Tipps: Das Leben im Wohnmobil optimieren


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Das Leben auf engstem Raum erfordert viel Disziplin. Aufräumen ist Pflicht - bei uns jeden Abend. Grund dafür ist, dass wir im Notfall sofort starten können. Wir sind gebrannte Kinder, hat doch einmal mitten in der Nacht neben uns ein LKW gebrannt und wir waren gezwungen, innerhalb von Sekunden zu starten. Nicht nur deswegen braucht alles, was man im Wohnmobil mitgenommen hat, seinen Platz. Es darf nichts geben, was einfach herumliegt und nirgends hingehört. Mit anderen Worten, man sollte alles so verstauen, dass man es auch blind finden könnte.

 

So gibt viele Kleinigkeiten, die das Leben im Wohnmobil vereinfachen. Ein Tipps, wie man etwas gut unterbringen kann, Dinge, auf die wir nicht mehr verzichten möchten, findet ihr hier anschießend. Eins solltet ihr wissen: Wir stellen ausschließlich Produkte vor, die wir selbst gekauft haben und von denen wir überzeugt sind.

 

 

Viel Spaß beim Stöbern!

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Das Leben im Wohnmobil optimieren

Mit der Fähre nach Marokko: Tarifa - Tanger Ville



Von Südspanien kann man mit der Fähre sowohl von Algaciras als auch von Tarifa nach Marokko und hier entweder nach Ceuta, Tanger Med oder Tanger Stadt übersetzen.

 

Wir haben uns für die Fährverbindung ab Tarifa entschieden, obwohl diese preislich über den anderen liegt. Dafür ist die Fahrtdauer mit der Schnellfähre aber deutlich kürzer, was uns mit unserem Junghund Adi wichtig ist. Außerdem kennen wir das kleine, nette Städtchen Tarifa bereits und freuen uns auf lange Spaziergänge am Strand, bevor wir in unser Abenteuer Afrika aufbrechen.

 

Unsere Fährtickets kaufen wir direkt bei der Fährgesellschaft FRS am Hafen von Tarifa. Wir sind etwas verblüfft über den hohen Preis. Für ein Wohnmobil mit 2 Personen werden für das innerhalb 12 Monaten offene Hin-Rück-Ticket stolze € 299,-- fällig. Da dieser Preis auch in einer Reiseagentur in Tarifa aufgerufen wird, gehen wir davon aus, dass es damit seine Richtigkeit hat. Auf Nachfrage heißt es, dass die Preise 2 Tage zuvor drastisch erhöht worden sind. Da haben wir wohl etwas Pech gehabt.

 

Wir fühlen uns von der Dame von FRS allerdings gut beraten, dies auch hinsichtlich der Einfuhr unseres Hundes nach Marokko und insbesondere zurück in die EU. Adi ist gechipt, hat einen Europäischen Heimtierausweis und gaaanz wichtig: Er ist nicht nur gegen Tollwut geimpft, sondern hat auch eine offizielle Bestätigung eines zugelassenen Labors dabei, dass die Tollwutimpfung auch wirksam war. Mehr dazu und zu unseren Erfahrungen mit Hund in Marokko gibt es demnächst in unserer Rubrik: Reisen mit Hund.

 

Gemäß der Empfehlung beim Ticketkauf sind wir eine Stunde vor Abfahrt am kleinen Hafen von Tarifa. Wir haben uns für die Fähre um 9 Uhr entschieden und so heißt es früh aufstehen, um vor der Abfahrt noch mit Adi eine Runde Gassi gehen zu können.

 

Der Hafen ist klein und der Andrang hält sich in Grenzen. Wir, ein VW-Bus aus der Schweiz, einige Teilnehmer einer Rally, ein paar Motorradtouristen und wenige PKWs, das war's. Kein Wunder, dass das Ticket so teuer war.

 

Die eigentliche Überfahrt dauert nur ca. 45 Minuten. Adi können wir mit an Deck nehmen, die Räumlichkeiten im Inneren sind aber für ihn tabu. So steht Iris dann mit beiden Reisepässen allein am Schalter der marokkanischen Beamten, die bereits auf dem Schiff die Einreiseformalitäten erledigen. Das ist aber alles kein Problem. Michael winkt auf Nachfrage nur von draußen durch die geöffnete Tür, um sich "auszuweisen".

 

Die Zollformalitäten werden dann im Hafen von Tanger durchgeführt. Uns schickt man mit einigen anderen Fahrzeugen nach rechts zum "Durchleuchten". Wir stehen in der Schlange vor einem mobilen Ungetüm, das unseren Paul untersuchen soll. Das Gerät blinkt und piept, aber es geht nicht weiter. Nachdem auch noch ein Techniker mit einem Schraubenzieher in der Hand mehrfach erfolglos den Apparat umkreist hat, werden wir und die anderen quer über den Platz zur nun doch manuellen Untersuchung geschickt. Diese ist mehr als oberflächlich, vielleicht trägt aber auch der Hund dazu bei, dass niemand ins Wageninnere schauen möchte.

 

Raus aus dem Hafen und wir sind richtig da. Marokko.

