Skandinavien:

 Reiseberichte mit Routenvorschlägen und Stellplatztipps mit GPS-Daten, Länderinfos und vielen Fotos.

 

Unsere Reisen führen uns nach Südschweden, aber auch durch Lappland bis hoch zum Nordkap und durch Norwegen, vorbei an Fjorden, über die Lofoten und die Vesterålen, zurück durch das Hochland, den Fjell.

Unsere Routen:


rote Route:

Lofoten und das Nordkap

Das Ziel unserer Skandinavienreise ist das Nordkap.

 

Doch bevor wir am beinahe nördlichsten Punkt Europas die surreale Mitternachtssonne genießen, lernen wir in Schweden beeindruckende Landschaften kennen. Vor allem Lappland hat es uns angetan. Zurück geht es durch die Postkartenkulisse Norwegens nach Senja, den Vesteralen und die Lofoten. Auf dem Weg nach Oslo besuchen wir Narvik, den Trollstigen, Gairanger Fjord un die Hardangervidda.

 


grüne Route:

Zum Vogelzug nach Südschweden

Das Ziel dieser Reise im Herbst 2019 ist der Vogelzug.

 


blaue Route:

Südschweden für Naturliebhaber

Mit dem Wohnmobil nach Südschweden. Wir sind schon einige Male in Südschweden gewesen. Neben dem Schwerpunkt "Natur" kam auch die Kultur nicht zu kurz.

 


Informationen zu Skandinavien:


Natur-Highlights


in Schweden


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in Dänemark


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Highlights im Einzelnen:


Hornborger See/Hornborgasjön

Kraniche
Kraniche

Der Hornborga See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Frühjahr und Herbst ist der See Rastplatz für tausende Zugvögel. Bekannt ist das Gebiet für den Paarungstanz der Kraniche, den man hier gut beobachten kann.


Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt etwa 15 Kilometer entfernt von Skara in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürte der den heute rund zwei Meter tiefen See umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei einem Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Es gibt eine Ausstellung zur Geschichte und zur Vogelwelt des Sees und einen Aussichtsturm.  Vor dem Gelände befindet sich ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung.Wir verbringen hier einen schönen Abend mit befreundeten Reisenden. So ist Schweden....

 

Auch wenn wir außerhalb des Kranichzugs unterwegs sind, ist der Hornborga See für uns ein Muss. So lassen sich Anfang August zwar nur wenige Vögel blicken, trotzdem ist der See für uns den zweitägigen Abstecher wert, wie unsere Bilder hoffentlich zeigen. Wir sehen Kiebitze, Waldohreulen, Zwergtaucher, Haubentaucher und Schwäne mit ihren Küken, Rohrsänger, und diverse Enten und Singvögel.

 

Bei unserem nächsten Besuch Mitte September ist der See weiß von Höckerschwänen. Dazwischen tummeln sich diverse Enten, über dem Schilfgürtel gaukeln Rohrweihen. Ein besonderes Highlight ist aber der Seeadler, der sich direkt über uns von der Thermik in die Höhe tragen lasst.

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Infobox: Kraniche am Hornborga See:

Im Frühjahr und Herbst ist der See ein Eldorado für Ornithologen, denn er dient den Zugvögeln als Rastplatz.

 

Im Frühjahr wiederholt sich alljährlich von Ende März bis Ende April der Tanz der Kraniche (auf schwedisch: trandansen). Jedes Jahr finden bis zu 100.000 Besucher den Weg zum See, um die 5.000 bis 6.000 Kraniche zu beobachten. Am Nachmittag sammeln sich die Kraniche zwischen Falköping und Stora auf den Feldern, um dann geschlossen im südlichen Bereich des Sees ihre Schlafplätze aufzusuchen. Nach dem Paarungstanz verlassen die Tiere meist wieder den See, um weiter nach Norden zu fliegen, wo sie nisten und ihren Nachwuchs aufziehen. 

 

Im frühen Herbst, zwischen Ende August und September, kommen die Familien wieder zurück zum See. Sie machen hier Rast, um sich für den Weiterflug gen Süden zu stärken.

 

Auf dem Weg vom Göta-Kanal zum Naturm am See  machen wir noch einen kurzen Stopp am Asbotorpsjön bei Skövde, da wir einen Tipp bekommen haben, dass es hier Ohrentaucher zu sehen sind.

 

Unsere Beobachtungsplätze am Hornborga-See:

 

  • Parkplatz "Utkiksplats" südlich des Naturums am Ostufer des See mit toller Aussicht, zwei Vogelbeobachtungstürme je unter 1 Kilometer entfernt, Zugang über beweidete Wiesen, dadurch kann die Zugänglichkeit der Türme insbesondere mit Hund eingeschränkt sein. Achtung: Zufahrt erfolgt über das Gelände eines Bauernhofs. (58°18'23"N 13°33'54"E)
  • Parkplatz "Fäholmen" nördlich des Naturums am Ostufer des Sees. Ein Vogelbeobachtungsturm befindet sich nur wenige Meter entfernt vom Parkplatz und ist über eine beweidete Wiese zu erreichen. Dadurch kann auch hier der Zugang, insbesondere mit Hund, eingeschränkt sein. Auf der Wiese befindet sich auch eine Picknick-Gruppe und eine Feuerstelle mit Grillrost und Feuerholz. (58°20'40"N 13°36'00"E)

 Wohnmobil - Stellplatz am Hornborga-See:

  • Naturum Hornborga-See: gemischter Parkplatz am vor dem Informationszentrum, für Wohnmobile nachts gebührenpflichtig (58°19'25"N 13°35'25"E)

 

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Impressionen vom Hornborga-See:

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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden

Der Nationalpark Tiveden ist recht klein, aber ein Paradies für Wanderer.


Zwischen den großen Seen Schwedens Vättern und Vänern liegt der Nationalpark Tiveden und damit genau auf unserer Route. Die Beschreibung des Nationalparks entlockt uns aber keine Begeisterungsstürme. Wald, das klingt nach Wandern und das ist nicht wirklich unserer Ding. Wir geben Tiveden trotzdem eine Chance - zum Glück. Unser erstes Anlaufziel ist der Nebeneingang Vitsand, da wir im Netz gelesen haben, dass der Haupteingang gerade umgebaut wird. Auch das ist genau richtig, denn wir treffen auf den Nationalparkguide Victor, der uns einen "einsamen Naturcampingplatz" gleich außerhalb des Parks empfiehlt, denn nicht nur Campen, sondern jedes Übernachten ist im Nationalpark verboten.

 

Der "Naturcampingplatz" entpuppt sich als Rastplatz für Wanderer mit einer Schutzhütte und einigen Parkplätzen, von denen einer direkt an einem See liegt und wie gemacht ist für unseren Paul. Größere Mobile sollten sich die Anfahrt über den geschotterten Reitweg am Besten gleich aus dem Kopf schlagen.

 

Bei der Erkundung der Umgebung treffen wir auf zwei Wanderer, Luna und Jan aus Belgien, die in der Schutzhütte übernachten wollen und die bereits mit dem bereitgestellten Holz ein Feuer angefacht haben. Über dem einen oder anderen Glas Wein unterhalten wir uns noch eine ganze Weile mit den beiden, bevor wir an diesem grandiosen Übernachtungsplatz ins Bett fallen.

 

Am nächsten Morgen fahren wir wieder in den Park und machen eine nur ca. 2 km lange, aber anstrengende Wanderung, die erst an einem See entlang, dann aber durch wirklichen Urwald, über umgestürzte Bäume steil zu einem Felsenmeer hinauf und im wahrsten Sinne durch dieses wieder hinunterführt.

