Seit 2014 leben wir mehr als die Hälfte unserer Zeit im Wohnmobil. Einige unserer Erfahrung möchten wir hier mit Euch teilen:
Früher benutzte man Landkarten zur Navigation, hörte die Wettervorsage im Radio und wälzte dicke Bücher, um Vögel zu bestimmen. Heute gibt es für fast alles Apps auf dem Smartphone.
Die Apps, die wir am meisten auf unserem iPhone nutzen, stellen wir Dir hier vor:

Deutsche Gasflaschen sind nicht europatauglich und in den meisten europäischen Länder können sie weder getauscht noch legal aufgefüllt werden.
Aber ohne Gas geht es in den seltensten Fällen, denn zum Kochen, zum Heizen und - wer einen Absorber-Kühlschrank hat - auch beim Kühlen braucht es diese Energiequelle.
Ein großes Problem auf längeren Reisen ist das Waschen und Trocknen von Wäsche. Vor allem im Winter, wenn Campingplätze geschlossen haben, kann das Wäsche waschen und vor allem das Trocknen zum wirklichen Problem werden.
In den letzten Jahren haben wir viel getestet und ausprobiert.
Hier unsere Erfahrungen:
Auch wir haben unsere Erfahrungen gemacht. Gerade Iris mögen die Mücken besonders gerne. Daher versuchen wir vor und nach einer jeden Reise, uns und unser Wohnmobil immer besser auf die unbeliebten Gäste vorzubereiten.
Mehr darüber erfährst Du hier:
Wir waren mit unserem Allrad-Wohnmobil schon viel unterwegs. Darunter auch in Ländern, in denen es schon mal sehr heiß werden kann (Marokko). Aber alleine schon in Deutschland kann es so heiß werden, dass das Schlafen im Wohnmobil keinen Spaß macht:
Unsere Freundin Irene W. aus Bayern brachte uns auf die Idee:
Wir in einer Trenntoilette trennen wir jetzt das "Feste" vom "Flüssigen", allerdings in unserer alten Chemietoilette von Thetford.
Warum und wie wir das machen, erklären wir hier:
Mit Klettbänder lassen sich Dinge wie Fernbedienungen, Wetterstationen, Telefonhalterungen, Thermostate und vieles mehr gut an glatte Flächen anbringen. So lassen sie sich einfach abnehmen und wieder anbringen.
Wir haben lange gesucht, aber jetzt was optimales gefunden.
Dieses Klettband ist aus unserem Wohnmobil nicht mehr wegzudenken:
Um Handtücher schneller zu trocknen, gibt es etwas für kleines Geld im Baumarkt:
An der Innentür des Bades haben wir spezielle "Handtuchhalter" angebracht. Wir haben sie im Baumarkt in der Abteilung "Duschzubehör" gefunden und dienen eigentlich der Befestigung von Duschvorhängen:
Vorteil im Wohnmobil:
Seitdem wir die Handtücher so aufhängen, trocknen sie schneller und müffeln nicht so schnell.
Unsere Deckel und Untersetzer finden Platz in der Innentür des Küchenschranks. Eine Halterung ist schnell selber gemacht:
Kleinen Kabelkanal aus dem Baumarkt
Erfahrung nach 1500 Nächten im Wohnmobil:
hält noch immer
Haare waschen und trocken ist im Sommer bzw. in waren Regionen kein Problem. Wir sind aber auch im Winter bzw. bei Wind und Wetter unterwegs. Dabei stehen wir die meiste Zeit autark. Strom gibt es praktisch nur aus der Aufbaubatterie.
Um gerade im Winter den Stromverbrauch beim Fönen meiner langen Haare gering zu halten, ...

Die ersten 7 Jahre hatten wir eine AGM-Batterie an Bord. Als sie an Kraft verloren hat, stellte sich für uns die Frage: Wieder eine AGM oder Umrüstung auf eine Lithium-Batterie.
Her erfährst Du:
Bisher hatten wir 2x 75 Ah Optima Yellow-Top AGM-Batterien in unserem 4x4 Wohnmobil "Paul" verbaut. Grundsätzlich waren wir mit den Akkus sehr zufrieden, allerdings haben sie nur eine begrenzte Lebensdauer. Vor allem, wenn man die Batterie immer wieder stresst, indem man sie viel zu weit entlädt, altert eine AGM-Batterie deutlich schneller.
Da wir durch das tägliche Arbeiten mit ein bis zwei Laptops und anderen regelmäßig arbeitenden Verbrauchern täglich doch recht viel Strom benötigen, kommt es immer wieder vor, dass wir deutlich mehr Strom benötigen, als wir der AGM-Batterie hätten entnehmen durften. Anfangs war uns nicht bewusst, dass dieser Typ Batterie sehr empfindlich gegen tiefe Entladung ist und man nur rund 50% der Gesamtkapazität entnehmen sollte. Das hat uns der Akku übel genommen.
