Südschweden für Naturfreunde

Schweden - ein Paradies für Wohnmobilfahrer:


Unsere Reiseroute:

Der Süden Schwedens ist immer eine Reise wert

typisch Südschweden - Küste - Steine - Rinder
typisch Südschweden - Küste - Steine - Rinder

Südschweden ist für uns immer wieder eine Reise wert. Ob auf dem Weg nach Lappland oder als alleiniges Ziel - wir fahren immer wieder gerne hierher, denn die Region hat für uns als Naturfreunde viel zu bieten.

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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Punkt Schwedens und von besonderer Bedeutung für den Vogelzug in Richtung Süden.


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Smygehuk, der südlichste Punkt Schwedens

Smygehuk, der südlichste Ort Schwedens
Smygehuk, der südlichste Ort Schwedens

Die Suche nach einem Stellplatz mit Blick auf die Ostsee bringt uns nach Smygehuk, dem südlichsten Punkt Schwedens.


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Steinadler und Ziegenmelker

Steinadler im Naturreservat Fyledalen
Steinadler im Naturreservat Fyledalen

Nur wenige Kilometer von Ystad entfernt nisten seit einigen Jahren Steinadler. Mit etwas Geduld kann man sie gut beobachten.


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Schifflegung Ales Stenar und Stensnuvuds Nationalpark

"Ales Stenar" eine sogenannte Schiffslegung
"Ales Stenar" - eine sogenannte Schiffslegung

Nicht weit entfernt von Ystad versetzt uns die Schiffslegung Ales Stenar bei Kaseberga zurück in prähistorische Zeiten.

 

Danach folgen wir der Küstenstraße in Richtung Norden zum Stensnuvuds Nationalpark, einem Wanderparadies am Meer.


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Felszeichnungen bei Järrestad

Im Süd-Osten Schwedens entpuppen sich die Felszeichnungen bei Järrestad für uns als ein echtes Highlight. Versteckt hinter einem Bauernhof findet man hier Relikte aus der Bronzezeit.


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Naturreservat Höslövs ängar bei Kristianstad

Das Naturreservat Höslövs ängar ist unser kleines persönliches Vogelbeobachtungs-Highlight im Biospärenreservat Kristenstad Vattenrike.

 

Seit Jahren zieht es immer wieder hierher, denn es gibt bei jedem Besuch Neues zu entdecken.


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Naturreservate Tosteberga ängars und Sträntemölla

Die Naturreservate Sträntemölla bei Kivik und Tosteberga ängars bei Bromölla sind einen Abstecher wert.


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Nogersund - ein kleines Fischerdorf im Süden

Blick morgens aus unserem "Paul" auf den vernebelten Hafen von Nogasund
Blick morgens aus unserem "Paul" auf den vernebelten Hafen

Nogersund ist ein kleiner Ort mit Fischereihafen und Wohnmobilstellplatz. Am Hafen lädt ein nettes Restaurant zur Einkehr.


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Torhamn - Natur, Angeln und eine Menge Hafenambiente

Marina von Torham - links oben stehen die Wohnmobile
Marina von Torham - links oben stehen die Wohnmobile

Der kleine Ort Torhamn bietet nicht nur einen schönen Stellplatz am Hafen sondern auch viel Natur.


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Öland - ein Juwel zwischen Tourismus und Einsamkeit

Die Insel Öland vor Schwedens Süd-Ostküste ist für uns eine Liebe auf den zweiten Blick. Außerhalb der Badesaison ist das Eiland ein Paradies für Vogelfreunde und Ruhesuchende.


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Öland - der Norden

Der Lange Erik im Norden Ölands ist noch in Betrieb
Der Lange Erik im Norden Ölands ist noch in Betrieb

Der Norden Ölands ist mit seinen feinen Sandstränden an der Westküste ein Paradies für Sommerurlauber. Wer hingegen Ruhe sucht, findet diese an der Felsküste im Westen und in den großen Waldgebieten an der Nordspitze der Insel.


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Öland - der Süden

Den Vogelzug auf Öland fotografieren

 

 

Der Süden Ölands ist nicht nur zur Zeit des Vogelzugs ein Paradies für Vogelfreunde und andere Naturbegeisterte.

 

 


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Ein Platz zum Verweilen

See mit Seeadlern, Wanderwegs, Badestelle. Ein ehemaliger Campingplatz lädt zum Verweilen ein.


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Route 1: Durch den Schärengarten

Das Gebiet der Schären im Süd-Osten Schwedens mit seinen kleinen Inseln und Fjorden ist wunderschön, für uns als Wohnmobilfahrer aber schwierig zu bereisen.


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Route 2: Kulturreservate in Östergotland: Öna und Smedstorps duppelgård

In Schweden gibt es 43 Natureservate. Hier werden wertvolle Kulturlandschaften und lokale Traditionen erhalten und gepflegt. Wir haben zwei Reservate in Östergotland besucht.


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Entlang des Göta-Kanals

Göta-Kanal
Göta-Kanal

Quer durch Schweden verbindet der Göta-Kanal Nord- und Ostsee. Heute hat er kaum noch wirtschaftliche Bedeutung, ist aber ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen.


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Rund um Örebro - Naturkunde und Archäologie

Gräberfeld "Norrby Stenar" bei Hallsberg
Gräberfeld "Norrby Stenar" bei Hallsberg

Rund um Örebro erkunden wir das Gräberfeld "Norrby Stenar" by Hallsberg und zwei vor allem für Vogelfreunde interessante Naturschutzgebiete.


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Sterntaucher - morgens halb 5 in Schweden

Die Sterntaucher leben in einem fantastischen Moorgebiet mit vielen kleinem Seen und Stegen.
Die Sterntaucher leben in einem fantastischen Moorgebiet mit vielen kleinem Seen und Stegen.

Das Naturreservat Knuthöjdsmossen bei Hällefors ist ein Geheimtipp  für Vogelfreunde. Mit etwas GLück und Geduld kann man hier im Frühjahr Sterntaucher bei der Balz beobachten.


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Karlskoga - Nobelmuseum

Turbinenrad am Nobelmuseum bei Karskoga
Nicht das Turbinenrad ist hier wichtig: Bitte das Schild im Vordergrund beachten!

Im Nobelmuseum bei Karlskrona erfahren wir viel über das Leben und Werk von Alfred Nobel, dem Erfinder des Dynamits und Begründer der Nobelstiftung.


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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden

Der Nationalpark Tiveden ist recht klein, aber ein Paradies für Wanderer.


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Hornborger See/Hornborgasjön

Kraniche
Kraniche

Der Hornborga See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Frühjahr und Herbst ist der See Rastplatz für tausende Zugvögel. Bekannt ist das Gebiet für den Paarungstanz der Kraniche, den man hier gut beobachten kann.


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Nationalpark Store Mosse

Store Mosse Nationalpark
Store Mosse Nationalpark

Als "Schwedens grösste Moorlandschaft südlich von Lappland" wird der Store Mosse Nationalpark in Småland bezeichnet.

 

Wir freuen uns schon auf den Besuch, aber es kommt anders ...


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Åsnen See und National Park

Der See Åsnen liegt in Südschweden südlich von Alvesta und Växjö und nordwestlich von Tingsryd und ist namensgebend für den jüngsten Nationalpark Schwedens.


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Autofriedhof im Kyrkö Mosse

Autofriedhof im Kyrkö Mosse
Autofriedhof im Kyrkö Mosse

Der kleine Ort Ryd in der Provinz Kronoberg hat mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit aufzuwarten.

 

Hier findet man mitten im Wald einen frei zugänglichen Autofriedhof, der tolle Fotomotive bietet.


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Alternative: vom Hornborga See an die Westküste


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Fazit

Eine Reise nach Schweden hat wohl zu jeder Zeit ihren Reiz. Im Juli/August muss man sich allerdings im Klaren sein, dass nicht nur ausländische Touristen das Land mit dem Wohnmobil und Wohnwagen erkunden wollen, sondern dass -  zumindest gefühlt - auch praktisch alle Schweden ebenso unterwegs sind. Es soll kaum eine schwedische Familie ohne bewohnbares Fahrzeug geben. Stell- und Campingplätze, insbesondere die, die eine Möglichkeit zum Baden oder zumindest Meerblick bieten, sind gut besucht bis VOLL. Auf Stellplätzen erfolgt ein Platzwechsel am frühen Morgen und nicht erst gegen Mittag wie bei uns. Wer nach 14 Uhr einen Platz in der ersten Reihe sucht, hat eher das Nachsehen. Will man die Küste erkunden,  sollte man daher gewillt sein, sich etwas anzupassen bzw. ein paar Abstriche zu machen..

 

Anders gestaltet sich die Situation, wenn man die Küste verlässt und besonders dann, wenn man im Landesinneren frei oder zumindest ohne Ver-/Entsorgung steht. Hier kann man Plätze finden, an denen man alleine mit der Natur ist. Diese einsamen Plätze tauscht man aber häufig gegen die Möglichkeit zu "Campen", das heißt, die Stühle vor die Tür zu stellen und draußen zu grillen. Derartiges Verhalten ist nach unserem Verständnis kein Teil des viel gelobten Jedermannsrecht in Schweden, das das Übernachten im Wohnmobil überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist und man niemand stört. Auf keinen Fall sollte man Spuren hinterlassen.

 

Unsere Empfehlungen zur Vorbereitung:

  • Insbesondere wenn man nicht nur auf den Hauptstraßen unterwegs sein will, empfiehlt es sich, gutes Kartenmaterial dabei zu haben. Wir haben mit "Freytag Berndt Autoatlanten, Skandinavien Superatlas, Spiralbindung - Maßstab 1:250 000 - 1:400 000" gute Erfahrungen gemacht. Nicht ganz billig, aber sein Geld wert

  • Wir waren von unserem Reiseführer etwas enttäuscht, konzentrierte sich dieser doch nur auf wenige Hauptrouten. Empfohlen wurde uns unterwegs der Band "Mit dem Wohnmobil nach Südschweden" aus dem Wohnmobilverlag.

