Wer nach Südfrankreich oder Spanien unterwegs ist, steht vor der Frage, welche Route die beste Wahl ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Mautstrecken sind komfortabel, aber sehr teuer. Auf den mautfreien Routen spart man zwar Geld, muss jedoch deutlich mehr Zeit einplanen.
Was ist die bessere Wahl?
Hier 4 Routenvorschläge:
Zunächst lohnt es sich zu überlegen, die deutschen Autobahnen so weit wie möglich zu nutzen. Für Wohnmobile bis 7,5 Tonnen sind sie kostenfrei und in der Regel hervorragend ausgebaut. Besonders empfehlenswert ist die A5 bis Freiburg. Dort bietet sich ein letzter Stopp in Deutschland an, denn in dieser Region gibt es zahlreiche attraktive Stellplätze.
Von Freiburg bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Wähle eine aus:
Wir sind sie in den letzten Jahren oft an das Mittelmeer oder nach Spanien gefahren und haben so einiges ausprobiert:
Am Schnellsten geht es wahrscheinlich über die teuren Autobahnen in Frankreich. Man fährt in Mühlhausen über die Grenze in unser Nachbarland. Über Besançon geht es auf der A36 bis Beaune und weiter geht über A6 und A7 in den Süden.
Ein großer Vorteil der Maut in Frankreich ist, dass man nichts vorbereiten muss. Man zieht ein Ticket und zahlt es am Ende der Teilstrecke.
Der große Nachteil ist allerdings der Preis. Es gibt mehrere Preisklassen. Die wichtigsten Klassen für uns Wohnmobilfahrer sind:
Zu dieser Klasse gehören wohl die meisten Wohnmobile unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, die nicht höher als 3 Meter sind.
Zu dieser Klasse gehören eigentlich alle Fahrzeuge, die über 3.5 Tonnen sind!
Aber Achtung: das ist nur zum Teil richtig.
Die Einstufung am Ticketautomaten erfolgt scheinbar ausschließlich über die Höhe. So kann es sein, dass Fahrzeuge, die unter 3,5 Tonnen, aber über 3 Meter hoch sind, in Kategorie 3 eingestuft werden. Hier gibt es die Möglichkeit, sich an der Ticketsäule mit einem Mitarbeiter verbinden zu lassen, der einen dann auf Kategorie 2 herunterstufen kann.
Auf der anderen Seite kann es sein, dass man – obwohl über 3,5 Tonnen, aber unter 3 Meter hoch – fälschlicher Weise in der günstigeren Kategorie 2 eingestuft werden. Man muss es mit seinem Gewissen vereinbaren, den günstigeren Preis zu zahlen. Wir sind oft versehentlich in die günstigere Klasse eingestuft worden und haben es als Geschenk betrachtet.
Kostet die Fahrt mit dem PKW zum Beispiel 100 €, kostet sie in Kategorie 2 rund 50% mehr und in Kategorie 3 sogar deutlich mehr als das doppelte, also über 200 €. So kann eine Fahrt von Freiburg bis an die spanische Grenze schnell 200 € kosten.
Hier kann man die Maut berechnen lassen: hier
Die kürzeste Strecke führt wohl über Schweiz. Über Basel, Bern geht es entlang des Genfer Sees Richtung Genf. Wer nicht im Winter fährt, für den geht die Reise weiter fast bis Grenoble und über Valence in den Süden. Diese Strecke bietet sich allerdings nur an, wenn kein Schnee liegt oder zu erwarten ist.
Liegt Schnee, kann man vor vor Genf Richtung Genf Flughafen nach Westen abbiegen und fährt z.B. über die französische (mautpflichtige) Autobahn Richtung Lyon. So haben wir das letzte Mal gemacht und man muss sagen, die Strecke hat uns viel besser gefallen, als die doch öde Strecke über die Autobahn in Frankreich.
Von der Schweizer Autobahn kommt man automatisch auf die französische, mautpflichtige Autobahn. Wer dort nicht drauf möchte, kann allerdings noch rechtzeitig abfahren. Wir sind geblieben und bis Lyon auf der kostenpflichtigen Autobahn weitergefahren. Anfangs geht es durch Berge, aber man kommt nur einmal kurz über 600 Meter. Von Schnee war weit und breit nichts zu sehen.
Da wir 3 Meter hoch sind, hat uns der Ticketautomat (richtigerweise) in Kategorie 3 gesteckt – das Ticket kostete knapp 40 €. Zuerst waren wir geschockt, aber als wir uns den Mautpreis für die Autobahnfahrt durch Frankreich im Netzt kalkulieren ließen, haben wir festgestellt, dass es trotzdem noch ein gutes Stück günstiger war – und die Fahrt war wirklich schön. Und man muss ja nicht die ganze Strecke über die teure Autobahn fahren und kann schon früher Richtung Süden abbiegen.
Die Autobahnen bzw. Straßen in der Schweiz sind mautpflichtig.
PKW und Wohnmobil unter 3,5 Tonnen:
Wer an eine Fahrt durch die Schweiz denkt, dem fällt gleich die Vignette in der Schweiz ein. Sie kostet rund 40 Schweizer Franken, also ca. 43 €. Wer schon eine gültige Vignette hat, für den ist die Strecke durch die Schweiz eine echte Alternative.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen:
Wer mit einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen in der Schweiz unterwegs ist, braucht keine Vignette, sondern muss die sogenannte Schwerlastabgabe zahlen. Man kann diese quasi als 10-er Karte, also für 10 Tage kaufen, die dann in den nächsten 12 Monate gültig sind. Preis pro Tag: ca. 3.5 €. Wer also noch welche hat oder noch vor hat, in den kommenden 12 Monaten in die Schweiz zu fahren, für den ist diese Route auch eine Alternative.
Wir hatten auf der letzten Fahrt noch gültige Schwerlastabgabe von unserer letzten Schweizreise, die Fahrt durch die Schweiz hat uns also nur 3,5 € gekostet.
Update zur Schwerlastabgabe:
Zum 1.1.2025 hat die Schweiz die 10-er Karte abgeschafft. Man kann jetzt nur noch tageweise buchen, es gibt allerdings eines Minimalbetrag von 25€.
Auch gibt es die App nicht mehr. Es gibt nur noch eine online-Registrierung: hier
(alle Angaben natürlich ohne Gewähr)
Eine mautfreie Strecke ist deutlich länger und man sollte mindestens die anderthalbfache Fahrzeit einplanen.
Die einfachste Route von Freiburg nach Spanien führt über Mulhouse nach Besançon und weiter über Clermont‑Ferrand bis zur Küste.
Die Strecke verläuft von Mühlhausen an der deutschen Grenze über gut ausgebaute Nationalstraßen bis nach Clermont‑Ferrand. Unsere Fahrt war angenehm und entspannt: Das Verkehrsaufkommen hielt sich in Grenzen, und nur die Kreisverkehre bremsten uns aus.
Von Clermont‑Ferrand bis Béziers sind die rund 300 km auf der A75 gebührenfrei – lediglich an der berühmten Brücke von Millau wird eine Maut erhoben. Die alternative Umfahrung ist lang und kurvenreich und lohnt sich kaum. Empfehlenswert ist daher, auf der Autobahn zu bleiben und die kurze Mautstrecke zu akzeptieren.
Mautfrei durch Frankreich zu reisen ist nicht ganz unkompliziert – besonders mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen. Diese müssen mit dem „Toter‑Winkel“-Aufkleber versehen sein, wodurch sie sofort als schweres Wohnmobil erkannt werden.
Und das macht die Sache schwierig, leider sind viele Straßen und Ortsdurchfahrten in Frankreich nur für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen erlaubt. Ausgewiesene Umleitungen führen dann oft über die mautpflichtigen Routen. Autobahnen um große Städte wie z.B. Lyon sind allerdings mautfrei.
Das beste ist, sich eine „sinnvolle“ Strecke auszuarbeiten, die aus einer Mischung von mautfreien Autobahnen, viel Nationalstraßen und vielleicht auch der einen oder anderen kurzen Mautstrecke besteht.
Leider helfen Google Maps oder ein Navigationsgerät nicht wirklich weiter. Nutzt man Google Maps, kann es schwierig werden, eine vernünftige Route zu finden. Diese Apps bietet zwar die Option, die Mautstraßen zu vermeiden, aber das hilft nicht wirklich. Wählt man diese Option, wird man über kleine Straßen, durch Wohnviertel oder Industriegebiete geleitet. Eine wirklich sinnvolle Umleitung ist das oft nicht. So ähnlich navigiert uns ein Navigationssystem.
Mehr Sinn macht gutes Kartenmaterial und eine Planung der Route vor der Fahrt.
eine einfache Karte:
Michelin - Karte Frankreich - Maßstab 1:1.000.000
oder mit einer größeren Vergrößerung:
MARCO POLO - Reiseatlas Frankreich - Maßstab 1:300.000
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Für den, der am Rechner die Route ausarbeitet, gibt es noch einen kleinen Trick. Man gibt die Fahrstrecke ein und wechselt zwischen "mit Maut" und "ohne Maut" ein paar Mal hin und her. Geht man bei "ohne Maut" jetzt etwas näher dran, sieht man auf der Strecke viele kleine, weißte Punkte auf der Karte. Das sind Kreisverkehre oder Kreuzungen. Viele weiße Punkte konzentriert auf eine Stelle heißt viele Kreisverkehre, Kreuzungen oder Abbiegungen. Hier sollte man schauen, ob es vielleicht eine bessere Strecke über eine Nationalstraße oder eine kurze Mautstrecke gibt, die einem das Leben dann deutlich vereinfacht.
Es lohnt sich ein wenig Vorbereitung, denn man kann viel Geld und Zeit sparen.
Immer wieder werden wir gefragt, ob wir in der Nähe von Lyon einen Stellplatz wüßten.
Wir haben gute Erfahrungen mit diesem kostenfreien Platz östlich von Lyon gemacht:
aire de services camping-car Balan
Unsere Wohnmobil-Stellplatz-Empfehlung:
Wir sind die Strecke in den Süden schon oft gefahren. Bis Lyon ist die Fahrt immer eine Qual - landschaftlich nicht wirklich reizvoll und stinklangweilig. Wir haben schon Abstecher durch den wirklich schönen Französische Jura und die Route Napoleon gemacht oder sind über die Schluchten der Tarn und die Ardeche gefahren. Am häufigsten sind wir allerdings über die Camargue gefahren, die für uns immer einen mehrtägiger Stopp wert ist.
wähle aus:
wähle ein Ziel:
Hier ein paar Ideen für längere Touren:
und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht viele praktische Helfer. Unsere seit Jahren erprobtes Zubehör machen den Reisealltag deutlich leichter. Wähle unter diesen Themen:
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Afrika
Amerika
Asien
keine ZM
Aus der Ferne betrachtet ist der einzelne Star eher unscheinbar. Erst im Schwarm wird er zur spektakulären Erscheinung, dann, wenn sich das Einzelwesen im Kollektiv verliert und wir Menschen nicht verstehen können, wie eine Gemeinschaft von Hunderten und Tausenden von Individuen derart synchron reagieren können, dass die Menge aussieht wie eins.
Aventoft ist ein winziger Ort an der deutsch-dänischen Grenze. Im Frühjahr und im Herbst kommen Vogelfreunde in Scharen hierher, um den Staren beim Tanzen zuzusehen.
Unweit des Örtchens Aventoft kann man jedes Jahr im Frühjahr und Herbst an der deutsch-dänischen Grenze Zeuge dieses Spektakels werden, das hier "Schwarze Sonne" (dänisch: "Sort Sol" genannt wird.
Jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang fallen hunderttausende von Staren in die Marschen ein, um dort gemeinsam geschützt die Nacht zu verbringen. Beim Anflug führen die Schwärme ein regelrechtes Flugballett auf und verdunkeln zeitweise fast den Himmel.
Das Marschgebiet entlang der Grenze bietet den Vögeln reiche Nahrung und so zieht es sie immer wieder hierher, um sich vor der Brutsaison und vor dem Winter noch einmal ordentlich Gewicht anzufressen.
Stare sind Teilzieher, das heißt, nicht alle Exemplare ziehen in den Süden. Vor dem Zug sammeln sie sich in Schwärmen. Sind im Frühsommer die ersten Jungvögel ausgeflogen, finden sie sich bereits jetzt schnell zu ersten Schwärmen zusammen, die gemeinsam gerne in Obstplantagen und Weinbergen einfallen.
Wir waren bereits mehrere Male hier. Leider hatten wir nie gutes Wetter, sodass gute Fotos Mangelware sind. Aber mit dem Fernglas oder dem Spektiv sind die Stare immer ein Spektakel.
Siehe Foto: Das sind alles Stare!
Wir waren bisher Ende September und Ende August dort. Ende August gibt es schon viele Stare und es lohnt sich ein Abstecher. Ende September aber gibt es große Schwärme. Dies ist unserer Erfahrung eine gute Zeit. Aber auch im Frühjahr (März bis April) soll man die Schwärme gut sehen können.
Dann stellt man sich eine Stunde vor Sonnenuntergang an die Straße. Erst kommen die Stare in kleinen Gruppen, die immer wieder im Schilf landen und wieder aufsteigen. Später werden es immer mehr. Große Schwärme entstehen, die dann die berühmten Formationen fliegen. Ein echtes Spektakel. Manchmal versucht ein Greifvogel, meist eine Rohrweihe, in einem Schwarm Beute zu machen - meist vergeblich.
Mitten in Aventoft gibt es einen großen Parkplatz nur wenige Meter neben dem Deich. Am Abend treffen sich hier hunderte (tausende) Menschen, um von hier das Spektakel zu erleben. Zu tausenden fallen hier die Stare direkt hinter dem Deich ein (Foto):
Zur Hochsaison kommen einige Busse aus Dänemark hierher.
Wer dieser Menschenmasse aus dem Weg gehen möchte, kann von den Straßen außerhalb des Ortes einen Platz finden. Wir waren bisher immer hier. Aber wer glaubt, hier ist man alleine, der täuscht.
Es gibt auch noch in der weiteren Umgebung Orte, an denen man sich das Schauspiel anschauen kann. Zum Beispiel:
hat man noch gute Chancen die Schwärme der Singvögel zu beobachten.
Interessierte, die sich vor Ort nicht so auskennen, bekommen Informationen über gute Aussichtspunkte und Führungen zum Tanz der Stare in den Tourist-Infos, zum Beispiel beim Infozentrum Wiedingharde in Klanxbüll oder in den Touristinformationen in Dagebüll und Niebüll.
Es gibt eine ganze Reihe von Stellplätzen in der Gegend. Wir haben bisher diesen genutzt. Er liegt etwa 7 Kilometer östlich von Aventhoft:
Das Video ist leider unter sehr schlechten Aufnahmebedingungen aufgenommen worden. Es war dunkel, zum Teil regnete es. Aber es zeigt schon, wie das Spektakel aussieht.
Auch am Federsee bei Bad Buchau nördlich des Bodensees ist ein exzellentes Gebiet, um die Flugshow der Stare zu sehen. Aber hier gibt es im Herbst und Frühjahr viel mehr zu sehen:
Hier an der österreichisch / ungarischen Grenze kann man im Herbst auch gut die Stare beobachten:
Kaum zu glauben, aber Rom hat im Herbst ein paar Millionen Vögel über der Stadt – ein phantasievolles Naturphänomen zu beobachten.
Leider haben wir dieses Schauspiel noch nicht gesehen, aber wer zu dieser Zeit dort ist, wird es erleben.
Der Star zählt zur Gattung der Sperlingsvögel. Sein lateinischer oder wissenschaftlicher Name lautet „Sturnus vulgaris“.
Der Star ist in Mitteleuropa ein weit verbreiteter Brutvogel und ist ein bekannter Brutvogel in Deutschland. Aber auch außerhalb Europas hat sich der Vogel etabliert. So ist er auch in Australien, Südafrika oder auch in Nordamerka zuhause.
Er brütet unter anderem in Gärten, in verschiedenen Wäldern und Parks, gern in der Nähe von Wiesen, aber immer da, wo auch andere Stare brüten.
Außerhalb der Brutsaison sind die Stare hauptsächlich im Schwarm unterwegs. Im Herbst finden sich bis zu 200.000 Individuen zählende Schwärme zusammen, die zusammen dann abends in die Schlafplätze (meist Schilf) einfallen.

Der Star ist ein eher mittelgroßer Vogel und ist etwas kleiner als eine Amsel. Er hat aber einen etwas kürzeren Schwanz als diese.
Der Star hat ein auffälliges Federkleid. Das Gefieder ist hauptsächlich dunkel und schimmert – zumindest bei Männchen – im Licht in allen Farben. Im Schlichtkleid sind sie mit vielen weißen Flecken übersät. Die Flecken stammen von hellen Federspitzen.
Die Weibchen der Stare etwas kleiner und zierlicher als die Männchen. Die Kleider der Weibchen sind eher schlicht und bräunlich, aber auch sie haben die typischen weißen Punkte.
Der Gesang ist nicht so melodiös wie bei Rotkehlchen, Amsel oder Nachtigall, sondern klingt eher schnalzend, quietschend, schmatzend und habt ein reiches Repertoire an Lauten. Daneben verfügen die Stare auch über verschiedene melodisch klingende Motive.
Außerdem imitieren Stare alles, was sie hören. Das Quaken der Frösche, das Bellen der Hunde, das Glockengeläut der Kirche oder Alarmanlagen gehören zu ihrem Repertoire. Auch andere Vogelstimmen ahmen sie nach.
Der Star brütet in Höhlen, wobei er oft Zweitmieter anderer Höhlenbrüter ist. Leider werden natürliche Bruthöhlen - also alte Bäume mit Löchern - immer seltener, sodass Stare immer mehr Schwierigkeiten haben, einen geeigneten Nistplatz zu finden. Daher werden heute auch Dachgauben oder Dachvorsprünge von Wohnhäusern, Stallungen oder Scheunen als Brutplatz genutzt. Gerne nimmt er auch Nistkästen an, aber nur, wenn auch andere Nistkästen mit Artgenossen in der Nähe sind.
In der Regel brüten sie zweimal im Jahr.
Viele der deutschen Stare bleiben über Winter heute hier in Deutschland. Der Vogel hat sich vom Zugvogel langsam zu einem Teilzieher entwickelt, d. h. ein Teil der Vögel bleibt hier, ein anderer zieht in den Süden. Man kennt das von vielen Singvögeln in Deutschland, so ziehen weibliche Buchfinken in den Süden, die Männchen bleiben hier.
Beim Anblick der riesigen Starschwärme sollte man nicht glauben, dass die Population der Stare in ganz Europa in den letzten Jahrzehnten um 75 Prozent abgenommen.
In den 60er-Jahren wurde noch alles versucht den Stachus in München von Staren zu befreien, heute findet man dort keinen einzigen mehr.
Noch zählt er mit rund 3 Millionen Brutpaaren in Deutschland zwar zu den häufigsten Vogelarten, doch der Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten erschreckend stark zurückgegangen. In der Roten Liste für Deutschland ist der Star inzwischen auf „gefährdet“ hochgestuft.
Ein Grund für den Rückgang ist das Finden geeigneter Nistplätze. Aber auch Futter ist ein Problem. Intensive Landwirtschaft sorgt davor, dass Wiesen, Weiden und Hecken immer mehr verschwinden. Dadurch fehlen dem Vogel genügend Insekten, Kleintiere und Beeren.
Nach der Brut, vor allem aber im Herbst, sammeln sich Stare in großen Schwärmen. Diese können großen Schaden anrichten, denn Stare lieben Obst. Obstbauern schützen ihre Bäume durch Netze, sodass die Stare nicht an das Obst kommen. Auch werden die Schwärme mit Böllern aus den Obstplantagen gejagt.
Wir haben am Neusiedler See beobachtet, wie die großen Schwärme mit kleinen Flugzeugen gejagt aus den Plantagen werden.
Es wird vermutet, dass ein Star sich innerhalb des Schwarms an bis zu sieben Vögeln in seiner Umgebung orientiert. Er versucht immer, zu diesen Bezugs-Vögeln die gleiche Position einzuhalten. Dabei sieht der Star ca. 150 Bilder pro Sekunde, also rund 10 mal mehr als der Mensch.
Warum machen die Stare das?
Man hat beobachtet, dass, wenn ein Feind (Greifvögel wie Falken, Habicht oder Weihen) in einem Schwarm versucht Beute zu machen, der Schwarm dann so verdichtet wird, dass der Greifvogel wohl nicht mehr mit den Flügeln schlagen kann und unten so wieder aus der Wolke heraus fällt.
klicke auf ein Fähnchen:
VG23/10.077
Besuche seit 6.2.23: / 1.1.25: 2161 / 1.1.26: 3110
keine ZM
Besuche seit 10.12.25 / 1.1.26: 76