Tipps zu Stromverbrauch

Tipps und Tricks zum Stromverbrauch:

 

  • Wieviel Ah braucht man?
  • Was man über Gel-Batterien wissen sollte?
  • 220 Volt an Bord
  • Stromsparen ist angesagt!
  • Energiefresser Kühlschrank

 

 

 



Wieveil Strom (Ah) brauchen wir am Tag?

 

Ohne stromsparende Maßnahmen verbrauchen wir in der Regel nicht mehr als 50 bis 60 Ah am Tag. Dabei sind unseren beiden Laptops, die rund 5 A pro Stunde aus den Akkus ziehen, die größten Stromfresser. Der Wasserkocher benötigt für das Aufkochen eines 1/2 Liter Wassers ca. 9 Ampere. Das Haaretrocken spielt mit 5-7 Ampere eher eine untergeordneter Rolle. Strom für Licht und Heizung (Ventilator) kommt nur im Winter dazu.

 

Nicht vergessen sollte man allerdings den Absorber-Kühlschrank. Er läuft nach dem Ausschalten des Motors noch ca. 20 Minuten weiter auf Strom. Sollte er innerhalb dieser Zeit anspringen, zieht er mit ca. 11A relativ viel Strom aus den Batterien.

 

 

Was man über Gel-Batterien wissen sollte:

 

Unsere beiden Bordbatterien Optima Yellowtop YTS 5.5 haben eine Kapazität von je 75 Ah. Um die Akkus nicht zu stressen, sollten man diesen Typ Batterie nur bis max. 50% entladen. Jedes tiefere Entladen "stresst" die Batterie, die Lebensdauer des Akkus reduziert sich.

 

Anstellte der 2x 75 Ah = 150 Ah stehen uns also nur 75 Ah nur zur Verfügung.

 

 

Ladebooster:

Geladen werden unsere Akkus hautpsächlich während der Fahrt über einen 45-AH-Ladebooster, der die Akkus mit anfangs mit 45, am Ende mit deutlich weniger Ampere pro Stunde betankt. 

 

Solarpanels:

Zusätzlich laden bei gutem Wetter zwei Solarpanels à 100 Watt  die Akkus mit bis zu 8 A in der Stunde. Dies ist allerdings ein eher unrealistischer Wert. Da man sich meistens ein Plätzchen im Schatten sucht, kommen mehr als 20 oder 30 Ah pro Tag durch die Panels auch bei gutem Wetter kaum zusammen.

 

Da wir so gut wie nie am Landstrom hängen,  ist der Ladebooster für uns die wichtigste Ladequelle.

 

Ladewandler: Immer 220 Volt an Bord:

 

Wir haben 220 Volt an Bord - immer wann wir wollen und ohne Anschluss an Landstrom.

Ein eingebauter Ladewandler wandelt die 12 Volt aus unseren Akkus in 220 Volt mit 1.000 Watt um.

 

Im Nachhinein hätten wir aber doch bessern einen Wandler mit 1.500 Watt genommen, denn dann könnte man an diesen auch einen stärkeren Fön oder eine Kaffeemaschine anschließen. Aufgrund dieser Einschränkung wurde der Fön durch eine multifunktionle Warmluftbürste ersetzt; heißes Wasser für Kaffee und Tee bereiten wir mit einem Wasserkocher mit nur 900 Watt.

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Energiefresser Kühlschrank

 

Wir haben einen Absorber-Kühlschrank an Bord. Um dessen Funktion zu kontrollieren, habe ich ein externes Thermometer im Eisfach angebracht (siehe Bild auf der linken Seite), welches mir ständig die dortige Temperatur anzeigt.

 

Wenn das Thermometer nach einigen Wochen Fahrt nicht mehr gewohnten Minusgrade zeigt, ist meist das Eisfach vor allem zwischen den Kühlrippen stark vereist. Das Eis wirkt nun wie eine Isolationsschicht und läßt die teuer produzierte Kälte nicht mehr an das zu kühlende Gut.

 

Jetzt ist Zeit zum Enteisen:

Mit unserem Pfannenwender aus Holz entferne ich vorsichtig das Eis und  ein paar Stunden später zeigt das Thermometer nicht nur wieder die  gewohnten Temperaturen, sondern benötigt auch deutlich weniger Energie.

 

 

Der Strom wird knapp ... was tun?

  • Ist die Batterie voll, läuft der Kühlschrank nach dem Abstellen des Motors den 1. Kühlzyklus auf Strom aus der Batterie. Das bedeutet, dass uns der Kühlschrank gleich am Anfang mal rund 11 Ah aus der Batterie zieht. Das sind knapp 15% des zur Verfügung stehenden Stroms. Um dies zu verhindern schalten wir den Kühlschrank sofort nach dem Ausschalten des Motors von >Automatik< auf >Gas<.
  • Kaffee  und Tee kochen wir dann mit Gas
  • Außerdem schalten wir den Fernseher komplett aus und den Router nur dann an, wenn wir ihn brauchen.
  • Im Notfall laufen die Laptops per Akku

Alleine mit diesen Maßnahmen sparen wir mindestens 30 Ah am Tag.

 

 

Motor starten und Betterie laden:

 

Hat man trotzdem noch zu wenig Strom, kann man durch Starten des Motors die Batterie wieder etwas aufladen. Dazu sollte man folgendes wissen:

  • Man muss nicht fahren, um die Batterie aufzuladen. Auch im Stand lädt der Ladebooster mit voller Leistung. Nur wenn die Batterie fast voll ist, reduziert sich die Ladeleistung des Boosters
  • Während des Ladens bei laufenden Motors sollte man auch der Kühlschrank auf Gas umstellen, denn sobald der Motor läuft, schaltet der Kühlschrank auf Strom um. Dieser Strom steht dann dem Ladevorgang der Batterie nicht mehr zur Verfügung.  Bei uns lädt der Ladebooster die Batterie mit 42 A pro Stunde, bei laufenden Kühlschrank lädt er nur mit etwas mahr als 30 A. Wir verliefen also rund 25% der Ladeleistung. .

 


 

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