  • Die Entsorgung von Schwarzwasser ist in Schweden üblicherweise kein Problem - hier sei auf die sehr gepflegten Entsorgungsstationen an Rastplätzen entlang der Autobahnen verwiesen (Tür mit der Aufschrift "Latrine" an den Toilettenhäuschen). Weitere Infos unter: http://www.husbilskatalogen.se/rastplatser.htm. Die Grauwasserentsorgung erweist sich als schwieriger, teilweise muss man etwas suchen bis man eine Möglichkeit findet.

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Hits seit dem 21.10.2019:


Die ganze Reise in voller Länge:


Unsere Reiseroute:

Der Süden Schwedens ist immer eine Reise wert

typisch Südschweden - Küste - Steine - Rinder
typisch Südschweden - Küste - Steine - Rinder

Südschweden ist für uns immer wieder eine Reise wert. Ob auf dem Weg nach Lappland oder als alleiniges Ziel - wir fahren immer wieder gerne hierher, denn die Region hat für uns als Naturfreunde viel zu bieten.

Es gibt einige Möglichkeiten von Deutschland nach Schweden zu reisen. Wir fahren aber meist über Dänemark - in der Vergangenheit von Puttgarden aus mit der Fähre und dann weiter zur Öresundbrücke.  Da wir aber mittlerweile auf den Hund gekommen sind, verzichten wir derzeit auf die Fähre und fahren von der Deutsch/Dänischen Grenze zum Kleinen Belt und danach über den Öresund.

 

Meist liegt unser erster Stopp in Schweden kurz hinter Malmö auf der Halbinsel Falsterbo:

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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Punkt Schwedens und von besonderer Bedeutung für den Vogelzug in Richtung Süden.


Vor der Überquerung der Ostsee rasten auf der Halbinsel viele Vögel, um noch einmal Futter aufzunehmen oder um auf günstige Windverhältnisse für ihren Weg über das Wasser warten.

 

Jedes Jahr im Herbst und Frühjahr überqueren über 500 Millionen Zugvögel Südschweden, ein Großteil von ihnen nimmt den Weg über Falstbo. An guten Tagen passieren hunderttausende Vögel das Gebiet;

 

Einer der besten Punkte zur Beobachtung liegt am Ende der Landzunge am Leuchtturm von Falsterbo (Vogelwarte) im Naturreservat Flommen. Er ist vom Parkplatz am Golfplatz (N 55°23'03" O 12°49'20") zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen.

 

Bei unserem Besuch ist die Umgebung fest in der Hand echter "Birder" mit Spektiv; Fotografen sind in der Unterzahl. Zum Fotografieren, sind die Vögel einfach zu hoch. Hier zählt die reine Menge - es ist ein unglaubliches Spektakel. Egal wann und wo man nach oben schaut, man sieht Vögel, Vögel und noch mehr Vögel. Tausende von Finken, Gänse, Tauben.... aber auch Greifvögel machen sich auf den Weg. Wir haben noch NIE so viele Vögel und auch noch nie so viele Milane, Bussarde und Sperber gleichzeitig gesehen. Allein am ersten Tag unseres Aufenthalts wurden 400.000 Finken gezählt.

 

Aktuelle Zahlen der täglichen Zählingen findet man auf der Seite der Vogelwarte Falsterbo: hier

 

Ein weiterer guter Beobachtungspunkt liegt an dem Naturreservat an der Zufahrt zum Campingplatz von Falsterbo (siehe Stellplatz-Tipps). Hier setzt man sich mit Spektiv und/oder Kamera am bestem im Campingstuhl in die Sonne und wartet darauf, was so alles vorbeikommt.

 

Wir waren bisher zweimal hier zum Vogelzug:

  • Anfang Oktober: hier war der Vogelzug im vollen Gange
  • Ende August: hier gab es schon Tage mit großer Migration, an dem Tag, an dem wir da war, war allerdings nur sehr wenig los.

 

Unser Stellplatz-/Campinplatztipps:

  • Stellplatz am Hafen: kostenpflichtiger Stellplatz mit Strom und VE am Hafen mit Blick auf die Öresund-Brücke (N 55°24'59.3", O 12°49'53.4")
  • Stellplatz am Kanal: (N 55°24'36.2", O 12°55'55.4")
  • Campingplatz Falsterbo (N 55°24'00", O 12°51'52")

Impressionen aus Falsterbo:

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Smygehuk, der südlichste Punkt Schwedens

Smygehuk, der südlichste Ort Schwedens
Smygehuk, der südlichste Ort Schwedens

Die Suche nach einem Stellplatz mit Blick auf die Ostsee bringt uns nach Smygehuk, dem südlichsten Punkt Schwedens.


Von Falsterbo aus fahren wir auf der Küstenstraße ostwärts in Richtung Ystad. Immer wieder bietet sich hier entlang der Route die Möglichkeit einen Blick auf die Ostsee zu werfen oder auch auf einem der Parkplätze zu halten, um Meeresvögel zu beobachten.

 

Auf etwa halber Strecke legen wir auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz in dem kleinen Ort Smygehuk, dem südlichsten Punkt Schwedens, einen Stopp ein. Der große Parkplatz lässt vermuten, dass es sich hier um einen beliebten Ausflugsort handelt; bei unserem Besuch im September parken hier aber in der Hauptsache Wohnmobile. So ein touristischer Ort ist eigentlich so gar nicht unser Ding, trotzdem starten wir einen Rundgang und werden positiv überrascht.

 

Rund um einen kleinen Hafen gruppieren sich die typischen roten Schwedenhäuser, es gibt eine Fischräucherei, einiges Kunsthandwerk und ein nettes Kaffee, in dem wir am nächsten Morgen einen leckeren Cappuccino trinken. Vor der Touristeninformation laden Stühle und Tische zum Verzehr des mitgebrachten Picknicks ein.

 

Aber auch die Umgebung des Hafens lohnt eine Erkundung, gibt es hier doch einiges zu entdecken. So zeigt eine große in den Boden eingelassen Windrose, die Entfernungen zu mehreren Stüdten. Versucht einmal selbst zu schätzen. Wir lagen bei der Entfernung nach Berlin erst einmal richtig daneben. Ein kurzes Stück weiter die Küste entlang stößt man erst einmal auf ein an die spezielle Lage des Ortes angelehnte Kunstwerk und danach auf einen alten Kalköfen, der an die einst florierende Kalbrennerei der Region erinnert. Direkt daneben liegt ein Hügelgrab aus prähistorischer Zeit. Zu guter Letzt entdecken wir hinter den Hütten an der Westseite nach einen Hinweis darauf, dass es hier ein großes Schlangenvorkommen gibt, trennt doch eine "Schlangenmauer" das unbebaute Land im Westen des Hafengebiets.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz in Smygehuk:

  •  großer Parkplatz auf einer Wiese mit Blick auf das Meer, bei unserem Besuch kostenfrei, durch die angrenzende Küstenstraße relativ laut (55°20'23"N 13°21'43"E)

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Steinadler und Ziegenmelker

Steinadler im Naturreservat Fyledalen
Steinadler im Naturreservat Fyledalen

Nur wenige Kilometer von Ystad entfernt nisten seit einigen Jahren Steinadler. Mit etwas Geduld kann man sie gut beobachten.


Für uns geht weiter nach Osten, wo nur nur etwa 15 Kilometer entfernt von Ystad im Landesinneren ein echtes echtes Highlight, vor allem für Greifvogelfreunde, befindet. Im Naturreservat Fyledalen brüten schon seit den 1990 Jahren regelmäßig Steinadler. Das Nest befindet sich nicht weit entfernt vom Parkplatz an der Straße in einer Eiche, ist allerdings nicht einsehbar. Die Adler nutzen aber immer gerne die Thermik über dem Tal und sind daher gut zu beobachten. Meist finden sich hier mehrere Gleichgesinnte mit Spektiv, Objektiv oder zumindest Fernglas ein.

 

Ein echtes Highlight, vor allem für Greifvogelfreunde, befindet sich aber nur etwa 15 Kilometer entfernt von Ystad. Im Smygehuk, der südlichste Ort Schwedens brüten schon seit den 1990 Jahren regelmäßig Steinadler. Das Nest befindet sich nicht weit entfernt vom Parkplatz an der Straße in einer Eiche, ist allerdings nicht einsehbar. Die Adler nutzen aber immer gerne die Thermik über dem Tal und sind daher gut zu beobachten. Meist finden sich hier mehrere Gleichgesinnte mit Spektiv, Objektiv oder zumindest Fernglas ein.

 

Infokasten: Steinadler

 

Der Steinadler ist eine Greifvogelart aus der Familie der Habichtartigen und besiedelt offene und halboffene Landschaften. Früher war die Art in Europa weit verbreitet, ist aber heute selten geworden. Männliche Vögel können eine Spannweite von bis zu 230 cm erreichen.
 

Unser Beobachtungsplatz:

  • Parkplatz (KEIN Stell-/Übernachtungsplatz) am Naturreservat (55°31'49"N 13°52'47"E)

 

Östlich von Ystad liegt das Naturreservat Sandhammeren. Auf einer unscheinbaren, mit Heide bewachsenen Lichtung kann man mit Glück den Ziegenmelker antreffen.

 

Infokasten: Ziegenmelker

 

Der unscheinbare, etwa drosselgroße Vogel ist ein Langstreckenzieher und an seinem Brutplatz nur von Mai bis August anzutreffen. Auch dann ist er nur schwer zu entdecken, da er nacht- und dämmerungsaktiv den Tag gut getarnt auf Ästen oder dem Boden verbringt.

 

Wir waren nun schon mehrmals hier und konnten bisher nur im Juli einen kurzen Blick auf einen der Vögel erhaschen. Bei unserem Besuch Anfang September befanden sich die Vögel schon wieder auf ihrer Reise nach Afrika.

 

Unser Beobachtungsplatz:

  • Waldweg an der Lichtung (KEIN Stell-/Übernachtungsplatz) am Naturreservat (55°31'49"N 13°52'47"E), sehr eng.

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Steinadler in luftiger Höhe

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Schifflegung Ales Stenar und Stensnuvuds Nationalpark

"Ales Stenar" eine sogenannte Schiffslegung
"Ales Stenar" - eine sogenannte Schiffslegung

Nicht weit entfernt von Ystad versetzt uns die Schiffslegung Ales Stenar bei Kaseberga zurück in prähistorische Zeiten.

 

Danach folgen wir der Küstenstraße in Richtung Norden zum Stensnuvuds Nationalpark, einem Wanderparadies am Meer.


Paraglider bei Ales Stenar
Paraglider bei Ales Stenar

Unser nächstes Ziel sind die bei Kaseberga gelegenen "Ales Stenar" eine sogenannte Schiffslegung. Sowohl über die Entstehung als auch den Zweck der Anlage scheint Uneinigkeit zu bestehen. Die Interpretationen reichen von einem Grab bis hin zum Sonnenkalender. Beeindruckenden ist das Steinschiff auf den höchsten Punkt der Dünen mit Blick über das Meer allemal, ganz gleich aus welcher Zeit es stammt. Erst recht, wenn als Gruß aus der Moderne Paraglider direkt über dem Betrachter ihre Runden drehen.

 

Glücklicherweise sind wir bereits gegen 9 Uhr da, denn als wir uns eine Stunde später auf den Rückweg machen ist es richtig voll geworden. PKWs, Wohmobile und Busse müssen nun bereits von Ordnern auf den tagsüber auch für Wohnmobile gebührenfreien Parkplatz eingewiesen werden, um dem Ansturm Herr zu werden.

 

Wir folgen weiter der Küstenstraße und gelangen im Osten der Region Skåne zum Stensnuvuds Nationalpark, dem südlichsten Nationalparks Schwedens. Wie in Skandinavien üblich ist der Park für Besucher zugänglich, wird hier doch eher Wert auf das Miteinander von Mensch und Natur als auf den Schutz der Natur gelegt. Selbst Hunde dürfen (angeleint) mit in den Wald und außerhalb der Badesaison sogar an den weißen Sandstrand.

 

Wir spazieren mit unserem Adi auf einem der Wanderwege durch Eichenwald und Heide bis zum Strand und weiter zwischen der Anfang September in voller Blüte stehenden Heide und blauer Ostsee entlang der Küste. Zurück geht es vorbei an Picknickbänken bis zum Naturum, dem Infozentrum des Parks. Achtung: Entlang des Wanderwegs weiden freilaufende Rinder. Diese interessieren sich aber glücklicherweise nicht für unseren aufgeregten Hund.

 

Unser Wohnmobil - Stellplatz in Ystad:

  • Parkplatz vor dem Ort mit toller Aussicht und kleinem Strand. Die Kläranlage nebenan stört nur bei sehr ungünstigen Windbeingungen. Am Platz startet sowohl ein Fahrradweg als auch ein Fuß-/Joggingpfad nach Ystad (ca. 2 Kilometer). Von 8 - 20 Uhr kostenpflichtig (2020: 100 SEK), parzelliert, Müllcontainer, ansonsten keine Einrichtungen. Die Gebühr wird am Automaten per Karte entrichtet. Der Automat ist papierlos. Eine Bestätigung kann man sich per SMS/Mail zuschicken lassen. ApplePay (Handy) funktionierte bei unserem letzten Besuch (2020) leider nicht. (55°25'29"N 13°47'13"E)

 

weitere Übernachtungsmöglichkeit:

  • Ystad: Stellplatz am Hafen, mit Strom, kostenpflichtig (55°25'36"N 13°48'47"E)
  • Kaseberga : Parkplatz an den "Ales Stenar", nachts kostenpflichtig, (55°23'19"N 14°03'46"E)

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Felszeichnungen bei Järrestad

Im Süd-Osten Schwedens entpuppen sich die Felszeichnungen bei Järrestad für uns als ein echtes Highlight. Versteckt hinter einem Bauernhof findet man hier Relikte aus der Bronzezeit.


In Ystad haben wir Willi kennengelernt. Trotz des männlichen Namens ist Willi eine Frau und was für eine. Die Mitsechzigerin aus den Niederlanden hat mit ihrem VW-Bus, der jetzt etwa 300.000 km auf dem Buckel hat, in den letzten drei Monaten alleine das Baltikum bereist und ist gerade auf dem Rückweg nach Hause. Wir stellen fest, dass sie alleine auf Plätzen übernachtet hat, auf denen wir mit Sicherheit nicht geblieben wären, auf diese Weise aber auch gute wie schlechte Erfahrungen gemacht hat, die wir nie machen werden.

 

Willi leiht uns ihren Schwedenreiseführer zum Durchblättern und wir finden einen Hinweis auf die Felszeichnungen bei Järrestad, die sich für uns als ein echtes Highlight entpuppen. Die Ritzungen, die Schiffe, Fußabdrücke, einfache Vertiefungen aber auch eine menschliche Gestalt zeigen, stammen aus der Bronzeit und sind ca. 3000 Jahre alt. Sie liegen  versteckt hinter einer unscheinbaren Einfriedung mitten in einem Feld in der Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebs. Der Eingang ist nicht beschildert und leicht zu übersehen (GPS N55°33'2,9''/ O14°16'52,8'', an der Straße parken, den Feldweg hoch und durch das Holzgatter). Die Darstellungen selbst sind gut sichtbar und leicht auf der freigelegten Felsplatte erkennbar.

 

Unser Stellplatz:

  • Brösarp: Park-/Picknickplatz an der Straße 9 vor dem Ort,  WC und Toilettenentsorgung
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Naturreservat Höslövs ängar bei Kristianstad

Das Naturreservat Höslövs ängar ist unser kleines persönliches Vogelbeobachtungs-Highlight im Biospärenreservat Kristenstad Vattenrike.

 

Seit Jahren zieht es immer wieder hierher, denn es gibt bei jedem Besuch Neues zu entdecken.


Die Feuchtgebiete rund um Kristianstad Vattenrike sind seit 2005 als Biosphärenreservat ausgewiesen. Informationen bietet das direkt bei Kristianstad gelegene Naturum Informationszentrum, dem sich, obwohl stadtnah, Schutzzonen angrenzen, die allerdings auch als Naherholungsgebiet dienen.

 

Uns zieht es in der Region immer wieder in das Naturreservat Höslövs ängar bei Viby unweit von Kristianstad. Wir stellen unser Wohnmobil auf dem Parkplatz vor dem Natrureservat ab, von wo aus ein Wanderwege startet. Am Parkplatz findet man Infotafeln, Pickinicktischen und auch ein (wie eigentlich immer in Schweden) ein Toilettenhäuschenaus. Im Gebiet findet man darüber hinaus zwei Beobachtungstürme.

 

Im Gebiet findet man einen See, der von Wiesenflächen umgeben ist, welche von frei laufenden Rindern bis hin zum Seeufer offen gehalten werden und so deren speziellen Charakter erhalten.

 

Bei unserem ersten Besuch machten wir uns bei etwas über 20° Grad Außentemperatur bepackt mit unserer Kameraausrüstung auf den Weg und müssen feststellen, dass sich die doch sehr moderaten Temperaturen unter der Last und bei voller Sonne eher anfühlen können wie 30° Grad. Die Vogelwelt hielt sich, wie dies im Juli eigentlich zu erwarten ist, zurück. Trotzdem sahen wir Graugänse, Fischadler, Steinschmätzer und aus der Ferne auch Trauerseeschwalben.

 

Mittlerweile waren wir schon mehrfach hier. Jedes Mal gab es etwas zu entdecken und das Gebiet ist einfach traumhaft schön. Selbst dann wenn man nur auf dem Parkplatz das Spektiv aufbaut und wartet, was passiert. Bei unserem letzten Besuch Anfang September kam nach einem unspektakulären Nachmittag, an dem sich hauptsächlich Graugänse und ein paar Bachstelzen zeigten, plötzlich ein Fischadler, ein Raufußbussard und eine Rohrweihe vorbei, kurz später getoppt von diversen Kranichen. Diese flogen zuerst vorbei, um sich dann unweit von uns auf einem Feld niederzulassen. Während sie sich dort für die Nacht stärkten, zeigten sogar einige der Vögel ihre berühmten Tänze.

 

Unser Beobachtungs-/Übernachtungsplatz:

  • Höslövs ängar: am Naturreservat, Parkplatz mit WC und Mülleimern, der auch regelmäßig von Einheimischen zwecks Hunde-/Abendspaziergang genutzt wird. Kein Stellplatz, somit unsere Bitte an alle Besucher: kein Campingverhalten zeigen und auch ansonsten nicht negativ auffallen. Wir möchten gerne auch in den nächsten Jahren zur Vogelbeobachtung wieder hierher zurückkommen können. (55°59'58"N 14°13'20"E)

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Naturreservate Tosteberga ängars und Sträntemölla

Die Naturreservate Sträntemölla bei Kivik und Tosteberga ängars bei Bromölla sind einen Abstecher wert.


Bei Sträntemölla handelt es sich um ein Waldgebiet, in dessen Mitte an einem Wasserfall die Ruinen einer Wassermühle zu finden sind. Entlang der Waldwege liegt bei unserem Besuch ein Geruch nach Knoblauch in der Luft. Der Tafel am Parkplatz des Reservat ist zu entnehmen, dass in diesem Gebiet wilder Knobloch zu finden ist. Das erklärt den uns hungrig machenden Duft.

