
Hier ein paar Ideen für längere Touren:
und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht viele praktische Helfer. Unsere seit Jahren erprobtes Zubehör machen den Reisealltag deutlich leichter. Wähle unter diesen Themen:
Infobox: Was ist ein WhatsApp-Kanal?
Ein WhatsApp‑Kanal ist ein öffentlicher Bereich in WhatsApp, in dem Personen (z.B. wir als tournatur-online) oder Organisationen Tipps und Neuigkeiten an ihre Follower senden. Wenn du einem Kanal folgst, kannst Du die Beiträge anonym mitlesen, ohne dass deine Nummer für uns oder andere sichtbar wird. Es funktioniert wie ein moderner Newsletter.
So funktioniert es:
Bleibe auf dem neuesten Stand (neue Reiseziele, Neuigkeiten ... ) und melde Dich bei unserem Newsletter an:
Wenn Euch unsere Seite gefallen oder auch nicht gefallen hat, wir freuen uns über jeden Eintrag in unserem Gästebuch.
Wir freuen uns auf jedes Feedback und antworten, wenn etwas gefragt wird.
Afrika
Amerika
Asien
keine ZM

Klicke auf ein Fähnchen und Du kommst direkt dorthin:
Zum Start dieser Reise geht es hier
Wir starten diesen Teil unserer Tour "Entlang Oder und Neiße" an einem unserer Lieblingsstellplätze – am Fischereihof Schneider in Küstrin. Der kleine Platz liegt ruhig am Rand der Oderlandschaft direkt hinter dem Deich und bietet durch seine unmittelbare Nähe zum Wasser einen idealen Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung. Wie für einen Fischereihof typisch, stehen hier fangfrischer Fisch und regionale Produkte im Mittelpunkt und die Atmosphäre ist angenehm familiär. Der Campingplatz selbst ist überschaubar, unkompliziert und genau richtig für Reisende, die es ruhig und einfach mögen. Feste Parzellen sucht man hier vergebens. Wer die Fahrräder dabei hat, kann zu Touren entlang der Oder starten:
Wohnmobilstellplatz am Fischereihof Schneider
Vorbei am Panzerdenkmal in Kienitz (GPS 52.67314, 14.43884) kommen wir nach Groß Neuendorf. Das Denkmal erinnert an die Ereignisse vom 31. Januar 1945, als Einheiten der Roten
Armee hier als erste die Oder überschritten und damit einen der entscheidenden Brückenköpfe auf dem Weg nach Berlin bildeten. Der auf einem Sockel präsentierte T‑34 steht heute als
Mahnmal für das Kriegsende in der Region und ist ein markanter Orientierungspunkt entlang der Deichstraße.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden am Hafen des Ortsteils der Gemeinde Letschin in der Hauptsache landwirtschaftliche Güter, vornehmlich Getreide, später auch Betonfertigteile umgeschlagen.
Die Lage direkt an der Oder machte Groß Neuendorf über viele Jahrzehnte zu einem wichtigen Umschlagplatz für die umliegenden Dörfer und Güter, bevor der Hafen im 20. Jahrhundert
zunehmend an Bedeutung verlor.
Heute beherbergt der ehemalige Verladeturm des denkmalgeschützten Ensembles, das sich heute „Kulturhafen“ nennt, ein Café. Gleich nebenan befindet sich ein Restaurant, ein landwirtschaftliches Museum und eine Kunstgalerie. Die an der Förderbrücke angebrachte Schaukel lässt uns den Besuch „beschwingt“ beenden.
Unser nächstes Ziel ist das älteste Kolonistendorf im Oderbruch, Neulietzgöricke, das als Dorfensemble unter Denkmalschutz steht.
1753 gegründet, wurde der Ort als langgestrecktes Straßendorf mit zwei getrennten Häuserreihen angelegt, die durch einen Wasserabzugsgraben voneinander getrennt sind. Inmitten der Häuser wurde eine Kirche, ein Gasthof und Schulhaus errichtet. Wir beenden den Rundgang durch den Ort in dem kleinen Café neben der Kirche.
Kurz vor Neuriednitz biegen wir noch einmal nach rechts in Richtung Oder ab und parken unser Fahrzeug auf dem Parkplatz am Fluss. Zu Fuß geht es dann wenige Meter zu der ehemaligen Eisenbahnbrücke über die Oder.
Die Brücke wurde ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Teil der Bahnstrecke Wriezen–Jädickendorf errichtet und diente über viele Jahrzehnte dem grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und dem anschließenden politischen Schnitt durch die Oder-Neiße-Grenze blieb sie lange Zeit ungenutzt und verfiel zunehmend. Im Rahmen eines deutsch‑polnischen Gemeinschaftsprojekts wurde das verbliebene Tragwerk schließlich gesichert und als Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer wieder ertüchtigt. Seit 2022 verbindet die nun als „Europabrücke“ bekannte Querung den Oderbruch mit dem Feuchtgebiet auf der polnischen Flussseite.
Am Brückenkopf befindet sich in einem Bauwagen der kleine Imbiss "Oderglück Café", der in der Sommersaison Getränke, Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen anbietet.
Der nächste Ort auf unserer Route ist Hohenwutzen, ein Ortsteil von Bad Freienwalde. Über die angrenzende Oderbrücke gelangt man zu einem der meist direkt hinter den
Grenzübergängen zu Polen gelegenen und als „Polenmärkte“ bekannten Einkaufsmöglichkeiten entlang der deutsch‑polnischen Grenze. Diese Märkte haben sich über die Jahre zu typischen
Grenzhandelsplätzen entwickelt, an denen ein breites Spektrum an Waren und Dienstleistungen angeboten wird.
