Herbstreise 2018 - Die Südalpen

Unsere Herbstreise 2018 führt uns erneut in die Alpen.

Begleitet uns auf einer beeindruckende Tour durch die südlichen Alpen, die unsere zurückliegenden Reisen in die Region deutlich getoppt hat. Das mag mit dem wirklich grandiosen, fast sommerlichen Wetter im Herbst 2018 zusammenhängen. Aber auch unabhängig davon, haben uns vor allem der Großglockner-Hochalpenstraße, der Abstecher nach Slowenien und die Pässe Grimsel und Simplon sowohl landschaftlich als auch fahrerisch begeistert.

Inhaltsverzeichnis:


Großglockner-Hochalpenstraße

Über den Wolken auf der Großglockner-Hochalpenstraße am frühen Morgen
Über den Wolken auf der Großglockner-Hochalpenstraße am frühen Morgen

Die Großglockner Hochalpenstraße ist die höchste und eine der bekanntesten Passstraßen in den Alpen und ein Ziel der besonderen Art:


Für eine Fahrt über die Großglockner-Hochalpenstraße lohnt es, früh aufzustehen und mit dem Morgengrauen zu starten. Bei unserem Besuch Anfang Oktober öffnet die Mautstation um 6 Uhr, die Sonne geht um 7:30 Uhr auf und um 7 Uhr sind wir "on the road". Bei eigentlich nicht ganz perfektem Wetter bietet sich nach dem ersten steilen Anstieg ein Blick von oben auf das Wolkenmeer, das wir gerade hinter uns gelassen haben; vor uns glänzt unwirklich das Bergpanorama beleuchtet von den ersten Strahlen der morgendlichen Sonne.

 

Die Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich wird auch als Panoramastraße bezeichnet. Zwar gelangt der Reisende über sie von Fusch-Ferleiten in Salzburg über 38 mautpflichtige Kilometer nach Heiligenblut in Kärnten, aber eigentlich ist hier der Weg das Ziel. Steil schraubt sich die Straße über viele Spitzkehren hinauf auf über 2000m und bald öffnet sich zumindest bei gutem Wetter der Blick auf diverse 3000er. Zum Vergleich: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg ist nur 2962m hoch. (PKW/Wohnmobile: € 36,-- ; Anschlusstag € 12,-- kann auch nachträglich vor der erneuten Einfahrt bei Vorlage des Tagestickets gebucht werden. Stand: 2018)

 

In- sowie Outdoor-Ausstellungen geben entlang der Straße einen Einblick in die Geologie, Natur und Geschichte der Region. Nimmt man zumindest einige dieser kostenlosen Angebote in Anspruch, so erscheint die Maut nicht mehr so hoch, den sie beinhaltet gleichzeitig den Eintrittspreis in ein spannendes und abwechslungsreiches Museum bzw. eine Art Themenpark.

 

 Musste die 1935 erbaute Straße in ihren Anfangsjahren im Frühjahr noch von Hundertschaften von Arbeitern in schweißtreibender Handarbeit über mehrere Wochen von den Schneemassen des Winters befreit werden, so übernahmen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts Schneepflüge diese Aufgabe und bewältigten diese deutlich schneller und mit weniger Muskelkraft. Noch heute sind Schneepflüge im Einsatz die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, wie die damals eingesetzten Maschinen. Die Wintersperre dauert etwa von November bis April. Generell ist die durch den Nationalpark Hohe Tauern.

 

Der höchste Punkt der Gebirgsstraße ist die Edelweißspitze, die auf über 2500m einen beeindruckenden Rundumblick erlaubt. Nicht verpassen, sollte man auch die Fahrt zur über eine kurze Stichstraße erreichbaren Franz-Josef- Hütte, die unterhalb des majestätischen Großglockners (3798m) und am Auslauf des leider immer mehr schwindenden Pasterze-Gletschers liegt, der heute nur noch einen Bruchteil seiner früheren Ausdehnung einnimmt. Wir erreichen die "Hütte" (eigentlich ein Besucherzentrum mit Ausstellungen und mit einem riesigem Parkhaus) am frühen Vormittag und somit glücklicherweise bevor Busse Scharen von Besuchern vorbeibringen.

