Huelva - Startpunkt der Entdeckung von Amerika

Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria, den Schiffen, mit denen Kolumbus in See stach.

Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria, den Schiffen,
mit denen Kolumbus in See stach.

 

An der Mündung des Odiel liegt die etwa 145.000 Einwohner aufweisende Hafen- und Industriestadt Huelva. Wie viele andere Städte an der Westküste Portugals und Spaniens wurde auch Huelva durch das große Erdbeben von Lissabon 1755 zerstört und im Anschluss wieder aufgebaut, so dass obwohl die Geschichte der Stadt bis in phönizische Zeiten zurückgeht, kaum Bausubstanz aus der Zeit vor dem Erdbeben verblieben ist.

 

Wie so oft meiden wir aber auch heute die Innenstadt und konzentrieren uns auf die Erkundung der Umgebung. Auf einer am östlichen Ende der Stadt liegenden Landzunge erhebt sich eine Kolumbus-Statue aus dem Jahr 1929, die daran erinnert, dass der große Entdecker 1492 von der nur 14km von Huelva entfernten Stadt Palos de la Frontera aufbrach, um den Seeweg nach Indien zu entdecken, was ihn letztlich nach Amerika führt. Gegenüber der Statue liegen dort in einem kleinen Hafenbecken Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria. Leider wird die Anlage zur Zeit renoviert, so dass wir nur einen Blick von der Straße erhaschen können. Die Größe bzw. Kleinheit der Schiffe ist trotzdem beeindruckend. Wir fragen uns, wie man so verrückt sein konnte, sich mit solchen Nussschalen überhaupt auf den Atlantik zu wagen.

 

Auf einem kleinen Pier gleich nebenan steht ein Denkmal, das daran erinnert, dass nicht nur Kolumbus von Palos de la Frontera aufbrach, den Atlantik zu überqueren.1926 startet hier auch das Dornier Flugboot „Plus Ultra“ vom Typ Wal zu einem Flug nach Buenos Aires, der als erster Südamerikaflug als ein Meilenstein nicht nur der spanischen Fliegerei gilt. Aufgrund unserer nur rudimentären Spanischkenntnisse erschließt sich uns dies aber erst nach einer ausgiebigen Internetrecherche, weshalb es auch keine Fotos von Pier und Denkmal gibt.

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