Naturpark Vale do Guadiana

Naturpark Vale do Guadiana
Naturpark Vale do Guadiana

Von Mértola aus erkunden wir den Naturpark. Sobald wir die Straße verlassen, scheint es uns, als ob wir uns in einer anderen Welt befinden. Man versucht hier, die bäuerliche Tradition zu konservieren. Trotzdem, die kleinen, oft nur über unbefestigte Straßen erreichbaren Dörfer sind bewohnt, wenn auch von hauptsächlich älteren Menschen.  Überall muss man darauf achten, keine freilaufenden Hühner oder Schafe zu überfahren. Auch eine Hausschlachtung, bei der die ganze Familie mithilft,  sehen wir vom Auto aus.

 

Die Landschaft reicht von Oliven- und Korkplantagen, über versteppte Felder bis hin zu Kiefernwäldern. Auch Weinanbau ist anzutreffen. Der Großtrappe begegnen wir schon wieder nicht. Wir fragen uns langsam, ob es diesen Vogel wirklich gibt. Handelt es sich hier vielleicht um ein Phantasieprodukt à la Wolpertinger, der nur dem Anlocken von Touristen dient?

 

Unser Paul hält sich wacker. Auf dem Weg zu einem steinzeitlichen Menhir, nimmt er steile Anstiege auf holprigen Feldwegen mit links bzw. mit Allrad. Auch durch einen kleinen Bach führt uns der Weg. Von einer Flussdurchfahrt zu sprechen, wäre aber übertrieben. Es handelt sich doch mehr um einen Rinnsal.

 

Am Nachmittag folgen wir dem Tal des Guadiana aus dem Naturpark hinaus und kommen an Fischerbooten, aber auch an kleinen Segelyachten vorbei, die hier vor Anker liegen. Bist zum Meer ist es nicht mehr allzu weit. Wir beschließen den Tag auf einem kleinen, ausnahmsweise kostenpflichtigen Stellplatz mit Wasser, Entsorgung, Strom und W-Lan. Da das Wetter gerade auf neblig trüb umschlägt, werden wir drei Nächte bleiben, um zu arbeiten, zu waschen und um einfach mal nicht zu fahren. Paul hat Urlaub!