 

Unsere Reise ins Unbekannte kann losgehen ...

 

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Asilah: nette Kleinstadt mit Flair

Asilah - Strandpromenade
Asilah - Strandpromenade


Asilah - Medina
Asilah - Medina

Unser erstes Ziel heißt Asilah.

 

Wir wollen hier einige Tage auf eine Campingplatz verbringen, um uns zu akklimatisieren. Die Nationalstraße N1 von Tanger nach Asilah ist gut ausgebaut und wir kommen zügig voran, der Verkehr und das Fahrverhalten in und um Tanger sind auch nicht schlimmer als in Südeuropa.

 

In der Umgebung von Tanger wird viel gebaut, die Landschaft ist überraschend grün. Auf den Straßen sieht man um die Mittagszeit viele Menschen, hauptsächlich Männer. Die meisten Frauen sind locker verschleiert, man sieht aber auch europäisch angezogene Frauen, mit offenen Haaren, die nicht den Eindruck erwecken, Touristen zu sein und vereinzelt eine Burka.

 

Asilah ist ein touristisch geprägtes Städtchen mit einer sehenswerten und sehr gepflegten Medina (Altstadt). Im Labyrinth der Straßen vermischen sich portugiesisches und maurisches Erbe.

 

Die Infrastruktur ist gut und so gibt es neben dem Campingplatz nicht nur eine empfehlenswerte Bäckerei, sondern auch ein Büro der Maroc Telecom (aus Campingplatz rechts Richtung Stadt, 200 m links, gegenüber der Bäckerei). Der gut englisch sprechende Mitarbeiter verkauft uns eine Datenkarte mit 10 GB für 100 Dirham, die er für uns auch sofort freischaltet. Wir sind also bereits am 1. Tag in Marokko wieder online.

 

Am zweiten Tag machen wir uns gegen Abend zusammen mit Sabine und Detlef, die mit ihrem Bimobil neben uns auf dem Campingplatz stehen, auf in die Altstadt. Hier und in den angrenzenden Straßen mit ihren kleinen Läden und Lokalen ist richtig viel los. Alte und junge Menschen, meist traditionell gekleidet, die Frauen mit Kopftuch, aber auch europäisch gekleidete junge Leute, junge Frauen ohne Kopftuch und im kurzen Rock und eben auch einige ausländische Touristinnen - alles mischt sich kunterbunt durcheinander.

 

Und wir mit unserem Adi und den zwei Hunden von Sabine und Detlef sind mittendrin. Adi steckt das Chaos um ihn herum überraschend gut weg. Das ist auch gut so, denn die Menschen reagieren auf ihn. Nichts ist von der angeblichen Voreingenommenheit arabischer Menschen gegenüber Hunden zu spüren. Gerade Frauen schenken ihm und Iris am anderen Ende seiner Leine ein meist scheues Lächeln. Die vielen Schulkinder auf der Straße sind oft mutiger und versuchen, den Hund sogar anzufassen.

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Asilah - Medina

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Moulay Bousselham: Auszeit an der malerischen Lagune

Moulay Bousselham - Blick über die Lagune
Moulay Bousselham - Blick über die Lagune


Moulay Bouseelham - Hafen, im Hintergrund der Campingplatz
Moulay Bouseelham - Hafen, im Hintergrund der Campingplatz

Über die Landstraße ziehen wir weiter Richtung Süden. Immer wieder sehen wir, wie schon am ersten Tag, Polizeikontrollen. Laserpistolen scheint es hier im Sonderangebot gegeben zu haben. Um keine Probleme zu bekommen, versuchen wir uns strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Wenn diese denn nur wirklich eindeutig wären. 40/60/80, was denn nun? Wir versuchen mit dem Verkehr "mitzufliessen" und fahren tendenziell lieber etwas zu langsam. Wenn wir zukünftig Strecke machen wollen, werden wir wohl auf die mautpflichtigen Autobahnen ausweichen.

 

Wir übernachten in Moulay Bousselham.am Rand des Merdja Zerka Nationalparks. Das Städtchen ist ein reiner Touristenort - aber einer in einer traumhaften Lage oberhalb von Lagune und Strand. Leider macht der bisher entlang unser Route in Marokko in meist großer Menge herumliegende (Plastik-) Müll auch vor diesem schönen Ort keinen Halt. Der Campingplatz ist dagegen eine richtige Idylle. Wir suchen uns einen Platz ganz am Ende des Geländes auf einer großen Wiese. Hier, wo es keinen Stromanschluss gibt, fühlt es sich fast wie freies Stehen an und so bleiben die entsprechenden Fahrzeug unter sich.

 

Unsere Campingplatz in Moulay Bousselham:

  • :weitläufiger Campingplatz mit VE - 2020: 80 DIH/pro Nahct ohne Strom
    (N 4°52'33", W 6°17'18")

Ein Spaziergang führt uns oberhalb der Laguna liegenden Ort. Adi ist natürlich wieder dabei und erneut sind die Einheimischen, vor allem aber die Kinder, uns und ihm gegenüber freundlich. Wir dürfen den Hund sogar mit auf die Terrasse eines Cafés nehmen, um wieder mal einen Nous Nous (marokkanischer Milchkaffee) zu trinken. Auch mit den Straßenhunden gibt es keine Schwierigkeiten. Am kleinen Hafen bieten Fischer für den Bootstouren zur Vogelbeobachtung an. Leider macht uns das Wetter am nächsten Tag aber einen Strich durch die Rechnung - es ist zu diesig zum Fotografieren.

 

Entgegen unserer ursprünglichen Planung fahren wir bereits früh über Autobahn weiter, vorbei an den Großstädten Rabat und Casablanca, nach Oualidia.

 

Unsere Campingplatz in Oualidia:

  • Campingplatz am Ortsrand eng, aber mit guter Ausstattung und VE
    2020:95 DIH/pro Nacht ohne Strom (N 32°43'31", W 9°02'34")

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Moulay Bouseelham - Hafen, im Hintergrund der Campingplatz

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Atlantikküste: Surfspots und mehr

Moulay Bouzerktoun - Surfspot
Moulay Bouzerktoun - Surfspot


Moulay Bouzerktoun - Restaurant "After Waves"
Moulay Bouzerktoun - Restaurant "After Waves"

An Marokkos endlos langer Atlanktikküste reiht sich nun Surfspot an Surfspot. Während der Saison und bei gutem Wind, steppt hier der Bär. Jetzt im Februar ist nicht wirklich viel los.

 

Unser erster Halt ist der Strand von Moulay Bouzerktoun. Auf dem kleinen Parkplatz neben der Polizeistation des kleinen Ortes wird freies Stehen mit dem Wohnmobil zumindest im Winter geduldet. Man steht leicht erhöht auf Schotter und hat einen fantastischen Blick auf die Küste und den Atlantik. Abends kommt ein Polizist vorbei  und nimmt die Personalien der Reisenden auf. Akribisch werden alle unsere Daten notiert - und das nicht nur am ersten, sondern auch an jedem  weiteren Tag.

 

Ansonsten hat hat man seine Ruhe. Kinder bieten Mützen und manchmal Fisch oder Gemüse feil, verstehen aber schnell, wenn man nichts kaufen möchte.

 

Wer nicht surft, kann am langen Sandstrand spazieren gehen oder, wie wir, den Hund frei laufen lassen. Zahlreichen Straßenhunde begleiten uns beim Gassigehen und sind sowohl zu uns als auch zu unserem Adi äußerst zurückhaltend und freundlich. Bei Ebbe füllt sich der Strand mit geschäftigen Einheimischen, die Algen sammeln und diese zum Trocknen auslegen.

 

Nicht weit vom Strand entfernt liegt das empfehlenswerte Restaurant "After Waves". Die Tajine schmeckt super und man kann hier zum Essen sogar ein Bier bekommen. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Generell wird in Marokko in Lokalen nur äußerst selten Alkohol ausgeschenkt und so sollte man die Gelegenheit nutzen. Im Lokal herrscht die relaxte Stimmung, für die Surfer allgemein bekannt sind. Adi darf hier sogar mit auf die Terrasse, denn zum Lokal gehört auch ein junger Hund. Die beiden kleinen Rüden sind schnell "copains" - dicke Freunde und tragen zur Unterhaltung der Gäste bei.

 

Unser Stellplatz:

  • Moulay Bouzerktoun: unbefestigter Parkplatz mit Meerblick an der Polizeistation, Mülleimer vorhanden
    (N 31°38'34", W 9°40'34")

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Moulay Bouzerktoun - Restaurant "After Waves"

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Unterwegs: Impressionen entlang der Straße

Marokko - am Straßenrand
Marokko - am Straßenrand


Auf der Fahrt nach Süden auf der Straße N1 Richtung Agadir verändert sich die Landschaft. Bei Tamri durchqueren wir tiefgrüne Bananenplantagen. Aber schon wenig später stoßen wir auf die Ausläufer des Atlasgebirges. Danach wird es deutlich wärmer, die Umgebung immer trockener.

 

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Paradise Valley: auf den den Spuren von Jimi Hendrix

Serpentinen auf dem Weg zum Paradise Valley
Serpentinen auf dem Weg zum Paradise Valley


Etwa 35 Kilometer von Agadir und Taghazout entfernt liegt das "Paradise Valley". Die Legende besagt, dass Jimi Hendrix dem Tal während eines Besuchs in den 60er Jahren diesen Namen gegeben hat. Ob diese Geschichte nun stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Das Tal war damals aber zumindest ein beliebter Anlaufpunkt für Hippies. Heute ist es eher ein Ziel für ausländische Touristen. Da aber auch Einheimische aus den umliegenden Städten gerne einen Wochenendausflug hierher unternehmen, sollte man unter der Woche kommen.