 

Unser Stellplatz:

  • Tiveden: Nahe Nationalparkeingang Vitsand, von der Straße durch den Park dem abzweigenden Reitweg folgen, Schützhütte, Feuerholz und VIEL Natur
  • Jonsboda: Wohnmobilstellplatz an Cafe/Marina am Göta-Kanal, mit allem SEK 200,-- (ohne Strom angeblich SEK 150,-- sowohl in der ersten Reihe am Wasser auch als in der zweiten Reihe - wenn man es schafft, der jungen Dame im Cafe seine Wünsche klar zu machen. Sie ist die erste Schweden auf unserer Reise, die nur rudimentär Englisch spricht.)

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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Punkt Schwedens und von besonderer Bedeutung für den Vogelzug in Richtung Süden.


Vor der Überquerung der Ostsee rasten auf der Halbinsel viele Vögel, um noch einmal Futter aufzunehmen oder um auf günstige Windverhältnisse für ihren Weg über das Wasser warten.

 

Jedes Jahr im Herbst und Frühjahr überqueren über 500 Millionen Zugvögel Südschweden, ein Großteil von ihnen nimmt den Weg über Falstbo. An guten Tagen passieren hunderttausende Vögel das Gebiet;

 

Einer der besten Punkte zur Beobachtung liegt am Ende der Landzunge am Leuchtturm von Falsterbo (Vogelwarte). Er ist vom Parkplatz am Golfplatz (N 55°23'03" O 12°49'20") zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen.

 

Bei unserem Besuch ist die Umgebung fest in der Hand echter "Birder" mit Spektiv; Fotografen sind in der Unterzahl. Zum Fotografieren, sind die Vögel einfach zu hoch. Hier zählt die reine Menge - es ist ein unglaubliches Spektakel. Egal wann und wo man nach oben schaut, man sieht Vögel, Vögel und noch mehr Vögel. Tausende von Finken, Gänse, Tauben.... aber auch Greifvögel machen sich auf den Weg. Wir haben noch NIE so viele Vögel und auch noch nie so viele Milane, Bussarde und Sperber gleichzeitig gesehen. Allein am ersten Tag unseres Aufenthalts wurden 400.000 Finken gezählt.

 

Aktuelle Zahlen der täglichen Zählingen findet man auf der Seite der Vogelwarte Falsterbo: hier

 

Ein weiterer guter Beobachtungspunkt liegt an dem Naturreservat an der Zufahrt zum Campingplatz von Falsterbo (siehe Stellplatz-Tipps). Hier setzt man sich mit Spektiv und/oder Kamera am bestem im Campingstuhl in die Sonne und wartet darauf, was so alles vorbeikommt.

 

Wir waren bisher zweimal hier zum Vogelzug:

  • Anfang Oktober: hier war der Vogelzug im vollen Gange
  • Ende August: hier gab es schon Tage mit großer Migration, an dem Tag, an dem wir da war, war allerdings nur sehr wenig los.

 

Unser Stellplatz-/Campinplatztipps:

  • Stellplatz am Hafen: kostenpflichtiger Stellplatz mit Strom und VE am Hafen mit Blick auf die Öresund-Brücke (N 55°24'59.3", O 12°49'53.4")
  • Stellplatz am Kanal: (N 55°24'36.2", O 12°55'55.4")
  • Campingplatz Falsterbo (N 55°24'00", O 12°51'52")

Impressionen aus Falsterbo:

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Vogelzug auf Öland / Schweden

 

 

Neben Falsterbo im Süd-Westen Schwedens ist Öland ein Hotspot der Vogelbeobachtung.

 

Wir haben die Insel im Süd-Osten Schwedens bereits einmal während unserer Reise Südschweden für Naturliebhaber besucht.


Typisch für Öland sind die Windmühlen
Typisch für Öland sind die Windmühlen

Während des herbstlichen Vogelzugs geben wir Öland nun erneut eine Chance und um es vorweg zu nehmen, wir sind restlos begeistert.

