derzeit minimalistisch unterwegs mit einer kleinen, 30 Jahre alten Kabine mit Aufstelldach auf einem 4x4 Basisfahrzeug, das auch schon 17 Jahre auf dem Buckel hat - Hut ab. Reisen liegt in der Familie. Die Enkelin fuhr in 2017 mit dem Planwagen von Bayern an die Ostsee).

 

Es mag am Wetter oder daran liegen, dass gerade Wochenende ist, aber in El Rocio ist zwar wieder sehr wenig los, es gleicht aber weniger einer Geisterstadt als im letzten Jahr: weiterlesen.

 

Im Infozentrum (N 37°07'58", W 6°29'20") an der Durchgangsstraße kann man Touren in den Park buchen, den die Kernzone ist nur im Rahmen geführter Bus- oder Jeeptouren möglich. Derzeit startet eine Bustour um 8 Uhr morgens, eine zweite Tour um 15 Uhr. Es empfiehlt sich, zumindest einen Tag im Voraus zu reservieren, dann auch jetzt außerhalb jeder Saison sind die Busse gut gebucht. Alternativ sind auch individuelle Touren (1/2 Tag ab ca. €165,-- ) buchbar. Wir ziehen aber erneut auf eigene Faust los.

 

Donana Nationalpark

Bereits in der Lagune am Ort, die zur Schutzzone des Parks gehört, sehen wir Sichler, Stelzenläufer und diverse Enten. Hier lohnt auch ein Besuch des ornithologischen Infozentrums. Von einer netten Mitarbeiter erhalten wir hier eine Checkliste der im Park vorkommenden Vögel auf Deutsch mit Angaben, zu welcher Jahreszeit und in welcher Häufigkeit diese anzutreffen sind.

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Die schöne Jungfrau von El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

 

Auf halber Strecke zwischen Huelva und der Grenze zu Portugal liegt das winzige Örtchen El Terrón , wobei der kleine Ort auch noch durch die Durchgangsstraße in zwei Hälften geteilt wird. Am Meer liegt der Fischerei- und Sportboothafen mit einigen kleinen Restaurant eingebettet in den Naturpark Marismas del Río Piedras y Flecha del Rompido. Auch wenn der Fischfang in den letzten Jahren zurückgegangen ist, ist am Hafen immer etwas los. Es heißt, man habe sich hier auf des Flicken von Netzen spezialisiert. Vor allem am Wochenende sind die Lokale gut besucht. Meist treffen sich hier große einheimischen Familien zum Mittagsmahl. - Kein Wunder, kann man hier aber auch wirklich leckeren und definitiv frischen Fisch essen.

 

Viel interessanter ist aber das landeinwärts der Durchgangsstraße gelegene Oberdorf, das man bei einem flüchtigen Besuch auch schnell übersieht. El Terrón, so ffinden wir heraus, ist ein weiterer wichtiger Wallfahrtsort, dessen Kirche am Hauptplatz die Statue der „Nuestra_Señora_de_la_Bella“ aus dem 15. Jahrheundert beherbergt, die einmal im Jahr im Rahmen einer großen Prozession gefeiert wird.

 

Rund um den Platz gruppieren sich mehr oder weniger prächtig ausgestattete kleine Gebäude, die offenbar Familien des Umlands als Treffpunkt und Festsaal bei Wallfahrt, Kirchgang und anderen Festlichkeiten dienen. Jetzt am Wochenende sind hier ähnlich wie in El Rocio viele Einheimische zu Pferd unterwegs. Aus einigen der Buden ertönt der Flamenco

 

Obwohl am Sonntagabend hier Ruhe einkehrt, wirft der Wirt des Lokals „El Eremita“ für uns und die Besatzung des Koffers, Petra und Robert aus der Schweiz, als einzigen Gästen noch einmal den Grill an, so dass wir das Wochenende mit riesigen aber durchaus leckeren Fleischportionen ausklingen lassen können.

 

Unsere Stellpätze:

  • El Terron: Parkplatz am Hafen, Höhebegrenzung: 3,20m
  • alternativ: großer Parkplatz auf Sand am Oberdorf

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El Rocio - ein Ort, wie aus Zeit und Raum gefallen

El Rocio Donana Geisterstadt Westernstadt Wallfahrt Pferde Kutschen Flamenco
El Rocio - eine Geisterstadt im Westernlook

Am westlichen Rand des Doñana Nationalparks liegt El Rocio, in dem es außer der Durchgangsstraße  keine befestigte Straßen gibt. Die meiste Zeit des Jahres erscheint das Örtchen mit seinen nur etwa 1.500 Einwohnern praktisch menschenleer.

 

Man kann es dann kaum glauben, aber man lebt hier in großem Masse vom Tourismus. El Rocio ist ein Wallfahrtsort, der nur einmal im Jahr für zwei Wochen so richtig zum Leben erwacht. Zu Pfingsten soll hier die Hölle losbrechen, die Straßen gefüllt von Menschen, Pferden und Kutschen sein.

 

Bei unserem ersten Besuch an einem gewöhnlichen Wochentag ist das aber kaum vorstellbar. Vor uns liegt eine Geisterstadt im Westernlook. Nur wenige Menschen und noch weniger Autos sind auf den unasphaltierten Straßen des Ortes unterwegs. Wobei „unasphaltiert“ etwas untertrieben ist: Das hier sind Pisten aus losem Sand. Wer also einmal davon träumt mitten im Ort mit seinem Allrad im Sand zu wühlen, der ist hier richtig.

 

Das zweite Mal kommen wir an einem Wochenende im März nach El Rocio. Am Freitag bekommen wir einen ersten Eindruck, was El Rocio ausmacht. Wie aus dem Nichts erwacht die Stadt zum Leben. Die Stadt erwacht praktisch aus dem Nichts zum Leben. Mit Bussen werden Ausflüger herangebracht und die Bewohner führen den Sonntagsstaat aus.

 

Wer kann, ist  zu Pferd unterwegs, oft passend gekleidet  - die Reiterinnen sogar mit Rock im Damensitz. Auch die Jugend macht da keine Ausnahme. Am Abend geht es hoch zu Ross in die Kneipe, manchmal mit der Liebsten hinten auf dem Pferd. Vor der Kneipe kann man das Pferd anbinden, meist nimmt man die Getränke aber im Sattel ein. Oft wird auch gesungen - selbst die Teenies sind hier textsicher.

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz im Stadtgebiet: außerhalb der Feiertage/Saison wird ein einmaliges Übernachten (kein Camping!) ab und an toleriert

ansonsten

 

Unser Campingplatz-Tipp:

  • Camping El Aldea: fußläufig zum Ort

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Impressionen:

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Doñana Nationalpark

Reisfelder im Donana Nationalpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie Fotografie Feuchtgebiet Natura2000 Spoonbill Kite Schleuereule Milan Löffler Falke Storch stork
Reisfelder im Donana Nationalpark

Abseits der Hauptstraßen fahren wir von Chipiona möglichst dicht entlang dem östlichen Ufer des Guadalquivir, der in weiten Teilen die Grenze des Doñana Nationalparks darstellt. Die Wege hier sind teils asphaltiert, meist aber Schotterpisten und, egal welcher Belag gerade überwiegt, immer wieder eine echte Herausforderung. Die Tiefe der oft nicht umfahrbaren Schlaglöcher macht ein Allradfahrzeug ratsam und wir sind froh über die große Bodenfreiheit unseres Mobils.

 

Das Delta des Flusses ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

Das Kerngebiet des Nationalparks ist mit dem eigenen Auto nicht befahrbar, es werden aber Bus- und Jeeptouren angeboten. Aber auch die freigegebenen Strecken um und in den Randbereichen des Parks geben einen guten Einblick in die Natur des Gebiet. Ihr schlechter Zustand zwingt allerdings zum Langsamfahren und ist für uns damit eine gute Entschuldigung auf der Suche nach guten Fotomotiven mehr zu schleichen als fahren. Rund um den Park finden sich diverse Informationszentren, die mit ihren unterschiedliche Aspekte des Parks beleuchtende Ausstellungen einen Besuch wert sind.

 

Besonders interessant ist die Strecke zwischen den Infozentren Casa De la Dehasa De Abja (N37°12'21.7", W6°10'12.6") und José Antonio Valverde (N37°04'26.4", W 6°22'38.7). Uns kommen neben großen Trupps von Braunen Sichlern, Weiß- und Schwarzstörche auch diverse Greifvögel vor die Linse. Auf den Rückweg sehen wir kurz vor Sonnenuntergang entlang eines sich im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung erstreckenden Kanals neben dem Weg mehrere Schleiereulen, die zeitweilig sogar vor unserem Auto herfliegen. Rund um das Centra de Visitantes José Antonie Valverde grasen abseits der Lagunen und Feuchtflächen große Herden halbwilder Pferde und Rinder in der weiten Landschaft, die uns hier an die Weiten der mongolischen Steppe erinnert.

 

Außerhalb des Nationalparks wird das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt, insbesondere wird in großem Stil Reis angebaut.

 

Weitere Infos über den Donana findet ihr in unserer nächsten Reise nach Spaniern: hier

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Tarifa - südlichster Punkt des europäischen Festlands

Tarifa Afrika Surfer Kiter Vogelbeobachtung Straße von Gibraltar Altstadt Markthalle

Spaziergang am Strand von Tarifa (links Tarifa, rechts am Horizont ist Afrika zu erahnen)

 

Auch Gibraltar haben wir umfahren, da wir hier schon einmal waren und die Meinung vieler anderer Reisenden teilen, dass man hier vielleicht einmal gewesen sein sollte, aber nicht unbedingt ein zweites Mal vorbeifahren muss. Denn wirklich sehenswert ist dieser britische Vorposten am Mittelmeer unserer Ansicht nach nicht. Am meisten blieb uns die die Hauptzufahrt zur Stadt kreuzende Landebahn des Flughafens in Erinnerung, wo bei Starts und Landungen eine beschrankte Ampelanlage den Autoverkehr unterbricht.

