Reiseberichte Portugal und Spanien

Im Winter mit dem Wohnmobil unterwegs auf der Iberische Halbinsel


Reiseberichte mit Routenvorschlägen und Stellplatztipps mit GPS-Daten, Länderinfos und vielen Fotos. Wir sind Naturfreunde, aber auch die Kultur kommt nicht zu kurz.

 

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken.

 


Unsere Reiserouten auf einer Karte:


blaue Reise:

Einmal rund um die Iberische Halbinsel

Der Fokus dieser Reise liegt auf Naturbeobachtungen außerhalb der touristischen Hochburgen.

 


grüne Reise:

Extremadura und Südportugal

Überwintern in Portugal und Spanien kann so viel mehr sein als nur Sonne, Meer und Strand:

 


rote Reise:

Portugal und Nordspanien

Unsere erste Winterreise nach Portugal und Spanien steht unter dem Motto "Überwintern mal anders."

 


Entlang der Küste Richtung Marokko

Unser Weg nach Marokko führt uns über Frankreich nach Spanien ....

 


Reisetipps zu Spanien und Portugal:


Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Spanien

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Unsere Highlights in Spanien und Portugal:


1. Topp-Tipps: Spanien


Halbwüste Bardenas Reales de Navarra

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa

Mal schnell in die USA jetten oder heute zum Mars fliegen? Kein Quatsch - das geht von Spanien aus ganz schnell!

 

Einfach in der Halbwüste Bardenas Reales der Navarra südlich von Pamplona/Spanien vorbeischauen und man hat beides. Ok, vielleicht in etwas kleinerem Maßstab, aber auch der Aufwand für die Anreise hält sich in Grenzen. Besonders früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang entfaltet das Gebiet seinen vollen Charme.

 

Kurz anhalten, nichts sagen und diese "unglaublich laute" Stille auf sich Wirken lassen: Ein Erlebnis.

 

Das als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesene 40.000 Hektar große Gebiet lag einst auf dem Grund eines urzeitlichen Meeres. Die bizarren Felsformationen entstanden durch die unterschiedliche Auswaschungen der abgelagerten Sedimente durch Regen und Wind. In neuerer Zeit diente die spektakuläre Landschaft sogar in einer Episode der Serie  „Game of Thrones“ als Kulisse.

 

Die unwirtliche anmutende Region bietet aber auch reichlich Natur. Vogelarten wie der Wanderfalken, der Steinadler, der Zwergadler, der Gänsegeier und der Schmutzgeier sind hier zuhause. Aber auch Reptilien, wie Schlangen und Eidechsen, oder Säugetiere, wie die Wildkatze aber auch Igel, Hase und Wildschwein können hier überleben.

 

Besucher müssen den Naturpark vor Sonneuntergang verlassen. Übernachten im Park ist leider ebenfalls verboten; aber nur etwas 5 Fahrminuten entfernt gibt es in Arguedas am Rande der Wüste einen netten Stellplatz.

 

Ganz in der Nähe des Stellplatzes, liegen die Höhlenwohnungen von Arguedas ,die wir am nächsten Morgen erkunden. Diese in den weichen Stein hineingegrabenen Wohnhöhlen enstanden ie im 19.Jahrhundert, um Menschen Unterkunft zu bieten, die sich keine "richtige" Wohnung leisten konnten. Im Jahr 1940 gab es etwa 50 Höhlenhäuser, die aber in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts verlassen wurden.

 

Unser Stellplatz:

  • Arguedas: kostenfreier Stellplatz auf gemischtem Parkplatz, VE
    (N 42°10'22",  W 1°35'29")

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Nationalpark Coto de Doñana und Roccio

Spanien Nationalpark Donana El Rocio Reisemobil Wohnmobil Andalusien Ornithologie Vögel
Wallfahrtsort El Rocio am Nationalpark Coto de Donana

Wir verlassen nun Portugal mit dem Ziel Donana Nationalpark. Hier hat es uns im letzten Jahr so gut gefallen (mehr dazu: hier), dass wir uns jetzt einige Tage Zeit zur Erkundung des Gebiets nehmen wollen.Das  Delta des Flusses Guadalquivir ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

El Rocio

 

Wir starten im Örtchen El Rocio und verbringen dort einen interessanten Abend mit Ingrid und Dieter (beide weit über 70 und schon weit gereist; derzeit minimalistisch unterwegs mit einer kleinen, 30 Jahre alten Kabine mit Aufstelldach auf einem 4x4 Basisfahrzeug, das auch schon 17 Jahre auf dem Buckel hat - Hut ab. Reisen liegt in der Familie. Die Enkelin fuhr in 2017 mit dem Planwagen von Bayern an die Ostsee).

 

Es mag am Wetter oder daran liegen, dass gerade Wochenende ist, aber in El Rocio ist zwar wieder sehr wenig los, es gleicht aber weniger einer Geisterstadt als im letzten Jahr: weiterlesen.

 

Im Infozentrum (N 37°07'58", W 6°29'20") an der Durchgangsstraße kann man Touren in den Park buchen, den die Kernzone ist nur im Rahmen geführter Bus- oder Jeeptouren möglich. Derzeit startet eine Bustour um 8 Uhr morgens, eine zweite Tour um 15 Uhr. Es empfiehlt sich, zumindest einen Tag im Voraus zu reservieren, dann auch jetzt außerhalb jeder Saison sind die Busse gut gebucht. Alternativ sind auch individuelle Touren (1/2 Tag ab ca. €165,-- ) buchbar. Wir ziehen aber erneut auf eigene Faust los.

 

Donana Nationalpark

 

Bereits in der Lagune am Ort, die zur Schutzzone des Parks gehört, sehen wir Sichler, Stelzenläufer und diverse Enten. Hier lohnt auch ein Besuch des ornithologischen Infozentrums. Von einer netten Mitarbeiter erhalten wir hier eine Checkliste der im Park vorkommenden Vögel auf Deutsch mit Angaben, zu welcher Jahreszeit und in welcher Häufigkeit diese anzutreffen sind.

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Die schöne Jungfrau von El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

 

Auf halber Strecke zwischen Huelva und der Grenze zu Portugal liegt das winzige Örtchen El Terrón , wobei der kleine Ort auch noch durch die Durchgangsstraße in zwei Hälften geteilt wird. Am Meer liegt der Fischerei- und Sportboothafen mit einigen kleinen Restaurant eingebettet in den Naturpark Marismas del Río Piedras y Flecha del Rompido. Auch wenn der Fischfang in den letzten Jahren zurückgegangen ist, ist am Hafen immer etwas los. Es heißt, man habe sich hier auf des Flicken von Netzen spezialisiert. Vor allem am Wochenende sind die Lokale gut besucht. Meist treffen sich hier große einheimischen Familien zum Mittagsmahl. - Kein Wunder, kann man hier aber auch wirklich leckeren und definitiv frischen Fisch essen.

 

Viel interessanter ist aber das landeinwärts der Durchgangsstraße gelegene Oberdorf, das man bei einem flüchtigen Besuch auch schnell übersieht. El Terrón, so ffinden wir heraus, ist ein weiterer wichtiger Wallfahrtsort, dessen Kirche am Hauptplatz die Statue der „Nuestra_Señora_de_la_Bella“ aus dem 15. Jahrheundert beherbergt, die einmal im Jahr im Rahmen einer großen Prozession gefeiert wird.

 

Rund um den Platz gruppieren sich mehr oder weniger prächtig ausgestattete kleine Gebäude, die offenbar Familien des Umlands als Treffpunkt und Festsaal bei Wallfahrt, Kirchgang und anderen Festlichkeiten dienen. Jetzt am Wochenende sind hier ähnlich wie in El Rocio viele Einheimische zu Pferd unterwegs. Aus einigen der Buden ertönt der Flamenco

 

Obwohl am Sonntagabend hier Ruhe einkehrt, wirft der Wirt des Lokals „El Eremita“ für uns und die Besatzung des Koffers, Petra und Robert aus der Schweiz, als einzigen Gästen noch einmal den Grill an, so dass wir das Wochenende mit riesigen aber durchaus leckeren Fleischportionen ausklingen lassen können.

 

Unsere Stellpätze:

  • El Terron: Parkplatz am Hafen, Höhebegrenzung: 3,20m
  • alternativ: großer Parkplatz auf Sand am Oberdorf

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El Rocio - ein Ort, wie aus Zeit und Raum gefallen

El Rocio Donana Geisterstadt Westernstadt Wallfahrt Pferde Kutschen Flamenco
El Rocio - eine Geisterstadt im Westernlook

Am westlichen Rand des Doñana Nationalparks liegt El Rocio, in dem es außer der Durchgangsstraße  keine befestigte Straßen gibt. Die meiste Zeit des Jahres erscheint das Örtchen mit seinen nur etwa 1.500 Einwohnern praktisch menschenleer.

 

Man kann es dann kaum glauben, aber man lebt hier in großem Masse vom Tourismus. El Rocio ist ein Wallfahrtsort, der nur einmal im Jahr für zwei Wochen so richtig zum Leben erwacht. Zu Pfingsten soll hier die Hölle losbrechen, die Straßen gefüllt von Menschen, Pferden und Kutschen sein.

 

Bei unserem ersten Besuch an einem gewöhnlichen Wochentag ist das aber kaum vorstellbar. Vor uns liegt eine Geisterstadt im Westernlook. Nur wenige Menschen und noch weniger Autos sind auf den unasphaltierten Straßen des Ortes unterwegs. Wobei „unasphaltiert“ etwas untertrieben ist: Das hier sind Pisten aus losem Sand. Wer also einmal davon träumt mitten im Ort mit seinem Allrad im Sand zu wühlen, der ist hier richtig.

 

Das zweite Mal kommen wir an einem Wochenende im März nach El Rocio. Am Freitag bekommen wir einen ersten Eindruck, was El Rocio ausmacht. Wie aus dem Nichts erwacht die Stadt zum Leben. Die Stadt erwacht praktisch aus dem Nichts zum Leben. Mit Bussen werden Ausflüger herangebracht und die Bewohner führen den Sonntagsstaat aus.

 

Wer kann, ist  zu Pferd unterwegs, oft passend gekleidet  - die Reiterinnen sogar mit Rock im Damensitz. Auch die Jugend macht da keine Ausnahme. Am Abend geht es hoch zu Ross in die Kneipe, manchmal mit der Liebsten hinten auf dem Pferd. Vor der Kneipe kann man das Pferd anbinden, meist nimmt man die Getränke aber im Sattel ein. Oft wird auch gesungen - selbst die Teenies sind hier textsicher.

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz im Stadtgebiet: außerhalb der Feiertage/Saison wird ein einmaliges Übernachten (kein Camping!) ab und an toleriert

ansonsten

 

Unser Campingplatz-Tipp:

  • Camping El Aldea: fußläufig zum Ort

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Doñana Nationalpark

Reisfelder im Donana Nationalpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie Fotografie Feuchtgebiet Natura2000 Spoonbill Kite Schleuereule Milan Löffler Falke Storch stork
Reisfelder im Donana Nationalpark

Abseits der Hauptstraßen fahren wir von Chipiona möglichst dicht entlang dem östlichen Ufer des Guadalquivir, der in weiten Teilen die Grenze des Doñana Nationalparks darstellt. Die Wege hier sind teils asphaltiert, meist aber Schotterpisten und, egal welcher Belag gerade überwiegt, immer wieder eine echte Herausforderung. Die Tiefe der oft nicht umfahrbaren Schlaglöcher macht ein Allradfahrzeug ratsam und wir sind froh über die große Bodenfreiheit unseres Mobils.

 

Das Delta des Flusses ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

Das Kerngebiet des Nationalparks ist mit dem eigenen Auto nicht befahrbar, es werden aber Bus- und Jeeptouren angeboten. Aber auch die freigegebenen Strecken um und in den Randbereichen des Parks geben einen guten Einblick in die Natur des Gebiet. Ihr schlechter Zustand zwingt allerdings zum Langsamfahren und ist für uns damit eine gute Entschuldigung auf der Suche nach guten Fotomotiven mehr zu schleichen als fahren. Rund um den Park finden sich diverse Informationszentren, die mit ihren unterschiedliche Aspekte des Parks beleuchtende Ausstellungen einen Besuch wert sind.

 

Besonders interessant ist die Strecke zwischen den Infozentren Casa De la Dehasa De Abja (N37°12'21.7", W6°10'12.6") und José Antonio Valverde (N37°04'26.4", W 6°22'38.7). Uns kommen neben großen Trupps von Braunen Sichlern, Weiß- und Schwarzstörche auch diverse Greifvögel vor die Linse. Auf den Rückweg sehen wir kurz vor Sonnenuntergang entlang eines sich im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung erstreckenden Kanals neben dem Weg mehrere Schleiereulen, die zeitweilig sogar vor unserem Auto herfliegen. Rund um das Centra de Visitantes José Antonie Valverde grasen abseits der Lagunen und Feuchtflächen große Herden halbwilder Pferde und Rinder in der weiten Landschaft, die uns hier an die Weiten der mongolischen Steppe erinnert.

 

Außerhalb des Nationalparks wird das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt, insbesondere wird in großem Stil Reis angebaut.

 

Weitere Infos über den Donana findet ihr in unserer nächsten Reise nach Spaniern: hier

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Tarifa - südlichster Punkt des europäischen Festlands

Tarifa Afrika Surfer Kiter Vogelbeobachtung Straße von Gibraltar Altstadt Markthalle

Spaziergang am Strand von Tarifa (links Tarifa, rechts am Horizont ist Afrika zu erahnen)

 

Unser nächstes Ziel ist Tarifa der südlichste Punkt des europäischen Festland. Nur etwa 14 km liegt die afrikanische Küste entfernt.

 

Auf dem Weg dorthin kommen wir an Gibraltar wir. Wir waren hier schon einmal und teilen die Meinung vieler anderer Reisenden, dass man hier vielleicht einmal gewesen sein sollte, aber nicht unbedingt ein zweites Mal vorbeifahren muss. Denn wirklich sehenswert ist dieser britische Vorposten am Mittelmeer unserer Ansicht nach nicht. Am meisten blieb uns die die Hauptzufahrt zur Stadt kreuzende Landebahn des Flughafens in Erinnerung, wo bei Starts und Landungen eine beschrankte Ampelanlage den Autoverkehr unterbricht.

 

Tarifa ist aufgrund seiner „windgünstigen“ Lage ein Mekka für Surfer und Kiter und deren lockere Stimmung liegt über der Stadt. Die Altstadt ist mit ihrer maurisch geprägten Architektur einen Besuch wert und die Markthalle lädt mit ihren Tapasbars zum Verweilen ein. Vom Strand aus hat man einen guten Blick auf Straße von Gibraltar, einem der meistbefahrenen Schifffahrtswege Welt. Mehr als 300 Schiffe ziehen hier täglich vorbei.

 

Die Region ist aber auch für Naturfreunde interessant. Während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst überqueren hier tausende von Zugvögel die Meerenge von Gibraltar. Viele lassen hier aufgrund der schwierigen Thermik auch ihr Leben. Der Januar ist hier allerdings keine günstige Zeit für Vogelbeobachtungen.

 

Der Abendspaziergang macht uns nachdenklich. Es ist  aufgrund der Flüchtlingssituation ein mehr als skurriles Gefühl, beim abendlichen Strandspaziergang die Lichter Marokkos zu sehen und daran zu denken, wie viele Menschen auch hier auf eine günstige Gelegenheit warten, nach Europa zu gelangen.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Tarifa: Parkplatz am Stadion, das Übernachten wird zumindest außerhalb der Saison toleriert (N36°01'26.8", W5°36'59.0").
  • Entsorgungsmöglichkeit an der Tankstelle Tarifuel (N36°01'35", W 5°36'28"), bei Volltanken kostenfrei
  • weitere Infos und Stellplätze aus einer anderen Reise: hier

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Die "Weißen Dörfer" Andalusiens

Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung
Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung

Die Region rund um Malaga kennen wir bereits aus früheren Reisen ohne Wohnmobil. Auch die eigentlich sehr sehenswerten Städte Ronda, Cordoba, Granada und Sevilla haben wir bereits in der Vergangenheit besucht. Wir fahren daher weiter durch das bergige Landesinnere abseits der Städte und den Bettenburgen an der Küste und konzentrieren uns auf die Erkundung eines etwas anderen Andalusiens mit den Naturparks Sierra de Grazalema und Los Alcornocales. An der Straße A-373 südlich von Ubrique folgen wir einem Schild, das auf einen Vogelbeobachtungspunkt hinweist.

 

Nach einigen Kilometern Schotterpiste finden wir zu unserer Überraschung einen Platz vor, an dem offenbar immer wieder Geierfütterungen stattfinden. Die Tafel am Platz informiert darüber, dass dies notwendig sei, da die Vögel nicht mehr genug Aas finden würden. Insbesondere seit den Zeiten von BSE hätte sich die Art der Viehhaltung geändert. Kadaver toter Tiere würden schneller entsorgt und den Vögeln damit eine Nahrungsgrundlage geraubt.

 

Immer wieder treffen wir auch auf die „Weißen Dörfer“ für die Andalusiens Hinterland bekannt ist. Diese Dörfer und kleinen Städte gehen meist auf römische oder phönizische Siedlungen zurück, die von den Mauren weiter ausgebaut wurden. Besonders gut gefällt uns Grazalema in der Provinz Cádiz, das sich obwohl auf Touristen eingerichtet, mit seinen weiß gekalkten Häusern seinen fast exotischen, an Nordafrika erinnernden Charme erhalten hat. Wir übernachten auf einem Parkplatz vor dem Ort und frühstücken im Cafe Rumores,  in dem wir an diesem Morgen die einzigen nicht spanisch sprechenden Gäste sind.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Grazalema: Parkplatz gegenüber der kleinen Kapelle „Ermita de la Virgen de los Ángeles“ aus dem 19. Jahrhundert (N36°45'42.9", W 5°21'44.4")
  • Benarrabá: Stellplatz am Bauhof mit Blick über die Berge, kostenfrei, jeder der fünf Plätze mit eigener Ver- und Entsorgung, derzeit kein Strom (N36°32'57.4", W 5°16'45.0")

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Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock

Unser nächstes Ziel ist der Naturpark El Torcal, ein Karstgebirge mit imposanten Felsformationen und einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt. Noch vor 100 Millionen Jahren war diese heute etwa 40 km von der Küste des Mittelmeers entfernt liegende Region in der Provinz Malaga von Meer bedeckt. Auf dem Boden dieses Urmeeres setzten sich die Überreste von Krusten-und Schalentieren ab. Durch das Absinken des Meeresspiegels und Auffaltungen des Bodens gelangte das sich daraus bildende Sedimentgestein Kalk an die Oberfläche. Die heutige wild zerklüftete Form des Gebirges mit ihren teils wie von Menschenhand aufgestapelt wirkenden Steinformationen entstand durch die für Karstlandschaften typische Kohlensäureverwitterung.

 

Ein Besuch des auf dem Gipfel gelegenen Informationszentrums lohnt selbst außerhalb der Öffnungszeiten, liegen dort und auf dem Weg dorthin doch diverse Aussichtspunkte. Mit etwas Glück und Geduld kann man hier Geier und auch Exemplare des Iberischen Steinbocks, einer felsiges und bergiges Gelände bewohnenden Ziegenart und nahem verwandten des Alpinen Steinbocks vor die Linse bekommen.

 

Stellplatztipp:

  • Parkplätze entlang der Straße A7075 und am Informationszentrum
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Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa

Landeinwärts von Almeria liegt auf dem Gebiet des Ortes Tabernas die einzige echte Wüste Europas. Abgeschnitten von Feuchtigkeit bringenden Winden durch die bis zu 3500m hohen Berge der Sierra Nevada im Westen und die Sierra de los Filabres und die Sierra Alhamilla fällt hier selbst im Vergleich mit dem trockenen, heißen und im Sommer oft Bratpfanne Spaniens genannten Andalusien, praktisch kein Regen. Die schroffen Berghänge, ausgetrockneten Flussbetten und kargen Ebenen versetzen den Reisenden ganz plötzlich in eine andere Welt, die an die Wüsten Nordamerikas erinnert.

 

Nicht umsonst wurden hier seit den 1950 Jahren diverse Filme gedreht, darunter „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Der Schuh des Manitu“, von denen noch die Kulissen alter Drehorte zeugen. Zwei erhaltene „Westernstädte“ können besichtigt werden und es werden Shows angeboten.

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Naturpark Cabo de Gato-Nijar

Strand Wohnmobil Cabo de Gata Nejar Naturpark Parc Natural Vogelbeobachtung Natur Naturbeobachtung Vögel Birding Halbwüste Biosphärenreservat Vulkanismus Vulkane
genialer Stellplatz mit eigener Terrasse am Strand.

Südlich von Carboneras liegt der Parc Natural de Cabo de Gata-Nejar, der sich bis kurz vor die Tore der Großstadt Almeria erstreckt. Das von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesene Gebiet ist im wesentlichen eine Halbwüste. Da es aber kurz vor unserem Besuch in der Region geregnet hat, präsentiert sich die sonst so karge Landschaft für uns wenigstens zum Teil in hellem Grün, gesprenkelt mit dem Gelb blühenden Sauerklees.

 

So alt die Berge des Kaps erscheinen mögen. Man kann immer noch erahnen, dass die geologische Struktur einst durch Vulkanismus entstanden ist. Die Vulkane selbst sind aber schon seit Jahrmillionen erloschen. Zwischen schroffen Felsen tun sich entlang der Küste immer wieder sanft ins Meer abfallende Sandstrände auf. Immer wieder stößt man auch auf aktiven oder aufgelassenen Bergbau und Minen. Das vulkanische Erbe hat hier reiche Bodenschätze hinterlassen.

 

Ein Hinweis für Wohnmobilfahrer: Südlich von Carbonera ist das Parken im Park reglementiert. Wie wir hören, werden das Parkverbot besonders für Camper auch kontrolliert. Ein Versuch frei zu stehen, ist somit nicht angeraten. Auch eine Fahrt zur Spitze des Kaps ist von Norden kommen nicht direkt möglich. Die Schotterpiste endet kurz vor dem Kap in einem von einem für Fahrzeuge gesperrten Wanderweg. Ein Umweg von etwa 30 km bringt uns quer durch den Park von Westen doch noch an den Leuchttum "Faro de Cabo da Gata" heran.

 

Am Küstenabschnitt vor dem Leuchtturm liegen Salinen, die für uns als Vogelfreunde besonders interessant sind. Bereits die Römer sollen hier Salz gewonnen haben. Im Bereich der Salinen gibt es große Parkplätze, auf denen zumindest außerhalb der Saison Wohnmobile toleriert werden. Auch an einigen Strandabschnitten ist freies Stehen möglich. Am Strand lernen wir auch Petra und Robert aus St. Gallen kennen. Mehr dazu unter der Rubrik: unterwegs getroffen.

 

  • Unser Stellplatz:Playa de la Fabriquilla: Parken am Strand
    Unsere Anliegen: Bitte besonders hier unserem Credo Folge leisten, nicht zu stören und nichts zu hinterlassen, damit wir und andere hier auch in Zukunft geduldet werden. (N36°44'12.7", W2°12'23.7")

  • weiter Infos über diesen und andere Stellplätze: hier

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Stellplatz Finca Caravana

abendliches Grillen bei frostigen Temperaturen auf der Finca Caravana
abendliches Grillen bei frostigen Temperaturen

Normalerweise findet man in unserem Block keine ausführlichen Besprechungen von Stellplätzen. - Normalerweise bleiben aber wir auch nicht mehrere Tage am gleichen Ort stehen, sondern ziehen spätestens nach zwei Übernachtungen weiter. Auf der Finca Caravana aber ist alles anders.

 

Bei unserer Ankunft werden wir von Franze, einem fahrenden Zimmermann aus Deutschland, begrüßt, der derzeit aufgrund eines Unfalls des eigentlichen Eigentümers den Platz betreibt. Man merkt sofort, das hier ist weder Stellplatz noch Campingplatz, sondern ein Platz für Leute, die anders reisen als die Überwinterer, die man auf den Stellplätzen am Meer trifft. Wir jedenfalls fühlen uns sofort zuhause und beschließen ganz gegen unsere Gewohnheit länger zu bleiben.

 

Mehr zum Stellplatz und seiner Geschichte unter:  /www.finca-caravana.de/

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Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung

Das Wetter hellt sich langsam auf. Da wir Hoffnung haben, dass sich demnächst sogar die Sonne blicken lassen könnte, machen wir uns auf, das Mündungsgebiet des Ebro zu erkunden.

 

Der Ebro ist mit 910 km der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Sein Delta ragt etwa 20km ins Meer hinein und stellt eines der größten Feuchtgebiete Spaniens dar. Obwohl das Gebiet seine heutige Form dem Reisanbau verdankt und das größte Reisanbaugebiet Spaniens darstellt, ist ein Drittel seiner Fläche als Naturpark ausgewiesen.

 

Da der Fluss heute in weiten Teilen durch Eindeichungen und Staustufen reguliert wird, führt er dem Delta eine geringe Menge an Sedimentmaterial zu.Es werden daher Maßnahmen getroffen werden, um einem Landverlust entgegenzuwirken und das Ökosystem Ebro-Delta zu schützen.

 

Die Reisfelder und Feuchtgebiete bieten insbesondere einer mannigfaltigen Vogelwelt eine dauerhafte oder während des Vogelzugs temporäre Heimat.

 

Das 2013 von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommene Ebro-Delta ist für jeden Vogelfreund zu jeder Jahreszeit ein Eldorado. Auch wenn jetzt im Winter weder Vogelzug- noch Balzzeit ist, gibt es eine Menge zu entdecken. Man trifft Wasser- und Schreitvögelarte, aber insbesondere in Schilf und Buschwerk auch auf diverse Singvögel. In den salzigen Lagunen stehen rosa Flamingos.

 

In den übrigen Feuchtgebieten und an und neben den Reisfeldern dominieren diverse Reiherarten das Bild. Wir sehen Grau-, Silber, Seiden- und Kuhreiher, aber leider weder Purpur- und Nachtreiher, die hier ebenfalls vorkommen. Am Himmel toben Raubvögel, davon viele Rohrweihen und Falken.

 

Unser persönliches Highlight sind die Eisvögel, die hier entlang der nie zufrierenden Bewässerungskanäle ideale Lebensbedingungen vorfinden.

 

Es kommen uns aber auch andere auffällige Arten vor die Linse, bespielsweise das Purpurhuhn. Dieser archaisch wirkende Rallenvogel war im Ebro-Delta schon fast ausgestorben war, erobert sich jetzt aber seinen Lebensraum zurück.

 

Bemerkenswert ist auch der metallisch glänzende Braune Sichler, der immer wieder in kleinen Trupps vorbeizieht.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Amposte: offizieller Stellplatz, Platz kostenfrei, VE gebührenpflichtig, kein Strom
    (N 40°39'31", O 0°40'29")

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Santiago de Compostela

Santiago de Compostela
Santiago de Compostela

von Santiago de Compostela nach A Coruna

 

Blauer Himmel - ein ungewohnter Anblick. Es  fällt immer noch der ein oder andere Regenschauer aus den über den Himmel rasenden Wolken und der Wind ist eisig. Trotzdem machen wir uns auf den Weg nach Santiago de Compostela - endlich mal wieder ein Weltkulturerbe.

 

Eigentlich nähert man sich der Wallfahrtsstadt als Pilger entlang des Jakobswegs zu Fuß.  Erstmals urkundlich erwähnt in der Mitte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich die Wahlfahrt nach Santiago de Compostela im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zu einem dritten Zentrum christlicher Pilgerreisen. Häufig sind wir während unserer Reisen vielen Teilen Europas schon auf Schilder gestoßen, die auf den Weg hinweisen, doch erst in Nordspanien vereinigen sich all diese "Wege der Jakobspilger" zum eigentlichen Camino de Santiago (Jakobsweg).  Unsere Pilgerreise beschränkt sich auf die knapp 2 Kilometer vom bewachten Parkplatz am Rande der Innenstadt bis hinein in die Fußgängerzone.

