Mit dem Wohnmobil nach Österreich


Zwischen Alpenidylle und Realität: Wer Österreich mit dem Wohnmobil bereist, erlebt nicht nur grandiose Landschaften, sondern auch strenge Regeln und hohe Kosten. Die Freiheit auf Rädern stößt hier schnell an Grenzen - Freistehen verboten, wenige und teure Stellplätze, schwierige Mautregeln, vor allem für über 3.5 t Wohnmobile.

 

Trotzdem sind wir immer mal wieder in unserem Nachbarland:


unsere Tipps:

Die Großglockner-Hochalpenstraße mit dem Wohnmobil

36 Kehren auf 48 Kilometer purer Freude

Über den Wolken auf der Großglockner-Hochalpenstraße am frühen Morgen
Über den Wolken auf der Großglockner-Hochalpenstraße am frühen Morgen
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Der Neusiedler See

großer Steppensee an der österreich-ungarischen Grenze

Ziehbrunnen am Neusiedler See
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Ofen- und Flüela-Pass

unterwegs im Schweizer Graubünden

Freies Stehen auf Offroad-Parkplatz nach der Passhöhe des Flüela-Passes
Freies Stehen auf Offroad-Parkplatz nach der Passhöhe des Flüela-Passes
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Weinregion Wachau

in Österreich entlang der Donau

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Was ist uns aufgefallen?

Österreich: Praktische Tipps für die Reise

Reisetipps und was uns sonst noch so aufgefallen ist.

Mit dem Wohnmobil in Österreich: Reisetipps
Mit dem Wohnmobil in der Wachau

In Österreich ist das Reisen mit dem Wohnmobil zwar beliebt, aber nicht immer einfach – vor allem wegen strenger gesetzlicher Regeln, begrenzter Infrastruktur und hoher Kosten.

 

Hier ein paar gute Tipps:

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auch ein toller Tipp:

Unterwegs auf der finnischen Königsstraße

von Helsinki bis zur russischen Grenze

Finnland mit dem Wohnmobil
alte Industrieanlagen im Süden Finnlands

Unsere Route:


Wir folgen einer historischen West-Ost-Verbindung von Helsinki bis nach Hamina.

Infobox: Der Königsweg
Der Königsweg ist eine über 1.000 Jahre alte historische Ost‑West‑Route, die von Turku entlang der Südküste über Helsinki bis nach Vyborg führte und einst die wichtigste Verbindung des Landes war. Heute ist er eine touristische Kulturstraße, die durch Küstenorte mit alten Holzhäusern, Kirchen und alten Handelsposten führt und auf der man viel über die Geschichte Finnlands erfahren kann. Wir folgen dieser historischen Strecke von Finnlands Hauptstadt Helsinki über Porvoo, Loviisa, Kotka und Hamina bis Grenze zu Russland.  

 

Unsere Tour startet in Porvoo, einer der ältesten Städte Finnlands, die bereits im 13. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum war. Heute ist Porvoo eine Kultur‑, Verwaltungsstadt geprägt vom    Tourismus.


mittelalterliche Altstadt

Porvoo


mit dem Wohnmobil in Finnland
die berühmten Speicherhäuser in Poorvo

Wir parken unserer Wohnmobil auf einem Parkplatz  außerhalb der Altstadt, bevor wir von der Brücke über den  Porvoonjoki einen erste Blick auf die roten, aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden Speicherhäusern am Flussufer werfen, für die die Stadt berühmt ist.

mit dem Wohnmobil nach Finnland
Das Altstadtviertel von Poorvo

Ein Rundgang führt uns nun durch das Altstadtviertel mit seinen gut erhaltenen Holzhäusern. Hier werden Mode, Kunsthandwerk und Souvenirs angeboten - in den historischen Gebäuden wohnt und arbeitet man aber auch noch heute.

Ein Highlight und prägend für das Stadtbild ist zudem die mittelalterliche Domkirche. Zum Abschluss bietet es sich an, in einem der vielen netten Cafés der Stadt eine Pause einzulegen. Uns zieht es aber - wie so oft - weiter.

Tipp:

Eine Möglichkeit zur Ver- und Entsorgung des Wohnmobils gibt es am  ABC Rasthof zwischen Porvoo und Loviisa:

  • GPS 60.48471, 25.89077

Anmerkung: 

An vielen großen ABC Tankstellen gibt es solche Ver- und Entsorgungsstationen.



Festungsstadt mit Burg

Loviisa


mit dem Wohnmobil in Finnland
Kirche von Loviisa

Unser nächstes Ziel ist die kleine Küstenstadt Loviisa, die im 18. Jahrhundert als schwedische Grenz- und Festungsstadt gegründet und nach Königin Lovisa Ulrika, einer ehemaligen preußischen Prinzessin, benannt wurde. Die Stadt entwickelte sich rund um den Hafen und wurde nach militärischen Gesichtspunkten mit klarer Struktur und breiten Straßen angelegt. Dieses Schema ist bis heute im Zentrum mit seinen Holzhäusern und klassizistischen Gebäuden sichtbar. 

Auf einer dem Hafen vorgelagerten Insel kann man darüber hinaus die Überreste der Seefestung Svartholm besichtigen, die den östlichen Küstenabschnitt sichern sollte und das kleinere Gegenstück zur großen Festung Sveaborg bei Helsinki bildet. Die Festung wurde allerdings 1855 iim Krimkrieg von einem britischen Kommando gesprengt und unbrauchbar gemacht. Mittlerweile wurde die Anlage aber in Teilen restauriert. Neben der Festungsanlage findet sich hier ein Museum und ein Café. Die Insel ist in der Sommersaison per Boot erreichbar. Es sind dann sogenannte Tageskreuzfahrten buchbar, die Hin- und Rückfahrt beinhalten.

 

Mehr dazu und Tickets gibt es hier:  https://www.helsinginristeilypalvelut.fi/svartholm/


Eisenhütte Strömfors


Finnland mit dem Wohnmobil
Eisenhütte Strömfors

Ein Abstecher bringt uns zur etwas abseits der Küste gelegene Eisenhütte von Strömfors. Die Anfänge der traditionelle finnische Eisenhüttenanlage (solche Anlagen werden in Finnland "Rukki" genannt) reichen bis ins späte 17. Jahrhundert zurück.  Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Strämfors zu einem bedeutenden Industriezentrum mit Schmieden, Werkstätten und Wohnhäusern, das sich um den als zentralen Energielieferanten, den Fluss gruppierten. 

Im 18. Jahrhundert wurde die Industrieanlage von zwei Frauen geführt - äußerst ungewöhnlich für die damalige Zeit. Sofia Creutz übernahm nach dem Tod ihres Mannes die Leitung des Strömfors‑Ruukki und führte den Betrieb gemeinsam mit Anna Elisabeth Jägerhorn weiter. Beide Frauen waren für Verwaltung, Produktion und wirtschaftliche Entscheidungen verantwortlich.

Heute gilt Strömforsin ruukki als eines der besterhaltenen Hüttenensembles Finnlands und als wichtiges nationales Kulturerbe. Der Ort ist aber kein reines Museumsdorf. In den umliegenden Häusern wird auch gearbeitet und gelebt. Es gibt Cafés, Restaurants, Werkstätten und Läden - wie so oft sind aber viele davon nur in den Sommermonaten geöffnet. Bei unserem Besuch im Mai wirkt das Dorf fast verlassen, nur ein Café hat geöffnet. Man bereitet sich allerdings offenkundig auf die kommende Saison vor - in und an vielen Häusern wird gewerkelt. 

 

Möglichkeiten das Wohnmobil abzustellen gibt es auf einem großen zentrale gelegenen Parkplatz - es ist ein Bereich speziell für Wohnmobile ausgewiesen:

Stellplatz etwas außerhalb des Ortes
Stellplatz etwas außerhalb des Ortes

Wir fahren allerdings ein wenig zurück und verbringen eine ruhige Nacht auf einem etwa 2 Kilometer außerhalb gelegenen Parkplatz am See. Hier ist das Stehen mit dem Wohnmobil für 3 Tage erlaubt ist. Neben einem tollen Blick findet man hier eine Tisch und Bänke, Mülleimer und Infotafel. Strom oder andere Einrichtungen gibt es allerdings nicht.



Kotka


Zurück an der Küste erreichen wir an der Mündung des Flusses Kymijoki die moderne Hafenstadt Kotka.

 

Die Stadt ist geprägt von maritimer Industrie. Mit einer Vielzahl an Geschäften, zahlreichen Museen und Parks bietet sie aber nicht nur ihren Einwohnern ein hohes Maß an Lebensqualität, sondern ist auch für uns als Besucher äußerst attraktiv.

Finnland mit dem Wohnmobil
das Maritime Centre Vellamo

Prägend für Kotka ist nicht nur der große Industrie‑ und Containerhafen sondern insbesondere der 2014 gegründete National Urban Park, der rund 2.400 Hektar Küsten‑, Fluss‑ und Parklandschaften sowie historische Stadtbereiche umfasst. Er verbindet Meere, Ufer, preisgekrönte Stadtparks und bedeutende Industrie‑ und Festungsgeschichte zu einer zusammenhängenden Kulturlandschaft. Wesentliche Bestandteile sind u. a.:

  • Sapokka Water Garden – preisgekrönter Wassergarten,
  • Katariina Seaside Park – großer Küstenpark,
  • Koskipuisto und Jokipuisto – Fluss- und Stromschnellenparks,
  • Langinkoski – kaiserliche Fischerhütte und Naturgebiet,
  • Kyminlinna – historische Festungsanlage,
  • Maritime Centre Vellamo,
  • Maretarium - Aquarium
  • und ein von Alvar Aalto, dem berühmten finnischen Architekten, geplantes Wohn- und Industrieensemble. 

Parkmöglichkeiten gibt es fast an jeder Ecke, so befindet sich beispielsweise vor dem Maritime Centre, das auch das finnisches Schifffahrtsmuseum Suomen merimuseo beherbergt ein großer, kostenfreier Parkplatz

  • Parkplatz GPS 60.4727245, 26.9470673

Wir stellen unser Wohnmobil am Yachthafen ab, bevor wir zu einem Rundgang aufbrechen. Gleich nebenan befindet sich das das Maretarium Kotka. ein Süß- und Brackwasseraquarium, das ausschließlich finnische Fischarten zeigt.

Marina Cafe Laituri
Marina Cafe Laituri

Unser Tipp:

Marina Cafe Laituri hier am Yachthafen. Nettes Café mit Blick auf den Hafen, Aussensitzplätzen und kleinen Gerichten zu moderaten Preisen. 


 

Als nächstes erkunden wir den Meerespark Katariina, der von der Stadt im späten 20. Jahrhundert als Küstenpark ausgewiesen, um die offene Felsküste und historische Anlagen zu sichern. Hintergrund war der Schutz der alten russischen Befestigungsreste sowie die dauerhafte Erhaltung des natürlichen Küstenraums. 

Finnland mit dem Wohnmobil
Leuchttürme als Kunstprojekt

Heute dient das Gebiet als als Naherholungsareal mit viel Natur, Spielplätzen, Sportgeräten und Kunstobjekten - wie so oft in Finnland ist alles sehr entspannt und noch dazu fotogen.  


sternförmiger Grundriss

Garnisonsstadt Hamina


Finnland mit dem Wohnmobil
Das Rathaus von Hamina - im Zentrum des Sterns

Das letzte Ziel unserer Tour entlang der Ostküste ist Hamina, eine historische Festungs‑ und Garnisonsstadt, deren sternförmiger Stadtplan aus dem 18. Jahrhundert bis heute das Stadtbild prägt. Der Hafen zählt zu den wichtigsten Güterhäfen Südostfinnlands.


Wir starten unsere Erkundung am Stellplatz am Hafen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es zum Rathaus. Die kreisförmige Altstadt mit ihren radialen Straßen macht Hamina städtebaulich einzigartig. alle wichtigen Straßen des Orts treffen sich hier. Weiter geht es zur Bastion von Hamina, die teil der historischen Festungsanlage ist, finden heute Konzerte, Märkte und andere Veranstaltungen statt und von dort zur Garnison. Die Garnison hat eine lange Tradition und ist bis heute ein aktiver Militärstandort.

 

Bei passendem Wetter wird auf dem Bastionsplatz eine große finnische Flagge gehisst, ein weithin sichtbares Symbol der Stadt. Offenbar ist es heute zu windig, denn uns bleibt nur ein enttäuschter Blick auf den leeren Fahnenmast.

Finnland mit dem Wohnmobil
Hafen von Hamina

Offizieller Stellplatz am Hafen:

Ein Stück weiter sind auf einer Freifläche weitere Parkplätze für Wohnmobile ausgewiesen. 



Abstecher:

Vaalimaa - Grenze zu Russland


Von Hamina sind es jetzt rund 35 Kilometer bis Vaalimaa, dem wichtigsten finnisch‑russischen Straßenübergang, der aufgrund des russischen Angriffskriegs mit der Ukraine derzeit geschlossen ist. Hier endet der finnische Königsweg. Entlang der Strecke liegen keine nennenswerten Orte; historisch bedeutsam ist lediglich Virojoki nördlich der Straße, eine ehemalige Post‑ und Raststation. 


Finnland mit dem Wohnmobil
Typischer Bauernhof in der Region

Wir verlassen nun die Königsstraße und wenden uns über Land in Richtung Norden. Unser nächstes Ziel ist das etwa 70 Kilometer nördlich gelegene UNESCO Welterbe Verla.

Finnland mit dem Wohnmobil
Camping und Stellplatz Korjärven uimala

Wer auf der Strecke übernachten möchte, schaut beim Camping - Stellplatz Korjärven uimala vorbei. Der Platz wird mit viel Liebe von ortsansässigen Verein (Verband der Heimatregion Mämmälä) betrieben, liegt an einem kleinen See und hat eine Sauna, Feuerstellen, Badesee. Hunde sind allerdings nicht erlaubt:


weiter geht es in den Südosten Finnlands:


oder wähle ein Punkt auf der Karte:


N26/10.000

 

 

 

4.6.26

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1 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)