Die Deutsche Fährstraße

250 wohnmobilfreundlichen Kilometern in Norddeutschland


Die Deutsche Fährstraße

Die "Deutsche Fährstraße" zeigt auf 250 wohnmobilfreundlichen Kilometern, wie der Mensch Gewässer mal mehr und mal weniger konventionell überqueren kann.

 

Begleitet uns auf der Fahrt von Bremervörde bis Kiel entlang von Oste, Elbe und Nord-Ostseekanal, auf der sich rund 50 Brücken, Schleusen, Sperrwerke, Tunnel und Fähren unterschiedlichster Art aneinander reihen.

Genial für Wohnmobil-Fahrer:

 

Entlang der Deutschen Fährstraße gibt es viele, z.T. kostenlose, wirklich nette Stellplätze (siehe am Ende des Berichts):



Unser Bericht über die Fährstraße teilt sich in 4 Teile auf:

  • Teil 1: Entlang der Oste (von Bremervörde bis zu Elbe)
  • Teil 2: Entlang der Elbe
  • Teil 3: Entlang des Nord-Ostseekanals bis nach Kiel
  • Teil 4: Stellplätze entlang der Fährstraße

 

Wir starten in Bremervörde Richtung Norden

Teil 1: Entlang der Oste:


Natur- und Erlebnispark am Vörder See
Natur- und Erlebnispark am Vörder See

Wir beginnen unsere Tour in Bremervörde, wo zu Beginn des 12. Jahrhunderts der spätere Kaiser Lothar III. die Wasserburg Vörde (mittelniederdeutsch für "Furt") gründete. Natürliche Furten stellen für Mensch und Tier die einfachste Möglichkeit zur Überquerung eines Flusses dar. Im Mittelalter entstanden an diesen strategisch wichtigen Plätzen oft Siedlungen und Handelsniederlassungen; häufig wurden auch Zölle für die Querung erhoben. Nicht immer war die Benutzung gefahrlos möglich. Meist musste man zumindest damit rechnen, nasse Füße zu bekommen, weshalb Furten schnell durch Brücken ersetzt wurden.

 

So erinnert auch hier in Bremervörde heute nur noch der Namensbestandteil "Vörde" und eine hölzerne Fußgängerbrücke an gleicher Stelle an die einst so wichtige Passage über den Fluss.

 

Neben der Altstadt lohnt der etwas außerhalb gelegene Natur- und Erlebnispark am Vörder See einen Besuch. Auf der Seebühne finden im Sommer Veranstaltungen statt; Themengärten laden zum Schlendern ein und auch Gastronomie ist vorhanden. Auch der Wohnmobilstellplatz der Stadt ist hier zu finden. Uns zieht aber besonders die nicht nur für Kinder reizvolle "Welt der Sinne" in ihren Bann, wo auch Erwachsene neue Erfahrungen zum Thema Sinneswahrnehmungen machen können.

 

Nur wenige Kilometer weiter liegt das kleine Örtchen Gräpel, wo gleich eines der Highlights unserer Reise wartet. Am "Gasthof Plate" ist die letzte handbetriebene Pramfähre Deutschlands in Dienst, die auch heute noch Passagiere gegen ein kleines Entgelt über die Oste transportiert. Betrieben wird die Fähre von den Wirtsleuten des angrenzenden Gasthofs.

 

Einfach während der Betriebszeiten die Glocke läuten oder im Gasthof nachfragen - schon kann die Reise losgehen. Wir wagen uns samt Wohnmobil auf die Fähre, um auf dem direkt nebenan gelegenen Wohnmobilstellplatz Quartier zu beziehen, bevor wir uns auf der Terrasse des Gasthauses bei einem gepflegten Bier von der Wirtin Karin Plate die Geschichte der Fähre erzählen lassen:

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Natur- und Erlebnispark am Vörder See

 


Von der Prahmfähre zur Schwebefähre

Handbetrieb: Unser Paul auf der Prahmfähre Gräpel
Handbetrieb: Unser Paul auf der Prahmfähre

"Um das auf der gegenüberliegenden Flussseite gelegene Ackerland erreichen zu können, waren die Bauern der Gemeinde lange Zeit auf eine tideabhängige Furt angewiesen. Der Tidenhub beträgt hier bis zu 2 Meter und so kam später ein Floß zum Einsatz, um auch bei Flut auf die andere Seite gelangen zu können. Um 1910 wurde von den Bauern eine einfache Prahmfähre, eine flache Fähre ohne eigenen Antrieb, in Dienst gestellt, die an einem Seil gezogen, auch Wagen über den Fluss bringen konnte.

