Albanien - Paradies für Abenteurer, Natur- und Kulturfans


Die einzelnen Etappen der Reise:


Die Highlights dieser Teilstrecke:

 

  • Tipp 1: Einreise über den Norden
  • Tipp 2: Theth - das Herz der Albanischen Alpen
  • Tipp 3: Die drei Lagunen vor Lezha



Start der Reise - Teil 1 (rote Strecke):


Freistehen im Wohnmobiil in Albanien

Albanien ist ein kleines sonniges Gebirgsland am Rand des westlichen Balkans und liegt zwischen Montenegro und Griechenland.

 

Das kleine Land ist ein Paradies für Abenteurer, Natur- und Kulturfans.

 

Wir haben gehört, dass das Land, dass kleiner als Baden-Württemberg ist, vom Gebirge bis zum mediterranen Flair der Küste alles zu bieten hat. Getoppt wird eine Reise durch eine  herzliche Gastfreundschaft.

 

Auch für Wohnmobilfahrer ist Albanien einzigartig, ist das Freistehen hier offiziell erlaubt.

 

Wir haben uns das einmal angeschaut:



Top Tipp 1: Einreise über den Norden


Über Kroatien und Montenegro reisen wir Anfang Oktober in Albanien ein. Die meisten reisen über die Küste Montenegros bei Shkodra nach Albanien ein, wir entscheiden uns aber, im Norden bei Plav (Montenegro) auf der P9 die Grenze am Grenzübergang Vermosh - Guci (GPS 42.583829, 19.775173)

zu überschreiten.

 

Einreise:

 

Anfangs sah es so aus, als ob es auf dieser Straße überhaupt keinen Grenzübergang gibt, aber dann kam er doch: ein kleines Häuschen und ein Schlagbaum. Heraus kam ein Zöllner, der unsere Pässe und die grüne Versicherungskarte sehen wollte. Ein paar hundert Meter ein zweiter Schlagbaum: Hier wollte man die Pässe und die Autopapiere sehen - aber grundsätzlich war die Einreis völlig problemlos.

Wir reisen über den Grenzübergang Vermosh - Guci im Norden Albaniens von Montenegro ein.

Albanien mit dem Wohnmobil
die erste Brücke in Albanien

Keine hundert Meter weiter werden wir mit den "guten" Straßenverhältnissen in Albanien konfrontiert. Wir erreichen eine Brücke, die  - sagen wir mal - etwas dubios aussieht. Es gab noch nicht einmal ein Schild einer Gewichtsbegrenzung!

 

Waren die Straßen in Montenegro breit und sehr gut befahrbar, mäandert die Straße in diesem Teil Albaniens durch die felsigen Schluchten entlang eines tiefblauen Flusses. Gerade Abschnitte gibt es auf den ersten Kilometern quasi gar nicht, aber die Landschaft ist atemberaubend.

 

Später öffnet sich das Tal, links und rechts gibt es erste kleine Bauernhäuser:

Mit dem Wohnmobil durch Albanien
ein traumhaftes Tal empfängt uns bei der Einreise

Selcë

Mit dem Wohnmobil in Albanien
zwei gegrillte Forellen für 5 EUR !

Das Ziel des heutigen Tages ist Selcë. Hier gibt es einen Wohnmobil-Stellplatz mit kleinem Restaurant, in dem man lecker Forelle aus der benachbarten Zucht essen kann.

  • Bar Restorant & Camping Selca Cem
    (GPS 42.504919, 19.597682)

Das kleine, nette Camp liegt in toller Lage über dem Fluss. Es gibt Sitzgelegenheiten mit toller Aussicht. Nicht nur die Forelle ist lecker, sicherlich auch das Fleisch, denn das wird vor Ort geschlachtet und frisch verarbeitet.

Mit dem Wohnmobil durch Albanien
Pass "Leqet e Hotit"

Am nächsten Morgen geht es erst einmal gen Süden Richtung Koplik. Vorher allerdings ging es auf der gut ausgebauten Straße noch einmal einen Paß hoch.

 

In der kleinen Fußgängerzone des Ortes gibt es einen Vodafone Shop, indem wir eine Touristen-Prepaid Karte für 2100 LEK (18 €) gekauft haben. Die Frau sprach 1a englisch.

 

Von Koplik (GPS 42.220045, 19.445562) zweigt die S21 Richtung Theth ab.

 

 


Top-Tipp 2:

Theth - das Herz der Albanischen Alpen:


Anfahrt nach Theth mit dem Wohnmobil
Anfahrt nach Theth
Mit dem Wohnmobil in Albanien
Serpentinen auf dem Weg nach Theth

Unser nächstes Ziel ist Theth. Der kleine Ort liegt abgeschieden mitten in den Bergen. Bis vor ein paar Jahren war der Ort nur "offroad" zu erreichen, sodass der Ort im Winter oft monatelang von der Außenwelt abgeschnitten war.