 

Wir starten von Imi Quaddar zu einer Rundtour, die uns zuerst auf der Straße P1004 hoch in die Berge und durch ursprüngliche Orte führt. Plötzlich ist die asphaltierte Straße zu Ende und geht in eine massiv holprige Piste über. Ein vorbeikommender Quad-Fahrer aus der Schweiz gibt uns dem Tipp, nicht länger unserem Navi zu folgen. Der Abschnitt vor uns würde doch sehr eng und ungemütlich, so sagt er. Wir sollen statt dessen doch einfach links abbiegen und der neuen Asphaltstraße sowie der Beschilderung folgen. Dieser Rat ist Gold wert. Die Route ist super zu befahren, äußerst sehenswert und nicht länger als die ursprünglich geplante Strecke. Die Straße ist aber so neu, dass sie in unserem Navi noch als "Pfad" verzeichnet ist.

 

Zurück fahren wir auf der P1001 und wandern von Parkplatz an der Straße (bewacht, 2020/10 Dirham, N 30°35'16", 9°31'54") ein Stück ins eigentlich "Paradise Valley". Leider führt der Fluss bei unserem Besuch nur sehr wenig Wasser und versiegt auf seinem weiteren Weg entlang der Straße fast vollständig.

 

Auf unserem Campingplatz lernen wir Bettina Müller kennen, die mit ihrer ausgebauten Feuerwehr neben uns steht. Wer mehr über diese interessante Frau erfahren will klickt hier.

 

Unser Campingplatz in Camping Aourir: :

  • gepflegter Platz mit VE, 2020: 100 Dirham pro Nacht/ohne Strom
    (N 30°29'40", W 9°37'23")

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NP Souss Massa/Sidi R´bat: Paradies am Meer

Souss Massa Nationalpark
Souss Massa Nationalpark


Etwa 40 km südlich von Agadir liegt der 1991 gegründete Souss Massa Nationalpark Er umfasst die Mündungen der Flüsse Oued Sous und Oued Massa, die hier in den Atlantik fließen. Hier soll es noch ein bedeutendes Brutvorkommen des vom Aussterben bedrohten Waldrapps (Schopfibis) geben, über den wir kürzlich im Fernsehen einen interessanten Bericht gesehen haben. In Deutschland gibt es derzeit Bemühungen den seltenen Vogel wieder anzusiedeln. Wir machen uns also auf die Suche.

 

Wir verlassen Agadir über die vierspurigen Überlandsstraße N1 und fahren Richtung Sidi Binzarne. Von einem Parkplatz am Ufer der Oued Masse (N 30°03'25", W 9°39'16") aus kann man zu Fuß dem Flusslauf folgen. Achtung: Wenn man von der asphaltierten Straße auf die gut befahrbare Piste abbiegt, wird man von Einheimischen angehalten, die sich als Führer anbieten. Ein Führer ist aber für den Weg entlang des Flusses nicht notwendig, der Eintritt in den ist Park kostenlos. Man kann das Angebot also dankend ablehnen. Wir haben aber gelesen, dass es Bereich des Parks geben soll, die nur mit einem Führer zugänglich sind.

 

Bei unserem ersten Besuch am Nachmittag sehen wir nicht wirklich viel, vor allem keinen einzigen Waldrapp. So probieren wir es am nächsten Morgen erneut, diesmal allerdings vom Örtchen Sidi R´bat aus. Hier gibt es am Parkeingang keinen Parkplatz, er ist aber von unserem kleinen Stellplatz im Ort in wenigen Minuten gut zu Fuß zu erreichen. Erneut sehen wir keinen Waldrapp, dafür aber Fischadler, Samtkopfgrasmücke, Wiedehopf, Flamingo, Stelzenläufer, Eisvogel und Korallenmöwe. Am Eingang werden wir wieder angesprochen. Dieses Mal will uns aber niemand seine Dienste anbieten. Der nette Nationalparkwächter möchte uns nur auf die Senegaltschagras aufmerksam, deren Ruf man im Gebüsch hören kann. Direkt an unserem Stellplatz sitzt auf einem Pfeiler ein Steinkauz.

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Ein Einblick in die Vogelwelt des Nationalparks Souss Massa:

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Tafraoute: Oase vor grandioser Gebirgslandschaft

Tafraoute - Felspanorama
Tafraoute - Felspanorama


Wir verlassen bei Tiznit die Küste. Eigentlich wollten wir hier noch einen Zwischenstopp einlegen, um die Medina zu besuchen. Leider sind aber die Campingplätze und auch die Parkplätze vor der Stadt derart überfüllt, dass wir unser Vorhaben aufzugeben. Kuschelcamping ist einfach nicht so unser Ding.

 

Über eine landschaftlich reizvolle Strecke, die immer wieder einen Blick in die Ferne und auf schöne Dörfer freigibt, gelangen wir nach Tafraoute, einer Kleinstadt im Antiatlas, der südlichsten Bergkette des Atlasgebirges. Die auf etwa 1000m gelegene Oasenstadt ist heute das Zentrum des Tourismus der Region, hat sich aber trotzdem ihren Charme erhalten.

