Naturparadiese in Schweden

Ziele für Naturfreunde mit und ohne Wohnmobil


Hornborga See/Hornborgasjön

Kraniche
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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
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Öland - der Süden

Den Vogelzug auf Öland fotografieren

 

 

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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
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Hornborga See im Juni

Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen
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Hamra Nationalpark

Grillplatz im Harmas Nationalpark
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Sterntaucher bei Örebro

Sterntaucher
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Takern See - ein Paradies für Vögel

Takern See
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Store Mosse Nationalpark

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Natur erleben in Schweden in voller Länge


Hornborga See/Hornborgasjön

Kraniche
Kraniche

Der Hornborga See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Frühjahr und Herbst ist der See Rastplatz für tausende Zugvögel. Bekannt ist das Gebiet für den Paarungstanz der Kraniche, den man hier gut beobachten kann.


Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt etwa 15 Kilometer entfernt von Skara in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürte der den heute rund zwei Meter tiefen See umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei einem Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Es gibt eine Ausstellung zur Geschichte und zur Vogelwelt des Sees und einen Aussichtsturm.  Vor dem Gelände befindet sich ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung.Wir verbringen hier einen schönen Abend mit befreundeten Reisenden. So ist Schweden....

 

Auch wenn wir außerhalb des Kranichzugs unterwegs sind, ist der Hornborga See für uns ein Muss. So lassen sich Anfang August zwar nur wenige Vögel blicken, trotzdem ist der See für uns den zweitägigen Abstecher wert, wie unsere Bilder hoffentlich zeigen. Wir sehen Kiebitze, Waldohreulen, Zwergtaucher, Haubentaucher und Schwäne mit ihren Küken, Rohrsänger, und diverse Enten und Singvögel.

 

Bei unserem nächsten Besuch Mitte September ist der See weiß von Höckerschwänen. Dazwischen tummeln sich diverse Enten, über dem Schilfgürtel gaukeln Rohrweihen. Ein besonderes Highlight ist aber der Seeadler, der sich direkt über uns von der Thermik in die Höhe tragen lasst.

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Infobox: Kraniche am Hornborga See:

Im Frühjahr und Herbst ist der See ein Eldorado für Ornithologen, denn er dient den Zugvögeln als Rastplatz.

 

Im Frühjahr wiederholt sich alljährlich von Ende März bis Ende April der Tanz der Kraniche (auf schwedisch: trandansen). Jedes Jahr finden bis zu 100.000 Besucher den Weg zum See, um die 5.000 bis 6.000 Kraniche zu beobachten. Am Nachmittag sammeln sich die Kraniche zwischen Falköping und Stora auf den Feldern, um dann geschlossen im südlichen Bereich des Sees ihre Schlafplätze aufzusuchen. Nach dem Paarungstanz verlassen die Tiere meist wieder den See, um weiter nach Norden zu fliegen, wo sie nisten und ihren Nachwuchs aufziehen. 

 

Im frühen Herbst, zwischen Ende August und September, kommen die Familien wieder zurück zum See. Sie machen hier Rast, um sich für den Weiterflug gen Süden zu stärken.

 

Auf dem Weg vom Göta-Kanal zum Naturm am See  machen wir noch einen kurzen Stopp am Asbotorpsjön bei Skövde, da wir einen Tipp bekommen haben, dass es hier Ohrentaucher zu sehen sind.