 

Der Gastwirt des angrenzenden Gasthofs war lange Zeit der Fährmann und so betrieb auch Karin Plates Vater die Fähre weiter, als er den Gasthof übernahm. Heute erinnert die Skulptur "Ostegucker" am Fähranleger an den weithin bekannten Fährmann.

 

Restaurant-Tipp:
"Gasthof Plate" in an der Prahmfähre in Gräpel. Der gemütliche Biergarten des Lokals liegt direkt an der Oste.

 

Weiter geht es entlang der Oste in Richtung Großenwörden, vorbei an der motorbetriebenen Prahmfähre von Brobergen, durch Wiesen- und Weideflächen, die zu Fahrradtouren einladen.

 

Ein schönes Ziel ist beispielsweise der Vogelbeobachtungsturm in der Nähe von Laumühlen (N53°37'02", O 9°11'05"), der einen guten Blick über die Landschaft gewährt.

 

Unweit des Flusses liegt die Gemeinde Himmelpforten, die zur Weihnachtszeit besondere Bedeutung erlangt, denn hier gibt es seit den 1960er Jahren ein Weihnachtspostamt, an das Kinder aus aller Welt ihre Weihnachtspost richten können. Wer will, kann sich hier auch ganzjährig mit Weihnachtsdekoration versorgen.

 

Zurück an der Oste trifft man auf eine technische Besonderheit. Hier verbindet eine der letzten betriebsfähigen Schwebefähren der Welt die Orte Hemmoor und Osten - allerdings nur für Fußgänger und Radfahrer; Autofahrer nehmen die nahegelegene Brücke. Auf dem Zuweg zur Fähre in Hemmoor informieren Tafeln über die insgesamt nur 8 Fähren dieser Art weltweit.

 

Unser Fährmann, Thomas Schult, der wie seine Kollegen auf der Schwebefähre und den Pramfähren ehrenamtlich tätig ist, ist im Hauptberuf Redakteur bei den Cuxhavener Nachrichten und der Niederelber Zeitung und weiß viel über die Region und ihre Besonderheiten zu berichten. So erfahren wir, dass die hiesige Schwebefähre 1909 von den Einwohnern des einst wohlhabenden Ortes Osten gebaut wurde und hören von den Schwierigkeiten des Hochwasserschutzes entlang der Oste.

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Handbetrieb: Unser Paul auf der Prahmfähre Gräpel

Fährmann Thomas Schult vor einer der letzten betriebsfähigen Schwebefähren in Hemmoor
Fährmann Thomas Schult vor einer der letzten betriebsfähigen Schwebefähren

Das Hohe Moor

Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Von hier lohnt sich ein Abstecher gen Osten. Auf halben Weg nach Stade liegt das Hohe Moor. Das etwa 5000 Jahre alte Hochmoor ist heute Natura-2000-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet.

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren

 

Zwei schöne Rundwanderwege, der eine und 7 km lang, der andere etwa 2,5 km lang, führen vorbei an alten Handtorfstichen, Entwässerungsgräben, Moorwäldern, Sümpfen, aufgestaute Renaturierungsflächen und zwei Moorseen. Der Zugang zur großen Runde ist an der B 74 zwischen Elm und Hagenah bei GPS 53.534753, 9.261897, die kleine Runde beginnt man am besten bei GPS 53.559260, 9.276183. Bei Nässe sollte man besser festes Schuhwerk oder Gummistiefel anziehen, Mücken, Bremsen und Zecken sind im Sommer Plagegeister in Mooren; denkt also bitte an entsprechenden Insektenschutz.

 

Wer Glück hat, kann Kraniche beobachten, die seit 2002 hier wieder brüten. Ihre trompetenden Rufe schallen vor allem im Frühjahr über das Moor. Auch die seltene Sumpfohreule zieht ihre Kreise und ist tagsüber bei der Jagd über die offenen Landschaften zu beobachten. Vorsicht ist auf den Wegen geboten, denn hier können Kreuzottern und Ringelnatter gerade ein Sonnenbad nehmen. Baumfalke, Kuckuck und viele Singvögel, aber auch moortypische Libellenarten sind hier zu finden.

