... aber wir waren in Andorra

Kurz  nach Sonnenaufgang - das hört sich schlimmer an als es ist, also so gegen 9 Uhr - brechen wir auf. Wir wollen nach Andorra und sind uns nicht ganz sicher, wie die Strassenverhältnisse auf dem Weg dorthin sind. Übernachtet haben wir auf 1500m, ohne eine Flocke Schnee zu sehen, aber es ist Schneeregen vorausgesagt.

 

Das Wetter ist wider Erwarten gut. Wir sind optimistisch, bis wir auf Schilder stoßen, die darauf hinweisen, dass auf dieser Strecke das Mitführen von Schneeketten obligatorisch ist. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob das nur für die Strecke über den vor uns liegenden Pass oder auch für den wohl alternativ zur Verfügung stehenden Tunnel gilt. Trotz Allrad und "dicker Socken" kehren wir um. Wir wollen keinen Ärger riskieren und es gibt ja noch eine weitere Zufahrt nach Andorra. Auf dieser stehen wir aber schnell im Stau vor der hier tatsächlich als solche zu verstehenden Grenze und lernen für was Andorra bekannt ist - praktisch steuerfreies Einkaufen. Die Autokarawane wälzt sich in Richtung der sofort hinter Grenze aufragenden Einkaufszentren. Wir beschließen, dass das nichts für uns ist, und ergreifen die Flucht, ohne einen Blick auf die ebenfalls bekannten Skigebiete geworfen zu haben.

 

Bei Dauernieselregen gondeln wir weiter durch die Pyrenäen entlang  einer trotz der Jahreszeit wunderschönen Landschaft,  oft begleitet von Flüssen und Bächen und durch wilde Schluchten. Wir beenden den Tag in Ainsa auf einem inoffiziellen Stellplatz mit herrlichem Blick über das Tal zusammen mit anderen Wohnmobilen.