 

Unsere Beobachtungsplätze am Hornborga-See:

 

  • Parkplatz "Utkiksplats" südlich des Naturums am Ostufer des See mit toller Aussicht, zwei Vogelbeobachtungstürme je unter 1 Kilometer entfernt, Zugang über beweidete Wiesen, dadurch kann die Zugänglichkeit der Türme insbesondere mit Hund eingeschränkt sein. Achtung: Zufahrt erfolgt über das Gelände eines Bauernhofs. (58°18'23"N 13°33'54"E)
  • Parkplatz "Fäholmen" nördlich des Naturums am Ostufer des Sees. Ein Vogelbeobachtungsturm befindet sich nur wenige Meter entfernt vom Parkplatz und ist über eine beweidete Wiese zu erreichen. Dadurch kann auch hier der Zugang, insbesondere mit Hund, eingeschränkt sein. Auf der Wiese befindet sich auch eine Picknick-Gruppe und eine Feuerstelle mit Grillrost und Feuerholz. (58°20'40"N 13°36'00"E)

 Wohnmobil - Stellplatz am Hornborga-See:

  • Naturum Hornborga-See: gemischter Parkplatz am vor dem Informationszentrum, für Wohnmobile nachts gebührenpflichtig (58°19'25"N 13°35'25"E)

 

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Nationalpark Tiveden

einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden
einen der schönsten Übernachtungsplätze, den wir je hatten: Nationalpark Tiveden

Der Nationalpark Tiveden ist recht klein, aber ein Paradies für Wanderer.


Zwischen den großen Seen Schwedens Vättern und Vänern liegt der Nationalpark Tiveden und damit genau auf unserer Route. Die Beschreibung des Nationalparks entlockt uns aber keine Begeisterungsstürme. Wald, das klingt nach Wandern und das ist nicht wirklich unserer Ding. Wir geben Tiveden trotzdem eine Chance - zum Glück. Unser erstes Anlaufziel ist der Nebeneingang Vitsand, da wir im Netz gelesen haben, dass der Haupteingang gerade umgebaut wird. Auch das ist genau richtig, denn wir treffen auf den Nationalparkguide Victor, der uns einen "einsamen Naturcampingplatz" gleich außerhalb des Parks empfiehlt, denn nicht nur Campen, sondern jedes Übernachten ist im Nationalpark verboten.

 

Der "Naturcampingplatz" entpuppt sich als Rastplatz für Wanderer mit einer Schutzhütte und einigen Parkplätzen, von denen einer direkt an einem See liegt und wie gemacht ist für unseren Paul. Größere Mobile sollten sich die Anfahrt über den geschotterten Reitweg am Besten gleich aus dem Kopf schlagen.

 

Bei der Erkundung der Umgebung treffen wir auf zwei Wanderer, Luna und Jan aus Belgien, die in der Schutzhütte übernachten wollen und die bereits mit dem bereitgestellten Holz ein Feuer angefacht haben. Über dem einen oder anderen Glas Wein unterhalten wir uns noch eine ganze Weile mit den beiden, bevor wir an diesem grandiosen Übernachtungsplatz ins Bett fallen.

 

Am nächsten Morgen fahren wir wieder in den Park und machen eine nur ca. 2 km lange, aber anstrengende Wanderung, die erst an einem See entlang, dann aber durch wirklichen Urwald, über umgestürzte Bäume steil zu einem Felsenmeer hinauf und im wahrsten Sinne durch dieses wieder hinunterführt.

 

Unser Stellplatz:

  • Tiveden: Nahe Nationalparkeingang Vitsand, von der Straße durch den Park dem abzweigenden Reitweg folgen, Schützhütte, Feuerholz und VIEL Natur
  • Jonsboda: Wohnmobilstellplatz an Cafe/Marina am Göta-Kanal, mit allem SEK 200,-- (ohne Strom angeblich SEK 150,-- sowohl in der ersten Reihe am Wasser auch als in der zweiten Reihe - wenn man es schafft, der jungen Dame im Cafe seine Wünsche klar zu machen. Sie ist die erste Schweden auf unserer Reise, die nur rudimentär Englisch spricht.)

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Fotogalerie: Nationalpark Tiveden

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Öland - der Süden

Den Vogelzug auf Öland fotografieren

 

 

Der Süden Ölands ist nicht nur zur Zeit des Vogelzugs ein Paradies für Vogelfreunde und andere Naturbegeisterte.

