Einmal rund um Spanien und Portugal

Mit dem Wohnmobil einmal um die Iberische Halbinsel


Wußtest Du das schon?

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Start: Wir sind unterwegs in Richtung Iberische Halbinsel

Kanal mit Schleuse und Stellplatz (mit VE und Strom) im Hintergrund.
Kanal mit Schleuse und Stellplatz (mit VE und Strom) im Hintergrund.

Unsere diesjährige Winterreise führt uns auf die Iberische Halbinsel. Wie immer soll unser Fokus dabei auf Naturbeobachtungen außerhalb der touristischen Hochburgen liegen.

 

Wir haben für die Anreise  einen zusätzlichen Tag eingeplant und lassen uns von unserem Navi mautfrei durch Frankreich führen. Die Strecke führt von Mühlhausen über gut ausgebaute Nationalstraßen bis nach Clermont-Ferrand, von wo die Autobahn A75 Richtung Süden bis auf eine kurze Unterbrechung bei Millau gebührenfrei ist. Die Fahrt ist relativ entspannt, da sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen  hält und glücklicherweise nur wenige Kreisverkehre unsere Fahrt bremsen. Bei Belfort geraten wir aber in eine Verkehrskontrolle. Die Polizei bittet Kleinlaster und Gespanne zur Gewichtskontrolle. Uns winkt man aber einfach vorbei.

 

Die erste Nacht verbringen wir auf einem Stellplatz an einer Marina bei Beaulon an einem Kanal. Nicht weit entfern fließt die Loire, der größte zum Atlantik strömende Fluß Frankreichs, die von ihrer Quelle im Zentralmassiv zuerst im Wesentlichen in Süd-Nord-Richtung fließt, um bei Orléans ihre gen Westen abzubiegen.

 

Auf unserer Weiterfahrt Richtung Süden sehen wir an der in die Loire mündenden Allier auf einem Maisfeld Kraniche. Bei Millau bringt uns ein kurzer Abstecher durch den Naturpark Grands Causses mit seinen Kalk-Hochebenen und Schluchten. Die Hochebenen werden von Trockenrasenflächen dominiert, sind sehr karg und weitgehend baumlos. Dies  ist nicht auf die Höhe zurückzuführen, denn wir befinden uns hier nur auf etwa 800 - 1200 m, sondern liegt daran, dass Regen im Kalkboden nicht gespeichert werden kann und einfach versickert.

 

Am Abend erreichen wir bei Dunkelheit die Küste und übernachten am Étang de Berre, einer nur durch  den Canal de Caronte mit dem Mittelmeer verbundenen Bucht.

 

Unsere Stellplätze:

  • Beaulon: offizieller Stellplatz an der Marina mit VE, kostenfrei und sehr schön angelegt 
    (N46,6042, E3,65879)
  • Peyriac-de-Mer: freies Stehen am Étang de Berre auf Parkplatz, in der Hauptsaison eventuell verboten (N43,0832, E2,97003)

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Entlang der Küstenstraße von Leucarte zum Cap de Creus

kleiner Hafen mit Austernfischern in der Nähe von Leucate
kleiner Hafen mit Austernfischern in der Nähe von Leucate

 Unser Stellplatz auf einem kleinen Parkplatz am kleinen Hafen erweist sich als sehr ruhig. Außer den vereinzelten  Rufen von Graureihern ist die ganze Nacht nichts zu hören. Am morgen kommen einige Fischer vorbei, die ihre in der Bucht ausgelegten Reusen kontrollieren. Wir werfen noch einen Blick auf die Wasservogelwelt und sind sehr überrascht, neben Flamingos eine Gruppe Pelikane zu entdecken. Es handelt sich um seltene Krauskopfpelikane, die man eher im Südosten Europas (Donaudelta) erwarten würde.

 

In Grau de Leucarte lädt reges Treiben an einem Fischereihafen zu einem kurzen Zwischenstopp. Hier werden Austern angelandet und in kleinen Buden direkt gesäubert und vermarktet. Das sieht zwar alles sehr einladend aus, uns steht so früh am Tag der Sinn aber noch nicht nach rohem Meeresgetier.

 

Wir wollen heute Frankreich verlassen und unsere erste Nacht in Spanien verbringen. Für unsere Weiterfahrt wählen wir die Nebenstrecke, die sich entlang der teilweise steil ins Meer abfallenden Küste schlängelt. Zur Linken eröffnen sich immer wieder Aussichten auf das Mittelmeer und pittoreske Ort, zur Rechten erheben sich die ersten Ausläufer der Pyrenäen. Bei einer Rast auf einem Parkplatz oberhalb von Banyuls mit spektakulärem Blick auf das Meer, erläutert eine Tafel, dass das vorgelagerte Seegebiet zum Erhalt der Biodiversität als Meeresschutzgebiet „Réserve Naturelle de Cerbère-Banyuls“ ausgewiesen ist. In seiner Kernzone ist weder Fischen noch motorisierter Bootsverkehr erlaubt.

 

Unser nächstes Ziel ist Cadaqués im Naturpark Cap de Creus, der den östlichsten Teil der Iberischen Halbinsel bildet. Der ehemalige Wohnort Dalis entpuppt sich aber als für Wohnmobile ungeeignet. Große Verbotsschilder prägen das Bild. Leider ist auch mit einem kleinen Wohnmobil die Ein- und Durchfahrt durch den Ort nicht gestattet. Offenbar hat man hier schlechte Erfahrungen gemacht. Da auch im Naturpark das Abstellen von Wohnmobilen nicht erlaubt ist, fahren wir weiter und finden im Hinterland einen schönen Platz für die Nacht.

 

Unser Stellplatz:

  • Bellcaire d'Empordà: schöner, privater Stellplatz mit VE, Strom, 8 – 14 €, nettes Personal

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Ruinen von Empúries an der Costa Blanca

Mole von Empúries.  HIer landete 1992 das aus Griechenland kommende Olympische Feuer 1992 an.
Mole von Empúries. HIer landete 1992 das aus Griechenland kommende Olympische Feuer 1992 an.

Nachdem wir in den letzten Tagen sehr viele Kilometer gemacht haben, erkunden wir heute die Umgebung. Wir fahren in den Küstenort L'Escale, der wie viele andere Dörfer und Städte an der Küste der Costa Blance im Winter fast unbewohnt erscheint. Entgegen unserer Erwartung trifft man hier weniger auf Bettenburgen, sondern auf kleinere Hotels in schöner Strandlage und Appartementanlagen. Im Moment erscheinen die meisten Ferienhäuser- und appartements aber abgeschlossen und verlassen. Im Sommer steppt hier offenkundig der Bär.

 

Wir wollen die Ausgrabungsstätte von Empúries besuchen (Bild rechts) , die auf eine von den Griechen etwa 600 v. Ch gegründete Handelsniederlassung zurückgeht. Die Ruinen der Siedlung liegen direkt am Meer und sollen einen Besuch wert sein. Leider müssen wir feststellen, dass der archäologische Park in den Wintermonaten geschlossen ist. So können wir nur die frei zugängliche griechische Mole am Strand besuchen und einen Blick über den Zaun auf das eigentliche Ausgrabungsgelände werfen.

 

An der Promenade weist eine große Tafel darauf hin, dass hier am Strand von Empúries zu den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona das aus Griechenland kommende Olympische Feuer in einer großen Zeremonie angelandet wurde, um von hier aus von über 9000 Staffelträgern quer durch Spanien nach Barcelona getragen zu werden.

 

Folgt man der Promenade gelangt zur oberhalb der Küste gelegenen gotischen Kirche von Sant Marti d'Empúries. Am Kirchenvorplatz laden mehrere Lokale zu einem Besuch ein.

 

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Zona Volcànica de la Garrotxa

Mitten in der Caldera eines Vulkans: eine Kapelle
Mitten in der Caldera eines Vulkans: eine Kapelle

 

Etwa 60km entfernt von der Küste liegt der Naturpark Zona Volcànica de la Garrotxa. In Sichtweite der weißen Gipfel der Pyrenäen erheben sich die Kegel von mehr als 40 inaktiven, aber nicht erloschenen Vulkanen. Der letzte Ausbruch liegt etwa 10.000 Jahre zurück. Die Vulkane der Garrotxa zählen wie die Eifel zu den wichtigsten Vulkangebieten Europas.

 

Von Banyoles kommend führt die Straße GI-524 mitten durch den Naturpark nach Olot, der größten Gemeinde im Gebiet. Wir starten von dem gut beschilderten Wandparkplatz bei Santa Pau zu einer kurzen Wanderung auf den Vulkan Santa Margarida. Steil führt der Wanderweg durch den Wald hinauf auf den Kraterrand in knapp 700m Höhe. Immer wieder kann man entlang des Weges vulkanische Ablagerungen sehen. Inmitten der fast kreisrunden Caldera, die einen Durchmesser von etwa 300m hat, findet man die romanische Kapelle Santa Margarida, die ein beliebtes Ausflugsziel darstellt.

 

Unser Stellplatz:

  •  Vic: sehr schön angelegter, offizieller Stellplatz an den Sportanlagen mit Blick über die Stadt auf die Pyrenäen, wahrscheinlich kostenpflichtig, bei unserem Aufenthalt war der Parkautomat aber außer Betrieb, VE
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Cove del Toll und Naturpark Montserrat

Abendlicher Blick von unserem Stellplatz auf einem Weingut auf die Silhouette der gezahnten Berge  von Monserrat
Abendlicher Blick von unserem Stellplatz auf einem Weingut auf die Silhouette der gezahnten Berge von Monserrat

Auf dem Weg von Vic nach Montserrat kommen wir auf im Bergland auf der Suche nach einem Parkplatz für eine Rast kurz vor Moià an einem kleinen Schild mit der Aufschrift „Cove del Toll“ vorbei. Spontan entscheiden wir uns dem Hinweis zu folgen. Wo es etwas zu sehen gibt, sollte es auch eine Parkmöglichkeit geben.

 

Nach einigen hundert Metern stoßen wir auf eine unscheinbar beschilderte Einfriedung. Diese schützt den Dolmen del Cuspinar, ein 1960 ausgegrabenes Megalithgrab. In der Grabkammer wurden diverse menschlichen Knochen und weitere Kulturspuren, wie Keramik, gefunden, die heute im Museum von Moià besichtigt werden können.

 

 Folgt man dem (unserem Navi unbekannten) Weg weiter, erreicht man nach etwa 2km den Parc Prehistòric de les Coves del Toll de Moià. Die nette englischsprachige Dame im Kassenhäuschen weist uns auf einen kostenfrei zugänglichen Rundweg hin, der an einem Höhlensystem und diversen Ausgrabungen vorbeiführt. Die größte Höhle kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden, leider ist das Fotografieren in der Höhle aber untersagt.

 

Unser nächstes Ziel ist der Naturpark Montserrat mit seinem steil aufragenden und durch seine Silhouette namensgebenden Sandsteingebirge. Montserrat, das heißt: gezahnter Berg. Die charakteristische Felsformation entstand durch Erosion. Mitten im Naturpark liegt der berühmte Wallfahrtsort Montserrat.

 

Unser Stellplatz:

  • Avinyonet del Penedès: offizieller, kostenfreier Stellplatz am Weingut Can Batlle mit Blick auf die Weinberge, VE, begrenzt auf eine Übernachtung

 

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Katalonien

 

Es regnet. Da es daher heute keine wirklich guten Bilder gibt, ist Zeit sich mit der Region zu beschäftigen, die wir gerade bereisen:

 

Wir sind in Katalonien unterwegs. Dies ist die östlichste der autonomen Regionen Spaniens und erstreckt sich sich zwischen den Pyrenäen und dem Mittelmeer und hat einen Küstenlinie von etwa 580 km. Der Begriff autonome Region ist hier nicht nur ein Wort, sondern Programm. Anstatt auf die spanische trifft man hier überall auf die katalanische Fahne. Beschilderungen und Informationstafeln sind häufig nur oder zumindest zuerst in Katalanisch verfasst. Katalanisch ist eine unabhängige Sprache und neben Spanisch und Aranesisch, das aber von deutlich weniger Menschen gesprochen wird, Amtssprache der Region. Viele der Einwohner sehen sich sogar einer eigenen Nation zugehörig, weshalb es hier auch eine einflussreiche Unabhängigkeitsbewegung gibt.

 

Unsere Stellplatzsuche gestaltet sich leider nicht nur aufgrund des Regen und Sturms schwierig. Bei Dunkelheit finden wir aber doch noch einen Platz am Meer in der ersten Reihe auf einem großen, gebührenpflichtigen Stellplatz an einem Campingplatz. Das Tosen der Wellen ist so laut, dass es sogar das Trommeln des Regens auf unserem Dach übertönt.

 

Unser Stellplatz:

  • Camprils: Camperpark Playa y Fiesta, gebührenpflichtiger Stellplatz mit VE und Strom neben einem Campingplatz direkt am Meer (N 41° 2' 48'', O 0° 59' 39'')

 

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Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung

Das Wetter hellt sich langsam auf. Da wir Hoffnung haben, dass sich demnächst sogar die Sonne blicken lassen könnte, machen wir uns auf, das Mündungsgebiet des Ebro zu erkunden.

 

Der Ebro ist mit 910 km der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Sein Delta ragt etwa 20km ins Meer hinein und stellt eines der größten Feuchtgebiete Spaniens dar. Obwohl das Gebiet seine heutige Form dem Reisanbau verdankt und das größte Reisanbaugebiet Spaniens darstellt, ist ein Drittel seiner Fläche als Naturpark ausgewiesen.

 

Da der Fluss heute in weiten Teilen durch Eindeichungen und Staustufen reguliert wird, führt er dem Delta eine geringe Menge an Sedimentmaterial zu.Es werden daher Maßnahmen getroffen werden, um einem Landverlust entgegenzuwirken und das Ökosystem Ebro-Delta zu schützen.

 

Die Reisfelder und Feuchtgebiete bieten insbesondere einer mannigfaltigen Vogelwelt eine dauerhafte oder während des Vogelzugs temporäre Heimat.

 

Das 2013 von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommene Ebro-Delta ist für jeden Vogelfreund zu jeder Jahreszeit ein Eldorado. Auch wenn jetzt im Winter weder Vogelzug- noch Balzzeit ist, gibt es eine Menge zu entdecken. Man trifft Wasser- und Schreitvögelarte, aber insbesondere in Schilf und Buschwerk auch auf diverse Singvögel. In den salzigen Lagunen stehen rosa Flamingos.

 

In den übrigen Feuchtgebieten und an und neben den Reisfeldern dominieren diverse Reiherarten das Bild. Wir sehen Grau-, Silber, Seiden- und Kuhreiher, aber leider weder Purpur- und Nachtreiher, die hier ebenfalls vorkommen. Am Himmel toben Raubvögel, davon viele Rohrweihen und Falken.

 

Unser persönliches Highlight sind die Eisvögel, die hier entlang der nie zufrierenden Bewässerungskanäle ideale Lebensbedingungen vorfinden.

 

Es kommen uns aber auch andere auffällige Arten vor die Linse, bespielsweise das Purpurhuhn. Dieser archaisch wirkende Rallenvogel war im Ebro-Delta schon fast ausgestorben war, erobert sich jetzt aber seinen Lebensraum zurück.

 

Bemerkenswert ist auch der metallisch glänzende Braune Sichler, der immer wieder in kleinen Trupps vorbeizieht.

 

Unser Stellplatz:

  • Amposte: offizieller Stellplatz, Platz kostenfrei, VE gebührenpflichtig, kein Strom
    (N 40°39'31", O 0°40'29")

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Parc Natural Dels Ports

Sonnenuntergang in den Bergen Parc Natural Dels Ports
Sonnenuntergang in den Bergen

Nach drei Tagen im Ebro-Delta wird es Zeit, auch einmal einen Blick ins Landesinnere zu werfen. Nur etwa 50 km von der Küste erhebt sich das Bergmassive Ports de Tortosa-Besseit. Weite Flächen des Gebiets sind als Parc Natural Dels Ports geschützt. Das Leittier des Parks ist der Steinbock, soll der Park doch eine große Population des Iberischen Steinbocks beherbergen. Leider bekommen wir während unseres Aufenthalts keinen einzigen zu Gesicht.

 

Statt dessen sehen wir eine größere Zahl Gänsegeier, die an der Straße T-333 in der Nähe von Horta de Sant Joan ihre Runden drehen.

 

Entlang des Weges trifft man immer wieder auf kleine, trutzige Städte, deren Architektur oft den maurischen Einfluss nicht verbergen kann. Das Bild oben zeigt einen Blick über den Ort Morella mit seinem im gotischen Still erbauten Aquädukt aus dem 13. Jahrhundert.

 

Unser Stellplatz:

  • Vinaròs: Parkplatz an der nördlichen Seite der Flussmündung; im Sommer eventuell verboten (N40° 28' 34'', E 0° 20'' 3')
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Costa del Azahar

Blick auf  die Altstadt von Peníscola
Blick auf die Altstadt von Peníscola

Wir sind jetzt in der Provinz Valencia, die zur autonomen Region Comunidad Valencia gehört. Entlang der Costa del Azahar, der "Küste der Orangenblüten" wechseln sich Städte und Feriensiedlungen ab. Dazwischen findet sich aber neben Orangen- und Olivenplantagen immer wieder ein Naturpark.

 

Weihnachten steht vor der Tür und wir suchen uns  heute früh einen Stellplatz. Den heiligen Abend wollen wir wirklich nicht mit der Suche nach einer Herberge verbringen müssen. 

 

Neben dem über die Feiertage leider geschlossenen Informationszentrums des Parc Natural del Prat de Cabanes-Torreblanca finden wir den Ort an dem wir die nächsten zwei Tage verbringen werden. Es ist zwar nur ein normaler Parkplatz, aber es stehen noch einige andere Wohnmobile hier, es gibt keinen Durchgangsverkehr und das Meer ist zu sehen und in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Das Feuchtgebiet des Naturparks mit seinen Lagunen liegt direkt nebenan. Weiter Richtung Süden führt ein Bohlenweg, der zum Spazierengehen und Radfahren einlädt, entlang der Küste in den stark touristisch geprägten, im Moment aber fast ausgestorben wirkenden Orts Orpesa.

 

Unser Stellplatz:

  • Torre de Sal: Parkplatz am Informationszentrum (N 40° 8' 9'', E 0°9' 54'')
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Hinterland der Costa Blanca

Bauernhof im Hinterland von Spanien
Bauernhof im Hinterland von Spanien

An der Costa Blanca reiht sich nun Ort an Ort, Ferienanlage an Ferienanlage. Wir wollen deshalb diese Region um Valencia großzügig umfahren und das Hinterland erkunden. Wie schon zwei Tage zuvor stellen wir fest, dass nur eine halbe Fahrstunde entfernt das Bergland und eine andere Welt beginnt. Kleine Ort liegen weit verstreut an die Berghänge gepresst oder in kleine Täler gedrückt. Die am heutigen Feiertag bei Sonnenschein in den Cafés sitzenden oder sich auf der Straße unterhaltenden Einwohner schauen uns hinterher, als hätten sie noch nie ein Wohnmobil gesehen. Das ist zwar vielleicht ein wenig übertrieben, aber zumindest fallen wir am zweiten Weihnachtstag hier etwas auf.

 

Gewagt schlängelt sich die teilweise enge, aber immer gut zu befahrende Straße durch die Berge und entlang von tiefen Schluchten. Man fühlt sich an die Filmsets von Italowestern versetzt, die teilweise auch tatsächlich etwas weiter südlich gedreht wurden, und wartet darauf, dass gleich ein bewaffneter Mexikaner mit Schlapphut vorbeigeritten kommt.

 

Statt auf Cowboys treffen wir am Weg aber auf Ausgrabungen aus vorgeschichtlicher Zeit. Auf einem Parkplatz direkt am Weg weisen eine Tafel und ein Infopavillon (leider nur in spanisch und katalanisch) auf in einem unterhalb gelegenen Flußbett liegende versteinerte Dinosaurierspuren hin. Ein schöner Ort, wenn auch leider in einem schlechten Zustand, so dass nur noch wenige der Abdrücke zu erkennen sind.

 

Unser Stellplatz:

  • bei Yecla: Finca Caravana http://www.finca-caravana.de/ - mehr zu diesem Traum von einem Stellplatz mitten im Nichts im nächsten Blog (N38° 42' 51'', W 01° 07' 10'')
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Stellplatz Finca Caravana

der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!
der urigste Stellplatz aller Zeiten - wer ihn nicht anfährt, verpaßt was!

abendliches Grillen bei frostigen Temperaturen

Normalerweise findet man in unserem Block keine ausführlichen Besprechungen von Stellplätzen. - Normalerweise bleiben aber wir auch nicht mehrere Tage am gleichen Ort stehen, sondern ziehen spätestens nach zwei Übernachtungen weiter. Auf der Finca Caravana aber ist alles anders.

 

Bei unserer Ankunft werden wir von Franze, einem fahrenden Zimmermann aus Deutschland, begrüßt, der derzeit aufgrund eines Unfalls des eigentlichen Eigentümers den Platz betreibt. Man merkt sofort, das hier ist weder Stellplatz noch Campingplatz, sondern ein Platz für Leute, die anders reisen als die Überwinterer, die man auf den Stellplätzen am Meer trifft. Wir jedenfalls fühlen uns sofort zuhause und beschließen ganz gegen unsere Gewohnheit länger zu bleiben.

 

Mehr zum Stellplatz und seiner Geschichte unter:  /www.finca-caravana.de/


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Zimmermeister Franze auf Lebensweltreise

Franze stammt aus Deutschland. Dort hat er aber vor schon vor einigen Jahren alle Zelte abgebrochen, um sich auf seine Lebensweltreise zu machen. Seinen Unterhalt verdient er sich als fahrender Zimmermann. In seinen diversen Fahrzeugen (2 LKWS und 2 Anhänger) führt er nach eigenen Angaben genug Werkzeug mit, um bei Bedarf ein Haus bauen zu können. Außerdem hat er eine in seinen Anhänger integrierte Außenbadewanne, einen Gemüsegarten auf dem Dach, diverse Tiere, darunter auch Hühner und Kaninchen dabei. Ach, und Platz zum Schlafen und Arbeiten bleibt ihm in seinem Fuhrpark auch noch.

 


Seit Juni 2016 betreibt er nun kommissarisch für den eigentlichen Besitzer den Stellplatz Finca Caravana, hofft aber spätestens 2018 seine Reise weiterführen zu können. Sein nächstes Ziel ist Südafrika, das er entlang der Westküste Afrikas erreichen will. Bis dahin hofft, er auch noch einen geeigneten Reisepartner gefunden zu haben.

 

Nicht nur wir sind auf Franze aufmerksam geworden. Auch das ZDF hat schon in seiner Reihe 37° über ihn berichtet.

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Steppe von Pétrola

Steppe Petrola Spanien Naturparadies
Laguna Salada

 Wir sind einmal mehr auf der Suche nach der Großtrappe. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere. Das waren wir schon häufiger mit mehr oder weniger großem Erfolg auf unserer letzten Portugal/Spanien Reise und in Deutschland in der Nähe von Buckow. Dieses Mal haben wir im Netz einen Hinweis darauf gefunden, dass es in nur etwa 50km Entfernung von der Finca Caravana Großtrappen geben soll und man vor allem in der Gegend zwischen Petrola und Corral-Rubio gute Chancen habe, die scheuen Vögel auch wirklich zu sehen.

 

Auf dem Weg dorthin kommen wir durch ein landschaftlich besonderes Gebiet. Jetzt im Winter äußerst karg, erstreckt sich zwischen vereinzelten Olivenbäume Steppe und im Moment brach liegende landwirtschaftliche Flächen mit tiefrotem Boden. Mehrfach trifft man auf Lagunen mit diversen Wasservögeln und bei Pétrola auf der Laguna Salada sind auch Flamingos zu sehen. Unterwegs sehen wir diverse Greifen, darunter auch einen Wanderfalken im Flug....und auf dem Rückweg am Nachmittag auch das, was uns hierher gezogen hat: zwei Großtrappen. Für uns die ersten dieser Vögel, die wir außerhalb eines Wiederansiedlungsgebiets in „freier Wildbahn“ sehen.

 

Unser Stellplatz:

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Entlang der Küste von Águilas bis Carboneras

Die Karawane zieht weiter...

Wir haben bei knapp 0°C eine denkwürdige Silvesternacht mit einem von Franze, unserem heutigen Chef de Cuisine, im Freien servierten Menü und anschließendem Lagerfeuer auf der Finca Caravana verbracht. Heute fahren wir über den Weinort Yecla und Murcia in Richtung Küste, auf die wir bei Águilas treffen. Hier füllen wir auch zum ersten Mal in Spanien unseren Gastank. Die Gastankstelle finden wir über myLPG.eu. Wir haben den richtigen Adapter dabei und es gibt keine Schwierigkeiten.

 

Weiter geht es entlang der Küste. Die Orte hier sind überraschend nett. Wenn auch touristisch, so stellen sie sich nicht als reine Bettenburgen dar. Zumindest jetzt im Winter ist es hier an manchen Ecken fast idyllisch. Kurz vor Carboneras finden wir spontan unseren Stellplatz für heute Nacht. 

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Naturpark Cabo de Gato-Nijar

Strand Wohnmobil Cabo de Gata Nejar Naturpark Parc Natural Vogelbeobachtung Natur Naturbeobachtung Vögel Birding Halbwüste Biosphärenreservat Vulkanismus Vulkane
genialer Stellplatz mit eigener Terrasse am Strand.

Südlich von Carboneras liegt der Parc Natural de Cabo de Gata-Nejar, der sich bis kurz vor die Tore der Großstadt Almeria erstreckt. Das von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesene Gebiet ist im wesentlichen eine Halbwüste. Da es aber kurz vor unserem Besuch in der Region geregnet hat, präsentiert sich die sonst so karge Landschaft für uns wenigstens zum Teil in hellem Grün, gesprenkelt mit dem Gelb blühenden Sauerklees.

 

So alt die Berge des Kaps erscheinen mögen. Man kann immer noch erahnen, dass die geologische Struktur einst durch Vulkanismus entstanden ist. Die Vulkane selbst sind aber schon seit Jahrmillionen erloschen. Zwischen schroffen Felsen tun sich entlang der Küste immer wieder sanft ins Meer abfallende Sandstrände auf. Immer wieder stößt man auch auf aktiven oder aufgelassenen Bergbau und Minen. Das vulkanische Erbe hat hier reiche Bodenschätze hinterlassen.

 

Ein Hinweis für Wohnmobilfahrer: Südlich von Carbonera ist das Parken im Park reglementiert. Wie wir hören, werden das Parkverbot besonders für Camper auch kontrolliert. Ein Versuch frei zu stehen, ist somit nicht angeraten. Auch eine Fahrt zur Spitze des Kaps ist von Norden kommen nicht direkt möglich. Die Schotterpiste endet kurz vor dem Kap in einem von einem für Fahrzeuge gesperrten Wanderweg. Ein Umweg von etwa 30 km bringt uns quer durch den Park von Westen doch noch an den Leuchttum "Faro de Cabo da Gata" heran.

 

Am Küstenabschnitt vor dem Leuchtturm liegen Salinen, die für uns als Vogelfreunde besonders interessant sind. Bereits die Römer sollen hier Salz gewonnen haben. Im Bereich der Salinen gibt es große Parkplätze, auf denen zumindest außerhalb der Saison Wohnmobile toleriert werden. Auch an einigen Strandabschnitten ist freies Stehen möglich. Am Strand lernen wir auch Petra und Robert aus St. Gallen kennen. Mehr dazu unter der Rubrik: unterwegs getroffen.

 

  • Unser Stellplatz:Playa de la Fabriquilla: Parken am Strand
    Unsere Anliegen: Bitte besonders hier unserem Credo Folge leisten, nicht zu stören und nichts zu hinterlassen, damit wir und andere hier auch in Zukunft geduldet werden. (N36°44'12.7", W2°12'23.7")
  • weiter Infos über diesen und andere Stellplätze: hier

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Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa

Landeinwärts von Almeria liegt auf dem Gebiet des Ortes Tabernas die einzige echte Wüste Europas. Abgeschnitten von Feuchtigkeit bringenden Winden durch die bis zu 3500m hohen Berge der Sierra Nevada im Westen und die Sierra de los Filabres und die Sierra Alhamilla fällt hier selbst im Vergleich mit dem trockenen, heißen und im Sommer oft Bratpfanne Spaniens genannten Andalusien, praktisch kein Regen. Die schroffen Berghänge, ausgetrockneten Flussbetten und kargen Ebenen versetzen den Reisenden ganz plötzlich in eine andere Welt, die an die Wüsten Nordamerikas erinnert.

 

Nicht umsonst wurden hier seit den 1950 Jahren diverse Filme gedreht, darunter „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Der Schuh des Manitu“, von denen noch die Kulissen alter Drehorte zeugen. Zwei erhaltene „Westernstädte“ können besichtigt werden und es werden Shows angeboten.

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Südlich der Sierra Nevada

Sierra Nevada - schneebedeckte Gipfel bis 3.500 m im Süden Spaniens
Sierra Nevada - schneebedeckte Gipfel bis 3.500 m im Süden Spaniens

Für uns geht es weiter entlang der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge der Iberischen Halbinsel. Im Winter sind die fast 3500m hohen Berge dauerhaft schneebedeckt. Der Ort Hoya de la Moya hat sich dem Wintersport verschrieben; das übrige Kerngebiet ist aber als Nationalpark geschützt.

 

Wir entscheiden uns für die sich südlich durch die Sierra ziehende Straße A348 und werden mit spektakulären Ausblicken auf in der Landschaft verteilte, meist weißen Dörfer belohnt. Auch in teils den Fels gebaute Höhlenwohnung sind immer wieder zu sehen.

 

 

So wild die Natur hier wirken mag, praktisch das gesamte Land am Fuß der Berge ist landwirtschaftlich genutzt. Öliven- und Mandelplantagen sind vorherrschend und bilden in weiten Abschnitten, wenn auch schön anzusehend, reine Monokulturen. In flacheren und tiefer gelegenen Abschnitten scheint aber auch Getreideanbau möglich, jetzt Anfang Januar sieht man auf den Feldern das erste Grün.

 

Unser Stellplatz:

- Presa de Béznar: Parkplatz am Stausee mit schönem Blick (N 36°54'56.5", W 3°32'15.5")

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Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock

Unser nächstes Ziel ist der Naturpark El Torcal, ein Karstgebirge mit imposanten Felsformationen und einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt. Noch vor 100 Millionen Jahren war diese heute etwa 40 km von der Küste des Mittelmeers entfernt liegende Region in der Provinz Malaga von Meer bedeckt. Auf dem Boden dieses Urmeeres setzten sich die Überreste von Krusten-und Schalentieren ab. Durch das Absinken des Meeresspiegels und Auffaltungen des Bodens gelangte das sich daraus bildende Sedimentgestein Kalk an die Oberfläche. Die heutige wild zerklüftete Form des Gebirges mit ihren teils wie von Menschenhand aufgestapelt wirkenden Steinformationen entstand durch die für Karstlandschaften typische Kohlensäureverwitterung.

 

Ein Besuch des auf dem Gipfel gelegenen Informationszentrums lohnt selbst außerhalb der Öffnungszeiten, liegen dort und auf dem Weg dorthin doch diverse Aussichtspunkte. Mit etwas Glück und Geduld kann man hier Geier und auch Exemplare des Iberischen Steinbocks, einer felsiges und bergiges Gelände bewohnenden Ziegenart und nahem verwandten des Alpinen Steinbocks vor die Linse bekommen.

 

Stellplatztipp:

  • Parkplätze entlang der Straße A7075 und am Informationszentrum
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Antequera und Naturpark Fuente de Piedra

Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra
Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra

 Über das aufgrund seiner geographisch zentralen Lage auch Herz Andalusiens genannte Antequera wollen wir heute weiter in den Naturpark Fuenta de Piedra. In Antequera gibt es zwei ca. 6000 Jahre alte Dolmen, die zu den wichtigsten Megalithanlagen Europas gehören, zu besichtigen. Leider sind die zum UNESCO Welterbe zählenden Steingräber heute nicht geöffnet und wir müssen uns mit einem Blick über die Mauer begnügen.

