Finnlands grünes Herz (2)

von Mikkeli nach Turku


Mikkeli


Wir erreichen nun Mikkeli, das Verwaltungs‑ und Kulturzentrum Südostfinnlands. Rund um den Dom aus dem 19. Jahrhundert konzentriert sich das nüchterne, schlichte Stadtzentrum mit Rathaus, Marktplatz und funktionalen Geschäftsgebäuden der 1930er‑Jahre. Auf dem Marktplatz findet regelmäßig ein für die Region bedeutender Markt statt. Leider ist bei unserem Besuch gerade kein Markt und so wirkt das Ganze bei kühlen Temperaturen etwas trostlos.

Statt dessen besuchen wir den Mikkeli‑Turm, der einen weiten Blick über die Stadt und den Dom bietet.

 

Der 1912 als Wasserturm errichtete Bau gehört zu den frühen Betongebäuden Mikkelis und ist zwar ganz hübsch aber insgesamt doch eher funktional. Am Fuß des Turms befindet sich ein kleines Café.

 



unweit der Stadt

Gletschertopf Hiidenkirnu


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Gletschertopf Hiidenkirnu

Abseits des Stadtzentrums bringt uns ein Abstecher zum Gletschertopf Hiidenkirnu. Hiidenkirnu ist das finnische Wort für Gletschertopf, einer runden, glatt ausgeschliffene Vertiefung im Fels, die während der letzten Eiszeit durch rotierende Steine (Bild Mitte) im Schmelzwasser von Gletschern entstanden ist. Der Gletscherkopf befindet sich hinter einer Industrieanlage und ist frei zugänglich.

Infobox: Saimaa Geopark

Der Saimaa Geopark gehört seit 2021 offiziell zum System der UNESCO Global Geopark. Er dokumentiert mit etwa 40 Natur- und Kulturpunkten die geologische Entwicklung des Saimaa‑Seensystems und seiner durch die Eiszeit geformten Rücken‑, Insel‑ und Felslandschaften. Besucherzentren und Themenwege vermitteln die enge Verbindung von Geologie, Natur und regionaler Geschichte.

 


Naturzentrum Urpola

Saimaa Geopark Visitor Center


Das Naturzentrum Urpola ist das offizielle Saimaa Geopark Visitor Center in Mikkeli und vermittelt in einer kleinen, teilweise interaktiven Ausstellung die geologische Entwicklung der Seenplatte Ausstellungen. Leider ist es wie viele Sehenswürdigkeiten nur in den Sommermonaten (Juni - August) geöffnet. 


Wir allerdings haben Glück, den man ist Ende Mai hier gerade dabei sich auf die Saison vorzubereiten und so dürfen wir einen Blick in die nette Ausstellung werden und mit den freundlichen Mitarbeitern plaudern. 

 

Der benachbarte Themenweg ist ganzjährig zugänglich.


Wir verlassen Mikkeli nun in südlicher Richtung:

 

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Stellplatz Löydön Kartano


Ristiina


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Am Hafen von Ristiina

Unser nächstes Ziel ist Ristiina, obwohl 20 km entfernt, ein Ortsteil von Mikkeli. Neben einem kleinen Hafen findet man hier eine Holzkirche aus dem 18. Jahrhundert und die Ruinen eines unvollendeten Schlossbaus ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.

 

Die Hauptattraktion des Orts sind aber die etwa 15 Kilometer entfernten


Felsbilder von Astuvansalmi


Die Felsbilder von Astuvansalmi gehören zu den größten zusammenhängenden prähistorischen Bildstätten Nordeuropas und umfassen rund 70–85 Figuren, darunter Elche, Menschen, Boote, Handabdrücke und geometrische Zeichen. Sie entstanden vor etwa 4 500–6 000 Jahren und wurden mit rotem Ocker auf eine steile Felswand über dem damaligen Wasserspiegel des Saimaa‑Sees aufgetragen. Der markante Fels, der vom See aus wie ein menschliches Profil wirken soll, gilt als kultisch bedeutsamer Ort.

 

Zu den Felsbildern führt ein Wanderweg:

 

Am Besten lassen sich die Figuren jedoch vom Boot aus erkennen. Entsprechende Bootstouren starten am Hafen von Ristiina. Im Ort befindet sich auch ein kleines Museum zur Felskunst. Bei unserem Besuch war es allerdings gerade wegen Renovierung geschlossen.

Bootstouren ab Juni:


Bauernmuseum Pien-Toijola


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Bauernmuseum Pien-Toijola

Ganz in der Nähe des Parkplatzes an den Felsmalereioen befindet sich das Bauernmuseum Pien‑Toijola. Das historisches Gehöft umfasst mehrere originalen Wohn‑ und Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zeigt den Alltag und die Agrarkultur Südsavos anhand vollständig erhaltener Werkzeuge, Möbel und Hofstrukturen. Die nette Anlage vermittelt einen authentischen Eindruck vom ländlichen Leben in der Region in vorindustriellen Zeit und ist sehr fotogen.