 

Die zweitgrößte Insel Schwedens wird landwirtschaftlich genutzt und ist im wesentlichen einfach FLACH. Jetzt im Herbst sind die Felder abgeerntet, die Bäume verlieren ihr Laub und auch die Wiesen werden braun, die Landschaft hat etwas von den Steppen Afrikas, nur feuchter. An der Südspitze Ölands wie auch auf der Ostseite ziehen jetzt große Vogelschwärme oft dicht an der Küste vorbei.

 

Uns zieht es in den äußersten Süden der Insel in das Naturreservat Ottenby (Hinweis: auf den kostenlosen Parkplätzen im Gebiet ist das Übernachten verboten), mit seiner bekannten Vogelstation, auf der Vögel beobachtet, gezählt, aber auch zur Beringung in großen Netzen gefangen werden.

 

Zu diese Jahreszeit ist hier richtig viel los. Trotzdem herrscht eine absolut ruhig und entspannte Stimmung in dem Gebiet, denn wir sind alle mit dem gleichen Ziel hier: Vögel sehen und beobachten. Es gibt praktisch niemand, der nicht wenigstens ein Spektiv oder eine Kamera mit großer Optik dabei hat. Und wer das nicht hat, fällt auf. Irgendwie fühlt man sich wie auf einer großen Gruppenreise, nur mit dem Unterschied, dass jeder individuell unterwegs ist.

 

Auf dem Gelände rund um den Leuchtturm "Långe Jan" lohnt es nach Singvögeln Ausschau zu halten. Bei unserem Besuch waren es neben Baumläufern und Rotkehlchen, einige Wintergoldhähnchen, die uns ganz dicht heranließen und noch nicht einmal vor dem Hund Angst zeigten.

 

Auch für "Nicht-Birder" gibt es auf Öland einiges zu entdecken. Typisch für Öland sind die Windmühlen, von denen heute noch 400 über das Land verteilt sind. Überwiegend handelt es sich dabei um Bockwindmühlen, bei denen die ganze Mühle auf einer Art "Bock" steht und als ganzes in den Wind gedreht werden kann. Es gibt aber auch einige wenige "Holländerer", bei denen nur der "Kopf" drehbar.

 

Wer sich für "alte Steine" interessiert, wird ebenso fündig, gibt es doch unzählige archäologische Fundstätten, darunter viele Hügelgräber aus der Bronzezeit.

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Typisch für Öland sind die Windmühlen

  Unser Stellplatz:

 

  • Sebybadet: Parkplatz am Badeplatz vor dem Naturreservat; Spende erwünscht
    (N 56°19'54"; 16°32'34.2")

  •  Camping-Tipp:
    Ottenby Vandrarhem & Camping (N 56°14'17"; O 16°27'11");
    nahe Ottenby Naturreservat mit VE

 Impressionen aus Öland:

 

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Hornborga See / Hornborgasjön im Juni

Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen
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Hamra Nationalpark

Grillplatz im Harmas Nationalpark
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Sterntaucher bei Örebro

Sterntaucher
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Takern See - ein Paradies für Vögel

Takern See
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Store Mosse Nationalpark

Store Mosse Nationalpark
Store Mosse Nationalpark


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Norwegen:

Hardangervidda

Parkplatz in der Hardangervidda
Parkplatz in der Hardangervidda


Wir haben den Abend und die Nacht nach dem anstrengenden Tag in Bergen am Nordheimfjord verbracht. Die Sonne liess die Außentemperatur von ca 12° Grad fast sommerlich erscheinen. Für einheimische Jugendliche sogar so sehr, dass Badehose und Bikini ausgepackt und in den eisgekalten Fjord gehüpft wurde.

 

Für uns heißt es am nächsten Morgen den Sommer hinter sich zu lassen. Wir fahren in die Hochebene Hardangervidda und plötzlich ist es, wie schon so häufig zuvor, wieder Winter. Schnee, Eis und kein Grün um uns herum. Komplett zugefrorene Seen kompletieren das Bild Durch diei Harangervidda zieht sich die Fernstraße 7, eine der wichtigsten Verbindungen nach Nordschweden. Der Bau der Straßen war aufgrund sehr aufwändig.

