Um Lissabon herum

Der Endspurt des Karnevals steht vor der Tür. Um nicht in einen der in Portugal üblichen Umzüge zu geraten, meiden wir in diesen Tagen die Städte. Das heißt für uns, dass wir auch Lissabon großzügig umfahren. Da wir ohnehin keine wirklichen Stadtfans sind, tut uns das nicht wirklich weh.

 

Zuerst durchqueren wir das Mündungsgebiet des Tejo. Wir hatten uns davon in vogelkundlicher Hinsicht ein bisschen was erwartet, werden aber enttäuscht, da die Feuchtgebiete nicht wirklich zugänglich sind. Einerseits ist die Region als Umland von Lissabon stark besiedelt, andererseits dominiert die Landwirtschaft, d. h. meist der Reisanbau das Landschaftsbild. Im Gegensatz zu anderen Regionen sind die landwirtschaftlichen Flächen aber nicht zugänglich, sondern eingezäunt - vor jedem Stichweg steht ein großes Tor. Schade. Wenigstens bekommen wir in einer alten Saline einen Wiedehopf vor die Linse.

 

Unser Weg führt uns nun nördlich von Lissabon durch das bergige Hinterland. Erst in der Nähe des Ortes Peniche  kommen wir wieder an die Küste.  Schon kurz hinter Lissabon wird es wieder ländlich. Weinbau, kleine Dörfer, alte Windmühlen aber auch moderne Windräder sind zu sehen. Die Küste nördlich von Lissabon ist allerdings stark vom Tourismus geprägt. Es gibt viele Appartmentanlagen. Manch Küstenort wirkt im Winter ohne Gäste wie ausgestorben. Peniche selbst zieht auch Touristen an,  liegt es doch zu einem großen Teil innerhalb seiner alten Stadtmauer auf hohen Klippen. Es beherbert aber auch einen modernen Fischereihafen und eine Fischkonservenfabrik. Auch hier wird es heute einen Karnevalsumzug geben. Wir bekommen davon nicht allzuviel mit, denn wir verbringen den Nachmittag auf einer vorgelagerten Halbinsel, umtost von den durch die stürmische Wetterlage und die bevorstehende Neumond-Springflug aufgewühlte Brandung.

 

Wir beenden den Tag am Lagoa die Obidos, einer Salzwasserlagune. An den die Lagune vom Meer trennenden Dünen arbeiten Bagger. Uns wird erzählt, es handle sich um ein EU-Projekt. Um was es hier geht finden wir aber nicht heraus. Da es weiterhin stark windet und dann auch noch anfängt zu regnen, machen wir nur einen kurzen Spaziergang entlang der am Ufer vertäuten Boote und ziehen uns dann ins Auto zurück.

 

Unsere Stellplätze:

  • Consolacao: Parkplatz am südlichen Strandende hinter den Dünen. Keine Verbote wie am Strandparkplatz. Die Polizei fährt kommentarlos ihre Runde.
  • Foz de Arelho: gebührenpflichtiger Stellplatz (3 Euro) mit Ver- und Entsorgung am Lagoa de Obidos; Wifi vorhanden, aber nicht getestet

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