Litauen, Lettland und Estland:

Mit dem Wohnmobil durch das Baltikum


Unberührte Natur, viele Nationalparks und drei Länder mit ganz eigenem Charakter – das ist das Baltikum! Zu den drei baltischen Staaten im Nordosten Europas gehören Estland, Lettland und Litauen. Sie eignen sich perfekt für eine Reise mit dem Wohnmobil.

 

Knapp 5 Wochen sind wir im Sommer mit dem Wohnmobil im Baltikum unterwegs. Erfahre mehr über die Länder, Stellplätze (mit GPS-Daten) und Highlights.


Unsere Reiseroute


Die Länder im Einzelnen:

Litauen

Die erste Etappe unserer Baltikum-Tour fürt uns entlang der Memel bis an die Küste. Von hier machen wir einen Abstecher auf die Kurische Nehrung, anschließend verlassen wir die Küste und erkunden den Berg der Kreuze.



Lettland

Vielfältige Landschaften, dichte Wälder, Wasserfälle, sanfte Hügel, aber auch einsame Strände und versteckte Buchten. Uns zieht es zuerst an die Küste, und in die quirlige Hauptstadt Riga, später erkunden wir den einsamen Osten mit seinen Seen und Nationalparks.

 



Estland

Estland, das nördlichste Land der drei baltischen Staaten, ist etwa so groß wie Niedersachsen und mit nur etwa 1,3 Millionen Einwohnern nur dünn besiedelt. Die Küstenlinie wiederum ist fast 3.800 Kilometer lang. Viel Platz für Walder, Moore, Seen, Inseln und Strände.



zurück entlang der Ostgrenze

In diesem Teil der Reise geht es entlang der russischen und weißrussischen Grenze Richtung Süden. Wir erleben dünnbesiedeltes Land, sehen kaum noch Wohnmobile, dafür aber umso mehr Natur.

 

Eine wirklich lohnenswerte Tour:



Tipps für Reisen mit dem Wohnmobil:

Tipps: Mit dem Wohnmobil durch das Baltikum

Litauen, Lettland und Estland mit dem Wohnmobil

  • Was ist uns aufgefallen in Litauen, Lettland und Estland.
  • Beste Reisezeit für das Baltikum.
  • Frei stehen: ja oder nein?

 



beste Reisezeit:

Wie immer hat jede Jahreszeit ihren Reiz. Trotzdem ist das späte Frühjahr bis in den frühen Herbst, also von Mai bis September, die beste Reisezeit, denn dann ist das Wetter am Besten und die Tage sind am Längsten.

 

Wir waren im Juli / August da. Es war alles andere als überfüllt, vor allem im Osten haben wir so gut wie kein anderes Wohnmobil gesehen. Allerdings gibt es in dieser Zeit viele Mücken.

 

Wir werden im Herbst wiederkommen. Dann gibt nicht nur keine stechende Insekten, sondern die Vögel sind auf dem Durchzug durch das Baltikum in ihre Winterquartiere.

 

Wir haben dem Thema Mücken einen eigenen Artikel gewidmet:

Anreise:

Es gibt mindestens drei Möglichkeiten, ins Baltikum zu gelangen:

  • Durch Polen:
    Für die An- und Abreise sollte man schon ein paar Tage einkalkulieren, denn  Polen hat auch seine Reize! Von Grenze zu Grenze sind es aber mindestens 600 - 700 Kilometer durch das schöne Land.
  • Fähre von Deutschland:
    Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, per Fähre von Deutschland ins Baltikum zu reisen. Das ist durchaus eine interessante Option und günstiger als man denkt. Wir werden sicherlich das nächste Mal per Fähre anreisen.
  • Über Finnland:
    Auch die Anreise über Finnland ist beliebt. Hier kommt man von Helsinki mit der Fähre nach Tallinn.

Zeitzone:

Wer von Polen oder Deutschland in das Baltikum reist, wird feststellen, dass die Zeit um eine Stunde verschoben ist. Also Uhren umstellen!


Maut

Maut für Wohnmobile gibt es im Baltikum mit kleinen Ausnahmen nicht (Stand 2023).

  • Nur in Litauen wird auf der Kurischen Nehrung und für Nutzfahrzeuge und Busse eine Maut erhoben. 
  • In Lettland gibt es keine Pkw-Maut. Es gibt eine Ausnahme: In den Sommermonaten (1. April bis 30. September) muss eine Umweltgebühr für den kleinen Kurort Jurmala (vor Riga) entrichtet werden. Bei der Einfahrt gibt es Automaten, in denen man die Gebühr bezahlt. Wer dort vorbeifährt und erwischt wird, wird teuer bestraft.
  • In Estland ist das Straßennetz für private Pkw und Wohnmobile (auch über 3,5 t) mautfrei.

