Sobald Wohnmobilfahrer ins Gespräch kommen, dauert es selten lange, bis ein Thema garantiert auf den Tisch kommt: die Toilette. Verständlich, denn kaum etwas beeinflusst den Komfort und die Nachhaltigkeit unterwegs so sehr wie die Wahl des passenden Systems.
Seit einigen Jahren zeichnet sich ein klarer Trend ab: Immer mehr Camper steigen auf Trenn‑, Trocken‑ oder Komposttoiletten um. Auch wir haben uns gefragt, ob es Zeit wäre, unsere Thetford C400 Kassettentoilette zu ersetzen.
Also haben wir auf Messen verschiedene Modelle ausprobiert, Selbstbaulösungen unter die Lupe genommen und mit Freunden gesprochen, die bereits umgerüstet haben. Doch am Ende kam alles ganz anders:
Unterhalten sich zwei Wohnmobilfahrer dann dauert es meist keine 5 Minuten und man ist beim Thema "Toilette". Das Thema ist brandaktuell, denn seit einiger Zeit geht der Trend beim Wohnmobil zur Trenn- oder Trockentoilette. Auch viele Komposttoiletten findet man heute in modernen Fahrzeugen.
Auch bei uns war das lange Thema. Was wir daraus gemacht haben, lest ihr hier:
Unsere Freundin Irene W. aus Bayern brachte uns auf die Idee:
Wir in einer Trenntoilette trennen wir jetzt das "Feste" vom "Flüssigen", allerdings in unserer alten Chemietoilette von Thetford.
Warum und wie wir das machen, erklären wir hier:
Das wissen nur wenige:
Thetford bietet einen "Fresh-up-Set" (1 Kassette und 1x WC-Sitz) zum reduzierten Preis für alle Modelle an:
*bezahlte Werbung
Hier ein paar Ideen für längere Touren:
und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht viele praktische Helfer. Unsere seit Jahren erprobtes Zubehör machen den Reisealltag deutlich leichter. Wähle unter diesen Themen:
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Afrika
Amerika
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keine ZM
Die Ressourcen Wasser, Gas und Strom im Wohnmobil sind begrenzt, aber man kann einiges tun, um zu sparen, ohne dass man viel an Lebensqualität verliert.
Hier unsere Anregungen:
Die Situation bei uns:
Wir haben eine 14 kg Gastankflasche an Bord, die von außen an fast jeder LPG-Tankstelle, auch im Ausland, gefüllt werden kann, sowie Platz für eine weitere 11 kg Gasflasche.
(mehr über Gastankflaschen: hier)
Außerdem haben wir noch eine 11 kg Gasflasche an Bord, die allerdings nur selten zum Einsatz kommt.
Grundsätzlich gilt wohl, dass die Heizung und der Warmwasserboiler mit Abstand das meiste Gas benötigt. Der Absorberkühlschrank (=Kühlschrank mit Gas) benötigt recht wenig, am wenigsten benötigt das Kochen.
Hier grobe Richtwerte:
Beim Kühlschrank sollte man berücksichtigen, dass er während der Fahrt kein Gas verbraucht und bei voller Bordbatterie und Solar auf dem Dach z.T. auch von der Batterie versorgt wird bzw. werden kann, wenn der Kühlschrank die AES Funktion besitzt.
Folgenden Gas-Verbrauch haben wir für unser Fahrzeug ermittelt:
Unsere deutschen Gasflaschen sind nicht europatauglich und können in der Regel nicht im Ausland getauscht bzw. gefüllt werden. In Spanien oder Italien z.B. ist ein Nachfüllen einer deutschen Flasche kaum möglich und soweit ich weiß auch illegal! In Finnland ist das Befüllen so gut wie nicht möglich!

Wer länger ins Ausland möchte, sollte sich auf jedem Fall vorher informieren, ob, wie und wo man Gas im Zielland bekommen kann.
Eine wirkliche Alternative ist eine eingebaute Gastankflasche. In den meisten Ländern ist ein Betanken dieser Flasche problemlos an (fast) jeder LPG-Tankstelle möglich. Man sollte aber den richtigen Adapter dabei haben.
Weitere Informationen über Möglichkeiten, im Ausland Gas zu tanken, gibt es hier:
Was man auf jeden Fall dabei haben sollte, sind entsprechende Adapter.
Gasflaschenadapter für das Befüllen von Gasflaschen im Ausland:
Adapter zum Betanken von Gastankflaschen und Gastanks im In- und Ausland:
Anmerkung: nicht überall ist das Auffüllen von Gasflaschen erlaubt. Mehr dazu hier.