 

Kurz hinter Antequara liegt inmitten von Olivenhainen der Naturpark Fuente de Piedra. Eine erste Orientierung über das besonders aus ornithologischer Sicht interessante Gebiet gibt ein Besuch im Informationszentrum beim Ort Fuente de Piedra.

 

Sowohl in der direkten Umgebung des Zentrums als auch rund um die Laguna gibt es diverse Beobachtungshütten. Aufgrund des derzeit niedrigen Wasserstands sind Beobachtungen allerdings schwierig, da sich der Wassersaum weit zurückgezogen hat. Wir sehen aber trotzdem große Möwenschwärme, Stelzenläufer, diverse Entenarten, darunter Löffelenten und aus der Ferne auch die rosa Flamingos, die hier in manchen Jahren auch brüten und für die das Gebiet bekannt ist. Auf den umliegenden Feldern stehen Kraniche.

 

Unser Stellplatz:

  • Fuente de Piedra: Parkplatz an Mirador (Aussichtspunkt) an der Lagune. Auch die anderen Parkplätze entlang des Sees eignen sich zur Übernachtung. (N37°06'30.4", W4°48'05.9")
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Vom Aussterben bedroht: Der Waldrapp

Vom Aussterben bedrocht: Der Waldrapp
Vom Aussterben bedrocht: Der Waldrapp

Der Schopfibis oder auch Waldrapp ist ein sehr seltener Vogel. Bis zum 17. Jahrhundert kam er weiten Teilen Europas vor. Heute gibt es nur noch wenige Kolonien:


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Die "Weißen Dörfer" Andalusiens

Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung
Marktplatz von Grazalema mit Weihnachtsbeleuchtung

Die Region rund um Malaga kennen wir bereits aus früheren Reisen ohne Wohnmobil. Auch die eigentlich sehr sehenswerten Städte Ronda, Cordoba, Granada und Sevilla haben wir bereits in der Vergangenheit besucht. Wir fahren daher weiter durch das bergige Landesinnere abseits der Städte und den Bettenburgen an der Küste und konzentrieren uns auf die Erkundung eines etwas anderen Andalusiens mit den Naturparks Sierra de Grazalema und Los Alcornocales. An der Straße A-373 südlich von Ubrique folgen wir einem Schild, das auf einen Vogelbeobachtungspunkt hinweist.

 

Nach einigen Kilometern Schotterpiste finden wir zu unserer Überraschung einen Platz vor, an dem offenbar immer wieder Geierfütterungen stattfinden. Die Tafel am Platz informiert darüber, dass dies notwendig sei, da die Vögel nicht mehr genug Aas finden würden. Insbesondere seit den Zeiten von BSE hätte sich die Art der Viehhaltung geändert. Kadaver toter Tiere würden schneller entsorgt und den Vögeln damit eine Nahrungsgrundlage geraubt.

 

Immer wieder treffen wir auch auf die „Weißen Dörfer“ für die Andalusiens Hinterland bekannt ist. Diese Dörfer und kleinen Städte gehen meist auf römische oder phönizische Siedlungen zurück, die von den Mauren weiter ausgebaut wurden. Besonders gut gefällt uns Grazalema in der Provinz Cádiz, das sich obwohl auf Touristen eingerichtet, mit seinen weiß gekalkten Häusern seinen fast exotischen, an Nordafrika erinnernden Charme erhalten hat. Wir übernachten auf einem Parkplatz vor dem Ort und frühstücken im Cafe Rumores,  in dem wir an diesem Morgen die einzigen nicht spanisch sprechenden Gäste sind.

 

Unsere Stellplätze:

  • Grazalema: Parkplatz gegenüber der kleinen Kapelle „Ermita de la Virgen de los Ángeles“ aus dem 19. Jahrhundert (N36°45'42.9", W 5°21'44.4")
  • Benarrabá: Stellplatz am Bauhof mit Blick über die Berge, kostenfrei, jeder der fünf Plätze mit eigener Ver- und Entsorgung, derzeit kein Strom (N36°32'57.4", W 5°16'45.0")

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Tarifa - südlichster Punkt des europäischen Festlands

Tarifa Afrika Surfer Kiter Vogelbeobachtung Straße von Gibraltar Altstadt Markthalle

Spaziergang am Strand von Tarifa (links Tarifa, rechts am Horizont ist Afrika zu erahnen)

 

Auch Gibraltar haben wir umfahren, da wir hier schon einmal waren und die Meinung vieler anderer Reisenden teilen, dass man hier vielleicht einmal gewesen sein sollte, aber nicht unbedingt ein zweites Mal vorbeifahren muss. Denn wirklich sehenswert ist dieser britische Vorposten am Mittelmeer unserer Ansicht nach nicht. Am meisten blieb uns die die Hauptzufahrt zur Stadt kreuzende Landebahn des Flughafens in Erinnerung, wo bei Starts und Landungen eine beschrankte Ampelanlage den Autoverkehr unterbricht.

 

Unser Ziel ist Tarifa der südlichste Punkt des europäischen Festland. Nur etwa 14 km liegt die afrikanische Küste entfernt. Es ist insbesondere angesichts der heutigen politischen Lage und der Flüchtlingssituation ein mehr als skurriles Gefühl, beim abendlichen Strandspaziergang die Lichter Marokkos zu sehen und daran zu denken, wie viele Menschen auch hier auf eine günstige Gelegenheit warten, nach Europa zu gelangen.

 

Tarifa ist aufgrund seiner „windgünstigen“ Lage ein Mekka für Surfer und Kiter und deren lockere Stimmung liegt über der Stadt. Die Altstadt ist mit ihrer maurisch geprägten Architektur einen Besuch wert und die Markthalle lädt mit ihren Tapasbars zum Verweilen ein. Vom Strand aus hat man einen guten Blick auf Straße von Gibraltar, einem der meistbefahrenen Schifffahrtswege Welt. Mehr als 300 Schiffe ziehen hier täglich vorbei.

 

Die Region ist aber auch für Naturfreunde interessant. Während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst überqueren hier tausende von Zugvögel die Meerenge von Gibraltar. Viele lassen hier aufgrund der schwierigen Thermik auch ihr Leben. Der Januar ist hier allerdings keine günstige Zeit für Vogelbeobachtungen.

 

Unser Stellplatz:

  • Tarifa: Parkplatz am Stadion, das Übernachten wird zumindest außerhalb der Saison toleriert (N36°01'26.8", W5°36'59.0").

  • Entsorgungsmöglichkeit an der Tankstelle Tarifuel (N36°01'35", W 5°36'28"), bei Volltanken kostenfrei
  • weitere Infos und Stellplätze aus einer anderen Reise: hier

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Entlang der Costa de la Luz

Meeresangler in der untergehenden Sonne in Spanien

Meeresangler in der untergehenden Sonne der Costa de la Luz

 

Für uns geht es von Tarifa aus weiter antlang der Costa de la Luz mit ihren endlosen Stränden. Jetzt im Januar lädt das Meer nicht wirklich zum Baden ein. Anstelle von Sonnenschirmen säumen Angler den Strand. Wir kommen am Kap Trafalgar vorbei, wo 1805 die britische die spanisch-französische Flotte vernichtend schlug, und dem der Trafalger Square in London seinen Namen verdankt.

 

Weiter geht es nach Cadiz, einer der ältesten Städte Westeuropas. In der Altstadt fragen wir uns, ob die Anwohner jemals den Mut aufbringen können, ihr Auto zu bewegen, denn wenn sie dies tun, würden sie eine der heißbegehrten und extrem raren Parklücken aufgeben. Wir finden jedenfalls keine, vor der nicht bereits ein Wartender zum sofortigen Einparken bereitstehen würden. So beschränkt sich unser Besuch auf eine Stadtrundfahrt im eigenen Mobil.

 

In Chipiona, einer Kleinstadt an der Mündung des Guadalquivir, parken wir auf einem großen Platz am Hafen. Die Stadt lebt von der Fischerei aber auch vom Tourismus. Im Sommer soll sich die Stadt fest in der Hand fast ausschließlich spanischer Touristen befinden.  Im Moment merkt man davon allerdings nichts, die Stadt liegt im Winterschlaf, die meisten Lokale haben geschlossen. Von der Strandpromenade kann man bei Ebbe einen Blick auf die „Corrales“, der Küste vorgelagerte Einfriedungen aus Stein werfen, Diese wirken wie wie Reusen und halten bei ablaufendem Wasser Fische und andere Meerestiere davon ab, zurück in den freien Ozean zu gelangen. Bei Niedrigwasser können diese dann einfach zu Fuß per Wurfnetz oder Dreizack „eingesammelt“ werden können.

 

Unsere Stellplätze an der Costa de la Luz:

  • Playa la Barossa: Parkplatz oberhalb der Steilküste
    (N36°19'33.7", W6°09'28.1")
  • Chipiona: Parkplatz am Hafen; Entsorgung in Sanlúca de Barrameda an Repsol Tankstelle
    (N37°45'49', W6°21'44'')

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Doñana Nationalpark

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Reisfelder im Donana Nationalpark

Abseits der Hauptstraßen fahren wir von Chipiona möglichst dicht entlang dem östlichen Ufer des Guadalquivir, der in weiten Teilen die Grenze des Doñana Nationalparks darstellt. Die Wege hier sind teils asphaltiert, meist aber Schotterpisten und, egal welcher Belag gerade überwiegt, immer wieder eine echte Herausforderung. Die Tiefe der oft nicht umfahrbaren Schlaglöcher macht ein Allradfahrzeug ratsam und wir sind froh über die große Bodenfreiheit unseres Mobils.

 

Das Delta des Flusses ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

Das Kerngebiet des Nationalparks ist mit dem eigenen Auto nicht befahrbar, es werden aber Bus- und Jeeptouren angeboten. Aber auch die freigegebenen Strecken um und in den Randbereichen des Parks geben einen guten Einblick in die Natur des Gebiet. Ihr schlechter Zustand zwingt allerdings zum Langsamfahren und ist für uns damit eine gute Entschuldigung auf der Suche nach guten Fotomotiven mehr zu schleichen als fahren. Rund um den Park finden sich diverse Informationszentren, die mit ihren unterschiedliche Aspekte des Parks beleuchtende Ausstellungen einen Besuch wert sind.

 

Besonders interessant ist die Strecke zwischen den Infozentren Casa De la Dehasa De Abja (N37°12'21.7", W6°10'12.6") und José Antonio Valverde (N37°04'26.4", W 6°22'38.7). Uns kommen neben großen Trupps von Braunen Sichlern, Weiß- und Schwarzstörche auch diverse Greifvögel vor die Linse. Auf den Rückweg sehen wir kurz vor Sonnenuntergang entlang eines sich im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung erstreckenden Kanals neben dem Weg mehrere Schleiereulen, die zeitweilig sogar vor unserem Auto herfliegen. Rund um das Centra de Visitantes José Antonie Valverde grasen abseits der Lagunen und Feuchtflächen große Herden halbwilder Pferde und Rinder in der weiten Landschaft, die uns hier an die Weiten der mongolischen Steppe erinnert.

 

Außerhalb des Nationalparks wird das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt, insbesondere wird in großem Stil Reis angebaut.

 

Weitere Infos über den Donana findet ihr in unserer nächsten Reise nach Spaniern: hier

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El Rocio - ein Ort, wie aus Zeit und Raum gefallen

El Rocio Donana Geisterstadt Westernstadt Wallfahrt Pferde Kutschen Flamenco
El Rocio - eine Geisterstadt im Westernlook

Am westlichen Rand des Doñana Nationalparks liegt El Rocio, in dem es außer der Durchgangsstraße  keine befestigte Straßen gibt. Die meiste Zeit des Jahres erscheint das Örtchen mit seinen nur etwa 1.500 Einwohnern praktisch menschenleer.

 

Man kann es dann kaum glauben, aber man lebt hier in großem Masse vom Tourismus. El Rocio ist ein Wallfahrtsort, der nur einmal im Jahr für zwei Wochen so richtig zum Leben erwacht. Zu Pfingsten soll hier die Hölle losbrechen, die Straßen gefüllt von Menschen, Pferden und Kutschen sein.

 

Bei unserem ersten Besuch an einem gewöhnlichen Wochentag ist das aber kaum vorstellbar. Vor uns liegt eine Geisterstadt im Westernlook. Nur wenige Menschen und noch weniger Autos sind auf den unasphaltierten Straßen des Ortes unterwegs. Wobei „unasphaltiert“ etwas untertrieben ist: Das hier sind Pisten aus losem Sand. Wer also einmal davon träumt mitten im Ort mit seinem Allrad im Sand zu wühlen, der ist hier richtig.

 

Das zweite Mal kommen wir an einem Wochenende im März nach El Rocio. Am Freitag bekommen wir einen ersten Eindruck, was El Rocio ausmacht. Wie aus dem Nichts erwacht die Stadt zum Leben. Die Stadt erwacht praktisch aus dem Nichts zum Leben. Mit Bussen werden Ausflüger herangebracht und die Bewohner führen den Sonntagsstaat aus.

 

Wer kann, ist  zu Pferd unterwegs, oft passend gekleidet  - die Reiterinnen sogar mit Rock im Damensitz. Auch die Jugend macht da keine Ausnahme. Am Abend geht es hoch zu Ross in die Kneipe, manchmal mit der Liebsten hinten auf dem Pferd. Vor der Kneipe kann man das Pferd anbinden, meist nimmt man die Getränke aber im Sattel ein. Oft wird auch gesungen - selbst die Teenies sind hier textsicher.

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz im Stadtgebiet: außerhalb der Feiertage/Saison wird ein einmaliges Übernachten (kein Camping!) ab und an toleriert

ansonsten

 

Unser Campingplatz-Tipp:

  • Camping El Aldea: fußläufig zum Ort

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Huelva - Startpunkt der Entdeckung von Amerika

Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria, den Schiffen, mit denen Kolumbus in See stach.

Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria, den Schiffen,
mit denen Kolumbus in See stach.

 

An der Mündung des Odiel liegt die etwa 145.000 Einwohner aufweisende Hafen- und Industriestadt Huelva. Wie viele andere Städte an der Westküste Portugals und Spaniens wurde auch Huelva durch das große Erdbeben von Lissabon 1755 zerstört und im Anschluss wieder aufgebaut, so dass obwohl die Geschichte der Stadt bis in phönizische Zeiten zurückgeht, kaum Bausubstanz aus der Zeit vor dem Erdbeben verblieben ist.

 

Wie so oft meiden wir aber auch heute die Innenstadt und konzentrieren uns auf die Erkundung der Umgebung. Auf einer am östlichen Ende der Stadt liegenden Landzunge erhebt sich eine Kolumbus-Statue aus dem Jahr 1929, die daran erinnert, dass der große Entdecker 1492 von der nur 14km von Huelva entfernten Stadt Palos de la Frontera aufbrach, um den Seeweg nach Indien zu entdecken, was ihn letztlich nach Amerika führt. Gegenüber der Statue liegen dort in einem kleinen Hafenbecken Nachbauten der zwei Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria. Leider wird die Anlage zur Zeit renoviert, so dass wir nur einen Blick von der Straße erhaschen können. Die Größe bzw. Kleinheit der Schiffe ist trotzdem beeindruckend. Wir fragen uns, wie man so verrückt sein konnte, sich mit solchen Nussschalen überhaupt auf den Atlantik zu wagen.

 

Auf einem kleinen Pier gleich nebenan steht ein Denkmal, das daran erinnert, dass nicht nur Kolumbus von Palos de la Frontera aufbrach, den Atlantik zu überqueren.1926 startet hier auch das Dornier Flugboot „Plus Ultra“ vom Typ Wal zu einem Flug nach Buenos Aires, der als erster Südamerikaflug als ein Meilenstein nicht nur der spanischen Fliegerei gilt. Aufgrund unserer nur rudimentären Spanischkenntnisse erschließt sich uns dies aber erst nach einer ausgiebigen Internetrecherche, weshalb es auch keine Fotos von Pier und Denkmal gibt.

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Die schöne Jungfrau von El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

Wallfahrtsort El Terrón

 

Auf halber Strecke zwischen Huelva und der Grenze zu Portugal liegt das winzige Örtchen El Terrón , wobei der kleine Ort auch noch durch die Durchgangsstraße in zwei Hälften geteilt wird. Am Meer liegt der Fischerei- und Sportboothafen mit einigen kleinen Restaurant eingebettet in den Naturpark Marismas del Río Piedras y Flecha del Rompido. Auch wenn der Fischfang in den letzten Jahren zurückgegangen ist, ist am Hafen immer etwas los. Es heißt, man habe sich hier auf des Flicken von Netzen spezialisiert. Vor allem am Wochenende sind die Lokale gut besucht. Meist treffen sich hier große einheimischen Familien zum Mittagsmahl. - Kein Wunder, kann man hier aber auch wirklich leckeren und definitiv frischen Fisch essen.

 

Viel interessanter ist aber das landeinwärts der Durchgangsstraße gelegene Oberdorf, das man bei einem flüchtigen Besuch auch schnell übersieht. El Terrón, so ffinden wir heraus, ist ein weiterer wichtiger Wallfahrtsort, dessen Kirche am Hauptplatz die Statue der „Nuestra_Señora_de_la_Bella“ aus dem 15. Jahrheundert beherbergt, die einmal im Jahr im Rahmen einer großen Prozession gefeiert wird.

 

Rund um den Platz gruppieren sich mehr oder weniger prächtig ausgestattete kleine Gebäude, die offenbar Familien des Umlands als Treffpunkt und Festsaal bei Wallfahrt, Kirchgang und anderen Festlichkeiten dienen. Jetzt am Wochenende sind hier ähnlich wie in El Rocio viele Einheimische zu Pferd unterwegs. Aus einigen der Buden ertönt der Flamenco

 

Obwohl am Sonntagabend hier Ruhe einkehrt, wirft der Wirt des Lokals „El Eremita“ für uns und die Besatzung des Koffers, Petra und Robert aus der Schweiz, als einzigen Gästen noch einmal den Grill an, so dass wir das Wochenende mit riesigen aber durchaus leckeren Fleischportionen ausklingen lassen können.

 

Unsere Stellpätze:

  • El Terron: Parkplatz am Hafen, Höhebegrenzung: 3,20m
  • alternativ: großer Parkplatz auf Sand am Oberdorf

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Naturpark Sapal de Castro Marim

Löffler Brücke Portugal Sapa de Castro Marim Naturpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie spoonbill
Löffler vor einer Brücke im Naturpark Sapal de Castro Marim

Heute geht es für uns weiter nach Portugal. Den portugiesischen Naturpark Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António direkt hinter der Grenze zu Spanien haben wir bereits auf unsere Reise im Winter 2015/2016 besucht. Der Park im Mündungsgebiet des Rio Guardiana wurde als das erste Schutzgebiet auf dem portugiesischen Festland eingerichtet. Da der Zugang zu einigen Bereichen zum Schutz der Natur nicht oder nur mit Sondergenehmigung gestattet, bietet sich ein Besuch im Informationszentrums (N37°13'50.7", W7°25'35.5") an, um mehr über die aktuell zugänglichen Wege zu erfahren. Hier gibt es auch den Schlüssel zur Beobachtungshütte in der Nähe.

 

Bei unserem Rundgang in letzte Jahr lernten wir in der Nahe des Zentrums Filippe, einen der beiden Ranger des Gebiets kennen, und es entspann sich ein interessantes Gespräch unter Biologen. Filipe gab uns uns in exzellentem Englisch einige gute Tipps zur Erkundung des Parks, für die wir uns jetzt bedanken wollen. Und wir haben Glück: Die Dame am Infoschalter sagt uns, dass der Ranger gerade in der Nähe ist... und noch besser, er erinnert sich an uns, wahrscheinlich doch aber mehr an unser Wohnmobil. Filippe nimmt sich Zeit und uns mit auf eine Tour, auf der wir unter anderem Löffler, Flamingos, mehrere Fischadler und einen großen Trupp Schwarzhalstaucher in ihrem Habitat zu sehen bekommen. Alleine wären wir trotz aller Geduld sicher deutlich weniger erfolgreich gewesen.

 

 

 

Am Abend gehen wir zusammen in einem typischen Restaurant (D. Rodrigo, Castro Marim) in einer aufgegebenen Bahnstation essen, schwelgen in Vorspeisen wie Ziegenkäse und Conquilhas (kleinen Muscheln) und genießen im Anschluß eine Seezunge mit in Schale gekochten Kartoffeln und selbstgemachten Chips. Ganz nebenbei erfahren wir aus erster Hand mehr über die Arbeit und das Leben eines Rangers in Portugal.

 

Unser Stellplatz:

  • privat bei Filippe

 

 

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historischer Bergbauort Mina de São Domingos

Umweltschäden durch langjährigen Bergbau sind noch heute weithin sichtbar

Umweltschäden durch langjährigen Bergbau sind noch heute weithin sichtbar

 

Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art begegnet uns im Alentejo in der Nähe der Stadt Mertola unweit der Grenze zwischen Portugal und Spanien. Mitten in geschützter Natur des Pqrque Natural do Vale do Guadiana liegt der 800 Seelen Ort São Domingo, eine alte Bergarbeitersiedlung, die heute durch den Tourismus aber wieder einen gewissen Aufschwung erlebt. Nach der Schließung des angrenzenden Bergwerks, wurde dieses, wie auch Teile der Siedlung dem Verfall preisgeben und stellt heute eine Art frei zugängliches Open-Air-Museum dar.

 

Schon die Phönizier und die Römer betrieben hier Bergbau, auf der Suche nach Kupfer, Gold und Silber. Bis 1966 wurde in der Mine von São Domingo zur Kupfergewinnung im Tagebau Pyrit abgebaut. Nach der Aufgabe des Bergbaus erfolgte erfolgte nur ein Teilrückbau und praktisch keine Sanierung; das gesamte Gelände wurde sich selbst überlassen und rottet vor sich hin. In den Tagebaulöchern sammelt sich Wasser und ergibt mit den Abwässern aus dem Abraumhalden und sich sich aus dem Gestein lösenden Mineralien einen toxischen Cocktail mit dem ph-Wert einer starken Säure.

