Die Mongolei – Zwischen Steppe und Tradition

Mit drei Buchankas im Land der Nomaden

Vor einigen Jahren waren wir ihm Rahmen einer geführten Gruppenreise mit dem Rucksack in der Mongolei. Unserer kleine Reisegruppe war dort mit den legendären Buchankas unterwegs - russischen UAZ‑452  Kleintransportern mit Allrad – kantig, laut und unverwüstlich. Diese Fahrzeuge sind mehr als nur ein Transportmittel - Sie stehen für Abenteuer pur, auch wenn der Spitzname "Buchanka" eigentlich so etwas wie Kastenbrot oder Brotlaib bedeutet. Jeder Kilometer auf den holprigen Pisten der Mongolei war eine Herausforderung, aber gleichzeitig irgendwie meditativ.

 

Die Reise startete in Frankfurt und führte uns zuerst mit einem modernen Flugzeug nach Moskau. Nach dem Flugzeugwechsel ging es weiter mit einer uralten Aeroflotmaschine. Beim Einsteigen hatten wir das Gefühl, das es jetzt mit dem Orientexpress und nicht mit einem Flugzeug weitergeht. Auf freien Sitzen stapelte sich Gepäck, die Flugbegleiterin saß bei Start und Landung auf den Stufen im Mittelgang. Bei der Zwischenladung in Nowosibirsk kam die Verkleidung über Michael von Decke. Dabei war die Landung absolut sanft. Die Piloten verstanden ihr Geschäft.

In Ulan-Bator lernten wir die übrigen Mitglieder unserer Gruppe, unseren Reisbegleiter Peter und unsere einheimische Reiseführerin Uka kennen. Nach einer Übernachtung in einem einfachen Hotel ging es am nächsten Tag mit drei Fahrzeugen los. Zwei beförderten die Reisegruppe samt Gepäck, eines diente als "Küche" und hatte neben unserer Köchin, die tatsächlich jeden Tag frisch für uns kochte und backte, sowie die Vorräte für die Gruppe dabei.

Unsere Tour führte uns durch die endlose Weite der Gobi. Sand, Wind und Dünen bestimmten den Alltag, und das Festfahren gehörte fast selbstverständlich dazu. Einmal verschwand sogar unser Küchenfahrzeug in der grenzenlosen Steppe, und erst Stunden später fanden wir es wieder. Glücklicherweise hatten wir die Wasservorräte an Bord, sonst wäre das Gefühl noch mulmiger gewesen. Solche Momente machten die Reise rau und anstrengend, aber gerade dadurch unvergesslich. Bitte bedenken: Weder wir noch unsere Fahrer hatten Handy oder GPS dabei. Uns war es ein absolutes Rätsel, wie sich die Jungs eigentlich orientierten. Wahrscheinlich kannten sie sich einfach aus. Sie waren schließlich hier geboren.

Neben der Wüste erlebten wir auch die Vielfalt der mongolischen Landschaft: weite Steppen, grüne Täler und karge Hochplateaus. Wir begegneten Nomadenfamilien in ihren Jurten und erfuhren eine Gastfreundschaft, die uns tief beeindruckte. Übernachtet haben wir sowohl in traditionellen Jurten als auch im Zelt. Abende am Lagerfeuer unter einem Himmel voller Sterne rundeten die Tage ab und gaben der Reise eine besondere Intensität.

 

Die Fahrt im Buchanka war eng, staubig und manchmal unbequem – doch genau diese Mischung aus Einfachheit und Abenteuer machte die Reise einzigartig. Es war ein Eintauchen in eine Welt, die sich kaum verändert hat und deren Ursprünglichkeit uns nachhaltig beeindruckt hat.


Fotogalerie:



VG/3000

 

 

 

Besuche seit 21.11.25:

Inhalte von Powr.io werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell und Marketing), um den Cookie-Richtlinien von Powr.io zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Powr.io-Datenschutzerklärung.
1 Gilt für Lieferungen in folgendes Land: Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier: Liefer- und Zahlungsbedingungen
2 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)