Südengland

Küsten, Strände, Klippen und Stonehenge

Südengland mit dem Wohnmobil
die berühmten weißen Klippen von England

Von Cornwall kommend, erreichen wir als die Grafschaft Devon. Wir durchqueren die Moorlandschaft Dartmoor, geprägt durch offene Flächen und alte Steinkreise. Im Anschluss besuchen wir die Küste von Dorset mit ihren Kreidefelsen und Fossilienstränden und unternehmen einen Abstecher zum berühmten Steinkreis von Stonehenge, einem Weltkulturerbe. Zum Abschluss erkunden wir die traditionsreichen Seebäder an der englischen Südküste, bevor uns die Fähre in Dover zurück auf das europäische Festland bringt. 



Dartmoor


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typisch Dartmoor

Im südlichen Devon erreichen den Dartmoor Nationalpark. Das geschützte Heideland begeistert Besucher auf 368 Quadratmeilen mit einer atemberaubender Landschaft. Auch zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben sich davon inspirieren lassen. So ließ Sir Arthur Conan Doyles seinen berühmten Detektiv Sherlock Holmes im Roman „Der Hund der Baskerville“ im Moor ermitteln. In Princetown, im westlichen Teil des Parks, befindet sich darüber hinaus das HMP Dartmoor, eines der ältesten und bekanntesten Gefängnisse des Vereinigten Königreichs.

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erinnert uns an unser Mongolei-Reise: freilebende Pferde

 

Der Park ist eigentlich ein touristischer Hotspot. Es werden vielerlei Outdoor Aktivitäten angeboten. An einem Wochentag im Herbst hält sich die Zahl an Besuchern allerdings in Grenzen.

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herbstliche Farben im Dartmoor

 

Die Landschaft ist einsam und wild. Jetzt im Oktober ist die Natur ist in alle Herbstfarben getaucht. Schafe, Rinder und Ponys grasen im Moor. Das Licht ist grandios, leuchtend und gleichzeitig düster und wir können uns kaum zwischen den vielen Fotomotiven entscheiden.

 

Wir sind so begeistert, dass wir nicht bemerken, wie die Zeit vergeht. Erst als die Dämmerung einsetzt, beginnen wir, uns um einen Übernachtungsplatz zu kümmern. Da im Park das Übernachten verboten ist, wird diese Suche etwas abenteuerlich. Wir fahren im Dunkeln über enge Single-Track-Roads und durch Tunnel bevor am Rand des Nationalparks in Widecombe-In-The-Moor einen offiziellen Stellplatz finden.

  • Offizieller Stellplatz auf Parkplatz ohne Einrichtungen,
    kostenpflichtig,
    GPS 50.5773, -3.8120

 

Gleich nebenan befindet sich das gut besuchtes Hotel mit Restaurant "The Old Inn" und so lassen wir einen anstrengenden Tag, bei Pizza, Curry und Bier ausklingen. Passend zu der einsamen Region haben wir heute keinerlei Handyempfang.



Die englische Riviera


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auf dem Weg an die Küste

Den in South Devon gelegenen, rund 22 Meilen langen Küstenabschnitt der Englischen Riviera mit den Orten Torquay, Paignton und Brixham lassen wir rechts liegen. Die Region ist bekannt für ihr mildes Klima, ihre Strände und ihre geologisch bedeutende Landschaft, die als UNESCO Global Geopark ausgewiesen wurde.


Exeter


Vor uns liegt nun Exeter, die Hauptstadt der Grafschaft Devon, am Fluss Exe, wenige Kilometer nördlich seiner Mündung in den Ärmelkanal. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 1. Jahrhundert gab es hier hier eine römische Siedlung. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale, Teile der römischen Stadtmauer, der mittelalterliche Exe‑Bridge‑Komplex und das Royal Albert Memorial Museum. Nach der Ruhe und Einsamkeit Dartmores ist die Stadt mit ihren 130.000 Einwohner für uns fast ein Schock. Wir werden von schier endlosen Staus begrüßt und wollen eigentlich nur noch möglichst schnell durch und wieder raus.


Jurrassic Coast


Hinter Exeter erstreckt sich von Exmouth bis zur Studland Bay über 150 Kilometer ein Jurrassic Cost genannter Küstenabschnitt. 

 

Entlang der Klippen sind etwa 185 Millionen Jahre Erdgeschichte erkennbar, darunter fossilreiche Schichten aus Trias, Jura und Kreide. Die Region wurde 2001 daher als erstes UNESCO‑Weltnaturerbe Englands ausgezeichnet.


Charmouth Beach


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mächtig viel los an der Jurrassic Coast

Wir nehmen nun Kurs auf den bei Charmouth gelegenen Charmouth Beach. Dieser wird auf Google Maps als "Fossilienstrand" bezeichnet und ist so richtig nach unserem (oder eher Iris) Geschmack.

 

Der Strand gehört zur Jurassic Coast und ist ein Fundorten für Fossilien aus dem frühen Jura. 

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überall klopft man hier auf Steine

Die Klippen und der Strand werden vom Meer durch ständige Erosion umgewälzt, so dass regelmäßig neue Fossilien freigelegt werden.

 

Iris schließt sich den zahlreichen anderen Besuchern am Strand an und verschwindet für zwei Stunden zum (erfolgreichen) Fossilien sammeln.

  • Parkplatz, kostenpflichtig GPS 50.7343, -2.9003


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Unser Stellplatz für die Nacht

Die Suche nach einem Stellplatz gestaltet sich auch heute einmal mehr schwierig. Letztlich finden wir im kleinen Ort Loders abseits der Küste einen Pub, der es Wohnmobilen bei Einkehr gestattet, auf seinem Parkplatz zu übernachten. 

Der Pub ist voll mit Einheimischen, so dass wir keinen freien Tisch finden können. Wir versinken daher in den zwei tiefen Sesseln neben dem Eingang am Kamin und schauen der fröhlichen Gesellschaft bei zwei Guinness eine Weile zu, bevor wir uns früh ins Wohnmobil zurückziehen.

 

  • The Loders Arms
    GPS 50.7453246, -2.7188601


Tipp: Ammonite Pavement
Etwas weiter westlich liegt bei Lyme Regis der 1,6 Kilometer lange Kies‑ und Felsstrand Monrmouth Beach. Auch dieser ist für seine fossilreichen Gesteine bekannt ist. Am westlichen Ende befindet sich die sogenannte Ammonite Pavement, eine Kalksteinplatte mit gut erhaltener Ammoniten aus der Zeit vor etwa 199 Millionen Jahren. Diese haben wir aber nicht besucht.


keiner weiß, woher er kommt:

The Cerne Giant


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gut zu erkennen: der Cerne Giant auf der rechten Seite des Bildes

Ein Abstecher ins Inland bringt uns in das Dorfe Cerne Abbas in Dorset und genauer zum Cerne Giant, einer 55 Meter großen Figur, die von in einen Hang geschnittenen Gräben gebildet wird. Am besten sieht man den Umriss des Giganten mit seiner Keule und dem ausgeprägtem Phallus aus der Luft. Aber auch vom Parkplatz aus, kann man ihn gut erkennen. Sein Alter war lange umstritten, doch aktuelle Untersuchungen datieren ihn in die Zeit zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert.

 

Frühere Theorien reichten von keltischen, römischen Wurzeln bis hin zu einer Entstehung in der Neuzeit. Da er erst 1694 schriftlich erwähnt wird, vermuten Forscher, dass die Figur zeitweise überwachsen und in Vergessenheit geraten war. Damit sie sichtbar bleibt, muss sie etwa alle zehn Jahre restauriert werden. In der Volkskultur gilt der Riese als Fruchtbarkeitssymbol.

  • Viewpoint, Parkplatz GPS 50.8130, -2.4807

Unsere Route führt weiter nach Osten, vorbei an der Metropolregion Southampton mit rund 850.000 Einwohnern, die wir weiträumig umfahren. Dadurch ergibt sich für uns die Möglichkeit, einen Abstecher zum Steinkreis von Stonehenge zu unternehmen.


Abstecher:

Stonehenge


Der weltberühmte Steinkreis von Stonehenge ist sicher ein Muss für jeden Reisenden, der die Region Cornwall besucht. Die etwa 5000 Jahre alte Anlage, deren ursprünglicher Zweck Forschern bis heute Rätsel aufgibt, ist ein UNESCO Weltkulturerbe und ein Besuchermagnet.


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Stonehenge

Die Besucherzahlen und die Eintrittspreise schrecken uns ab. Das klingt nicht nur nach einer Hochburg des Tourismus. Stonehenge ist eine. Da der Standardbesuch etwas 2 km von der eigentlichen Sehenswürdigkeit am Informationszentrum startet und Besucher dann per Bus zum Steinkreis gekarrt werden, suchen wir nach einer Alternative. 

 

Und wir werden fündig:

  • Parkplatz: GPS 51.19291, -1.823079

Wir parken unser Wohnmobil im kleinen Ort Larkhill am Straßenrand und machen uns zu Fuß auf den Weg zu der 1,5 km entfernten Anlage. Direkt neben dem kostenpflichtigen Zugang zum Rundweg um den Steinkreis existiert ein "Public Bypath". Dieser ist von der Anlage nur durch einen kleinen Zaun getrennt und kann rund um die Uhr kostenlos betreten werden.

 

Der Steinkreis ist stark restauriert und deutlich kleiner und auch weniger beeindruckend als erwartet. Laut Iris hat das ganze einen nur geringen "Schliemann-Faktor"*. Es baut sich weder ein Entdecker-Feeling auf, noch erzeugen die Steine bei uns ein mystisches Gefühl. Wir sind daher froh, uns für den öffentlichen Zugang entschieden zu haben. Natürlich machen wir ein paar Beweisfotos.

 

Näher heran an die Steine kommt man nur im Rahmen spezieller Führungen. Wir empfehlen statt dessen eine Besuch in der Ringkreisanlage "Pömmelte" an der Elbe (--> Link). Der Weg zum Auto führt durch die Stonehenge Landscape, die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt. Hier befinden sich einige neolithischen Grabhügeln, der sogenannten „Stonehenge Cursus“ und weitere prähistorische Monumente, die über Fußpfade zugänglich sind, die durch die umliegenden Weideflächen führen.  

 

*Schliemann-Faktor:
Von Iris eingeführte Skala zur Bemessung des Entdecker-Gefühls beim Besuch historischer Stätten. Niedrig: touristisch erschlossen, (über-)restauriert, hohe Besucherzahl - hoch: unerschlossen, Zugang erfordert Aufwand, man ist allein mit sich und der Geschichte.


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englisches Flair auf dem Weg an die Küste

zurück an die Küste:

Die traditionellen Seebäder der Südküste


Die englischen Seebäder rund um Brighton entwickelten sich ab dem 18. Jahrhundert zu beliebten Kur- und Badeorten, als das Meerbaden als gesundheitsfördernd galt. Die Region ist bis heute geprägt von eleganter Regency‑Architektur, etwa in Brighton und Hove, sowie von viktorianischen Piers, Promenaden und Hotels, die im 19. Jahrhundert entstanden. Zu den klassischen Seebädern der Küste zählen Brighton, Hove, Worthing, Shoreham‑by‑Sea, Littlehampton, Bognor Regis, Eastbourne, Seaford, Newhaven und Rottingdean – alle ähnlich und doch irgendwie anders.

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Promenade von Brighton

Unsere Fahrt auf der Küstenstraße durch die Badeorte ist interessant und bietet aus dem Auto das ein oder andere gute Fotomotiv. Unsere Welt ist das hier aber nicht. 

Da wir auch keinen attraktiven Stellplatz finden, wenden wir uns am Abend ins Landesinnere und finden nach langer Suche in Upper Dicker erneut einen Platz an einem Pub. Wir sind mal wieder ziemlich fertig. Das Lokal "The Plough" ist voll. Umso erfreuter sind wir, dass man für uns in der hübsch eingerichteten Gaststube einen Tisch findet. Das Essen – ein traditioneller Pie und ein einfaches Mac and Cheese – ist fantastisch.

 

  • Upper Dicker: The Plough
    GPS 50.8658, 0.2013
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ein traditioneller Pie


Seven Sisters Country Park


Unsere Tour neigt sich dem Ende zu. Unser letztes Ziel bildet der Seven Sisters Country Park. Bekannt für seine beeindruckenden weißen Kreideklippen zählt er zu den schönsten Küstenlandschaften Englands. Das Gebiet umfasst 280 Hektar und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Bei unserem Besuch findet gerade ein Volkslauf statt, bei dem sich Hunderte von Läufern entlang der Täler und über die Hügel der "Schwestern" quälen. Das Gelände hier ist ordentlich steil. Uns genügt ein Spaziergang entlang der Klippen. Die Aussicht ist fantastisch und zur Abwechslung scheint heute zum Abschluss auch noch einmal die Sonne.

  • Parkplatz GPS 50.7390, 0.2317

Für uns geht nun eine lange Reise auf die Britischen Inseln zu Ende. Wir übernachten ein letztes Mal in Eastbourne. Unser angepeilter Wohnmobilstellplatz auf einer Farm hat eigentlich schon für den Winter geschlossen. Der Wiesen-Stellplatz ist nicht mehr befahrbar. Man findet für uns aber einen Platz neben der Scheune, wo wir zwischen landwirtschaftlichen Geräten eine ruhige Nacht verbringen.

  • Church Farm motorhome and caravan
    GPS 51.1778, 1.3142
Am nächsten Morgen geht es weiter nach Dover, wo wir auf die vorgebuchte Fähre fahren. Das Einchecken klappt reibungslos und völlig stressfrei, die 1,5 stündige Überfahrt ist ruhig.

Unsere komplette Reise auf einem Blick:



ZM/12000

 

 

 

 

Besuche seit 21.12.25: / 1.1.26: 21

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1 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)