 

Unser Ziel ist Tarifa der südlichste Punkt des europäischen Festland. Nur etwa 14 km liegt die afrikanische Küste entfernt. Es ist insbesondere angesichts der heutigen politischen Lage und der Flüchtlingssituation ein mehr als skurriles Gefühl, beim abendlichen Strandspaziergang die Lichter Marokkos zu sehen und daran zu denken, wie viele Menschen auch hier auf eine günstige Gelegenheit warten, nach Europa zu gelangen.

 

Tarifa ist aufgrund seiner „windgünstigen“ Lage ein Mekka für Surfer und Kiter und deren lockere Stimmung liegt über der Stadt. Die Altstadt ist mit ihrer maurisch geprägten Architektur einen Besuch wert und die Markthalle lädt mit ihren Tapasbars zum Verweilen ein. Vom Strand aus hat man einen guten Blick auf Straße von Gibraltar, einem der meistbefahrenen Schifffahrtswege Welt. Mehr als 300 Schiffe ziehen hier täglich vorbei.

 

Die Region ist aber auch für Naturfreunde interessant. Während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst überqueren hier tausende von Zugvögel die Meerenge von Gibraltar. Viele lassen hier aufgrund der schwierigen Thermik auch ihr Leben. Der Januar ist hier allerdings keine günstige Zeit für Vogelbeobachtungen.

 

Unser Stellplatz:

  • Tarifa: Parkplatz am Stadion, das Übernachten wird zumindest außerhalb der Saison toleriert (N36°01'26.8", W5°36'59.0").

  • Entsorgungsmöglichkeit an der Tankstelle Tarifuel (N36°01'35", W 5°36'28"), bei Volltanken kostenfrei
  • weitere Infos und Stellplätze aus einer anderen Reise: hier

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Die "Weißen Dörfer" Andalusiens

Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung
Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung

Die Region rund um Malaga kennen wir bereits aus früheren Reisen ohne Wohnmobil. Auch die eigentlich sehr sehenswerten Städte Ronda, Cordoba, Granada und Sevilla haben wir bereits in der Vergangenheit besucht. Wir fahren daher weiter durch das bergige Landesinnere abseits der Städte und den Bettenburgen an der Küste und konzentrieren uns auf die Erkundung eines etwas anderen Andalusiens mit den Naturparks Sierra de Grazalema und Los Alcornocales. An der Straße A-373 südlich von Ubrique folgen wir einem Schild, das auf einen Vogelbeobachtungspunkt hinweist.

 

Nach einigen Kilometern Schotterpiste finden wir zu unserer Überraschung einen Platz vor, an dem offenbar immer wieder Geierfütterungen stattfinden. Die Tafel am Platz informiert darüber, dass dies notwendig sei, da die Vögel nicht mehr genug Aas finden würden. Insbesondere seit den Zeiten von BSE hätte sich die Art der Viehhaltung geändert. Kadaver toter Tiere würden schneller entsorgt und den Vögeln damit eine Nahrungsgrundlage geraubt.

 

Immer wieder treffen wir auch auf die „Weißen Dörfer“ für die Andalusiens Hinterland bekannt ist. Diese Dörfer und kleinen Städte gehen meist auf römische oder phönizische Siedlungen zurück, die von den Mauren weiter ausgebaut wurden. Besonders gut gefällt uns Grazalema in der Provinz Cádiz, das sich obwohl auf Touristen eingerichtet, mit seinen weiß gekalkten Häusern seinen fast exotischen, an Nordafrika erinnernden Charme erhalten hat. Wir übernachten auf einem Parkplatz vor dem Ort und frühstücken im Cafe Rumores,  in dem wir an diesem Morgen die einzigen nicht spanisch sprechenden Gäste sind.

 

Unsere Stellplätze:

  • Grazalema: Parkplatz gegenüber der kleinen Kapelle „Ermita de la Virgen de los Ángeles“ aus dem 19. Jahrhundert (N36°45'42.9", W 5°21'44.4")
  • Benarrabá: Stellplatz am Bauhof mit Blick über die Berge, kostenfrei, jeder der fünf Plätze mit eigener Ver- und Entsorgung, derzeit kein Strom (N36°32'57.4", W 5°16'45.0")

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Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock

Unser nächstes Ziel ist der Naturpark El Torcal, ein Karstgebirge mit imposanten Felsformationen und einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt. Noch vor 100 Millionen Jahren war diese heute etwa 40 km von der Küste des Mittelmeers entfernt liegende Region in der Provinz Malaga von Meer bedeckt. Auf dem Boden dieses Urmeeres setzten sich die Überreste von Krusten-und Schalentieren ab. Durch das Absinken des Meeresspiegels und Auffaltungen des Bodens gelangte das sich daraus bildende Sedimentgestein Kalk an die Oberfläche. Die heutige wild zerklüftete Form des Gebirges mit ihren teils wie von Menschenhand aufgestapelt wirkenden Steinformationen entstand durch die für Karstlandschaften typische Kohlensäureverwitterung.

 

Ein Besuch des auf dem Gipfel gelegenen Informationszentrums lohnt selbst außerhalb der Öffnungszeiten, liegen dort und auf dem Weg dorthin doch diverse Aussichtspunkte. Mit etwas Glück und Geduld kann man hier Geier und auch Exemplare des Iberischen Steinbocks, einer felsiges und bergiges Gelände bewohnenden Ziegenart und nahem verwandten des Alpinen Steinbocks vor die Linse bekommen.

 

Stellplatztipp:

  • Parkplätze entlang der Straße A7075 und am Informationszentrum
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Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa

Landeinwärts von Almeria liegt auf dem Gebiet des Ortes Tabernas die einzige echte Wüste Europas. Abgeschnitten von Feuchtigkeit bringenden Winden durch die bis zu 3500m hohen Berge der Sierra Nevada im Westen und die Sierra de los Filabres und die Sierra Alhamilla fällt hier selbst im Vergleich mit dem trockenen, heißen und im Sommer oft Bratpfanne Spaniens genannten Andalusien, praktisch kein Regen. Die schroffen Berghänge, ausgetrockneten Flussbetten und kargen Ebenen versetzen den Reisenden ganz plötzlich in eine andere Welt, die an die Wüsten Nordamerikas erinnert.

 

Nicht umsonst wurden hier seit den 1950 Jahren diverse Filme gedreht, darunter „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Der Schuh des Manitu“, von denen noch die Kulissen alter Drehorte zeugen. Zwei erhaltene „Westernstädte“ können besichtigt werden und es werden Shows angeboten.

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Naturpark Cabo de Gato-Nijar

Strand Wohnmobil Cabo de Gata Nejar Naturpark Parc Natural Vogelbeobachtung Natur Naturbeobachtung Vögel Birding Halbwüste Biosphärenreservat Vulkanismus Vulkane
genialer Stellplatz mit eigener Terrasse am Strand.

Südlich von Carboneras liegt der Parc Natural de Cabo de Gata-Nejar, der sich bis kurz vor die Tore der Großstadt Almeria erstreckt. Das von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesene Gebiet ist im wesentlichen eine Halbwüste. Da es aber kurz vor unserem Besuch in der Region geregnet hat, präsentiert sich die sonst so karge Landschaft für uns wenigstens zum Teil in hellem Grün, gesprenkelt mit dem Gelb blühenden Sauerklees.

 

So alt die Berge des Kaps erscheinen mögen. Man kann immer noch erahnen, dass die geologische Struktur einst durch Vulkanismus entstanden ist. Die Vulkane selbst sind aber schon seit Jahrmillionen erloschen. Zwischen schroffen Felsen tun sich entlang der Küste immer wieder sanft ins Meer abfallende Sandstrände auf. Immer wieder stößt man auch auf aktiven oder aufgelassenen Bergbau und Minen. Das vulkanische Erbe hat hier reiche Bodenschätze hinterlassen.

 

Ein Hinweis für Wohnmobilfahrer: Südlich von Carbonera ist das Parken im Park reglementiert. Wie wir hören, werden das Parkverbot besonders für Camper auch kontrolliert. Ein Versuch frei zu stehen, ist somit nicht angeraten. Auch eine Fahrt zur Spitze des Kaps ist von Norden kommen nicht direkt möglich. Die Schotterpiste endet kurz vor dem Kap in einem von einem für Fahrzeuge gesperrten Wanderweg. Ein Umweg von etwa 30 km bringt uns quer durch den Park von Westen doch noch an den Leuchttum "Faro de Cabo da Gata" heran.

 

Am Küstenabschnitt vor dem Leuchtturm liegen Salinen, die für uns als Vogelfreunde besonders interessant sind. Bereits die Römer sollen hier Salz gewonnen haben. Im Bereich der Salinen gibt es große Parkplätze, auf denen zumindest außerhalb der Saison Wohnmobile toleriert werden. Auch an einigen Strandabschnitten ist freies Stehen möglich. Am Strand lernen wir auch Petra und Robert aus St. Gallen kennen. Mehr dazu unter der Rubrik: unterwegs getroffen.

 

  • Unser Stellplatz:Playa de la Fabriquilla: Parken am Strand
    Unsere Anliegen: Bitte besonders hier unserem Credo Folge leisten, nicht zu stören und nichts zu hinterlassen, damit wir und andere hier auch in Zukunft geduldet werden. (N36°44'12.7", W2°12'23.7")
  • weiter Infos über diesen und andere Stellplätze: hier

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Stellplatz Finca Caravana

der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!
der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!

abendliches Grillen bei frostigen Temperaturen

Normalerweise findet man in unserem Block keine ausführlichen Besprechungen von Stellplätzen. - Normalerweise bleiben aber wir auch nicht mehrere Tage am gleichen Ort stehen, sondern ziehen spätestens nach zwei Übernachtungen weiter. Auf der Finca Caravana aber ist alles anders.