 

In der Kathedrale der Stadt sollen die Gebeine des Apostel Jakobus zu finden sein. Die Wallfahrt hat in den letzten Jahren einen echten Hype erfahren. Kamen vor 40 Jahren nach keine hundert Pilger, waren es in den letzten Jahren ca. 250.000 pro Jahr. Wir vermuten aber, dass der Pilgerstrom im Sommer größer sein muss, den wir können die Kathedrale in aller Ruhe bsichtigen und einen Blick auf den silbernen Reliquienschrein werfen. Der ursprünglich romanische Bau des Gotteshauses wurde immer wieder ergänzt, trotzdem hat er seine Erhabenheit bewahrt.  Auch die die puttengeschmückte Orgel und der goldglänzende Altarbereich tut dem keinen Abbruch. Auch die übrige Altstadt ist sehenswert. Trotzdem wollen wir heute noch weiter. Wir fahren bis zur Küste, wo wir die Nacht in der Nähe von A Coruna verbringen.

 

Unser Stellplatz:

  • A Coruna, Poblado Portino: Stellplatz mit Ver- und Entsorgung oberhalb eines kleine Fischerhafens

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Merida und der Parque Natural Cornalvo

Spanien Naturpark Cornalvo Naturparadies
Grandiose Landschaft des Parque Natural Cornalvo

Ein kurzer Besuch in Merida scheint Pflicht, denn auch diese Stadt gehört zum UNESCO Welterbe. Leider ist der Tag grau und es beginnt während unseres Stadtrundgangs sogar leicht zu nieseln. Wir verzichten daher auf eine Besuch des römischen Theaters und gehen nur kurz durch die belebte  Stadt, durch deren enge Gassen sich der Autoverkehr quält. Auf unserem Weg liegt der sogenannte Diane-Tempel. Bei diesem handelt es sich um einen eigentlich dem Kaiser Augustus geweihten Tempel aus römischer Zeit, in den ein Renaissance-Palast integriert wurde. Während der letzten Restaurierung wurde erwogen, den Palast zurückzubauen und die originalen Überreste des Tempels freizustellen. Man hat sich dann aber dagegen entschieden, um dieses einzigartige Ensemble zu erhalten. Nachdem wir auch noch die römischen Brücke über den Rio Guadiana besichtigt haben, kehren wir zum Auto zurück. Bei der Brücke handelt es sich um die längste noch erhaltene Römerbrücke. Diese war bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sogar noch für den Autoverkehr freigegeben.

 

Unser nächstes Ziel ist der Parque Natural Cornalvo. Im dortigen Besucherzentrum erhalten wir von der netten, allerdings wieder kaum des Englischen mächtigen Dame eine Karte des Parks. Sie startet sogar nur für uns einen Film über den Park, entschuldigt sich  aber mehrfach für die Raumtemperatur von 9 Grad. Mit Besuchern hatte wohl gerade niemand gerechnet.

 

Da es immer noch nieselt, fahren wir nur auf der einzigen Straße in den Park, wo wir bis zum nächsten Morgen in der Hoffnung auf Wetterbesserung ausharren.

 

Und tatsächlich, als wir Aufwachen hat es aufgehört zu regnen und wir brechen zu einer Wanderung entlang des Flusses auf. Eine wilde Landschaft nimmt uns gefangen - wild, obwohl Kulturlandschaft, denn hier wird überall Weidewirtschaft betrieben und die Korkeichen werden zur Gewinnung sowohl von Kork als auch von Brennholz genutzt. Der namensgebende See wird durch einen noch immer intakten Erddamm aus römischer Zeit aufgestaut. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl auf dem Damm zu stehen und über den See zu blicken. Aber wenn er schon so lange gehalten hat, wird er das sicher auch heute noch tun.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Wir übernachten auf einem kleinen Parkplatz im Park. Erst am nächsten Morgen erfahren wir, dass dies nicht erlaubt gewesen wäre.

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Parque Nacional de Monfragüe / Extremadura

Parque Nacional de Monfragüe Extremadura
Gänsegeier

Es ist unglaublich - es scheint die Sonne! Zumindest bis in den frühen Nachmittag hinein. Wir nützen die Zeit, um den Nationalpark Monfragüe in der Extramadura zu besuchen. Er ist zwar nicht sehr groß, aber mit dem Auto über durch ihn hindurchführenden Straßen gut zugänglich. Entlang der Straßen gibt es immer wieder Parkplätze und Aussichtspunkte, von denen man die teils schroff aufragenden Felswände gut sehen kann oder aber einen Überblick über die den Park durchziehenden Flusstäler sowie die die Landschaft prägenden Korkeichenwälder hat.

 

Schon der erste Parkplatz ist ein Aha-Erlebnis für uns: Raubvögel ziehen in großer Zahl über uns ihre Kreise. Raus aus dem Wohnmobil, her mit den Kameras. Wie wir später bei genauer Betrachtung unserer Bilder herausfinden, handelt es sich um Iberische Kaiseradler und um Gänsegeier, die hier ihre beeindruckenden Flugkünste zeigen. Der Tag hat sich bereits gelohnt, so denken wir, ohne die kommenden Aussichtspunkte und ihre Akteure zu kennen.

 

Wir statten zuerst noch dem mitten im Park gelegenen Informationszentrum einen kurzen Besuch ab und erhalten dort eine detaillierte Karte, die uns die weitere Planung erleichtert. Der nächste Halt bringt uns den Gänsegeier deutlich näher. Wieder drehen sie über uns ihre Kreise, landen und starten aber auch immer wieder von den uns umgebenden Felsen. Teilweise sausen sie praktisch im Tiefflug über uns hinweg. Das Geräusch ihrer Flügel gleicht den Windgeräuschen eines Flugzeugs, wie auch die Flügelform bei genauer Betrachtung deutlich der moderner Düsenjets gleicht. Wer hier von wem abgekupfert hat, sollte klar sein. Weiter geht es zu einem Vogelfelsen, an dem es nicht nur von Gänsegeiern sondern auch von Fotografen nur so wimmelt. Sicher über 100 Geier stehen etwa 20 Fotografen gegenüber. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, die Geier dabei zu beobachten, wie sie die Thermik des unter uns liegenden Flusstals nutzend ihre Kreise ziehen. Ihre Schreie hallen durch das Tal.

 

Leider zieht sich der Himmel wieder zu. Wir folgen aber noch der zweiten Parkroute und treffen dabei immer wieder auf Rotwild, das ohne jede Scheu neben der Straße äst oder diese auch in aller Ruhe vor unserem Auto überquert.

 

Unser Wohnmobil-Stellplätze:

  • Plasencia: Großparkplatz in der Innenstadt vor einem Park am Fluss
  • nahe Plasencia: Parkplatz am Restaurant Las Habazas auf Nachfrage bei Einkehr
    (N 39°56'47", W 6°05'11")

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Topp-Tipps: Portugal


Naturpark Ria Formosa: einer der beeindruckendsten Orte der Algarve

Portugal Sandalgarve Naturpark Ria Formosa Reisemobil Wohnmobil Reisebericht Stellplätze Wohnmobilstellplätze
Sonnenaufgang am Ria Formosa

An die Felsalgarve mit ihren imposante Klippen schließt sich die sogenannte Sandalgarve an, die sich bis zur Grenze von Spanien erstreckt. Ein etwa 60 Kilometer langer Abschnitt dieser Küste entlang der Orte Loulé, Faro, Olhão, Tavira und Vila Real de Santo António steht seit 1987 als Naturpark Ria Formosa unter Schutz.

 

Das Gebiet umfasst eine weitläufige Lagunenlandschaft, die durch mehrere der Küste vorgelagerte Inseln eingeschlossen wird, und bietet diversen Vogelarten eine Heimat. Aber nicht nur Ornithologen kommen hier auf ihre Kosten. An den teilweise idyllisch gelegenen Parkplätzen sind auch für alle anderen lange Strandspaziergänge sowie romantische Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge (für die, die nicht so früh wie Michael zum Fotografieren aus den Federn kommen: siehe Bild) inklusive.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Moncarapacho: Parkplatz an den Salinen (N 37° 2' 12'', W 7° 47' 47'')
  • Fábrica: Parkplatz am Strandrestaurant (N 37° 9' 13'', W 7° 33' 19'')
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Silves und die Felsalgarve

Klippenfischer an der Felsgalgarve
Klippenfischer an der Felsgalgarve

Nachdem wir bisher die Küste der Algarve im Wesentlichen gemieden haben, da es uns hier einfach zu voll war, wollen wir der Region in diesem Jahr noch einmal eine Chance geben. Und so begeben wir uns auf Fototour entlang der Felsküste zwischen Carvoeiro und Benagil mit ihren malerischen Klippen.

 

 Auch wenn es sich diverse Katzen und auch einige Wohnmobile auf dem Parkplatz der Praia de Benagil gemütlich gemacht haben, fahren wir zur Übernachtung doch lieber ins Hinterland. Obwohl wir bisher noch nie von der Polizei (hier GNR) verjagt wurden, wollen wir es doch nicht auf eine erste negative Erfahrung ankommen lassen.

 

Silves

Das kleine Städtchen liegt im Hinterland der Algarve und so etwas abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten wie Strand, Steilküste und Ozean. Trotzdem hat es gerade für Wohnmobilfahrer viel zu bieten. War es in der Vergangenheit Anlaufpunkt für viele, die sich wild auf den großen Parkplätzen am Fluß Arade lagerten, hat der Ort mittlerweile 3 offizielle Wohnmobilstellplätze.

 

Diese sind zwar verhältnismässig eng, eigenen sich aber gut für einen Zwischenstopp. Manch einer bleibt sogar länger, denn die Altstadt mit ihren alten Gebäuden, dem maurischen Castelo und den vielen Restaurant sowie Lage der neueren zwei Wohnmobilstellplätze am Fluss bzw. direkt unterhalb der Burg ist attraktiv. Aber auch die Stadtverwaltung gibt sich ersichtlich Mühe und so gibt es ein Hallenbad, eine Laufstrecke mit Trimmdichpfad, öffentlich zugängliche Sportflächen mit Klettermöglichkeiten und Spielplätze.

