Samen und Rentiere


Fjell Lappland

Rentierherde im Fjell Lapplands
Rentierherde


Wir befinden uns in Karigasniemi, wo wir erneut die Grenze zwischen Finnland und Norwegen überqueren. Auch hier werden wir nach kurzem Ausweis-Check durchgewunken. Für unseren Hund interessiert sich niemand.

 

Eine direkte Weiterfahrt in Richtung ist hier nicht möglich, da es im auch Fjell (Norwegen) oder Tunturi (Finnland) genannten unzugänglichen Bergland, das zudem in großen Teilen als Wildnis-Gebiet geschützt ist, keine Straßen gibt. Wir folgen daher der Straße 92 zur E45 und fahren entgegen unserer eigentlichen Route erst einmal gen Süden in Richtung Finnland.

 

Einer Eingebung folgend – das ist etwas übertrieben, denn eigentlich sind wir nur auf der Suche nach einem Platz für Mittagspause und Hunderunde – machen wir einen kurzen Schlenker in eine parallel zur Hauptstraße führende Nebenstraße. Hier stehen wir gänzlich unverhofft inmitten von Menschen, die neben der Straße eine wahrlich riesige Rentierherde in ein Gatter treiben.

 

Eine kurze Recherche im Netz informiert uns darüber, dass im Herbst die Samen, das indigene Volk Lapplands, seine ansonsten frei weidenden Rentiere zusammentreibt, um die schlachtreifen Tiere auszusondern.

 

Wir halten an und bestaunen das Gewimmel von Tieren. Zu unserer Überraschung stoßen die Rentiere grunzende Laute aus, die uns eher an Schweine oder vielleicht wage an in der Brunft erinnern. Vor den Gattern sind jurtenähnliche Zelte aufgebaut.


Samenhirten treiben Rentiere zusammen:


Naturzentrum des Tunturi-Lapin Wildnis-Gebiets

Naturzentrum des Tunturi-Lapin Wildnis-Gebiets
typisch samische Kleidung

Wieder in Finnland bringt uns die Straße 93 nach Enontekio in finnisch Lappland, wo wir das Naturzentrum des Tunturi-Lapin Wildnis-Gebiets besuchen.

 

Das Zentrum beherbergt einen Info-Desk und mehrere Ausstellungen. Von einer sehr hilfsbereiten Mitarbeiterin des Zentrums erhalten wir Infomaterial und erfahren, dass die Ausstellungen frei zugänglich sind.

 

Uns interessiert vor allem die Ausstellung, die vom Leben und der Kultur der Samen und Lappland berichtet. Es werden hier Kleidungsstücke und Alltagsgegenstände gezeigt. Auch eine Kote, eine typische samische Behausung, gezeigt, die uns an ein Tippi der amerikansichen Ureinwohner denken lässt. Eine kleine Ausstellung zeigt darüber hinaus Stücke zu Vogelwelt und Natur der Region. Hier erfahren wir, dass es in Lappland nicht 4 sondern 8 Jahreszeiten gibt.

 

Unser Parkplatz:

  •  Enontekio: Parkplatz vor dem Tunturi-Lapin Naturzentrum (GPS 68°23'39"N 23°40'05"E)

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • E45/93: Entlang der Schnellstraße gibt es einige Parkplätze, die sich für Übernachtung eigenen. Für Allrad-Fahrer kann sich aber auch ein Blick in den ein oder anderen Stichweg lohnen.

 

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