🚐 Wohnmobilreisen – Freiheit, Abenteuer und ein Stück Zuhause auf Rädern
Kaum ein Hobby verbindet Naturerlebnis, Flexibilität und Komfort so harmonisch wie das Reisen im eigenen Wohnmobil. Für Einsteiger ist der Einstieg in diese Welt oft mit großer Neugier verbunden – und mit vielen kleinen Aha-Momenten.
Und damit der Start besonders leicht gelingt, helfen ein paar praktische Tipps, um das Fahrzeug optimal zu nutzen und unterwegs wirklich anzukommen.
👉 Das Thema Wohnmobilreisen ist für Anfänger und Einsteiger komplex, denn bei der Planung und dem Neukauf eines Wohnmobils sind viele Entscheidungen zu treffen (Informationen über die Planung eines Wohnmobils: hier) bzw. man muss sich vor Abreise mit der Technik vieler neuer Gerätschaften vertraut machen. Damit das Wohnmobil darüber hinaus zum perfekten Urlaubsbegleiter wird, haben wir hier einige Punkte zusammengestellt, die Dir vielleicht weiter helfen.
Seit 2014 sind wir mehr als 6 Monate im Jahr unterwegs und haben einige Erfahrungen sammeln können:
Es gibt Dinge, die das Leben im Wohnmobil vereinfachen, bei anderen ist man froh, dass man sie dabei hat und vielleicht nie braucht.
Dieses Zubehör haben wir immer an Bord: hier
Equipment, von uns getestet und für gut befunden:
Über Sicherheit im Wohnmobil wird oft kontrovers diskutiert. Auch ein Einsteiger sollte sich Gedanken machen, damit der Urlaub nicht plötzlich zu Ende ist.
Unserer Anregungen:
Heute gibt es für fast alles Apps auf dem Smartphone.
Wir bereiten nie eine Reise vor, aber es gibt Dinge, an die man vor der Reise unbedingt denken sollte, denn sie könnten durchaus wichtig werden.
Welche das sind, gibt es hier:
Diese einwöchige Wohnmobiltour führt uns zunächst in das naturgeprägte Altmühltal, anschließend nach Weinfranken mit seinen historischen Orten und Weingärten bevor wir Bierfranken mit seiner langen Brautradtion erreichen. Eine kompakte Route mit viel Landschaft und Genuss - überraschend vielfältig
weiter geht unsere Frankentour nach
Unsere Wohnmobiltour startet in Kelheim. Hier geht die Altmühl endgültig in den Main-Donau-Kanal über und mündet wenig später in die Donau. Wir folgen dem Verlauf der des Flusses stromaufwärts durch den Naturpark Altmühltal durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Heideflächen, Felsformationen und netten Orten.
Infobox:
Die Altmühl entspringt bei Burgbernheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und durchfließt auf rund 230 Kilometern Bayern. Teile ihres Unterlaufs
wurden im 20. Jahrhundert zum Main-Donau-Kanal ausgebaut, wodurch der Verlauf der Altmühl im Bereich zwischen Dietfurt und Kelheim dauerhaft verändert wurde. Das Altmühltal ist aber auch
heute noch geprägt von Kalkfelsen, Trockenrasen und einer weitgehend naturnahen Flusslandschaft, die Rad- und Wandertouristen aber auch Wohnmobilreisende begeistert.
Das nicht weit von Regensburg gelegene Städtchen Kelheim gilt als das Eingangstor ins Altmühltal. Sein Wahrzeichen ist die Mitte des 19. Jahrhunderts unter König Ludwig I. auf dem Michelsberg zwischen Donau und Altmühl errichtete Befreiungshalle. Leider stellen wir diesen Sachverhalt erst fest, als wir bereits vorbeigefahren sind. Es gibt daher - zumindest derzeit - kein Foto.
Kelheim ist aber zugleich Startpunkt eines Archäologiepfads mit 18 Stationen, der zu Fundstellen und Informationsstationen aus mehreren prähistorischen Epochen führt und als größter frei zugänglicher Park dieser Art in Deutschland gilt. Die erste Station befindet sich im Archäologischen Museum.
Unser nächste Zeil ist der charmante Ort Essing. Wir parken vor dem kleinen Ort auf einem kostenfreien Parkplatz an der Durchgangsstraße und erkunden die Gegend zu Fuß. Eine historische Holzbrücke bringt uns über einen Altarm der Altmühl in den winzigen Ortskern. Hoch oben am Hang thront die Ruine der im 12. Jahrhundert als Höhenburg zur Sicherung des Altmühltals und der wichtigen Handelswege errichtet Burg Randeck.
Mit dem "Tatzelwurm" überspannt gleich nebenan auch die "längste Holzbrücke Europas" den Main-Donau-Kanal. Der Name der Brücke geht auf ein drachenartiges Fabelwesen zurück und soll versinnbildlichen, wie sich die Brücke durch das Tal "schlängelt." Allen Bemühungen des touristischen Marketings zum Trotz, finden wir die alte Brücke mit dem Torturm im Ortszentrum deutlich fotogener.
Wir folgen weiter dem Flussverlauf und kommen nach Dietfurt an der Altmühl. Zu den lokalen Sehenswürdigkeiten zählen das 1660 erbaute Franziskanerkloster sowie das Dietfurter Heimat- und Mühlenmuseum. Wir übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz der Stadt neben dem Schiffsanleger am Main-Donau-Kanal. Hier starten in der Saison auch Ausflugsboote. Der Platz ist darüber hinaus ein guter Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren entlang des Kanals und zu den archäologischen Fundstellen der Umgebung.
Direkt am Schiffsanleger befindet sich die Station 17 (Bild unten) des Archäologieparks Altmühl. Ein Kunstwerk erinnert hier an das älteste gefundene Paddel Bayerns.
Darüber hinaus findet sich hier eine rekonstruierte steinerne Feuerstelle. Die entsprechenden Funde stammen aus einer endneolithischen Siedlung der Chamer Kultur, die zwischen 1988 und 1991 am Altmühlufer ausgegraben wurde. Wer mehr wissen will, besucht das Museum im Hollerhaus im Ort.
Wir besuchen das Erlebnisdorf ALCMONA. Die 18. Station des Archälogieparks liegt etwa 2 Kilometer entfernt, etwas außerhalb von Dietfurt.
Der Nachbau einer Siedlung am alten Ludwigskanal basiert auf Grabungsbefunden von 1998 und umfasst inzwischen mehrere rekonstruierte Gebäude, darunter ein rund 8 × 20 Meter großes Langhaus. Die Anlage vermittelt Einblicke in frühe Siedlungs‑ und Handwerkstechniken und ist frei zugänglich.
Der Name „Alcmona“ soll "stilles Wasser" bedeuten und an die keltische Bezeichnung der Altmühl angelehnt sein. Wir schlendern durch die an einem Altarm der Altmühl gleich neben einer Schleuse des Main-Donau-Kanals gelegene Anlage. An einem Vormittag außerhalb der Saison sind wir ganz alleine hier, genießen die Stimmung und die schönen Fotomotive. Die Ziegen im Gehege gleich nebenan stehen uns bereitwillig Modell.
Infobox: Main-Donau-Kanal
Schon zu Zeiten Karls des Großen gab es Pläne, Nordsee und Schwarzes Meer über Kanäle zu verbinden. Ein durchaus komplexes Vorhaben, da es hierfür notwendig ist, die Europäische Wasserscheide zu überwinden. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Bemühungen erneut in die Tat umgesetzt und es entstand der Ludwig‑Donau‑Main‑Kanal, von dem heute aber nur noch kurze Abschnitte erkennbar sind. Der moderne Main‑Donau‑Kanal wurde Mitte des 20. Jahrhunderts als zentrale Wasserstraße geplant und 1992 eröffnet. Da das Transportvolumen aber schnell hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieb, ist er heute eher von regionaler Bedeutung und beliebt bei Freizeitkapitänen und Touristen.
Ein Abstecher bringt uns nach Pfünz oder vielmehr in das oberhalb der Gemeinde gelegne römische Kastell Vetoniana. Das Kastell war Teil des Raetischen Limes, der
heute zum UNESCO-Welterbe gezahlt wird. Es diente als Kohortenkastell zur Sicherung des Grenzabschnitts und kontrollierte den Übergang vom Altmühltal auf die Jurahöhen.
Die Zufahrt ist etwas steil (20%), aber der Aufwand lohnt sich. Die Grundmauern, rekonstruierte Bereiche und das Gelände des Kastells sind frei zugänglich. Tafeln liefern Information zur
Geschichte der Anlage.
Rekonstruktion einer Wachsstube
Infobox: Obergermanisch‑Raetischer Limes
Der Obergermanisch‑Raetische Limes markierte einst die Grenze des römischen Reichs zwischen Rhein und Donau und erstreckt sich über rund 550 Kilometer. Er umfasst Kastelle, Wachtürme, Wall‑ und Grabenanlagen sowie weitere militärische Strukturen aus der Zeit des 1.–3. Jahrhunderts. Seit 2005 gehört dieser Grenzabschnitt als Teil der „Grenzen des Römischen Reiches“ zum UNESCO‑Welterbe.
Das nächste Ziel dieser Tour und sicherlich auch eines ihrer Highlights ist Eichstätt - zumindest für Archäologiefans. Doch auch die Stadt selbst ist sehenswert, ist ihr Stadtbild doch geprägt von barocken und klassizistischen Bauten.
Bekannt ist die Stadt aber vor allem durch den Archaeopteryx. Alle bekannten Versteinerungen des berühmten Urvogels wurde bisher in den Solnhofener Plattenkalken gefunden. Das besonders gut erhaltene „Eichstätt‑Exemplar“ wurde 1951 entdeckt und wird heute im Jura‑Museum Eichstätt gezeigt.
Weitere Funde – darunter die erste gefundene Feder von 1861 – stammen aus nahegelegenen Steinbrüchen bei Solnhofen und Langenaltheim. In der Umgebung gibt es Besuchersteinbrüche, in denen Besucher selbst Platten spalten und nach Fossilien suchen können. Iris war vor vielen Jahren schon einmal zum "Steineklopfen" hier, aber leider wenig erfolgreich. Da das Museum gerade geschlossen ist und außerdem das Parken in Stadt für Wohnmobile etwas zu schwierig zu sein scheint, verzichten wir auf einen Besuch. Etwas außerhalb gibt es aber einen Wohnmobilstellplatz.
Wir verlassen Eichstätt und folgen dem dem Straßenverlauf entlang der Altmühl. Wenig später erreichen wir die "Zwölf Apostel" eine markante Felsgruppe aus Dolomit, die steil über dem Fluss zwischen Solnhofen und Eßlingen aufragt. Die freistehenden Türme und Wände entstanden durch Verwitterung der Jurakalk‑Schichten und gehören zu den bekanntesten Felsformationen der Region.
Unser nächstes Ziel, Solnhofen, ist der namensgebende Fundort der weltweit einzigartigen Solnhofener Plattenkalke.
Die Archaeopteryx‑Welten zeigen hier originale Funde aus den Steinbrüchen und erläutert Geologie und Steinbruchgeschichte.
Leider hat auch dieses Museum bei unserem Besuch geschlossen und so bleibt es für uns bei einem Foto des sehr realistischen anmutenden Modells eines Ceratosaurus vor dem Eingang.
Solnhofen ist aber auch ein idealer Ausgangspunkt für Kajaktouren auf der ruhigen, landschaftlich abwechslungsreichen Altmühl. In der Saison kann man hier auch Kajaks mieten.
Bei der Weiterfahrt fällt uns ein Straßenschild ins Auge: Pappenheim - untrennbar mit Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim, einem der berühmtesten Reiterführer des Dreißigjährigen Krieges, verbunden. Dieser wurde von Friedrich Schiller in seinem Drama „Wallenstein“ als treuer Gefolgsmann literarisch verewigt. Der Satz „Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer“ ist heute eher Sprichwort als Zitat.
Tipp: Großer Brombachsee
Wer nach so viel Kultur einmal ein paar Tage "Urlaub" machen möchte, der fährt jetzt zum Großen Brombachsee, dem größten See des Fränkischen Seenlands. Uns
herrscht hier zwar meist zu viel Trubel - der See bietet aber durchaus gute Bedingungen zum Baden und Radfahren aber auch für den Wassersport. Außerdem gibt es mehrere gut ausgestattete
Wohnmobilstellplätze.
Gegen Abend erreichen wir den Altmühlsee, einen künstlich angelegten Stausee des Fränkischen Seenlands. Er wurde in den 1980er‑Jahren geschaffen, um die Altmühl zu regulieren und Wasser in das Regnitz‑Maingebiet umzuleiten
Rund ein Viertel der Fläche bildet heute das Naturschutzgebiet „Vogelinsel“, ein Mosaik aus Flachwasserzonen, Schilf, Feuchtwiesen und Gebüsch. Durch die strikte Trennung von Freizeit- und Schutzbereichen entstand hier ein bedeutender Brut‑ und Rastplatz, an dem inzwischen über 300 Vogelarten nachgewiesen wurden.
Wir parken auf dem nur tagsüber kostenpflichtigen Parkplatz in Muhr am See und erkunden das Gebiet in der Abenddämmerung. Nächtliches Parken ist hier allerdings nicht erlaubt. Bei unserem Besuch im Anfang März ist die Vogelwelt gerade erst am Erwachen. Wir bekommen aber einen ersten Eindruck, von der Schönheit und Artenvielfalt des Gebiet. Kaum zu glauben, dass die Landschaft nicht natürlich ist.
Zum Abschluss unseres Besuchs sehen wir vom Steg aus noch drei Biber im und am Wasser an uns vorbeischwimmen. Ein echtes Erlebnis.
Ganz in der Nähe gibt es auch einen Wohnmobilstellplatz:
Uns läuft etwas die Zeit davon, daher fahren wir noch weiter nach Herrieden – und werden dort mit einem besonderen Naturschauspiel belohnt. Rund um den städtischen Wohnmobilstellplatz und auf der benachbarten, kleinen Kapelle nisten zahlreiche Störche, so viele, dass man sie kaum zählen kann. Eine derart große Kolonie in so natürlicher Umgebung scheint uns in Deutschland durchaus ungewöhnlich.
Bei Leutershausen verlassen wir die Altmühl. Wer möchte kann dem Fluss aber auch bis zu seinem Ursprung bei Burgbergheim folgen. Über ihre eigentliche Quelle herrscht allerdings Unklarheit: Es konkurrieren zwei Seen (Hirschweiher und Hornauer Weiher) und eine Quelle auf Privatgrund um dieses Prädikat.
Auf dem Weg nach ->Weinfranken besuchen wir noch Rothenburg ob der Tauber, das zu den besterhaltenen mittelalterlichen Städten Deutschlands zählt und Touristen aus aller Welt magisch anzieht. Es wirkt mit seiner vollständig erhaltener Stadtmauer, den Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen aber auch wirklich wie ein lebendiges Freilichtmuseum. Besonders bekannt sind das Plönlein, der Marktplatz und die stimmungsvolle Atmosphäre der Altstadt.
Wir erreichen Rothenburg ob der Tauber früh am Morgen, noch bevor die Reisebusse eintreffen, und können so entspannt durch die Altstadt schlendern und fotografieren, ohne ständig Menschen im Bild zu haben.
In einer kleinen Bäckerei gönnen wir uns einen Kaffee und probieren die lokale Spezialität, den „Schneeballen“.
Optisch ein Hingucker – in der traditionellen Variante ohne Schokoladen- und Zuckerguss allerdings eher etwas "geschmacklos".
Etwas außerhalb gibt es zwei Wohnmobilstellplätze:
weiterer Parkplatz mit Möglichkeit zur Übernachtung (ebenfalls nicht getestet)
ZM/12.500
15.3.26
Klicke einen Punkt auf der Karte oder scrolle nach unten:
Die meisten dieser Touren findest Du in unserem Reiseführer:
Reiseberichte mit unseren Erfahrungen, Stellplatztipps, Natur-Highlights und vieles mehr (alles mit GPS-Daten):
Unsere Ländertipps:
Wer ganz oder wie wir teilweise ins Wohnmobil ziehen möchte, macht sich automatisch Gedanken über das Thema "Wohnsitz und Meldeadresse".
Da jeder Einzelfall anders gelagert ist, muss letztendlich jeder für sich entscheiden, wie er das Thema angeht. Zur Vorbereitung ist es jedoch sehr hilfreich, die Bedeutung einiger Begriffe genauer zu verstehen.
Infobox: Was ist ein WhatsApp-Kanal?
Ein WhatsApp‑Kanal ist ein öffentlicher Bereich in WhatsApp, in dem Personen (z.B. wir als tournatur-online) oder Organisationen Tipps und Neuigkeiten an ihre Follower senden. Wenn du einem Kanal folgst, kannst Du die Beiträge anonym mitlesen, ohne dass deine Nummer für uns oder andere sichtbar wird. Es funktioniert wie ein moderner Newsletter.
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* Lappland, das traditionelle Siedlungsgebiet Samen
Afrika
Amerika
Asien
keine ZM
Wir kommen aus dem Alentejo, sind durch Zentralportugal gereist und erreichen jetzt den Norden des Landes.
Wir folgen dem Küstenverlauf von Figueira da Foz nach Aveiro und kommen unverhofft an riesigen Eukalyptusbäumen vorbei. Sie entführen uns in eine völlig andere Welt, die einem Regen- oder Urwald gleicht. Doch die Idylle trügt. Der Eukalyptus ist hier nicht heimisch und wir lesen, dass die schnell wachsenden Eukalyptus-Monokulturen ein echtes Umweltproblem darstellen. Diverse Grillplätze weisen aber darauf hin, dass der Wald der angrenzenden Stadt als Naherholungsgebiet dient und an Wochenenden und lauen Abenden mit Leben erfüllt ist.
Bei Bom Succeso liegt zwischen Wald und kleinen Dörfern eine Reihe idyllischer Seen. Leider hat das den Wasservögeln noch niemand gesagt, denn bei unserem Besuch sind leider keine da.
Weiter geht es entlang der Ria de Aveiro. Die artenreiche Brackwasserlandschaft erstreckt sich kilometerlang parallel zum Strand durch die Dünen. Ihre größte Ausdehnung von etwas über elf Kilometern erreicht sie bei der Stadt Aveiro. Auf beiden Seiten des Gewässers liegen kleine Ferienorte. Besonders Costa Nova fällt aufgrund seiner bunt gestreiften Häuser ins Auge.
Wir durchfahren Aveiro, das mit seinen die Stadt durchziehenden Kanälen als das Venedig Portugal gilt. Auf den Kanälen fahren die für die Gegend typischen Moliceiro-Boote Touristen spazieren.
Aveiro bietet einen großen, offiziellen Parkplatz in der Mitte der Stadt zum Übernachten an:
Wohnmobil-Stellplatz Avairo:
Hinter Aveiro im Lagunengebiet des Ria de Aveiro gefällt es uns gleich viel besser. Von Tourismus ist hier außerhalb der Saison nichts zu sehen. Nur die teilweise neu gemachten Bootsanleger deuten darauf hin, dass hier im Sommer deutlich mehr los ist.
Das Wetter wird leider noch schlechter. Es hat jetzt auch wieder angefangen zu stürmen. Wir entschließen uns, dem Sauwetter zu trotzen und auf die Aveiro gegenüberliegende Landzunge nach Torreira zu fahren. Wir werden belohnt, denn hier sehen wir die die Moliceiro-Boote noch im Einsatz. Mehre Fischer sind gerade beim Auslaufen, als wir im Hafen ankommen.
Wir verlassen nun die Küste, lassen Porto links liegen. Das nächste Ziel ist das Duoro-Tal:
Der Duoro ist einer der längsten Flüsse der iberischen Halbinsel. Er entspringt in Spanien und mündet in Portugal bei Porto in den Atlantik. Wir wollen die Weinbauregion entlang des Stroms erkunden.
Die Region Alto Duoro ist die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Insbesondere wird hier Portwein hergestellt. Entlang des Flusses und in seinen Nebentälern liegen Weingüter und kleine florierende Orte.
Wir wundern uns über die hier praktizierte Art des Weinanbaus, die wir in dieser Form bisher noch nirgends gesehen haben. Die meist steilen Hänge sind terrassiert und zum Teil sogar mit Stützmauern versehen. Jede Terrasse weist zwei Reihen Reben auf, die zwischen sich eine Art Weg einschließen. Eine maschinelle Bearbeitung scheint praktisch unmöglich, viel zu eng ist das hier für einen Traktor und erst recht für Einsatz eines Traubenvollernters.
Unser Wohnmobil-Stellplatz Peso da Régua:
Wir folgen dem Duoro und fahren das Weingut Lugar da Padrela an. Hier treffen wir uns mit Freunden, die die Iberische Halbinsel in entgegengesetzter Richtung umrunden, zu einer Weinprobe. Die Winzerfamilie hat für Wohnmobilfahrern auf einer großen Wiese einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz inkl. Dusche und Toilette angelegt.

Bei der Weinprobe erfahren wir eine Menge über das Duoro-Tal und seinen Wein, das Alter der Weinreben und die Probleme, die die Winzer hier haben.
Natürlich kommt die Verkostung nicht zu kurz. Wir revanchieren uns für die kostenlose Führung, indem wir einige Flaschen Rotwein, Olivenöl aus eigener Produktion und wirklich sehr leckeren Käse kaufen.
Wir fahren über die E 607 weiter in Richtung Osten. Die Route gefällt uns gut und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke:
Unverhofft macht die Straße einen Knick und wir stehen vor einer sehr schmalen Brücke über den Rio Távora.
Das ist nichts für Angsthasen, aber auch unsere Freunde mit ihrem 8,50 m langen Wohmobil haben es auf die andere Seite geschafft, ohne stecken zu bleiben.:
Im Norden des Distrikts Viseu kann man an der kleinen Straße zwischen Castainço und Penela da Beira mehrere Dolmen aus der Jungsteinzeit erkunden. Die Dolmen liegen weit verstreut auf einem Plateau und sind unterschiedlich gut erhalten. Über einem der Dolmen wurde die heute verfallene Kappelle Nossa Senhora do Monte erbaut. Die Grabkammer des Dolmen, die "Alta", liegt direkt unter dem Chor der Kapelle und ist das größte Grab der Nekropole. Ein weiterer Dolmen befindet sich im Garten eines ehemaligen Bauernhauses, das heute ebenfalls eine Ruine ist. Wir durchstromern das Gelände und fühlen uns hier mal wieder ein bisschen wie Indiana Jones.
Praktisch: Es gibt sogar einen eigenen Rastplatz, auf dem parken und verweilen kann:
Dólmen Do Torgal
Dólmen do Sangrino
Dólmen de Penela - Senhora do Monte:

Am Ufer des Côa, einem Nebenfluß des Duoro liegt eine weitere Welterbestätten Portugals: die Ritzzeichnungen des Parque Arqueológico do Vale do Côa.
Diese in der Hauptsache Tiere darstellenden Felszeichnungen aus der Altsteinzeit sind im Mittel 17.000 Jahre in Teilen aber bis zu 25.000 Jahre alt. Derart alte Zeichnungen wurden an anderen Stellen der Welt bisher nur in geschützten Grotten und Höhlen vorgefunden. Für uns sind diese Zeichnungen besonders interessant, da wir auf unserer Nordland-Reise die ebenfalls im Freien liegenden, aber deutlich jüngeren Zeichnungen von ->-Alta (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbestätte) besucht haben.
Da ein Besuch der Originalplätze nur mit Anmeldung im Rahmen einer begleiteten Tour möglich ist, begnügen wir uns mit einem Besuch des interessanten Museums zum Thema in Vila Nova de Foz Côa.
Achtung: Entgegen der Darstellung im Internet ist das Museum bei unserem Besuch nicht durchgehend geöffnet. Glücklicherweise sind wir mit unserem Rundgang praktisch fertig, als wir um 12:30 Uhr freundlich aber bestimmt auf Portugiesisch hinaus komplementiert werden, da das Museum über die Mittagszeit geschlossen wird. Wir dürften gern um 14 Uhr wiederkommen und könnten in der Zwischenzeit ja etwas essen gehen.
Es gibt am Duoro aber auch Felsritzungen, die frei zugänglich sind, so beispielsweise die Cabeço das Pombas an der M514 in Pinheiro. Bei unserem Besuch regnet es in Strömen, trotzdem meinen wir auf dem beschilderten Felsen eine Figur in einer Art Strahlenkranz erkennen zu können.
Die "Aldeias Históricas de Portugal", wie die historischen Dörfer in Landessprache heißen, sind eine Vereinigung von zwölf mittelalterlichen, geschichtsträchtigen Dörfern im Land. Die EU stellte sie inzwischen unter Denkmalschutz, um sie vor Verfall zu schützen. Die Einwohner leben heute hauptsächlich vom Tourismus und führen kleine Restaurants und Pensionen. In der Umgebung wurden Wander- und Fahrradwege angelegt.
Wir besuchen zwei der zwölf Dörfer in der Serra da Estrela:
Wir erreichen das kleine Dorf Castelo Rodrigo am Abend. Von dem vor den Toren der Burg auf über 800 m gelegenen Wohnmobilstellplatz hat man einen fantastischen Ausblick auf die Gegend.
Das bekannteste Bauwerk ist die Burg. Es ist eins von diversen denkmalgeschützten Bauwerken. Der Ort soll knapp 500 Einwohner haben, die aber wohl nicht im alten Ortskern, sondern eher im Umland leben, den wir bekommen fast niemand zu Gesicht.
Eines der schönsten Wohnmobilstellplätze dieser Reise:
Dieser kostenlose Stellplatz hat einfach alles, was man sich wünscht. Toller Ausblick, kostenloser Strom, Ver- und Entsorgung und man ist in ein paar Minuten im Zentrum.
Vielen Dank an die Gemeinde für diesen tollen Platz!
Der Ort blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück, in der mal die Lusitaner, die Römer, Goten oder Araber dominierten.
Am nächsten Morgen würden wir gerne Frühstücken gehen, aber jetzt Anfang Februar hat das kleine und einzige Bistro leider geschlossen.
Trotzdem ist dieser kleine Ort wirklich einen Abstecher wert!.
Die kleine Festungsstadt aus dem Jahr 1310 liegt nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Die große Stadtmauer bildet aus der Luft betrachtet einen zwölfzackigen Stern. Direkt vor den Toren der Festungsanlage gibt es einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz:
Wir machen einen kleinen Spaziergang durch die Gassen, in denen es früher alles gab, was man zum Leben brauchte. Das Militärmuseum hat leider geschlossen.
Das Dominikanerkloster Santuario de Nuestra Señora de la Peña de Francia auf dem Berg Peña de Francia ist der Mariengeburt geweiht und liegt kurz hinter Grenze bereits in Spanien.
Im Winter sind die Straße auf dem Berg kaum zugänglich, aber Sommer kommen hier viele Pilger. Wer es die Serpentinen hinauf geschafft hat, wird mit einem atemberaubenden Blick belohnt. Wir können hier oben Gänsegeier beobachten, die ohne einen Flügelschlag im Aufwind in die Höhe steigen.
Kurz vor der spanisch/portugiesischen Grenze übernachten wir in Gallegos de Argañán (Spanien) auf einem kleinen, offiziellen, kostenlosen Wohnmobilstellplatz an einem Schwimmbad:
N23/11.900
Besuche seit 1.4.24: / 1.1.25: 947 /1.1.26: 2118
keine ZM-M
Besuche seit 15.1.23: / 1.1.25: 5939/ 1.1.26: 8233
11/25: gelöscht 5952a80f94ce4df0b78399445d0e37a6