 

Wir wandern über Holzstege durch nur wenig gesicherte Ruinen vorbei an blutroten Seen mit hochgiftigem Wasser und können uns der morbiden Schönheit des Gebietes nicht entziehen, obwohl die Schäden für Umwelt und Natur nicht absehbar sind. Bei starken Regenfällen gelangen die Abwässer bis in den Guadiana, den Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien.

 

In der Idylle dieser Industrieruine reiht sich ungewöhnliches Fotomotiv an das nächste und so sind die Minas trotz der immensen Umweltschäden ein Paradies für Fotografen, aber auch für Menschen, die sich von derartigen "lost places" faszinieren lassen.

 

Unser Stellplatz:

  • São Domingo: offizieller Stellplatz am See am Ortsrand, VE im Ort (N 37°40'18.9", W 7°30'16.4")

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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde

Ein Tipp des Rangers Filippe aus Castro Marim lockt uns in die Pseudosteppe der Region Castro Verde. Zur Vorbereitung unseres Aufenthalts, wollen wir das Informationszentrum Centro de Educação Ambiental do Vale Gonçalinho des LNP (Liga para a Protecção da Natureza) besuche. Leider ist das Zentrum für unser Navi auch bei Eingabe der genauen GPS-Daten (N37°44'11.0"N, W 8°01'53.1") nicht ganz einfach zu finden, da die Zufahrt nicht von der Durchgangstraße aus, sondern nur über die nur direkt vom Ort Castro Verde aus zugängliche alte Straße direkt daneben möglich ist. Hat man es aber endlich gefunden, lohnt es sich, die Landschaft auf den von dort abgehenden Wanderwegen zu erkunden.

 

Bei einer Pseudosteppe handelt es sich um eine mediterrane Landschaftsform in der Art eines steppenartigen Graslands, bei der es sich aber nicht um eine Steppe im eigentlichen Sinne handelt. Die Informationstafeln entlang der Wege geben in Englisch einen interessanten Einblick in die Natur der Region. Leider sehen wir bei unserem Besuch aber weder den Rötelfalken noch die Blaurake, die hier beide vorkommen.

 

Besonders empfehlenswert ist es aber entlang der Straße N123 zwischen Mertola und Castro Verde (etwa bei:  N 37°42'28.6", W 7°55'13.2") die Augen aufzuhalten. In diesem Abschnitt sehen wir neben Weißstorch, Kiebitz und Haubenlerchen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Trupp Großtrappen und einen Iberischen Kaiseradler.

 

 

Wir übernachten auf dem großen Festplatz des kleinen Ortes Castro Verde neben der Windmühle. Diese stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist noch in Betrieb, dient aber auch als Museum. Wir haben Glück und es wird gerade gearbeitet. So können wir auch einen Blick ins Innere erhaschen.

 

 

Unser Stellplatz:

  • Castro Verde: Großparkplatz an der Mühle in der Stadtmitte (N 37°41'45.4", W 8°05'18.8"); Entsorgungsmöglichkeit am nahegelegenen Intermarché Supermarkt

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Im Alentejo

Oldtimer Wohnmobil an einem einsamen Stausee in Portugal Évora Menhir Weltkulturerbe Naturbeobachtung
Stellplatz an einem einsamen Stausee

Für uns geht es weiter durch den Alentjo. Übersetzt steht Alentejo für "jenseits des Tejo" und so erstreckt sich die Region auch im Wesentliche südlich des Flusses Tejo bis zur Algarve. Wir fahren durch das Hinterland unweit der spanischen Grenze dieses zu den ärmsten Regionen nicht nur Portugals sondern auch Westeuropas gehörenden Gebiets. Es gibt praktisch keine Industrie, die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Olivenbäume und Korkeichen prägen die karge Landschaft. Nicht nur das schlechte Wetter, sondern auch die uns wenig attraktiv erscheinenden Orte veranlassen uns schnell weiterkommen zu wollen.

 

Trotzdem machen wir eine Abstecher in die Stadt Évora, deren Altstadt bereits 1986 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde und wo Bauwerke aus römischer Zeit mit späteren Bauwerken fest verwachsen sind.

 

In der Umgebung von Evora  finden sich diverse Megalithanlagen. Wir erkunden den Cromlech von Almendres, einen Steinkreis in Form einer Acht bestehend aus 92 tonnenförmigen Menhiren, der auf die Zeit von 4000 – 2000 v. Chr. datiert und manchmal als das Stonehenge Portugals bezeichnet wird.

 

Auch unser nächster Übernachtungsplatz liegt in einer Welterbe-Stadt. Leider regnet es bei unserer Ankunft in Coimbra immer noch uns so werfen wir nur einen Blick vom gegenüberliegenden Flussufer auf die Stadt mit ihrer Universität, die eine berühmte Bibliothek beherbergt.

 

Unsere Stellplätze:

  • Santa Susanne: Freifläche am Stausee, bei Regen tiefer Boden: Festfahrgefahr
    (N8°26'46.7", W 8°22'45.2")
  • Évora Monte: Camping Alentejo, kleiner Campingplatz, 9€ ohne Strom, VE, WIFI Waschmaschine, Waschräume, kleiner Pool, Brötchenservice, sehr nett und freundlich
    (N38°47'37.5", W 7°41'10.3")
  • Coimbra: Stellplatz auf Großparkplatz an einem kleinen Park am Ufer des Mondego, gebührenfrei, rudimentäre Entsorgungsmöglichkeit
    (N 40°11'58.3", W 8°25'43.6")

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Weinbauregion Alto Duoro und Parque Arqueológico do Vale do Côa

Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro
Weingut in der Weinbauregion Alto Duoro - im Vordergrund der Fluss Duoro

Der Duoro ist einer der längsten Flüsse der iberische Halbinsel. Er entspringt in Spanien und mündet in Portugal bei Porto in den Atlantik. Nachdem wir bei unserer letzten Reise das Mündungsgebiet des nur in seinem Unterlauf schiffbaren Duoro durchquert haben, wollen wir in diesem Jahr die Weinbauregion entlang des Stroms erkunden. Die Region Alto Duoro ist die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Insbesondere wird hier Portwein hergestellt. Entlang des Flusses und in seinen Nebentälern liegen Weingüter und kleine florierende Orte.

 

Wir wundern uns über die hier praktizierte Art des Weinanbaus, die wir in dieser Form bisher noch nirgends gesehen haben. Die meist steilen Hänge sind terrassiert und zum Teil sogar mit Stützmauern versehen. Jede Terrasse weist zwei Reihen Reben auf, die zwischen sich eine Art Weg einschließen. Eine maschinelle Bearbeitung scheint praktisch unmöglich, zu eng ist das hier für einen Traktor und erst recht für Einsatz eines Traubenvollernters.

 

Unser Stellplatz:

  • Peso da Régua: Stellplatz am Duoro-Ufer, € 3,-- incl. Strom, Schlüssel für die Schranken vor den Plätzen gibt es im Café am Schwimmbad in der Nähe (N41°09'20.4", W 7°46'49.2"), VE frei zugänglich

 

Parque Arqueológico do Vale do Côa

 

Am Ufer des Côa, einem Nebenfluß des Duoro liegt eine weitere Welterbestätten Portugals: die Ritzzeichnungen des Parque Arqueológico do Vale do Côa. Diese in der Hauptsache Tiere darstellenden Felszeichnungen aus der Altsteinzeit sind im Mittel 17.000 Jahre in Teilen aber bis zu 25.000 Jahre alt. Derartig alte Zeichnungen wurden an anderen Stellen der Welt bisher nur in geschützten Grotten und Höhlen vorgefunden. Für uns sind diese Zeichnungen besonders interessant, da wir auf unserer Nordland-Reise die ebenfalls im Freien liegenden, aber deutlich jüngeren Zeichnungen von Alta (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbestätte) besucht haben.

 

Da ein Besuch der Originalplätze nur mit Anmeldung im Rahmen einer begleiteten Tour möglich ist, begnügen wir uns mit einem Besuch des interessanten Museums zum Thema in Vila Nova de Foz Côa. Achtung: Entgegen der Darstellung im Internet ist das Museum bei unserem Besuch nicht durchgehend geöffnet. Glücklicherweise sind wir mit unserem Rundgang praktisch fertig, als wir um 12:30 Uhr freundlich aber bestimmt auf Portugiesisch mit der Info hinaus komplementiert werden, dass wir um 14 Uhr wiederkommen dürften und in der Zwischenzeit ja etwas essen gehen könnten.

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Tierra de Campos - die Rückreise beginnt

Tierra de Campos Hochebene Raubvögel Ornithologie Vogelbeobachtung

Tierra de Campos

 

Für uns hat nun definitiv die Rückreise begonnen. Da wir kilometersparend und mautfrei unterwegs sein wollen, entscheiden wir uns für eine Route durch Nordspanien abseits der Küste. Die Strecke führt uns durch die Tierra de Campos, eine fruchbaren Hochebene, die praktische kein Bodenrelief aufweist und in der auf riesigen Feldern hauptsächlich Getreide angebaut wird. Dies klingt öde und so erweist sich unsere Fahrt auch zu Beginn etwas zäh.

 

Lässt man sich aber auf die Region ein, so hat die Landschaft mit ihren weit verteilten Ortschaften, die man eher in nordafrikanische Steppengebiete verorten würde durchaus ihren Reiz und es gibt Interessantes zu entdecken. Auf den noch brachliegenden Feldern gibt es beispielsweise eine große Zahl von Raubvögeln, darunter viele Milane zu sehen. An der Laguna de Nava soll es unter anderem Großtrappen geben. Da wir aber nur einen Kurzstopp einlegen, bekommen wir weder diese noch die an den Aussichtspunkten angekündigten Kraniche oder diversen Entenarten zu sehen. Bei unserem Besuch am frühen Nachmittag drehen lediglich ein paar Löffelenten ihre Runden.

 

Im Zentrum der Region liegt die Provinzhauptstadt Palencia, deren lebendige Fußgängerzone zu einem abendlichen Spaziergang einlädt. Unter anderem gibt es eine gotische Kathedrale zu besichtigen; den Fluss Carrión, der die Altstadt von der Neustadt trennt, überspannt eine Brücke aus römischer Zeit, die zu Fuß überquert werden kann.