Straßen und Parkplätze

Wir waren überrascht, wie gut die Hauptstraßen zum Teil ausgebaut sind. Wo noch nicht, wird oft gerade gebaut.

 

Allerdings gibt es auch noch viele kleinere Straßen, die noch nie Asphalt gesehen haben. Aber auch die sind oft so gut ausgebaut, dass ein Befahren nicht wirklich schwierig ist. Es gibt allerdings auch Wege, die wir nicht nochmal fahren möchte - aber dass sind nicht wirklich viele.

 

Die Parkplatzsituation für Wohnmobile ist im gesamten Baltikum wirklich gut - egal ob an Besucherzentren, in kleinen oder größeren Ortschaften oder großen Städten. Selten hatten wir so wenig Probleme, einen Parkplatz zu finden.


Sicherheit

Anfangs haben wir uns gefragt, wie es mit der Sicherheit im und um das Wohnmobil im Baltikum steht. Schnell haben wir gemerkt, dass wir uns in den einzelnen Ländern des Baltikum sehr sicher gefühlt haben. Iris meinte sogar einmal, dass wir das Auto auch offen stehen lassen können. Passieren wird hier wohl nichts. Es gab nicht eine Situation auf der ganze Reise, in der wir uns unsicher gefühlt haben.

 

Übrigens ist uns auch aufgefallen, dass wir in keinem der von uns bisher bereisten Länder so wenig Polizei gesehen, wie in den Ländern des Baltikums.


Übernachten und Freistehen

Vor allem in den touristischen Gebieten gibt es überall kleine und große Campingplätze. Wer uns kennt, weiß, dass er uns dort nicht finden wird. Für Leute wie uns gibt es unzählige, offizielle Stellplätze, aber auch das Freistehen ist im Baltikum in der Regel kein Problem. Wir haben nichts gefunden, dass das Freistehen verbietet und haben das Gefühl, dass man es überall toleriert, wenn man sich an die Regeln hält. Wir jedenfalls hatten nie ein Problem.

 

In Estland bieten sich die RMK-Plätze an. Sie liegen meist in oder in der Nähe von Naturparks, sind kostenlos und haben oft vorbereitetes Feuerstellen. An manchen Plätzen gibt es sogar kostenloses, fertiges Feuerholz. Oft gibt es Trockentoiletten vor Ort.


Müll

Das Baltikum ist sauber. Man findet so gut wie keinen Müll auf der Straße. Iris meinte mal, das sieht hier genauso aus wie in Deutschland - nur in Sauber!

 

Mülleimer findet man an jeder Ecke.


Einkaufen

Einkaufen ist einfach. Überall gibt es kleinere und größere Lebensmittelgeschäfte. Wer es mag, kann in allen drei Ländern auch zum Lidl gehen. Alle drei Länder sind in der EU sind, gezahlt wird mit EURO.

 

Fast überall haben die Läden auch das gesamten Wochenende offen.


Alkohol

Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist anscheinend grundsätzlich verboten. Alkoholische Getränke dürfen nur zu Hause oder in lizenzierten Lokalen konsumiert werden. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet.

 

Uns ist aufgefallen, dass z.B. sonntags der Verkauf von Alkohol nur tagsüber erlaubt ist.


Ver- und Entsorgung

Wer keine Chemie in seiner Toilette nutzt, für den ist die Entsorgung sehr einfach. Es gibt auf den meisten Parkplätzen Plumpsklos. 

 

Wir nutzen unsere Kassettentoilette wie eine Trenntoilette. Wie wir das machen, erklären wir hier:

Trinkwasser

Wir haben gelesen, dass die Wasserqualität im Baltikum nicht gut sein soll.  Wir haben unser Trinkwasser daher im Kanister gekauft und nach Quellen gesucht, um dort unseren Tank aufzufüllen.


Was uns noch so aufgefallen ist:

  • Vor Stopp-Schildern wird gehalten. Oft gibt es Stopp-Schildern vor Bahnübergängen. Hier wird penibel darauf geachtet, dass alle Räder stehen.
  • Estland ist das teuerste der drei baltischen Länder. Vor allen Tallinn ist extrem teuer.

Hier geht es direkt  ...


N23

 

 

 

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1 Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus.