Die italienischen Alpen im Herbst

Mit dem Wohnmobil durch die Dolomiten zu den oberitalienischen Seen


Dolomiten

Die Gebirgsgruppe der Dolomiten gehört den schönster Regionen der Alpen ....

Die Gebirgsgruppe der Dolomiten gehört zu den Kalk- oder auch Südalpen und liegt in Norditalien. Klar unterscheidet sie sich von den Alpenregionen, die wir bis hierher durchfahren haben, den schroff und steil, fast senkrecht, erheben sich die Gipfel aus den tiefer gelegenen Almflächen. Uns fällt auf, dass im Gegensatz zu unserer Reise in 2016 die Gipfel praktisch eisfrei sind; der lange, warme Sommer 2018 scheint den Gletschern den Rest gegeben zu haben. Nichtsdestotrotz - das Panorama ist grandios.

 

Leider scheint unser Paul überwältigt vom rauf und runter der letzten Tage. Schon länger beunruhigen uns die Geräusche unserer linken Hinterradbremse und so entscheiden wir das Wochenende auf dem Stellplatz von Corvara zu verbringen, um am Montag direkt in die Werkstatt zu fahren.

 

Glücklicherweise hat der Mercedes- Service in Meran kein Problem mit unangekündigten Kunden und so können wir schon am späten Nachmittag unseren Paul mit zwei neuen Bremsscheiben und neuen Bremsbelägen wieder in Empfang nehmen, nachdem wir in der Zwischenzeit zu Fuß Meran erkundet haben.

 

Unsere Stellplätze:

  • Arabba: Stellplatz nahe dem Ortszentrum, außerhalb der Saison gebührenfrei, in der Saison 2018: € 20,--  (N 46°29'49", O 11°52'38")
  • Corvara: Stellplatz oberhalb der Liftstation (N 46°32'27", O 11°53'02")

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Nonstal und Val de Sol: Äpfel und Wein

Von Meran geht es für uns weiter durch das Nonstal und das Val de Sol in Richtung Westen. Bereits kurz hinter Meran verlassen wir das deutschsprachige Südtirol. Die Beschilderung entlang der Straßen ist nun wieder rein italienisch und nicht mehr zweisprachig.

 

Die Region wird stark vom Apfelanbau dominiert; die Ernte ist in vollem Gange. Je weiter wir gen Westen kommen, um so häufiger weichen die Apfelplantagen aber dem Weinbau. Besonders im Val de Sol zeigt sich deutlich, wie wichtig hier der Wintertourismus ist. Überall wird gebaut - man bereitet sich auf die kommende Saison vor. Ansonsten erscheinen die Wintersportorte aber, wie bereits in den Dolomiten, fast wie ausgestorben.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Castelfondo: Stellplatz mit allem Komfort oberhalb des Orts; 2018: € 15,-- zahlbar am Automaten (N 46°27'29"; O 11°07'54")
  • Aprica: Stellplatz hinter Pizzaria; 2018: € 6,-- zahlbar am Automaten (N 46°09'22", O 10°09'55")

Die Oberitalienischen Seen und Cannobio

Landschaftliche Idylle: der Comer See
Landschaftliche Idylle: der Comer See
Altstadt von Cannobio
Altstadt von Cannobio

Am Südrand der Alpen reihen sich in Ost-West Richtung die Oberitalienischen Seen aneinander. Diese Seen sind durch die Wirkung eiszeitlicher Gletscher entstanden und heute beliebte Urlaubsziele. Wir kommen auf unserer Tour am Comer See und Luganer See vorbei, bevor wir in Cannobio am Lago Maggiore unser Lager aufschlagen.

 

Cannobio liegt am Westrand des Sees in der italienischen Region Piemont.

 

 

 Der Ortname geht wohl auf den lateinischen Begriff für "Grenzland" zurück und das trifft es noch heute, ist doch Cannobio die erste größere Ortschaft hinter der Grenze zur Schweiz.

 

Die Altstadt ist nett und lädt zum Bummeln und Einkehren ein, aber auch das Umland lohnt eine Erkundung. Entlang des Flusses Cannobino gelangt man beispielsweise zur Grotto St. Anna mit der gleichnamigen oberhalb der Grotte gelegenen Kapelle aus dem 17. Jahrhundert.

 

Direkt am Fluss liegt auch der örtliche Stellplatz, der zwar etwas teuer, aber wirklich sehr schön ist Auf der Mauer am Fluss tummeln sich aufgrund der sommerlichen Wärme Mauereidechsen.

