Das Alaska-Syndrom kehrt zurück

Umea, eine quirlige Universitätsstadt an der Ostküste
Umea, eine quirlige Universitätsstadt an der Ostküste


Nach einer Nacht auf einem fast perfekten Stellplatz in Umea, einer quirligen Universitätsstadt mit ca. 120.000 Einwohnern, von denen 40.000 Studenten sind,  wachen wir spät auf. Wir haben komatös geschlafen, obwohl wir beide im Tiefschlaf mitbekommen haben, dass neben uns ab Sonnenaufgang und somit ab ca. 3 Uhr morgens Angelboote zu Wasser gelassen wurden.

 

Es scheint sich die Erfahrung unserer Reise nach Alaska von 2006 (mehr zur Reise Alaska und der Yukon: hier) zu wiederholen. Auch dort hatten wir traumreich und so fest geschlafen, dass wir nichts mehr mitbekommen haben. 
Auch jetzt brauchen wir gegen jede Gewohnheit eine halbe Stunde und einen sehr starken Kaffee um zu uns zu kommen. Selbst bei einem kurzen Mittagsschläfchen auf einem Rastplatz an der Schnellstraße schlafen wir so fest, dass man uns samt oder auch ohne Auto klauen könnte.
Wir beenden den Tag in in einem Naturreservat an der Küste mit einem dieses Mal besser vorbereiteten Barbecue auf einem öffentlichen Grillplatz mit Blick auf die Ostsee. Feuerholz ist wieder reichlich in einer grossen Kiste zu finden. Unglaublich. Danach lassen wir uns bei 5 Grad Außentemperatur von der Sonne wärmen, die erst um 22 Uhr untergeht; auch um 23 Uhr ist es noch taghell.
Waschtag
Es ist schon wieder Waschtag. Aber es hat sich einfach günstig ergeben, dass wir an der Küste einen Stellplatz mit schönem Blick und Wasseranschluss gefunden haben. Es wird also wieder unsere Mini-Waschmaschine angeworfen. Das klappt mittlerweile richtig prima. Nach dem Aufhängen der Wäsche sieht unser Paul aus wie ein Marktstand. Wir warten eigentlich nur darauf, dass jemand vorbeikommt und etwas von unseren - wohlgemerkt jetzt sauberen - Klamotten kaufen will.
Mehr über das Waschen im Wohnmobil: hier

Wir sind gerade soweit fertig, da parkt neben uns ein belgisches Auto mit einem recht flachen Anhänger. Wir denken: "Oh ein DDR-Faltwohnwagen.  Das ist aber bei diesen Temperaturen gewagt!" Und dann kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Es werden Seitenwände und ein festes  Dach ausgeklappt und plötzlich steht da ein kleiner, aber "richtiger" Wohnwagen.

 

Michael, wer sonst, kommt mit Pierre, dem stolzen Klapp-Wohnwagen-Besitzer, ins Gespräch. Es folgt ein super netter und langer Abend bei Wein und Crackern mit Pierre und Christine in deren wahrscheinlich über 50jahre alten, fahrbaren Behausung. Wir trennen und gegen 12 Uhr nachts - es ist immer noch hell -, um unsere Unterhaltung am nächsten Morgen bei einem Frühstück bei 6 Grad aber strahlendem Sonnenschein im Freien fortzusetzen.

 

Unser Stellplatz:
  • Jävre: Rastplatz am See (N 65°8'37", O 21°30'34")

$


Impressionen: