Naturparadiese in Frankreich:


Gorges du Tarn (Cévennen): Tiefe Schlucht und einsame Dörfer

"getarnte" Dörfer entlang der Tarn-Schlucht
"getarnte" Dörfer entlang der Tarn-Schlucht

Von Albi nach Florac

Am nächsten Tag kommen wir mit Renate und Christian aus der Oberpfalz ins Gespräch, die mit ihrem Campingbus noch ganz am Anfang ihrer Reise nach Portugal stehen. Wir gehen gemeinsam einen Kaffee in der jetzt plötzlich belebten Stadt trinken und werfen einen Blick auf das quirlige Leben in der Markhalle.

 

Wir wollen heuten noch in die Cévennen, die in der Zusammenschau von Nationalpark, geschichtlichen Zeugnissen und erhaltener Kultur ein Welterbe UNESCO darstellen. Die uns zur Verfügung stehende Zeit genügt nicht, die Region zu erkunden.

 

Wenigstens wollen wir aber die Gorge de Tarn durchfahren, welche zu den Highlights der Region gehört soll. Und das ist sie auch. Im Nordosten  von Millau gelegen, führt die Schlucht von Sainte-Enimie im Osten über 35 Kilometer bis Le Rozier im Westen. Tief schneidet sich die Schlucht in die Felsen. Die Strasse windet sich spektakulär zwischen den bis zu 500 Meter hohen Felswänden und und dem Fluss Tarn, unter Felsüberhängen hindurch und durch enge Tunnel.

 

Kleine Dörfer und Burgen wirken wie an die Felsen angeklebt und sind kaum zu sehen, da sie aus dem Stein der Schlucht gebaut sind. Es gibt sogar Häuser deren Zugang und Versorgung nur über den Fluß überspannende Seilbahnen möglich ist.

 

Gegen Abend suchen wir uns im Örtchen Florac einen Stellplatz. Kurz nach uns trudelt ein mit viel Gepäck beladener Fahrradfahrer auf dem Parkplatz ein und baut hinter unserem Auto sein Zelt auf. Als er fertig ist, holt er die Gitarre raus und beginnt zu spielen.Wir kommen ins Gespräch und laden ihn zum Aufwärmen ins Auto ein. Dabei erfahren wir, dass der selbständige Bierbrauer aus Bayern regelmäßig per Fahrrad in Frankreich unterwegs ist, um sein Französisch zu verbessern und nebenbei die ein oder andere Brauerei zu besichtigen. Mehr Infos zu Manfred und seiner Brauerei gibt es in unserer Rubrik "unterwegs getroffen":  hier klicken.

 

Unser Stellplatz:

  • Florac: Stellplatz auf Parkplatz mit VE oberhalb der Stadt, Avenue Michel Gillibert

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Das Rhone-Delta und die Camargue


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Im Einzelnen:

Gorges du Tarn (Cévennen): Tiefe Schlucht und einsame Dörfer

"getarnte" Dörfer entlang der Tarn-Schlucht
"getarnte" Dörfer entlang der Tarn-Schlucht

Von Albi nach Florac

Am nächsten Tag kommen wir mit Renate und Christian aus der Oberpfalz ins Gespräch, die mit ihrem Campingbus noch ganz am Anfang ihrer Reise nach Portugal stehen. Wir gehen gemeinsam einen Kaffee in der jetzt plötzlich belebten Stadt trinken und werfen einen Blick auf das quirlige Leben in der Markhalle.

 

Wir wollen heuten noch in die Cévennen, die in der Zusammenschau von Nationalpark, geschichtlichen Zeugnissen und erhaltener Kultur ein Welterbe UNESCO darstellen. Die uns zur Verfügung stehende Zeit genügt nicht, die Region zu erkunden.

 

Wenigstens wollen wir aber die Gorge de Tarn durchfahren, welche zu den Highlights der Region gehört soll. Und das ist sie auch. Im Nordosten  von Millau gelegen, führt die Schlucht von Sainte-Enimie im Osten über 35 Kilometer bis Le Rozier im Westen. Tief schneidet sich die Schlucht in die Felsen. Die Strasse windet sich spektakulär zwischen den bis zu 500 Meter hohen Felswänden und und dem Fluss Tarn, unter Felsüberhängen hindurch und durch enge Tunnel.