Dies ist eine gute Gelegenheit, einmal die unterschiedlichen Typen der gängigen Wohnraumbatterien vorzustellen:
Auf dem Markt gibt es verschiedene Typen mit sehr unterschiedlichen Einsatzgebieten und vor allem einer große Preisspanne. Vielleicht zuerst ein paar Sätze zu den einzelnen Typen von Batterien, die meistens in Wohnmobile verbaut sind.
Als Aufbaubatterien eignen sich nicht alle Batterien. Starterbatterien sind zum Beispiel nicht geeignet, denn sie sind für die kurzfristige
Entnahme von sehr viel Strom (Starten des Motors) konzipiert. Im Wohnaufbau allerdings benötigt man kleine Ströme für längere Zeiträume. Außerdem müssen die Batterien zyklenfest sein, damit
man sie regelmäßig Auf- und Entladen kann. Ist eine Starterbatterie im Wohnraum verbaut, wird sie nach kurzer Zeit altern und massiv an Kapazität verlieren.
Dieser Akkutyp wird auch Blei-Säure Batterie genannt und besteht aus einem Säure-Wasser-Gemisch mit Elektroden aus Blei. Wird eine solche Batterie zu stark entladen, findet im Inneren eine Reaktion statt, die dafür sorgt, dass die Elektroden nicht mehr so schnell fließen. Die Konsequenz: die Speicherkapazität lässt schnell nach. Eine Entladung über 50% hinaus sollte vermieden werden. Die einfache Bauweise des Akkus spiegelt sich im günstigen Anschaffungspreis wieder.
Für das Wohnmobil sind diese Batterien in den meisten Fällen nicht empfehlenswert.
In sehr vielen Wohnmobilen werden Gelbatterien verbaut, die sich seit Jahren in der Branche bewährt haben. Dieser Typ Batterie ist wartungsfrei und zyklenfester als Nassbatterien, haben allerdings auch ihre Nachteile. Lädt man sie mit Solarstrom, kommt es schnell vor, dass der geringe Strom der Solaranlage nicht ausreicht, um die Batterie zu laden. Werden leistungsstarke Geräte (Fon, Heizlüfter, Wasserkocher) über einen 230 Volt Wechselrichter anschlossen, fällt die Leistungskurve des Akkus schnell ab. Die Batterien sind schwer und auch für Wintercamping nicht wirklich geeignet.
Wer eine speicherstarke Bordbatterie braucht, die sich sicher transportieren läßt, die über längeren Zeitraum geringe Strommengen
abgeben kann und wenig Wartung benötigt, der fahrt mit einer Gelbatterie gut.
Eine Weiterentwicklung der Gelbatterien sind die AGM Batterien ("Absorbent Glass Mat"). Sie vereinen die Vorteile von Gel- und Nassbatterien. Sie sind für höhere Belastungen ausgelegt. Wer einen Wechselrichter verbaut hat, ist hier richtig. Auch über die Solaranlage lässt sich die AGM-Batterie gut und schnell laden. Weitere Vorteile einer AGM-Batterien: sie lassen sich schneller laden und sind bei tiefen Temperaturen deutlich unempfindlicher.
Vorteile:
AGM-Batterie sind für Reisemobilfahrer, die viel Strom brauchen, ab und an mal im Winter unterwegs sind, einen Wechselrichter für 230 Volt eingebaut haben, aber das Fahrzeug auch mal längere
Zeit stehen lassen.
Großer Nachteil:
Man sollte AGM Batterien nur bis 50% entladen. Jede Entladung unterhalb dieses Wertes stresst die Batterie und verringert die Lebenserwartung enorm. Unsere AGMs waren immer sehr schnell so
fertig, dass sie frühzeitig ausgetauscht werden mussten.
Die neueste Technologie sind Lithium-Ionen Batterien (im speziellen: LiFePo4). Sie werden nicht nur im Smartphone genutzt, sondern haben auch in den letzten Jahren im Wohnmobil Einzug gehalten. Sie haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber den AGM-Batterien, kosten aber auch in der Anschaffung deutlich mehr.
Lithium Batterien sind "schlaue" Batterien und brauchen ein sogenanntes Batterie-Management-System (BMS) zur Steuerung.
Die Vorteile auf einem Blick:
Wenn man die die nutzbare Energie, die Anzahl der Landezyklen in Relation setzt, sind die Lithium Batterien trotz der hohen Anschaffungskosten die
günstigste Variante.
