Gaswarner im Wohnmobil: Sinn oder Unsinn?

4 Gefahrenquellen können gefährlich werden!


Gaswarner im Wohnmobil
Kohlenmonoxid-Warner im Wohnmobil

Die Frage, ob ein Gaswarner im Wohnmobil sinnvoll ist, wird erstaunlich kontrovers diskutiert. In vielen Gesprächen habe ich den Eindruck, dass Urteile gefällt werden, ohne sich wirklich mit den Fakten zu beschäftigen.

 

Dabei geht es nicht nur um eine einzelne Gefahr – sondern gleich um vier verschiedene Gefahrenquellen, die uns im schlimmsten Fall ernsthaft gefährden können.



Beim Stichwort „Gaswarner“ denken viele zunächst an das viel diskutierte Thema Narkosegas und mögliche Überfälle. Auch wir haben diesen Aspekt lange Zeit in den Vordergrund gestellt.

 

Tatsächlich liegt die größere Gefahr jedoch woanders:
Defekte Gasflaschen oder beschädigte Zuleitungen können durch mechanische Belastung – etwa durch Scheuern oder Ruckeln – undichte Stellen entwickeln. Das austretende Gas bleibt oft unbemerkt, da es geruchlos ist, und kann sich im Innenraum des Wohnmobils ausbreiten. Im schlimmsten Fall führt dies zu lebensbedrohlichen Situationen.

Die meisten Gaswarner schützen aber nicht nur vor Gas aus den Gasflaschen, sondern gleichzeitig auch vor Betäubungsgasen.


1. Gefahrenquelle:

Gasflasche und Gassystem

Wer eine Gasflasche oder einen Gastank an Bord hat, fährt viel gefährliches Propan und/oder Butan spazieren. Wir benötigen es zum Kochen, zum Heizen und/oder auch für den (Absorber-)Kühlschrank. LPG Gas ist eine Mischung aus den beiden Gasen Propan und Butan. 

 

Die Gase Propan, Butan oder LPG-Gas haben gleich zwei lebensbedrohliche Eigenschaften. Die Gase sind einerseits hochentzündlich und können andererseits zum Tod durch Ersticken führen.

  1. Sie sind - im Gegensatz zu Kohlenmonoxyd - allesamt schwerer als Luft. Breitet sich das Gas durch ein Leck im Gassystem im Wohnmobil aus, so steigt die Konzentration von unten nach oben. So verteilen sich die Gase zuerst im unteren Bereich des Wohnraums und kriechen durch Ritzen und Löcher in alle Ecken des Wohnmobils und können so schnell auch entfernte Zündquellen z.B. im Stauraum, in der Heizungsanlage, Lichtschalter oder Steckdose erreichen. Ein Funke reicht bereits, um eine Explosion zu erzeugen.

  2. Nicht nur das. Das Gas verdrängt zudem den lebensnotwendigen Sauerstoff in unserer Atemluft. Dies führt anfänglich zur Schwächung des Zentralen Nervensystems, Schwindelgefühl und Übelkeit und kann bis hin zur plötzlich Bewusstlosigkeit und  zum Tod führen. Ein entsprechender Gasmelder kann für wenig Geld Leben retten.

Unser Wohnmobil hat bereits viele Jahre und etliche anspruchsvolle Touren hinter sich. Ob steile Passstraßen, endlose Schotterpisten oder die Sahara in Marokko – all diese Strecken haben das Fahrzeug und insbesondere die Gasleitungen doch stark beansprucht. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, dass sich Undichtigkeiten im Gassystem entwickeln.


Warum hilft die regelmäßige Gasprüfung nicht?


Die Gasflaschen sind über Leitungen mit den jeweiligen Verbrauchsgeräten im Wohnmobil verbunden. Dieses Leitungssystem sollte unter normalen Umständen absolut dicht sein. Genau das wird bei der Gasprüfung überprüft – eine Kontrolle, die seit 2025 wieder alle zwei Jahre verpflichtend durchgeführt werden muss.


Warum schützt die Gas-Prüfung nicht wirklich?

Eine Gasprüfung liefert lediglich eine Momentaufnahme des aktuellen Zustands. Zwischen den Prüfintervallen liegen aber über 700 Tage, in denen Schäden an Gasleitungen oder Flaschen entstehen können – etwa durch Materialermüdung, äußere Einflüsse oder mechanische Belastung. Solche Defekte bleiben oft unbemerkt und können im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein.


Offene Gasflaschen während der Fahrt:

Unsere Gasversorgung ist mit einer Mono/DuoControl CS von Truma ausgestattet. Dieses System verfügt über einen Crashsensor, der im Falle eines Unfalls die Gaszufuhr automatisch unterbricht und so vor unkontrolliertem Gasaustritt schützt. Wer während der Fahrt gasbetriebene Geräte nutzen oder die Flaschen geöffnet lassen möchte, muss laut EU-Vorgaben ein solches Sicherheitssystem verbaut haben. Das bedeutet: Unsere Gasleitungen bleiben auch nach dem Kochen, über Nacht oder während der Weiterfahrt geöffnet und stehen dauerhaft unter Druck.

 

Die Mono-/DuoControl bietet Schutz bei Unfällen – nicht jedoch bei kleinen, schleichenden Lecks innerhalb des Leitungssystems.


Wohnmobil Gasflaschen passen nicht in Europa ländern

2. Gefahrenquelle:

Kohlenmonoxyd aus der Heizung

Kohlenmonoxid – ein Gas, das bei jeder Verbrennung entsteht. Auch unsere Gas- bzw. Dieselheizungen produzieren es und es wird normalerweise über ein Abgasrohr nach draußen geführt.

 

Aber was, wenn in dem System etwas defekt ist? Dann wird’s kritisch, denn CO ist tückisch:

 

Man sieht es nicht, man riecht es nicht – und es verdrängt den Sauerstoff im Blut.

 

Schon kleinste Mengen können zu heftigen Symptomen führen und im schlimmsten Fall tödlich sein. Anders als Propan und Butan ist CO leichter als Luft und steigt nach oben. Deshalb gehört der CO-Warner auch dort hin. Und genau deshalb reicht ein einzelner Gaswarner nicht aus – man braucht zwei, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein.


3. und 4. Gefahrenquelle:

Feuer und Rauch

In den meisten Bundesländern sind Rauchmelder in Wohnungen längst Pflicht – doch im Wohnmobil gelten diese Vorschriften bisher nicht.

 

Wir kennen persönlich zwei Paare, deren Fahrzeuge durch Brände komplett zerstört wurden. Aus diesem Grund haben wir beim Einrichten unserer Wohnung einfach einen zusätzlichen Rauchmelder gekauft und im Wohnmobil montiert.

 

Wichtig für die Installation:

Der Melder sollte nicht direkt an der Decke montiert werden, sondern an der Wand – knapp unterhalb der Decke. Und ja, er hat sich schon ein paar Mal beim Kochen bemerkbar gemacht. Der erste Alarm erschreckt, aber mit der Zeit weiß man, woher der Ton kommt – und nimmt’s gelassen.


... und wer dran glaubt:

Betäubungsgase

Über Überfälle mit Hilfe von Narkosegase wird viel geschrieben und diskutiert. Aber ist das mit Narkosegase überhaupt möglich? Ich habe einem Narkosearzt, der auch mit einem Expeditionsmobil unterwegs, getroffen und wir haben bei einer Tasse Kaffee darüber geplaudert:

  • Er meinte, dass die richtige Konzentration des Narkosegases für eine Betäubung zu finden, sehr schwierig ist. Eine falsche Konzentration und deren Folgen ist ein hohes Risiko für einen Einbrecher, denn es kann auch schnell mal schief gehen. Ein Narkosearzt hat eine spezielle Ausbildung und entsprechende Geräte.
  • Fast jeder schläft mit offenem Fenster, auch Dachluken haben oft eine Zwangsentlüftung. Der Luftaustausch erschwert das finden der richtigen Konzentration.
  • Narkosegase sind schwerer als Luft und konzentrieren sich im unteren Teil des Fahrzeugs. Woher weiß der Einbrecher, wo die Insassen schlafen? Wie unterscheidet er zwischen oben und unten schlafenden Personen?
  • Bisher haben wir immer nur Leute kennengelernt, die jemanden kennen, dem es "passiert" ist. Und wenn man genauer nachfragt heißt es, dass der Hund unten den Angriff überlebt hat und die schlafenden Personen im Alkoven betäubt worden sind. Da die Gase schwerer als Luft sind, im meinen Augen eine Unmöglichkeit.
  • Auch habe ich auch noch nie etwas von einer öffentlichen Stelle gehört oder gelesen.