 

Das Reservat Tosteberga ängars liegt wieder an der Küste und schützt eine felsige Wiesenlandschaft, die uns an Schottland oder Irland erinnert. Vom gut beschilderten Parkplatz ziehen sich Wege durch das Schutzgebiet bis zum Meer.  Auf den Steinen entlang des Weges sitzen Steinschmätzer und tragen ihrem Namen Rechnung. Frische Dunghaufen weisen darauf hin, dass hier wie auch in anderen Naturreservaten frei laufende Rinder die zum Erhalt der Landschaft notwendige Beweidung übernehmen und auf die bzw. die entsprechenden Verhaltensregeln für Besucher am Eingang hingewiesen wird.

 

Auf dem Parkplatz treffen wir ein Paar aus Aachen, das mit dem Fahrrad nach VIETNAM unterwegs ist. Mehr zu den beiden in unserer Rubrik: "unterwegs getroffen".

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Nogersund - ein kleines Fischerdorf im Süden

Blick morgens aus unserem "Paul" auf den vernebelten Hafen von Nogasund
Blick morgens aus unserem "Paul" auf den vernebelten Hafen

Nogersund ist ein kleiner Ort mit Fischereihafen und Wohnmobilstellplatz. Am Hafen lädt ein nettes Restaurant zur Einkehr.


 

Nachdem wir die letzte Nacht alleine am Naturreservat verbracht haben, holt uns an der Küste leider wieder die Wirklichkeit der schwedischen Hochsaison ein. Wir hören, dass etwas 40% der Schweden ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen besitzen und die scheinen derzeit alle unterwegs zu sein. Es erweist sich daher als schwierig, einen netten Stellplatz zu finden, erst recht, wenn man wie wir wieder einmal erst am Nachmittag mit der Suche anfängt.

 

In Nogersund haben wir dann doch Glück und können am Fischereihafen an der Marina einen letzten Platz auf einem Rasengelände ergattern. Obwohl gut gefüllt ist die Stimmung hier sehr entspannt und wir entscheiden uns zwei Tage zu bleiben, zumal wir am nächsten Morgen auf einen Platz mit mit gigantischen Blick auf Hafen und Ostsee umparken können. Nebenbei können wir vom Auto aus Eiderenten beobachten, die im Schlichtkleid allerdings wenig spektakulär sind.

 

Zu empfehlen ist das Restaurant Skutan am Hafen, an dem es leckere Fischgerichte zu unserer Meinung nach moderaten Preisen gibt. Wir lernen  hier auch, dass es in Schweden üblich ist, zu warten bis man einen Tisch zugewiesen bekommt und eventuell wie hier auch gleich am Tresen zu bestellen. Wir nutzen ausserdem die Gelegenheit für wenige Kronen direkt vom Kutter frisch gefangene Heringe zu kaufen, die wir abends mit unseren Stellplatznachbarn Stefanie und Michael auf den Holzkohlgrill werfen. Dazu Kartoffeln und Fill (schwedische Dickmilch) und fertig ist das Festmahl. Vielen Dank für den Tipp mit den Heringen an Hartmut, den Südamerikafahrer und an seine Frau für die selbstgemachte Blaubeermarmelade. Mehr zu den beiden unter "unterwegs getroffen".

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz in Nogersund:

  • kostenpflichtiger Stellplatz an der Marina, mit VE (auch Grauwasser), Dusche, WC, Spülgelegeheit und Strom

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Torhamn - Natur, Angeln und eine Menge Hafenambiente

Marina von Torham - links oben stehen die Wohnmobile
Marina von Torham - links oben stehen die Wohnmobile

Der kleine Ort Torhamn bietet nicht nur einen schönen Stellplatz am Hafen sondern auch viel Natur.


Unser nächstes Ziel verspricht wieder ein Naturerlebnis. Wir haben einen Tipp bekommen, dass sich ein Besuch des Naturreservats  Torhamn lohnen könnte.

 

Erst einmal sind wir aber entzückt von der Marina von Sandhamn ("Hamn" bedeutet auf Deutsch übrigens "Hafen"), die neben Gastliegeplätzen für Segler auch Stellplätze für Wohnmobile mit direktem Wasserblick bietet.

 

Wir ergattern am frühen Nachmittag einen der wenigen noch freien Plätze und machen es uns ausnahmsweise einmal unter unserer Sonnenplane gemütlich. Unsere Nachbarn zur rechten und linken sind schon fleißig am Angeln und so erwacht unser Ehrgeiz, es auch einmal zu versuchen. Das Ergebnis von Iris Versuch ist auf dem Bild rechts zu sehen - eine Fischmahlzeit für zwei. Die drei Herren gehen leer aus, was ihnen  schwer zu schaffen macht.

 

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Fahrrad und vollbepackt mit unserer Fotoausrüstung ins Naturreservat Torhamn (N 56°04'50", O 15°50'30"). Das Reservat Torhamns Udde liegt auf einer Landzunge, an deren Ende eine Vogelstation zu finden ist. Am Eingang weist eine Tafel darauf hin, dass es sich hier auch um ein militärisches Übungsgelände handelt Man sollte also nicht nur der Natur, sondern auch der eigenen Gesundheit zu liebe auf den Wegen bleiben. Ab und an soll das Gebiet auch gesperrt sein. Der Text ist ausnahmsweise einmal nur auf schwedisch. Aber es gibt ja den Googel Translator.

 

Wir sind von der Natur hier begeistert. Die Fluchtdistanz besonders der Alpenstrandläufer ist gering und es sind formatfüllende Aufnahmen möglich. Ansonsten gibt es Steinschmätzer, Kanadagänse, Knut aus der Nähe und Kormorane, diverse Möwenarten und anderes aus der Ferne zu sehen; nicht zu vergessen die Kühe und Schafe, die hier frei weiden.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Sandhamn: an der Marina, gebührenpflichtig, Strom, VE,
    Duschen/WE und W-Lan (N 56°05'36", O 15°51'16")

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Öland - ein Juwel zwischen Tourismus und Einsamkeit

Die Insel Öland vor Schwedens Süd-Ostküste ist für uns eine Liebe auf den zweiten Blick. Außerhalb der Badesaison ist das Eiland ein Paradies für Vogelfreunde und Ruhesuchende.


Geografie

 

Die Insel in der Östsee vor der schwedischen Küste ist 137 Kilometer lang und etwas 16 Kilometer breit und kann vom Festland über eine Brücke bei der Stadt Kalmar schnell und einfach erreicht werden.

 

 

Reisezeit

 

Öland ist ein besonderes Stück Schweden. Seine außergewöhnliche Natur und das im Sommer fast mediterrane Klima machen es zu einem Paradies für Naturfreunde und vor allem im Frühjahr und im Herbst zur Zeit des Vogelzugs zu einem Eldorado für Vogelkundler.

 

Öland ist darüber hinaus DAS Sommerurlaubsziel der Schweden. Bei unserem ersten Besuch im Sommer bestätigt dies auch die Menge an PKW mit Wohnwagen und Wohnmobilen auf der Brücke vom Festland zur Insel und die gerammelt vollen Campingplätze gleich rechts und links dahinter. Wir verstehen schnell: Wer Ruhe sucht kommt am Besten außerhalb der schwedischen Sommerferien hierher und bringt dann auch etwas Zeit mit. Auf Öland kann man gut und gerne eine Woche oder mehr verbringen, ohne sich zu langweilen. Wir waren mittlerweile schon mehrfach hier und haben immer noch nicht alles gesehen.

 

 

Landschaft

 

Die Insel ist im Grunde eine Hochebene,  deren Oberfläche das Meer überragt, und daher im Wesentlichen einfach flach, die höchste Erhebung knapp sechzig Meter hoch. Trotzdem ist die Landschaft abwechslungsreich mit feinen Stränden, Wäldern und landwirtschaftliche Flächen und den für Öland typischen baumlosen Flächen, die Alvaren genannt werden. Die Agrarlandschaft Südölands bildet sogar eine der derzeit fünfzehn UNESCO Weltkulturerbestätten Schwedens.

 

Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie

 

Unserer Meinung nach kommt es nicht von ungefähr, dass selbst die schwedische Königsfamilie auf Öland ihre Sommerresidenz unterhält. Das Schloss Solliden, das eigentlich mehr einer großen Villa als einem echten Schloss ähnelt, liegt inmitten eines Parks, der im Sommer für Besucher geöffnet ist. Nicht weit entfernt findet man das Schlosses Borgholm. Von dem ursprünglich wehrhaften Schloss bleib nach einem Brand im 19. Jahrhundert nur noch eine imposante Ruine, die aber immer noch die Umgebung dominiert.

 

 

Geschichte

 

Öland hat sich schon vor grauer Vorzeit aus dem Meer erhoben, nachdem sein eiszeitlicher Eisschild abgetaut war,  und wird schon seit vielen Tausend Jahren von Menschen bewohnt. Überall auf der Insel findet man Relikte aus der Vergangenheit. Wer Interesse an Gräberfeldern,  Runensteinen und Ruinen hat, für den gibt es auf Öland viel zu entdecken.

 

 

Unsere Tour führt uns erst den Norden der Insel, dann geht es zum Vogelzug in den Süden:

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Öland - der Norden

Der Lange Erik im Norden Ölands ist noch in Betrieb
Der Lange Erik im Norden Ölands ist noch in Betrieb

Der Norden Ölands ist mit seinen feinen Sandstränden an der Westküste ein Paradies für Sommerurlauber. Wer hingegen Ruhe sucht, findet diese an der Felsküste im Westen und in den großen Waldgebieten an der Nordspitze der Insel.


Entlang der alten Küstenstraße

 

Direkt hinter der Brücke, die von Kalmar nach Öland führt, wenden wir uns entlang der Westküste in Richtung Norden. Zuerst folgen wir der Schnellstraße, die hier gut ausgebaut ist. Bald wird uns das aber zu langweilig und wir versuchen, auf die alte Küstenstraße zu gelangen. Nach zwei gescheiterten Versuchen, die einmal direkt auf einem Bauernhof und danach im Nichts enden, finden wir endlich hinter einer Kamelfarm (das ist KEIN Witz) die richtige Abfahrt. Diese führt uns auf den Küstväg, eine gut befahrbaren Schotterpiste, die uns an aufgegebenen Fischerhütten und aktiven Kalksteinbrüchen vorbeiführt.

 

 

Bruddesta Sjöbodar: aufgegebene Fischerhütten am Meer

 

Schon vor vielen Jahren wurde die kleine Fischereistelle (Fiskeläge) von Bruddesta Sjöbodar aufgegeben. Es handelt sich hier nicht um einen wirklichen Hafen, sondern wie so oft an der Westküste Ölands, um eine Ansammlung von Fischerhütten und einigen Seilwinden, mit denen hier kleine Fischerboote an Land gezogen wurden. Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die aus Ölandkalkstein gebauten Hütten unter Schutz gestellt und so finden wir ein kleines, völlig unspektakulären Freilichtmuseum vor, dass uns trotzdem in die Vergangenheit versetzt. Wir verbringen hier zwei Tage und genießen die Möglichkeit zu langen Spaziergängen entlang der Küste.

 

 

Jordhamn mit seiner historischen Scheuermühle

 

Erholt fahren wir weiter in Richtung Norden, vorbei an aufgegebenen aber auch an aktiven Kalksteinbrüche bis nach Jordhamn. Hier steht in schöner Lage direkt am Meer die letzte erhaltene Scheuermühle Ölands.

 

Kalksteinabbau auf Öland

Der Abbau von Kalkstein, das Brennen und auch das Schleifen des Stein war in vorgangenen  Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Öland. Der Stein wurde hier nicht nur abgebaut, sondern auch gebrannt und geschliffen. Auch heute wird auf Öland noch Kalkstein abgebaut, der unter anderem  Verwendung für Böden und Treppen findet. Die Bearbeitungsverfahren sind aber deutlich weniger aufwändig als in alter Zeit.

 

In  Jordhamn wurde der in der Umgebung abgebaute Kalkstein in einem langwierigen Prozess plan geschliffen. Durch Windkraft angetriebene Scheuermühlen kamen auf Öland erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Einsatz. Zuvor wurden die Schleifeinrichtungen, die sogenannten Wanderungen, von Rindern und Pferden angetrieben. Durch den neuen Antrieb konnte die Schleifdauer von einer Woche auf etwa einen Tag verkürzt werden.

 

 

Leuchtturm "Langer Erik"

 

An der Nordspitze Ölands folgen wir dann dem kleinen Fußweg zum Leuchtturm "Langer Erik". Der Turm wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Kalkstein erbaut und wies den Schiffern mit einer Öllampe den Weg. Er ist auch heute noch in Betrieb, funktioniert aber vollautomatisch.

 

Achtung: Freilaufende Rinder und Schafe

Am Parkplatz vor dem Leuchtturm Langer Erik grasen wie auch sonst oft auf Öland freilaufende Rinder. Damit diese ihre Weideflächen nicht verlassen können, sind im Boden Weideroste verlegt, die zwar von Fahrzeugen und Menschen, nicht aber von Rindern oder Schafen überwunden werden können. Für Hunde und deren Menschen stellen diese Weiderost aber ebenfalls eine echte Herausforderung dar. Da unser Adi bei dem spontanen Versuch über die Gitter zu belancieren zwischen die Streben gerutscht ist, tragen wir ihn meist auf die andere Seite.

 

 

Nationalpark Trollskogen und Naturreservat Bödakusten

 

Für uns geht es weiter in die Natur zum Nationalpark Trollskogen. Am Nationalpark gibt es einen großen Parkplatz extra für Wohnmobile. Direkt nebenan findet man das Infozentrum "Naturum" des Parks und von hier führen Wanderwege in geschützten ursprünglichen Wald und entlang der Küste. Leider darf man auf dem Parkplatz nicht mehr übernachten und so suchen wir uns außerhalb des Parks einen Platz für die Nacht. Wir finden einen absolut einsamen Waldparkplatz am Naturreservat Bödakusten, von dem aus wir in wenigen Minuten zum Strand gelangen, wo unser Hund außerhalb der Badesaison frei laufen kann.

 

Dieser Sandstrand ist auch der Grund dafür, dass sich an der Westküste nun Campingplatz an Campingplatz reiht und das freie Stehen für Wohnmobile eher schwierig ist. Das ist nicht so wirklich unser Ding und so fahren wir zügig weiter.

 

 

Källa Gamly Kyrka

 

An der Kirchenruine Källa Gamly Kyrka legen wir aber noch einmal einen Fotostop ein. Die erste Kirche soll hier bereits im 11. Jahrhundert errichtet worden sein. Die erhaltene Steinkirche hat ihren Ursprung aber im 13. Jahrhundert und wurde danach mehrfach renoviert, aber schon vor vielen Jahren aufgegeben.

 

Die Kirche und der sie umgebende Friedhof bietet interessante erneut Fotomotive. Wir haben Glück, denn bei unserem Besuch sind gerade Mitarbeiter des örtlichen Bauhofs dabei, den Rasen zu mähen. Dies ist zwar laut, aber wir haben so die Möglichkeit auch einen Blick ins Innere der Kirche zu werfen. Die Arbeiter haben zum Aufwärmen ihres Mittagsessens drinnen eine Mikrowelle aufgestellt und die Tür offen gelassen. Manchmal muss man einfach Glück haben.

 

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze in Nord-Öland:

 

  • Bruddesta Sjöbodar: Parkplatz vor den Hütten (kein Camping); am Küstenweg selbst ist Fahren und Parken abseits der Straße ist laut der Schilder an der Straße verboten  (56°59'27"N 16°46'58"E)
  • Böda Kusta: Waldparkplatz (zu schön, um ihn preiszugeben)
  • Alternativ: offizieller Wohnmobilstellplatz in Böda Hamn, kostenpflichtig aber mit direktem Meerblick 57°14'25"N 17°04'30"E)

 

 

Tipp: Wohnmobil-Entsorgung/Frischwasser

 

  • Böda Hamn: Entsorgung (Toilettenkassette und Grauwasser) und Frischwasser, beides kostenlos (57°14'21"N 17°04'25"E)

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Öland - der Süden

Den Vogelzug auf Öland fotografieren

 

 

Der Süden Ölands ist nicht nur zur Zeit des Vogelzugs ein Paradies für Vogelfreunde und andere Naturbegeisterte.

 

 


Ein Hauch von Afrika auf Öland
Ein Hauch von Afrika

Ein Hauch von Afrika

 

Im Herbst sind Ölands Felder abgeerntet, die Bäume verlieren ihr Laub und auch die Wiesen werden braun, die Landschaft hat etwas von den Steppen Afrikas, nur feuchter.

 

An der Südspitze der Insel wie auch auf im Süd-Osten ziehen jetzt große Vogelschwärme oft dicht an der Küste vorbei.

 

 

 

 

Naturreservat Ottenby: Birding Hotspot auf Öland

 

Uns zieht es in den äußersten Süden der Insel in das Naturreservat Ottenby (Hinweis: auf den kostenlosen Parkplätzen im Gebiet ist das Übernachten verboten), mit seiner bekannten Vogelstation, auf der Vögel beobachtet, gezählt, aber auch zur Beringung in großen Netzen gefangen werden.

 

Zu diese Jahreszeit ist hier richtig viel los. Trotzdem herrscht eine absolut ruhig und entspannte Stimmung in dem Gebiet, denn wir sind alle mit dem gleichen Ziel hier: Vögel sehen und beobachten. Es gibt praktisch niemand, der nicht wenigstens ein Spektiv oder eine Kamera mit großer Optik dabei hat. Und wer das nicht hat, fällt auf. Irgendwie fühlt man sich wie auf einer großen Gruppenreise, nur mit dem Unterschied, dass jeder individuell unterwegs ist.

 

Auf dem Gelände rund um den Leuchtturm "Långe Jan" lohnt es nach Singvögeln Ausschau zu halten. Bei unserem Besuch waren es neben Baumläufern und Rotkehlchen, einige Wintergoldhähnchen, die uns ganz dicht heranließen und noch nicht einmal vor dem Hund Angst zeigten.

 

 

Sehenswertes in Süd-Öland

 

typisch für Öland: Windmühlen

 

Auch für "Nicht-Birder" gibt es auf Öland einiges zu entdecken. Typisch für Öland sind die Windmühlen, von denen heute noch 400 über das Land verteilt sind. Überwiegend handelt es sich dabei um Bockwindmühlen, bei denen die ganze Mühle auf einer Art "Bock" steht und als ganzes in den Wind gedreht werden kann. Es gibt aber auch einige wenige "Holländer", bei denen nur der "Kopf" drehbar.

 

Infobox: UNESCO-Weltkulturerbe - Agrarlandschaft Südölands

Der gesamte Süden Ölands wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erhoben. Durch die Lage auf einem weiten Kalksteinplateau stellt die Region besondere Anforderungen an die Bewohner und die von ihnen betriebene Landwirtschaft und macht sie dadurch einzigartig. Zum Kulturerbe gehören die Alvaren, für Öland typische Heide- und Strauchflächen. Der Begriff Alvar bezeichet auf Schwedisch ein praktisch baumloses Land, das für die Landwirtschaft aufgrund seiner dünnen Vegetationsschicht auf felsigem Kalkuntergrund im Wesentlichen ungeeigent ist. Auch heute noch werden diese Flächen aber von Schafen beweidet und dadurch offen gehalten.

 

Relikte aus alter Zeit

 

Wer sich für "alte Steine" interessiert, komt ebenfalls auf seine Kosten, gibt es doch unzählige archäologische Fundstätten, darunter viele Hügelgräber aus der Bronzezeit. Im Naturreservat Karum kann sogar eine fast vollständige Schiffslegung besichtigt werden.  Diese ist zwar deutlich kleiner als die Schiffslegung von Ales Stenar, dafür haben wir die im Volksmund "Arche Noah" genannte Formation aber ganz für uns alleine. (Unser Parkplatz: 56°46'27.7"N 16°37'30.8"E).

 

Auch die Ruine von Ismantorps borg versetzt uns zurück in die Vergangenheit. Die prähistorische Fluchtburg ist eine von etwa 20 derartigen Anlagen auf Öland. Das Gewirr an alten Mauern im Innern des Steinwalls der Burg ist wie das umgebende Gelände jederzeit frei zugänglich. Leider zeigt sich bei unserem Besuch der Himmel grau in grau. (Unser Parkplatz: 56°44'50"N 16°38'54"E).

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Ein Hauch von Afrika auf Öland

 

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Ein Platz zum Verweilen

See mit Seeadlern, Wanderwegs, Badestelle. Ein ehemaliger Campingplatz lädt zum Verweilen ein.


Auf dem  ehemalige Skiren-Campingplatz am Skiren See kann man auf dem ehemaligen Parkplatz stehen, kleiner Fahrzeuge können aber auch rechts am Parkplatz in den Wald fahren. Dort gibt es nette Plätze, an denen man gut stehen kann.

 

Ornithologen und Fotografen sollten sich direkt am Ufer auf die Lauer legen. Ich habe 3 Seeadler gleichzeitig über dem See gesehen, einer davon hat sich keine 10 m von mir einen Fisch aus dem Wasser gezogen.

 

Wohnmobil-Stellplatz:

  • Skiren Camping (ehemaliger Campingplatz) 57°13'06.0"N 16°10'23.1"E

Wer weiter in den Norden möchte, kann zwischen zwei Routen wählen:

  • Route 1: der Küste entland durch den Schärengarten
  • Route 2: durch das Inland, vorbei an vielen kleinen, sehenswerten Natur- und Kulturreservaten
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Route 1: Durch den Schärengarten

Das Gebiet der Schären im Süd-Osten Schwedens mit seinen kleinen Inseln und Fjorden ist wunderschön, für uns als Wohnmobilfahrer aber schwierig zu bereisen.


Hinter Öland beginnt das Gebiet der Schären bzw. Schwedens Schärengarten. Schären sind kleine felsige Inseln, die in der Eiszeit entstanden und die es vor allem in Skandinavien und Kanada gibt. Von dem Gewicht des Eiszeiteises befreit, hob und hebt sich auch heute noch das Land, so dass über die Jahrtausende immer neue Inseln aus dem Meer auftauchen und heutige Inseln irgendwann einen Teil des Festlands bilden werden.

 

Will man diese Gegend erkunden und nicht einfach auf der Hauptverkehrsstraße E22 durchfahren, so ist das mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es gilt Fjorde zu umfahren und sich durch Wälder und Felder auf auf nicht asphaltierten Pisten entlang der Hügel fortzubewegen, ohne wirklich weit voranzukommen. Obwohl  in jeder Bucht und hinter jedem Hügel ein Haus steht und an allen möglichen und unmöglichen Stellen ein Bootsanleger zu finden ist, wirkt die Gegend einsam und wie so viels in Schweden tiefenentspannt.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz in Fyrudden:

  •  kostenpflichtiger Wohnmobilstellplatz an der Marina nur für Wohnmobile unter 6 m geeignet,
    ohne VE/Strom, Dusche/WC vorhanden

 

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Route 2: Kulturreservate in Östergotland: Öna und Smedstorps duppelgård

In Schweden gibt es 43 Natureservate. Hier werden wertvolle Kulturlandschaften und lokale Traditionen erhalten und gepflegt. Wir haben zwei Reservate in Östergotland besucht.


Auf der Suche nach neuen Zielen für Besichtigungen stoßen wir auf unseren Wohnmobil-Reisen durch Schweden immer wieder auf sogenannte Kulturreservate. Auch wenn wir doch eigentlich eher naturverbunden unterwegs sind, haben wir festgestellt, dass sich ein Abstecher oft lohnt.

 

In Östergotland erkunden wir die Schutzgebiete Öna und Smedstorps dubbelgård. Bei beiden handelt es sich um alte Bauernhöfe, deren Bewohner sich in abgelegenen und kargen Regionen einst komplett selbst versorgten.

 

Das Kulturreservat Öna liegt unweit von Linköping mitten in einem großen Waldgebiet auf einer Landzunge oberhalb des Sees Stensjön. Die Lebensbedingungen waren karg, das felsige Gebiet war schwer zu bewirtschaften. Hier gruppieren sich noch heute mehrere Häuser mit einer fantastischen Aussicht, die fast vergessen lässt, wie hart das Leben hier in vergangenen Tagen war. Heute wird hier keine Landwirtschaft mehr betrieben.

 

Infobox: Kulturreservate

 

Kulturreservate gibt es in Schweden erst seit etwa 20 Jahren. In den so ausgewiesenen Gebieten sollen wertvolle Kulturlandschaften gepflegt und erhalten werden. Dies beinhaltet auch die Erhaltung von Gebäuden und Einrichtungen wie Bauernhöfen sowie des Andenkens an die Lebensweise und Traditionen der Gebiete. In Schweden gibt es derzeit 43 Kulturreservate, zwei davon liegen in Östergotland.

 

Das Gehöft Smedstorps dubbelgård ist von Wiesen und Weidenflächen umgeben, auf denen noch heute Landwirtschaft nach traditionellen Methoden betrieben wird. Ursprünglich von nur einer Familie bewirtschaftet, wurde der Hof in der Mitte des 18. Jahrhunderts geteilt, wovon noch heute der Name dubbelgård (auf deutsch: Doppelhof) zeugt.

 

Die Zufahrt erfolgt bei beiden Gebieten über (auch ohne Allrad gut befahrbare) Schotterpisten. Umso mehr begeistern die gepflegten Anlagen, die wie so oft in Schweden jederzeit kostenlos zugänglich sind.

 

Unsere Parkplätze:

  • Öna: großer Parkplatz im Wald direkt vor der Anlage (58°10'56"N 15°28'00"E)
  • Smedstorps dubbelgard: Parken etwas schwierig. Wir haben das Auto am Weg abgestellt.
    (57°56'37"N 15°24'51"E)

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Entlang des Göta-Kanals

Göta-Kanal
Göta-Kanal

Quer durch Schweden verbindet der Göta-Kanal Nord- und Ostsee. Heute hat er kaum noch wirtschaftliche Bedeutung, ist aber ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen.


Ein Highlight unserer Reise und gleichzeitig deren Halbzeit soll eine Fahrt entlang des Göta-Kanals werden. Wir verabschieden uns also von Küste und Schärengarten und fahren landeinwärts. Einen ersten Stopp legen wir an der Marina von Stegeborg unterhalb der Burgruine ein. Von hier aus könnten wir nun mit der Kabelfähre über den Sund übersetzen, entscheiden uns aber südlich des nun beginnenden Kanals weiterzufahren.

 

Der Göta-Kanal führt quer durch Schweden und wurde von 1810 bis 1832 gebaut, um eine schiffbare Verbindung zwischen Nord- und Ostsee zu schaffen. Der Kanal ist 190 Kilometer lang, wovon 87 Kilometer echte Kanalstrecke sind, im übrigen werden Seen als Fahrtstrecke genutzt. Die 91 Meter Höhenunterschied werden mittels 58 Schleusen überwunden. In früheren Zeiten erfolgte der Transport von Fracht mittels von Ochsen gezogenen Treidelschiffen. Heute nutzen nur noch Privatboote und Passagierschiffe den von Mai bis Oktober bewirtschafteten Kanal.

 

Am Roxen-See bei Berg befindet sich sowohl die mit sieben Schleusenstufen größte Schleusenanlage des Kanals als auch das Naturreservat Svartamynningens. Ein Besuch des Reservats ist auch im Sommer empfehlenswert, obwohl die Vogelwelt in der Zugzeit sicher interessanter ist. Neben diversen anderen Wasservögeln kommt uns ein Bruchwasserläufer vor die Linse. Besonders beeindrucken uns aber zwei, aus erhöhter Position den See überblickende Seeadler.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Stegeborg: an der Marina, KEINE V/E
  • zwischen Berg und Borensberg: Stellplatz auf dem gemischten Parkplatz am Museumshuseit, kostenpflichtig, keine Einrichtungen (58°31'15"N 15°25'35"E)

 

Unser Tipp:

In diesem Gebiet gestaltet sich das Entsorgen etwas schwierig, da die Stellplätze bzw. Marinas nur eine Absaugung für die Schiffe anbieten. Wir nutzen daher die Entsorgungsmöglichkeit am Parkplatz an der Straße 34 bei Borensberg.

 

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Rund um Örebro - Naturkunde und Archäologie

Gräberfeld "Norrby Stenar" bei Hallsberg
Gräberfeld "Norrby Stenar" bei Hallsberg

Rund um Örebro erkunden wir das Gräberfeld "Norrby Stenar" by Hallsberg und zwei vor allem für Vogelfreunde interessante Naturschutzgebiete.


Da es uns auf unserer letzten Nordlandreise in der Mitte Schwedens sehr gut gefallen hat, trennen wir uns jetzt erst einmal vom Göta-Kanal, um die Gegend um Örebro zu erkunden.Sofort lässt die Wohnmobildichte dramatisch nach und wir haben den Eindruck abseits ausgetretener Tourismuspfade fast alleine unterwegs zu sein.

 

Bei Hallsberg liegt an der Straße nach Sanahed das Gräberfeld "Norrby Stenar". Es handelt sich hierbei um mehrere, aus ca. 7 - 9 Einzelsteinen bestehende Steinkreise,  die auf einer Wiese zwischen Häusern und Getreideäckern frei zugänglich sind. Die Steine sollen in der Zeit zwische ca. 400 - 1050 n. Chr. über Brandgräbern errichtet worden sein.

