Irland ist bekannt für seine grünen Hügel aber auch für seine Pub-Kultur mit Whiskey und Folk-Musik. Das feuchte, aber nie wirklich kalte Klima begünstigt eine besondere Vegetation und sorgt für eine charakteristische Atmosphäre.
Wir wollen Irland mit dem Wohnmobil erkunden und haben dafür sechs Wochen Zeit. Die Route führt uns durch abwechslungsreiche Landschaften, kleine Orte und größere Städte – unsere Reiseplanung lässt uns wie immer mit viel Flexibilität und Raum für spontane Abstecher. Da die Insel aber nur per Fähre erreichbar ist, ist doch ein wenig Vorbereitung notwendig:
Die Reise im Überblick - die einzelnen Etappen:
RoutenFact: Streckenlänge, Reisezeit und -dauer und mehr ... hier
Reisetipps: Was ist uns aufgefallen, das solltest Du wissen: hier
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wir sind Iris und Michael von tournatur-online.de. Seit 2014 reisen wir mit unserem Wohnmobil Paul durch Europa und schreiben über unsere Touren, Natur und
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Das ist uns in Irland aufgefallen.
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Das ist uns in Irland aufgefallen.
Es gibt einige Möglichkeiten, nach Irland zu gelangen. Wer mit dem eigenen Fahrzeug kommen möchte, muss allerdings mindestens eine Fähre nutzen, von denen wöchentlich über 200 Fahrten gibtl:
Fähren von Frankreich:
Fähren von England / Wales
Wir nehmen die Fähre von Fishgard nach Roslaire, die einem in rund 3.5 Stunden über die Irische See nach Irland bringt.
Das Fahren auf der „falschen“ Seite kann anfangs verwirrend sein, aber mit ein bisschen Vorbereitung klappt’s wunderbar. Michael hat bisher keine großen Schwierigkeiten gehabt. Das sollte man im Kopf haben:
Fazit:
Angst muss man nicht haben, ein wenig Vorbereitung und Konzentration hilft sehr.
Bevor man in Irland startet, sollte man sich Gedanken machen, wie herum man die Insel umrunden möchte – links oder rechts herum. Für beide Varianten gibt es gute Argumente:
Rechts herum – im Uhrzeigersinn
Links herum – gegen den Uhrzeigersinn
Anmerkung zum Ring of Kerry:
Auch sollte man sich Gedanken machen, wie rum man dort fahren möchte. Damit Busse sich auf den engen Straßen nicht begegnen, fahren alle Busse entgegen dem Uhrzeigersinn. Aus diesem Grund sind Straßenabschnitte für Fahrzeuge über 1.80 m Breite für in der Gegenrichtung gesperrt.
Irlands Straßen sind mehr als nur Wege von A nach B. Mal modern und effizient, mal wildromantisch und echt herausfordernd. Wer mit dem Wohnmobil hier reist, sollte Gelassenheit mitbringen und sich auf das Unerwartete freuen. Denn genau diese Mischung aus Abenteuer und Charme macht das Fahren durch Irland zu einem unvergesslichen Teil der Reise.
Wer viel sehen möchte, kommt an einspurigen Straßen kaum vorbei. Wir sind mit unserem 2m breiten Fahrzeug überall gut durchgekommen, aber an engen Stellen wurde es auch für uns immer wieder eng. Es kommt nicht von ungefähr, dass viele größere Fahrzeuge Schäden an den Spiegeln aufweisen.
Aber:
Es gibt viele organisierte Busreisen in Irland, d. h. an die meisten Sehenswürdigkeiten kommt man auch mit großen Fahrzeugen heran.
Auch die größeren Straßen sind mit Vorsicht zu genießen. Regt eine toll asphaltierte Straße zum schnelleren Fahren ein, wird man schnell eines besseren belehrt, denn wie aus dem Nichts tauchen (oft unsichtbare) Bodenwellen auf. Daher ist es auf vielen Straßen kaum möglich, nur ansatzweise an die angezeigte Höchstgeschwindigkeit heranzukommen. Das wohl auch der Grund dafür, dass Einheimische selten zu schnell fahren.
Unser Tipp:
Wer mit einem großen Fahrzeug kommt, sollte sehr, sehr viel Geduld und fahrerisches Können mitbringen. Wer das nicht hat, wird wenig Spaß dort haben.
Und noch ein ernst gemeinter Tipp:
Rückwärtsfahren gehört in Irland einfach zum täglichen Leben dazu - nicht einmal, sondern meistens mehrere Male am Tag und nicht 10 m, sondern auch mal 100 m bergab oder bergauf. Wer Rückwärtsfahren nicht beherrscht , sollte vorher üben.
Irland ist ein Land der Wetterwechsel und Überraschungen. Man sollte sich auf Regen und Sonne im schnellen Wechsel einstellen – und genau das macht aber auch den Charme aus.
Das Klima sorgt für die berühmten grünen Landschaften, die Irland seinen Beinamen „Grüne Insel“ eingebracht haben. Für uns Wohnmobilreisende bedeutet das: Regenjacke und Sonnenbrille gehören gleichermaßen ins Gepäck. Wer flexibel bleibt, erlebt Irland in all seinen Facetten – von mystischen Nebeln bis zu strahlendem Sonnenschein.