 

In den letzten Jahren wurde eine spektakuläre, aber asphaltierte Straße gebaut, der letzte Bauabschnitt ist gerade fertig geworden.

 

 

 

 

Mit dem Wohnmobil in Theth Nationalpark in Albanien
Das Gebiet lädt zum Wandern ein.

Wir fahren durch eine phantastische Gebirgslandschaft. Die Bäume färben sich herbstlich. Es ist Sonntag und es sind viele Wanderer unterwegs.

 

Mit einem größeren und breiteren Wohnmobilen ist vor allem der letzte Streckenabschnitt mit vielen engen Serpentinen schon ein große Herausforderung.

 

Für kleine Offroad-Fahrzeuge bietet sich die Südroute nach Theth an. Sie soll schon recht schwierig sein. Unser Paul ist für diese Strecke zu groß und nicht geeignet.

 

 

 

Heute ist Theth ein Anziehungspunkt für Touristen, denn das Dorf liegt direkt an einem Nationalpark und ist Ausgangspunkt für Wanderungen und anderen Aktivitäten.

 

Überall werden neue Unterkünfte gebaut, bestehende Häuser erweitert, neue Wege angelegt. Uns hat Theth überhaupt nicht gefallen.

 

Frei stehen ist nicht erwünscht, überall stehen Camper in den Gärten der Häuser, viele Bagger und Baumaschinen, Bauarbeiten auf der Straße und am Fluss. Wir sind  gleich wieder umgedreht und haben uns auf einem kleinen Campingplatz oberhalb des Ortes einquartiert:

mit dem Wohnmobil in Theth in Albanien
Ein fantastischer Blick in die Bergwelt rund um Theth
Mit dem Wohnmobil im Thet Nationalpark
Schweinischer Besuch
  • Camping Freskia (GPS 42.402948, 19.755449)

Der kleine, familiäre Campingplatz bietet auch Frühstück und Abendbrot. "Muttern kocht". Man setzt sich abends einfach in den kleinen Raum mit Kamin und lässt sich überraschen, was aus der Küche kommt. Uns hat es jedes Mal geschmeckt.

 

Allerdings ist dieser Campingplatz nichts für große Wohnmobile, denn die Anfahrt geht steil herunter und selbst Kastenwagen hatten große Mühe, den Weg nach oben zu schaffen. Manche brauchten mehrere Anläufe.

 

Mondaufgang im Theth-Tal
Mondaufgang im Theth-Tal

Am Abend erleben wir einen fantastischen Mondaufgang:

 

 

Wir holen das Spektiv heraus und sehen Mond, Saturn mit dem Ring und Jupiter mit seinen vier Monden.


Impressionen aus dem Theth-Tal


Shkodra

Am nächsten Tag möchten wir Shkodra, die heimliche Hauptstadt Albaniens, besuchen.

Shkodra mit dem Wohnmobil
eng geht es zu in Shkodra

Leider gestaltet sich die ganze Sache schwierig. Es ist Sonntag und es scheint so, dass alle Albaner auf den Beinen sind. Wir durchfahren die Stadt, die Straßen werden enger und enger und geben die Parkplatzsuche enttäuscht auf.


Die Burgruine Rozafa

Die Burgruine Rozafa mit dem Wohnmobil
Die Burgruine Rozafa

Selbst die Sagen umwobene Burgruine Rozafa, die quasi mitten in der Stadt auf einem Berg thront,   ist schwierig für uns zu erreichen. Die kleine Straße nach oben wird immer enger, links und rechts parken Autos. Wir haben schon Befürchtungen, dass wir keinen Platz zum Wenden finden. An einer Kehre finden wir nutzen wir die gegebene Möglichkeit, machen ein paar Fotos von der Burg und fahren wieder.

Mit dem Wohnmobil nach Albanien
Durch das Hinterland der Küste

Eigentlich war die berühmte Fähre über den Koman Stausee das nächste Ziel. Für diese spektakuläre Fahrt durch die Felsenschlucht ist aber bestes Wetter Voraussetzung.

 

Der Wetterbericht kündigt aber in den nächsten zwei Tagen Regen an und wir ändern unseren Plan.

 

Mit dem Wohnmobil nach Albanien
Bauer mit Pferdewagen

Wir fahren von Vau-Deja eine kleine, aber sehr schöne Straße durch das Hinterland an die Küste Richtung Lezha.

 

Diese 15.000 Einwohner zählende Stadt ist sehr bedeutend für die Albaner, denn hier hat ihr Nationalheld Skanderberg seine letzte Ruhestätte gefunden.