 

Etwa 25 km weiter liegt südlich von Örebro das für den Vogelschutz wichtige Naturreservat "Kvismaren", dass  als Natura 2000 Gebiet ausgewiesen ist. Es entstand bereits im 19. Jahrhundert durch ein Entwässerungsprojekt und wird vom Kvismarenkanal durchflossen. Obwohl außerhalb der Zeit des Vogelzugs sehen wir große Mengen an Graugänsen, aber auch einige Watvögel sowie Fisch- und Seeadler.

 

Auch im Westen Örebros ist mit dem Tysslinger-See ein ornithologisch interessantes Gebiet zu finden, das aber auch landschaftlich reizvoll ist und zum Fahrradfahren einlädt.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Örebro: Parkplatz am Naturreservat Kvismaren - freie Übernachtung (kein Campingverhalten)

 

Naturreservat "Kvismaren". Diestelfink, Kraniche und Rauchschwalben:

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Sterntaucher - morgens halb 5 in Schweden

Die Sterntaucher leben in einem fantastischen Moorgebiet mit vielen kleinem Seen und Stegen.
Die Sterntaucher leben in einem fantastischen Moorgebiet mit vielen kleinem Seen und Stegen.

Das Naturreservat Knuthöjdsmossen bei Hällefors ist ein Geheimtipp  für Vogelfreunde. Mit etwas GLück und Geduld kann man hier im Frühjahr Sterntaucher bei der Balz beobachten.


Bevor wir uns wieder auf den Weg gen Süden machen, wollen wir wie im letzten Jahr dem Naturreservat Knuthöjdsmossen bei Hallefors einen Besuch abstatten. Hier gibt es Sterntaucher zu sehen und wir hoffen, dass diese derzeit ihre Jungen großziehen. Leider bekommen wir keine Jungvögel zu sehen, obwohl wir bereits um 5 Uhr losziehen, da wir um halb 5 vom ersten Fotografen des Tages unsanft und weit vor unserem Wecker aus den Träumen gerissen wurden.  Das Gebiet ist trotzdem toll und die sind Altvögel wunderschön.

 

Tipp:

Bitte die Warnschilder Elch/Reh am Straßenrand ernst nehmen! Wir konnten nur knapp einen Zusammenstoß mit gleich ZWEI Rehen vermeiden, da Michael diese frühzeitig am Straßenrand bemerkte und so reagieren konnte, bevor uns ein Reh vor das Auto lief und das zweite fast in unsere Seite sprang. Es ging hier wirklich um Zentimeter.

 

Wir waren auch schon im Frühsommer an diesem Platz: hier

 

Unser Beobachtungsplatz:

  • ist ein Geheimtipp: interessierte Naturfotografen und Ornithologen können ihn aber gerne bei uns erfragen

 

Fotogalerie: Sterntaucher, Haubenmeise, Rohrammer und Turmfalke

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Karlskoga - Nobelmuseum

Turbinenrad am Nobelmuseum bei Karskoga
Nicht das Turbinenrad ist hier wichtig: Bitte das Schild im Vordergrund beachten!

Im Nobelmuseum bei Karlskrona erfahren wir viel über das Leben und Werk von Alfred Nobel, dem Erfinder des Dynamits und Begründer der Nobelstiftung.


Eigentlich ist heute ein Fahrtag, denn unser nächstes Ziel ist der Tiveden-Nationalpark nahe des Vätternsees. Bei der Durchfahrt von Karlskrona fällt uns aber das Schild "Nobelmuseet" auf und Michael meint, wir sollten uns doch auch einmal mit etwas anderem als mit alten Steinen und Vogelbeobachtungen beschäftigen.

 

Kurz entschlossen drehen wir um und sind wie so oft in Schweden überrascht. Erst einmal, weil vor dem Museum auf dem kleinen Parkplatz drei Busse stehen, in die gerade Massen von Chinesen einsteigen, und wir uns überlegen, ob wir hier vielleicht bei einer DER Sehenswürdigkeiten Schwedens gelandet sind, dann weil das Museum teilweise frei und kostenlos zugänglich sind.

 

Wir erfahren, dass der Stifter des Nobelpreises, Alfred Nobel, in Karlskrona 1894 (zwei Jahre vor seinem Tod) das Unternehmen Bofors, einen Hersteller von Kanonen,  gekauft und zumindest zeitweise im angrenzenden Landhaus gelebt hat. Der Kauf das Rüstungsunternehmens passt nicht so ganz in das Bild, das Nobel in seinen späten Lebensjahren von sich zeichnen wollte. Er war sehr daran interessiert, dass die Nachwelt sich seiner in einem positiven Sinn und nicht nur als Erfinder das Dynamits erinnert und sprach sich gegen den Krieg aus, förderte Friedensbewegungen und auch die Gründung der Nobelstiftung sollte hierzu beitragen. Auch wenn Nobel sich nur eine kurze Zeit seines Lebens in Karlskrona aufhielt, wurde dies in einem Erbstreit nach seinem Tod wichtig, da hier sein Wohnsitz zur Debatte stand. Das französische Gericht entschied, dass dieser in Karlskrona zu finden ist, da Nobel hier seine Pferde (Orlow-Traber)  untergebracht hatte.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Tiveden: in der Nähe des Nationalparks (mehr Infos: hier) - freie Übernachtung

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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden

Der Nationalpark Tiveden ist recht klein, aber ein Paradies für Wanderer.


Zwischen den großen Seen Schwedens Vättern und Vänern liegt der Nationalpark Tiveden und damit genau auf unserer Route. Die Beschreibung des Nationalparks entlockt uns aber keine Begeisterungsstürme. Wald, das klingt nach Wandern und das ist nicht wirklich unserer Ding. Wir geben Tiveden trotzdem eine Chance - zum Glück. Unser erstes Anlaufziel ist der Nebeneingang Vitsand, da wir im Netz gelesen haben, dass der Haupteingang gerade umgebaut wird. Auch das ist genau richtig, denn wir treffen auf den Nationalparkguide Victor, der uns einen "einsamen Naturcampingplatz" gleich außerhalb des Parks empfiehlt, denn nicht nur Campen, sondern jedes Übernachten ist im Nationalpark verboten.

 

Der "Naturcampingplatz" entpuppt sich als Rastplatz für Wanderer mit einer Schutzhütte und einigen Parkplätzen, von denen einer direkt an einem See liegt und wie gemacht ist für unseren Paul. Größere Mobile sollten sich die Anfahrt über den geschotterten Reitweg am Besten gleich aus dem Kopf schlagen.

 

Bei der Erkundung der Umgebung treffen wir auf zwei Wanderer, Luna und Jan aus Belgien, die in der Schutzhütte übernachten wollen und die bereits mit dem bereitgestellten Holz ein Feuer angefacht haben. Über dem einen oder anderen Glas Wein unterhalten wir uns noch eine ganze Weile mit den beiden, bevor wir an diesem grandiosen Übernachtungsplatz ins Bett fallen.

 

Am nächsten Morgen fahren wir wieder in den Park und machen eine nur ca. 2 km lange, aber anstrengende Wanderung, die erst an einem See entlang, dann aber durch wirklichen Urwald, über umgestürzte Bäume steil zu einem Felsenmeer hinauf und im wahrsten Sinne durch dieses wieder hinunterführt.

 

Unser Stellplatz:

  • Tiveden: Nahe Nationalparkeingang Vitsand, von der Straße durch den Park dem abzweigenden Reitweg folgen, Schützhütte, Feuerholz und VIEL Natur
  • Jonsboda: Wohnmobilstellplatz an Cafe/Marina am Göta-Kanal, mit allem SEK 200,-- (ohne Strom angeblich SEK 150,-- sowohl in der ersten Reihe am Wasser auch als in der zweiten Reihe - wenn man es schafft, der jungen Dame im Cafe seine Wünsche klar zu machen. Sie ist die erste Schweden auf unserer Reise, die nur rudimentär Englisch spricht.)

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Hornborger See/Hornborgasjön

Kraniche
Kraniche

Der Hornborga See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Frühjahr und Herbst ist der See Rastplatz für tausende Zugvögel. Bekannt ist das Gebiet für den Paarungstanz der Kraniche, den man hier gut beobachten kann.


Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt etwa 15 Kilometer entfernt von Skara in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürte der den heute rund zwei Meter tiefen See umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei einem Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Es gibt eine Ausstellung zur Geschichte und zur Vogelwelt des Sees und einen Aussichtsturm.  Vor dem Gelände befindet sich ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung.Wir verbringen hier einen schönen Abend mit befreundeten Reisenden. So ist Schweden....

 

Auch wenn wir außerhalb des Kranichzugs unterwegs sind, ist der Hornborga See für uns ein Muss. So lassen sich Anfang August zwar nur wenige Vögel blicken, trotzdem ist der See für uns den zweitägigen Abstecher wert, wie unsere Bilder hoffentlich zeigen. Wir sehen Kiebitze, Waldohreulen, Zwergtaucher, Haubentaucher und Schwäne mit ihren Küken, Rohrsänger, und diverse Enten und Singvögel.

 

Bei unserem nächsten Besuch Mitte September ist der See weiß von Höckerschwänen. Dazwischen tummeln sich diverse Enten, über dem Schilfgürtel gaukeln Rohrweihen. Ein besonderes Highlight ist aber der Seeadler, der sich direkt über uns von der Thermik in die Höhe tragen lasst.

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Nationalpark Store Mosse

Store Mosse Nationalpark
Store Mosse Nationalpark

Als "Schwedens grösste Moorlandschaft südlich von Lappland" wird der Store Mosse Nationalpark in Småland bezeichnet.

 

Wir freuen uns schon auf den Besuch, aber es kommt anders ...



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Åsnen See und National Park

Der See Åsnen liegt in Südschweden südlich von Alvesta und Växjö und nordwestlich von Tingsryd und ist namensgebend für den jüngsten Nationalpark Schwedens.