 

Wir müssen aber erst einmal Wäschewaschen. Glücklicherweise ist diese trocken, bevor in der Nacht der große Regen einsetzt.....und wir den nächsten Tag im Auto mit Arbeiten verbringen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Silves: Wohnmobilstellplatz Castelo, mit allem
    (einschließlich Waschmaschine und WiFi), kostenpflichtig
    (N 37°11'37", W 8°26'09")
  • Barragem do Arrade: Parkplatz unterhalb der Staumauer; weiterer Parkplatz am Stausee
    (N 37°14'22", W 8°22'40")

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Sagres und das Cabo de São Vicente

Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente
Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente

Sagres, ein Städtchen mit etwa 2000 Einwohnern, dass aber aufgrund der zahlreichen Ferienappartements deutlich größer erscheint, ist nicht nur im Winter ein Treffpunkt für Surfer und individualistische Wohnmobilfahrer. Über dem ganzen Ort liegt eine surfer-typische Entspanntheit.

 

Einen echten Ortskern gibt es nicht, aber an den Stränden der Umgebung und entlang der Straßen gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafès.

 

Im Osten von Sagres liegt geschützt der Fischereihafen des Ortes. Auch wenn die Fischereiflotte Portugals schon bessere Zeiten gesehen hat, wird hier noch regelmäßig fangfrischer Fisch versteigert wird.

 

Unser Tipp:

  • Indisches Restaurant "Holi Dewali" neben den Intermarché an der Straße nach Vila do Bispo.

Vom Tagesparkplatz oberhalb der Praia do Belize hat man einen guten Blick auf das Treiben der Surfer darunter. Über steile Treppen geht es hinunter an den Strand. Hier herrscht eine besondere Atmosphäre und auch ohne Brett haben wir sofort das Gefühl dazuzugehören.

 

Unser Parkplatz

  • Sagres: Tagesparkplatz an der Praia do Belize ((N 37°01'34", W 8°57'44"),
    Übernachtung für Wohnmobile verboten

Ein Abend wie jeder am Cabo de São Vicente nicht weit von Sagres: Der Parkplatz vor dem stärksten Leuchtturm Europas füllt sich mit Autos. Selbst per Bus kommen die Besucher zu dem Ereignis, das heute gegen 17 Uhr 30 statt finden wird. Hier am südwestlichsten Punkt Europas, wo eine heute leider geschlossene Bude die "die letzte Bratwurst vor Amerika" anbietet, passiert es......die Sonne geht unter!!!

 

Es ist ein wirklich schöner Anblick, wenn die Sonne hinter dem auf 70 Meter hohen Klippen gelegenen Leuchtturm im Meer versinkt, aber viel ist wichtiger ist das Wissen, dass zwischen den fotowütigen Menschen und der Neuen Welt nichts liegt als Wasser, viel Wasser.

 

Unser Stellplatz:

  • Sagres: Großparkplatz vor dem Fortaleza de Sagres (N 37°00'19", W 8°56'44")

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Silvester oberhalb der Praia de Odeceixe

Praia de Odeceixe
Praia de Odeceixe

Wir verbringen den Jahreswechsel auf den Klippen oberhalb der Praia de Odeceixe. Hier kommt man zwangsläufig ins philosophieren, so traumhaft ist der Blick in die Weite und auf die Brandung, die unermüdlich an den Strand donnert und an den Klippen nagt. Wie viele Mikrometer mag das Wasser seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren von diesen abgeschliffen haben? War es hier schon einmal wirklich ruhig und wenn ja wann? Vielleicht vor dem durch das große Erdbeben 1755 ausgelösten Tsunami, der nicht nur Lissabon sondern große Teile der Küste zerstörte?

 

Egal, wir stoßen heute Nacht auf jeden Fall zweimal an. Einmal um 0 Uhr deutscher Zeit und dann noch einmal eine Stunde später, wenn auch in der portugiesischen Zeitzone das neue Jahr beginnt. Hier oberhalb des Strands bleibt, es still, nur in der Ferne sieht man vereinzelte Feuerwerk.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Praia de Odeceixe: Großparkplatz oberhalb des Ortes (N 37°26'16", W 8°47'52")
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Cais Palafítico da Carrasqueira

Cais Palafítico da Carrasqueira
Cais Palafítico da Carrasqueira

Weder unser Reiseführer noch unsere Straßenkarte kennt diesen Ort. Nur durch den Tipp eines anderen Wohnmobilfahrers finden wir den Cais Palafítico da Carrasqueira, ein Paradies für Fotografen.

 

Errichtet in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhundert erstrecken sich hier unweit des Ortes Carrasqueira Bootsstege auf Stelzen hinein in das schlammige Delta des Sado. Auch wenn der aus ungleichen Stangen und Brettern errichtete Steg mehr als wacklig wirkt, so ist er doch auch heute noch in Benutzung und bietet den Fischerbooten selbst bei niedrigem Wasserstand die Möglichkeit zum Anlegen. An den Stegen haben die Fischer aus Altholz kleine Hütten zur Aufbewahrung ihrer Ausrüstung und zur Verarbeitung der angelandeten Fische errichtet. Gerade dieses einfache und oft provisorische Ambiente macht die Anlage aus, die man erst auf den zweiten Blick als Sehenswürdigkeit wahr nimmt.

 

Das Mündungsgebiet des sich hier nach 180 Flusskilometern in den Atlantik ergießenden Sado bildet das Naturschutzgebiet Reserva Natural do Estuário do Sado, das einer reichen Vogelwelt eine Heimat bietet.

 

Unser Stellplatz:

  • Playa Alberta Nova: Standparkplatz mit Meerblick; wird auch von Anglern genutzt
    (N 38° 10' 39", W 8° 46' 49")

Update:

Mittlerweile waren wir schon mehrmals an diesem besonderen Ort.

 

Je nach Jahreszeit, Wetterlage, Tageszeit und Tide bieten sich dem Besucher eine andere Optik und Stimmung. Es lohnt, sich Zeit zu nehmen und beispielsweise auf die nächste Flut zu warten. Auch bei Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang ist es hier besonders schön Nur das Wochenende oder Feiertage gilt es zu vermeiden, denn dann machen auch Einheimische gerne einen Ausflug hierher und es wird auf dem schmalen Stegen für Menschen mit großer Kameraausrüstung etwas eng.

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Comporta: offizieller Stellplatz der Gemeinde auf einem großen, staubigen Parkplatz, kein Campingverhalten erwünscht, kostenlos, VE (N 38°22'42", W 8°47'08")

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Reserva Natural do Estuário do Tejo

Störche in der Tejo-Mündung
Störche in der Tejo-Mündung

Das Naturreservat Reserva Natural do Estuário do Tejo der Tejomündung ist als Überwinterungsplatz für eine große Zahl von Vögeln bekannt. Um so enttäuschter waren wir, dass wir bei unserem letzten Besuch, dass wir keinen Zugang in das Gebiet finden konnten.

 

Dieses Mal sind wir besser vorbereitet und fahren direkt das EVOA Informationszentrum (http://www.evoa.pt/index.php?lang=eng) (N 38°51'03", W 8°58'26") an. Hier werden kostenpflichtig Führungen und diverse Beobachtungshütten angeboten. Von der Hauptstraße führt eine Schotterpiste über 12 km zum Zentrum, wobei die ersten Kilometer sehr holprig sind. Schon aus größerer Entfernung sieht man das imposante Gebäude, dessen moderne Archtektur aufgrund der Holzfassade gut in die Umgebung einpasst.

 

Der Tejo ist der längste Fluss Portugals und hat bis hierher zu seiner Mündung bei Lissabon bereits etwa 1.100 Kilometer zurückgelegt. Das riesige Mündungsgebiet wird of t auch als “Mar da Palha”, portugiesische für "Strohmeer", bezeichnet. Hier liegt das größte Feuchtgebiet Portugals und eines der bedeutensten Europas. In der Zeit des Vogelzugs rasten hier mehr als 100.000 Vögel, darunter auch seltene und bedrohte Arten.

 

Aufgrund des schlechten Wetters erkunden wir den während der Öffnungszeiten des Infozentrums frei zugänglichen Teil des Gebiet abseits der Lagunen am Zentrum auf eigene Faust. Hier wird Reis angebaut und in den nassen Feldern stehen Watvögel. Auf unsere Pirschfahrt begegnet uns neben Weißstörchen, Stelzenläufern und anderen Wasservögelnie die seltene Kornweihe. Besonders fasziniert uns aber ein Gleitaar, den wir hier das erste Mal auf unseren Reisen beobachten können. Der weiße Vogel mit den schwarzen Flügelspitzen ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und in Europa außerst selten.

 

Unser Stellplatz:

  • Salvaterra de Magos: kostenfreier Stellplatz mit VE an der Durchgangstraße N118
    (N 39° 1' 25'', W 8° 47' 34'')

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Barragem de Póvoa é Meadas - ein Traum von Stausee

Barragem de Póvoa é Meadas Stausee Portugal Wohnmobil Reisemobil Stellplatz Wohnmobilstellplatz
Stellplatz am Barragem de Póvoa é Meadas

Von Plasencia aus geht es für uns mit einer Zwischenübernachtung in Cáceres (mehr dazu im Blog unserer Reise 2015/2016: weiterlesen) weiter in Richtung Portugal. Bei Alburquerque, einem historischen Städtchen unweit der Grenze, besichtigen wir noch einige Felszeichnungen "Pinturas Rupestres del Risco de San Blas" (N 39°13'20", W 7°00'52"). Die etwa 5000 Jahre alten Darstellungen sind bei unserem Besuch frei zugänglich, aber in keinem guten Zustand. Von der erhöhten Lage bietet sich uns aber ein grandioser Blick auf die Landschaft unter uns.