 

Kleine Dörfer und Burgen wirken wie an die Felsen angeklebt und sind kaum zu sehen, da sie aus dem Stein der Schlucht gebaut sind. Es gibt sogar Häuser deren Zugang und Versorgung nur über den Fluß überspannende Seilbahnen möglich ist.

 

Gegen Abend suchen wir uns im Örtchen Florac einen Stellplatz. Kurz nach uns trudelt ein mit viel Gepäck beladener Fahrradfahrer auf dem Parkplatz ein und baut hinter unserem Auto sein Zelt auf. Als er fertig ist, holt er die Gitarre raus und beginnt zu spielen.Wir kommen ins Gespräch und laden ihn zum Aufwärmen ins Auto ein. Dabei erfahren wir, dass der selbständige Bierbrauer aus Bayern regelmäßig per Fahrrad in Frankreich unterwegs ist, um sein Französisch zu verbessern und nebenbei die ein oder andere Brauerei zu besichtigen. Mehr Infos zu Manfred und seiner Brauerei gibt es in unserer Rubrik "unterwegs getroffen":  hier klicken.

 

Unser Stellplatz:

  • Florac: Stellplatz auf Parkplatz mit VE oberhalb der Stadt, Avenue Michel Gillibert

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Das Rhone-Delta und die Camargue


Galoppierende Pferde, aufgewirbelte Tropfen fliegen durch die Luft, im Hintergrund stehen Rosaflamingos im flachen Wasser der Lagune. Mit diesen Bildern im Kopf fahren wir in die Camargue in Südfrankreich.

 

Zwischen den Flussarmen "Grand Rhone" im Osten und "Petit Rhone" im Westen in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Département Bouches-du-Rhône am Mittelmeer gelegen, ist das Mündungsgebiet der Rhone mit etwa 750 Quadratkilometern das größte Flussdelta Westeuropas. Die flache Landschaft wird überwiegend landwirtschaftlich zur Viehzucht, zum Gemüse- Reis- und natürlich (wir sind in Frankreich) Weinanbau genutzt.

 

Auf dem Gebiet von Arles und Saintes-Maries-de-la-Mer liegt der Regionale Naturpark Camargue, der 1970 gegründet umfasst er eine Fläche von 88.000 Quadratkilometern.

 

Uns interessieren weniger die zweifellos schönen Strände des Mittelmeers, die besonders im Sommer Heerscharen von Touristen anziehen, sondern das Küstengebiet, das mit seinen Lagunen und Brackwasserseen einer Vielzahl von Tieren und vor allem von Wasservögeln Heimat, Brut- oder auch Rastplatz bieten.

 

Auch die Salinen (z.B. die Salines de Midi bei Aigues-Mortes) entlang der Küste lohnen einen Besuch. Hier wird Industriesalz aber auch Speisesalz, das berühmte Fleur-de-Sel gewonnen, das ein beliebtes Mitbringsel ist. Auch hier tummeln sich viele Vögel.

 

Das etwa 13.000 Hektar große Naturschutzgebiet "Réserve naturelle nationale de Camargue" umfasst den Étang de Vaccarès, den größten der flachen Seen (französisch: étang) der Region und den davor liegenden Küstenstreifen mit seiner großen Wasservogelpopulation.

 

Interessante Vogelbeobachtungen sind hier in der Region an vielen Orten, oft auch von der Straße aus möglich. Vor allem die Rosaflamingos sind allgegenwärtig. Besonders gut gefällt uns aber der Vogelpark "Ornithological Park of Pont de Gau". Das Gelände lässt sich über ein etwa 7 Kilometer langes Wegenetz erkunden, oft kommt man zu einem Großteil frei lebenden Vögeln sehr nahe.

 

Unser Stellplatz in Saintes-Maries-de-la-Mer:

  • Aire Camping Car - George Pompidou Space: gebührenpflichtiger Stelllplatz auf Parkplatz mit VE
    (N 43°16’10”, O 3°16’47)

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interner Zähler: 15.05.2020