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Hornborga See/Hornborgasjön

Kraniche
Kraniche

Der Hornborga See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Frühjahr und Herbst ist der See Rastplatz für tausende Zugvögel. Bekannt ist das Gebiet für den Paarungstanz der Kraniche, den man hier gut beobachten kann.


Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt etwa 15 Kilometer entfernt von Skara in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürte der den heute rund zwei Meter tiefen See umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei einem Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Es gibt eine Ausstellung zur Geschichte und zur Vogelwelt des Sees und einen Aussichtsturm.  Vor dem Gelände befindet sich ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung.Wir verbringen hier einen schönen Abend mit befreundeten Reisenden. So ist Schweden....

 

Auch wenn wir außerhalb des Kranichzugs unterwegs sind, ist der Hornborga See für uns ein Muss. So lassen sich Anfang August zwar nur wenige Vögel blicken, trotzdem ist der See für uns den zweitägigen Abstecher wert, wie unsere Bilder hoffentlich zeigen. Wir sehen Kiebitze, Waldohreulen, Zwergtaucher, Haubentaucher und Schwäne mit ihren Küken, Rohrsänger, und diverse Enten und Singvögel.

 

Bei unserem nächsten Besuch Mitte September ist der See weiß von Höckerschwänen. Dazwischen tummeln sich diverse Enten, über dem Schilfgürtel gaukeln Rohrweihen. Ein besonderes Highlight ist aber der Seeadler, der sich direkt über uns von der Thermik in die Höhe tragen lasst.

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Infobox: Kraniche am Hornborga See:

Im Frühjahr und Herbst ist der See ein Eldorado für Ornithologen, denn er dient den Zugvögeln als Rastplatz.

 

Im Frühjahr wiederholt sich alljährlich von Ende März bis Ende April der Tanz der Kraniche (auf schwedisch: trandansen). Jedes Jahr finden bis zu 100.000 Besucher den Weg zum See, um die 5.000 bis 6.000 Kraniche zu beobachten. Am Nachmittag sammeln sich die Kraniche zwischen Falköping und Stora auf den Feldern, um dann geschlossen im südlichen Bereich des Sees ihre Schlafplätze aufzusuchen. Nach dem Paarungstanz verlassen die Tiere meist wieder den See, um weiter nach Norden zu fliegen, wo sie nisten und ihren Nachwuchs aufziehen. 

 

Im frühen Herbst, zwischen Ende August und September, kommen die Familien wieder zurück zum See. Sie machen hier Rast, um sich für den Weiterflug gen Süden zu stärken.

 

Auf dem Weg vom Göta-Kanal zum Naturm am See  machen wir noch einen kurzen Stopp am Asbotorpsjön bei Skövde, da wir einen Tipp bekommen haben, dass es hier Ohrentaucher zu sehen sind.

 

Unsere Beobachtungsplätze am Hornborga-See:

 

  • Parkplatz "Utkiksplats" südlich des Naturums am Ostufer des See mit toller Aussicht, zwei Vogelbeobachtungstürme je unter 1 Kilometer entfernt, Zugang über beweidete Wiesen, dadurch kann die Zugänglichkeit der Türme insbesondere mit Hund eingeschränkt sein. Achtung: Zufahrt erfolgt über das Gelände eines Bauernhofs. (58°18'23"N 13°33'54"E)
  • Parkplatz "Fäholmen" nördlich des Naturums am Ostufer des Sees. Ein Vogelbeobachtungsturm befindet sich nur wenige Meter entfernt vom Parkplatz und ist über eine beweidete Wiese zu erreichen. Dadurch kann auch hier der Zugang, insbesondere mit Hund, eingeschränkt sein. Auf der Wiese befindet sich auch eine Picknick-Gruppe und eine Feuerstelle mit Grillrost und Feuerholz. (58°20'40"N 13°36'00"E)

 Wohnmobil - Stellplatz am Hornborga-See:

  • Naturum Hornborga-See: gemischter Parkplatz am vor dem Informationszentrum, für Wohnmobile nachts gebührenpflichtig (58°19'25"N 13°35'25"E)

 

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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden

Der Nationalpark Tiveden ist recht klein, aber ein Paradies für Wanderer.


Zwischen den großen Seen Schwedens Vättern und Vänern liegt der Nationalpark Tiveden und damit genau auf unserer Route. Die Beschreibung des Nationalparks entlockt uns aber keine Begeisterungsstürme. Wald, das klingt nach Wandern und das ist nicht wirklich unserer Ding. Wir geben Tiveden trotzdem eine Chance - zum Glück. Unser erstes Anlaufziel ist der Nebeneingang Vitsand, da wir im Netz gelesen haben, dass der Haupteingang gerade umgebaut wird. Auch das ist genau richtig, denn wir treffen auf den Nationalparkguide Victor, der uns einen "einsamen Naturcampingplatz" gleich außerhalb des Parks empfiehlt, denn nicht nur Campen, sondern jedes Übernachten ist im Nationalpark verboten.

 

Der "Naturcampingplatz" entpuppt sich als Rastplatz für Wanderer mit einer Schutzhütte und einigen Parkplätzen, von denen einer direkt an einem See liegt und wie gemacht ist für unseren Paul. Größere Mobile sollten sich die Anfahrt über den geschotterten Reitweg am Besten gleich aus dem Kopf schlagen.

