Viehscheid im Allgäu

Die Viehscheid, ein Brauchtum, das auch Almabtrieb genannt wird.
Viehscheid: farbenprächtiges Spektakel im Spätsommer

Viehscheid im Allgäu

 

Im September ist im Allgäu Viehscheid, ein Brauchtum, das in anderen Region auch Almabtrieb genannt wird. Die Rinder werden dabei für den Winter von den saftigen Bergwiesen zurück in die Ställe getrieben. Die Viehscheid ist gleichzeit aber auch Festzeit. Wir waren mit dem Wohnmobil mittendrin.


Zwei Wochen lang herrscht Mitte September im Allgäu Ausnahmezustand. In 32 Orten wird das Vieh von den Almen zurück in die Ställe gebracht. Dafür werden Festzelte aufgebaut, denn es ist Tradition dieses Ereignis ausgiebig zu feiern, vorzugsweise mit Musik und natürlich mit reichlich Bier.

 

Wir haben uns im Internet einen passenden Termin herausgesucht (Termine: https://www.almabtriebe.de/) und parken unser Wohnmobil zwischen PKWs auf einer großen, mit Flatterband als Parkfläche markierten Wiese.

 

Infobox: Viehscheid/Almabtrieb

Als Viehscheid oder Almabtrieb bezeichnet im Alpenraum das Überführen der Rinder, die Frühjahr und Sommer auf den Bergwiesen oder Almen verbracht haben, zurück ins Tal und in die Ställe. Auf den Wiesen weiden die Rinder verschiedener Landwirte zusammen. Nach dem Abtrieb werden sie aber wieder getrennt, daher der Name Viehscheid. Vielerorts werden die Rinder dafür prächtig geschmückt. Zumindest traditionell zeigt der Schmuck an, dass die Herde über den Sommer kein Tier verloren hat.

 

Wir stellen uns zusammen mit vielen anderen, Einheimischen und Urlaubern, an die Straße und schauen dem Zug der Landwirte mit ihren geschmückten Rindern zu. Danach geht’s ab ins Festzelt .... zum zweiten Frühstück mit Blasmusik, Festbier und Bratwurst.

 

Bei unserem ersten Besuch bei einer Viehscheid sind wir noch mit unserem blauen Kastenwagen unterwegs. Wir parken unser Gefährt und genießen das Fest. Der Schreck kommt dann am Nachmittag beim Losfahren. Oder vielmehr dann, als auf der nassen Wiese mit unserem Frontantrieb gar nichts mehr geht. Allein kommen wir da nicht mehr raus, statt dessen buddeln wir uns immer tiefer ein. Aber bevor wir noch fragen können, stehen schon drei „gestandene Mannsbilder“ hinter unserem Auto und schieben uns raus.

 

Das wäre nur eine kleine Anekdote von vielen, wenn wir uns nicht am späten Nachmittag des gleichen Tages noch einmal festfahren würden. Nur dieses Mal ist nicht gleich Hilfe zur Stelle. Erst nach gefühlten Stunden erbarmen sich unser einige Autofahrer, die wir auf der Straße anhalten, und helfen Schieben.... im feinen Anzug. So viel Hilfsbereitschaft an einem Tag ist dann doch der Erwähnung wert.

 

Seit diesem Tag sind wir uns sicher: Unser nächstes wird ein Wohnmobil mit Allrad!

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Fotogalerie:  Almabtrieb