Über die große Dolomitenstraße ins Etschtal

Die große Dolomitenstraße wurde 1909 als erste Ferienstraße der Dolomiten eröffnen. Im Gran Hotel am Karersee verbrachten schon Kaiserin Sisi und andere Größen ihrer Zeit ihre Sommerfrische.


Wir verbringen eine Nacht oberhalb des Fedaia-Pass auf über 2000m und blicken durch unser Dachfenster in den Sternenhimmel an dem sich die Milchstraße abzeichnet. Auf dieser ungewohnten Höhe schläft es sich schlecht, trotzdem verpassen wir, dass es nachts leicht anfängt zu schneien, und schauen beim Aufwachen verwundert auf die wie Puderzucker bestreute Welt um uns herum.

 

Sellarunde

 

Der nur leichte Schneefall beeinträchtigt unsere Weiterfahrt nicht. Die vor uns liegenden Straßen und Pässe sind frei, nur in den Vormittagsstunden sind noch einige Stellen etwas glatt. Vor uns liegt die Sellarunde, eine Strecke um das Sellamassiv, die sich über vier Pässe (Sellajoch 2244m, Pordoi Joch 2239m, Campolognosattel 1875m und das Grödnerjoch 2121m) erstreckt und grob der im Winter bei Skifahrern beliebten Skirunde folgt.

 

Große Dolomitenstraße - Kaiserin Sisis Sommerfrische

 

Über die große Dolomitenstraße, die 1909 als erste Ferienstraße der Dolomiten eröffnet wurde, geht es vorbei am abflußlosen, tiefgrünen Karersee, in dessen Gran Hotel bereits Kaiserin Sisi und andere Größen ihrer Zeit die  Sommerfrische verbrachten, hinunter nach Bozen. Die Stadt bietet sich nach den freien Übernachtungen der letzten Tage zur Ver- und Entsorgung an, bevor es für uns über Meran weiter ins Etschtal geht.

 

Etschtal 

 

Das Etschtal im Vinschgau ist geprägt vom Obstanbau und bildet einen großen Kontrast zum hochalpinen Gelände der vergangenen Tage. Hinter den grünen Berghängen kann man aber die das Tal umgebenden hohen Berge erahnen. Wir wollen an der Talstation der Seilbahn von Tarsch am Rande des Nationalparks Stilfersjoch übernachten. Unser Navi führt uns durch enge Straßen mitten durch Obstplantagen. Unverhofft stehen wir kurz vor dem Ort vor einer Straßenbegrenzung auf 2 Meter Breite. Da die Kabine unseres Pauls nur 2 Meter breit ist, wagen wir uns weiter und tatsächlich, wir passen durch die Engstelle im Ort, bevor es durch offenen Weidebetrieb bis zu dem im Wald gelegenen Parkplatz geht.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz an der großen Dolomitenstraße:

  • Tarsch: Parkplatz an der Talstation der Seilbahn auf die Tarscher Alm, ohne VE, kostenfrei

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