 

Unser Stellplatz:

  • Palencia: SP am Park, zentrumsnah auf Großparkplatz, zweckmässig und mit VE
    (N 42°00'15.0", W 4°32'05.2")
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Französische Atlantikküste - Mortagne-sur-Gironde

Wohnmobilstellplatz Wohnmobil Hafen Fischerboot Gironde Bordeaux Mortagne-surGironde
Wohnmobilstellplatz am Hafen on Mortagne-sur-Gironde
Wohnmobil Hafen Mortagne-sur-Gironde Stare Vogelschwarm Abendstimmung Abendrot

Für uns geht es nun Richtung Atlantikküste und weiter nach Frankreich. Wie schon in auf zurückliegenden Reisen übernachten wir in Ondre-Plage auf dem Stellplatz am Parkplatz. Am Übergang zum Strand warnen Schilder vor dem Betreten des Strandes, da aufgrund des starken Windes und der in diesen Tagen hohen Flut mit einer besonders starken Brandung zu rechnen ist. Deutlich sieht man, dass die Brecher bis an die Dünen herandonnern können. Wir belassen es daher bei einem Blick auf den aufgewühlten Atlantik.

 

Wir fahren weiter entlang der Küste in Richtung Bordeau, durch das gleichnamige große Weinbaugebiet. Unser nächstes Ziel ist Mortagne-sur-Girone nördlich von Bordeaux an der Gironde mit seinem Stellplatz am Hafen, das zu einem mehrtägigen Aufenthalt einlädt. Auf den hier vor Anker liegenden Sport- und Fischerbooten ist immer etwas los und so gibt es auch immer etwas zu sehen. In der Nähe liegt darüber hinaus ein Vogelschutzgebiet, das, wie auch der in die hier steile abfallende Felsenküste hinein gebaute Ort zum Erkunden einlädt.

 

Unsere Stellplätze:

- Ondre-Plage: separater Stellplatz neben Strandparkplatz, strandnah, im Winter im Winter kostenfrei, VE geschlossen; Umgestaltung des Parkplatzes geplant und bereits begonnen (N 43°34’34’’N, W 01°29’12’’)

- Mortagne-sur-Gironde: Stellplatz am Hafen mit Blick auf die Boote, VE, €9,50 incl. Strom (N 45°28’29’’N, E 00°47’53’’)

 

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Aubigny-sur-Nère - Kleinstadt im Herzen Frankreichs

Aubigny sur Nère Wohnmobil wohnmobilfreundlich französisch typisch Kleinstadt Markt Wochenmarkt

Unsere Rückreise führt uns auf dem direkten Weg von der Atlantikküste durch das Herz Frankreichs in Richtung Deutschland. Gegen Nachmittag fahren einen der  beiden offiziellen Stellplätze des wohnmobilfreundlichen Ort Aubigny-sur-Nère an und wollen eigentlich nur noch kurz Spazierengehen. Die Kleinstadt mit ihren Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert lädt aber zum Verweilen ein und so schlendern wir noch eine ganze Weile durch die charmante Altstadt und lassen den Tag in einem kleinen Bistro ausklingen. Am nächsten Morgen wollen wir eigentlich nur noch ein paar Fotos machen. Es ist aber gerade Markt und das franzöische Flair des bunten Treibens lässt auch diesen Besuch länger dauern und erst gegen Mittag in einem kleinen Café mit Blick auf das Treiben auf der Straße enden.

 

Unsere Stellplätze:

  • Aubigny-sur-Nère: Stellplatz auf Großparkplatz (N47°29'34.2", E2°26'14.9") zentrumsnah - alternativ: Stellplatz am Sportplatz, etwas weiter ausserhalb, mit VE
    (N47°28'55.3", E 2°26'59.6")
  • Saint-Imoges: kostenfreier Stellplatz mit VE unweit der N51, im Grünen, nett angelegt
    (N49°6'22, E3°58'44'')

 

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Reisetipps zu Spanien und Portugal


Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Spanien

Reisetipps zu Spanien und Portugal

Reisetipps für Wohnmobilreisende zu Spanien

 

Unsere Erfahrungen und alles, was uns so aufgefallen ist:

Spanien läßt sich mit dem Wohnmobil gut bereisen. Es ist ein beliebtes Reiseland für alle Nordeuropäer - vor allem in der kalten Jahreszeit.Vor allem die Ostküste und der Süden Spaniens sind gern besuchte Überwinterungsorte  bei Wohnmobilisten aus Frankreich, Deutschland, England und auch Skandinavien. Entsprechend ist die Infrastruktur für Reisende gut ausgebaut. Manche Dinge sind trotzdessen ein wenig schwierig:

 

Freies Stehen
ist scheinbar erlaubt oder wird toleriert, allerdings ist Camping-Verhalten wie Stühle und Tische, Markise, Wäsche trocknen, aber auch Keile und Hubstützen nicht erlaubt und oft sogar explizit verboten.


Maut:
die meisten Autobahnen sind kostenlos. Nur die Autobahnen mit einem "P", z.B. "AP7" kosten Maut. Die "A7" hingegen kostet nichts. In den kommenden Jahren soll die Maut in Spanien abgeschafft werden. Auf unserer Reise 2020 in Richtung Marokko waren die ersten ehemals kostenpflichtigen Autobahnen bereits kostenfrei. Mehr Informationen findet man dazu im Internet.


Bäcker:
In Spanien gibt es nur wenige Bäcker. Wer frisches Brot kaufen möchte, muss das in der Regel in einem Supermarkt machen.


Einkaufen:
LIDL breitet sich immer mehr aus. Keiner muss auf deutsche Produkte hier "verzichten".


Sprit:
Der Spritpreis variiert von Tankstelle zu Tankstelle. Mit Abstand am günstigsten sind die Tankstellen an den großen Supermärkten


Essen gehen:
Mittagsmenue oft sehr günstig


LPG tanken
Fest eingebaute Gastankflasche lassen sich in Spanien an vielen Tankstellen gur betanken.

 

Gasflaschen

Der Tausch oder das Auffüllen von deutschen Gasflaschen soll in Spanien sehr schwer bis kaum möglich sein. Anscheinend gibt es bei Repsol oder anderen Tankstellenketen Tankflaschen zu kaufen bzw. zu  mieten, die man dann überall an den entsprechenden Tankstellen tauschen kann.

 

Sehenswürdigkeiten
Informationen bei Sehenswürdigkeiten oft nur in spanisch (oder katanisch).

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Reise-Tipps: mit dem Wohnmobil nach Portugal

Reisetipps für Wohnmobilreisende zu Portugal

 

Unsere Erfahrungen und alles, was uns so aufgefallen ist:

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt knapp 600 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung rund 230 Kilometer. Etwa 10 Millionen Einwohner teilen sich rund 100.000 Quadratmeter Fläche. Mit 115 Einwohner / qkm ist das Land recht dünn besiedelt (im Vergleich: Deutschland: 230 Einwohner / qkm). Die Amtssprache ist portugiesisch, knapp 80% aller Portugiesen sind römisch-katholischen Glaubens.

 

Vom grünen Norden mit wild romantischen Ge­birgs­land­schaften und wunderschönen Flusstäler, unzähligen kleinen Fischerdörfern an der rauen Westküste bis hin zu stillen Buchten mit kilometerlangen Sandstränden im Süden ist für jeden etwas dabei. Und mitten drin - die beiden Metropolen Porto und Lissabon.

 

Klima

In Portugal findet man ein gemäßigtes Klima mit heißen Sommern und regenreichen Wintern vor, das je nach Region von atlantischen, kontinentalen und mediterranen Einflüssen geprägt ist. Abhängig davon, welche Region besucht und zu welcher Jahreszeit nach Portugal gereist wird, erfreut das Land mit viel Sonnenschein und ist somit ein ideales Reiseziel.

 

Je nach Höhenlage und Nähe zur Küste variiert das Klima stark. So ist es im bergigen Norden in der Regel kälter und regenreicher, während Lissabon, der Alentejo und die Algarve lange, heiße Sommer mit Temperaturen von bis zu 35-40°C aufweisen. Im Landesinneren herrscht dagegen recht mildes Klima und je weiter man sich von der Küste entfernt, desto geringer wird die Luftfeuchtigkeit.

 

Daraus ergeben sich die besten Reisezeiten:

  • Beste Reisezeit für eine Sommerreise an die Küsten:
  • Mai – September, jedoch sehr hohe Temperaturen im Juli und August
  • Beste Reisezeit für Städtetrips: Frühling und Herbst
  • Beste Reisezeit im Winter: Dezember bis April

Aufgrund der klimatischen Bedingungen kann es in den Sommermonaten in Portugal immer wieder zu massiven Busch- und Waldbränden kommen, die auch die Infrastruktur sowie den Tourismus beeinträchtigen können. Reisende sollten bei Fahrten in bewaldete Gebiete besonders vorsichtig sein und auf entsprechende Meldungen in den Medien und Hinweise der lokalen Behörden wie z.B. der Nationalen Zivilschutzbehörde (www.prociv.pt/en-us) achten.

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Einreise

Die Einreise nach Portugal wie auch nach Spanien ist für deutsche Staatsangehörige mit dem Reisepass, einem vorläufigen Reisepass, dem Personalausweis, einem gültigen vorläufiger Personalausweis oder Kinderreisepass möglich.

 

Pfefferspray

Wohnmobilfahrer, die Pfefferspray in ihrem Fahrzeug mitführen, müssen wissen, dass Pfefferspray in Portugal unter die Bestimmungen des Waffengesetzes fällt. Der Besitz ist nur Inhabern eines Waffenscheins der Kat. E erlaubt. Zuwiderhandlungen haben in der Regel Strafanzeige zur Folge. Somit sollte das Pfefferspray besser zuhause bleiben.

 

Einreise mit Haustieren

 Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern benötigen bei Einreise einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Ausweis muss hervorgehen, dass das Tier eine gültige Impfung gegen Tollwut bzw. eine Auffrischungsimpfung hat.

 

Weiterreise mit Hund nach Marokko

Möchte man mit Hund nach Marokko weiterreisen, ist es zwingend erforderlich, dass man für den Hund ein gültiges Tollwut-Titer-Zertifikat vorlegen kann und die Folgeimpfung für Tollwut nicht um einen einzigen Tag überzogen ist. Ist dies nicht der Fall und ist der Hund erst einmal in Afrika, wird ihm die Einreise zurück nach Europa verweigert und er kommt für drei Monate in Quarantäne! Hier sollte man sich vor Antritt der Reise sehr genau informieren, denn die Titer-Bestimmung kann erst 30 Tage nach der Immunisierung durchgeführt werden.

 

Verkehr:

In Portugal gilt die 0,5 Promille Grenze. Für Fahranfänger, die nicht mehr als Jahre Fahrerfahrung haben, gilt die strenge Grenze von 0,2 Promille.

Telefonieren bzw. ein Handy am Steuer ist verboten und kostet schnell 120 EUR

Bei einem Unfall oder einer Panne sollte man eine Warnweste nach EU-Norm 471 tragen.

gelbe Markierungen am Straßenrand sind Halte- und Parkverbotszonen. Wer diese missachtet, muss mit Abschleppen oder einer Kralle sowie einem empfindlichen Bußgeld rechnen, das oft sogar direkt vor Ort bezahlt werden muss.