Alle für das Wohnmobil geeignete Typen von Akkus lassen sich entweder während
Wichtig ist allerdings, jeder Batterietyp hat eine eigene Ladekennlinie. Das sind kleine, spezifische Programme, die an jeden Akkutyp angepasst sind. In der Regel kann man die für die Ladung einer Batterie konzipierten Geräte (z.B. Ladebooster, Solarregler, Ladegerät) für den entsprechenden Akku einstellen. Diese Einstellung erfolgt in der Regel durch kleine Kippschalter irgendwo am Gerät.
Möchte man, wie wir, von einem Batterie-Typ zum anderen wechseln, muss man darauf achten, dass diese Peripheriegeräte auch den entsprechenden Batterietyp laden kann. Wir mussten feststellen, dass unser Ladegerät so alt war, dass es noch nicht auf "Lithium" umgestellt werden konnte.
Aus den oben aufgeführten Argumenten haben wir uns nun entschlossen, auf Lithium-Batterien umzusteigen. Diese dürfen bis zu 90% entladen werden, wiegen nur die Hälfte und sind deutlich langlebiger, aber - sie kosten in der Anschaffung richtig viel Geld.
Wir hätten uns schon viel früher für eine Lithium-Batterien entschieden, wenn unser Ladebooster und das Ladegerät schon lithiumtauglich gewesen wären. Nur unser Solarregler konnte man schon auf Lithium umstellen. Als wir kürzlich aber unseren alten Ladebooster wegen eines Defekts ersetzen mussten, musste jetzt nur noch das Ladegerät ausgetauscht werden. Also setzten wir uns mit Amumot, den wir letztes Jahr in Marokko kennengelernt hatten, in Verbindung. Durch Zufall war er gerade in mal wieder in Deutschland und wir trafen uns im Erzgebirge. Hier ging dann alles sehr schnell. Aufgrund des geringen Platzes bei uns an Bord entschieden wir uns für eine Victron 200 Ah Smart mit Batteriemanagementsystem BMS 12-200, einem Batterietrennschalter (Notfallschalter) und dem Ladegerät Blue Smart IP22. In 4 Stunden wurden die alten Batterien ausgebaut und das neue System installiert.
Jetzt haben wir nicht nur knapp 25 kg weniger an Bord, sondern fast die dreifache Menge an Strom zur Verfügung. Dies sollte es uns künftig erleichtern, auch mal mehrere Tage am Stück ohne Stromsorgen auf einem Platz stehen bleiben zu können.
Der erste Trip mit der neuen Batterie führte uns im Herbst 2021 über Finnland nach Lappland zu den Polarlichtern und dem Indian Summer (zur Reise geht es hier). Uns war klar, dass die Reise eine Herausforderung wird, denn in Finnland gibt es kein LPG, um unsere Gastankflasche aufzufüllen.
Auch fanden sich kaum Möglichkeiten, deutsche Gasflaschen auffüllen oder tauschen zu lassen. Da wir 4 bis 5 Wochen in Finnland bleiben wollten, die Temperaturen aber schon im Süden Anfang September tagsüber bei 8°, nachts etwas über den Gefrierpunkt lagen, wurde es mit unserem Gas eng.
Wir haben eine Tankflasche mit 14 kg, die wir in Stockholm nochmal vollgetankt haben, sowie eine normale 11 kg Gasflasche an Bord. Unsere Erfahrungen sagen, dass wir bei solchen Temperaturen, rund 4 bis 6 kg Gas pro Woche benötigen, im Norden werden es dann noch erheblich mehr sein. Mit anderen Worten: Wir müssen Gas einsparen - und dabei hilft uns unsere neue Lithium-Batterie:
Hauptverbraucher sind normalerweise Heizung mit Wasserboiler und der Absorber-Kühlschrank. Wie können wir hier den Gasverbrauch reduzieren? Wir versuchen es so:
In den ersten Tagen hatten wir keine Probleme. Wir regeln den Verbrauch so, dass wir die Batterie am nächsten Tag beim Fahren wieder voll bekommen. Einen Tag haben wir sogar vergessen, über Nacht den Kühlschrank auszustellen. Auch das war kein Drama, am Morgen hatten wir immer noch genug Saft im neuen Akku.
Wir haben unsere neue Batterie nun seit einigen Reisen im Fahrzeug - und wir wollen sie nicht mehr missen. Da wir jetzt deutlich mehr Strom an Bord haben, machen wir uns über den Verbrauch kaum noch Gedanken.
Unser 4x4 Sprinter wurde serienmäßig mit dem Continental Vanco Winter 2 ausgeliefert. Diese waren allerdings bereits nach 42.000 km runter gefahren und es mußte ein neuer Reifen
her.
Gedanken zum Thema und wie wir es letztendlich gelöst haben:
VG
1.1.25: 568 / 1.1.26: 1645
11.25: gelöscht - keine ZM-M
Besuche seit 1.1.25: 3217 / 1.1.26: 4000
30.11.25: gelöscht c1643b359dbc4d65966c9b25588a29a4