 

Unser Stellplatz:

  • Cannobio: Stellplatz am Fluss mit VE, Strom, 2018: € 16,-- zahlbar am Automaten (N 46°03'42", O 8°41'32")

Auch die angrenzenden Täler rund um Cannobio lohnen es, erkundet zu werden. Wir folgen der SP75 durch eines dieser Täler weiter in Richtung Schweiz. Steile, für größere Wohnmobile meist ungeeignete Straßen führen hinauf zu hoch oben gelegenen kleinen Ortschaften.

 

Kurz vor der Grenze, bietet es sich an, in die Domodossola die Vorräte aufzufüllen. Das Preisniveau ist in Italien doch deutlich niedriger als in der Schweiz. Beim Einkaufen sollte man allerdings die Zollbestimmungen der Schweiz im Auge behalten, gehört diese doch nicht zur EU. Der freundliche schweizer Zöllner möchte kurz später auch nicht nur wissen, wieviel Alkokohl wir dabei haben, sondern auch ob wir größere Mengen an Fleisch einführen möchten.

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Fotogalerie: Die Oberitalienischen Seen und Cannobio


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Ronco - ein Ort am Hang

Blick auf den Lago Maggiore
Blick auf den Lago Maggiore
Ronco
Ronco

Ronco liegt oberhalb von Cannobio am Lago Maggiore und ist eigentlich kein richtiger Ort, sondern eine Ansammlung von etwa 20 Häusern, die am Hang zu kleben scheinen. Mit dem Auto kommt man nicht hierher. Fremde können den beschaulichen Weiler nur über einen steilen Fußweg erreichen; für Anwohner gibt es einen kleinen Personenaufzug. Hier oben leben Individualisten, darunter einige Künstler. Ronco lag einst direkt an einer Schmuggelroute. Heute zeugt nur noch der Wanderweg quer durch den Ort und das ehemalige Zöllnerhaus davon.

 

Das Zöllnerhaus ist heute das Domizil von Simone aus Heidelberg und ihrer Familie, die das alte Gebäude mit viel Liebe zum Detail restauriert hat. Simone sitzt durch Zufall in Cannobio im Restaurant "Paul", das uns aufgrund seines Namens angezogen hat, am Nebentisch. Und wie es der Zufall so will: Wir kennen Simone. Sie ist seit übe 30 Jahren Michaels Zahnärztin. Die Welt ist bekanntlich sehr klein.

 


Fantastische Aussichten auf dem Simplonpass

Fantastische Aussichten auf dem Simplon
Fantastische Aussichten auf dem Simplon

Der Simplon Pass liegt auf 2005m Höhe und  verbindet den Kanton Wallis von Brig aus mit dem Val Divedro und Domodossola in Oberitalien und ist ganzjährig geöffnet.

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Der Simplonpass liegt in den Walliser Alpen und verbindet das Val d’Ossola in Italien mit dem Schweizer Kanton Wallis. Der alte, auf einer Strecke von über 35 Kilometern erhaltene Saumpfad, auf dem Waren per Maultier über den Pass gebracht wurde, gewann im 17. Jahrhundert an Wichtigkeit für den Salzhandel bevor Napoleon zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Straße zum Transport von militärischem Gerät befestigen ließ. Auch im zweiten Weltkrieg war der Pass von strategischer Bedeutung. Nach heute erinnert der im Jahr 1944 als Symbol der Wachsamkeit derrichtete "Simplon-Adler" als steinernes Monument an diese Zeit.

 

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildet nun der Simplontunnel eine wintersichere Alternative zur Passstrecke. Der knapp 20 Kilometer lange Eisenbahntunnel verbindet die Schweiz und Italien; Fahrzeuge müssen verladen werden. Trotzdem ist die Route über den auf etwa 2000m Höhe gelegene Pass auch heute eine wichtige Transitstrecke für den Schwerverkehr.

 

Wer sich ohe Not (das heißt, solange der Pass nicht auf Grund von Schnee oder schlechtem Wetter gesperrt ist) für die Eisenbahn entscheidet, verpasst unserer Meinung etwas. Auch wenn täglich zehntausende Fahrzeuge über den Pass donnern, erstreckt sich rechts und links der Strecke eine unglaubliche und praktisch unberührte Landschaft. Vereinzelt schlängeln sich Wanderwege durch die Natur. So kann man beispielsweise dem als "Stockalperweg" bezeichnete "Schweizer Kulturwanderweg" von der Gemeinde Brig über den Simplonpass bis in das Bergdorf Gondo folgen.

 

Auf der Passhöhe und den anderen Parkplätzen auf der Strecke scheint das Übernachten zumindest außerhalb der Saison toleriert zu werden, aber erst spät in der Nacht wird es auf der Straße ruhiger. Uns entschädigt die fantastische Aussicht.

 

Unser Stellplatz:

  • Simplonpass: Parkplatz auf der Passhöhe (N 46°14'45", O 8°01'26")

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Fotogalerie: Lago Maggiore



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