Italien ist für Wohnmobilreisende ein echtes Traumziel – und das zu jeder Jahreszeit. Von den Alpen im Norden über die sanften Hügel der Toskana bis hin zu den Küsten Siziliens bietet das Land eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, Kultur und Kulinarik.
Wir waren bereits mehrfach dort unterwegs und haben dabei ganz unterschiedliche Regionen kennengelernt: Spektakuläre Natur, kleine Dörfer abseits der großen Touristenströme oder kulinarische Highlights direkt beim Winzer oder auf einem Wochenmarkt.
praktische Reisetipps für Italien: hier
bitte nutze die Karte oder scrolle weiter runter:


Italien ist für uns Deutsche eines der wichtigsten Reiseländer, also auch für uns Wohnmobilfahrer. Hier unsere Erfahrungen und Reisetipps und was uns noch so aufgefallen ist:

Rom haben wir mit dem Wohnmobil bereits vor einigen Jahren besucht. Damals haben wir noch nicht gebloggt. Infos zu den Sehenswürdigkeiten findet man in jedem Reiseführer.
Dennoch möchten wir einige unserer persönlichen Erfahrungen mit Euch teilen:
Hier findest Du interessante Beiträge, die Dich als Wohnmobilfahrer interessieren könnten:
Hier ein paar Ideen für längere Touren:
und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:
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Die Großtrappe gehört zu den größten flugfähigen Vögeln. In Deutschland kann man die vom Aussterben bedrohten und daher hier auf der roten Liste stehenden Vögel nur noch in Brandenburg beobachten.
Wo genau zeigen wir hier:
Wer die Großtrappe einmal gesehen hat, vergisst diesen Moment nicht so schnell. Dieses beeindruckende Tier wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit: groß, kraftvoll und erstaunlich scheu. In Mitteleuropa ist sie selten geworden, doch in Brandenburg gibt es noch einige stabile Vorkommen. Genau dort lässt sich beobachten, wie diese Vögel ihren Alltag meistern – und wie viel Ruhe und Rücksicht es braucht, um ihnen wirklich zu begegnen.
Die Großtrappe ist einer der schwersten (bis 16 kg) flugfähigen Vögel der Welt und typisch für die weiten Steppenlandschaften Europas. Männchen wirken mit ihrem kräftigen Körperbau und dem auffälligen Balzgefieder besonders eindrucksvoll, während die Weibchen deutlich kleiner und unauffälliger sind. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden.
Als Bodenbrüter ist die Art empfindlich gegenüber Störungen und Veränderungen in der Agrarlandschaft, weshalb sie heute nur noch in wenigen Regionen vorkommt.
Trappe und Rehe: Hier ein interessanter Vergleich zwischen Großtrappe und Reh. Zwischen dem Rudel Rehen sitzt eine Trappe.
Die Großtrappe lebt in offenen Landschaften, in weiten Feldern und Wiesen, die heute vielerorts verschwunden sind. Landwirtschaft, Straßenbau und Störungen haben ihr zugesetzt. Umso bemerkenswerter ist es, dass engagierte Schutzprojekte dafür sorgen, dass die Bestände langsam wieder wachsen.
Wer sie beobachtet spürt schnell, wie sensibel diese Art reagiert. Schon ein zu nah geparktes Auto oder ein unbedachter Schritt kann reichen, um eine ganze Gruppe aufzuscheuchen. Deshalb gilt: Abstand halten, Fernglas nutzen, Wege nicht verlassen.
Besonders eindrucksvoll ist die Balz im Frühjahr, wenn die Männchen ihre weißen Federn aufstellen und sich zu fast kugelrunden Federbällen formen. In der offenen Weite hebt sich das helle Gefieder deutlich ab – ein Moment, der im Gedächtnis bleibt.