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz vor der nördlichen Mautstation. Übernachten im Wohnmobil wird vor der morgendlichen Einfahrt in die Hochalpenstraße zumindest außerhalb der Saison toleriert.

    (N 47°10'09", O 12°48'48")

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Klicke auf das Video und begleitet uns auf unserer Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße:

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Impressionen:


für interne Zwecke: 13.05.20

Slowenien

Besiedelt von Slawen war Slowenien nach dem zweiten Weltkrieg Teil des sozialistischen Jugoslawiens und lag somit für uns Westeuropäer hinter dem Eisernen Vorhang. 1991 wurde das Land selbständig. Slowenien grenzt an Österreich, Ungarn, Kroatien und Italien und hat Zugang zum Mittelmeer. Von den gut 2 Millionen Einwohnern leben knapp 300.000 in der Hauptstadt und gleichzeitig größten Stadt des Landes Ljubljana.

 

Wir reisen im Herbst 2018 über den Wurzenpass von Villach in Österreich aus ein und kommen an gepflegten Häusern und Orten vorbei, die einen Eindruck vermitteln, der gut dazu passt, dass Slowenien heute der wohlhabendste Teil Ex-Jugoslawiens ist.


Planica

 Planica: Die Skianlage, ganz links die Skiflugschanze
Planica: Die Skianlage, ganz links die Skiflugschanze

Planica liegt unweit des bekannten Wintersportorts Kranjska Gora im Nord-Westen Sloweniens. Hier gibt es nicht viel mehr als ein kleines Hotel, Parkplätze, einen Wohnmobilstellplatz und dann das worum es hier eigentlich geht: viele Sportanlagen, allen voran die bekannten Skisprung- und Skiflugschanzen. Planica wird auch das "Tal der Schanzen" genannt.Vor allem die Skiflugschanze ist weltberühmt, wurden hier doch schon 28 Skisprungweltrekorde aufgestellt. Derzeit gilt sie gemessen an der Flugweite als die zweitgrößte Skisprungschanze der Welt.

 

Teile der Parkplätze bei unserem Besuch im Oktober abgesperrt, denn hier wird im Sommer und Herbst Skilanglauf trainiert. Bis Sonnenuntergang drehen hier Sportler Runde um Runde.

 

Der Wohnmobilstellplatz von Planica liegt praktisch am Fuß der auch im Sommer nutzbaren Sprungschanzen. So beobachten wir am Morgen einen 10jährigen Jungen aus der Schweiz dabei, wie er sich angeleitet von seinem Trainer in die Tiefe stürzt. Dies sieht so professionell aus, dass wir überzeugt sind, dass wir den jungen Mann in wenigen Jahren bei der Vierschanzentournee wiedersehen werden. Nur leider haben wir vergessen nach seinem Namen zu fragen.

Unser Stellplatz:

  • Planica: offizieller Stellplatz mit VE und Strom am Fuß der Schanzen,
    2018: €12,-- zahlbar am Automat oder im nahegelegenen Hotel (N 46°28'40", O 13°43'29.8")

Sloweniens Nationalpark Triglav im Herbst

Der Nationalpark ist einer der ältesten Europas und der einzige Nationalpark Sloweniens.

Der Triglav Nationalpark im Nord-Westen Sloweniens in den Julischen an der Grenze zu Italien und Österreich. Der Park ist einer der ältesten Nationalparks Europas und der einzige Nationalpark Sloweniens.

 

Das Gebiet wurde bereits 1924 zumindest teilweise unter Schutz gestellt. Der Triglav ist aber auch der einzige Nationalpark des Landes, bedeckt mit seinen 838 Quadratkilometern dafür aber etwa 4% der Fläche Sloweniens und ist gleichzeitig als UNESCO Biosphärenreservat anerkannt. Über 35% des Landes sind darüber hinaus als NATURA2000-Schutzgebiet ausgewiesen, womit Slowenien weit über dem EU-Durchschnitt liegt. Hier leben Braunbär, Luchs, Alpensteinbock, Steinadler, Gänsegeier, Auerhahn und Birkhuhn.