Narkosegas ist schwerer als Luft – es sammelt sich unten im Fahrzeug. Deshalb gehören die passenden Gaswarner auch dorthin, genau wie die für Propan und Butan. Aus diesem Grund erkennen die meisten Warner alle drei Gase und heißen deshalb 3-Gas-Alarmmelder und kosten kaum mehr als einfache Modelle.


Zwei Gasmelder sinnvoll

Propan, Butan (also auch LPG) sowie Narkosegase sind schwerer als Luft und sammeln sich unten im Fahrzeug, Kohlenmonoxyd verteilt sich eher im oberen Bereich des Wohnraums.

 

Da sich die gefährlichen Gase also an unterschiedlichen Orten konzentrieren, benötigt man zwei Warngeräte:


für schwere Gase:

1. ein 3-Gas-Alarmmelder


Dieser Melder erkennt kleinste Mengen von Propan, Butan (also auch LPG) sowie Narkosegas – wie es der Name bereits vermuten lässt. Da diese Gase schwerer als Luft sind und sich im unteren Bereich des Fahrzeugs sammeln, muss das Gerät entsprechend tief montiert werden. 


 

Obwohl wir bereits eine Thitronik Wipro-Alarmanlage verbaut haben, haben wir bewusst auf das zugehörige Erweiterungsmodul verzichtet und stattdessen das eigenständige Modell Thitronik GBA-I gewählt. Beim Einschalten führt der Sensor einen automatischen Selbsttest durch, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

 

Wir haben uns mehrere Tests und die technischen Daten genauer angeschaut. Letztendlich haben wir uns für dieses Gerät entschieden, da es am wenigsten von unserem wertvollen Strom verbraucht. Dies war ein wirkliches Argument, denn das Gerät läuft 24 Stunden am Tag. 

 

Die Installation war einfach. Ich habe das Gerät im Fußraum installiert und an das 12 Volt Bordnetz der Kabine angeschlossen.

 

Wer an dem Gerät interessiert ist, kann sich hier den Nachfolger anschauen:

Eine Übersicht aller Gaswarner bei Camping Wagner gibt es hier: 

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für das leichte CO:

2. der Kohlenmonoxyd-Melder


Gaswarner im Wohnmobil
Kohlenmonoxid-Warner im Wohnmobil

Als Kohlenmonoxyd-Warner haben wir uns für den X-Sense CO Melder CO03D (Foto siehe oben) entschieden. Uns gefällt bei Gerät auch, dass eine digitale LCD nicht nur die Echtzeit-CO-Konzentration, sondern auch die Batterieleistung anzeigt. So kann man die CO-Konzentration z.B. beim Kochen überprüfen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gerät von drei normalen 1,5 V AA-Batterien gespeist zu werden. Diese haben wir in Form von Akkus immer an Bord.


Wer Interesse an dem Warner hat, kann ihn hier bei Amazon bestellen*:

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Zudem haben als viertes noch einen Rauchmelder eingebaut. 


Fazit

Wir haben den Gaswarner lange als nettes Extra angesehen – hauptsächlich gedacht für den Fall eines Überfalls mit Narkosegas. Im Nachhinein hätten wir uns früher darum kümmern sollen, dann wären die Dinger längst eingebaut und wir hätten uns auf unseren Touren von Anfang an sicherer gefühlt.


noch ein paar Tipps:

Reiseinspirationen 2026:

Diese Ziele solltest Du Dir anschauen:


Hier ein paar Ideen für längere Touren:

und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:


kurz & hilfreich auf den Punkt gebracht



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Überlegungen zur Planung unseres Wohnmobils

Wichtige Einbauten bei der Planung eines Wohnmobils

 Dinge, die ...

  • wir immer wieder einbauen werden
  • wir heute anders machen würden

Diese Dinge würden wir immer wieder einbauen

das schafft Ablagefläche:

eine klappbare Küchenabdeckung

 

Eine klappbare Küchenabdeckung schafft viel Platz bei Tag und Nacht. Beim Abwaschen dient die 2. Hälfte als Platz zum Abstellen, beim Kochen als Arbeits- und Abstellplatte.