 

Bei der Erkundung der Umgebung treffen wir auf zwei Wanderer, Luna und Jan aus Belgien, die in der Schutzhütte übernachten wollen und die bereits mit dem bereitgestellten Holz ein Feuer angefacht haben. Über dem einen oder anderen Glas Wein unterhalten wir uns noch eine ganze Weile mit den beiden, bevor wir an diesem grandiosen Übernachtungsplatz ins Bett fallen.

 

Am nächsten Morgen fahren wir wieder in den Park und machen eine nur ca. 2 km lange, aber anstrengende Wanderung, die erst an einem See entlang, dann aber durch wirklichen Urwald, über umgestürzte Bäume steil zu einem Felsenmeer hinauf und im wahrsten Sinne durch dieses wieder hinunterführt.

 

Unser Stellplatz:

  • Tiveden: Nahe Nationalparkeingang Vitsand, von der Straße durch den Park dem abzweigenden Reitweg folgen, Schützhütte, Feuerholz und VIEL Natur
  • Jonsboda: Wohnmobilstellplatz an Cafe/Marina am Göta-Kanal, mit allem SEK 200,-- (ohne Strom angeblich SEK 150,-- sowohl in der ersten Reihe am Wasser auch als in der zweiten Reihe - wenn man es schafft, der jungen Dame im Cafe seine Wünsche klar zu machen. Sie ist die erste Schweden auf unserer Reise, die nur rudimentär Englisch spricht.)

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Öland - der Süden

Den Vogelzug auf Öland fotografieren

 

 

Der Süden Ölands ist nicht nur zur Zeit des Vogelzugs ein Paradies für Vogelfreunde und andere Naturbegeisterte.

 

 


Ein Hauch von Afrika auf Öland
Ein Hauch von Afrika

Ein Hauch von Afrika

 

Im Herbst sind Ölands Felder abgeerntet, die Bäume verlieren ihr Laub und auch die Wiesen werden braun, die Landschaft hat etwas von den Steppen Afrikas, nur feuchter.

 

An der Südspitze der Insel wie auch auf im Süd-Osten ziehen jetzt große Vogelschwärme oft dicht an der Küste vorbei.

 

 

 

 

Naturreservat Ottenby: Birding Hotspot auf Öland

 

Uns zieht es in den äußersten Süden der Insel in das Naturreservat Ottenby (Hinweis: auf den kostenlosen Parkplätzen im Gebiet ist das Übernachten verboten), mit seiner bekannten Vogelstation, auf der Vögel beobachtet, gezählt, aber auch zur Beringung in großen Netzen gefangen werden.

 

Zu diese Jahreszeit ist hier richtig viel los. Trotzdem herrscht eine absolut ruhig und entspannte Stimmung in dem Gebiet, denn wir sind alle mit dem gleichen Ziel hier: Vögel sehen und beobachten. Es gibt praktisch niemand, der nicht wenigstens ein Spektiv oder eine Kamera mit großer Optik dabei hat. Und wer das nicht hat, fällt auf. Irgendwie fühlt man sich wie auf einer großen Gruppenreise, nur mit dem Unterschied, dass jeder individuell unterwegs ist.

 

Auf dem Gelände rund um den Leuchtturm "Långe Jan" lohnt es nach Singvögeln Ausschau zu halten. Bei unserem Besuch waren es neben Baumläufern und Rotkehlchen, einige Wintergoldhähnchen, die uns ganz dicht heranließen und noch nicht einmal vor unserem Hund Angst zeigten.

 

 

Sehenswertes in Süd-Öland

 

typisch für Öland: Windmühlen

 

Auch für "Nicht-Birder" gibt es auf Öland einiges zu entdecken. Typisch für Öland sind die Windmühlen, von denen heute noch 400 über das Land verteilt sind. Überwiegend handelt es sich dabei um Bockwindmühlen, bei denen die ganze Mühle auf einer Art "Bock" steht und als ganzes in den Wind gedreht werden kann. Es gibt aber auch einige wenige "Holländer", bei denen nur der "Kopf" drehbar.

 

Infobox: UNESCO-Weltkulturerbe - Agrarlandschaft Südölands

Der gesamte Süden Ölands wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erhoben. Durch die Lage auf einem weiten Kalksteinplateau stellt die Region besondere Anforderungen an die Bewohner und die von ihnen betriebene Landwirtschaft und macht sie dadurch einzigartig. Zum Kulturerbe gehören die Alvaren, für Öland typische Heide- und Strauchflächen. Der Begriff Alvar bezeichet auf Schwedisch ein praktisch baumloses Land, das für die Landwirtschaft aufgrund seiner dünnen Vegetationsschicht auf felsigem Kalkuntergrund im Wesentlichen ungeeigent ist. Auch heute noch werden diese Flächen aber von Schafen beweidet und dadurch offen gehalten.