 

Zentral im Park liegt der Triglav, der mit 2.864 Metern höchste Berg Sloweniens. Im Übrigen wird das Gelände bestimmt von hochalpinen Gebieten und weiten Waldflächen, in denen noch sehr ursprüngliche Siedlungen zu finden sind. Im Park liegen 25 Dörfer mit etwa 2000 Einwohnern. 

 

Mit seinem dichten Netz an Wanderwege und den vielen Angeboten zu Outdoor-Aktivitäten (Mountain Bike, Kanus, Klettern etc.) ist der Paradies ein Paradies für Wanderer und andere aktive Besucher. Entlang der Straße gibt es Parkplätze mit Picknick-Möglichkeiten und Infotafeln (oft auch in Deutsch).

 

Wir durchfahren den Park entlang des Soča-Tal. Leider führt die Soča bei unserem Besuch sehr wenig Wasser. Üblicherweise ist der Wildwasserfluss eine Herausforderungen für Kanuten. Im Ort Bovec dem touristischen Zentrum am Fluss werden Rafting-, Kletter- und andere Touren angeboten. Jetzt im Oktober liegt die Saison aber in den letzte Zügen und es ist nur noch wenig los. Wir machen in einem Lokal im Ortszentrum einen kurzen Stopp ein und trinken einen sehr günstigen Cappuccino.

 

Unser Stellplatz:

  • Camping Soča: sehr schöner Campingplatz oberhalb des Flusses (Oktober 2018: €21,-- für 2 Personen und Camper bis 6m ohne Strom) (N 46°20'06", O 13°38'39")

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Bildergalerie:


Dolomiten

Die Gebirgsgruppe der Dolomiten gehört den schönster Regionen der Alpen ....

Die Gebirgsgruppe der Dolomiten gehört zu den Kalk- oder auch Südalpen und liegt in Norditalien. Klar unterscheidet sie sich von den Alpenregionen, die wir bis hierher durchfahren haben, den schroff und steil, fast senkrecht, erheben sich die Gipfel aus den tiefer gelegenen Almflächen. Uns fällt auf, dass im Gegensatz zu unserer Reise in 2016 die Gipfel praktisch eisfrei sind; der lange, warme Sommer 2018 scheint den Gletschern den Rest gegeben zu haben. Nichtsdestotrotz - das Panorama ist grandios.

 

Leider scheint unser Paul überwältigt vom rauf und runter der letzten Tage. Schon länger beunruhigen uns die Geräusche unserer linken Hinterradbremse und so entscheiden wir das Wochenende auf dem Stellplatz von Corvara zu verbringen, um am Montag direkt in die Werkstatt zu fahren.

 

Glücklicherweise hat der Mercedes- Service in Meran kein Problem mit unangekündigten Kunden und so können wir schon am späten Nachmittag unseren Paul mit zwei neuen Bremsscheiben und neuen Bremsbelägen wieder in Empfang nehmen, nachdem wir in der Zwischenzeit zu Fuß Meran erkundet haben.

 

Unsere Stellplätze:

  • Arabba: Stellplatz nahe dem Ortszentrum, außerhalb der Saison gebührenfrei, in der Saison 2018: € 20,--  (N 46°29'49", O 11°52'38")
  • Corvara: Stellplatz oberhalb der Liftstation (N 46°32'27", O 11°53'02")

Nonstal und Val de Sol: Äpfel und Wein

Von Meran geht es für uns weiter durch das Nonstal und das Val de Sol in Richtung Westen. Bereits kurz hinter Meran verlassen wir das deutschsprachige Südtirol. Die Beschilderung entlang der Straßen ist nun wieder rein italienisch und nicht mehr zweisprachig.

 

Die Region wird stark vom Apfelanbau dominiert; die Ernte ist in vollem Gange. Je weiter wir gen Westen kommen, um so häufiger weichen die Apfelplantagen aber dem Weinbau. Besonders im Val de Sol zeigt sich deutlich, wie wichtig hier der Wintertourismus ist. Überall wird gebaut - man bereitet sich auf die kommende Saison vor. Ansonsten erscheinen die Wintersportorte aber, wie bereits in den Dolomiten, fast wie ausgestorben.