 

Bei unserer Ankunft werden wir von Franze, einem fahrenden Zimmermann aus Deutschland, begrüßt, der derzeit aufgrund eines Unfalls des eigentlichen Eigentümers den Platz betreibt. Man merkt sofort, das hier ist weder Stellplatz noch Campingplatz, sondern ein Platz für Leute, die anders reisen als die Überwinterer, die man auf den Stellplätzen am Meer trifft. Wir jedenfalls fühlen uns sofort zuhause und beschließen ganz gegen unsere Gewohnheit länger zu bleiben.

 

Mehr zum Stellplatz und seiner Geschichte unter:  /www.finca-caravana.de/


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Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung

Das Wetter hellt sich langsam auf. Da wir Hoffnung haben, dass sich demnächst sogar die Sonne blicken lassen könnte, machen wir uns auf, das Mündungsgebiet des Ebro zu erkunden.

 

Der Ebro ist mit 910 km der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Sein Delta ragt etwa 20km ins Meer hinein und stellt eines der größten Feuchtgebiete Spaniens dar. Obwohl das Gebiet seine heutige Form dem Reisanbau verdankt und das größte Reisanbaugebiet Spaniens darstellt, ist ein Drittel seiner Fläche als Naturpark ausgewiesen.

 

Da der Fluss heute in weiten Teilen durch Eindeichungen und Staustufen reguliert wird, führt er dem Delta eine geringe Menge an Sedimentmaterial zu.Es werden daher Maßnahmen getroffen werden, um einem Landverlust entgegenzuwirken und das Ökosystem Ebro-Delta zu schützen.

 

Die Reisfelder und Feuchtgebiete bieten insbesondere einer mannigfaltigen Vogelwelt eine dauerhafte oder während des Vogelzugs temporäre Heimat.

 

Das 2013 von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommene Ebro-Delta ist für jeden Vogelfreund zu jeder Jahreszeit ein Eldorado. Auch wenn jetzt im Winter weder Vogelzug- noch Balzzeit ist, gibt es eine Menge zu entdecken. Man trifft Wasser- und Schreitvögelarte, aber insbesondere in Schilf und Buschwerk auch auf diverse Singvögel. In den salzigen Lagunen stehen rosa Flamingos.

 

In den übrigen Feuchtgebieten und an und neben den Reisfeldern dominieren diverse Reiherarten das Bild. Wir sehen Grau-, Silber, Seiden- und Kuhreiher, aber leider weder Purpur- und Nachtreiher, die hier ebenfalls vorkommen. Am Himmel toben Raubvögel, davon viele Rohrweihen und Falken.

 

Unser persönliches Highlight sind die Eisvögel, die hier entlang der nie zufrierenden Bewässerungskanäle ideale Lebensbedingungen vorfinden.

 

Es kommen uns aber auch andere auffällige Arten vor die Linse, bespielsweise das Purpurhuhn. Dieser archaisch wirkende Rallenvogel war im Ebro-Delta schon fast ausgestorben war, erobert sich jetzt aber seinen Lebensraum zurück.

 

Bemerkenswert ist auch der metallisch glänzende Braune Sichler, der immer wieder in kleinen Trupps vorbeizieht.

 

Unser Stellplatz:

  • Amposte: offizieller Stellplatz, Platz kostenfrei, VE gebührenpflichtig, kein Strom
    (N 40°39'31", O 0°40'29")

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Santiago de Compostela

Santiago de Compostela
Santiago de Compostela

von Santiago de Compostela nach A Coruna

 

Blauer Himmel - ein ungewohnter Anblick. Es  fällt immer noch der ein oder andere Regenschauer aus den über den Himmel rasenden Wolken und der Wind ist eisig. Trotzdem machen wir uns auf den Weg nach Santiago de Compostela - endlich mal wieder ein Weltkulturerbe.

 

Eigentlich nähert man sich der Wallfahrtsstadt als Pilger entlang des Jakobswegs zu Fuß.  Erstmals urkundlich erwähnt in der Mitte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich die Wahlfahrt nach Santiago de Compostela im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zu einem dritten Zentrum christlicher Pilgerreisen. Häufig sind wir während unserer Reisen vielen Teilen Europas schon auf Schilder gestoßen, die auf den Weg hinweisen, doch erst in Nordspanien vereinigen sich all diese "Wege der Jakobspilger" zum eigentlichen Camino de Santiago (Jakobsweg).  Unsere Pilgerreise beschränkt sich auf die knapp 2 Kilometer vom bewachten Parkplatz am Rande der Innenstadt bis hinein in die Fußgängerzone.

 

In der Kathedrale der Stadt sollen die Gebeine des Apostel Jakobus zu finden sein. Die Wallfahrt hat in den letzten Jahren einen echten Hype erfahren. Kamen vor 40 Jahren nach keine hundert Pilger, waren es in den letzten Jahren ca. 250.000 pro Jahr. Wir vermuten aber, dass der Pilgerstrom im Sommer größer sein muss, den wir können die Kathedrale in aller Ruhe bsichtigen und einen Blick auf den silbernen Reliquienschrein werfen. Der ursprünglich romanische Bau des Gotteshauses wurde immer wieder ergänzt, trotzdem hat er seine Erhabenheit bewahrt.  Auch die die puttengeschmückte Orgel und der goldglänzende Altarbereich tut dem keinen Abbruch. Auch die übrige Altstadt ist sehenswert. Trotzdem wollen wir heute noch weiter. Wir fahren bis zur Küste, wo wir die Nacht in der Nähe von A Coruna verbringen.

 

Unser Stellplatz:

  • A Coruna, Poblado Portino: Stellplatz mit Ver- und Entsorgung oberhalb eines kleine Fischerhafens

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Merida und der Parque Natural Cornalvo

Spanien Naturpark Cornalvo Naturparadies
Grandiose Landschaft des Parque Natural Cornalvo

Ein kurzer Besuch in Merida scheint Pflicht, denn auch diese Stadt gehört zum UNESCO Welterbe. Leider ist der Tag grau und es beginnt während unseres Stadtrundgangs sogar leicht zu nieseln. Wir verzichten daher auf eine Besuch des römischen Theaters und gehen nur kurz durch die belebte  Stadt, durch deren enge Gassen sich der Autoverkehr quält. Auf unserem Weg liegt der sogenannte Diane-Tempel. Bei diesem handelt es sich um einen eigentlich dem Kaiser Augustus geweihten Tempel aus römischer Zeit, in den ein Renaissance-Palast integriert wurde. Während der letzten Restaurierung wurde erwogen, den Palast zurückzubauen und die originalen Überreste des Tempels freizustellen. Man hat sich dann aber dagegen entschieden, um dieses einzigartige Ensemble zu erhalten. Nachdem wir auch noch die römischen Brücke über den Rio Guadiana besichtigt haben, kehren wir zum Auto zurück. Bei der Brücke handelt es sich um die längste noch erhaltene Römerbrücke. Diese war bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sogar noch für den Autoverkehr freigegeben.

 

Unser nächstes Ziel ist der Parque Natural Cornalvo. Im dortigen Besucherzentrum erhalten wir von der netten, allerdings wieder kaum des Englischen mächtigen Dame eine Karte des Parks. Sie startet sogar nur für uns einen Film über den Park, entschuldigt sich  aber mehrfach für die Raumtemperatur von 9 Grad. Mit Besuchern hatte wohl gerade niemand gerechnet.

 

Da es immer noch nieselt, fahren wir nur auf der einzigen Straße in den Park, wo wir bis zum nächsten Morgen in der Hoffnung auf Wetterbesserung ausharren.

 

Und tatsächlich, als wir Aufwachen hat es aufgehört zu regnen und wir brechen zu einer Wanderung entlang des Flusses auf. Eine wilde Landschaft nimmt uns gefangen - wild, obwohl Kulturlandschaft, denn hier wird überall Weidewirtschaft betrieben und die Korkeichen werden zur Gewinnung sowohl von Kork als auch von Brennholz genutzt. Der namensgebende See wird durch einen noch immer intakten Erddamm aus römischer Zeit aufgestaut. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl auf dem Damm zu stehen und über den See zu blicken. Aber wenn er schon so lange gehalten hat, wird er das sicher auch heute noch tun.

 

Unser Stellplatz:

  • Wir übernachten auf einem kleinen Parkplatz im Park. Erst am nächsten Morgen erfahren wir, dass dies nicht erlaubt gewesen wäre.

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Parque Nacional de Monfragüe / Extremadura

Parque Nacional de Monfragüe Extremadura
Gänsegeier

Es ist unglaublich - es scheint die Sonne! Zumindest bis in den frühen Nachmittag hinein. Wir nützen die Zeit, um den Nationalpark Monfragüe in der Extramadura zu besuchen. Er ist zwar nicht sehr groß, aber mit dem Auto über durch ihn hindurchführenden Straßen gut zugänglich. Entlang der Straßen gibt es immer wieder Parkplätze und Aussichtspunkte, von denen man die teils schroff aufragenden Felswände gut sehen kann oder aber einen Überblick über die den Park durchziehenden Flusstäler sowie die die Landschaft prägenden Korkeichenwälder hat.

 

Schon der erste Parkplatz ist ein Aha-Erlebnis für uns: Raubvögel ziehen in großer Zahl über uns ihre Kreise. Raus aus dem Wohnmobil, her mit den Kameras. Wie wir später bei genauer Betrachtung unserer Bilder herausfinden, handelt es sich um Iberische Kaiseradler und um Gänsegeier, die hier ihre beeindruckenden Flugkünste zeigen. Der Tag hat sich bereits gelohnt, so denken wir, ohne die kommenden Aussichtspunkte und ihre Akteure zu kennen.

