Karlskoga - Nobelmuseum

Nicht das Turbinenrad ist hier wichtig: Bitte das Schild im Vordergrund beachten!

Foto oben:
Nicht das Turbinenrad ist hier wichtig: Bitte das Schild im Vordergrund beachten!

 

Eigentlich ist heute ein Fahrtag, denn unser nächstes Ziel ist der Tiveden-Nationalpark nahe des Vätternsees. Bei der Durchfahrt von Karlskrona fällt uns aber das Schild "Nobelmuseet" auf und Michael meint, wir sollten uns doch auch einmal mit etwas anderem als mit alten Steinen und Vogelbeobachtungen beschäftigen.

 

Kurz entschlossen drehen wir um und sind wie so oft in Schweden überrascht. Erst einmal, weil vor dem Museum auf dem kleinen Parkplatz drei Busse stehen, in die gerade Massen von Chinesen einsteigen, und wir uns überlegen, ob wir hier vielleicht bei einer DER Sehenswürdigkeiten Schwedens gelandet sind, dann weil das Museum teilweise frei und kostenlos zugänglich sind.

 

Wir erfahren, dass der Stifter des Nobelpreises, Alfred Nobel, in Karlskrona 1894 (zwei Jahre vor seinem Tod) das Unternehmen Bofors, einen Hersteller von Kanonen,  gekauft und zumindest zeitweise im angrenzenden Landhaus gelebt hat. Der Kauf das Rüstungsunternehmens passt nicht so ganz in das Bild, das Nobel in seinen späten Lebensjahren von sich zeichnen wollte. Er war sehr daran interessiert, dass die Nachwelt sich seiner in einem positiven Sinn und nicht nur als Erfinder das Dynamits erinnert und sprach sich gegen den Krieg aus, förderte Friedensbewegungen und auch die Gründung der Nobelstiftung sollte hierzu beitragen. Auch wenn Nobel sich nur eine kurze Zeit seines Lebens in Karlskrona aufhielt, wurde dies in einem Erbstreit nach seinem Tod wichtig, da hier sein Wohnsitz zur Debatte stand. Das französische Gericht entschied, dass dieser in Karlskrona zu finden ist, da Nobel hier seine Pferde (Orlow-Traber)  untergebracht hatte.

 

Unser Stellplatz:

  • Tiveden: in der Nähe des Nationalparks (mehr dazu im morgigen Blog) - freie Übernachtung

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