 

Unsere Stellplätze:

  • Castelfondo: Stellplatz mit allem Komfort oberhalb des Orts; 2018: € 15,-- zahlbar am Automaten (N 46°27'29"; O 11°07'54")
  • Aprica: Stellplatz hinter Pizzaria; 2018: € 6,-- zahlbar am Automaten (N 46°09'22", O 10°09'55")

Die Oberitalienischen Seen und Cannobio

Landschaftliche Idylle: der Comer See
Landschaftliche Idylle: der Comer See
Altstadt von Cannobio
Altstadt von Cannobio

Am Südrand der Alpen reihen sich in Ost-West Richtung die Oberitalienischen Seen aneinander. Diese Seen sind durch die Wirkung eiszeitlicher Gletscher entstanden und heute beliebte Urlaubsziele. Wir kommen auf unserer Tour am Comer See und Luganer See vorbei, bevor wir in Cannobio am Lago Maggiore unser Lager aufschlagen.

 

Cannobio liegt am Westrand des Sees in der italienischen Region Piemont.

 

 

 Der Ortname geht wohl auf den lateinischen Begriff für "Grenzland" zurück und das trifft es noch heute, ist doch Cannobio die erste größere Ortschaft hinter der Grenze zur Schweiz.

 

Die Altstadt ist nett und lädt zum Bummeln und Einkehren ein, aber auch das Umland lohnt eine Erkundung. Entlang des Flusses Cannobino gelangt man beispielsweise zur Grotto St. Anna mit der gleichnamigen oberhalb der Grotte gelegenen Kapelle aus dem 17. Jahrhundert.

 

Direkt am Fluss liegt auch der örtliche Stellplatz, der zwar etwas teuer, aber wirklich sehr schön ist Auf der Mauer am Fluss tummeln sich aufgrund der sommerlichen Wärme Mauereidechsen.

 

Unser Stellplatz:

  • Cannobio: Stellplatz am Fluss mit VE, Strom, 2018: € 16,-- zahlbar am Automaten (N 46°03'42", O 8°41'32")

Auch die angrenzenden Täler rund um Cannobio lohnen es, erkundet zu werden. Wir folgen der SP75 durch eines dieser Täler weiter in Richtung Schweiz. Steile, für größere Wohnmobile meist ungeeignete Straßen führen hinauf zu hoch oben gelegenen kleinen Ortschaften.

 

Kurz vor der Grenze, bietet es sich an, in die Domodossola die Vorräte aufzufüllen. Das Preisniveau ist in Italien doch deutlich niedriger als in der Schweiz. Beim Einkaufen sollte man allerdings die Zollbestimmungen der Schweiz im Auge behalten, gehört diese doch nicht zur EU. Der freundliche schweizer Zöllner möchte kurz später auch nicht nur wissen, wieviel Alkokohl wir dabei haben, sondern auch ob wir größere Mengen an Fleisch einführen möchten.

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Hier ein paar Impressionen:


Ronco - ein Ort am Hang

Blick auf den Lago Maggiore
Blick auf den Lago Maggiore
Ronco
Ronco

Ronco liegt oberhalb von Cannobio am Lago Maggiore und ist eigentlich kein richtiger Ort, sondern eine Ansammlung von etwa 20 Häusern, die am Hang zu kleben scheinen. Mit dem Auto kommt man nicht hierher. Fremde können den beschaulichen Weiler nur über einen steilen Fußweg erreichen; für Anwohner gibt es einen kleinen Personenaufzug. Hier oben leben Individualisten, darunter einige Künstler. Ronco lag einst direkt an einer Schmuggelroute. Heute zeugt nur noch der Wanderweg quer durch den Ort und das ehemalige Zöllnerhaus davon.

 

Das Zöllnerhaus ist heute das Domizil von Simone aus Heidelberg und ihrer Familie, die das alte Gebäude mit viel Liebe zum Detail restauriert hat. Simone sitzt durch Zufall in Cannobio im Restaurant "Paul", das uns aufgrund seines Namens angezogen hat, am Nebentisch. Und wie es der Zufall so will: Wir kennen Simone. Sie ist seit übe 30 Jahren Michaels Zahnärztin. Die Welt ist bekanntlich sehr klein.

 


Fantastische Aussichten auf dem Simplonpass

Fantastische Aussichten auf dem Simplon
Fantastische Aussichten auf dem Simplon

Der Simplon Pass liegt auf 2005m Höhe und  verbindet den Kanton Wallis von Brig aus mit dem Val Divedro und Domodossola in Oberitalien und ist ganzjährig geöffnet.


Der Simplonpass liegt in den Walliser Alpen und verbindet das Val d’Ossola in Italien mit dem Schweizer Kanton Wallis. Der alte, auf einer Strecke von über 35 Kilometern erhaltene Saumpfad, auf dem Waren per Maultier über den Pass gebracht wurde, gewann im 17. Jahrhundert an Wichtigkeit für den Salzhandel bevor Napoleon zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Straße zum Transport von militärischem Gerät befestigen ließ. Auch im zweiten Weltkrieg war der Pass von strategischer Bedeutung. Nach heute erinnert der im Jahr 1944 als Symbol der Wachsamkeit derrichtete "Simplon-Adler" als steinernes Monument an diese Zeit.

 

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildet nun der Simplontunnel eine wintersichere Alternative zur Passstrecke. Der knapp 20 Kilometer lange Eisenbahntunnel verbindet die Schweiz und Italien; Fahrzeuge müssen verladen werden. Trotzdem ist die Route über den auf etwa 2000m Höhe gelegene Pass auch heute eine wichtige Transitstrecke für den Schwerverkehr.

 

Wer sich ohe Not (das heißt, solange der Pass nicht auf Grund von Schnee oder schlechtem Wetter gesperrt ist) für die Eisenbahn entscheidet, verpasst unserer Meinung etwas. Auch wenn täglich zehntausende Fahrzeuge über den Pass donnern, erstreckt sich rechts und links der Strecke eine unglaubliche und praktisch unberührte Landschaft. Vereinzelt schlängeln sich Wanderwege durch die Natur. So kann man beispielsweise dem als "Stockalperweg" bezeichnete "Schweizer Kulturwanderweg" von der Gemeinde Brig über den Simplonpass bis in das Bergdorf Gondo folgen.

 

Auf der Passhöhe und den anderen Parkplätzen auf der Strecke scheint das Übernachten zumindest außerhalb der Saison toleriert zu werden, aber erst spät in der Nacht wird es auf der Straße ruhiger. Uns entschädigt die fantastische Aussicht.

 

Unser Stellplatz:

  • Simplonpass: Parkplatz auf der Passhöhe (N 46°14'45", O 8°01'26")

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Hier ein paar Ansichten von der fantastischen Natur auf dem Simplonpass:


Grimselpaß und Pananoramastraße Oberaar

Nachts am Totensee/Grimselpaß
Nachts am Totensee/Grimselpaß
Walliser Haus
Walliser Haus

Auf dem Weg zum Grimselpass gelangt man durch das Tal der Rhone, die hier in ihrem Oberlauf noch Rotten heißt.

 

Die Straße wird gesäumt von kleinen Ortschaften, die von typischen, hauptsächlich in Holzbauweise errichteten "Walliser Häusern" geprägt sind.

 

 Diese Häuser scheinen auf Pilzen errichtet zu sein. Diese "Pilze" sind aber  sogenannte "Maussteine", die zwischen dem Erdgeschoss und den Obergeschossen vorgesehen sind, um die lästigen Nagetiere davon abzuhalten, an die Vorräte zu gelangen.

 

Kurz vor dem Ursprung des Rotten im Rhonegletscher am Furkapass biegen wir gen Westen ab hinauf auf die Grimselpassstraße. Über enge Serpentinen, die immer wieder Blicke auf die übrige Straße und auch auf dei Serpentinen der Furkapassstraße eröffnen, gelangt man bis hinauf auf die Passhöhe auf 2164m.

 

Hier oben flankieren mehrere Gasthäuser den Totensee genannten Gipfelsee, der auf der Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee liegt und von dem Wander- und Mountainbikerouten starten.

 

Wir folgen der sich vom Grimselpass weiter in die Höhe schraubenden Pananoramastraße Oberaar (46.54845, 8.27612),  die auf einer Länge von 13 km und einer maximalen Steigung von 12% einen guten Blick auf die zur Energiegewinnung rund um den Grimselpass errichteten Stausseen erlaubt. Leider zwingt uns die vereiste Fahrbahn auf halber Strecke zur Umkehr. Die Sackgasse ist je nach Uhrzeit immer nur in eine Richtung befahrbar und ist Mautfrei (2018).

 

Wir oben bekommen wir nun auch endlich ein Murmeltier zu Gesicht. Es ist kurz vor dem Winterschlaf dick und rund gefressen, so dass es für die vor ihm liegende Zeit ohne Nahrungsaufnahme sicher gut gerüstet ist.

 

Unser Stellplatz:

  • Grimselpass: Parkplatz, in der Saison gebührenpflichtig (N 46°33'40", O 8°20'11")

Video und Fotos:

Durch einen Klick auf das Video könnt ihr uns auf unsere Fahrt über den spektakulären Grimselpass bei bestem Wetter begleiten. Anschließend ein paar Impressionen aus der Umgebung:

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Adelboden

altes Bauernhaus im Engstligental
altes Bauernhaus im Engstligental

Adelboden liegt am Ende des Engstligental in der Schweiz. Heute ist die früher rein landwirtschaftlich geprägte Region bekannt als Wintersportort; regelmäßig werden hier FIS-Weltcup-Rennen ausgetragen.

 

Über die gut ausgebaute Landstraße ist es ein leichtes nach Adelboden zu gelangen. Wir aber "wagen" eine Rückfahrt über die "alte Straße", die sich hoch über der dem Fluß Engstligen an die Bergflanke drückt. Die Fahrt ist ein Erlebnis, denn die Straße ist eng, fällt ohne Leitplanke steil ab und es gibt praktisch keine Ausweichbuchten. Mehrfach bleibt uns nur die Möglichkeit, rückwärts in eine der steil nach oben führenden Weidenzugänge zu stoßen, um den Gegenverkehr vorbeizulassen. Bitte nur mit wendigen Fahrzeugen nachfahren. Wir garantieren für nichts.

 

Almen rund um Adelboden
Almen rund um Adelboden
Pony-Holzrücken
Pony-Holzrücken

In Frutigen, dem nächstgrößeren Ort an der Einfahrt ins Engstligental, werden wir zufällig Zuschauer eines sehr traditionellen Sportereignisses. Es findet ein Wettbewerb im Holzrücken statt. In schwer zugänglichem Gelände hat das Bewegen von Baumstämmen mit Pferden auch heute noch durchaus seine Berechtigung. Beim Pony-Holzrücken scheint aber doch eher der Spaß an der Freude im Vordergrund zustehen.

 

Unser Stellpatz:

  •  Adelboden: kostenpflichtiger Stellplatz mit VE im Ort (N 46°28'55", E 7°33'31")


Simmental und Jaunpaß

Die letzte Etappe unserer Alpenreise führt uns durch Teile das Simmental im Berner Oberland und über den Jaunpass in Richtung Freiburger Land und Emmental. Noch ein letztes Mal können wir einen Blick auf die Gletscher der Alpen erhaschen, die sich aber auch hier in große Höhen zurückgezogen haben.

 

Von einem der schönen Rastplätze entlang der der Passstrecke aus, beobachten wir einen Bauern dabei, wie er zusammen mit seiner Familie die letzten Kühe ins Tal treibt.

 

Unser Stellplatz:

  • Brunnen im  Emmental: privater Wohnmobilstellplatz mit V/E und Strom auf dem Hof von Peter Bracher 2018: € 8,50 (N 47°03'56", O 7°45'54") nur für Mobile mit eigener Toilette