Mit dem Wohnmobil durch Albanien
Lezha - eine wichtige Stadt für die Albaner

Es wird Abend und wir fahren auf die nördlichste der drei Lagunen vor Lezha und sind erschrocken über die Hotelburgen, die sich plötzlich aufbauen. Wir hatten zwar schon gelesen, dass der Tourismus hier in den Jahren gefördert wurde, dass aber solche häßlichen Hotelburgen dabei herauskommen, hat uns doch etwas überrascht.

Hotelburgen in der Bucht von Shëngjin
Hotelburgen in der Bucht von Shëngjin

Top-Tipp 3:

Die drei Lagunen vor Lezha


Die drei Lagunen vor Lezha bilden das Delta des Kleinen Drin. Neben den Hotelburgen im Norden gibt es südlich davon weitreichende Sumpfgebiete, die man zum Teil mit dem Auto befahren kann. Wir durchqueren die Hotelanlagen und biegen Richtung Süden und erreichen die nördlichste Lagune:

Mit dem Wohnmobil nach Albanien
Kleiner Stellplatz unter Bäumen

Einen schönen Platz zum Freistehen haben wir nicht entdeckt, aber am Ende der Straße finden wir an einem kleinen Restaurant mit kleinem Wohnmobilstellplatz einen Platz für die Nacht.

 

  • Restaurant "PATI":
    GPS 41.765078, 19.595950

Einfacher Platz unter Bäumen ohne Service, aber netten Restaurant mit gutem Fisch.

Mit dem Wohnmobil in Albanien
Angler in der Lagune

Direkt hinter dem Stellplatz geht es in die Lagune. Hier stehen am Abend eine Reihe von Anglern.

 

 

 

 


Mit dem Wohnmobil durch Albanien
Eisvogelparadies

Über eine kleine, doch sehr baufällige Brücke geht es am nächsten Morgen zu Fuß auf die Insel Kunë am Ende der Lagune. Auf dem Weg auf die Insel sehen wir unseren ersten Eisvogel.

 

 

Paradies für Eisvögel

 

Wir verlassen die nördliche Lagune, um den nächsten Stichweg in die nächste Lagune zu suchen. Bei

  • 41.756317, 19.617067

teilt sich die Straße. Wir fahren rechts in den unbefestigten Weg. Entlang des Wasser beobachten wir entlang der nächsten 4 Kilometer Vögel wie Habicht, Rohrweihe, Silber- und Seidenreiher, eine Kolonie der seltenen Krauskopfpelikane, Flamingos und immer wieder Eisvögel. Im Laufe der kurzen Zeit haben wir mindestens zehn unterschiedliche Eisvögel gesehen - wenn nicht mehr!

 

Auf dem Wasser fischen traditionelle Fischer mit ihren Netzten, immer wieder stoßen wir auf Angler.

 

Der Weg endet am Strand und wir müssen zurückfahren. An der o.g. Kreuzung nehmen wir die Straße gen Süden und kommen in ein Naturschutzgebiet. Den einen EURO por Person Eintritt zahlen wir und wir fahren wieder, diesmal auf einer asphaltierten Straße wieder entlang der Lagune. Hier gibt es auch Restaurants und einen Campingplatz.


Die Lagune von Patok

Stelzenhäuser auf dem Damm der Lagune von Patok
Stelzenhäuser auf dem Damm der Lagune von Patok

Am Abend zieht es uns auf die Lagune von Patok. Auf einem schmalen Damm reihen sich hier die Fischrestaurants auf Stelzenhäuser und Hotels aneinander.

N

Wir verzichten heute mal auf einen Restaurantbesuch und  übernachten auf einem großen, geschotterten um vom Wasser umgebenen Parkplatz am Ende der Straße.

  • Parkplatz am Ende der Straße: 41.631195, 19.591140

Abends sind noch ein paar Angler vor Ort, aber in der Nacht ist es ruhig - es regnet!


Fazit der ersten Tage:

  • In den Bergen bietet Albanien tolle Landschaften, die Küste (bis auf die Naturschutzgebiete) hat uns bisher noch nicht begeistert.
  • Freistehen ist zwar überall erlaubt, hat aber bisher nur wenig Sinn gemacht. Wir standen bisher immer auf kleinen Parkplätzen an Restaurants oder kleinen Campingplätzen mit Bewirtung und haben die Gastfreundschaft und das Essen genossen.
  • Die Straßen, vor allen in Bergen, sind zum Teil in einem katastrophalen Zustand. Es gibt Passagen, an denen nur eine der beiden Spuren befahrbar sind. Viele - gerade auch die neu errichteten Straßen - sind so eng, dass ein Wohnmobil und ein PKW kaum oder keinen Platz zum Passieren haben.
  • Albanien hat ein Müllproblem. Es ist unglaublich, wie viel Müll überall rumliegt. Es gibt zwar viele Müllcontainer, die werden scheinbar viel zu wenig geleert.


 

 

 

 

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