 

Im Stadtzentrum bieten Händler ihre Waren, vornehmlich Schuhe und andere Lederartikel an. Wir füllen unsere Lebensmittelvorräte auf. Milchprodukte und Wasser kaufen wir im Mini-Supermarkt. Gemüse holen wir aber lieber bei einem der zahlreichen Straßenhändler. Man (bzw. frau) bekommt hier eine Plastikschüssel in die Hand, in die man das hineinlegt, was man haben will. Zum Schluss wird gewogen - manchmal alles zusammen, manchmal einzeln. Was nun wirklich günstiger ist, haben wir bisher nicht herausgefunden. Da alles Zusammen aber selten mehr als 100 - 150 DIH also so um 1 € kostet, haben wir uns darüber auch noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Das Gemüse ist superfrisch und superlecker, verdirbt aber deutlich schneller als die von uns gewohnten Supermarktprodukte.

 

Bei einem der kleinen Metzgerläden kaufen wir marokkanische Würstchen. Üblicherweise hängt das Fleisch bei den lokalen Metzgern vor bzw. über der Theke. Man findet aber gerade hier in Tafraoute auch immer wieder etwas in der Kühlung. Brot bringt morgens eine Frau direkt ans Auto; das Fladenbrot kostet 2 DIH, etwa 20 Cent. In Ort kann man es aber auch beim Bäcker kaufen, dort gibt es dann auch Pain Complet (Brot aus Vollkornmehl - aber bitte kein Vollkorn-/Körnerbrot wie in Deutschland erwarten), Pain au Chocolat (Schokocroissants) und Kuchen.

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Impressionen aus dem Ort:

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Gorges d’Aït Mansour: Palmen und Piste



Von Tafraoute wollen wir weiter in Richtung Osten zur Sandwüste von Erg Chegaga. Andre von Amumot.de empfiehlt uns statt der üblichen Route R105, zuerst durch die "Les Gorges d’Aït Mansour" und dann über eine Piste weiterzufahren.

 

Das grüne Tal von Aït Mansour mit seinen vielen Palmen gesäumt von hohen Felswänden ist eng, die Straße durch die kleinen Ortschaften für uns aber gut befahrbar. Am Straßenrand gibt es kleine Hotels und Lokale, teilsweise stehen die Stühle und Tische auf der an sch schon schmalen Straße so dass es noch enger wird.
Mit einem LKW wollten wir uns hier allerdings nicht durchschlängeln müssen. Wieder einmal sind wir froh, dass unser Wohnmobil nur 2 m breit bzw. schmal ist.

 

Die folgende unbefestigte Strecke ist auf unserer Straßenkarte nicht eingezeichnet. Wir versuchen es trotzdem und finden dank unserer offline Karte von Maps.me und gutem Riecher letztlich den Einstieg in die Piste. Diese wird auch von LKWs einer Mine genutzt und fährt sich bei dem derzeit trockenen Wetter wie fast wie eine Autobahn. Die Beschilderung entspricht nicht ganz europäischem Standard, aber wir finden uns zurecht. (siehe Bild unten - nein, wir sind nicht auf dem Markt für Kunsthandwerk, das ist ernst gemeint). Für uns fühlt sich diese Fahrt jedenfalls an wie ein erstes Abenteuer.

 

Am Ende der Piste müssen wir noch ein ausgetrocknetes Flussbett durchqueren. Diese 300 Meter sind der schwierigste Teil der Strecke, aber wir sind der Meinung, dass auch das ohne Allrad mit mit einem Fahrzeug mit genug Bodenfreiheit fahrbar sein sollte.

 

Auf guter Straße geht es für uns weiter nach Tata. Auf dem Campingplatz lernen wir Dennis, Phil und Nadja kennen, die den weiteren Verlauf unserer Reise stark beeinflussen werden.

 

Unser Campingplatz:

  • Tata: Oasis Dar Ouanou, kurz vor Tata, hübscher kleiner Campinplatz an einem Hotel mit nettem Lokal, VE (N 29°42'51", W 7°57'57")

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Impressionen von der Fahrt:

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Tata: Oasenstadt im Antiatlas

Ein eher untypisches Straßenschild Richtung Tata
Ein eher untypisches Straßenschild Richtung Tata


Wir befinden uns jetzt in den Ausläufern des Antiatlas-Gebirges. Auf unserem Weg nach Osten kommen wir immer wieder an Oasen mit Palmen und wasserführenden Flüssen vorbei, die sich extrem von der unwirtlichen Steinwüste abheben. In Tata, einer Oasenstadt mit etwa 20.000 Einwohnern legen wir einen Zwischenstopp ein.

 

Unser Campingplatz in der Nähe von Tata:

  • Oasis Dar Ouanou, kurz vor Tata, hübscher kleiner Campinplatz an einem Hotel mit nettem Lokal, VE, Strom (N 29°42'51", W 7°57'57")

Tata ist  das Verwaltungszentrum der Region und aufgrund der Nähe zu Algerien ein wichtiger Militärstandort mit eigenem Luftwaffenstützpunkt. So ist die Stadt áuch eine typische Garnisonsstadt und nicht wirklich attraktiv. Wir wollen hier unsere Lebensmittel und Wasservorräte auffüllen.

 

Einkaufen in Marokko:

 

Außerhalb von Suppermärkten Einkaufen zu gehen ist in Marokko für uns Europäer immer wieder ein Erlebnis. Das Gemüse ist super frisch und lecker und man kann immer selbst auswählen, was man möchte. Beim Bäcker zeigt man am Besten auf die Dinge, die man haben möchte. In Tata gibt es sogar einen richtigen Konditor mit feinen Kuchen und Gebäck. Die Metzgereien aber präsentieren ihre Auslagen dem potentiellen Kunden meist ungekühlt VOR und ÜBER der Theke. Ein frischer Kuhkopf zeigt, dass die gezeigten Produkte auch wirklich frisch sind. Gewöhnungsbedürftig. Wasser kaufen wir mittlerweile meist im 5l-Kanister. Das spart Platz und Plastikabfall - von diesem gibt es hier ohnehin zu viel. 

 

Beim Bäcker kommen wir mit zwei Pärchen aus Deutschland ins Gespräch. Beide sind mit Expeditionsfahrzeugen unterwegs. Wir verabredeten uns in einem kleinen Café zu einem kurzen Plausch. Beim Bezahlen stellten wir fest, dass drinnen Barbierstühle stehen, offenbar hat dieser Laden noch ein zweites Geschäftsfeld - der Kaffee war aber trotzdem sehr gut.

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Hier einige Fotos aus Tata und Umgebung:

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Erg Chegaga: Offroad mit dem Sprinter durch die Sahara in Marokko



Luft auf 1,5 bar ablassen
Luft auf 1,5 bar ablassen

Was wäre eine Reise nach Marokko ohne eine Fahrt durch die Wüste. Da wir bisher aber noch keine echte Off-Road Erfahrung gesammelt haben, wollen wir ein solches Unternehmen nicht alleine in Angriff nehmen. Kurz vor Tata lernen wir aber auf einem Campingplatz Dennis, Phil und Nadja kennen, die schon seit einigen Wochen mit ihren 4x4 Sprintern in Marokko unterwegs sind und die als nächste Reiseetappe die Wüste Erg Chegaga von Foum-Zguid nach Mhamid off-road durchqueren wollen.

 

Da wir ein sehr ähnliches Auto haben, bieten sie uns an, sich ihnen anzuschließen. Auf so ein Angebot haben wir gewartet. Dass wir allerdings in den nächsten Tagen, um bei Dennis Worten zu bleiben, als "Sprinter Squad" (Sprinter Geschwader) auftreten würden, haben wir uns nicht träumen lassen.

 

Am Nachmittag treffen wir uns in der Oasenstadt Foum-Zguid, um unsere Autos vorzubereiten. Unsere Trinkwasservorräte haben wir bereits am Morgen in Tata aufgefüllt. Auch wenn Dennis die Route durch die Wüste schon einmal gefahren ist...man weiß ja nie, was kommt.

 

So heißt es jetzt erst einmal "alle Fenster und anderen Öffnungen zu" und vor allem "Luft ablassen". Dennis und wir haben AT-Bereifung auf unseren Fahrzeugen und können den Luftdruck in den Reifen daher deutlich reduzieren. Wir senken auf 1,5 bar ab. Bei den Winterreifen des Sprinters von Phil und Nadja ist unklar, wie weit diese zur Fahrt mit geringem Druck geeignet sind. Die beiden werden es daher mit 2,5 bar versuchen.

 

Am Einsteig zur Piste erwartet uns ein Militärposten mit Schranke. Nach einer kurzen Ausweiskontrolle wird uns der Schlagbaum ins Abenteuer geöffnet.

 

Unsere Fahrzeuge:

  • links: Phil und Nadja: 319 CDI Hymer Kastenwagen, 6-Zylinder mit Standard-Allrad, Automatik und Continental Winterreifen
  • Mitte: Michael und Iris: 316 CDI Autark mit GFK-Kabine von Woelcke, 4-Zylinder mit Standard-Allrad und BF-Goodrich AT Bereifung
  • rechts: Dennis: 313 CDI Selbstausbau Kastenwagen, 4-Zylinder mit permanentem Oberaigner-Allrad, zwei Differentialsperren und BF-Goodrich AT Bereifung

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Hier unser kurzes Video (ca. 2 Minuten):

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M'hamid: Oasenstadt am Rand des Erg Chegaga



Wer die Wüste Erg Chegaga durchquert hat, für den bedeutet der Ort M'hamid das Ende einer langen Off-road-Tour über Steinpisten und Dünen. Mensch und Technik haben einiges hinter sich und so sind die ersten Palmen des Ortes auch für uns nach 2 Tagen im Nichts und über 150 Wüsten-Kilometern ein echter Lichtblick.

 

Die kleine Oasenstadt M'hamid lag bis zum Ende der 1980er Jahre in militärisches Sperrgebiet und war nur schwer zugänglich. Die algerische Grenze ist nur 25km entfernt. Es wurde hauptsächlich Landwirtschaft zur Selbstversorgung betrieben. Nach der Öffnung des Gebiets für Besucher entwickelte sich hier ein kleines Zentrum des Wüstentourismus. Entlang des nur selten wasserführenden Wadi Draa (Tal des Flusses Draa) gibt es Hotels und einige Campingplätze und es werden geführte Touren angeboten.

 

Wir quartieren uns nach unserer anstrengen Wüstenfahrt etwas außerhalb auf einem kleinen, aber super ausgestatteten Campingplatz ein. Der Betreiber Philippe ist Franzose und liest und fast jeden Wunsch von den Augen ab. Zur Begrüßung bringt er Tee vorbei und verspricht uns für den Abend Live-Musik.

 

Zu Tajine und Omelette nach Berber Art trinken wir am Abend in geselliger Runde unseren mitgebrachten Wein. Alkohol wird hier im Süden Marokkos nicht ausgeschenkt, aber wer fragt, darf eventuell seine eigenen Getränke mitbringen.

 

Nach einiger Zeit baut Rudi aus Deutschland Verstärker und anderes Equipment auf und beginnt, auf der Geige Rock- und Pop-Covermusik zu spielen. Es wird ein erster von mehreren grandiosen Abenden.

 

Rudi, so erfahren wir, ist ein fahrender Musiker, der seit den 1980er Jahren mit seiner italienischen Frau im Wohnmobil unterwegs ist. Heute hat er zwar in Portugal einen festen Standplatz für sein Mobil, aber er ist trotzdem meist auf Tour.

 

Wir verbringen bei Philippe drei erholsame Tage, in der wir die Eindrücke unserer Wüstentour verarbeiten und es uns gut gehen lassen.

 

Unser Campingplatz:

  • bei Mhamid: Camping Esprit Désert, sehr schön ausgestatteter Campingplatz mit Wüstenfeeling, kleines Restaurant, gute Sanitäranlagen und VE, 2020: 100 DIH pro Nacht ohne Strom
    (N 29°49'40", W 5°40'02")

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Das Draa-Tal: unverfälschtes Marokko



Das Wadi (Tal) des Flusses Draa ist etwa 1100 km lang und meist ausgetrocknet. Als Fluss ist er nur bis Zagora erkennbar.

 

Wir durchfahren das Tal, das als eines der schönsten Marokkos gilt, von M'hamid bis Ouarzazate. Palmenhaine (Palmeraie) und alte Berbersiedlungen (Ksars und Kasbahs) reihen sich aneinander. So haben wir uns Marokko vorgestellt.

 

 

 

Quarzatate, eine 60.000-Einwohner-Stadt liegt auf 1.100 Metern Höhe zwischen dem Atlas und dem Antiatlas. Hier gibt es endlich wieder einen Carrefour-Supermarkt, in dem man endlich einmal wieder Käse kaufen und die Bier- und Weinvorräte auffüllen kann. So parkt vor dem Supermarkt auch Wohnmobil an Wohnmobil. Wir reihen uns ein.

 

 

 

 

Unser Stellplatz:

  • Agdz: Camping a la ferme Tansift, netter, ruhiger Campingplatz (N 30°40'59", W 6°28'22")

 

Impressionen vom Tag:

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Tal des Dades: Kasbahs und Serpentinen im Atlas

fantastische Landschaft im Tal des Dades
fantastische Landschaft im Tal des Dades


 Camping Chabab Saghro - Kaffee mit Blick ins Tal
Camping Chabab Saghro - Kaffee mit Blick ins Tal

Das Dadestal liegt in der marokkanischen Provinz Tinghir im Atlasgebirge, wo sich das Wasser des Dades teilweise tief in das Gestein  eingegraben hat.

 

Unsere Fahrt startet in der auf 1.100 Meter gelegenen Provinzhauptstadt Ouarzatate einem Verkehrsknotenpunkt und Touristikzentrum zwischen Atlas und Antiatlas.

 

In der 60.000 Einwohner Provinzhauptstadt  gibt es einen Carrefour-Supermarkt. Hier kann man endlich einmal wieder richtigen Käse kaufen und die Bier- und Weinvorräte auffüllen. So parkt vor dem Supermarkt Wohnmobil an Wohnmobil und auch wir füllen unsere Vorräte auf.

 

Wir durchfahren nun ein weites, fruchtbares Tal, in dem sich Dorf an Dorf, Kasbah (arabisch Bezeichnung für Festung; in Marokko meist aus Lehmziegeln erbaut) an Kasbah reiht, bevor sich das Tal zur Dadesschlucht verengt. Am Abend suchen wir einen passenden Stellplatz. Wir finden einen nagelneuen, auf einem Hügel gelegenen Platz mit einem unglaublichen Blick. Da die asphaltierte Straße noch nicht komplett fertig gestellt ist, gestaltet sich die Anfahrt ein wenig schwierig. Es geht über kleine Gassen durch ein ursprüngliches Dorf; aber der Weg hat sich gelohnt:

 

Unsere Camping-/Stellplatz:

  • Kalaat M'Gouna:
    Camping Chabab Saghro, neuer Stellplatz auf einem Hügel mit traumhafter Rundumsicht, sehr gastfreundliche Betreiber, Tee und Kebab zur Begrüßung, 2020: 100 DIH
    (N 31°11'58", W 6°06'57")

Nach einer Tasse Kaffee mit Rundumblick über das dicht besiedelte Tal geht es am nächsten Morgen weiter in Richtung Atlas-Gebirge.

 

Kurz bevor wir in die eigentlich Schlucht gelangen, kommen wir an einem traditionellen Markt vorbei, auf dem nicht nur Lebensmittel, sondern auch Bekleidung und Gebrauchtes vom Handy bis zum Schlagbohrer angeboten wird. Welch ein Kontrast zu unserem Supermarkteinkauf in der Provinzhauptstadt am Tag zuvor.

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Hier ein Impressionen vom traditionellen Markt:

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Atlas: Offroad im Hochgebirge



Bei Msemir endet die befestigte Straße durch das Dades-Tal. Wir denken einen Moment darüber nach umzukehren, denn vor uns erstreckt sich nicht nur eine Piste, sondern auch der Atlas mit Bergen bis knapp 4.200m Höhe. Solche Gedanken werden aber schnell von den den übrigen Mitgliedern unseres Sprinter-Teams beiseite gefegt und es geht für uns alle weiter in Richtung Hochgebirge.

 

Erneut angeführt von Dennis fahren wir über unbefestigte Serpentinen vorbei an einer atemberaubenden Hochgebirgs-Kulisse bis hinauf auf einen Pass in 2900 Meter Höhe. Zu häufig sollte man nicht nach unten schauen, denn meist geht es neben der Piste steil bergab - selbstverständlich OHNE Leitplanke.

 

Kurz nach der Passhöhe treffen wir auf einen Wanderer aus Frankreich, der auf eine Mitvorgelegenheit hofft,. Wir stellen fest: Es gibt immer noch Menschen, die deutlich verrückter sind als wir. Natürlich nimmt Dennis ihn mit, denn er hat ja noch einen Sitz frei.

 

Fast zeitgleich leuchtet bei unserem Paul die Motoröllampe auf. Auch die manuelle Kontrolle zeigt: unserer Ölstand ist niedrig. Nach dem erneuten Starten erlischt die Lampe; wahrscheinlich standen wir wirklich nur zu steil am Berg. Trotzdem: Vorsichtig und entgegen der Gewohnheit von Dennis und Phil ausnahmsweise auch gaaaanz langsam geht es für uns weiter.

 

Nach etwa 60 Kilometern endet die Piste in einer ärmlich wirkenden Siedlung, in der wir sofort von bettelnden Kindern umringt werden. Auch die nächsten Orte zeigen, dass der Tourismus hierher noch nicht vorgedrungen ist, zu schwierig ist die Zufahrt. Trotzdem finden wir einen schönen Übernachtungsplatz am See Tislit auf etwa 2300 m Höhe auf einem aufgegebenen Campingplatz. Dennis perfektioniert hier unser Pizzarezept und wir erleben wieder einmal einen tollen Abend dicht unter dem Sternenhimmel.

 

Leider hinterlässt die Nacht in so großer Höhe bei uns ihre Spuren. Wir alle sind am nächsten Morgen ziemlich gerädert; Dennis ereilt Montezumas Rache. Aber auch solche Dinge gehören zum Reiseleben nun mal dazu.

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Impressionen: Offroad über das Atlas-Gebirge:

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Corona: Das Virus beendet unsere Reise



Schon seit Tagen verfolgen wir etwas angespannt die Nachrichten zum Thema "Corona", denn es wird immer deutlicher, dass sich das Virus auch in Europa immer weiter ausbreitet. Uns beschleicht ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken, durch eventuelle Grenzsperrungen oder ein Einstellen der Fährverbindungen, Afrika vielleicht nicht mehr verlassen zu können.

 

Nicht nur wir, sondern auch die beiden anderen Fahrzeuge des "Sprinter-Geschwaders" entscheiden sich daher, die Reise zu beenden und den Rückweg anzutreten. Wir treffen uns noch ein letztes Mal auf einem Campingplatz bei Azrou, Dennis trudelt mit einigen Stunden Verspätung dort ein, quälen ihn doch immer noch heftige Bauchschmerzen.

 

Hier trennen sich nun die Wege. Wir haben Tickets für die Fähre von Tanger Ville nach Tarifa und fahren Richtung Asilah, wo wir noch ein letztes Mal in einem praktisch leeren Strandlokol essen gehen - immerhin hat Michael Geburtstag. Nadja und Phil und auch Dennis sind auf die Fähre von Tanger Med nach Algaciras gebucht und fahren über Chefchaouen, wo sie ihre restlichen Dirham ausgeben wollen.

 

Unser Campingplätze:

  • Azrou: Euro Camping Emirates Tourist Center Azrou Ifrane (N 33°26'40", W 5°11'27")
  • Asilah: Camping Assada, VE, WIFI, ziemlich voll, aber praktisch; 2020: 60 DIH/pro Nacht mit 2 Personen ohne Strom (N 35°28'17", W 6°01'42")
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