An den hunderten von Ständen und Buden werden Produkte oft günstiger als in Deutschland verkauft, sodass sich insbesondere an den Wochenenden ein reger Einkaufstourismus
einstellt; lange Staus vor der Brücke sind keine Seltenheit. Ein Shuttlebus bringt mehrmals täglich Schnäppchenjäger aus dem knapp 80 Kilometer entfernten Berlin hierher. Wir selbst fanden den
Markt bei unserem Besuch nicht wirklich attraktiv und sind daher recht schnell weitergefahren. Andere Besucher schätzen jedoch genau diese Mischung aus Grenzhandel, großer Auswahl und lebhaftem
Treiben und finden den Markt durchaus einen Abstecher wert.
Ein weiterer Abstecher bringt uns zum Schiffshebewerk Niederfinow am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals, dass den Großraum Berlin mit dem Wirtschaftsstandort Brandenburg verbindet.
Da ein beachtlicher Teil des Güterverkehrs zwischen den Ballungszentren Stettin und Berlin über diesen Wasserweg abgewickelt wird, war ein Ersatz des alten Schiffshebewerks aus dem Jahr 1934 notwendig geworden. So hat Niederfinow derzeit zwei “Schiffsaufzüge”. Das 2022 in Betrieb genommene Bauwerk soll aber mittelfristig, das alte, als Industriedenkmal geschützte Hebewerk vollständig ersetzen. Die beeindruckende Industrieanlage kann besichtigt werden; es werden Führungen angeboten.
Wir beschließen unsere Tour entlang von Oder und Neiße in dem im Nordosten Brandenburgs gelegenen Nationalpark Unteres Odertal. Dieser bildet zusammen mit dem polnischen Landschaftschutzpark Dolina Dolnej Odry und Cedynia eine länderübergreifende Schutzzone, den Internationalpark Unteres Odertal. Das eingedeichte Flussgebiet der Oder bildet die einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands und beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna. Im Winter und im Frühjahr sind die Polderwiesen geflutet und bieten stromabwärts gelegenen Orten, darunter Stettin, Schutz vor Hochwasser.
unser 1. Stellplatz:
Wohnmobilstellplatz Stolpe:
Im Besucherzentrum des Parks kurz vor Schwedt im Schloss von Criewen (GPS 53.01237, 14.22268, Eintritt frei) erhält man Informationsmaterial, und eine kleine Ausstellung vermittelt einen ersten Eindruck über das Gebiet. Das Besucherzentrum ist im historischen Gutshaus untergebracht, das im 19. Jahrhundert im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt wurde. Heute dient es als zentrale Anlaufstelle für den Nationalpark Unteres Odertal und bietet neben Infotafeln auch Modelle, Karten und saisonale Hinweise zu Tier- und Pflanzenwelt. Für alle, die den Park zum ersten Mal besuchen, ist es ein idealer Ausgangspunkt.
Einen weiteren guten Einstieg in den Park ermöglicht der Parkplatz in Gatow (GPS 53.10960, 14.33765), etwas nördlich von Schwedt. Von hier erreicht man in wenigen Minuten eine Beobachtungshütte (ausgeschildert); diverse Pfade führen direkt ins Herz der Feuchtgebiete. Mit Geduld und etwas Glück kann man hier Seeadler, Kraniche, Biber und vieles mehr beobachten. Die Region bietet zu jeder Jahreszeit Beobachtungsmöglichkeiten für mehrere Tage und lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Auch oder gerade im Winter kann ein Besuch im Nationalpark für Naturfreunde ein außergewöhnliches Erlebnis sein. Besonders die Morgen- und Abendstunden lohnen bei Kälte einen Rundgang durch die Nasspolder, denn wenn der Nebel über den überschwemmten Wiesenflächen steht oder der Frost die Pflanzen mit Raureif überzieht, ist die beeindruckende Landschaft besonders reizvoll. Mit etwas Glück hört man schon aus der Ferne die trompetenartigen Rufe des Singschwans. Der seltene Wintergast verdankt ihnen seinen Namen und ist in den Wintermonaten immer wieder im Unteren Odertal anzutreffen.
Im Januar und Februar lädt die Nationalparkverwaltung des Nationalparks Unteres Odertal zu den „Singschwantagen“.
Besucher erwartet ein vielfältiges Programm rund um die gefiederten Gäste, die sich jedes Jahr im Winter in den Auenniederungen einfinden. Während dieser Zeit bietet der Nationalpark geführte Exkursionen, Vorträge und Beobachtungstouren an, bei denen man mehr über die Lebensweise der Singschwäne, ihre Zugrouten und ihre Bedeutung für das Untere Odertal erfährt.
Die Veranstaltungen richten sich sowohl an Naturfreunde als auch an Familien und ermöglichen es, die eleganten Wintergäste aus nächster Nähe zu erleben, ohne sie zu stören. Da die Vögel in den offenen Überflutungsflächen gute Rastbedingungen finden, sind die Chancen auf Sichtungen während der Singschwantage besonders hoch.
Schwedt:
Mescherin:
Campingplatz am Oderstrom
Wohnmobilstellplatz an der Hafenanlage Mescherin
klicke auf ein Fähnchen:
VG24/10.000
1.1.25: 89 / 1.1.26: 330
keine ZM-M
1.1.26: