Ardeche - "Domaine de Baffie"

Von Florac in den Cevennen nach Les Ollières sur Eyrieux in der Ardeche

Heute geht es für uns von den Cevennen in die Ardeche. Dort wollen wir Christine und Pierre aus Belgien besuchen, die wir auf unserer Nordlandtour im letzten Jahr kennengelernt haben und die gerade in ihrem Ferienhaus in der Ardeche sind.

 

Auch die Ardeche wird dominiert von kleinen Dörfern entlang enger und steiler Strasse. Je weiter uns unser Weg führt, umso weniger spektakulär sind allerdings die Schluchten, immer mehr weichen sie breiten Tälern.  Bis in die Mitte des letzten Jahres blühte hier die Landwirtschaft. Riesiege Mengen von Kastanien wurden geerntet, Pfirsich- und Kirschbäume lieferten Obst für Kunden bis hin im entfernten Paris.

 

Wichtig waren aber auch Maulbeerbaumplantagen, die das Futter für Seidenraupen lieferten und die damit die Basis der hiesigen Seidenproduktion bildeten. Zuerst kam die Seidenproduktion durch Krankheiten, dann aber auch durch die zunehmende Konkurrenz günstigerer Importseide aus Asien in die Krise. Dann ruinierte ein Pilz die Kastanienerten. Die Region verarmte. Viele Menschen zogen weg, wovon noch heute viele verlassenen Häuser zeugen. Erst Gegen Ende des letzten Jahrhunderts brachte der Tourismus wieder einen gewissen Aufschwung.

 

Gegen Abend erreichen wir nach einigem Suchen in der Nähe des Ortes Les Ollières sur Eyrieux die "Domaine de Baffie", das Ferienhaus unserer belgischen Bekannten. Eigentlich handelt es sich dabei um ein aus mehreren kleinen Häusern, Scheunen und Anbauten bestehendes Gebäude, dessen ältester Teil bis ins 17. Jahrhundert zurück datiert und das typisch für die Region ist. In der Scheune wurden früher Seidenraupen gezüchtet. Noch heute erinnert viel daran, unter anderem sind Überreste der Beheizung zu sehen, den Seidenraupen brauchen viel Wärme.

 

Update: Bei einem erneuten Besuch begleiten wir Christine beim Einkaufen. Die Auslage der kleinen Metzgereien überzeugt uns, auf dem Markt bieten regionale Produzenten ihre Produkte an. Hier kann man nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Honig, Nüsse oder die biologisch angebauten Produkte einer landwirtschaftlichen Kommune kaufen. Ein paar Brocken Französisch erleichtern die Verständigung, sind aber nicht notwendig. Man kann sich ja immer noch mit Händen und Füßen unterhalten.

 

Unser Stellplatz:

  • privat bei Christine und Pierre

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