Der Kreis schließt sich: Über Fort Williams zurück in die Lowlands

Neptun's Stairscase in der Nähe von Fort Williams
Neptun's Stairscase in der Nähe von Fort Williams

Menhir und Hügelgrab: an der Route, aber keinen Umweg wert
Menhir und Hügelgrab: an der Route, aber keinen Umweg wert

Für uns schließt sich nun der Kreis um die Highlands, denn wir fahren jetzt zurück an die Westküste. Dabei legen wir noch einen Stopp am Naturschutzgebiet "Creag Meagaidh", wo wir auf einer kurzen Wanderung in die Berge die wichtigsten Landschaften der Region, von altem Wald entlang des Flusses, wie es ihn den Highlands nicht mehr oft gibt, bis in alpine Regionen durchqueren.

 

Bei Fort Williams besuchen wir die "Neptun's Stairscase" (N 56°50'43" W 5°05'48"), eine achtstufige Schleusenanlage im kaledonischen Kanal, der seit dem 19. Jahrhundert die Schottische Ost- und Westküste verbindet. Nur ein Drittel der Kanalstrecke ist künstlich, der übrige Teil wird durch Seen der tektonischen Verwerfung "Great Glen", darunter der Loch Ness, gebildet.

 

In der Nähe von Oban trennen wir uns kurz vom Wasser und erreichen schon wenige Meilen entfernt von Ort und Küstenstraße, vollständig einsame Regionen, die wir auf engen Straßen durchqueren. Längs der Strecke treffen wir auf bei Strontoiller (N 56°24'22" W 5°23'33") auf den knapp 4 m hohen Menhir „Clach na Carraig“ aus der Bronzezeit, daneben die Reste eines Hügelgrabs. Es soll hier auch einen Steinkreis geben, aber der scheint auf Privatgelände zu liegen und zumindest bei unserem Besuch nicht zugänglich zu sein.

 

Wir steuern nun entlang diverser "Lochs" und durch teilweise enge Täler ("Hell's Glen") die Fähre bei Dunoon an, die uns unter Umgehung von Glasgow in die Lowlands bringt.

 

Diese ist zwar mit ca. £ 17 (Stand: 2018) relativ teuer, da sie uns aber den langen und wenig attraktiven Weg durch die Stadt erspart und uns auch nicht noch einmal an Loch Lomond vorbeiführt, halten wir sie für die attraktivere Route.

 

Kurz hinter der Fähre führt uns ein Abstecher in den "Clyde Muirshiel Regional Park" allerdings noch einmal in eine Region in der die Lowlands aussehen wie die Highlands - und das nur 20 Meilen von Glasgow entfernt.

 

Im Küstenort Largs erinnert ein Gedenkturm (N 55°46'36" W 4°51'29"), der sogenannte "Pencil" an die Zeiten, in denen Schottland von Sandinavien aus regiert wurde und speziell an einen "Sieg" der Schotten über die Armada Hakon III, der aber eigentlich mehr einer überstürzten Flucht der Wikinger aufgrund diverser Missverständnis gleichzusetzen ist. Trotzdem wird hier einmal im Jahr ausgiebig gefeiert.

 

Auf den Weiden der Lowlands grasen nun vermehrt Kühe, von denen vor allem die "belted Galloways" auffallen, erinnern sie aus der Ferne doch stark an Schabrackentapire und weniger an die allseits bekannten Wiederkäuer.

 

Bei Girvan verlassen wir die Westküste, aber nicht ohne noch einmal am Hafen Fish&Chips gegessen zu haben.

 

Durch die Region Dumfries und Galloway gelangen wir an die Grenze zwischen Schottland und England, die wir kurz nach Gretna Green überqueren.

 

 

 

 Unsere Wohnmobil-Stellplätze:.

  • Naturschutzgebiet "Creag Meagaidh": Wanderparkplatz (N 56°57'05" W 4°29'43.3")
  • an der B828: Wanderparkplatz (N 56°13'20" W 4°51'36.8")
  • Girvan: Großparkplatz am Hafen (N 55°14'36" W 4°51'44"); Tipp: am Imbiss "Grazianos" unweit des Parkplatzes Fish&Chips kaufen und mit Strandblick essen; so machen es jedenfalls die Einheimischen
  • Glencaple: offizieller Stellplatz am Bootsanleger ohne VE (N 55°00'09" W 3°34'26")

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Fotogalerie: Fort Williams zurück in die Lowlands