Sollte das Gas mal knapp werden oder ist man in einem Land, in dem das Nachfüllen von Gas schwierig wird, dann kann man sich auch anders helfen. In dem Fall nutzen wir mehr den Strom aus der Batterie. Mehr Informationen dazu: hier
Wer sich Gedanken über Strom macht, sollte wissen, wo der meiste Strom gebraucht wird:
Ohne stromsparende Maßnahmen verbrauchen wir in unserem 6 Meter Wohnmobil mit GFK Kabine in der Regel nicht mehr als 50 bis 60 Ah am Tag.
Die verteilen sich wie folgt:
Nicht vergessen sollte man allerdings den Absorber-Kühlschrank. Ohne dass man es weiß, verbraucht er doch in manchen Situationen übermäßig viel Strom:
Es gibt unterschiedliche Batterie-Typen im Wohnmobil, die ganz unterschiedliche Eigenschaften haben. Als interessierter Wohnmobilfahrer sollte man schon wissen, welchen Typ von Batterie man an Bord hat und wie man diese behandeln sollte.
Die gängigsten Typen sind:
Wer eine Gel-Batterie oder die Weiterentwicklung, eine AGM-Batterie an Bord hat, sollte folgendes wissen:
Leider kann man bei diesem Typ nur ungefähr die Hälfte der angegebenen Kapazität nutzen. Unsere alten AGM Optima Yellowtop YTS 5.5 hatten eine Kapazität von je 75 Ah = 150
Ah; nutzen sollte man nur 75Ah!
Jedes tiefere Entladen "stresst" die Batterie, die Lebensdauer des Akkus reduziert sich erheblich.
Aus diesem Grund haben wir auf eine Lithium-Batterie umgerüstet. Diese sind zwar sehr teuer, aber auf lange Sicht lohnt sich die Investition aus 2 Gründen:
Wer mehr über die unterschiedlichen Typen von Aufbaubatterien erfahren möchte, ist hier richtig:
Es gibt mehrere Möglichkeiten, seine Batterie aufzuladen.
Die meiste Ladung erhalten wir während der Fahrt über den Ladebooster. Obwohl wir nur einen 45-AH-Ladebooster an Bord haben, reicht das in der Regel auf, die Batterie während der Fahrt aufzuladen.
Dabei gibt es allerdings Unterschiede zwischen Gel- und Lithium-Batterien:
Gut zu wissen:
Man muss nicht fahren, um die Batterie zu laden. Das Laufen des Motors im Stand reicht vollkommend aus, um die volle Leistung des Boosters zu erhalten. Aber das sollte man nur im Notfall machen!
Zusätzlich speisen bei uns zwei Solarpanels mit jeweils 100 Watt auf dem Dach den Akku. Rein theoretisch wären damit rund 10 A Ladestrom pro Stunde drin – in der Praxis bleibt das aber ein Schönwetterwert. Da man sich unterwegs meist ein schattiges Plätzchen sucht oder die Sonne selten perfekt von oben kommt, landen wir realistisch eher bei 20 bis 30 Ah pro Tag, die über die Dachmodule nachgeladen werden.
Da wir so gut wie nie am Landstrom hängen, ist der Ladebooster für uns die entscheidende Energiequelle.
Zusätzlich haben wir uns vor einiger Zeit eine Solartasche zugelegt. Sie springt immer dann ein, wenn wir mehrere Tage frei an einem Ort stehen – und liefert genau dann zuverlässig Nachschub, wenn die Dachmodule im Schatten kaum etwas beitragen.
Mehr Infos zur Solartasche: hier
Die letzte Möglichkeit die Batterie zu laden, ist der Landstrom. Die erfolgt entweder durch den Anschluss des Wohnmobils an eine 230 Volt Steckdose, der 230 Volt liefert.
Da wir so gut wie nie auf Campingplätzen stehen, kommt dies für uns entsprechend selten zum Einsatz.
Vor einigen Jahren waren Generatoren beliebt. Man sieht sie heute noch vor allem im Winter als laute, knatternde Geräte vor den Wohnmobil stehen.
Achtung:
Einen Generator nicht direkt an das Wohnmobil schließen - hier ist - je nach Generator - ein N-PE-Adapter notwendig. Ohne ihn funktioniert der FI-Schalter nicht korrekt.
In manchen, vor allem größeren Wohnmobilen sind Brennstoffzellen verbaut, die aus Methanol oder Wasserstoff Strom erzeugen.
Alleine mit diesen Maßnahmen können wir bis zu 30 Ah am Tag sparen.
Hat man trotzdem noch zu wenig Strom, kann man durch Starten des Motors die Batterie wieder etwas aufladen. Dazu sollte man folgendes wissen:
VG 11.000
1.1.25: 479 / 10.1.26: 570
keine ZM
Besuche seit 30.9.25 / 1.1.26: 129