 

Die Grenze nach Portugal überschreiten wir bei Portoalegre mitten im Parque Natural da Serra de São Mamede, dessen Berge einen echten Kontrast zu der Weite und Kargheit der Extremadura bilden.

 

Heute stehen wir am Stausee Barragem de Póvoa é Meadas, an dem ein befestigter Stellplatz ausgewiesen ist; mit dem richtigen Fahrzeug kann man aber auch über Pisten direkt ans Wasser heranfahren. Die Umgebung bietet sich für ausgedehnte Spaziergänge an, wobei man dabei an Ausgrabungen mittelalterlicher Grablegungen vorbeikommt. Die Reste der dazugehörigen Orte wurde nach dem Bau der Staumauer zur Stromgewinnung in den 1920er Jahren überflutet.

 

Bis zu den Weihnachtsfeiertagen gönnen wir uns jetzt einfach mal eine Pause. Die Sonne scheint und wir haben den perfekten Platz gefunden. Nichtstun, Spazierengehen und die Gegend erkunden, das ist das Programm für die nächsten Tage.

 

Kurz nach unserer Ankunft bekommen wir Besuch von einer Hundedame, die uns die nächsten Tage treu bleiben wird. Sie ist gepflegt und sie bettelt nicht. Trotzdem schläft sie nachts unter unserem Auto und begleiitet uns auf unseren Erkundungstouren, wie auch beim Joggen. Uns scheint, dass ihr einfach langweilig ist. Denn wenn wir nichts unternehmen, schliesst sie sich auch gerne anderen Touristen auf ihren Spaziergängen an.

 

Bei der Abfahrt fällt der Abschied schwer, die Hündin springt um unser Auto herum und die Beifahrerin verdrückt ein paar Tränen. Da die Hündin aber ein zuhause zu haben scheint (sie trägt immerhin ein Halsband) und wir ihr ihre Freiheit  an diesem grandiosen See nicht nehmen wollen, lassen wir sie schweren Herzens zurück.

 

Update: Am Stausee in Portugal entstand die Idee, sich einen Hund anzuschaffen. Zu sehr hatten wir uns in die charmante portugiesische Hundedame verliebt. Es hat zwar noch ein bisschen gedauert, mittlerweile ist aber Adi mit uns auf Tour. Mehr zu unserem hündischen Reisebegleiter gibt es hier: weiterlesen.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Cáceres: Stellplatz an der Jugendherberge mit VE (N 39°28'49", W 6°22'08")
  • Barragem de Póvoa é Meadas: Stellplatz mit VE (N 39°29'01" , W 7°32'50")

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Weinbauregion Alto Duoro und Parque Arqueológico do Vale do Côa

Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro
Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro - im Vordergrund der Fluss Duoro

Der Duoro ist einer der längsten Flüsse der iberische Halbinsel. Er entspringt in Spanien und mündet in Portugal bei Porto in den Atlantik. Nachdem wir bei unserer letzten Reise das Mündungsgebiet des nur in seinem Unterlauf schiffbaren Duoro durchquert haben, wollen wir in diesem Jahr die Weinbauregion entlang des Stroms erkunden. Die Region Alto Duoro ist die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Insbesondere wird hier Portwein hergestellt. Entlang des Flusses und in seinen Nebentälern liegen Weingüter und kleine florierende Orte.

 

Wir wundern uns über die hier praktizierte Art des Weinanbaus, die wir in dieser Form bisher noch nirgends gesehen haben. Die meist steilen Hänge sind terrassiert und zum Teil sogar mit Stützmauern versehen. Jede Terrasse weist zwei Reihen Reben auf, die zwischen sich eine Art Weg einschließen. Eine maschinelle Bearbeitung scheint praktisch unmöglich, zu eng ist das hier für einen Traktor und erst recht für Einsatz eines Traubenvollernters.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Peso da Régua: Stellplatz am Duoro-Ufer, € 3,-- incl. Strom, Schlüssel für die Schranken vor den Plätzen gibt es im Café am Schwimmbad in der Nähe (N41°09'20.4", W 7°46'49.2"), VE frei zugänglich

 

Parque Arqueológico do Vale do Côa

 

Am Ufer des Côa, einem Nebenfluß des Duoro liegt eine weitere Welterbestätten Portugals: die Ritzzeichnungen des Parque Arqueológico do Vale do Côa. Diese in der Hauptsache Tiere darstellenden Felszeichnungen aus der Altsteinzeit sind im Mittel 17.000 Jahre in Teilen aber bis zu 25.000 Jahre alt. Derartig alte Zeichnungen wurden an anderen Stellen der Welt bisher nur in geschützten Grotten und Höhlen vorgefunden. Für uns sind diese Zeichnungen besonders interessant, da wir auf unserer Nordland-Reise die ebenfalls im Freien liegenden, aber deutlich jüngeren Zeichnungen von Alta (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbestätte) besucht haben.

 

Da ein Besuch der Originalplätze nur mit Anmeldung im Rahmen einer begleiteten Tour möglich ist, begnügen wir uns mit einem Besuch des interessanten Museums zum Thema in Vila Nova de Foz Côa. Achtung: Entgegen der Darstellung im Internet ist das Museum bei unserem Besuch nicht durchgehend geöffnet. Glücklicherweise sind wir mit unserem Rundgang praktisch fertig, als wir um 12:30 Uhr freundlich aber bestimmt auf Portugiesisch mit der Info hinaus komplementiert werden, dass wir um 14 Uhr wiederkommen dürften und in der Zwischenzeit ja etwas essen gehen könnten.

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Im Alentejo

Oldtimer Wohnmobil an einem einsamen Stausee in Portugal Évora Menhir Weltkulturerbe Naturbeobachtung
Stellplatz an einem einsamen Stausee

Für uns geht es weiter durch den Alentjo. Übersetzt steht Alentejo für "jenseits des Tejo" und so erstreckt sich die Region auch im Wesentliche südlich des Flusses Tejo bis zur Algarve. Wir fahren durch das Hinterland unweit der spanischen Grenze dieses zu den ärmsten Regionen nicht nur Portugals sondern auch Westeuropas gehörenden Gebiets. Es gibt praktisch keine Industrie, die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Olivenbäume und Korkeichen prägen die karge Landschaft. Nicht nur das schlechte Wetter, sondern auch die uns wenig attraktiv erscheinenden Orte veranlassen uns schnell weiterkommen zu wollen.

 

Trotzdem machen wir eine Abstecher in die Stadt Évora, deren Altstadt bereits 1986 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde und wo Bauwerke aus römischer Zeit mit späteren Bauwerken fest verwachsen sind.

 

In der Umgebung von Evora  finden sich diverse Megalithanlagen. Wir erkunden den Cromlech von Almendres, einen Steinkreis in Form einer Acht bestehend aus 92 tonnenförmigen Menhiren, der auf die Zeit von 4000 – 2000 v. Chr. datiert und manchmal als das Stonehenge Portugals bezeichnet wird.

 

Auch unser nächster Übernachtungsplatz liegt in einer Welterbe-Stadt. Leider regnet es bei unserer Ankunft in Coimbra immer noch uns so werfen wir nur einen Blick vom gegenüberliegenden Flussufer auf die Stadt mit ihrer Universität, die eine berühmte Bibliothek beherbergt.

 

Unsere Wohnobil-Stellplätze:

  • Santa Susanne: Freifläche am Stausee, bei Regen tiefer Boden: Festfahrgefahr
    (N8°26'46.7", W 8°22'45.2")
  • Évora Monte: Camping Alentejo, kleiner Campingplatz, 9€ ohne Strom, VE, WIFI Waschmaschine, Waschräume, kleiner Pool, Brötchenservice, sehr nett und freundlich
    (N38°47'37.5", W 7°41'10.3")
  • Coimbra: Stellplatz auf Großparkplatz an einem kleinen Park am Ufer des Mondego, gebührenfrei, rudimentäre Entsorgungsmöglichkeit
    (N 40°11'58.3", W 8°25'43.6")

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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde

Ein Tipp des Rangers Filippe aus Castro Marim lockt uns in die Pseudosteppe der Region Castro Verde. Zur Vorbereitung unseres Aufenthalts, wollen wir das Informationszentrum Centro de Educação Ambiental do Vale Gonçalinho des LNP (Liga para a Protecção da Natureza) besuche. Leider ist das Zentrum für unser Navi auch bei Eingabe der genauen GPS-Daten (N37°44'11.0"N, W 8°01'53.1") nicht ganz einfach zu finden, da die Zufahrt nicht von der Durchgangstraße aus, sondern nur über die nur direkt vom Ort Castro Verde aus zugängliche alte Straße direkt daneben möglich ist. Hat man es aber endlich gefunden, lohnt es sich, die Landschaft auf den von dort abgehenden Wanderwegen zu erkunden.

 

Bei einer Pseudosteppe handelt es sich um eine mediterrane Landschaftsform in der Art eines steppenartigen Graslands, bei der es sich aber nicht um eine Steppe im eigentlichen Sinne handelt. Die Informationstafeln entlang der Wege geben in Englisch einen interessanten Einblick in die Natur der Region. Leider sehen wir bei unserem Besuch aber weder den Rötelfalken noch die Blaurake, die hier beide vorkommen.

