Tipps in der Normandie


Tipp 1: Die drei „C“ der Normandie

 

Calvados, Cidre und Camembert werden oft als die drei große „C“ der Normandie bezeichnet. Auch wenn die Region kulinarisch mehr zu bieten hat, so sind dies sicher deren bekanntesten Produkte. Sowohl der Apfelbranntwein Calvados als auch der schäumende Cidre werden aus den hier angebauten Äpfeln hergestellt, wobei es sich bei dem Begriff „Calvados“ um eine geschützte Herkunftsangabe handelt. Den Cidre gibt es von brut (trocken) bis doux (süß), wobei die süße Variante einen geringeren Alkoholgehalt aufweist als die trockene. Gerne wird er zum Essen getrunken.

 

Den Weißschimmelkäse Camembert hat sicher schon jeder einmal probiert, denn er wird heute auch außerhalb der Normandie produziert. Der „Camembert de Normandie“ aber darf nur in hier hergestellt werden, wo er der Legende nach in dem gleichnamigen Dorf erfunden wurde. Unbedingt probieren sollte man aber zumindest einige der  anderen regionalen Käsesorten. Wir empfehlen beispielsweise den kräftig schmeckenden „Livarot“, ebenfalls ein Käse mit geschützter Herkunftsangabe, der leicht daran zu erkennen ist, dass die Käselaibchen mit einem Grashalm umwickelt sind.

 

 

Tipp 2: Klosterberg Mont-Saint-Michel

 

Exponiert liegt der Klosterberg Mont-Saint-Michel im Wattenmeer vor der Küste der Normandie. Nicht nur diese Lage, sondern auch seine lange und reiche Geschichte machen ihn zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Bereits im 8. Jahrhundert entstand hier der erste Sakralbau, wozu der Erzengel Michael persönlich den Auftrag gegeben haben soll. Durch enge Gassen mit kleinen Souvenirläden gelangt man zur hoch oben gelegene Benediktinerabtei, die aus Granit erbaut, Elemente der Romanik , der Gotik und des Klassizismus in sich vereint. Heute gehört der Berg und die ihn umgebende Bucht zum UNESCO-Welterbe.

 

Ursprünglich war der Mont-Saint-Michel eine der Küste vorgelagerte Insel. Die Gezeitenkräfte rund um den Berg sind hoch, die maximale Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Wasserstand liegt bei bis zu 14 Metern. Der Schriftsteller Victor Hugo sprach sogar davon, hier „gallopierende Fluten“ sehen zu können, so immens war die Wirkung des Wasser. Trotzdem wurde 1897 aber ein Damm fertiggestellt, der die Insel fortan tidenunabhängig mit dem Festland verband. Durch den Damm wurde aber der immense Gezeitenstrom unterbrochen, so dass die Bucht immer mehr verlandete. 1995 wurde daher ein Renaturierungsprojekt gestartet, dass dem Berg seinen maritimen Charakter zurückgeben und der Natur wieder ihren Lauf lassen sollte. Seit 2015 ersetzt nun ein Steg den Damm und macht den Mont-Saint-Michel wieder zu einer Insel.

 

 

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Normandie: seit 9. Mai 2020 (300)

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