 

Im Hohen Moor wachsen die grün-rötlich gefärbten Torfmoose und typische Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und der aromatisch duftende Gagelstrauch, Wollgras und Moorbirke.

 

Im Frühjahr kann man hier ein besonderes Spektakel beobachten. Der auf Feucht- und Nasswiesen, Bruch- und Auenwälder vorkommende seltene und eher unscheinbare Moorfrosch überrascht während der Paarungszeit: Die Männchen werden blau.

 

Als wir da waren, hat es geregnet und den Fotoapparat haben wie lieber im Auto gelassen.

 

Wer einen schönen Stellplatz sucht, der wird in Hagenah fündig. Hier bietet ein Bauer einen sehr schönen Platz unter Storchennestern gegen eine Spende an (siehe Stellplatzliste)

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Das Hohe Moor


Entlang der Oste bis zur Elbe

Zementmuseum in Hemmoor
Zementmuseum in Hemmoor

Auch die nahegelegene St. Petri Kirche zeugt in Osten vom Wohlstand vergangener Zeiten, wurde sie doch Mitte des 18. Jahrhunderts vom gleichen Baumeister wie der Hamburger Michel im Barockstil errichtet. Das Café gleich nebenan ist von Freitag bis Sonntag ab 14 Uhr geöffnet und bietet Kuchen und Torten in netter Atmosphäre.

 

In Hemmoor gibt die dauerhaft zugängliche Freiluftausstellung des sehenswerten Zementmuseums einen Einblick in die Herstellung des einst weltweit begehrten "grauen Golds".

 

Der unweit gelegene Kreidesee verdankt seinen Namen einem der Grundstoffe des Zements: der "Kreide", von der hier bei der Suche nach Braunkohle 1859 große Vorkommen gefunden wurden. Das angrenzende erd- und frühgeschichtliche Museum öffnet von April bis September Sonntags von 14 - 17 Uhr seine Pforten.

 

Unser Weg führt uns weiter entlang der historischen Ostedeichroute in Richtung Oberndorf, einem kleinen, sehenswerten Ferienort. Nah am Deich steht die Kirche St. Georg aus dem 17. Jahrhundert mit ihrem bereits um 1300 errichteten Turm, die in den Sommermonaten von ehrenamtlichen Kirchenwächtern von 15 bis 18 Uhr geöffnet wird.

 

Zur Rast lädt das festliegende Restaurantschiff "Ostekieker" direkt bei der Kirche ein, neben dem eine Stör-Skulptur nicht nur an den ausgerotteten Fisch und die Anstrengungen zu seiner Wiederansiedlung erinnert, sondern auch anzeigt, ob gerade auf- oder ablaufendes Wasser herrscht.

 

Die Flutstände an den Häusern erinnern daran, das man hier nicht nur am, sondern mit dem Wasser leben muss. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu großen Deichbrüchen, zuletzt 1962 im Rahmen der großen Sturmflut, die auch Teile Hamburgs überflutete.

 

 

Im flussabwärts gelegenen Örtchen Neuhaus kommen nun nicht nur Freunde von Seefahrt und Flussromantik auf ihre Kosten.

 

 

Zementmuseum in Hemmoor

 Destillerie Ulex in Neuhaus

 

 

Einkaufs-Tipp:

Liebhaber feiner Spirituosen sollten unbedingt in der Destillerie "G.F. Ulex Nachfolger" und der angeschlossenen kleinen Gaststätte vorbeischauen, um die diversen Spezialitäten zu probieren und bei Gefallen auch mitzunehmen. Uns hat es besonders der "Oste Aquavit" angetan, der uns in dem seit 1795 bestehenden Familienbetrieb von den Vertretern der jüngsten Generation, Svenja und Silka Schlichting, zur Verkostung angeboten wird.

 

 

Kurz hinter Neuhaus fließt die Oste nun in die Elbe. Hier bietet das Natureum Niederelbe Informationen zu Landschaft, Geschichte sowie Flora und Fauna des großen Stromes. Im 2014 erbauten Eingangsbereich empfängt den Besucher das beeindruckende Skelett eines 1997 vor Cuxhaven gestrandeten Pottwals. Im Übrigen ist die Anlage schon etwas in die Jahre gekommen, aber insbesondere für Familien durchaus einen Besuch wert.