 

Besonders empfehlenswert ist es aber entlang der Straße N123 zwischen Mertola und Castro Verde (etwa bei:  N 37°42'28.6", W 7°55'13.2") die Augen aufzuhalten. In diesem Abschnitt sehen wir neben Weißstorch, Kiebitz und Haubenlerchen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Trupp Großtrappen und einen Iberischen Kaiseradler.

 

 

Wir übernachten auf dem großen Festplatz des kleinen Ortes Castro Verde neben der Windmühle. Diese stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist noch in Betrieb, dient aber auch als Museum. Wir haben Glück und es wird gerade gearbeitet. So können wir auch einen Blick ins Innere erhaschen.

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Castro Verde: Großparkplatz an der Mühle in der Stadtmitte (N 37°41'45.4", W 8°05'18.8"); Entsorgungsmöglichkeit am nahegelegenen Intermarché Supermarkt

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Informmationen über das Reisen mit dem Wohnmobil nach Portugal und Spanien


Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Spanien

Reisetipps zu Spanien und Portugal

Reisetipps für Wohnmobilreisende zu Spanien

 

Unsere Erfahrungen und alles, was uns so aufgefallen ist:

Spanien läßt sich mit dem Wohnmobil gut bereisen. Es ist ein beliebtes Reiseland für alle Nordeuropäer - vor allem in der kalten Jahreszeit.Vor allem die Ostküste und der Süden Spaniens sind gern besuchte Überwinterungsorte  bei Wohnmobilisten aus Frankreich, Deutschland, England und auch Skandinavien. Entsprechend ist die Infrastruktur für Reisende gut ausgebaut. Manche Dinge sind trotzdessen ein wenig schwierig:

 

Freies Stehen

ist scheinbar erlaubt oder wird toleriert, allerdings ist Camping-Verhalten wie Stühle und Tische, Markise, Wäsche trocknen, aber auch Keile und Hubstützen nicht erlaubt und oft sogar explizit verboten.


Maut:

die meisten Autobahnen sind kostenlos. Nur die Autobahnen mit einem "P", z.B. "AP7" kosten Maut. Die "A7" hingegen kostet nichts. In den kommenden Jahren soll die Maut in Spanien abgeschafft werden. Auf unserer Reise 2020 in Richtung Marokko waren die ersten ehemals kostenpflichtigen Autobahnen bereits kostenfrei. Mehr Informationen findet man dazu im Internet.


Bäcker:

In Spanien gibt es nur wenige Bäcker. Wer frisches Brot kaufen möchte, muss das in der Regel in einem Supermarkt machen.


Einkaufen:

LIDL breitet sich immer mehr aus. Keiner muss auf deutsche Produkte hier "verzichten".


Sprit:

Der Spritpreis variiert von Tankstelle zu Tankstelle. Mit Abstand am günstigsten sind die Tankstellen an den großen Supermärkten


Essen gehen:

Mittagsmenue oft sehr günstig


LPG tanken

Fest eingebaute Gastankflasche lassen sich in Spanien an vielen Tankstellen gur betanken.

 

Gasflaschen

Der Tausch oder das Auffüllen von deutschen Gasflaschen soll in Spanien sehr schwer bis kaum möglich sein. Anscheinend gibt es bei Repsol oder anderen Tankstellenketen Tankflaschen zu kaufen bzw. zu  mieten, die man dann überall an den entsprechenden Tankstellen tauschen kann.

 

Sehenswürdigkeiten

Informationen bei Sehenswürdigkeiten oft nur in spanisch (oder katanisch).

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Besuche seit dem 27.10.20

Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Portugal

Insider-Tipps
für Wohnmobilreisende zu Portugal

 

Unsere Erfahrungen und alles, was uns so aufgefallen ist:

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt knapp 600 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung rund 230 Kilometer. Etwa 10 Millionen Einwohner teilen sich rund 100.000 Quadratmeter Fläche. Mit 115 Einwohner / qkm ist das Land recht dünn besiedelt (im Vergleich: Deutschland: 230 Einwohner / qkm). Die Amtssprache ist portugiesisch, knapp 80% aller Portugiesen sind römisch-katholischen Glaubens.

 

Vom grünen Norden mit wild romantischen Ge­birgs­land­schaften und wunderschönen Flusstäler, unzähligen kleinen Fischerdörfern an der rauen Westküste bis hin zu stillen Buchten mit kilometerlangen Sandstränden im Süden ist für jeden etwas dabei. Und mitten drin - die beiden Metropolen Porto und Lissabon.

 

Klima

In Portugal findet man ein gemäßigtes Klima mit heißen Sommern und regenreichen Wintern vor, das je nach Region von atlantischen, kontinentalen und mediterranen Einflüssen geprägt ist. Abhängig davon, welche Region besucht und zu welcher Jahreszeit nach Portugal gereist wird, erfreut das Land mit viel Sonnenschein und ist somit ein ideales Reiseziel.

 

Je nach Höhenlage und Nähe zur Küste variiert das Klima stark. So ist es im bergigen Norden in der Regel kälter und regenreicher, während Lissabon, der Alentejo und die Algarve lange, heiße Sommer mit Temperaturen von bis zu 35-40°C aufweisen. Im Landesinneren herrscht dagegen recht mildes Klima und je weiter man sich von der Küste entfernt, desto geringer wird die Luftfeuchtigkeit.

 

Daraus ergeben sich die besten Reisezeiten:

  • Beste Reisezeit für eine Sommerreise an die Küsten:
  • Mai – September, jedoch sehr hohe Temperaturen im Juli und August
  • Beste Reisezeit für Städtetrips: Frühling und Herbst
  • Beste Reisezeit im Winter: Dezember bis April

Aufgrund der klimatischen Bedingungen kann es in den Sommermonaten in Portugal immer wieder zu massiven Busch- und Waldbränden kommen, die auch die Infrastruktur sowie den Tourismus beeinträchtigen können. Reisende sollten bei Fahrten in bewaldete Gebiete besonders vorsichtig sein und auf entsprechende Meldungen in den Medien und Hinweise der lokalen Behörden wie z.B. der Nationalen Zivilschutzbehörde (www.prociv.pt/en-us) achten.

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Einreise

Die Einreise nach Portugal wie auch nach Spanien ist für deutsche Staatsangehörige mit dem Reisepass, einem vorläufigen Reisepass, dem Personalausweis, einem gültigen vorläufiger Personalausweis oder Kinderreisepass möglich.

 

Pfefferspray

Wohnmobilfahrer, die Pfefferspray in ihrem Fahrzeug mitführen, müssen wissen, dass Pfefferspray in Portugal unter die Bestimmungen des Waffengesetzes fällt. Der Besitz ist nur Inhabern eines Waffenscheins der Kat. E erlaubt. Zuwiderhandlungen haben in der Regel Strafanzeige zur Folge. Somit sollte das Pfefferspray besser zuhause bleiben.

 

Einreise mit Haustieren

 Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern benötigen bei Einreise einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Ausweis muss hervorgehen, dass das Tier eine gültige Impfung gegen Tollwut bzw. eine Auffrischungsimpfung hat.

 

Weiterreise mit Hund nach Marokko

Möchte man mit Hund nach Marokko weiterreisen, ist es zwingend erforderlich, dass man für den Hund ein gültiges Tollwut-Titer-Zertifikat vorlegen kann und die Folgeimpfung für Tollwut nicht um einen einzigen Tag überzogen ist. Ist dies nicht der Fall und ist der Hund erst einmal in Afrika, wird ihm die Einreise zurück nach Europa verweigert und er kommt für drei Monate in Quarantäne! Hier sollte man sich vor Antritt der Reise sehr genau informieren, denn die Titer-Bestimmung kann erst 30 Tage nach der Immunisierung durchgeführt werden.

 

Verkehr:

In Portugal gilt die 0,5 Promille Grenze. Für Fahranfänger, die nicht mehr als Jahre Fahrerfahrung haben, gilt die strenge Grenze von 0,2 Promille.

Telefonieren bzw. ein Handy am Steuer ist verboten und kostet schnell 120 EUR

Bei einem Unfall oder einer Panne sollte man eine Warnweste nach EU-Norm 471 tragen.

gelbe Markierungen am Straßenrand sind Halte- und Parkverbotszonen. Wer diese missachtet, muss mit Abschleppen oder einer Kralle sowie einem empfindlichen Bußgeld rechnen, das oft sogar direkt vor Ort bezahlt werden muss.

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Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  •  innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h
  • außerhalb geschlossener Ortschaften: 90-100 km/h
  • Autobahn: 120 km/h

 Das Schild "Velocidade Controlada" weist darauf hin, dass eine Geschwindigkeitskontrolle mit einer folgenden Ampel verknüpft ist. Ist man zu schnell, schaltet die Ampel auf rot.

 

Uns ist aufgefallen, dass Portugiesen oft sehr dicht auffahren. Als Womo-Fahrer sollte man darauf vorbereitet sein, Ruhe bewahren und eine Gelegenheit suchen, den Drängler vorbei zu lassen. Wir hatten allerdings nie das Gefühl, das das Drängeln in Portugal - im Gegensatz zu Deutschland - etwas mit Aggression zu tun hat. Oft saßen auch ältere und total entspannte Menschen im Auto.

 

Auch überholen Portugiesen oft, obwohl es die Situation noch nicht wirklich erlaubt. Hier wird darauf spekuliert, dass die oft vorhandenen Standspuren genutzt werden. Jeder Portugal-Fahrer wird diese Situation erleben und bald erkennen, dass das "Normal" ist und sich kein portugiesischer Fahrer darüber aufregt. Auf hier sollte man einfach nur vorbereitet sein.