 

Relikte aus alter Zeit

 

Wer sich für "alte Steine" interessiert, komm ebenfalls auf seine Kosten, gibt es doch unzählige archäologische Fundstätten, darunter viele Hügelgräber aus der Bronzezeit. Im Naturreservat Karum kann sogar eine fast vollständige Schiffslegung besichtigt werden.  Diese ist zwar deutlich kleiner als die Schiffslegung von Ales Stenar, dafür haben wir die im Volksmund "Arche Noah" genannte Formation aber ganz für uns alleine.

 

Unser Parkplatz am Naturreservat Karum:

  • Parkplatz mit Infotafel neben der Straße (GPS 56°46'27.7"N 16°37'30.8"E)

 

Auch die Ruine von Ismantorps borg versetzt uns zurück in die Vergangenheit. Die prähistorische Fluchtburg ist eine von etwa 20 derartigen Anlagen auf Öland. Das Gewirr an alten Mauern im Innern des Steinwalls der Burg ist wie das umgebende Gelände jederzeit frei zugänglich. Leider zeigt sich bei unserem Besuch der Himmel grau in grau.

 

Unser Parkplatz an der Ismantorps borg

  • Parkplatz Infotafel (GPS 56°44'50"N 16°38'54"E)

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Ein Hauch von Afrika auf Öland

 


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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Punkt Schwedens und von besonderer Bedeutung für den Vogelzug in Richtung Süden.


Vor der Überquerung der Ostsee rasten auf der Halbinsel viele Vögel, um noch einmal Futter aufzunehmen oder um auf günstige Windverhältnisse für ihren Weg über das Wasser warten.

 

Jedes Jahr im Herbst und Frühjahr überqueren über 500 Millionen Zugvögel Südschweden, ein Großteil von ihnen nimmt den Weg über Falstbo. An guten Tagen passieren hunderttausende Vögel das Gebiet;

 

Einer der besten Punkte zur Beobachtung liegt am Ende der Landzunge am Leuchtturm von Falsterbo (Vogelwarte) im Naturreservat Flommen. Er ist vom Parkplatz am Golfplatz (N 55°23'03" O 12°49'20") zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen.

 

Bei unserem Besuch ist die Umgebung fest in der Hand echter "Birder" mit Spektiv; Fotografen sind in der Unterzahl. Zum Fotografieren, sind die Vögel einfach zu hoch. Hier zählt die reine Menge - es ist ein unglaubliches Spektakel. Egal wann und wo man nach oben schaut, man sieht Vögel, Vögel und noch mehr Vögel. Tausende von Finken, Gänse, Tauben.... aber auch Greifvögel machen sich auf den Weg. Wir haben noch NIE so viele Vögel und auch noch nie so viele Milane, Bussarde und Sperber gleichzeitig gesehen. Allein am ersten Tag unseres Aufenthalts wurden 400.000 Finken gezählt.

 

Aktuelle Zahlen der täglichen Zählungen findet man auf der Seite der Vogelwarte Falsterbo: hier

 

Ein weiterer guter Beobachtungspunkt liegt an dem Naturreservat an der Zufahrt zum Campingplatz von Falsterbo (siehe Stellplatz-Tipps). Hier setzt man sich mit Spektiv und/oder Kamera am bestem im Campingstuhl in die Sonne und wartet darauf, was so alles vorbeikommt.

 

Wir waren bisher zweimal hier zum Vogelzug:

  • Anfang Oktober: hier war der Vogelzug im vollen Gange
  • Ende August: hier gab es schon Tage mit großer Migration, an dem Tag, an dem wir da war, war allerdings nur sehr wenig los.

 

Unser Stellplatz-/Campinplatztipps:

  • Stellplatz am Hafen: kostenpflichtiger Stellplatz mit Strom und VE am Hafen mit Blick auf die Öresund-Brücke (N 55°24'59.3", O 12°49'53.4")
  • Stellplatz am Kanal: (N 55°24'36.2", O 12°55'55.4")
  • Campingplatz Falsterbo (N 55°24'00", O 12°51'52")

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Hornborga See im Juni

Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen
Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen

Beobachtungshüllten, Infozentrum und tausende Vögel

 

Der Hornborga See entpuppt sich als ein blanker Traum. Eine herrliche Landschaft, tausende Vögel, Beobachtungshütten, ein Infozentrum und das alles für Besucher kostenfrei und leicht zugänglich - Schweden eben. Und dazu gibt es auch noch Sonnenschein pur. 

 

Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürtel, der den heute rund zwei Meter tiefen See, umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei eine Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Hier befindet sich auch ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung. So ist Schweden....

 

Uns erreicht eine SMS unseres belgischen Bekannten mit dem Klappwohnwagen. Sie sind in der Nähe und wir lotsen sie zu uns auf den Parkplatz. Auch sie sind von diesem Paradies begeistert. 
Abends veranstalten wir ein Barbecue am Grillplatz des Informationszentrums vor herrlicher Kulisse - Feuerholz steht hier kostenlos und reichlich zur Verfügung - und es muss noch einmal gesagt werden: Schweden eben.

Michael ist heute schon um 5 Uhr morgens mit der Kamera auf Vogelpirsch. Und wie seine Fotos zeigen, hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.


Unsere belgischen Bekannten, Pierre und Christine, wollen für die Rückreise über Dänemark die Fähre von Varberg nach Grääna benutzen. Diese hatten wir überhaupt nicht auf dem Radar, obwohl sie die Strecke deutlich verkürzt. Wir schließen uns daher an, nachdem wir noch einmal einen Vormittag am See verbracht haben. 
Unterwegs buchen wir noch für beide Fahrzeuge die Fährtickets für die 7 Uhr Fähre am nächsten Tag und kommen so für Paul mit sehr günstigen 87 Euro weg. Nur die Abfahrtzeit ist eine Herausforderung. So sitzen wir abends nur noch kurz zusammen. Wir wollen ja um 6 Uhr schon wieder fit sein, um zum Fähranleger zu fahren.
  • mehr Infos zum Hornborga See: hier
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Hamra Nationalpark

Harmas Nationalpark
Grillplatz im Harmas Nationalpark

Es gibt Tage, die tröpfeln so vor sich hin, im direkten wie auch im übertragenen Sinn. Wir wollen deshalb mal wieder ein paar Kilometer machen und fahren über die Verbindungsstraße ca. 100 km weiter gen Norden in den Hamra Nationalpark. Dabei kommen wir an letztem Schnee und teilweise zugefrorenen Seen vorbei. Der Frühling ist hier noch nicht wirklich angekommen.

 

Unsere Erwartungen an den Nationalpark gehen etwas auseinander. Michael hat etwas von Wald gelesen und befüchtet das Schlimmste, nämlich Wanderungen Ich hoffe auf interessante Moorlandschaften und Begegnungen mit größeren Tieren.

 

 Der Nationalpark Hamra liegt in Mittelschweden in der Provinz Gävleborg wie eine unberührte Oase in intensiv bewirtschaftetem Gebiet. Ursprünglich der kleinste Nationalpark Schwedens erstreckt er sich nach einer Erweiterung heute über eine Fläche von knapp 1.400 Hektar. Der älteste Teil des Parks besteht aus unberührtem Wald, wie man ihn in Mittelschweden heute nur noch selten findet. Fast die Hälfte des Parkgebiet wird durch ein zusammenhängendes Moorgebiet mit Sümpfen, kleinen Seen mit Inseln und Schwingrasen gebildet.

 

Der Park erweist sich als beeindruckend, auch wenn wir nicht wirklich auf Tiere treffen. Uns ist aber die ganze Zeit bewusst, dass das hier Bären- und Elchland ist. Die Bärendichte hier soll die höchste in ganz Schweden sein und so ist es sicherlich gut aufmerksam zu bleiben.

 

Wir sind mal wieder völlig alleine und das wahrscheinlich im Umkreis von 20 Kilometern. Die grandiose Besucheranlage mit überdachten Sitzgelegenheiten, Grilleinrichtungen und KOSTENFREIEM und TROCKENEM Feuerholz muss aber doch benutzt werden. So machen wir trotz leichtem Nieselregen ein Feuer und improvisieren ein Barbecue. Irgendwie glauben wir gerade selbst nicht, was wir da gerade machen.

 

Unser Parkplatz im Hamra-Nationalpark:

  • Besucherparkplatz an den Info-Tafeln (61°46'1" N 14°45'57" E)

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Sterntaucher bei Örebro

Sterntaucher
Sterntaucher

Naturreservat Knuthöjdsmossen

Ein Tipp eines schwedischen Fotografen führt uns in ein Moorgebiet in der Nähe von Örebro - das Naturreservat Knuthöjdsmossen bei Hallefors. Hier führt ein Rundweg auf Stegen durch das Moor. Auf dem Parkplatz stehen 2 deutsche Wohnmobile, darunter Fahrzeug des Ausbauers Woelcke, von dem auch unser Paul ist. Es stellt sich heraus, dass es alles Fotografen sind, die alle nur ein Ziel haben: den Sterntaucher.

 

Der Sterntaucher

Dieser seltene Vogel kommt eigentlich nur zum Brüten aufs Land. Hier vollführt er spektakuläre Balzmanöver (siehe Foto im Netz, leider nicht von mir). Morgens um kurz nach fünf gehe ich auf die Pirsch. Schnell stelle ich fest, dass ich nicht der einzige bin. Schweden, Österreicher, Franzosen und die Deutschen, alle mit langen Kanonen bewaffnet, postieren sich um das Moor. Wir haben Pech - keines der vier Päarchen vollführt seinen spektakulären Tanz - aber wunderschön sind die Tiere allemal.

 

Anmerkung: Es gibt noch viel Verrücktere als uns. Die meisten Fotografen verweilen schon mehrere Tage (Wochen) hier und warten auf den richtigen Schuss.

 

Ich (Iris) konnte mich um 5 Uhr nicht aufraffen, auf die Pirsch zu gehen. Meine erste Runde beginnt somit deutlich später, ist aber nicht minder interessant. Auch ich sehe die Sterntaucher, ich stosse aber auch auf frischen Elchdung und entdecke einen Platz, an dem offenbar kurz zuvor noch ein Elch geweidet oder auch gebadet hat. Ich bin hin und her gerissen, einerseits bin ich froh, dass der Elch selbst gerade nicht da ist, andererseits hätte ich ihn auch gerne vor die Linse bekommen.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Ist ein Geheimtipp und soll auch einer Bleiben. Interessierte Ornithologen und Fotografen können ihn aber direkt bei uns erfragen.