 

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Fotogalerie Teil 1: "Entlang der Oste":


Teil 2: Entlang der Elbe

  Wildvogelreservat Nordkehdingen
Wildvogelreservat Nordkehdingen

Für PKWs und Campingbusse unter 2,8t geht es nun weiter über das Ostesperrwerk, das die Oste und das angrenzende Land vor Sturmfluten schützt. Alle anderen müssen ein kurzes Stück zurück nach Neuhaus fahren, um über die dortige Brücke ins Kehdinger Land und zum Wildvogelreservat Nordkehdingen zu gelangen.

 

Das zur Gemarkung des Ortes Balje gehörende Moor- und Marsch-Gebiet mit seinen Ackerflächen liegt zum Teil unter dem Meeresspiegel und wurde früher regelmäßig überflutet. Erst durch eine umfassende Eindeichungen wurde es dauerhaft gegen Sturmfluten gesichert. Heute ist das EU-Vogelschutzgebiet Heimat sowie Durchzugsstation für viele Vogelarten, darunter auch Kampfläufer und Uferschnepfen.

 

Ausflugs-Tipp:

Von März bis Juni und von September bis Dezember startet in Freiburg an der Elbe jeden Samstag der Vogelkieker, ein Doppeldeckerbus, zu Naturerlebnisfahrten für Jedermann (mehr Infos unter: www.vogelkieker.de).

 

Seit 2012 ist auch der 1903 errichtete historische Leuchtturm im Juli und August außer montags und freitags von 10 - 18 Uhr wieder für Besucher geöffnet.

 

Die Fährstraße führt uns nun weiter nach Wischhafen und hinüber über die hier etwa 3,5 Kilometer breite Elbe nach Glückstadt. Abhängig vom Verkehrsaufkommen und davon wie viele der vier zur Verfügung stehenden Fähren im Einsatz sind, kann es hier zu Wartezeiten kommen.

 

Die Fahrzeit beträgt etwa eine halbe Stunde, die man nach Zahlung des Fahrpreises nutzen sollte, um das Fahrzeug zu verlassen. So kann man sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen und vielleicht einem vorbeifahrenden großen Frachtschiffe auf seinem Weg von oder nach Hamburg hinterherschauen.

 

 

Glückstadt wurde 1617 von Christian IV, König von Dänemark und Norwegen, gegründet und am Reißbrett entworfen. Der historische, annähernd sechseckige Grundriss sowie die Altstadt sind bis heute fast vollständig erhalten. Den Mittelpunkt bildet der Marktplatz mit dem Rathaus und der Kirche, welcher vom Fleth unterbrochen wird. Die Gastronomie rund um den Marktplatz ist vielfältig.

 

Mehr zu Glückstadt: hier

 Wildvogelreservat Nordkehdingen

 

Restaurant-Tipp:

 

Unser persönliches Highlight in Glückstadt ist das Lokal "Kleiner Heinrich", das seinen Namen auf ein Schiff zurückführt, mit dem die Glückstädter vor langer Zeit vor Grönland auf Walfang gingen, und das in rustikal-maritimem Ambiente gehobene lokale Küche bietet.

 

 

Wir trennen uns nun von der Elbe und fahren weiter durch die Wilstermarsch, einer der vier holsteinischen Elbmarschen. Es gilt nun die Stör zu überqueren, wofür sich die über das in den 70er Jahren als Sturmflutschutz erbaute Störsperrwerk führende Bundesstraße anbietet.

 

Ist das Sperrwerk wie bei unserem Besuch für den Verkehr gesperrt, weicht man auf die zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Bahrenfleth verkehrende Seilfähre "Else" aus, denn die nächste Querungsmöglichkeit gibt es erst wieder 12km flussaufwärts mit der Klappbrücke bei Heiligenstedten.

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 Wildvogelreservat Nordkehdingen

Impressionen Teil 2: Entlang der Elbe


Teil 3: Entlang des Nord-Ostsee-Kanals

Weiter geht es nun nach Brunsbüttel, von wo aus die Deutsche Fährstraße dem Nord-Ostsee-Kanal folgt, der bis heute noch (bezogen auf die Anzahl der Schiffspassagen) meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt. Mit dem Bau des über seine Gesamtlänge den gleichen Wasserstand aufweisenden Kanals wurde 1886 begonnen.