 

Wir statten zuerst noch dem mitten im Park gelegenen Informationszentrum einen kurzen Besuch ab und erhalten dort eine detaillierte Karte, die uns die weitere Planung erleichtert. Der nächste Halt bringt uns den Gänsegeier deutlich näher. Wieder drehen sie über uns ihre Kreise, landen und starten aber auch immer wieder von den uns umgebenden Felsen. Teilweise sausen sie praktisch im Tiefflug über uns hinweg. Das Geräusch ihrer Flügel gleicht den Windgeräuschen eines Flugzeugs, wie auch die Flügelform bei genauer Betrachtung deutlich der moderner Düsenjets gleicht. Wer hier von wem abgekupfert hat, sollte klar sein. Weiter geht es zu einem Vogelfelsen, an dem es nicht nur von Gänsegeiern sondern auch von Fotografen nur so wimmelt. Sicher über 100 Geier stehen etwa 20 Fotografen gegenüber. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, die Geier dabei zu beobachten, wie sie die Thermik des unter uns liegenden Flusstals nutzend ihre Kreise ziehen. Ihre Schreie hallen durch das Tal.

 

Leider zieht sich der Himmel wieder zu. Wir folgen aber noch der zweiten Parkroute und treffen dabei immer wieder auf Rotwild, das ohne jede Scheu neben der Straße äst oder diese auch in aller Ruhe vor unserem Auto überquert.

 

Unser Stellplätze:

  • Plasencia: Großparkplatz in der Innenstadt vor einem Park am Fluss
  • nahe Plasencia: Parkplatz am Restaurant Las Habazas auf Nachfrage bei Einkehr
    (N 39°56'47", W 6°05'11")

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Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen
Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

 Unser erstes Ziel für heute  ist der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, der älteste Nationalpark der Pyrenäen.  Wieder machen wir uns relativ früh auf den Weg. Für den Vormittag ist Sonnenschein angesagt und den wollen wir nutzen. Der Park ist das Aufstehen wert. Etwa 8km weit kann mit dem Auto zumindest außerhalb der Saison in den Park hineinfahren - in der Hauptsaison verkehren Pendelbusse aus. Wie uns die nette Dame im Infozentrum in Torla schon in Ermangelung von Englischkentnissen in der Hauptsache mit Händen und Füßen erklärt hat, fährt man ab Kilometer 5 im Schnee. Der Weg führt durch ein Tal, das mit seinen steil aufragenden Wänden an den Gran Canyon/USA nur mit mehr Bäumen erinnert. Am Ende des Weges liegt ein Parkplatz von dem mehrere Wandertouren tiefer in den Park hineinführen.  Wir folgen einem Weg für eine Stunde, kehren dann aber um, denn wir wollen heute noch ein Stück weiterkommen.

 

Das ist auch gut so, denn in Torla beginnt es an zu hageln und wir wissen, es liegt noch ein Pass auf ca. 1500m vor uns. Wir kommen trotz einsetzendem Schneefall gut voran und entschließen uns zu versuchen, heute bis zur Atlantikküste durchzufahren.  Auf gut ausgebauten Stranßen, teilweise auch kostenfreien Autobahnabschnitten, "düsen" wir durch Landschaften, die wir in Nordspanien nicht in dieser Form erwartet hätten. Wir durchfahren ein breites Tal mit naturbelassenen Flüssen, an Berghänge oder auf -kuppen wie hingeworfen wirkenden Dörfer, umrahmt von steilaufragenden Bergwänden oder auch entlang von Hügeln, die den Eindruck machen, als wären sie durch den Bergbau entstanden, es aber nicht sind.

 

Wir erreichen Pamplona, umfahren die Stadt aber großzügig, denn demnächst wird es dunkel und wir müssen uns mal wieder eine Platz für die Nacht suchen. In mehreren Orten stoßen wir auf  Ansammlungen von Menschen mit Fackeln - es werden auch Knaller geworfen. Einmal haben wir den Eindruck, man steht für uns Spalier. Erst in Zamaia verstehen wir, was hier los ist. Dort sehen wir schwarz geschminkte Kinder mit Turban und mehrere Kamele. Ist ist der 5. Januar, der Vorabend des Dreikönigsfests und damit in vielen Regionen Spaniens der Tag der großen Familenfeier und der Geschenke. In Zamaia finden wir in einem Industriegebiet einen Stellplatz, nicht schön, aber praktisch und immerhin mit Blick auf den Fluss.

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Portugal:

Naturpark Ria Formosa: einer der beeindruckendsten Orte der Algarve

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Sonnenaufgang am Ria Formosa

An die Felsalgarve mit ihren imposante Klippen schließt sich die sogenannte Sandalgarve an, die sich bis zur Grenze von Spanien erstreckt. Ein etwa 60 Kilometer langer Abschnitt dieser Küste entlang der Orte Loulé, Faro, Olhão, Tavira und Vila Real de Santo António steht seit 1987 als Naturpark Ria Formosa unter Schutz.

 

Das Gebiet umfasst eine weitläufige Lagunenlandschaft, die durch mehrere der Küste vorgelagerte Inseln eingeschlossen wird, und bietet diversen Vogelarten eine Heimat. Aber nicht nur Ornithologen kommen hier auf ihre Kosten. An den teilweise idyllisch gelegenen Parkplätzen sind auch für alle anderen lange Strandspaziergänge sowie romantische Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge (für die, die nicht so früh wie Michael zum Fotografieren aus den Federn kommen: siehe Bild) inklusive.

 

Unsere Stellplätze:

  • Moncarapacho: Parkplatz an den Salinen (N 37° 2' 12'', W 7° 47' 47'')
  • Fábrica: Parkplatz am Strandrestaurant (N 37° 9' 13'', W 7° 33' 19'')
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Silves und die Felsalgarve

Klippenfischer an der Felsgalgarve
Klippenfischer an der Felsgalgarve

Nachdem wir bisher die Küste der Algarve im Wesentlichen gemieden haben, da es uns hier einfach zu voll war, wollen wir der Region in diesem Jahr noch einmal eine Chance geben. Und so begeben wir uns auf Fototour entlang der Felsküste zwischen Carvoeiro und Benagil mit ihren malerischen Klippen.

 

 Auch wenn es sich diverse Katzen und auch einige Wohnmobile auf dem Parkplatz der Praia de Benagil gemütlich gemacht haben, fahren wir zur Übernachtung doch lieber ins Hinterland. Obwohl wir bisher noch nie von der Polizei (hier GNR) verjagt wurden, wollen wir es doch nicht auf eine erste negative Erfahrung ankommen lassen.

 

Silves

Das kleine Städtchen liegt im Hinterland der Algarve und so etwas abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten wie Strand, Steilküste und Ozean. Trotzdem hat es gerade für Wohnmobilfahrer viel zu bieten. War es in der Vergangenheit Anlaufpunkt für viele, die sich wild auf den großen Parkplätzen am Fluß Arade lagerten, hat der Ort mittlerweile 3 offizielle Wohnmobilstellplätze.

 

Diese sind zwar verhältnismässig eng, eigenen sich aber gut für einen Zwischenstopp. Manch einer bleibt sogar länger, denn die Altstadt mit ihren alten Gebäuden, dem maurischen Castelo und den vielen Restaurant sowie Lage der neueren zwei Wohnmobilstellplätze am Fluss bzw. direkt unterhalb der Burg ist attraktiv. Aber auch die Stadtverwaltung gibt sich ersichtlich Mühe und so gibt es ein Hallenbad, eine Laufstrecke mit Trimmdichpfad, öffentlich zugängliche Sportflächen mit Klettermöglichkeiten und Spielplätze.

 

Wir müssen aber erst einmal Wäschewaschen. Glücklicherweise ist diese trocken, bevor in der Nacht der große Regen einsetzt.....und wir den nächsten Tag im Auto mit Arbeiten verbringen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Silves: Wohnmobilstellplatz Castelo, mit allem
    (einschließlich Waschmaschine und WiFi), kostenpflichtig
    (N 37°11'37", W 8°26'09")
  • Barragem do Arrade: Parkplatz unterhalb der Staumauer; weiterer Parkplatz am Stausee
    (N 37°14'22", W 8°22'40")

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 Impressionen:

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Sagres und das Cabo de São Vicente

Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente
Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente

Sagres, ein Städtchen mit etwa 2000 Einwohnern, dass aber aufgrund der zahlreichen Ferienappartements deutlich größer erscheint, ist nicht nur im Winter ein Treffpunkt für Surfer und individualistische Wohnmobilfahrer. Über dem ganzen Ort liegt eine surfer-typische Entspanntheit.

 

Einen echten Ortskern gibt es nicht, aber an den Stränden der Umgebung und entlang der Straßen gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafès.

 

Im Osten von Sagres liegt geschützt der Fischereihafen des Ortes. Auch wenn die Fischereiflotte Portugals schon bessere Zeiten gesehen hat, wird hier noch regelmäßig fangfrischer Fisch versteigert wird.

 

Unser Tipp:

  • Indisches Restaurant "Holi Dewali" neben den Intermarché an der Straße nach Vila do Bispo.

Vom Tagesparkplatz oberhalb der Praia do Belize hat man einen guten Blick auf das Treiben der Surfer darunter. Über steile Treppen geht es hinunter an den Strand. Hier herrscht eine besondere Atmosphäre und auch ohne Brett haben wir sofort das Gefühl dazuzugehören.

 

Unser Parkplatz

  • Sagres: Tagesparkplatz an der Praia do Belize ((N 37°01'34", W 8°57'44"),
    Übernachtung für Wohnmobile verboten

Ein Abend wie jeder am Cabo de São Vicente nicht weit von Sagres: Der Parkplatz vor dem stärksten Leuchtturm Europas füllt sich mit Autos. Selbst per Bus kommen die Besucher zu dem Ereignis, das heute gegen 17 Uhr 30 statt finden wird. Hier am südwestlichsten Punkt Europas, wo eine heute leider geschlossene Bude die "die letzte Bratwurst vor Amerika" anbietet, passiert es......die Sonne geht unter!!!