Ein Jahr später waren wir ein zweites Mal in dem Gebiet. Hier gibt es mehr Fotos: hier

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Takern See - ein Paradies für Vögel

Takern See
Takern See

Unser nächstes Ziel ist der Takern See, ein Vogelschutzgebiet von großer Bedeutung. Unterwegs fahren wir noch zwei Naturreservate an, zu denen wir im Nationalparktzentrum von Storre Mosse Informatonsmaterial erhalten haben, bevor es am bodenseegrossen Vätternsee entlang in die Provinz Östergötland geht. 

 

In Hästholmen wollen wir Felszeichnungen aus der Bronzezeit besichtigen. Diese sind zwar frei zugänglich, aber nicht ganz leicht zu finden. Es bedarf doch eines fast schliemanschen Spürsinns, sie am Ende eines Feldwegs zu entdecken. Die Klosterruine Alvastra und der Runenstein von Rök aus dem 9. Jahrhundert, die nicht weit entfernt sind, machen es uns dann einfacher.
 
Am späten Nachmittag umrunden wir noch den Takernsee und sind von der Landschaft begeistert. 
Wieder gab es wenig Gelegenheit zum Fotografieren, so dass es sich auch bei dem heutigen Bild um ein Handy-Foto handelt. Es lassen sich mit dem IPhone aber auch wirklich schöne Panoramaaufnahmen machen.

Tag 2:

Heute Morgen zeigt sich das Wetter von der etwas besseren Seite - mit anderen Worten: es regnet mal nicht. Mit großer Kamera bepackt begebe ich mich morgens um 7 auf den Steg des Sees. Die Wasservögel, vor allem Lachmöwen und Flussseeschwalben waren leider doch ein wenig weit weg, aber die Bartmeise im Schilf kam mir so nah, dass mir dieses schöne Foto gelang.

 

 

Tag 3:

Der heutige Tag hatte gefühlt mindestens 48 Stunden, eher mehr. Aufwachen vor halb 5, vom Regengetrommel auf dem Dach, aber auch vom ersten Licht des Tages. Das erste Mal raus an den See vor 7, denn es scheint plötzlich die Sonne und noch eine zweite Runde um 10, denn es ist ja immer noch schön. Heute kommen uns Flussseeschwalben, aber unter anderem auch Trauerschnäpper vor die Linse.

 

Am frühen Nachmittag machen wir uns auf nach Motala, um auf einem großen Stellplatz einen Waschtag einzulegen - Wäsche waschen und Paul auf Vordermann bringen -> auch das gehört dazu. 
Dann noch eine Runde am dortigen See und entlang des Göta-Kanals joggen, Reiseplanung für die nächsten Tage machen, Abendessen und wieder einmal den Bayern beim Untergehen - dieses Mal in der Champions League - zusehen.
Wir haben fertig!
Unser Wohnmobil-Stellplatz:
  • Takernsee: Stellplatz vor dem Nationalparkhaus (58°19'52" N 14°49'22" E )
  • Stellplatz Motala: 58° 31′ 47″ N  15° 2′ 15″ E

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Store Mosse Nationalpark

Store Mosse Nationalpark
Store Mosse Nationalpark

Wir haben die Nacht in Växjo verbracht und es hat die ganze Zeit geregnet. Da sich das auch am Morgen nicht geändert hat, fahren wir ohne uns weiter umzusehen weiter. Gegen Nachmittag erreichen wir den Store Mosse Nationalpark. 

 

Im dortigen Besucherzentrum muss man erst einmal die Schuhe ausziehen - wir sind verwundet. Durch die Räume toben Kinder und überhaupt ist man sehr gut auf Kinder eingerichtet; allerdings nicht kindlich, sondern gefühlt auf Augenhöhe. Schweden schien auch schon die Tage zuvor sehr kinderfreundlich, aber auch kinderreich. Wir haben auch noch nie in so kurzer Zeit so viele Zwillingskinderwagen gesehen. 
Auf dem Parkplatz überraschen wir einen jungen Schweden dabei, wie er unseren Paul fotografiert. Wir sind sowas ja schon gewöhnt und veranstalten eine kurze Führung.

Es klart allmählich auf, so dass wir die Seenlandschaft und die angrenzenden Feuchtgebiete erkunden können. Wir sehen balzende aber auch schon brütende Kaniche und schauen gegen Abend von einem Beobachtungsturm aus zwei Fischadlern bei der Jagd zu. Dort kommen wir auch mit Hakan und Gabi, dem nächsten deutsch-schwedischen Wohnmobil-Paar, ins Gespräch, mit denen wir einen netten Abend zwischen unseren Wohnmobilen verbringen. Erst die aufkommende  nächtliche Kälte trennt uns.

Tag 2:

Heute geht es früh raus - nicht wirklich bei Sonnenaufgang, aber für einen Sonntagmorgen schon zeitig - um das morgentliche Treiben am See und in den umliegenden Wiesen zu beobachten. Wie am Abend zuvor führt uns unser Weg zuerst durch eine parkähnliche Landschaft, unwirklich und im Nebel. Hinter jeder Ecke könnte man einen Troll vermuten, wenn Iris auch mehr auf einen Elben á la Tolkien hofft.