Der Åsnen ist mit seinen 150 Quadratkilometer der zweitgrößte See Smalands und gleichzeitig namensgebend für den jüngsten Nationalpark Schwedens. Er ist sehr fischreich und zieht daher neben zahlreichen Wasservögeln auch Angler magisch an. Der Nationalpark besteht hauptsächlich aus Wasser; auf den Inseln im Schärengarten des Sees finden sich aber auch ursprüngliche Wälder und rund um den See auch Moorgebiete.

 

Es führt zwar ein rund 150 Kilometer langer Radwegrund um den den See, wir begnügen uns aber damit einige Aussichtspunkte entlang des Ufers und in den den See umgebenden Naturreservaten anzufahren. Bei unserem Besuch Anfang September treffen wir auf die ersten Kraniche, die sich auf den den See umgebenden Feldern sammeln und Kräfte für den Flug gen Süden sammeln.

 

Unsere Beobachtungspunkte:

  • Grimslöf: Beobachtungsturm an Badestelle (56°44'20"N 14°35'08"E)
  • Husebymadens: Wiese und über Steg zu erreichender Beobachtungsturm; während der Zugzeit teilweise nicht zugänglich (56°45'46"N 14°34'59"E)

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Blädinge Kyrka: kostenfreier Stell-/Campingplatz am Ufer des Sees Salen mit kleinem Bootsanhänger und über Steg zu erreichender Insel mit Picknick-Garnituren
    (56°50'54"N 14°32'03"E)

 

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Autofriedhof im Kyrkö Mosse

Autofriedhof im Kyrkö Mosse
Autofriedhof im Kyrkö Mosse

Der kleine Ort Ryd in der Provinz Kronoberg hat mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit aufzuwarten.

 

Hier findet man mitten im Wald einen frei zugänglichen Autofriedhof, der tolle Fotomotive bietet.


Nicht weit von der Gemeinde Ryd, liegt das Moorgebiet Kyrkö Mosse. Selbst wir, die wir uns doch hauptsächlich für die Natur interessieren, kommen nicht deretwegen hierher. Vielmehr zieht uns der Autofriedhof von Kyrkö Mosse an, denn wir haben gelesen, dass der Besuch vor allem für Fotografen lohnen soll.

 

Freilichtmuseum mitten im Wald

 

Wir beginnen unsere Erkundung auf einem kleinen Parkplatz an der Straße 119 westlich von Ryd. Hier finden wir auch eine Tafel mit Informationen zur Geschichte des Autofriedhofs.

 

Die Geschichte: Autofriedhof Kyrkö Mosse

 

In den 70er Jahren des lezten Jahrhunderts, suchte der Torfstecher Åke Danielsson, da sein Geschäft nicht mehr so gut lief, nach einer neuen Einnahmequelle. Er entschloss sich, sein Hobby zum Beruf zu machen und begann alte Autos aufzukaufen und auszuschlachten. Diese Autos lagerte auf seinem Grund in Kyrkö Mosse.

 

Nach seinem Tod im Jahr 1999 stand die Gemeinde Ryd vor der Frage, wohin mit den Autowracks. Man entschied sich, diese an Ort und stelle zu belassen und darauf zu warten, dass diese von der schwedischen Natur verschluckt werden.

 

So entstand so etwas wie ein jederzeit und kostenfrei zugängliches "Freilichmuseum", das mittlerweile gut besucht ist. Solche "lost places" liegen doch derzeit voll im Trend. Als Besucher sollte man auf festes Schuhwerk achten. Da der Boden oft morastig ist, vielerorts Scherben herumliegen und die Fahrzeuge scharfe Kanten aufweisen können, empfiehlt es sich Kinder im Blick zu behalten und Hunde am Besten erst gar nicht mitzubringen. Wir haben unseren Adi jedenfalls im Wohnmobil gelassen.

 

1 Location + 2 Fotografen + 2 Objektive = 1 Fotoprojekt

 

Vor dieser interessanten Kulisse wollen wir ein kleines Fotoprojekt starten. Zwei Fotografen, ausgerüstet mit zwei völlig unterschiedlichen Objektiven, ziehen zur gleichen Zeit, am gleichen Ort los, um Fotos zu machen.

  • Michael: Nikon D-750 mit Nikkor 2.8/14 -24 mm Weitwinkel
  • Iris: Nikon D-7200 mit Nikkor 2.8/60 mm Micro (entspricht mit dieser Kamera 90 mm)

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Alternative: vom Hornborga See an die Westküste


Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende und so trennen wir uns schweren Herzens vom Hornborga See.

 

Unsere zwei letzten Tage wollen wir an der Westküste verbringen. Da unsere vorgebuchte Fähre von Varberg nach Grenäa bereits um 8 Uhr am Samstag morgen ablegen wird, wollen wir uns einen Platz in der näheren Umgebung suchen. In Bua, etwa eine halbe Autostunde von Varberg entfernt, finden wir einen Platz an einer Marina, an dem wir zwei Tage die Seele baumeln lassen. Etwas irritierend ist zwar der direkte Blick auf das Kernkraftwerk Ringhals, das mit seinen 4 Blöcken etwa 20% des Stromverbrauchs Schwedens produzieren soll, aber davon darf man sich an diesem ansonsten tollen Platz einfach nicht stören lassen.

 

Am Morgen kommt auf dem Platz ein Bäcker vorbei und wir müssen nach drei Wochen Aufenthalt in Schweden feststellen, dass unser Bargeld (kleine Scheine), das wir von unserer letzten Reise aufgehoben hatten, nicht mehr gültig ist. Die größeren Scheine werden in 2017 ihre Gültigkeit verlieren. Wir fragen bei einigen der schwedischen Wohnmobilfahrer auf dem Platz nach, ob sie diese Scheine in neue Scheine umtauschen können und erfahren, dass in Schweden praktisch nur noch mit Karte bezahlt wird - keiner hat noch Bargeld dabei. Die große Umstellung auf neue Scheine wundert vor diesem Hintergrund. Uns bleibt aber nichts anderes übrig als nach einer Bank zu suchen, die uns die Scheine umtauscht. Im Zentrum von Bua werden wir fündig und sind nun mit "neuem" Geld gut vorbereitet für unseren nächsten Besuch in Schweden.

 

Unsere Fährüberfahrt ist trotz des starken Windes der vergangenen Tage ruhig. Als empfehlenswert erweist es sich, die Buchungsbestätigung bei Online-Buchung per SMS auf das Smartphone schicken zu lassen. Für einen Euro extra kann man sich so das Ausdrucken des Tickets sparen. Auch empfiehlt es sich während der Saison rechtzeitig und nicht erst die geforderte halbe Stunde vor Abfahrt an Bord zu gehen. Unser Schiff ist nämlich rappelvoll mit Urlaubern, in der Hauptsache schwedische Familien mit Kindern, und wir ergattern mit viel Glück einen (wenn auch unbequempen) Sitzplatz mit Blick auf das Meer.

 

Unser Stellplatz:

  • Bua: an der Marina, SEK 200,-- bei Kartenzahlung, bei Barzahlung SEK 220,--, VE, Duschen, Toiletten, Waschmaschinen/Trockner
  • alternativ: kostenpflichtiger Stellplatz am Naturum Getterön in Varberg, nur wenige Minuten zur Fähre,

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Fazit

Eine Reise nach Schweden hat wohl zu jeder Zeit ihren Reiz. Im Juli/August muss man sich allerdings im Klaren sein, dass nicht nur ausländische Touristen das Land mit dem Wohnmobil und Wohnwagen erkunden wollen, sondern dass -  zumindest gefühlt - auch praktisch alle Schweden ebenso unterwegs sind. Es soll kaum eine schwedische Familie ohne bewohnbares Fahrzeug geben. Stell- und Campingplätze, insbesondere die, die eine Möglichkeit zum Baden oder zumindest Meerblick bieten, sind gut besucht bis VOLL. Auf Stellplätzen erfolgt ein Platzwechsel am frühen Morgen und nicht erst gegen Mittag wie bei uns. Wer nach 14 Uhr einen Platz in der ersten Reihe sucht, hat eher das Nachsehen. Will man die Küste erkunden,  sollte man daher gewillt sein, sich etwas anzupassen bzw. ein paar Abstriche zu machen..

 

Anders gestaltet sich die Situation, wenn man die Küste verlässt und besonders dann, wenn man im Landesinneren frei oder zumindest ohne Ver-/Entsorgung steht. Hier kann man Plätze finden, an denen man alleine mit der Natur ist. Diese einsamen Plätze tauscht man aber häufig gegen die Möglichkeit zu "Campen", das heißt, die Stühle vor die Tür zu stellen und draußen zu grillen. Derartiges Verhalten ist nach unserem Verständnis kein Teil des viel gelobten Jedermannsrecht in Schweden, das das Übernachten im Wohnmobil überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist und man niemand stört. Auf keinen Fall sollte man Spuren hinterlassen.

 

Unsere Empfehlungen zur Vorbereitung:

  • Insbesondere wenn man nicht nur auf den Hauptstraßen unterwegs sein will, empfiehlt es sich, gutes Kartenmaterial dabei zu haben. Wir haben mit "Freytag Berndt Autoatlanten, Skandinavien Superatlas, Spiralbindung - Maßstab 1:250 000 - 1:400 000" gute Erfahrungen gemacht. Nicht ganz billig, aber sein Geld wert

  • Wir waren von unserem Reiseführer etwas enttäuscht, konzentrierte sich dieser doch nur auf wenige Hauptrouten. Empfohlen wurde uns unterwegs der Band "Mit dem Wohnmobil nach Südschweden" aus dem Wohnmobilverlag.

  • Die Entsorgung von Schwarzwasser ist in Schweden üblicherweise kein Problem - hier sei auf die sehr gepflegten Entsorgungsstationen an Rastplätzen entlang der Autobahnen verwiesen (Tür mit der Aufschrift "Latrine" an den Toilettenhäuschen). Weitere Infos unter: http://www.husbilskatalogen.se/rastplatser.htm. Die Grauwasserentsorgung erweist sich als schwieriger, teilweise muss man etwas suchen bis man eine Möglichkeit findet.

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