 

Es ist ein wirklich schöner Anblick, wenn die Sonne hinter dem auf 70 Meter hohen Klippen gelegenen Leuchtturm im Meer versinkt, aber viel ist wichtiger ist das Wissen, dass zwischen den fotowütigen Menschen und der Neuen Welt nichts liegt als Wasser, viel Wasser.

 

Unser Stellplatz:

  • Sagres: Großparkplatz vor dem Fortaleza de Sagres (N 37°00'19", W 8°56'44")

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 Impressionen rund um Sagres:

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Silvester oberhalb der Praia de Odeceixe

Wir verbringen den Jahreswechsel auf den Klippen oberhalb der Praia de Odeceixe. Hier kommt man zwangsläufig ins philosophieren, so traumhaft ist der Blick in die Weite und auf die Brandung, die unermüdlich an den Strand donnert und an den Klippen nagt. Wie viele Mikrometer mag das Wasser seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren von diesen abgeschliffen haben? War es hier schon einmal wirklich ruhig und wenn ja wann? Vielleicht vor dem durch das große Erdbeben 1755 ausgelösten Tsunami, der nicht nur Lissabon sondern große Teile der Küste zerstörte?

 

Egal, wir stoßen heute Nacht auf jeden Fall zweimal an. Einmal um 0 Uhr deutscher Zeit und dann noch einmal eine Stunde später, wenn auch in der portugiesischen Zeitzone das neue Jahr beginnt. Hier oberhalb des Strands bleibt, es still, nur in der Ferne sieht man vereinzelte Feuerwerk.

 

Unser Stellplatz:

  • Praia de Odeceixe: Großparkplatz oberhalb des Ortes (N 37°26'16", W 8°47'52")
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Cais Palafítico da Carrasqueira

Cais Palafítico da Carrasqueira
Cais Palafítico da Carrasqueira

Weder unser Reiseführer noch unsere Straßenkarte kennt diesen Ort. Nur durch den Tipp eines anderen Wohnmobilfahrers finden wir den Cais Palafítico da Carrasqueira, ein Paradies für Fotografen.

 

Errichtet in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhundert erstrecken sich hier unweit des Ortes Carrasqueira Bootsstege auf Stelzen hinein in das schlammige Delta des Sado. Auch wenn der aus ungleichen Stangen und Brettern errichtete Steg mehr als wacklig wirkt, so ist er doch auch heute noch in Benutzung und bietet den Fischerbooten selbst bei niedrigem Wasserstand die Möglichkeit zum Anlegen. An den Stegen haben die Fischer aus Altholz kleine Hütten zur Aufbewahrung ihrer Ausrüstung und zur Verarbeitung der angelandeten Fische errichtet. Gerade dieses einfache und oft provisorische Ambiente macht die Anlage aus, die man erst auf den zweiten Blick als Sehenswürdigkeit wahr nimmt.

 

Das Mündungsgebiet des sich hier nach 180 Flusskilometern in den Atlantik ergießenden Sado bildet das Naturschutzgebiet Reserva Natural do Estuário do Sado, das einer reichen Vogelwelt eine Heimat bietet.

 

Unser Stellplatz:

  • Playa Alberta Nova: Standparkplatz mit Meerblick; wird auch von Anglern genutzt
    (N 38° 10' 39", W 8° 46' 49")

Update:

Mittlerweile waren wir schon mehrmals an diesem besonderen Ort.

 

Je nach Jahreszeit, Wetterlage, Tageszeit und Tide bieten sich dem Besucher eine andere Optik und Stimmung. Es lohnt, sich Zeit zu nehmen und beispielsweise auf die nächste Flut zu warten. Auch bei Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang ist es hier besonders schön Nur das Wochenende oder Feiertage gilt es zu vermeiden, denn dann machen auch Einheimische gerne einen Ausflug hierher und es wird auf dem schmalen Stegen für Menschen mit großer Kameraausrüstung etwas eng.

 

 

Unser Stellplatz:

  • Comporta: offizieller Stellplatz der Gemeinde auf einem großen, staubigen Parkplatz, kein Campingverhalten erwünscht, kostenlos, VE (N 38°22'42", W 8°47'08")

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Reserva Natural do Estuário do Tejo

Störche in der Tejo-Mündung
Störche in der Tejo-Mündung

Das Naturreservat Reserva Natural do Estuário do Tejo der Tejomündung ist als Überwinterungsplatz für eine große Zahl von Vögeln bekannt. Um so enttäuschter waren wir, dass wir bei unserem letzten Besuch, dass wir keinen Zugang in das Gebiet finden konnten.

 

Dieses Mal sind wir besser vorbereitet und fahren direkt das EVOA Informationszentrum (http://www.evoa.pt/index.php?lang=eng) (N 38°51'03", W 8°58'26") an. Hier werden kostenpflichtig Führungen und diverse Beobachtungshütten angeboten. Von der Hauptstraße führt eine Schotterpiste über 12 km zum Zentrum, wobei die ersten Kilometer sehr holprig sind. Schon aus größerer Entfernung sieht man das imposante Gebäude, dessen moderne Archtektur aufgrund der Holzfassade gut in die Umgebung einpasst.

 

Der Tejo ist der längste Fluss Portugals und hat bis hierher zu seiner Mündung bei Lissabon bereits etwa 1.100 Kilometer zurückgelegt. Das riesige Mündungsgebiet wird of t auch als “Mar da Palha”, portugiesische für "Strohmeer", bezeichnet. Hier liegt das größte Feuchtgebiet Portugals und eines der bedeutensten Europas. In der Zeit des Vogelzugs rasten hier mehr als 100.000 Vögel, darunter auch seltene und bedrohte Arten.

 

Aufgrund des schlechten Wetters erkunden wir den während der Öffnungszeiten des Infozentrums frei zugänglichen Teil des Gebiet abseits der Lagunen am Zentrum auf eigene Faust. Hier wird Reis angebaut und in den nassen Feldern stehen Watvögel. Auf unsere Pirschfahrt begegnet uns neben Weißstörchen, Stelzenläufern und anderen Wasservögelnie die seltene Kornweihe. Besonders fasziniert uns aber ein Gleitaar, den wir hier das erste Mal auf unseren Reisen beobachten können. Der weiße Vogel mit den schwarzen Flügelspitzen ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und in Europa außerst selten.

 

Unser Stellplatz:

  • Salvaterra de Magos: kostenfreier Stellplatz mit VE an der Durchgangstraße N118
    (N 39° 1' 25'', W 8° 47' 34'')

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Barragem de Póvoa é Meadas - ein Traum von Stausee

Barragem de Póvoa é Meadas Stausee Portugal Wohnmobil Reisemobil Stellplatz Wohnmobilstellplatz

Von Plasencia aus geht es für uns mit einer Zwischenübernachtung in Cáceres (mehr dazu im Blog unserer Reise 2015/2016: weiterlesen) weiter in Richtung Portugal. Bei Alburquerque, einem historischen Städtchen unweit der Grenze, besichtigen wir noch einige Felszeichnungen "Pinturas Rupestres del Risco de San Blas" (N 39°13'20", W 7°00'52"). Die etwa 5000 Jahre alten Darstellungen sind bei unserem Besuch frei zugänglich, aber in keinem guten Zustand. Von der erhöhten Lage bietet sich uns aber ein grandioser Blick auf die Landschaft unter uns.

 

Die Grenze nach Portugal überschreiten wir bei Portoalegre mitten im Parque Natural da Serra de São Mamede, dessen Berge einen echten Kontrast zu der Weite und Kargheit der Extremadura bilden.

 

Heute stehen wir am Stausee Barragem de Póvoa é Meadas, an dem ein befestigter Stellplatz ausgewiesen ist; mit dem richtigen Fahrzeug kann man aber auch über Pisten direkt ans Wasser heranfahren. Die Umgebung bietet sich für ausgedehnte Spaziergänge an, wobei man dabei an Ausgrabungen mittelalterlicher Grablegungen vorbeikommt. Die Reste der dazugehörigen Orte wurde nach dem Bau der Staumauer zur Stromgewinnung in den 1920er Jahren überflutet.

 

Bis zu den Weihnachtsfeiertagen gönnen wir uns jetzt einfach mal eine Pause. Die Sonne scheint und wir haben den perfekten Platz gefunden. Nichtstun, Spazierengehen und die Gegend erkunden, das ist das Programm für die nächsten Tage.

 

Kurz nach unserer Ankunft bekommen wir Besuch von einer Hundedame, die uns die nächsten Tage treu bleiben wird. Sie ist gepflegt und sie bettelt nicht. Trotzdem schläft sie nachts unter unserem Auto und begleiitet uns auf unseren Erkundungstouren, wie auch beim Joggen. Uns scheint, dass ihr einfach langweilig ist. Denn wenn wir nichts unternehmen, schliesst sie sich auch gerne anderen Touristen auf ihren Spaziergängen an.

 

Bei der Abfahrt fällt der Abschied schwer, die Hündin springt um unser Auto herum und die Beifahrerin verdrückt ein paar Tränen. Da die Hündin aber ein zuhause zu haben scheint (sie trägt immerhin ein Halsband) und wir ihr ihre Freiheit  an diesem grandiosen See nicht nehmen wollen, lassen wir sie schweren Herzens zurück.