 

Auf dem Vogelbeobachtungsturm treffen wir auf zwei Schweden mit Spektiv, die deutlich vor uns aufgestanden sein müssen. Das nützt Ihnen aber nicht viel, denn auch der See versteckt sich noch im Nebel. Nach und nach setzt sich aber die Sonne durch und wir können den Kranichen beim Balztanz zusehen. Die schwedischen Vogelbeobachter weisen uns auf einen Seeadler hin, der auf der anderen Seeseite ansitzt. Es sind auch wieder Fischadler bei der Jagd zu beobachten, ausserdem gibt es diverse Enten, u.a. Löffelenten, weiter Kanadagänse, Rotschenkel und Kiebitze zu sehen. Im Hintergrund hört man den eigenartigen Ruf der Bekassine, den wir aber nicht selbst erkennen, sondern von einem der Schweden erklärt bekommen.

 

Bisher gestaltet sich die Kommunikation für uns meist sehr einfach., es wird sehr viel Deutsch oder alternativ Englisch gesprochen. Beide Sprachen werden häufig in der Schule gelehrt. Es ist aber sich hilfreich, dass Filme im Fernsehen meist nicht synchronisiert, sondern wie in den Niederlanden im Original mit Untertitel gezeigt werden.

 

Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Jönköping und dann weiter am Vättensee entlang, stoppen unterwegs aber in der Nähe im Naturreservat Dumme Mosse, wo wir ENDLICH einemal Singschwänge zu sehen bekommen. Mit dem Fernglas beobachten wir am Waldrand ein Fuchspaar beim Anschleichen.

 

Nachtrag vom 2. Besuch: neuer Wohnmobilstellplatz:
Am Naturum ist inzwischen ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz eingerichtet worden. Hier gibt es frisches Wasser und Abfalleimer.

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Norwegen:

Hardangervidda

Parkplatz in der Hardangervidda
Parkplatz in der Hardangervidda

Wir haben den Abend und die Nacht nach dem anstrengenden Tag in Bergen am Nordheimfjord verbracht. Die Sonne liess die Außentemperatur von etwa 12° Grad fast sommerlich erscheinen. Für einheimische Jugendliche sogar so sehr, dass Badehose und Bikini ausgepackt und in den eisgekalten Fjord gehüpft wurde.

 

Für uns heißt es am nächsten Morgen den Sommer hinter sich zu lassen. Wir fahren in die Hardangervidda, eine große Hochebene, die im Mittel über 1000 Meter hoch liegt. Hier oben wurde 1981 der mit etwa 3.500 Quadratkilometern Fläche größte Nationalpark Norwegens ausgewiesen.

 

Das auch als Plateaufjell bezeichnete Gebiet ist der Überrest eines urzeitlichen Gebirges, das durch die Gletscher der Eiszeiten abgeschliffen wurde. So entstanden weite Ebenen, flache Seen und wenige sanft ansteigende Berge, die bis etwa 1700 Meter hoch werden.

 

Wir befinden uns jetzt oberhalb der Baumgrenze; es herrscht Arktisches Klima. Plötzlich ist es, wie schon häufig in den Tage zuvor, wieder Winter. Schnee, Eis und kein Grün um uns herum. Komplett zugefrorene Seen komplettieren das Bild.

 

Wir folgen der Fernstraße 7, die sich als eine der wichtigsten Verbindungen nach Nordschweden durch die Hardangervidda zieht. Auch wenn das Hochplateau schon seit 1000 Jahren von Menschen als Transportweg genutzt wird, war der Bau richtiger Straßen aufgrund der schwierigen landschaftlichen und klimatischen Verhältnisse aufwändig. Schon zum Anfang des letzten Jahrhunderts mussten die vielen Flüsse durch Brücken überwunden werden. Das erste Auto für hier in den 1930er Jahren. Heute helfen neben Brücken viele Tunnel die Strecke einfach befahrbar zu machen. Trotzdem bleibt sie im Winter oft komplett gesperrt, der Schnee liegt hier dann meterhoch.

 

Uns gefällt diese raue und oft ungezähmte Natur, aber im Gegensatz zu den Weiten Lappland sind diese schnell durchfahren und wir kehren zurück in grüne Täler, in denen Landwirtschaft bis hin zum Obstbau betrieben wird.

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Fotogalerie Hardangervidda

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Die Lofoten: weißer Strand und schneebedeckte Berge


Heute geht es weiter entlang schroffer Berge und weißer Strände. Bei Sonnnenschein stellt sich ein mediterranes Gefühl ein. Abenteuer im Norden geht anders.

 

Unsere Voräte sind deutlich dezimiert und so müssen wir Einkaufen gehen. Als preisbewusster Mensch ist das in Norwegen wahrlich kein Vergnügen. Lebensmittel kosten hier schnell das Doppelte oder Dreifache wie zuhause, manches ist sogar noch teurer und es handelt sich hier nicht um Luxusartikel sondern um Grundnahrungsmittel. Gerne greifen wir daher auf die mitgebrachten Dosen und auf Fleisch aus unserem Tiefkühlfach zurück.