 

Und in der Nacht bietet die neugewonnene Tischplatte Platz für Dinge, die man bei Nacht nicht braucht (Brille, Handy, Buch oder eReader).

 

Wichtig ist, dass die Seite über dem Waschbecken etwas kleiner ist als die Seite über dem Herd, denn so kann einerseits die Flamme keinen Schaden anrichten, andererseits kann man auch beim Kochen etwas in die Spüle kippen oder stellen.


ohne geht gar nicht:

Garderobe und Schuhschrank

Wichtige Gedanken bei der Planung eines Wohnmobils

Ich habe selten ein Wohnmobil der Größe unseres Pauls, also unter 6 m Länge gesehen, das eine Garderobe und einen Schuhschrank besitzt. Für uns war das ganz wichtig. Gleich im Eingangsbereich hinter der Kabinentür haben wir eine Garderobe mit rund 10 Haken. Hier finden alle Jacken ihren Platz - von der Weste bis zur dicken Winterjacke. In der Nacht hängt da auch schon einmal eine Hose oder ein Hemd.

 

Direkt darunter und genauso gut erreichbar befindet sich bei uns der Schuhschrank. Es gibt zwei Fächer unterschiedlicher Höhe. Das kleiner für Iris (Schuhgröße 37) und eins für mich, der ich auf größerem Fuß lebe. In jedes Fach passen mindestens 3 Paar Schuh.

 

Noch weiter unten gibt es noch ein Fach für Allerlei.


nie mehr bücken:

Kühlschrank immer oben einbauen

Mein erstes Wohnmobil hatte den Kühlschrank unten. Das möchte ich nie wieder haben. Diese ewige Bückerei ist mir wirklich auf die Nerven gegangen. Damals war der Kleiderschrank über dem Kühlschrank, obwohl man den Kühlschrank deutlich öfter benutzt als den Schrank für die Klamotten.

 

Fazit: Der Kühlschrank gehört nach oben.

 


gegen lästigen Geruch:

Vernünftige Siphons

Wichtige Gedanken bei der Planung eines Wohnmobils
flacher Siphon aus dem Campingbedarf

Leider mussten wir feststellen, dass die in Wohnmobilen oft verbauten kleinen Siphons aus dem Campingbedarf nicht wirklich für Wohnmobile geeignet sind, die täglich gefahren werden.

 

Sie haben zwar den Vorteil, dass sie sehr klein und flach sind und deswegen platzsparend unter das Waschbecken verbaut werden können, aber sie nur optimal für Wohnmobile und -wagen, die nur wenig bewegt werden.

 

Für Fahrzeuge, die fast täglich bewegt werden - wie unser - haben die kleinen Siphons zwei große Nachteile:

  • Ein Nachteil dieser Siphons ist, dass sie sich beim Fahren sehr schnell leer schütteln und somit der Geruchsverschluss, der den Grauwassertank vom Wohnraum trennt, nicht mehr vorhanden ist. Ist der Siphon leer, fängt es vor allen während der Fahrt sehr schnell und intensiv nach Grauwassertank zu stinken.

  • der zweite, große Nachteil ist, dass sich vor allem in der Küche Essensreste vom Abwaschen und im Bad Reste von der Zahnpasta im Siphon ablagern, die nach einiger Zeit anfangen, massiv zu stinken und zu schimmeln. Das Entfernen ist nicht nur schwierig, sondern auch Ekel erregend. Zum Säubern muss man den kompletten Siphon unter dem Waschbecken demontieren. Das ist, wenn der Abwasserschlauch kurz ist, nicht ganz einfach.

 

Einbau eines handelsüblichen Siphons

Wichtige Gedanken bei der Planung eines Wohnmobils

Aus diesen Gründen habe ich zumindest im Bad und in der Dusche handelsübliche Siphons eingebaut. Diese haben ein deutlich größeres Wasserreservoir, dass sich kaum leer schütteln kann und ist einfach zu reinigen, indem man das "Wasserreservoir" abschraubt. Nur in der Küche war der Einbau aus Platzgründen nicht möglich.

 

Der Versuch in das "Fallrohr" noch ein "Knie" einzubauen, ist leider auch gescheitert. Das Wasser lief deutlich schlechter aus der Küche ab, außerdem sammelten sich dort auch wieder Essensreste, die man dort nur schwer entfernen kann.

 

Hier haben wir uns angewöhnt, vor jeder Abfahrt den Ausguss mit einem Stopfen zu verschließen.

 


nicht nur Diebstahlschutz:

Fahrräder innen und nicht hinten dran

 

Fahrräder im Stauraum

Wichtig für uns war, dass unsere Klappräder innerhalb kürzester Zeit in einen fahrbaren Zustand versetzt werden können - also Herausziehen, Sattel hoch, Lenker aufklappen, Pedale und fertig - und später wieder zurück.

 

Ein Fahrradträger am Heck kam für uns nicht in Frage, denn dann hätten wir ja gleich ein längeres Wohnmobil kaufen können. Außerdem sind die Fahrräder dort ständig Wind, Wetter und potentiellen Neidern ausgesetzt - das wollen wir nicht.

 

Zusammengeklappt sind unsere Klappräder so hoch, dass sie im Staukasten Platz finden (siehe Foto).

 

Unten laufen die Räder jetzt in einer leichten Aluschiene aus dem Baumarkt und oben habe ich eine Führung für den Sattel angebracht (Halterungen für Garage, auch aus dem Baumarkt), die verhindert, dass das Fahrrad nicht umkippt und nicht weiter nach vorne rollt (kleines Bild rechts). Bei geschlossener Staufachtür bewegen sich die Räder jetzt nicht mehr. Einfacher und billiger gehts nimmer.


aus vielen Gründen:

eine Wintertür

Wintertür im Wohnmobil

Bei uns ist zwischen Fahrerhaus und Kabine eine abschließbare Schiebetür. Diese bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • macht man die Schiebetür und die Fenster zu, so kann man uns von außen nicht sehen und wir können uns ungezwungen in der Kabine bewegen. Vor allem in Städten ist das von Vorteil.

  • Einbruchssicherung: Findet ein Einbrecher den Weg in das Fahrerhaus, so hat er ein weiteres Hindernis zu überwinden, um in die Kabine zu gelangen.
  • Werkstatt: Muss das Fahrzeug unterwegs mal in die Werkstatt, so kann man durch Schließen der Wintertür die Kabine verschließen, sodass das Werkstattpersonal keinen Zugang hat. Wertsachen können also in der Kabine bleiben. Dasselbe gilt für eine Verschiffung.
  • im Winter hält sie die Kälte aus der Kabine. Das Fahrerhaus wird im Winter schnell kalt und lässt sich wegen der großen Scheiben schlecht heizen. Die Tür verhindert, dass die Kälte in die Kabine kommt.
  • im Sommer ist es genau umgekehrt. Durch die großen Scheiben heizt sich das Fahrerhaus schnell auf. Die geschlossene Wintertür sorgt dafür, dass es in der Kabine kühl bleibt.

damit die Insekten draußen bleiben:

Dachluke mit Kurbel

Heki im Wohnmobil

Grundsätzlich ist eine Dachluke etwas Schönes. Ursprünglich wollten wir eine große Luke, durch die wir zum Fotografieren aufs Dach steigen konnten. Heute müssen wir uns bei Herrn Woelcke bedanken, der uns von der großen abgeraten hat, denn er meinte, dass durch die große Luke im Sommer sehr viel Hitze in die Kabine gelangt. Er sollte Recht behalten.

 

Außerdem sind wir froh, uns für einen Dachluke mit Kurbel entschieden zu haben. Schon öfter hatten wir die Luke abends offen und durch das Licht haben sich Mücken am Netz versammelt, die darauf warteten, beim Öffnen des Moskitonetzes den Innenraum zu entern. Leider hatten sie nicht damit gerechnet, dass wir die Luke mit der Kurbel schließen konnten, sodass die Plagegeister auf der richtigen Seite des Netzes blieben.

 

Allerdings hatte sich schnell herausgestellt, dass der Kurbelmechanismus nicht sehr robust ist. Bereits zweimal mussten wir das Zugsystem für die Kurbel austauschen. Das Problem ist, dass alle Zahnräder aus Kunststoff sind und wir unser Heki immer sehr schwergängig war. Es mag sein, dass leichtgängige Hekis robuster sind.


Die Kleiderstangen für die Nacht

 

Eine Kleiderstange vor der Kabinentür (zwischen Küche und Garderobe) sorgt dafür, dass auch in der Nacht Ordnung im Wohnmobil herrscht.