 

Update: Am Stausee in Portugal entstand die Idee, sich einen Hund anzuschaffen. Zu sehr hatten wir uns in die charmante portugiesische Hundedame verliebt. Es hat zwar noch ein bisschen gedauert, mittlerweile ist aber Adi mit uns auf Tour. Mehr zu unserem hündischen Reisebegleiter gibt es hier: weiterlesen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Cáceres: Stellplatz an der Jugendherberge mit VE (N 39°28'49", W 6°22'08")
  • Barragem de Póvoa é Meadas: Stellplatz mit VE (N 39°29'01" , W 7°32'50")

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Weinbauregion Alto Duoro und Parque Arqueológico do Vale do Côa

Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro
Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro - im Vordergrund der Fluss Duoro

Der Duoro ist einer der längsten Flüsse der iberische Halbinsel. Er entspringt in Spanien und mündet in Portugal bei Porto in den Atlantik. Nachdem wir bei unserer letzten Reise das Mündungsgebiet des nur in seinem Unterlauf schiffbaren Duoro durchquert haben, wollen wir in diesem Jahr die Weinbauregion entlang des Stroms erkunden. Die Region Alto Duoro ist die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Insbesondere wird hier Portwein hergestellt. Entlang des Flusses und in seinen Nebentälern liegen Weingüter und kleine florierende Orte.

 

Wir wundern uns über die hier praktizierte Art des Weinanbaus, die wir in dieser Form bisher noch nirgends gesehen haben. Die meist steilen Hänge sind terrassiert und zum Teil sogar mit Stützmauern versehen. Jede Terrasse weist zwei Reihen Reben auf, die zwischen sich eine Art Weg einschließen. Eine maschinelle Bearbeitung scheint praktisch unmöglich, zu eng ist das hier für einen Traktor und erst recht für Einsatz eines Traubenvollernters.

 

Unser Stellplatz:

  • Peso da Régua: Stellplatz am Duoro-Ufer, € 3,-- incl. Strom, Schlüssel für die Schranken vor den Plätzen gibt es im Café am Schwimmbad in der Nähe (N41°09'20.4", W 7°46'49.2"), VE frei zugänglich

 

Parque Arqueológico do Vale do Côa

 

Am Ufer des Côa, einem Nebenfluß des Duoro liegt eine weitere Welterbestätten Portugals: die Ritzzeichnungen des Parque Arqueológico do Vale do Côa. Diese in der Hauptsache Tiere darstellenden Felszeichnungen aus der Altsteinzeit sind im Mittel 17.000 Jahre in Teilen aber bis zu 25.000 Jahre alt. Derartig alte Zeichnungen wurden an anderen Stellen der Welt bisher nur in geschützten Grotten und Höhlen vorgefunden. Für uns sind diese Zeichnungen besonders interessant, da wir auf unserer Nordland-Reise die ebenfalls im Freien liegenden, aber deutlich jüngeren Zeichnungen von Alta (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbestätte) besucht haben.

 

Da ein Besuch der Originalplätze nur mit Anmeldung im Rahmen einer begleiteten Tour möglich ist, begnügen wir uns mit einem Besuch des interessanten Museums zum Thema in Vila Nova de Foz Côa. Achtung: Entgegen der Darstellung im Internet ist das Museum bei unserem Besuch nicht durchgehend geöffnet. Glücklicherweise sind wir mit unserem Rundgang praktisch fertig, als wir um 12:30 Uhr freundlich aber bestimmt auf Portugiesisch mit der Info hinaus komplementiert werden, dass wir um 14 Uhr wiederkommen dürften und in der Zwischenzeit ja etwas essen gehen könnten.

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Im Alentejo

Oldtimer Wohnmobil an einem einsamen Stausee in Portugal Évora Menhir Weltkulturerbe Naturbeobachtung
Stellplatz an einem einsamen Stausee

Für uns geht es weiter durch den Alentjo. Übersetzt steht Alentejo für "jenseits des Tejo" und so erstreckt sich die Region auch im Wesentliche südlich des Flusses Tejo bis zur Algarve. Wir fahren durch das Hinterland unweit der spanischen Grenze dieses zu den ärmsten Regionen nicht nur Portugals sondern auch Westeuropas gehörenden Gebiets. Es gibt praktisch keine Industrie, die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Olivenbäume und Korkeichen prägen die karge Landschaft. Nicht nur das schlechte Wetter, sondern auch die uns wenig attraktiv erscheinenden Orte veranlassen uns schnell weiterkommen zu wollen.

 

Trotzdem machen wir eine Abstecher in die Stadt Évora, deren Altstadt bereits 1986 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde und wo Bauwerke aus römischer Zeit mit späteren Bauwerken fest verwachsen sind.

 

In der Umgebung von Evora  finden sich diverse Megalithanlagen. Wir erkunden den Cromlech von Almendres, einen Steinkreis in Form einer Acht bestehend aus 92 tonnenförmigen Menhiren, der auf die Zeit von 4000 – 2000 v. Chr. datiert und manchmal als das Stonehenge Portugals bezeichnet wird.

 

Auch unser nächster Übernachtungsplatz liegt in einer Welterbe-Stadt. Leider regnet es bei unserer Ankunft in Coimbra immer noch uns so werfen wir nur einen Blick vom gegenüberliegenden Flussufer auf die Stadt mit ihrer Universität, die eine berühmte Bibliothek beherbergt.

 

Unsere Stellplätze:

  • Santa Susanne: Freifläche am Stausee, bei Regen tiefer Boden: Festfahrgefahr
    (N8°26'46.7", W 8°22'45.2")
  • Évora Monte: Camping Alentejo, kleiner Campingplatz, 9€ ohne Strom, VE, WIFI Waschmaschine, Waschräume, kleiner Pool, Brötchenservice, sehr nett und freundlich
    (N38°47'37.5", W 7°41'10.3")
  • Coimbra: Stellplatz auf Großparkplatz an einem kleinen Park am Ufer des Mondego, gebührenfrei, rudimentäre Entsorgungsmöglichkeit
    (N 40°11'58.3", W 8°25'43.6")

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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde

Ein Tipp des Rangers Filippe aus Castro Marim lockt uns in die Pseudosteppe der Region Castro Verde. Zur Vorbereitung unseres Aufenthalts, wollen wir das Informationszentrum Centro de Educação Ambiental do Vale Gonçalinho des LNP (Liga para a Protecção da Natureza) besuche. Leider ist das Zentrum für unser Navi auch bei Eingabe der genauen GPS-Daten (N37°44'11.0"N, W 8°01'53.1") nicht ganz einfach zu finden, da die Zufahrt nicht von der Durchgangstraße aus, sondern nur über die nur direkt vom Ort Castro Verde aus zugängliche alte Straße direkt daneben möglich ist. Hat man es aber endlich gefunden, lohnt es sich, die Landschaft auf den von dort abgehenden Wanderwegen zu erkunden.

 

Bei einer Pseudosteppe handelt es sich um eine mediterrane Landschaftsform in der Art eines steppenartigen Graslands, bei der es sich aber nicht um eine Steppe im eigentlichen Sinne handelt. Die Informationstafeln entlang der Wege geben in Englisch einen interessanten Einblick in die Natur der Region. Leider sehen wir bei unserem Besuch aber weder den Rötelfalken noch die Blaurake, die hier beide vorkommen.

 

Besonders empfehlenswert ist es aber entlang der Straße N123 zwischen Mertola und Castro Verde (etwa bei:  N 37°42'28.6", W 7°55'13.2") die Augen aufzuhalten. In diesem Abschnitt sehen wir neben Weißstorch, Kiebitz und Haubenlerchen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Trupp Großtrappen und einen Iberischen Kaiseradler.

 

 

Wir übernachten auf dem großen Festplatz des kleinen Ortes Castro Verde neben der Windmühle. Diese stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist noch in Betrieb, dient aber auch als Museum. Wir haben Glück und es wird gerade gearbeitet. So können wir auch einen Blick ins Innere erhaschen.

 

 

Unser Stellplatz:

  • Castro Verde: Großparkplatz an der Mühle in der Stadtmitte (N 37°41'45.4", W 8°05'18.8"); Entsorgungsmöglichkeit am nahegelegenen Intermarché Supermarkt

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historischer Bergbauort Mina de São Domingos

Umweltschäden durch langjährigen Bergbau sind noch heute weithin sichtbar

Umweltschäden durch langjährigen Bergbau sind noch heute weithin sichtbar

 

Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art begegnet uns im Alentejo in der Nähe der Stadt Mertola unweit der Grenze zwischen Portugal und Spanien. Mitten in geschützter Natur des Pqrque Natural do Vale do Guadiana liegt der 800 Seelen Ort São Domingo, eine alte Bergarbeitersiedlung, die heute durch den Tourismus aber wieder einen gewissen Aufschwung erlebt. Nach der Schließung des angrenzenden Bergwerks, wurde dieses, wie auch Teile der Siedlung dem Verfall preisgeben und stellt heute eine Art frei zugängliches Open-Air-Museum dar.

 

Schon die Phönizier und die Römer betrieben hier Bergbau, auf der Suche nach Kupfer, Gold und Silber. Bis 1966 wurde in der Mine von São Domingo zur Kupfergewinnung im Tagebau Pyrit abgebaut. Nach der Aufgabe des Bergbaus erfolgte erfolgte nur ein Teilrückbau und praktisch keine Sanierung; das gesamte Gelände wurde sich selbst überlassen und rottet vor sich hin. In den Tagebaulöchern sammelt sich Wasser und ergibt mit den Abwässern aus dem Abraumhalden und sich sich aus dem Gestein lösenden Mineralien einen toxischen Cocktail mit dem ph-Wert einer starken Säure.

 

Wir wandern über Holzstege durch nur wenig gesicherte Ruinen vorbei an blutroten Seen mit hochgiftigem Wasser und können uns der morbiden Schönheit des Gebietes nicht entziehen, obwohl die Schäden für Umwelt und Natur nicht absehbar sind. Bei starken Regenfällen gelangen die Abwässer bis in den Guadiana, den Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien.

