Holz ist in Finnland weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor – es ist der Reichtum des Landes.
Unsere Route führt von Joensuu auf der Themenstraße „Grünes Gold“ tief in die Wälder Finnlands und weiter über die Pulkkilanharju‑Eskerstraße, eine der malerischsten Straßen des Landes, die über über eine in der letzten Eiszeit durch Gletscher geformte Landbrücke verläuft bevor wir schließlich Naantali, die hübschen Hafenstadt an der Westküste erreichen.
Wir starten unsere Tour durch Finnlands grünes Herzland in Joensuu dem kulturellen Zentrum Nordkareliens, einer recht grünen Stadt am Ufer des Pielisjoki, die als das Tor zur karelischen Seenlandschaft gilt.
Unsere Route führt uns von Joensuu zunächst nach Liperi, einer ländlichen Gemeinde mit etwa 12.000 Einwohnern, die sich auf ein weitläufiges Gemeindegebiet mit Feldern, Seen und kleinen Dorfzentren verteilen.
Weiter geht es über die stille Wald‑ und Inselregion um Kaurissaari, geprägt von Landstraßen, Wasserläufen und der typischer Landschaft der finnischen Seenplatte.
Kolovesi-Nationalpark
Wir erreichen den Kolovesi‑Nationalpark mit seiner ruhigen, zerklüftete Seenlandschaft mit engen Wasserwegen, Felswänden und alten Wäldern. Er ist ein wichtiges Rückzugsgebiet der Saimaa‑Ringelrobbe und lässt sich am Besten per Boot erkunden.
Zwei Abstecher führen uns zu Parkplätzen an denen man in der Saison Kanus mieten kann. Wir sind dafür deutlich zu früh im Jahr unterwegs. Uns bleibt daher nur der Blick zum Fernglas. Die seltenen Robben bekommen wir so aber nicht zu Gesicht. An den Parkplätzen starten kurze Naturpfade.

Bei Hiltulanlahti bring uns eine kleine Seilfähre über einen schmalen Saimaa‑Wasserarm . Sie ist Teil des öffentlichen Straßennetzes und wird ganzjährig betrieben, sofern das Wasser eisfrei ist. Wie viele andere Fähren in Finnland gehört die Fährverbindung zum öffentlichen Straßenverkehrsnetz und die Nutzung daher kostenlos.
Wenig südlich von Enonkoski finden wir unseren Stellplatz für die nächsten zwei Tage. Der Ort betreibt hier einen kostenlosen Stellplatz; selbst Strom, Entsorgung und Trinkwasser (im Ort) stehen ohne Gebühr zur Verfügung. Direkt nebenan befindet sich eine Grillhütte mit Feuerholz, und Angeln ist hier auch möglich – lediglich eine Angelkarte muss man sich besorgen.
Infobox: Angeln in Finnland
Personen zwischen 18 und 69 Jahren benötigen für das Angeln in Finnland eine staatliche Angelkarte (kalastonhoitomaksu). Unter 18 und ab 70 ist das Angeln mit
einer einfachen Handangel kostenlos. Die Karte gilt grundsätzlich für eine Angel; wer mehrere Ruten nutzen möchte oder auch für besondere Gewässer oder zum Angeln auf Lachs wird eine
zusätzliche Erlaubnis benötigt. Mehr Infos findest Du hier: Fishing permits | Eräluvat
Stellplatz Enonkoski
Offizieller mit kostenlos Strom, VE
(62.0927331, 28.9072009)
Trinkwasser im Ort 62.0905, 28.9175
Linnansaari-Nationalpark
Von unserem Stellplatz aus unternehmen wir einen Abstecher nach Oravi, einem Ort am Rande des nahegelegenen Linnanssari- Nationlparks. Der Linnansaari‑Nationalpark liegt im Saimaa‑Seengebiet und verbindet weite Inselwelten, klare Gewässer und alte Wälder. Er ist ein weiteres zentrales Schutzgebiet der Saimaa‑Ringelrobbe und bietet ideale Bedingungen zum Paddeln und kurze Naturpfade. Das Herz des Parks bildet die historische Insel Linnansaari mit ihren traditionellen Kulturlandschaften aus Wiesen und traditionellen Felder, die heute aktiv erhalten werden.
In Ovari gibt es einen Kanuverleih und gleich daneben einen kostenpflichtiger Stellplatz mit Strom (praktisch aber nicht so schön). Hier werden auch Robbensafaris angeboten.
GPS Stellplatz ??
Holzkirche von Kerimäki
Unsere nächstes Ziel ist die Kirche von Kerimäki, die als größte Holzkirche der Welt gilt. Mehr Infos dazu findest du in der Tour "Finnlands Südosten". Link zum Beitrag
Kulturstraße "Grünes Gold"
Wir folgen nun der finnischen Kulturstraße „Grünes Gold“ (Green Gold Culture Road), einer offiziellen touristische Route in der Provinz Süd‑Savo. Die Strecke führt über rund 250 km von Mäntyharju durch das grüne finnische Herzland und ist dem Wald und der eng damit verbundenen Kultur und Geschichte der Region gewidmet. Entlang der Route liegen 16 kulturhistorische Stationen.
Burg Olavinlinna
Auch die Burg Olavinlinna, das Wahrzeichen der Region Saimaa haben wir schon auf unserer Tour durch den Südosten besucht Link zum Beitrag
Naturschutzgebeit Vilkaharju
Kurz vor Sulkava bringt uns ein Abstecher zum Naturschutzgebeit Vilkaharja. Ein gut ausgeschilderter Naturlehrpfad führt hier über einen markanten Esker‑Rücken und zeigt, wie wichtig die Wälder für die Menschen der Region waren. Sie lieferten Holz für Häuser, Boote und Teer, boten Nahrung, Heilpflanzen und Schutz in Krisenzeiten.
Parkplatz ? 61.7871778, 28.4256595
Sulkava
Inmitten der eindrucksvollen Seen- und Waldlandschaft erreichen wir die am Ufer des Saimaa‑See gelegene Gemeinde Sulkava. Der kleine Ort ist ein Knotenpunkt des regionalen Wasserverkehrs und berühmt für eines der größten traditionellen Ruderereignisse Finnlands. Heute ist hier aber gerade nichts los und so geht es für uns einer nicht asphaltierte Straße 3.5 Kilometer weiter bis zur
Wallburg von Pisamalahti
Unser nächstes Ziel ist die Wallburg von Pisamalahti. Die eisenzeitliche Befestigungsanlage liegt auf einem steilen Felsrücken über dem Pisamalahti‑See und ist nur zu Fuß zu erreichen . Die Wälle der Anlage, deren Nutzung aufgrund archäologischer Funde zwischen das 5. und 10. Jahrhundert datiert wird, sind gut erkennbar aber nicht spektakulär. Der Ausblick von oben ist beeindruckend und macht Besuchern die strategische Bedeutung der Burg deutlich. Vom Parkplatz führt ein kurzer Wanderweg nach oben zu den Ruinen.
Aussichtspunkt Burgberg
dann 500 zu Fuß durch Fichtenwald
61.7541534, 28.3284352)
Grillhütte mit Holz am Ende
Felsenkirche Karjulanmäki Stone Church
Auch die Felsenkirche Karjulanmäki („Stone Church“) bildet eine Station der Themenstraße "Grünes Gold". Die natürliche Höhle der markanten Felsformation diente über Jahrhunderten als Schutz‑ und Kultplatz. Wie so vieles in der Region ist sie kein Highlight. Wer aber ein Ziel für eine kurzen Abstecher sucht, der ist hier richtig.
Strecke gut, aber nicht asphaltiert
Wer nicht will, fährt bis zu Fähre
Letzten 700 m 1 spurig bis zum ausgeschilderten P (61.6860015, 28.2760493)
Max. 7 m Fahrzeuge
Kostenlose Fähre
Felsmalereien von Syrjäsalmi
Im Gebiet des Saimaa Sees findet man mehrere bedeutende prähistorischen Felsmalerein. Diese entstanden überwiegend in der Steinzeit zwischen 5000 und 1000 v. Chr. und liegen an steilen, über dem Wasser aufragenden Felswänden. Dargestellt zeigen Elche, Menschenfiguren und Jagdszenen.
Unsere Route führt uns zu den Felsmalereien von Syrjäsalmi. Sie sind frei zugänglich und über einen kurzen Wanderpfad erreichbar. Die Darstellungen sind allerdings nur schwer zu erkennen. Man braucht schon etwas Fantasie und die Hilfe der Infotafeln, um etwas entdecken zu können.
P (61.5308073, 28.3156018)
VG 10.000
28.6.26