 

Aber nicht nur nachts hängt  hier unsere Kleidung vom Tag, sondern auch nasse Handtücher oder nasse Klamotten (nach dem Sport oder Waschen) finden hier Platz ohne sehr zu stören.

 

Eine ähnliche Stange haben wir auch im Bad. Hier kann man nasse Jacken oder Handtücher zum trocknen aufhängen, ohne dass sie im Wohnraum stören.


Dies würden wir heute anders planen ...


Wichtige Gedanken bei der Planung eines Wohnmobils

Jedes Mal, wenn wir heute von einer Messe kommen, sprechen wir darüber, was wir beim nächsten Fahrzeug anders machen würden. Nichts  - sagen wir dann, aber das ist nicht ganz richtig:


Änderungen im Wohnraum (Kabine):


Es gibt nicht viele Dinge, die wir ändern würden. Wir sind heute noch überzeugt vom Konzept. Technisch ergeben sich mit der Zeit immer wieder neue Möglichkeiten. 

 

Hier eine kleine Auflistung von Dingen, die wir mit unserem heutigen Wissen anders machen würden.

  • Spannungswandler:
    Der 220-Volt-Spannungswandler hätte keine 1.000 Watt, sondern 1.500 Watt. Vor allem mit entsprechenden Lithiumbatterien hat man viel Energie an Bord.

  • Kühlschrank:
    Anstelle eines Absorberkühlschrankes würden wir uns heute für einen Kompressorkühlschrank entscheiden

  • Batterie:
    entsprechend würden wir uns für eine Lithiumbatterie, wahrscheinlich 200 AH oder mehr einbauen lassen.

  • Solar:
    Heute würden wir sicherlich mehr Solar aufs Dach packen. Strom kann einfach nicht genug an Bord haben.
  • Toilette:
    auch würden wir heute auf die Thetford-Kassetten Toilette verzichten und auf eine Trenntoilette umsteigen (inzwischen haben wir umgerüstet: hier) . Damit entfällt das ständige Aufsuchen einer VE und das Mitführen einer 2. Kassette. Wir haben mit vielen gesprochen, die sich eine solche Toilette einbauen lassen haben, es gab keinen einzigen, der diesen Schritt bereut hat. (siehe ohne Umbau zur Trenntoilette: hier)

  • Siphons:
    Die verbauten Siphons sind für Wohnmobile nicht geeignet. Ich habe sie bis auf die Küche inzwischen getauscht. Mehr dazu: hier

  • gasfrei
    Ob unser nächstes Fahrzeug gasfrei werden wird, wissen wir noch nicht. Es gibt Vor- und Nachteile. Zur Zeit steht aber noch keine Entscheidung an. Die Technik schreitet voran und wir werden kurzfristig entscheiden.

Änderungen am Fahrzeug (Fahrgestell):


  • wir würden das Fahrzeug gleich von Anfang an auf 3,8 bzw. 4.0 Tonnen zulassen. Die Zuladung als 3,5 Tonner ist einfach zu gering. Siehe Auflastung auf 3,8 Tonnen, dann auf 4.0 Tonnen: hier

  • Vielleicht würden wir uns auch für die größere Maschine mit einem besserem PS / Hubraum Verhältnis entscheiden. Das schwere Fahrzeug tut sich schon recht schwer an Steigungen. Noch ist es nicht soweit, dass LKWs überholen, aber oft ist es schon besser, sich hinter einem einzuordnen.

  • Auch über eine Automatik würden wir sicherlich nachdenken. Gerade in der Wüste (siehe Reise nach Marokko: hier) wäre ein durchgängiger Schub nach vorne sinnvoll, Der Sand bremst das Fahrzeug so dermassen während des Schaltens, dass man eigentlich nicht schalten kann. Man muss immer vorher überlegen, in welchem Gang man die Passage fahren möchte, ohne Stehen zu bleiben. Die Automatik gewährleistet einen gleichmäßigen Schub ohne Unterbrechung von langsam nach schnell.

  • Auch würden wir ein neues Fahrzeug gleich mit AT-Reifen ausrüsten.
    siehe auch: Umrüstung auf AT-Reifen:
    hier

 


Das Fahrzeug so wie wir es haben, ist inzwischen leider nicht mehr lieferbar.


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VG23

 

 

 

 

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1 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)