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Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  •  innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h
  • außerhalb geschlossener Ortschaften: 90-100 km/h
  • Autobahn: 120 km/h

 Das Schild "Velocidade Controlada" weist darauf hin, dass eine Geschwindigkeitskontrolle mit einer folgenden Ampel verknüpft ist. Ist man zu schnell, schaltet die Ampel auf rot.

 

Uns ist aufgefallen, dass Portugiesen oft sehr dicht auffahren. Als Womo-Fahrer sollte man darauf vorbereitet sein, Ruhe bewahren und eine Gelegenheit suchen, den Drängler vorbei zu lassen. Wir hatten allerdings nie das Gefühl, das das Drängeln in Portugal - im Gegensatz zu Deutschland - etwas mit Aggression zu tun hat. Oft saßen auch ältere und total entspannte Menschen im Auto.

 

Auch überholen Portugiesen oft, obwohl es die Situation noch nicht wirklich erlaubt. Hier wird darauf spekuliert, dass die oft vorhandenen Standspuren genutzt werden. Jeder Portugal-Fahrer wird diese Situation erleben und bald erkennen, dass das "Normal" ist und sich kein portugiesischer Fahrer darüber aufregt. Auf hier sollte man einfach nur vorbereitet sein.

 

Maut

Wer seine Portugalreise genießen möchte, sollte die Autobahnen meiden. Möchte man allerdings schnell vorwärts kommen, so bietet sich die mautpflichtigen Autobahnen mit Sicherheit an, denn sie sind wegen der anfallenden Kosten meist recht leer. Der Preis errechnet sich aus der Fahrzeug-Kategorie (die meisten Womos sind Klasse 2) und Nutzungsdauer. Wir haben auf unseren Reisen keine Autobahn benutzt.

 

Das Bezahlen der Maut soll ein wenig kompliziert sein. Es gibt eine Vignette, eine On-Board-Unit oder aber auch Möglichkeiten, im Nachhinein z.B. bei der Post zu zahlen. Wer die Autobahn nutzten möchte sollte sich im Vorfeld genau informieren.

 

Gas Tanken:

Der Tausch oder das Auffüllen deutschen Gasflaschen ist in Portugal nur schwer möglich. Wir haben allerdings gehört, dass man sich an Repsol- oder Cepsa-Tankstellen portugiesische Flaschen für die Zeit des Urlaubs leihen kann. Wer das tun möchte, sollte für die portugiesische Flasche Platz in seinem Gasfach frei halten.

 

Hat man eine fest eingebaute Gastankflasche an Bord, ist man fein raus. LPG zu tanken ist in Portugal an vielen Tankstellen möglich, den richtigen Adapter sollte man allerdings sicherheitshalber dabei haben.

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Übernachten im Wohnmobil:

Ob man lieber auf einen Campingplatz mit mehr oder weniger Komfort oder einen einfachen Wohnmobilstellplatz möchte, muss jeder für sich entscheiden. Beides gibt es in Hülle und Fülle. Vor allen in der Touristikhochburgen reiht sich ein Campingplatz an den anderen. Aber auch in abgelegenen Teilen der Iberischen Halbinsel findet man immer wieder z.T. kleine, aber mit viel Liebe angelegte Stellplätze, oft sogar mit Ver- und Entsorgung für kleines Geld. Nicht selten ist die Übernachtung sogar kostenlos. Für das Auffinden von Übernachtungsplätzen nutzen wir vor allen park4night (www.park4night.com), Campercontact (www.campercontact.com ) oder meinwomo (www.meinwomo.net). Einige dieser Seiten gibt es auch als App für das Smartphone.

 

freies Übernachten:

"Wildes Campen" und "freies Übernachten" ist ein schwieriges Thema. Man liest immer wieder, dass es in Portugal nicht erlaubt ist, aber eine abgesicherte Auskunft haben wir nirgends bekommen. Daher möchten wir nur kurz unsere Erfahrungen schildern:

 

Immer wieder findet man an besonders schönen Plätzen Ansammlungen von Wohnmobilen, die, sobald sich eine gewisse Wohnmobildichte angesammelt hat, auch durch die Polizei geräumt werden. Wenn wir "frei" übernachtet haben, dann auf einem ruhigen Plätzchen abseits des Trubels. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass vorbeifahrenden Streifenwagen - wenn Sie uns denn entdeckt haben - immer ein Auge zugedrückt haben. Allerdings verzichteten wir an solchen Plätzen komplett auf "Camping", d.h. Stühle, Tische und Grill blieben im Auto, die Markise eingerollt.

 

Noch ein Tipp:

Hippies stehen mit ihren "Wohnungen auf 4 Rädern" gern auf einsamen Parkplätzen in Strandnähe. Werden Sie von der Polizei entdeckt, werden sie oft zur Kasse gebeten. Steht man zufällig ganz in der Nähe, kassiert die Polizei aus "Solidarität" gleich alle Übernachter vor Ort ab - und das kann ein teures Vergnügen werden.

 

Sicherheit

Nach unserem Empfinden ist Portugal ein sicheres Land, aber Vorbeugen ist allemal besser. Man sollte sich vor der Abreise seine Gedanken machen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Auch eine vorher klar definierte Prozedur beim Verlassen des Fahrzeugs ist hilfreich, nichts zu vergessen. Bei uns macht einer alles zu, der andere kontrolliert!

 

Selbstverständlich ist es natürlich, keinerlei Wertsachen frei sichtbar im Wohnmobil liegen zu lassen. Offene Fenster und Türen sind Einladungen für Gelegenheitsdiebe.

 

Grundsätzlich sollte man es einem Einbrecher so schwer machen wie möglich - und das soll er auch von außen sehen! Ein Großteil der Einbrüche erfolgt über die Fahrer- bzw. Beifahrertür, ein Seitenfenster ist schnell eingeschlagen und der Weg ins Innere frei. Hier sollte man sich Gedanken machen, wie man die Fahrerhaustüren zum Beispiel durch eine gut sichtbar Kette zusammenschließt. Weitere Sicherheitsmaßnahmen wären u.a. Alarmanlagen und Tür- und Fenstersicherungssysteme.

 

Ein gutes Mittel, sich vor großem Schaden zu schützen ist es, einfach nichts Wertvolles mit zu nehmen, bzw. im Wagen liegen zu lassen.

 

Aber auch die Wahl des Park- oder Stellplatzes sollte wohl überlegt sein. Auch ein offizieller Stellplatz ist nicht unbedingt sicher. Bierflaschen und anderer Müll können Hinweise sein, dass sich hier Jugendliche am Abend die Zeit vertreiben. Unser Motto ist, wenn wir uns auf einem Platz nicht wohlfühlen, fahren wir weiter.

 

Menschenleere oder schlecht beleuchtete Straßen meiden wir. Besonders vorsichtig sind wir an Orten mit Menschenmassen oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allen in den historischen Straßenbahnen von Lissabon sollte man vorsichtig sein. Unsere Wertsachen tragen wir versteckt, die Fotoausrüstung in speziellen Taschen mit Diebstahlschutz.

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Einkaufen:

Wer auf deutsche Produkte nicht verzichten möchte, findet in Portugal flächendeckend Filialen von deutschen Discountern. Mit Bäckern ist das ein wenig anders, denn auf der ganzen Iberischen Halbinsel gibt es nur wenige Bäcker. Wer frisches Brot kaufen möchte, muss das in der Regel auf einen Supermarkt zurückgreifen.

 

Portugiesische Küche

Die Portugiesische Küche ist vor allem von der Seefahrt geprägt. Wichtige Bestandteile der Küche sind Gewürze wie Koriander, Chili, Zimt, Kardamon, Ingwer oder Früchte wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika, die die Seemänner aus Übersee mitbrachten. Hinzu kommt der Fisch aus dem nahen Meer und das Fleisch aus dem Binnenland.

 

Vor allem Chili hat es den Portugiesen angetan. Piri-Piri ist nicht nur die Bezeichnung der Schote, sondern auch von Soßen, die die Portugiesen in allen Schärfevariationen lieben.

 

Restaurant:

Da die Lebensunterhaltskosten für uns Deutsche in Portugal sehr günstig sind, ist auch Essen gehen erschwinglich. Vor allem mittags bieten viele Restaurants kostengünstige und gute Tagesmenüs.

 

Betritt man ein Restaurant, wartet man, bis einem ein Tisch zugewiesen wird. Hat man sich gesetzt, werden einem in der Regel ein paar Appetitanreger auf den Tisch gestellt. Hat man sie konsumiert, werden sie später auf der Rechnung mit ausgewiesen. Sollten diese Häppchen nicht nur aus Oliven, Weißbrot, Butter, Käse und Pasteten, sondern - aufwendig hergestellt - aus Tintenfisch-Salat oder Garnelen bestehen, sollte man sich den Verzehr überlegen, denn sie schlagen sich oft deutlich in der Rechnung nieder. Neben dem kostenlosen Leitungswasser, das an den Tisch gebracht wird, sollte man auch andere Getränke bestellen.

 

Rechnung und Trinkgeld

Die Rechnung "a conta" bringt der Kellner meist auf einem kleinen Teller. Aber anders als in Deutschland schlägt man das Trinkgeld nicht gleich auf die Rechnung, sondern zahlt zuerst den ausgewiesenen Betrag. Wenn der Kellner dann das Wechselgeld auf dem Teller zurückbringt, lässt der man das Trinkgeld darauf liegen. 10 bis 15 Prozent Trinkgeld sind in der Gastronomie üblich.

 

Telefonieren und Internet:

Bisher war das Telefonieren und das Internet auf Reisen ins Ausland immer ein großes Problem. Aber seit Mitte Juni 2017 muss man sich auf Reisen in die EU kaum noch Sorgen mehr über Roaming-Gebühren machen, wenn man mit dem Handy oder Notebook mobil im Internet surfen möchte. Mit dem Wegfall der Roaminggebühren stehen einem in der Regel jetzt auch im EU-Ausland die gewohnten Volumina des Heimattarifs zur Verfügung. Aber Achtung: Die neuen Roaming-Regeln gelten ausschließlich in den Ländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein, also nicht in allen Ländern Europas!

 

Ausnahmen kann es auch bei Tarifen geben, die unbegrenzte oder umfangreiche Surf-Flatrates enthalten. Hier kann durch den Mobilfunkanbieter eine Grenze eingerichtet werden. Neuerdings werden von einigen Anbietern auch wieder Tarife angeboten, die ausschließich in Deutschland gelten. Hier sollte man bei Abschluss eines neuen Vertrages aufpassen.

 

Wichtig vor jeder Reise ist, dass man sich im Vorfeld hinreichend informiert, was der eigene Vertrag beinhaltet und was nicht. Hat man dies versäumt, erhält man von den meisten Mobilfunkanbietern bei Grenzübertritt eine SMS. Diese sollte man genau lesen, denn sie enthält meist Informationen über die Gebühren im Einreiseland.

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Zähler für interne Zwecke (22.05.20)


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