Fazit

Eine Reise nach Schweden hat wohl zu jeder Zeit ihren Reiz. Im Juli/August muss man sich allerdings im Klaren sein, dass nicht nur ausländische Touristen das Land mit dem Wohnmobil und Wohnwagen erkunden wollen, sondern dass -  zumindest gefühlt - auch praktisch alle Schweden ebenso unterwegs sind. Es soll kaum eine schwedische Familie ohne bewohnbares Fahrzeug geben. Stell- und Campingplätze, insbesondere die, die eine Möglichkeit zum Baden oder zumindest Meerblick bieten, sind gut besucht bis VOLL. Auf Stellplätzen erfolgt ein Platzwechsel am frühen Morgen und nicht erst gegen Mittag wie bei uns. Wer nach 14 Uhr einen Platz in der ersten Reihe sucht, hat eher das Nachsehen. Will man die Küste erkunden,  sollte man daher gewillt sein, sich etwas anzupassen bzw. ein paar Abstriche zu machen..

 

Anders gestaltet sich die Situation, wenn man die Küste verlässt und besonders dann, wenn man im Landesinneren frei oder zumindest ohne Ver-/Entsorgung steht. Hier kann man Plätze finden, an denen man alleine mit der Natur ist. Diese einsamen Plätze tauscht man aber häufig gegen die Möglichkeit zu "Campen", das heißt, die Stühle vor die Tür zu stellen und draußen zu grillen. Derartiges Verhalten ist nach unserem Verständnis kein Teil des viel gelobten Jedermannsrecht in Schweden, das das Übernachten im Wohnmobil überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist und man niemand stört. Auf keinen Fall sollte man Spuren hinterlassen.

 

Unsere Empfehlungen zur Vorbereitung:

  • Insbesondere wenn man nicht nur auf den Hauptstraßen unterwegs sein will, empfiehlt es sich, gutes Kartenmaterial dabei zu haben. Wir haben mit "Freytag Berndt Autoatlanten, Skandinavien Superatlas, Spiralbindung - Maßstab 1:250 000 - 1:400 000" gute Erfahrungen gemacht. Nicht ganz billig, aber sein Geld wert

  • Wir waren von unserem Reiseführer etwas enttäuscht, konzentrierte sich dieser doch nur auf wenige Hauptrouten. Empfohlen wurde uns unterwegs der Band "Mit dem Wohnmobil nach Südschweden" aus dem Wohnmobilverlag.

  • Die Entsorgung von Schwarzwasser ist in Schweden üblicherweise kein Problem - hier sei auf die sehr gepflegten Entsorgungsstationen an Rastplätzen entlang der Autobahnen verwiesen (Tür mit der Aufschrift "Latrine" an den Toilettenhäuschen). Weitere Infos unter: http://www.husbilskatalogen.se/rastplatser.htm. Die Grauwasserentsorgung erweist sich als schwieriger, teilweise muss man etwas suchen bis man eine Möglichkeit findet.

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