Richtung Pyrenäen

Wir haben in Agde eine ruhige Nacht verbracht. Das liegt aber sicher daran, dass wir außherhalb jeder Saison reisen. Im Sommer soll die ca. 25.000 Einwohner zählende Stadt, von mehr als zehnmal sovielen Menschen geflutet werden, die hier ihren Urlaub verbringen. Die ganze Gegend ist also hochtouristisch ausgerichtet, im Moment aber in wahrsten Sinne des Wortes  "verschlafen". Agde ist eine der ältesten Städte Frankreichs, schon die Griechen und Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen. Wir starten aber ohne weitere Erforschung der Umgebung in den Tag.

 

Nachdem wir die Hauptverbindungsstrasse verlassen haben, zeigt sich uns die Küste wildromantisch - auch die Wohnmobildichte lässt etwas nach - und wir können ein spätes Frühstück in einer einsamen Bucht vor Bages - umrahmt von Weinfeldern - genießen.

 

Weiter geht es in die Pyrenäen. Schon früh suchen wir einen Platz für die Nacht, da wir es in den letzten Tagen als wenig schön empfunden haben, bei Dunkelheit auf Stellplatzsuche zu gehen.  In Mont Louis werden wir fündig. Wir stehen auf einem Parkplatz vor den Mauern des dortigen Kastells, das mit weiteren Festungen, geschaffen vom französichen Baumeister Vauban, zum UNESCO Welterbe gehört. Selten sind wir bisher mit Blick auf unseren "eigenen" Burggraben zu Bett gegangen.