Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen
Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

 Unser erstes Ziel für heute  ist der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, der älteste Nationalpark der Pyrenäen.  Wieder machen wir uns relativ früh auf den Weg. Für den Vormittag ist Sonnenschein angesagt und den wollen wir nutzen. Der Park ist das Aufstehen wert. Etwa 8km weit kann mit dem Auto zumindest außerhalb der Saison in den Park hineinfahren - in der Hauptsaison verkehren Pendelbusse aus. Wie uns die nette Dame im Infozentrum in Torla schon in Ermangelung von Englischkentnissen in der Hauptsache mit Händen und Füßen erklärt hat, fährt man ab Kilometer 5 im Schnee. Der Weg führt durch ein Tal, das mit seinen steil aufragenden Wänden an den Gran Canyon/USA nur mit mehr Bäumen erinnert. Am Ende des Weges liegt ein Parkplatz von dem mehrere Wandertouren tiefer in den Park hineinführen.  Wir folgen einem Weg für eine Stunde, kehren dann aber um, denn wir wollen heute noch ein Stück weiterkommen.

 

Das ist auch gut so, denn in Torla beginnt es an zu hageln und wir wissen, es liegt noch ein Pass auf ca. 1500m vor uns. Wir kommen trotz einsetzendem Schneefall gut voran und entschließen uns zu versuchen, heute bis zur Atlantikküste durchzufahren.  Auf gut ausgebauten Stranßen, teilweise auch kostenfreien Autobahnabschnitten, "düsen" wir durch Landschaften, die wir in Nordspanien nicht in dieser Form erwartet hätten. Wir durchfahren ein breites Tal mit naturbelassenen Flüssen, an Berghänge oder auf -kuppen wie hingeworfen wirkenden Dörfer, umrahmt von steilaufragenden Bergwänden oder auch entlang von Hügeln, die den Eindruck machen, als wären sie durch den Bergbau entstanden, es aber nicht sind.

 

Wir erreichen Pamplona, umfahren die Stadt aber großzügig, denn demnächst wird es dunkel und wir müssen uns mal wieder eine Platz für die Nacht suchen. In mehreren Orten stoßen wir auf  Ansammlungen von Menschen mit Fackeln - es werden auch Knaller geworfen. Einmal haben wir den Eindruck, man steht für uns Spalier. Erst in Zamaia verstehen wir, was hier los ist. Dort sehen wir schwarz geschminkte Kinder mit Turban und mehrere Kamele. Ist ist der 5. Januar, der Vorabend des Dreikönigsfests und damit in vielen Regionen Spaniens der Tag der großen Familenfeier und der Geschenke. In Zamaia finden wir in einem Industriegebiet einen Stellplatz, nicht schön, aber praktisch und immerhin mit Blick auf den Fluss.

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