 

Mit der Fähre auf die Lofoten

 

Mit der Fähre setzen wir auf die Lofoten über. Hier setzt sich eine ähnliche Landschaft wie auf den Vesteralen fort. Wir suchen uns einen ruhigen Wanderparkplatz zum freien Übernachten und lassen den Tag ausklingen.

 

Entlang unseres Weges auf den Lofoten stossen wir immer wieder auf Gestelle zum Trocknen von Fisch - fein säuberlich getrennt nach Körpern und Köpfen. Die Körper sind für den südeuropäischen Markt bestimmt, wo Trockenfisch eine Delikatesse darstellt. Die Köpfe werden nach Afrika exportiert, wo sie als Suppenbasis dienen. Wenn man die Gestelle übersehen sollte - kein Problem - man muss nur der Nase folgen, dann findet man sie unweigerlich.

 

Ansonsten müssen wir heute einmal wieder einen Putztag einlegen. Wäsche waschen, Paul eine Grundreinigung verpassen und auch uns tut etwas Pflege ganz gut. Wir buchen uns deshalb zum ersten Mal seit Wochen auf einem kleinen Campingplatz ein und legen los.

 

Wir haben nette Nachbarn aus der Schweiz, die mit ihrem Weltreisemobil auf Probefahrt sind, bevor sie sich im Spätsommer auf große Tour begeben wollen (siehe Linksammlung unter "Wir über uns"): Gegen Abend trudeln auch noch unsere belgischen Klappwohnwagenfahrer, Pierre und Christine, ein, und so endet der wie immer endlose Tag mit Piere und Christine ais Beligen sowie Pia und Werner aus der Schweiz mit Wein und netten Gesprächen weit nach Mitternacht.

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Vesteralen: Pirschfahrt bei Nieselregen


Nach Mitternacht bei Sonnenschein ins Bett, um 8 Uhr bei Nieselregen aufwachen. Das ist nicht fair.

Wir machen uns trotzdem auf, die Inseln der Vesteralen zu erkunden, erst entlang der Westküste von Andoya, dann quer durch Langoya. Das Klima ist aufgrund des nahen Golfstroms mild hier. Im Winter fällt die Temperstur selten tief unter den Gefrierpunkt, im Sommer ist es gemäßigt, selten warm. Die steilen Berge gehen ins Meer über. In einem schmalen Küstenstreifen und an den Hängen der Fjorde ist aber tatsächlich Landwirtschaft möglich. Der wirtschaftliche Fokus liegt aber auch hier wieder auf dem Fischfang.

Der Tag bleibt grau und die Fahrt daher etwas trist. Gegen Abend ändert sich das aber plötzlich. Das Wetter bleib das Gleiche, aber wir fühlen uns wieder einmal auf Pirschfahrt. Erst zeigt sich uns ein Steinadler und wartet geduldig bis die Belichtung  sitzt, dann entdecken wir eine Dreizehenmöwenkolonie und beobachten eine Krähe beim strategisch geplanten Eierdiebstahl. Das hat doch fast etwas von Heinz Sielmann oder Andreas Kieling. Auf der Suche nach einem Platz für die Nacht treffen wir dann noch auf einen jungen Elchbullen, der uns neugierig beäugt, bevor er im Gestrüpp verschwindet. Was für ein Ende eines doch sonst so öden Tages.

Fotogalerie Vesteralen

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Insel Senja


Wir verlassen Tromsö über eine weitere Brücke und ganz schnell geht die Stadt in Einsamkeit über. Wie auch schon in den letzten Tagen trifft man in der winterlichen Landschaft nur noch vereinzelt auf Häuser.

 

Landschaftsouten

Kurz später bringt uns eine Fähre innerhalb von 45 Minuten über eine fast spiegelglatte See auf die Insel Senja, auf deren Nordseite wir entlang einer sogenannten "Landschaftsroute", einer norwegischen Touristikstrasse, weiterfahren wollen. Am Fähranleger kommen wir mit Caro und Christoph aus Osnabrück ins Gespräch, auf die wir während unserer Tour heute immer wieder treffen sollen.

 

Senja ist landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, die zum Teil mit Aussichtsplattformen in modernem Design ausgestattet sind, meist führt der Weg aber entlang einer teilweise hochalpin erscheinenden Landschaft mit hohen Bergen, die aber für uns immer wieder überraschend direkt ins Meer übergeht. Auch die hier heimische Seevogelwelt scheint für unser Auge so überhaupt nicht zu der Bergkulisse zu passen. Weiter Richtung Westen gelangen wir an Buchten mit türkisblauem Wasser und kleinen Inseln, die ein fast mediterranes Flair verbreiten. Das Wasser scheint zum Baden einzuladen - bei einer Aussentemperatur von unter 10° Grad Celsius im Schatten und eiskaltem Wasser ist das aber selbst beim derzeitigen Sonnenschein keine Option für uns.

 

Unterwegs erhalten wir eine SMS von unseren belgischen Bekannten mit dem Faltwohnwagen, die unseren Weg bereits in Schweden und in Jokkmokk in Lappland gekreuzt haben. Sie sind auch auf Senja und so verabreden wir uns auf ein Treffen am nächsten Fähranleger. Die beiden wollen Senja erkunden, uns zieht es weiter.

