Die Lofoten: weißer Strand und schneebedeckte Berge



Heute geht es weiter entlang schroffer Berge  und weißer Strände. Bei Sonnnenschein stellt sich ein mediterranes Gefühl ein. Abenteuer im Norden geht anders.

 

Unsere Voräte sind deutlich dezimiert und so müssen wir Einkaufen gehen. Als preisbewusster Mensch ist das in Norwegen wahrlich kein Vergnügen. Lebensmittel kosten hier schnell das Doppelte oder Dreifache wie zuhause, manches ist sogar noch teurer und es handelt sich hier nicht um Luxusartikel sondern um Grundnahrungsmittel. Gerne greifen wir daher auf die mitgebrachten Dosen und auf Fleisch aus unserem Tiefkühlfach zurück.
 
Mit der Fähre setzen wir auf die Lofoten über. Hier setzt sich eine ähnliche Landschaft wie auf den Vesteralen fort. Wir suchen uns einen ruhigen Wanderparkplatz  zum freien Übernachten und lassen den Tag ausklingen.

Entlang unseres Weges auf den Lofoten stossen wir immer wieder auf Gestelle zum Trocknen von Fisch - fein säuberlich getrennt nach Körpern und Köpfen. Die Körper sind für den südeuropäischen Markt bestimmt, wo Trockenfisch eine Delikatesse darstellt. Die Köpfe werden nach Afrika exportiert, wo sie als Suppenbasis dienen. Wenn man die Gestelle übersehen sollte  - kein Problem - man muss nur der Nase folgen, dann findet man sie unweigerlich.

 

Ansonsten müssen wir heute einmal wieder einen Putztag einlegen. Wäsche waschen, Paul eine Grundreinigung verpassen und auch uns tut etwas Pflege ganz gut. Wir buchen uns deshalb zum ersten Mal seit Wochen auf einem kleinen Campingplatz ein und legen los.

 

Wir haben nette Nachbarn aus der Schweiz, die mit ihrem Weltreisemobil auf Probefahrt sind, bevor sie sich im Spätsommer auf große Tour begeben wollen (siehe Linksammlung unter "Wir über uns"): Gegen Abend trudeln auch noch unsere belgischen Klappwohnwagenfahrer, Pierre und Christine, ein, und so endet der wie immer endlose Tag mit Piere und Christine ais Beligen sowie Pia und Werner aus der Schweiz mit Wein und netten Gesprächen weit nach Mitternacht.

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Die Lofoten - Inseln im Nordmeer:

Die Hauptinseln der Lofoten sind heutzutage durch Brücken und Tunnel miteinander verbunden. Es bereitet uns somit keine Schwierigkeiten in den Ort A an der Westküste zu gelangen. Vielen anderen aber auch nicht und so ist hier, verglichen mit der Einsamkeit der letzten Wochen,  gefühlt zuviel los. Die Elche scheint das wenig zu stören, denn wir treffen am Strassenrad auf eine ruhig grasende Elchkuh. 

 

Der Tourismus hat insofern sein Gutes, dass wir in Henningsvaer ein sehr nettes Cafe finden, wo wir norwegische Zimtschnecken aus saftigem Hefeteig bekommen. Superlecker - aber auch supersättigend. 
Gegen Abend treten wir den Rückweg an und übernachten in Reine, nicht ohne vorher auf unsere Belgier und auf Caro und Christof aus Osnabrück getroffen zu sein. Man kennt sich auf dieser Tour eben.
Sind die Lofoten eigentlich echt?

Um so länger wir uns auf den Lofoten aufhalten, um so mehr stellt sich bei uns das Gefühl ein, durch Legoland zu fahren. Auf den Straßen sind PKWs und ungleich viele Wohnmobile unterwegs; Menschen ohne fahrbaren Untersatz sieht man kaum. Wenn wir an Firmen vorbeifahren zeigt sich nur selten Betriebssamkeit. In machen Orten fragen wir uns, ob es sich hier um Potemkinsche Dörfer vor grandioser Kulisse handelt.

 

Vielleicht fehlt uns daher die Begeisterung, die Reiseführern und -berichten zu entnehmen ist, wenn es um die Lofoten geht. Unzweifelhaft, es ist superschön hier und das Wetter ist im Verhältnis zu den vorherigen Stationen unserer Reise mild. Aber irgendwie fehlt uns der Kick.

wieder unterwegs:

Wir müssen mal wieder etwas vorankommen. Da das Wetter uns heute im Stich lässt und es regnet, ist das auch genau die richtige Entscheidung.

 

Eigentlich ist für heute noch ein kurzer Abstecher in den Abisko-Nationalpark geplant. Aufgrund der Regenfront über und vor uns, fällt dieser Ausflug aber ins Wasser und wir fahren direkt nach Narvik.
Narvik ist eine Industriestadt mit einem großen Erzverladehafen. Hier wird Eisenerz aus Schweden verschifft, das per Zug in riesigen Selbstentladewaggons ankommt.  Der Hafen ist das ganze Jahr über eisfrei. Die Stadt selbst ist wenig einladend und wir fahren durch. 
Für uns überraschend finden wir nicht viel später einen sehr schön gelegenen Platz mit Fjordblick für die immer noch helle Nacht.
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