Naturpark Drömling

Naturpark Drömling
Naturpark Drömling

Der Drömling an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war zur Zeit der Deutschen Teilung militärisches Sperrgebiet. Heute ist das Gebiet als Natur- und Biosphärenreservat ausgewiesen.



Heckrinder im Drömling
Heckrinder im Drömling

Der Drömling ist eine 340 km² große, in einer Flußniederung an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegene Kulturlandschaft, deren in Sachsen-Anhalt liegender Teil bereits seit 1990 als Naturpark ausgewiesen ist.

 

Während der Deutsch-Deutschen Teilung befand sich hier ein militärisches Sperrgebeit, in dem die Natur einen Rückzugsort fand. Doch schon zuvor war der Drömling Grenzland. Die aus der letzten Eiszeit stammenden Niedermoore der Region wurden daher aufgrund ihrer Lage zwischen Brandenburg/Preußen, dem Kurfürstentum Hannover und dem Herzogtum Braunschweig erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts trockengeleg. Über Hunderte von Kilometern Gräben wurde das Gebiet entwässert und so landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts durchzieht nun auch der Mittellandkanal das Gebiet von Ost nach West.

 

Seit 2012 wird nun darauf hingewirkt, in dieser von seinen Kanälen zwischen Wiesen, Feldern und Hecken geprägten Landschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ein länderübergreifendes UNESCO-Biospährenreservat mit einer Fläche von über 38tausend Hektar zu errichten.

 

Fast 400 Tier- und Pflanzenarten leben und gedeihen hier, darunter auch seltene Arten wie der Schwarzstorch, der Kranich, Fischotter, Biber und diverse Fledermausarten. Die feuchten Wiesenflächen werden von Konikpferden und Heckrindern beweidet und so von Strauchbewuchs frei und damit offen gehalten. Diese Tiere sind so robust und anspruchslos, dass sie ganzjährig in offener Weidehaltung gehalten werden können.

 

Das Heckrind wurde zu Anfang des 19. Jahrhundert mit der Absicht gezüchtet, dem ausgestorbenen Auerochsen zu ähneln. Auch wenn diese Hausrinder deutlich kleiner sind als der Auerochse, sind wir doch ausreichend beeindruckt, um den großen Hörnern lieber nicht zu nahe kommen zu wollen.

 

Unser Parkplatz:

  • Röwitz: Wanderparkplatz am Offenstall (N 52°31'44", O 11°03'24")

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