 

Fähre auf die Vesteralen

Wir nehmen die Fähre nach Andoya auf den Vesteralen. Die Fähre ist relativ leer. Unter den wenigen Passagieren sind zwei deutsche Womos, auf die wir heute (Caro und Christoph) und in den letzten Tagen (Ina und Joshua mit ihrem blauen VW-Bus) schon mehrfach getroffen sind. Das bleibt nicht aus, da wir in etwa die gleiche Tour fahren. Auch mit den Besitzen eines Mobils aus Frankreich kommen wir ins Gespräch. Diese Art von Gemeinschaft fühlt sich irgendwie gut an.

 

Obwohl das Wetter schön ist, ist die 1,5 Stunden lange Überfahrt unruhig. Mein Magen hält dieses Mal aber durch, ich bin aber trotzdem ziemlich fertig als wir endlich anlanden. Trotzdem verbringen wir noch einen netten Abend mit dem jungen VW-Bus-Paar in unserem Auto und lassen uns von der mitternächtlichen Sonne wärmen.

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Fotogalerie Senja

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Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Skandinavien


Reisetipps zu den Skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland

Reisetipps für Dänemark, Schweden und Norwegen:

 

Maut, Einkaufen, Reisen mit Hund und andere Dinge, die uns aufgefallen sind.

 


Dänemark:

 

Unser Nachbarland erfreut sich größter Beliebtheit. Meer, lange Sandstrände, viel Natur, aber auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen, und Städte ziehen uns Womo-Fahrer in den Norden.

 

Dies ist uns aufgefallen:

  • Sprit ist deutlich günstiger als in Schweden. Diesel war 2019 unwesentlich teurer als in Deutschland
  • es gibt nur wenige offizielle Stellplätze
  • Dänemark ist teurer als Deuschland, aber auch teurer als z.B. Schweden
  • Fleisch ist teuer, aber auch meist deutlich besser als in Deutschland
  • Dänemark hatkeinen EURO!
  • In Dänemark gibt es kaum Bäcker und wenn man einen gefunden hat, ist die Theke meist leer

Reisen mit Hund: (Stand 9/2019)

  • bei der Einreise eines Hundes gelten die normale EU-Regelungen
  • grundsätzlich ist das Freilaufen in Wäldern verboten, allerdings gibt es rund 150 spezielle Hundewälder (siehe App Vetfinder24)
  • Ab Oktober dürfen Hunde am Strand freilaufen

 

 


Schweden

 

Schweden ist in unseren Augen DAS Wohnmobil-Reiseland schlechthin. Warum das so ist, erfahrt ihr hier:

  • viele Sehenswürdigkeiten kostenfrei
  • oft alles 3-sprachig
  • kinderfreundlich ohne Ende
  • Jedermannsrecht
  • Entsorgung:
    Es gibt viele Entsorgungsmöglichkeiten auf Parklätzen großer Straßen. Hier gibt of WC für Männer, Frauen - und Wohnmobile (Latrine)
  • freies Übernachten
    an und in der Nähe der Autobahn in Westschweden nicht zu empfehlen. Hier campieren oft Wanderarbeiter in ihren Autos.
  • LPG Gas vor allem im Norden schwer zu erhalten.

weiter ist uns folgendes aufgefallen:

  • Sprit ist sehr teuer (deutlich teurer als in Dänemark
  • Regelung für Fahrzeuge über 3.5 t:

Mit dem Hund nach Schweden:

Stand 2019: Einreise

  • es gelten die EU-Regeln , allerdings mit Sonderregelungen
  • Vor der Reise muss der Hund beim Zoll angemeldet werden. Dies kann man sehr einfach im Vorfeld im Internet machen ( hier ). Mehr dazu auch hier unter visitsweden.de/hunde-und-andere-haustiere/
  • eine Entwurmung, sowie es früher mal war, ist nicht mehr nötig

 


Norwegen

 

Norwegen ist ein Land, an dem sich ein Postkartenmotiv an das nächste reiht. Allerdings ist es nicht nur reich an Klippen für die Kamera, sondern bietet auch einige für den Wohnmobilfahrer:

  • Maut: hier sollte man sich vorher online registrieren und ein Guthaben anlegen. Die Maut fällt oft ohne Vorwarnung an, Ausweichmöglichkeiten gibt es so gut wie nicht.
  • Es gibt keinen Euro!
  • Norwegen gehört NICHT zur EU. Bitte vor Reisebeginn sich mit den aktuellen Einreisebedingungen auseinandersetzen.
  • Stichwort "Telefonieren und Roaming":
    Ist Dein Handy-Vertrag auf für Norwegen gültig?
  • Hundebesitzer aufgepaßt: Bitte an alle notwendigen Impfungen denken.
  • extrem teuer, Essen gehen und Alkohol kann man eigentlich vergessen
  • Eingekauft haben wir meist bei REMA 2000, empfehlenswert hier ist das "dänische Brot".
  • Tipp: gefrorener Fisch ist im Verhältnis recht günstig.

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Besuche seit dem 27.10.2020