Bergen



Eigentlich wollten wir um 6 Uhr aufstehen, um richtig früh in Bergen zu sein, da wir hoffen, so einen Parkplatz zu finden. Aber unser Wecker verlässt uns - so etwas ist uns noch nie passiert. Kurz nach 7 Uhr schrecken wir hoch, hüpfen mit Katzenwäsche in unsere Klamotten und ... stehen im Stau - es ist Rush-Hour. Trotzdem, wir finden einen super Parkplatz, von dem aus wir zu Fuß in nur 20 Minuten in die Stadt laufen können. Bevor wir losziehen, gibt es jetzt aber doch erst einmal einen Kaffee und Frühstück.

 

Wir marschieren durch das nette Universitätsviertel in die Stadt und landen in der Fußgängerzone. Um 10 Uhr haben wir uns am Markt mit Ina und Joshua verabredet. Die beiden finden für ihren Bus deutlich leichter einen Platz zum Abstellen. Da die beiden aber noch ganz verschlafen waren, als wir losfuhren, rechnen wir eigentlich nicht damit, dass sie schon da sind. Am Ende warten sie aber schon auf uns.

 

Wir bummeln über den auf Touristen ausgerichteten Markt, wo Fisch (auch Wal), Elch und Rentier, aber auch Souvenirs angeboten werden und am Hafen entlang. Dort treffen wir wieder auf unsere Freunde, die Kreuzfahrtschiffe. Ihre Passagiere sind uns schon in der Stadt vor und über die Füße gelaufen. Hier liegt unter anderem ein Monster der Disney Cruises, aber ach die MS Deutschland, das Ex-Traumschiff, vor Anker. Wir hatten gelesen, dass deren bisherige Reederei vor kurzem Insolvenz anmelden musste und so wundern wir uns. Google hilft aber weiter: Die Deutschland wurde Mitte Mai vor Gibraltar an einen ungenannten Käufer übergeben. Was sie aber hier noch Bergen treibt, bleibt uns verborgen.

 

Nachdem wir die ehemalige Festung der Stadt auf Umwegen durchquert haben (es wird hier gerade das Equipement für eine Veranstaltung aufgebaut) besichtigen wir den alten Hanse- Kai der Stadt - Bryggen. Dieses Viertel steht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste und repräsentiert ein Handelsviertel in Holzbauweise, wie es früher in vielen Hanse-Städten anzutreffen anzutreffen war Auch hier sind wieder eine Menge Touristen aller Art unterrwegs - vom Backpacker bis zum per Selfie-Stick filmenden Kreuzfahrer. Beeindruckend ist das Areal trotzdem.

 

Wir beenden unsere Tour mit einem Kaffee in der Hand in der Fußgängerzone und beobachten das lebhafte Treiben. Danach trennen sich die Wege der Besatzungen des blauen VW-Bus und des grünen Womos. Wir wollen aber versuchen, uns in Oslo noch einmal zu treffen.

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