Auf dem Rückweg bietet es sich an, im beliebten Ausflugslokal Varkaantaipale einen Stopp einzulegen. Leider hat das Restaurant nur in den Sommermonaten bzw. im Mai am Wochenende und an Feiertagen geöffnet. Uns bleibt also wieder einmal nichts anderes übrig, als selbst zu kochen.


eine der größten Holzkirchen Finnlands

Holzkirche von Mäntyharju


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Holzkirche von Mäntyharju

Wieder zurück auf unserer Hauptroute erreichen wir mit Mäntyharju einen kleinen Ferienort. Hier besichtigen wir die große, gelb gestrichene Holzkirche der Gemeinde, die 1822 im Stil der klassizistischen Saalkirchen Südfinnlands erbaut wurde und zu den größten Holzkirchen Finnlands gehört.

 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Art Center Salmela, eine nur in den Sommermonaten geöffnete Kunstgalerie (https://taidekeskussalmela.fi/in-english). Am Parkplatz startet darüber hinaus ein Naturlehrpfad.

 


längste hölzerne Straßenbrücke Finnlands

Vihantasalmi Brücke


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Die Vihantasalmi Brücke, längste hölzerne Straßenbrücke Finnlands

Die Straße führt und nun über die imposante Vihantasalmi Brücke, die als längste hölzerne Straßenbrücke Finnlands gilt, 

 

bevor wir im gemütlichen, etwas abseits unserer Route gelegenen Café Miekankosken Kahvila eine Kaffeepause einlegen.

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Tipp: Café Miekankosken Kahvila

Das kleine Ausflugscafé liegt direkt an den Miekankoski‑Stromschnellen südlich von Mäntyharju und bietet Kaffee (Filterkaffee - was sonst? (siehe hier) und eine Auwahl an anderen Getränken, Gebäck und kleinen Snacks. Wir essen hier die besten "Munkki" unserer Reise.

 

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Munkki

Infobox: Munkki

Munkki sind die klassischen finnische Hefekrapfen mit einem Loch in der Mitte, die traditionell mit Kardamom zubereitet, in heißem Fett ausgebacken und mit Zucker bestreut werden. Unbedingt probieren!



Panoramastraße Pulkkilanharju


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die Panoramastraße Pulkkilanharju von oben

Unser nächstes Ziel, Panoramastraße Pulkkilanharju, ist eines der Highlights dieser Tour. Wie schon die Lietvedentie Panoramastraße führt uns auch diese Strecke über eine lange, schmale eiszeitliche Kette aus Kies- und Sandrücken.

 

Die Straße durchzieht den Päijänne‑See und ermöglicht außergewöhnlich offene Wasserblicke. Entlang der Straße liegen mehrere kleine Aussichtspunkte, an denen man nur rasten, aber auch spektakuläre Sonnenuntergänge genießen kann.

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Sonnenuntergang an der Panoramastraße

Burg Häme


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die Burg Häme

Die Burg Häme liegt in Hämeenlinna direkt am Vanajavesi‑See in Hämeenlinna, das als historisches Zentrum der Region Kanta‑Häme gilt. Die mittelalterliche Backsteinfestung aus dem 13.–14. Jahrhundert wurde einst zur Sicherung der schwedischen Herrschaft in Tavastland errichtet. Heute beherbergt sie einen Museumskomplex mit Ausstellungen zur Militär‑ und Regionalgeschichte.


eine historische Handelsroute

die Ochsenstraße


Wir folgen jetzt auf der Nationalstraße 10, deren Verlauf grob an den der sogenannten Ochsenstraße angelehnt ist, einer etwa 160 Kilometer lange Themenstraße, die von der Burg Hämeenlinna zum Dom von Turku führt. Die moderne Straße entspricht allerdings nicht exakt dem historischen Verlauf. Sie ist eine der ältesten historischen Landrouten Finnlands und verband seit der Eisenzeit die Binnenregion Häme mit dem Aurajoki‑Tal um Pelze, Felle und andere Transportgüter vom Vanajavesi‑Gebiet zur Ostsee zu bringen.

 

SP etwas abseits vom Schuss:


eines der tiefsten und weitläufigsten Hochmoore

Torronsuo-Nationalpark


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eines der tiefsten und weitläufigsten Hochmoore Finnlands

Bei Forssa verlassen wir kurz die Nationalstraße, um den Torronsuo‑Nationalpark zu besuchen, der eines der tiefsten und weitläufigsten Hochmoore Finnlands schützt. Die Torfschichten sollen teilweise über zehn Meter dick sein. Der Nationalpark lässt sich am Besten von einem der zwei Parkplätze erkunden. Ein langer Bohlenweg führt durch die offene Moorlandschaft.

  • Parkplatz nahe Aussichtsturm
    GPS 60.7371516, 23.5765542 

    Verschiedene Rundwege, einer rollstuhlgerecht, der längste ist 8,6 km lang

    300 m vom Parkplatz am Aussichtsturm: Lagerfeuerplatz, Hütte, WC, Feuerholz

  • zweiter Parkplatz (und unser Übernachtungsplatz)
    GPS 60.7301752, 23.5678273
    von hier geht ein Rundweg ab

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solche Bauernhöfe prägen die Landschaft

Turku


Unser Tour durch Finnlands grünes Herz endet in Turku, der ehemaligen Hauptstadt Finnlands. Mehr dazu im nächsten Teil:


oder wähle eine Route auf der Karte:

VG/9100

 

 

1.7.26

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1 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)