 

In der Idylle dieser Industrieruine reiht sich ungewöhnliches Fotomotiv an das nächste und so sind die Minas trotz der immensen Umweltschäden ein Paradies für Fotografen, aber auch für Menschen, die sich von derartigen "lost places" faszinieren lassen.

 

Unser Stellplatz:

  • São Domingo: offizieller Stellplatz am See am Ortsrand, VE im Ort (N 37°40'18.9", W 7°30'16.4")

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Naturpark Sapal de Castro Marim

Löffler Brücke Portugal Sapa de Castro Marim Naturpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie spoonbill
Löffler vor einer Brücke im Naturpark Sapal de Castro Marim

Heute geht es für uns weiter nach Portugal. Den portugiesischen Naturpark Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António direkt hinter der Grenze zu Spanien haben wir bereits auf unsere Reise im Winter 2015/2016 besucht. Der Park im Mündungsgebiet des Rio Guardiana wurde als das erste Schutzgebiet auf dem portugiesischen Festland eingerichtet. Da der Zugang zu einigen Bereichen zum Schutz der Natur nicht oder nur mit Sondergenehmigung gestattet, bietet sich ein Besuch im Informationszentrums (N37°13'50.7", W7°25'35.5") an, um mehr über die aktuell zugänglichen Wege zu erfahren. Hier gibt es auch den Schlüssel zur Beobachtungshütte in der Nähe.

 

Bei unserem Rundgang in letzte Jahr lernten wir in der Nahe des Zentrums Filippe, einen der beiden Ranger des Gebiets kennen, und es entspann sich ein interessantes Gespräch unter Biologen. Filipe gab uns uns in exzellentem Englisch einige gute Tipps zur Erkundung des Parks, für die wir uns jetzt bedanken wollen. Und wir haben Glück: Die Dame am Infoschalter sagt uns, dass der Ranger gerade in der Nähe ist... und noch besser, er erinnert sich an uns, wahrscheinlich doch aber mehr an unser Wohnmobil. Filippe nimmt sich Zeit und uns mit auf eine Tour, auf der wir unter anderem Löffler, Flamingos, mehrere Fischadler und einen großen Trupp Schwarzhalstaucher in ihrem Habitat zu sehen bekommen. Alleine wären wir trotz aller Geduld sicher deutlich weniger erfolgreich gewesen.

 

 

 

Am Abend gehen wir zusammen in einem typischen Restaurant (D. Rodrigo, Castro Marim) in einer aufgegebenen Bahnstation essen, schwelgen in Vorspeisen wie Ziegenkäse und Conquilhas (kleinen Muscheln) und genießen im Anschluß eine Seezunge mit in Schale gekochten Kartoffeln und selbstgemachten Chips. Ganz nebenbei erfahren wir aus erster Hand mehr über die Arbeit und das Leben eines Rangers in Portugal.

 

Unser Stellplatz:

  • privat bei Filippe

 

 

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Ria de Aveiro

Moliceiro Boote Fischer Fischerei Ria de Aveiro

Fischer in ihren Moliceiro-Booten in Torreira

 

Am Morgen durchfahren wir Aveiro, dass mit seinen die Stadt durchziehenden Kanälen als das Venedig Portugal gilt. Auf den Kanälen fahren die für die Gegend typischen Moliceiro-Boote Touristen spazieren. Auch wenn das nett aussieht, ist das nicht so ganz unser Ding. Hinter Aveiro im Lagunengebiet des Ria de Aveiro gefällt es uns gleich viel besser. Von Tourismus ist hier außerhalb der Saison wieder nichts zu sehen. Nur die teilweise neu gemachten Bootsanleger deuten darauf hin, dass hier im Sommer deutlich mehr los ist.  An einem dieser Anlager, dem Porto de Abrigo de Bico, sehen wir seit langem wieder ein Wohnmobil aus Deutschland. Und.... es ist schon wieder ein Woelcke. Das Auto von Hanna und Udo aus Berlin ist etwas größer als unser Paul. Trotzdem ist das gleich wieder so eine Art Familientreffen. Wir unterhalten uns bestens, trinken zusammen einen Kaffee im Lokal um die Ecke und bleiben natürlich über Nacht.

 

Am nächsten Morgen ist das Wetter noch schlechter. Es hat jetzt auch noch angefangen zu stürmen. Nach einer ausgebiegen Autobesichtigung und dem Austausch von Reiseinfos entschließen wir uns, dem Sauwetter zu trotzen und auf die Aveiro gegenüberliegende Landzunge nach Torreira zu fahren. Wir werden belohnt, denn hier sehen wir die die Moliceiro-Boote noch im Einsatz. Mehre Fischer sind gerade beim Auslaufen, als wir im Hafen ankommen.

 

Den Rest des Tages machen wir noch einige Kilometer, denn irgendwann müssen wir auch wieder daran denken, die Heimreise anzutreten. Es sind noch über 2000 Kilometer bis nach Hause. So fahren wir auf dem kürzesten Weg durch Porto und Verbringen die Nacht in Via do Conde.

 

Unsere Stellplätze:

  • Porto de Abrigo de Bico: Parkplatz am Ria de Aveiro
  • Vila de Conde: Parkplatz an der nördliche Mündung des Rio Ave -  Avenida Julio Graca

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Zwischen Meer und Urwald - von Figueira de Foz nach Aveiro

Costa Nova Streifenhäuser gestreifte Häuser
auffällig bunt gestreife Häuser in Costa Nova
Eukalyptuswald Eukalyptusbäume Wald
Eukalyptuswald

Das Wetter ist weiterhin schlecht. Wir wollen trotzdem wieder einmal versuchen Vögel zu beobachten. Das Salinengebiet vor dem von Spaniern dominierten Touristenort Figueira de Foz sieht sowohl auf der Karte als auch von der Straße aus interessant aus, man kommt aber mal wieder mit dem Auto nicht rein. Da es sowieso dank des Regens zu dunkel zum Fotografieren ist, ziehen wir weiter. Figueira wartet entlang der Küste mit großen Hotelkomplexen auf und ist sehr städtisch. Um so mehr überrascht uns, dass die  direkt an der Küste verlaufende Straße nördlich ausserhalb der Stadt  in eine unbefestige Piste übergeht.

 

Riesige Eukalyptusbäume und flechtenbewachsene Kiefern entführen uns in eine völlig andere Welt, die einem Regen- oder Urwald gleicht, auch wenn die diversen Grillplätze darauf hinweisen, dass das hier ein Naherholungsgebiet der angrenzenden Stadt ist. Bei  Bom Succeso liegt zwischen Wald und kleinen Dörfern eine Reihe idyllischer Seen. Leider hat das den Wasservögeln noch niemand gesagt, denn es sind keine da.

 

Weiter geht es entlang des Rio de Aveiro, der sich kilometerlang parallel zum Strand durch die Dünenlandschaft zieht. Auf beiden Seiten des Flusses liegen kleine Ferienorte. Besonders Costa  Nove fällt aufgrund seiner bunt gestreifen Häuer ins Auge. Wir verbringen die Nacht in Bracca mit Blick auf die in den Hafen von Aveiro ein- und auslaufenden Frachtschiffe. Lotsenboote unterstützen bei der Navigation durch die durch Molen eng begrenzte Flussausfahrt.

 

Unsere Stellplatz:

  • Barra vor Aveiro: Ria de Aveiro an der südlichen Mündung in der Nähe des Leuchtturm - Parkplätze entlang der Straße ohne VE
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Obidos

Die Kleinstadt Obidos

 

Óbidos liegt im Landesinneren und gilt als als eine der schönsten Städte Portugals. Es ist hier zwar sehr touristisch; da wir aber außerhalb der Saison unterwergs sind, wirkt das alles trotzdem sehr beschaulich. Bei unserem Besuch ist hier deutlich weniger los als an der Küste.

 

Der Ort bildet ein Ensemble mit  Elementen aus dem Mittelalter, Gotik, Barock und Renaissance. Fast könnte man denken, man befände sich in einem großen Freilichtmuseum. Der besondere Charme von Obidos liegt aber darin, dass in den engen Gasse und zwischen den alten Gebäuden zwar die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, der Ort aber auch von Einheimsichen bewohnt und nicht nur von Touristen bevölkert wird.... auch wenn es reichlich Lokale und Souvenier- bzw. Kunsthandwerkshops gibt

 

Wir machen uns auf zu einem Rundgang durch die Stadt. Die Burg innerhalb der Stadtmauer wurde unter der maurischen Herrschaft erbaut und nach der Rückeroberung durch die Christen im Jahre 1148 mehrmals umgebaut und vergrößert. Besonders schön ist ein Rundgang auf der Stadtmauer. Diese stmmt aus dem 16. Jahrhundert, ist unverändert erhalten geblieben und  auch heute noch vollständig begehbar. Steile Treppen und ein Fehlen jeglicher Art von Geländer zur Innenseite  machen den Weg oberhalb der Häuser aber zu  einer Herausforderung für Menschen mit Höhenangst. Immer wieer trifft man hier auch auf die für Portugal so typischen Azulejos, Mosaiken, zusammengesetzt aus bunten, zumeist im Wesentlichen blauen und quadratischen Kacheln. Die Kirche Santa Maria aus dem 12. Jahrhundert ist mit Azulejos ausgekleidet.

 

Für uns gibt es nach der Tour zur Belohnung Anschluß einen Kaffee mit Gebäck in einer Bäckerei, in der direkt  vor unseren Augen in einem holzbefeuerten Ofen Brot gebacken wird.

 

Unser Stellplatz:

  • Obidos: kostenpflichtiger Parkplatz vor der Stadtmauer am Aquädukt, fussläufig in die Stadt (N 39°21'27",  W 9°09'26")

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Die perfekte Welle in Nazaré

Monsterwellen vor Nazaré
Monsterwellen vor Nazaré

Die Küste bei Nazaré ist DER Hotspot der Surferszene Portuglas. Obwohl wir keine Sufer sind, zieht es uns nach hierher, denn der Ort ist  bkennat für seine Monsterwellen, bei denen es sich um die höchsten surfbaren Wellen der Welt handeln soll. Das müssen wir sehen.

 

Auf dem Ozean vor Nazaré wurde der derzeit gültige Surfrekord auf einer 20 Meter Welle aufgestellt. Auch 30 Meter hohe Wellen wurden hier inoffiziell schon bezwungen. Derartige Extremwellen bekommen wir leider nicht zu sehen. (Wer Interesse an den Wellen hat: hier) Diese treten meist nur im Herbst auf, wenn besondere Wetter- und Strömungsbedingungen mit dem der Stadt vorgelagerten Tiefseegraben zusammenwirken können.

 

Doch auch was wir zu sehen bekommen, flößt uns Respekt ein. Der Mann hinter der Kamera hat nach eigenen Angaben ordentlich Angst um sein Motiv, sehen doch die Welle aus der Ferne noch deutlich imposanter aus, als für die Frau am Strand. Diese kehrt einige Minuten später beeindruckt, aber nicht verängstigt und vor allem LEBEND zum Auto zurück.

 

Der eigentliche Ort Nazaré lebt vom Tourismus und vom Fischfang und der Fischverarbeitung. Die Anfänge des Tourismus liegen dabei weit früher, als es Surfer gibt. Im Ortsteil Sitio findet sich mit dem Santuário de Nossa Senhora da Nazaré (Heiligtum Unserer Lieben Frau von Nazareth) die wichtigste Wallfahrtstätte Portugals, die den Ort schon im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Ziel für Touristen machte.

 

Tipp:

 

Von dem der Stadt auf einer Klippe vorgelagerten Leuchtturm am Forte de São Miguel Arcanjo | Farolim da Nazaré hat man einen guten Blick auf die Strände der Stadt und auf die heranrollenden Wellen. Achtung: Die Parkplatzsituation kann besonders in der Saison und an Wochenenden schwierig sein. Meist kann man nur mit Glück und früh am Tag einen Parkplatz in der Nähe ergattern. Generell ist die Zufahrt eng.

 

Unser Stellplatz:

  • Costa de Lavos: Stellplatz mit Ver- und Entsorgung auf Strandparkplatz (N 40°05'17", W 8°52'32")

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Reserva Natural do Estuario do Sado

Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung

Unser nächstes Ziel ist das Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung östlich von Lissabon. Wir fahren zuerst auf die Landzunge Richtung Troia auf der Meerseite der zentralen Laguna. Die Gegend entpuppt sich als sehr touristisch, denn sie liegt im Einzugsbereich sowohl von Setubal, der drittgrößten Stadt Portugals, als auch von Lissabon. Appartmentanlagen, Hotels, Golfplätze - um diese Jahreszeit in der Hauptsache verwaist - prägen das Bild. Es gibt eine Fähre von hier nach Setubal, die für unser Wohnmobil etwa 25 Euro kosten soll. Der Preis ist unabhängig davon, ob unser Auto 6 oder 10 Meter lang ist. Das finden wir bezogen auf das sonstige Preisgefüge hier etwas unverschämt. Wir entscheiden daher um die Lagune herumzufahren. In Alcacer de Sol legen wir einen Zwischenstopp ein. Die ehemals stolze Stadt, die in römischer und maurischer Zeit eine wichtige Rolle als Handelszentrum und in der Salzgewinnung innhatte, verbreitet heute einen morbiden Scharm. Neues paart sich mit Altem, zum Teil sehr heruntergekommenen Häusern, darunter auch echte Schätze, und Ruinen, wie oft hier in Portugal.

 

Einen Zugang zur Lagune finden wir erst an einer Gezeitenmühle "Moinho de Marés"  an der Setubal zugewandten Seite des Naturparks. In der Mühle befindet sich ein Cafe und ein informationszentrum, dessen engagiertes und extrem freundliches Personal uns mit Informationsmaterial überschüttet und zu einem Besuch der Mühle einlädt. Es ist schön hier, die Vogelwelt aber versteckt sich bis auf einige Ohrentaucher und Stelzenläufer vor uns. Uns wird auch angeboten, über Nacht stehenzubleiben. Wir wollen aber weiter und finden letztlich einen Platz mit Blick auf  die Bucht bei Sentubal, wo wir zwischen mehreren portugisischen Wohnmobilisten bei Sturm und Regen die Nacht verbringen.

 

 

Unsere Stellplätze:

  • Comporta: offizieller, kostenloser Stellplatz im Ortskern mit Ver- und Entsorgung, Campingverhalten nicht erwünscht
  • Setubal, Playa Figueirinha: Parkplatz am Strand mit Restaurant, Wohnmobile offenbar geduldet (Wohnwagen über Nacht und Zelten lt. Schild verboten)

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Sonne, Sand und Meer - Playa de Cordoama

Playa de Cordoama Strand einsam idyllisch
Morgens am Playa de Cordoama in der Nähe Vila do Bispo

Die Playa de Cordoama lockt uns zu einem Strandspaziergang. Die letzte Nacht war leider schon wieder viel zu kurz. Wir sind aufgrund der interessanten Diskussionen mit Ronni und Martin wieder erst am frühen Morgen ins Bett gekommen und zu allem Übel schreckt Iris irgendwann hoch und fängt an über die Wahrscheinlichkeit eines Tsunamis in der Art des Erdbebens von 1755 zu philosophieren - wir stehe immerhin direkt am Strand und neben uns ragen die Klippen derart hoch auf, dass es hier noch nicht einmal Handyempfang gibt. Egal, es ist trotzdem wunderschön hier.

 

Das wissen offenbar auch die an diesem Küstenabschnitt allgegenwärtigen Hippies. Am Parkplatzende  steht ein roter PKW aus Marburg, dessen Fahrer hier schon seit längerer Zeit - uns wird gesagt, zumindest seit Monaten - wohnt. Irgendwann fährt er los und wir wundern uns, dass das Gefährt noch irgendwie in Gang zu bringen ist. Kurze Zeit später ist er aber schon wieder zurück und nimmt seinen angestammten Platz ein.

 

Unterwegs trifft man immer wieder auf mehr oder weniger heruntergekommene Wohmobile in skuriler Aufmachung. Hier ist die Gegend Portugals in der sich die Aussteiger Europas schon seit den 1970er Jahren treffen. Die Temperaturen sind mild, das Leben ist günstig, es lässt sich also leicht mit wenig Mitteln über die Runden kommen. Mittlerweile hat aber selbst die große Toleranz der Einheimischen oft ihre Grenze erreicht und es wird gegen wilde Hippie-Siedlungen vorgegangen. Auch direktes und vor allem längerfristiges Stehen bzw. Campen mit dem Wohnmobil am Strand wird nicht gern gesehen und zumindest teilweise geahndet. Dies ist nachzuvollziehen, schadet dies doch der sensiblen Natur unter anderem durch die Ablagerung von Müll und Fäkalien, andererseits hält dies auch zahlende Touristen fern. Um keinen Ärger zu bekommen, heißt es auch für uns, möglichst nur eine oder maximal zwei Nächte am gleichen Ort zu stehen. Die Hippies wissen dies allerdings auch. Oft ist es ihnen aber auch egal. Wo nichts zu holen ist, sind Geldstrafen schwer einzutreiben.

 

Unser Stellplatz:

  • Praia de Cordoama: Strandparkplatz (N 37°06'32", W 8°56'08")

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Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicente

Nachdem wir in Silves den dringen nötigen Waschtag eingelegt haben, machen wir uns erneut auf den Weg in Richtung Vila de Bisco. Dieses Mal fahren wir allerdings nicht an der Küste entlang, sondern durch die Berge. Wir haben klares Wetter und so gewährt uns unser Weg immer wieder spektakuläre Ausblicke weit über das Land bis zur Küste und auf das Meer.

 

In Monchique machen wir noch einen Abstecher auf den höchsten Berg in der Umgebung und legen auf etwa 800m einen Stopp auf einem Aussichtspunkt ein. Hier gibt es sogar eine Quelle, aus der offenbar Trinkwasser sprudelt. Eine Tafel am Parkplatz erklärt die geologischen Besonderheiten, insbesondere die Kissenverwitterung des Gesteins.

 

Für den Rückweg zur Hauptverkehrsstraße wählen wir eine Nebenstraße und sind plötzlich mit sehr engen Wegen und extremem Gefälle von 20 Prozent konfroniert: Paul ist begeistert. Die Äste der Korkeichen "streicheln" seinen Aufbau und endlich darf das Getriebe einmal zeigen, was es so draufhat. Wir freuen uns, dass er so ein "schmales Hemd" ist. Ansonsten würden wir das hier nicht machen wollen.

 

Wieder auf breiter Straße fahren wir zügig in Richtung Küste, wo wir in Aljezur noch einmal  nach Süden abbiegen. Die Küstenstraße führt an der Grenze des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicente entlang, der sich von der Küste bis einige Kilometer ins Binnenland erstreckt und die Steilküste mit ihren angrenzenden Dünen schützt. Wir machen einen Abstecher an die Praia Monte Clerigo und schauen den Klippenfischern an den fast senkrecht abfallenen Klippenkanten beim Angeln zu.

 

Am späten Nachmittag geht es weiter zur Praia da Cordoama, wo wir verabredet sind. Wir wollen uns hier mit Ronni, Martin und ihrem Woelcke-Mobil "Benz" treffen. Völlig gegen unsere Art bilden wir mit unseren Autos oberhalb des Strands eine Wagenburg. Es wir ein kommunikativer Abend mit einer ruhigen aber zu kurzen  Nacht.

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