Im März und April beginnt die eigentliche Balzsaison. Von den Beobachtungstürmen (siehe weiter unten im Text) lassen sich die Tiere in dieser Zeit häufig gut beobachten. Sobald die ersten Sonnenstrahlen über die Wiesen ziehen, setzen die Männchen ihre typischen Bewegungen ein: Drehen, Aufplustern, kurze Läufe. Alles wirkt ruhig und zielgerichtet, ganz auf die Aufmerksamkeit der Weibchen ausgerichtet.
Da Großtrappen sehr scheu reagieren, lohnt sich ein früher Start. Ideal ist es, noch vor Sonnenaufgang vor Ort zu sein, sich einen unauffälligen Platz zu suchen und dort zu bleiben. Oft liegt dann noch etwas Dunst über den Feldern, und die Umgebung ist angenehm still. Mit etwas Geduld erscheinen die ersten Vögel, meist weit draußen im Gelände. Wenn alles passt, kann man die Balz in einer entspannten, ungestörten Atmosphäre beobachten – ohne Hektik, einfach als ruhiger Moment in der Natur.
Infobox: Ablauf der Balz:
Die Balz der Großtrappen gehört zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen unserer offenen Landschaften. Sobald im Frühjahr die Hennen in größeren Gruppen am Balzplatz erscheinen, beginnt das Ritual. Die Hähne reagieren sofort: Sie stellen sich in Position und verwandeln sich in scheinbar riesige, weiße Federbälle.
Mit aufgeplustertem Gefieder, verdrehten Flügeln und nach oben geklapptem Schwanz präsentieren sie die leuchtend weißen Unterschwanzfedern, die in der Sonne besonders auffallen. Gleichzeitig wird der Kopf weit nach hinten gezogen und der Kehlsack aufgeblasen – ein typisches Merkmal dieser spektakulären Schau.
Für die Hennen zählt dabei vor allem eines: Stärke, Kondition und Ausdauer. Beim Beobachten entsteht ein Bild, das Ruhe ausstrahlt und dennoch die enorme
Anstrengung hinter diesem Ritual sichtbar macht.
Doch auch außerhalb der Balz lohnt sich ein Besuch. Im Winter stehen die Tiere oft in kleinen Trupps zusammen, gut getarnt im braunen Gras. Mit etwas Geduld lassen sie sich aus sicherer Entfernung beobachten – ein stiller Moment, der zeigt, wie wertvoll diese Landschaften sind.
Vor rund 60 Jahren lebten in der Mark Brandenburg noch etwa 3.400 Großtrappen. Damals gehörten sie vielerorts zum vertrauten Bild der offenen Landschaft. Doch mit der zunehmenden Technisierung der Landwirtschaft veränderte sich ihr Lebensraum grundlegend. Großflächige Monokulturen, frühere und häufigere Bearbeitungszyklen sowie der Verlust von Rückzugsflächen machten es den Vögeln schwer, ihre Küken erfolgreich großzuziehen. Gleichzeitig nahmen Fressfeinde wie Fuchs, Marderhund und Wildschwein zu. Die Kombination dieser Faktoren führte dazu, dass zwischen 1970 und Anfang der 1990er Jahre im Freiland keine einzige Großtrappe mehr flügge wurde. Die Art stand in Deutschland kurz vor dem Verschwinden.

Heute sieht die Situation wieder etwas besser aus. Zwischen 300 und 350 Großtrappen leben aktuell in Deutschland und fast alle von ihnen haben in Brandenburg geeignete Rückzugsräume gefunden. Die drei verbliebenen Brutgebiete liegen in den
Diese Regionen wurden in den vergangenen Jahrzehnten gezielt geschützt und entwickelt – mit Ruheflächen, extensiver Bewirtschaftung und Maßnahmen gegen Prädatoren. Trotzdem schwanken die Bestände von Jahr zu Jahr deutlich, denn die Art reagiert sensibel auf Störungen und Witterung.
Zwei dieser Gebiete haben wir besucht:
Das Havelländische Luch bietet dem kräftigen Vogel einen der letzten Rückzugsorte in Deutschland. Bei einem derzeitigen Bestand von etwa 130 Tieren befindet sich die größte Population im brandenburgischen Havelland nahe Buckow.
Damit die Trappen ihre Brut in Ruhe aufziehen können, wurde hier eine rund 30 Hektar große Fläche eingezäunt. Lediglich das Brutgeschäft wird durch den Menschen unterstützt, denn Füchse machen dieses den Trappen schwer und werden erfolgreich durch den Zaun abgewehrt. Laut Auskunft einiger freiwilliger Helfer, wäre eine freie Aufzucht wahrscheinlich wenig erfolgreich.
Es gibt zwei Beobachtungstürme:
Unser Stellplatz:
Wohnmobilstellplatz:
Die Belzinger Landschaftswiesen sind ein weiteres Gebiet in Brandenburg mit weiten, offenen Wiesen und Weiden, in denen die vom Aussterben bedrohten Großtrappen noch relativ ungestört leben können.
Unser Beobachtungspunkt:
unser Wohnmobilstellplatz:
Wer Glück hat, entdeckt nicht nur die balzenden Hähne, sondern - wie wir - einen Wolf!
Südlich von Genthin und nördlich von Ziesar liegt das EU-Vogelschutzgebiet Fiener Bruch – eines der letzten drei Großtrappen-Gebiete, die in Deutschland überhaupt erhalten geblieben sind. Gemeinsam mit den Belziger Landschaftswiesen und dem Havelländischen Luch bildet es den verbliebenen Kernbestand der Art in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Im Fiener Bruch gibt es wohl einen offiziellen Beobachtungsturm, von dem man gute Chancen haben soll, Großtrappen zu sehen. Der Turm liegt – wie alle erlaubten Beobachtungspunkte – am Rand der Kernzone:
Wir waren noch nicht dort, aber es steht beim nächsten Besuch der Gegend auf unserer Liste.
Neusiedler See
Der Neusiedler See an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn und der Seewinkel gehören zu den wenigen weiteren Regionen Mitteleuropas, in denen Großtrappen noch regelmäßig vorkommen. Die weiten, offenen Wiesen- und Agrarlandschaften bieten der Art genau das, was sie braucht: viel Raum, gute Sicht und störungsarme Bereiche. Gleichzeitig ist das Gebiet streng geschützt, weshalb Beobachtungen fast immer nur aus großer Distanz möglich sind.
Mehr über den Neusiedler See: hier mehr erfahren

Großtrappen in Spanien und Portugal
Auf der Iberischen Halbinsel gibt es einige sehr gute Regionen, um Großtrappen in ihrer typischen Steppenlandschaft zu beobachten. Die Landschaften sind weit, ruhig und wenig zerschnitten. Genau das macht die Region zu einem der letzten Rückzugsräume der Großtrappe und zu einem Ziel für alle, die diese beeindruckende Art einmal in ihrer natürlichen Umgebung erleben möchten.
Spanien beherbergt die größten Bestände Europas, vor allem in den weiten Steppen der Extremadura und der Mancha. Besonders bekannt sind La Serena und die Pseudosteppe von Pétrola, wo man die Vögel mit etwas Geduld und einem guten Spektiv oft aus großer Distanz entdecken kann.
In Portugal konzentrieren sich die Vorkommen auf den Alentejo. Rund um Castro Verde und im Naturpark Vale do Guadiana liegen die wichtigsten Schutzgebiete des Landes. Die offene Kulturlandschaft bietet der Art ideale Bedingungen und Beobachtungen gelingen hier ebenfalls am besten im Frühjahr.
Wir haben alle Plätze besucht. Wer mehr erfahren möchte schaut hier vorbei.
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Wer schon hier ist, sollte sich diese tolle Reise entlang der Elbe anschauen:
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