 

Der Kanal weist an beiden Enden Schleusen auf. Weniger um Unterschiede im Gezeitenhub auszugleichen, sondern vielmehr um der Auswirkung von Windstau, das heißt einer Erhöhung des Wasserspiegels durch Windeinwirkung entgegenzuwirken.

 

Die Schleusenanlagen in Brunsbüttel sind über 100 Jahre alt und können wie ihre Pendants in Kiel besichtigt werden. Für große Schiffe besteht auf dem Kanal nicht nur Lotsenpflicht, sondern es müssen auch - einmalig in Deutschland - ein oder mehrere "Kanalsteurer", speziell ausgebildete Seeleute, aufgenommen werden.

 

Die Querung des Kanals mit einer der zahlreichen Fähren ist für Fußgänger, Radfahrer und andere Fahrzeuge kostenfrei. Dies wurde bereits beim Bau von Kaiser Wilhelm II verfügt und daran wird auch heute noch festgehalten. Nicht nur für Seefahrtsbegeisterte ist es lohnenswert, einen der Wohnmobilstellplätze entlang des Kanals anzufahren, um die großen "Pötte" in kurzer Distanz an sich vorbeiziehen zu lassen.

 

Ein kleiner Abstecher führt unweit des Kanals nach Neuendorf-Sachsenbande, wo die mit 3,54m unter Normalnull tiefstgelegenen Landstelle Deutschlands (N 53° 57′ 48'', O 9° 19′ 5'') zu finden ist.

 

 

Neben einer Infotafel zeigt hier ein Mast die Höchststände vergangener Sturmfluten und lässt den Besucher schaudern. Gleich nebenan liegt der beschauliche Ort Wacken, der seit 1990 alljährlich während des am ersten Wochenende im August stattfindenden Wacken Open Air Konzerts zum Zentrum der Metal-Szene wird.

 

 

In Rendsburg werfen wir einen Blick auf die Eisenbahnbrücke: das Wahrzeichen der Stadt.

 

Hier befindet sich auch die Schiffsbegrüßungsanlage Rendsburg, an der vorbeifahrende Schiffe durch Dippen der Deutschlandfahne, einem internationalen Seefahrergruß, und Abspielen der Hymne des Herkunftslands begrüßt werden.

 

Bis zu einem Unfall im Jahr 2016 brachte eine unterhalb der Brücke angebrachte Schwebefähre Passagiere über den Kanal. Leider war bei unserem Besuch nicht absehbar, ob und wann die Fähre, die im Jahr 2013 ihren hundertsten Geburtstag feierte, ihren Betrieb wieder aufnehmen wird.

 

Nur wenige Meter von der Eisenbahnbrücke entfernt, verbindet aber ein Fußgängertunnel die beiden Ufer, in den man über Rolltreppen oder einen Aufzug gelangt. Man kann den Kanal hier also nicht nur über, sondern auch unterqueren.

Unser nächstes Ziel ist Kiel, in dem sich alles um die Förde dreht, denn hier liegen das Stadtzentrum, die Werften, der Hafen, von hier starten die Fähren nach Skandinavien und hier mündet auch der Nord-Ostsee-Kanal. Auch wenn die Stadt von Nachkriegsbauten geprägt ist, sollte man nicht nur während der im Juni stattfindenden Kieler Woche einen kurzen Stopp einlegen.

 

Hier in der Landeshauptstadt Schleswig Holsteins beenden wir nun unsere Reise entlang der "Deutschen Fährstraße", aber nicht ohne der Hörnbrücke, einer weltweit einzigartigen Dreifeldzugklappbrücke, einen Besuch abzustatten.

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Fotogalerie Teil 3: Entlang des Nord-Ostsee-Kanals


Teil 4: Stellplätze an der Deutschen Fährstraße


 

Mehr als 25 Wohnmobilstellplätze laden zur Übernachtung ein und ermöglichen es dem Wohnmobilreisenden, die reizvolle Natur und die netten Orte entlang der Route auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. 

 

Infos, Fotos und GPS-Daten zu den Plätzen:

 

an der Oste:


Stellplatz Bremervörde

 

BBG WohnMobilStation
Fresenburg 8
27432 Bremervörde
GPS N 53-29-42 - O 09-09-01

 

Großer Stellplatz für 40 Mobile am Ortsrand von Bremervörde mit VE, Strom, Wlan u.v.m.