 

Maut

Wer seine Portugalreise genießen möchte, sollte die Autobahnen meiden. Möchte man allerdings schnell vorwärts kommen, so bietet sich die mautpflichtigen Autobahnen mit Sicherheit an, denn sie sind wegen der anfallenden Kosten meist recht leer. Der Preis errechnet sich aus der Fahrzeug-Kategorie (die meisten Womos sind Klasse 2) und Nutzungsdauer. Wir haben auf unseren Reisen keine Autobahn benutzt.

 

Das Bezahlen der Maut soll ein wenig kompliziert sein. Es gibt eine Vignette, eine On-Board-Unit oder aber auch Möglichkeiten, im Nachhinein z.B. bei der Post zu zahlen. Wer die Autobahn nutzten möchte sollte sich im Vorfeld genau informieren.

 

Gas Tanken:

Der Tausch oder das Auffüllen deutschen Gasflaschen ist in Portugal nur schwer möglich. Wir haben allerdings gehört, dass man sich an Repsol- oder Cepsa-Tankstellen portugiesische Flaschen für die Zeit des Urlaubs leihen kann. Wer das tun möchte, sollte für die portugiesische Flasche Platz in seinem Gasfach frei halten.

 

Hat man eine fest eingebaute Gastankflasche an Bord, ist man fein raus. LPG zu tanken ist in Portugal an vielen Tankstellen möglich, den richtigen Adapter sollte man allerdings sicherheitshalber dabei haben.

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Übernachten im Wohnmobil:

Ob man lieber auf einen Campingplatz mit mehr oder weniger Komfort oder einen einfachen Wohnmobilstellplatz möchte, muss jeder für sich entscheiden. Beides gibt es in Hülle und Fülle. Vor allen in der Touristikhochburgen reiht sich ein Campingplatz an den anderen. Aber auch in abgelegenen Teilen der Iberischen Halbinsel findet man immer wieder z.T. kleine, aber mit viel Liebe angelegte Stellplätze, oft sogar mit Ver- und Entsorgung für kleines Geld. Nicht selten ist die Übernachtung sogar kostenlos. Für das Auffinden von Übernachtungsplätzen nutzen wir vor allen park4night (www.park4night.com), Campercontact (www.campercontact.com ) oder meinwomo (www.meinwomo.net). Einige dieser Seiten gibt es auch als App für das Smartphone.

 

freies Übernachten:

"Wildes Campen" und "freies Übernachten" ist ein schwieriges Thema. Man liest immer wieder, dass es in Portugal nicht erlaubt ist, aber eine abgesicherte Auskunft haben wir nirgends bekommen. Daher möchten wir nur kurz unsere Erfahrungen schildern:

 

Immer wieder findet man an besonders schönen Plätzen Ansammlungen von Wohnmobilen, die, sobald sich eine gewisse Wohnmobildichte angesammelt hat, auch durch die Polizei geräumt werden. Wenn wir "frei" übernachtet haben, dann auf einem ruhigen Plätzchen abseits des Trubels. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass vorbeifahrenden Streifenwagen - wenn Sie uns denn entdeckt haben - immer ein Auge zugedrückt haben. Allerdings verzichteten wir an solchen Plätzen komplett auf "Camping", d.h. Stühle, Tische und Grill blieben im Auto, die Markise eingerollt.

 

Noch ein Tipp:

Hippies stehen mit ihren "Wohnungen auf 4 Rädern" gern auf einsamen Parkplätzen in Strandnähe. Werden Sie von der Polizei entdeckt, werden sie oft zur Kasse gebeten. Steht man zufällig ganz in der Nähe, kassiert die Polizei aus "Solidarität" gleich alle Übernachter vor Ort ab - und das kann ein teures Vergnügen werden.

 

Sicherheit

Nach unserem Empfinden ist Portugal ein sicheres Land, aber Vorbeugen ist allemal besser. Man sollte sich vor der Abreise seine Gedanken machen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Auch eine vorher klar definierte Prozedur beim Verlassen des Fahrzeugs ist hilfreich, nichts zu vergessen. Bei uns macht einer alles zu, der andere kontrolliert!

 

Selbstverständlich ist es natürlich, keinerlei Wertsachen frei sichtbar im Wohnmobil liegen zu lassen. Offene Fenster und Türen sind Einladungen für Gelegenheitsdiebe.

 

Grundsätzlich sollte man es einem Einbrecher so schwer machen wie möglich - und das soll er auch von außen sehen! Ein Großteil der Einbrüche erfolgt über die Fahrer- bzw. Beifahrertür, ein Seitenfenster ist schnell eingeschlagen und der Weg ins Innere frei. Hier sollte man sich Gedanken machen, wie man die Fahrerhaustüren zum Beispiel durch eine gut sichtbar Kette zusammenschließt. Weitere Sicherheitsmaßnahmen wären u.a. Alarmanlagen und Tür- und Fenstersicherungssysteme.

 

Ein gutes Mittel, sich vor großem Schaden zu schützen ist es, einfach nichts Wertvolles mit zu nehmen, bzw. im Wagen liegen zu lassen.

 

Aber auch die Wahl des Park- oder Stellplatzes sollte wohl überlegt sein. Auch ein offizieller Stellplatz ist nicht unbedingt sicher. Bierflaschen und anderer Müll können Hinweise sein, dass sich hier Jugendliche am Abend die Zeit vertreiben. Unser Motto ist, wenn wir uns auf einem Platz nicht wohlfühlen, fahren wir weiter.

 

Menschenleere oder schlecht beleuchtete Straßen meiden wir. Besonders vorsichtig sind wir an Orten mit Menschenmassen oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allen in den historischen Straßenbahnen von Lissabon sollte man vorsichtig sein. Unsere Wertsachen tragen wir versteckt, die Fotoausrüstung in speziellen Taschen mit Diebstahlschutz.

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Einkaufen:

Wer auf deutsche Produkte nicht verzichten möchte, findet in Portugal flächendeckend Filialen von deutschen Discountern. Mit Bäckern ist das ein wenig anders, denn auf der ganzen Iberischen Halbinsel gibt es nur wenige Bäcker. Wer frisches Brot kaufen möchte, muss das in der Regel auf einen Supermarkt zurückgreifen.

 

Portugiesische Küche

Die Portugiesische Küche ist vor allem von der Seefahrt geprägt. Wichtige Bestandteile der Küche sind Gewürze wie Koriander, Chili, Zimt, Kardamon, Ingwer oder Früchte wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika, die die Seemänner aus Übersee mitbrachten. Hinzu kommt der Fisch aus dem nahen Meer und das Fleisch aus dem Binnenland.

 

Vor allem Chili hat es den Portugiesen angetan. Piri-Piri ist nicht nur die Bezeichnung der Schote, sondern auch von Soßen, die die Portugiesen in allen Schärfevariationen lieben.

 

Restaurant:

Da die Lebensunterhaltskosten für uns Deutsche in Portugal sehr günstig sind, ist auch Essen gehen erschwinglich. Vor allem mittags bieten viele Restaurants kostengünstige und gute Tagesmenüs.

 

Betritt man ein Restaurant, wartet man, bis einem ein Tisch zugewiesen wird. Hat man sich gesetzt, werden einem in der Regel ein paar Appetitanreger auf den Tisch gestellt. Hat man sie konsumiert, werden sie später auf der Rechnung mit ausgewiesen. Sollten diese Häppchen nicht nur aus Oliven, Weißbrot, Butter, Käse und Pasteten, sondern - aufwendig hergestellt - aus Tintenfisch-Salat oder Garnelen bestehen, sollte man sich den Verzehr überlegen, denn sie schlagen sich oft deutlich in der Rechnung nieder. Neben dem kostenlosen Leitungswasser, das an den Tisch gebracht wird, sollte man auch andere Getränke bestellen.

 

Rechnung und Trinkgeld

Die Rechnung "a conta" bringt der Kellner meist auf einem kleinen Teller. Aber anders als in Deutschland schlägt man das Trinkgeld nicht gleich auf die Rechnung, sondern zahlt zuerst den ausgewiesenen Betrag. Wenn der Kellner dann das Wechselgeld auf dem Teller zurückbringt, lässt der man das Trinkgeld darauf liegen. 10 bis 15 Prozent Trinkgeld sind in der Gastronomie üblich.

 

Telefonieren und Internet:

Bisher war das Telefonieren und das Internet auf Reisen ins Ausland immer ein großes Problem. Aber seit Mitte Juni 2017 muss man sich auf Reisen in die EU kaum noch Sorgen mehr über Roaming-Gebühren machen, wenn man mit dem Handy oder Notebook mobil im Internet surfen möchte. Mit dem Wegfall der Roaminggebühren stehen einem in der Regel jetzt auch im EU-Ausland die gewohnten Volumina des Heimattarifs zur Verfügung. Aber Achtung: Die neuen Roaming-Regeln gelten ausschließlich in den Ländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein, also nicht in allen Ländern Europas!

 

Ausnahmen kann es auch bei Tarifen geben, die unbegrenzte oder umfangreiche Surf-Flatrates enthalten. Hier kann durch den Mobilfunkanbieter eine Grenze eingerichtet werden. Neuerdings werden von einigen Anbietern auch wieder Tarife angeboten, die ausschließich in Deutschland gelten. Hier sollte man bei Abschluss eines neuen Vertrages aufpassen.

 

Wichtig vor jeder Reise ist, dass man sich im Vorfeld hinreichend informiert, was der eigene Vertrag beinhaltet und was nicht. Hat man dies versäumt, erhält man von den meisten Mobilfunkanbietern bei Grenzübertritt eine SMS. Diese sollte man genau lesen, denn sie enthält meist Informationen über die Gebühren im Einreiseland.

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