Das Wetter in den Jahreszeiten:
Frühling (März – Mai)
Sommer (Juni – August)
Herbst (September – Oktober)
Winter (November – Februar)
Wir waren im September und Oktober dort und hatten von allem etwas - auch mal richtig Sturm. Dabei ist uns aufgefallen, dass 10° Grad nicht davon abhält, in kurzer Hose herumzulaufen. Oben herum trug man dann eine Regenjacke.
Einige Autobahnabschnitte, Brücken und Tunnel sind gebührenpflichtig. Bezahlt wird meistens an den Mautstationen. Es gibt keine generelle Vignette. Wohnmobile werden wie Pkws behandelt – unabhängig vom Gewicht.
Mietfahrzeug: kläre im Vorfeld ab, ob ein Transponder eingebaut ist und wie die Abrechnung erfolgt.
Spezialfall:
M50 bei Dublin: Diese Ringautobahn ist ein Spezialfall – es gibt keine Schranken. Das Kennzeichen wird elektronisch erfasst (System „eFlow“) und man muss die Maut bis spätestens 20 Uhr am Folgetag online, per App oder in einem „Payzone“-Shop bezahlen.
Mautsysteme ändern sich schnell. Bitte erkundige Dich vor der Abfahrt nach dem aktuellen Stand.
So haben wir es verstanden und so wird es in Irland gelebt:
Freistehen ist in Irland scheinbar offiziell nicht erlaubt, wird aber in abgelegenen Gegenden oft toleriert. Wo das Übernachten im Wohnmobil nicht erlaubt ist, wird meist durch Schilder geregelt oder Höhenschranken versperren einem die Zufahrt.
abgelegene Parkplätze
Aber es gibt genügend kleine abseitsgelegene Parkplätze, auf denen das Übernachten toleriert wird. Wir haben eigentlich nie Schwierigkeiten gehabt, ein Plätzchen für die Nacht zu finden.
offizielle Stellplätze
In Städten und Gemeinden findet man auch einfache, aber auch gut ausgestattete, offizielle Stellplätze, manche sind sogar kostenfrei. Man muss allerdings schon ziemlich suchen.

Es gibt auch viele gut ausgestattete Campingplätze, oft mit Meerblick. Vorab reservieren lohnt sich in der Hochsaison sicher. Da wir nur auf Park- und Stellplätzen übernachtet haben, haben wir mit Campingplätzen allerdings keine Erfahrung gesammelt.
Die Müllentsorgung ist in vielen Regionen Irlands eine echte Herausforderung. Öffentliche Abfalleimer sind selten und meist klein dimensioniert. Auf Stellplätzen gibt es oft Entsorgungsmöglichkeiten – allerdings kann es vorkommen, dass man für einen Müllsack extra bezahlen muss.
Entsorgungsmöglichkeiten (außer auf Campingplätzen) sind schwierig zu finden. Auch haben viele Stellplätze keine Ver- und Entsorgung. Wir haben ein Pärchen kennengelernt, die immer wieder größere Umwege fahren mussten, um die Chemietoilette zu entsorgen. Gott sei Dank haben wir inzwischen auf eine Trenntoilette umgestellt (Infos dazu hier). Für uns hat sich das Problem also überhaupt nicht gestellt.

Wer mit seinem Vierbeiner nach Irland reist, sollte wissen: wirklich hundefreundlich ist das Land nicht. In den Nationalparks gilt in der Regel Leinenpflicht und viele Wanderwege sind wegen frei laufender Weidetiere für Hunde komplett gesperrt. Auch in Restaurants und Pubs, die nicht ausdrücklich als "dog friendly" gekennzeichnet sind, haben Hunde keinen Zutritt.
Die öffentlichen Verkehrsmittel machen es ebenfalls schwierig: In Bussen und Zügen sind Hunde nur eingeschränkt erlaubt – meist ausschließlich kleine Tiere, größere Hunde stoßen hier schnell an Grenzen und werden oft gar nicht mitgenommen.
Wir haben gelesen, dass man für die Einreise mit Hund nach Irland einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und eine Bandwurmbehandlung kurz vor der Reise braucht. Welpen unter 15 Wochen dürfen nicht einreisen
Irland ist kein billiges Land. Die Lebensmittelpreise sind deutlich höher als bei uns in Deutschland. Sehr beliebt bei den Iren sind zwei große, deutsche Discounter. Hier spart man doch erheblich. Auf dem Land gibt es nur kleine Lebensmittelgeschäfte, die dann noch einmal teurer sind. Tipp: in den größeren Orten einkaufen.
Dasselbe gilt übrigens auch für Diesel. Wir machten die Erfahrung, dass er außerhalb größerer Ortschaften etwas teurer war.
Alkohol ist sehr teuer - vor allem durch die Einführung von Mindestpreisen für alkoholische Getränke. 1/2 Liter Bier ist kaum unter 2,50 € zu bekommen, im Pub kostet ein Guinness deutlich mehr als 5 €.
Die Reise im Überblick - die einzelnen Etappen:
RoutenFact: Streckenlänge, Reisezeit und -dauer und mehr ... hier
N25/10.300
Besuche seit 1.1.26:
keine ZM-M
Besuche seit 1.12.26