Wohnmobilstellplatz Gräpel

 

Am Hafen 21
21727 Gräpel
GPS N 53 33 59  O 09-10-23

 

3 kostenlose Stellplätze direkt an der Prahmfähre mit Blick auf die Oste. Das Restaurant "Plates Osteblick" mit seinem Biergarten liegt rund 100 m entfernt.

 

Wohnmobilstellplatz beim "Hohen Moor" - (Stellplatz an einem Bauernhof)

 

Kirchweg 35, 21726 Heinbockel

53.551495,9.313272

 

Sehr schöner, kleiner Stellplatz an einem großen Bauernhof auf einer Wiese unter Storchennestern. kostenlos (Spende erwünscht), frische Eier - supernette Stellplatzbetreiber, Wasser und Strom kostenlos auf Anfrage.

Wohnmobilstellplatz Brobergen

 

GPS N 53 35 50  O 09-10-22

 

5 kostenpflichtige, einfache Stellplätze auf einem Parkplatz hinter dem Ostedeich an der Nordseite der Fähre.

Wohnmobilstellplatz Großenwörden

 

Deichstraße 21
21712 Großenwörden
GPS N 53 40 40  O 09-15-26

 

3 kostenpflichtige (5 €) Stellplätze am Ostedeich, VE, Strom

Wohnmobilstellplatz Osten

 

Gartenstraße
21756 Osten
GPS N 53-41-46  O 09-11-19

 

8 kostenpflichtige Stellplätze mitten im Ort direkt neben der Festhalle (8 €), Bezahlung im Fährkrug an der Ostefähre.

Wohnmobilstellplatz Oberndorf

 

Bentwisch 4
21787 Oberndorf
GPS N 53-45-14  O 09-09-02

 

Netter kleiner, kostenpflichtiger (5€)  Stellplatz mit VE und Strom auf Rasen 150 m von der Oste. Öffentliches WC und Dusche in der Nähe.

Wohnmobil-Stellplatz Neuhaus (Oste)

Am Yachthafen, 21785 Neuhaus (Oste)

GPS N 53-48-03  O 09-02-24

Platz für 13 Wohnmobile direkt am Yachthafen mit direktem Blick auf die Oste. Gebühr: 9 Euro inkl. Wasser/Abwasser
Strom: 2 Euro, Duschen: 2 Euro, Waschmaschine/Trocknerbenutzung: 7,50 Euro
Saison: März bis Oktober

Stellplatz Krummendeich

Osterwechtern 99
21732 Krummendeich
GPS N 53-49-51  O 09-12-08

6 kostenfreie (Spende erwünscht), ruhige Stellplätze am Freibad, keine VE

Stellplatz Balje / Neuendorf (Am Natureum)

Neuenhof 8
21730 Balje
GPS N 53-49-07  E-09-02-18

 

6 kostenfreie Stellplatz hinter dem Großparkplatz am Natureum

Stellplatz Oederquart

 

Am Sportplatz (Zufahrt ist ausgeschildert)
21724 Oederquart
GPS N 53-48-16  O 09-14-45

 

6 ruhige Stellplätze im Grünen am Ortsrand, Spende erbeten


an der Elbe:


Stellplatz Freiburg an der Elbe

Am Bassin 25
21729 Freiburg
GPS N 53-48-23  O 09-17-38

 

30 kostenpflichtige Stellplätze mit VE auf einem Parkplatz am Sport- und Freizeitzentrum

Wohnmobilstellplätze in Wischhafen

 

Wischhafen weist gleich vier Wohnmobilstellplätze auf:

1. Wohnmobilplatz an der Fähre

Glückstädter Str. 2 (B495) / an der Zufahrt zur Fähre
21727 Wischhafen
GPS N 53-48-23  O 09-17-38

15 Wohnmobilstellplätze auf Schotterrasen teilweise mit Blick auf die Elbe
Spende von 3,- EUR erbeten
keine VE vor Ort, eine VE befindet sich aber am Stellplatz an der Ziegelstraße

 

2. Wohnmobilplatz am Deich

Am Deich 7
21727 Wischhafen
GPS N 53-46-30  O 09-19-15

 