 

Schon zum Anfang des letzten Jahrhunderst mussten die vielen Flüsse durch Brücken überwunden werden. Das erste Auto für hier in den 1930er Jahren. Heute helfen neben Brücken viele Tunnel die Strecke einfach befahrbar zu machen. Trotzdem bleibt sie im Winter oft komplett gesperrt, der Schnee liegt hier dann meterhoch.

 

Uns gefällt diese raue und auch rohe Natur, aber im Gegensatz zu den Weiten Lappland sind diese schnell durchfahren und wir kehren zurück in grüne Täler, in denen Landwirtschaft bis hin zum Obstbau betrieben wird.

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Die Lofoten: weißer Strand und schneebedeckte Berge



Heute geht es weiter entlang schroffer Berge  und weißer Strände. Bei Sonnnenschein stellt sich ein mediterranes Gefühl ein. Abenteuer im Norden geht anders.

 

Unsere Voräte sind deutlich dezimiert und so müssen wir Einkaufen gehen. Als preisbewusster Mensch ist das in Norwegen wahrlich kein Vergnügen. Lebensmittel kosten hier schnell das Doppelte oder Dreifache wie zuhause, manches ist sogar noch teurer und es handelt sich hier nicht um Luxusartikel sondern um Grundnahrungsmittel. Gerne greifen wir daher auf die mitgebrachten Dosen und auf Fleisch aus unserem Tiefkühlfach zurück.
 
Mit der Fähre setzen wir auf die Lofoten über. Hier setzt sich eine ähnliche Landschaft wie auf den Vesteralen fort. Wir suchen uns einen ruhigen Wanderparkplatz  zum freien Übernachten und lassen den Tag ausklingen.

Entlang unseres Weges auf den Lofoten stossen wir immer wieder auf Gestelle zum Trocknen von Fisch - fein säuberlich getrennt nach Körpern und Köpfen. Die Körper sind für den südeuropäischen Markt bestimmt, wo Trockenfisch eine Delikatesse darstellt. Die Köpfe werden nach Afrika exportiert, wo sie als Suppenbasis dienen. Wenn man die Gestelle übersehen sollte  - kein Problem - man muss nur der Nase folgen, dann findet man sie unweigerlich.

 

Ansonsten müssen wir heute einmal wieder einen Putztag einlegen. Wäsche waschen, Paul eine Grundreinigung verpassen und auch uns tut etwas Pflege ganz gut. Wir buchen uns deshalb zum ersten Mal seit Wochen auf einem kleinen Campingplatz ein und legen los.

 

Wir haben nette Nachbarn aus der Schweiz, die mit ihrem Weltreisemobil auf Probefahrt sind, bevor sie sich im Spätsommer auf große Tour begeben wollen (siehe Linksammlung unter "Wir über uns"): Gegen Abend trudeln auch noch unsere belgischen Klappwohnwagenfahrer, Pierre und Christine, ein, und so endet der wie immer endlose Tag mit Piere und Christine ais Beligen sowie Pia und Werner aus der Schweiz mit Wein und netten Gesprächen weit nach Mitternacht.

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Vesteralen: Pirschfahrt bei Nieselregen



Nach Mitternacht bei Sonnenschein ins Bett, um 8 Uhr bei Nieselregen aufwachen. Das ist nicht fair.

Wir machen uns trotzdem auf, die Inseln der Vesteralen zu erkunden, erst entlang der Westküste von Andoya, dann quer durch Langoya. Das Klima ist aufgrund des nahen Golfstroms mild hier. Im Winter fällt die Temperstur selten tief unter den Gefrierpunkt, im Sommer ist es gemäßigt, selten warm. Die steilen Berge gehen ins Meer über. In einem schmalen Küstenstreifen und an den Hängen der Fjorde ist aber tatsächlich Landwirtschaft möglich. Der wirtschaftliche Fokus liegt aber auch hier wieder auf dem Fischfang.
Der Tag bleibt grau und die Fahrt daher etwas trist. Gegen Abend ändert sich das aber plötzlich. Das Wetter bleib das Gleiche, aber wir fühlen uns wieder einmal auf Pirschfahrt. Erst zeigt sich uns ein Steinadler und wartet geduldig bis die Belichtung  sitzt, dann entdecken wir eine Dreizehenmöwenkolonie und beobachten eine Krähe beim strategisch geplanten Eierdiebstahl. Das hat doch fast etwas von Heinz Sielmann oder Andreas Kieling. Auf der Suche nach einem Platz für die Nacht treffen wir dann noch auf einen jungen Elchbullen, der uns neugierig beäugt, bevor er im Gestrüpp verschwindet. Was für ein Ende eines doch sonst so öden Tages.
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Insel Senja



Wir verlassen Tromsö über eine weitere Brücke und ganz schnell geht die Stadt in Einsamkeit über. Wie auch schon in den letzten Tagen trifft man in der winterlichen Landschaft nur noch vereinzelt auf Häuser.

 

Kurz später bringt uns eine Fähre innerhalb von 45 Minuten über eine fast spiegelglatte See auf die Insel Senja, auf deren Nordseite wir entlang einer sogenannten "Landschaftsroute", einer norwegischen Touristikstrasse, weiterfahren wollen. Am Fähranleger kommen wir mit Caro und Christoph aus Osnabrück ins Gespräch, auf die wir während unserer Tour heute immer wieder treffen sollen.

 

Senja ist landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, die zum Teil mit Aussichtsplattformen in modernem Design ausgestattet sind, meist führt der Weg aber entlang einer teilweise hochalpin erscheinenden Landschaft mit hohen Bergen, die aber für uns immer wieder überraschend direkt ins Meer übergeht. Auch die hier heimische Seevogelwelt scheint für unser Auge so überhaupt nicht zu der Bergkulisse zu passen. Weiter Richtung Westen gelangen wir an Buchten mit türkisblauem Wasser und kleinen Inseln, die ein fast mediterranes Flair verbreiten. Das Wasser scheint zum Baden einzuladen - bei einer Aussentemperatur von unter 10° Grad Celsius im Schatten und eiskaltem Wasser ist das aber selbst beim derzeitigen Sonnenschein keine Option für uns.

 

Unterwegs erhalten wir eine SMS von unseren belgischen Bekannten mit dem Faltwohnwagen, die unseren Weg bereits in Schweden und in Jokkmokk in Lappland gekreuzt haben. Sie sind auch auf Senja und so verabreden wir uns auf ein Treffen am nächsten Fähranleger. Die beiden wollen Senja erkunden, uns zieht es weiter.

 

Wir nehmen die Fähre nach Andoya auf den Vesteralen. Die Fähre ist relativ leer. Unter den wenigen Passagieren sind zwei deutsche Womos, auf die wir heute (Caro und Christoph) und in den letzten Tagen (Ina und Joshua mit ihrem blauen VW-Bus) schon mehrfach getroffen sind. Das bleibt nicht aus, da wir in etwa die gleiche Tour fahren. Auch mit den Besitzen eines Mobils aus Frankreich kommen wir ins Gespräch. Diese Art von Gemeinschaft fühlt sich irgendwie gut an.

 

Obwohl das Wetter schön ist, ist die 1,5 Stunden lange Überfahrt unruhig. Mein Magen hält dieses Mal aber durch, ich bin aber trotzdem ziemlich fertig als wir endlich anlanden. Trotzdem verbringen wir noch einen netten Abend mit dem jungen VW-Bus-Paar in unserem Auto und lassen uns von der mitternächtlichen Sonne wärmen.

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Tipps: mit dem Wohnmobil nach Skandinavien


Reisetipps zu den Skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland

Reisetipps für Dänemark, Schweden und Norwegen:

 

Maut, Einkaufen, Reisen mit Hund und andere Dinge, die uns aufgefallen sind.

 


Dänemark:

 

Unser Nachbarland erfreut sich größter Beliebtheit. Meer, lange Sandstrände, viel Natur, aber auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen, und Städte ziehen uns Womo-Fahrer in den Norden.

 

Dies ist uns aufgefallen:

  • Sprit ist deutlich günstiger als in Schweden. Diesel war 2019 unwesentlich teurer als in Deutschland
  • es gibt nur wenige offizielle Stellplätze
  • Dänemark ist teurer als Deuschland, aber auch teurer als z.B. Schweden
  • Fleisch ist teuer, aber auch meist deutlich besser als in Deutschland
  • Dänemark hatkeinen EURO!
  • In Dänemark gibt es kaum Bäcker und wenn man einen gefunden hat, ist die Theke meist leer

Reisen mit Hund: (Stand 9/2019)

  • bei der Einreise eines Hundes gelten die normale EU-Regelungen
  • grundsätzlich ist das Freilaufen in Wäldern verboten, allerdings gibt es rund 150 spezielle Hundewälder (siehe App Vetfinder24)
  • Ab Oktober dürfen Hunde am Strand freilaufen

 

 


Schweden

 

Schweden ist in unseren Augen DAS Wohnmobil-Reiseland schlechthin. Warum das so ist, erfahrt ihr hier:

  • viele Sehenswürdigkeiten kostenfrei
  • oft alles 3-sprachig
  • kinderfreundlich ohne Ende
  • Jedermannsrecht
  • Entsorgung:
    Es gibt viele Entsorgungsmöglichkeiten auf Parklätzen großer Straßen. Hier gibt of WC für Männer, Frauen - und Wohnmobile (Latrine)
  • freies Übernachten
    an und in der Nähe der Autobahn in Westschweden nicht zu empfehlen. Hier campieren oft Wanderarbeiter in ihren Autos.
  • LPG Gas vor allem im Norden schwer zu erhalten.

weiter ist uns folgendes aufgefallen:

  • Sprit ist sehr teuer (deutlich teurer als in Dänemark
  • Regelung für Fahrzeuge über 3.5 t:

Mit dem Hund nach Schweden:

Stand 2019: Einreise

  • es gelten die EU-Regeln , allerdings mit Sonderregelungen
  • Vor der Reise muss der Hund beim Zoll angemeldet werden. Dies kann man sehr einfach im Vorfeld im Internet machen ( hier ). Mehr dazu auch hier unter visitsweden.de/hunde-und-andere-haustiere/
  • eine Entwurmung, sowie es früher mal war, ist nicht mehr nötig

 


Norwegen

 

Norwegen ist ein Land, an dem sich ein Postkartenmotiv an das nächste reiht. Allerdings ist es nicht nur reich an Klippen für die Kamera, sondern bietet auch einige für den Wohnmobilfahrer:

  • Maut: hier sollte man sich vorher online registrieren und ein Guthaben anlegen. Die Maut fällt oft ohne Vorwarnung an, Ausweichmöglichkeiten gibt es so gut wie nicht.
  • Es gibt keinen Euro!
  • Norwegen gehört NICHT zur EU. Bitte vor Reisebeginn sich mit den aktuellen Einreisebedingungen auseinandersetzen.
  • Stichwort "Telefonieren und Roaming":
    Ist Dein Handy-Vertrag auf für Norwegen gültig?
  • Hundebesitzer aufgepaßt: Bitte an alle notwendigen Impfungen denken.
  • extrem teuer, Essen gehen und Alkohol kann man eigentlich vergessen
  • Eingekauft haben wir meist bei REMA 2000, empfehlenswert hier ist das "dänische Brot".
  • Tipp: gefrorener Fisch ist im Verhältnis recht günstig.

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