8 Wohnmobilstellplätze in ruhiger Lage in der Ortsmitte
Spende von 3,- EUR erbeten
keine VE vor Ort, eine VE befindet sich aber am Stellplatz an der Ziegelstraße

3. Wohnmobilplatz am alten Hafen

Hafenstr. 10
21727 Wischhafen
GPS N 53-46-22  O 09-19-21

8 Wohnmobilstellplätze in ruhiger Lage am alten Hafen / Süderelbe
Spende von 3,- EUR erbeten
keine VE vor Ort, eine VE befindet sich aber am Stellplatz an der Ziegelstraße

4. Wohnmobilplatz im Gewerbegebiet
21727 Wischhafen
GPS N 53-45-52  O 09-19-17

einfacher Wohnmobilstellplatz für 3 Mobile mit VE, Spende von 3,- EUR erbeten

Wohnmobilstellplatz Glückstadt

An der Nordermole / Außenhafen
25348 Glückstadt
GPS N 53-47-07  O 09-24-34

16 Wohnmobilstellplätze am Ende des Hafens mit schöner Aussicht auf die Elbe (10 €)
Da der Platz auf einem sturmflutgefährdeten Gebiet liegt, gibt es keine VE und keinen Strom.

Wohnmobilstellplatz Brokdorf

Dorfstr. 53/54
25576 Brokdorf
GPS N 53-51-53  O 09-19-00

30 kostenpflichtige Stellplätze (10 €) mit VE hinter dem Elbdeich. Öffentliche Toiletten und Duschen, so wie eine Sanitärstation sind vorhanden.


am Nord-Ostsee-Kanal:


Wohnmobilstellplatz Brunsbüttel

 

Am Freizeitbad
25541 Brunsbüttel
GPS N 53-54-00  O 09-07-59

 

100 Stellplätze auf einer großen Wiese (8 €), die VE ist im Winter nicht in Betrieb.

Wohnmobilstellplatz Hochdonn


Hauptstraße 123
25712 Hochdonn

GPS 54.01988, 9.29688

 

kostenfrei für ca. 15 Mobile

Wohnmobilstellplatz Schachtholm

Schachtholm 1
24797 Hörsten
GPS N 54-13-29  O 09-36-07

 

49 kostenpflichtige, große Stellplätze mit Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal mit VE, Brötchenservice uvm., 12 € pro Nacht

Wohnmobilstellplatz Osterröhnfeld

Am Kampkanal 1
24783 Osterröhnfeld
GPS N 54-17-23  O 09-40-10

Bei unserem Besuch befand sich dieser Stellplatz noch im Bau, inzwischen ist der neue, große Platz eröffnet und soll 16 € pro Nacht kosten.

Wohnmobilhafen Rendsburg

 

 

Cafe Eiderblick
An der Untereider 9
24768 Rendsburg
GPS N 54-18-15  O 09-39-20

 

40 Wohnmobilstellplätze in ruhiger Lage an der Untereider, teils unter Bäumen. VE, Strom, , Brötchenservice uvm. Stellplatzgebühr 15,- EUR

Wohnmobilstellplatz Büdelsdorf bei Rendsburg

 

 

Hermann-Ehlers-Platz
24782 Büdelsdorf

GPS N 54-18-55  O 09-41-36

 

Gebührenfreier Stellplatz für 10 Mobile auf einem einfachen Parkplatz unter Bäumen.am Naturerlebnisbad Büdelsdorf. Max. Dauer: 24 Stunden.

Wohnmobilstellplatz Schacht-Audorf

 

WohnmobilPark Schacht-Audorf
An der K76
24790 Schacht-Audorf
GPS N 54-18-21  O 09-42-43

 

27 kostenpflichtige Plätze mit Kanalblick.

Wohnmobilstellplatz Sehestedt

Fährstraße
24814 Sehestedt
GPS N 54-21-52  O 09-49-04

14 kostenpflichtige Stellplätze direkt am Fähranleger am Nordufer des Nord-Ostee-Kanals mit Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe, VE

Wohnmobilstellplatz Kiel Holtenau

 

Event WoMo Stellplatz
Uferstraße 8
24106 Kiel

 

Direkt neben der "Aussichtsplattform Schleuse" befindet sich ein kleiner Wohnmobilstellplatz mit Blick auf den Kanal.


seit 11. Mai 2020


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