 

 


Ein Hauch von Afrika auf Öland
Ein Hauch von Afrika

Ein Hauch von Afrika

 

Im Herbst sind Ölands Felder abgeerntet, die Bäume verlieren ihr Laub und auch die Wiesen werden braun, die Landschaft hat etwas von den Steppen Afrikas, nur feuchter.

 

An der Südspitze der Insel wie auch auf im Süd-Osten ziehen jetzt große Vogelschwärme oft dicht an der Küste vorbei.

 

 

 

 

Naturreservat Ottenby: Birding Hotspot auf Öland

 

Uns zieht es in den äußersten Süden der Insel in das Naturreservat Ottenby (Hinweis: auf den kostenlosen Parkplätzen im Gebiet ist das Übernachten verboten), mit seiner bekannten Vogelstation, auf der Vögel beobachtet, gezählt, aber auch zur Beringung in großen Netzen gefangen werden.

 

Zu diese Jahreszeit ist hier richtig viel los. Trotzdem herrscht eine absolut ruhig und entspannte Stimmung in dem Gebiet, denn wir sind alle mit dem gleichen Ziel hier: Vögel sehen und beobachten. Es gibt praktisch niemand, der nicht wenigstens ein Spektiv oder eine Kamera mit großer Optik dabei hat. Und wer das nicht hat, fällt auf. Irgendwie fühlt man sich wie auf einer großen Gruppenreise, nur mit dem Unterschied, dass jeder individuell unterwegs ist.

 

Auf dem Gelände rund um den Leuchtturm "Långe Jan" lohnt es nach Singvögeln Ausschau zu halten. Bei unserem Besuch waren es neben Baumläufern und Rotkehlchen, einige Wintergoldhähnchen, die uns ganz dicht heranließen und noch nicht einmal vor dem Hund Angst zeigten.

 

 

Sehenswertes in Süd-Öland

 

typisch für Öland: Windmühlen

 

Auch für "Nicht-Birder" gibt es auf Öland einiges zu entdecken. Typisch für Öland sind die Windmühlen, von denen heute noch 400 über das Land verteilt sind. Überwiegend handelt es sich dabei um Bockwindmühlen, bei denen die ganze Mühle auf einer Art "Bock" steht und als ganzes in den Wind gedreht werden kann. Es gibt aber auch einige wenige "Holländer", bei denen nur der "Kopf" drehbar.

 

Infobox: UNESCO-Weltkulturerbe - Agrarlandschaft Südölands

Der gesamte Süden Ölands wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erhoben. Durch die Lage auf einem weiten Kalksteinplateau stellt die Region besondere Anforderungen an die Bewohner und die von ihnen betriebene Landwirtschaft und macht sie dadurch einzigartig. Zum Kulturerbe gehören die Alvaren, für Öland typische Heide- und Strauchflächen. Der Begriff Alvar bezeichet auf Schwedisch ein praktisch baumloses Land, das für die Landwirtschaft aufgrund seiner dünnen Vegetationsschicht auf felsigem Kalkuntergrund im Wesentlichen ungeeigent ist. Auch heute noch werden diese Flächen aber von Schafen beweidet und dadurch offen gehalten.

 

Relikte aus alter Zeit

 

Wer sich für "alte Steine" interessiert, komt ebenfalls auf seine Kosten, gibt es doch unzählige archäologische Fundstätten, darunter viele Hügelgräber aus der Bronzezeit. Im Naturreservat Karum kann sogar eine fast vollständige Schiffslegung besichtigt werden.  Diese ist zwar deutlich kleiner als die Schiffslegung von Ales Stenar, dafür haben wir die im Volksmund "Arche Noah" genannte Formation aber ganz für uns alleine. (Unser Parkplatz: 56°46'27.7"N 16°37'30.8"E).

 

Auch die Ruine von Ismantorps borg versetzt uns zurück in die Vergangenheit. Die prähistorische Fluchtburg ist eine von etwa 20 derartigen Anlagen auf Öland. Das Gewirr an alten Mauern im Innern des Steinwalls der Burg ist wie das umgebende Gelände jederzeit frei zugänglich. Leider zeigt sich bei unserem Besuch der Himmel grau in grau. (Unser Parkplatz: 56°44'50"N 16°38'54"E).

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Ein Hauch von Afrika auf Öland

 


Fotogalerie: Birding auf Öland

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Falsterbo - Ornithologen unter sich

Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden
Beobachtungshütte beim Vogelzug in Falsterbö - Schweden

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Punkt Schwedens und von besonderer Bedeutung für den Vogelzug in Richtung Süden.


Vor der Überquerung der Ostsee rasten auf der Halbinsel viele Vögel, um noch einmal Futter aufzunehmen oder um auf günstige Windverhältnisse für ihren Weg über das Wasser warten.

 

Jedes Jahr im Herbst und Frühjahr überqueren über 500 Millionen Zugvögel Südschweden, ein Großteil von ihnen nimmt den Weg über Falstbo. An guten Tagen passieren hunderttausende Vögel das Gebiet;

 

Einer der besten Punkte zur Beobachtung liegt am Ende der Landzunge am Leuchtturm von Falsterbo (Vogelwarte) im Naturreservat Flommen. Er ist vom Parkplatz am Golfplatz (N 55°23'03" O 12°49'20") zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen.

 

Bei unserem Besuch ist die Umgebung fest in der Hand echter "Birder" mit Spektiv; Fotografen sind in der Unterzahl. Zum Fotografieren, sind die Vögel einfach zu hoch. Hier zählt die reine Menge - es ist ein unglaubliches Spektakel. Egal wann und wo man nach oben schaut, man sieht Vögel, Vögel und noch mehr Vögel. Tausende von Finken, Gänse, Tauben.... aber auch Greifvögel machen sich auf den Weg. Wir haben noch NIE so viele Vögel und auch noch nie so viele Milane, Bussarde und Sperber gleichzeitig gesehen. Allein am ersten Tag unseres Aufenthalts wurden 400.000 Finken gezählt.

 

Aktuelle Zahlen der täglichen Zählingen findet man auf der Seite der Vogelwarte Falsterbo: hier

 

Ein weiterer guter Beobachtungspunkt liegt an dem Naturreservat an der Zufahrt zum Campingplatz von Falsterbo (siehe Stellplatz-Tipps). Hier setzt man sich mit Spektiv und/oder Kamera am bestem im Campingstuhl in die Sonne und wartet darauf, was so alles vorbeikommt.

 

Wir waren bisher zweimal hier zum Vogelzug:

  • Anfang Oktober: hier war der Vogelzug im vollen Gange
  • Ende August: hier gab es schon Tage mit großer Migration, an dem Tag, an dem wir da war, war allerdings nur sehr wenig los.

 

Unser Stellplatz-/Campinplatztipps:

  • Stellplatz am Hafen: kostenpflichtiger Stellplatz mit Strom und VE am Hafen mit Blick auf die Öresund-Brücke (N 55°24'59.3", O 12°49'53.4")
  • Stellplatz am Kanal: (N 55°24'36.2", O 12°55'55.4")
  • Campingplatz Falsterbo (N 55°24'00", O 12°51'52")

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Fotogalerie: Vögel auf Falsterbö

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Hornborga See im Juni

Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen
Der Hornborga See - ein Traum für Ornithologen

Beobachtungshüllten, Infozentrum und tausende Vögel

 

Der Hornborga See entpuppt sich als ein blanker Traum. Eine herrliche Landschaft, tausende Vögel, Beobachtungshütten, ein Infozentrum und das alles für Besucher kostenfrei und leicht zugänglich - Schweden eben. Und dazu gibt es auch noch Sonnenschein pur. 

 

Der Hornborga-See oder schwedisch: Hornborgasjön ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens und liegt in der Provinz Vastergötland. Ende des 19. Jahrhunderts wäre der See beinahe der Landgewinnung zum Opfer gefallen. Durch eine Absenkung des Wasserspiegels zur Trockenlegung des Gebiets schrumpfte die Seefläche und versumpfte letztlich fast völlig. Nach einer Umfassenden Renaturierung, während der der Wasserspiegel wieder um fast einen Meter angehoben wurde, bedeckt der See heute eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der dichte Schilfgürtel, der den heute rund zwei Meter tiefen See, umgibt, dient vielen Vögeln als Brutstätte. Im Frühjahr und Herbst kommen auch Heerscharen von Zugvögeln vorbei, darunter viele Kraniche.

 

Im Naturzentrum (Naturum Hornborga) kann man sich bei eine Besuch mit Informationsmaterial eindecken. Hier befindet sich auch ein Parkplatz auf dem das Übernachten gegen Gebühr erlaubt ist. Auf einer Wiese neben dem Zentrum, die man über einen Holzsteg erreichen kann, stehen wie so oft in Schweden Grillplätze (mit Feuerholz) ohne Gebühr zum Allgemeingebrauch zur Verfügung. So ist Schweden....

 

Uns erreicht eine SMS unseres belgischen Bekannten mit dem Klappwohnwagen. Sie sind in der Nähe und wir lotsen sie zu uns auf den Parkplatz. Auch sie sind von diesem Paradies begeistert. 
Abends veranstalten wir ein Barbecue am Grillplatz des Informationszentrums vor herrlicher Kulisse - Feuerholz steht hier kostenlos und reichlich zur Verfügung - und es muss noch einmal gesagt werden: Schweden eben.

Michael ist heute schon um 5 Uhr morgens mit der Kamera auf Vogelpirsch. Und wie seine Fotos zeigen, hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.


Unsere belgischen Bekannten, Pierre und Christine, wollen für die Rückreise über Dänemark die Fähre von Varberg nach Grääna benutzen. Diese hatten wir überhaupt nicht auf dem Radar, obwohl sie die Strecke deutlich verkürzt. Wir schließen uns daher an, nachdem wir noch einmal einen Vormittag am See verbracht haben. 
Unterwegs buchen wir noch für beide Fahrzeuge die Fährtickets für die 7 Uhr Fähre am nächsten Tag und kommen so für Paul mit sehr günstigen 87 Euro weg. Nur die Abfahrtzeit ist eine Herausforderung. So sitzen wir abends nur noch kurz zusammen. Wir wollen ja um 6 Uhr schon wieder fit sein, um zum Fähranleger zu fahren.
  • mehr Infos zum Hornborga See: hier
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Fotogalerie Hornborga See

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Hamra Nationalpark

Grillplatz im Harmas Nationalpark
Grillplatz im Harmas Nationalpark

Eigentlich tröpfelt der heutige Tag so vor sich hin, im direkten wie auch im übertragenen Sinn. Wir wollen deshalb mal wieder ein paar Kilometer machen und fahren über die Verbindungsstraße ca. 100 km weiter gen Norden in den Hamra Nationalpark. Dabei kommen wir an letztem Schnee und teilweise zugefrorenen Seen vorbei. Der Frühling ist hier noch nicht wirklich angekommen.

 

Unsere Erwartungen an den Nationalpark gehen etwas auseinander. Michael hat etwas von Wald gelesen und befüchtet das Schlimmste, nämlich Wanderungen Ich hoffe auf interessante Moorlandschaften und Begegnungen mit größeren Tieren. Der Park erweist sich als beeindruckend, auch wenn wir nicht wirklich auf Tiere treffen. Uns ist aber die ganze Zeit bewusst, dass das hier Bären- und Elchland ist. Die Bärendichte hier soll die höchste in ganz Schweden sein.

 

Wir sind mal wieder völlig alleine und das wahrscheinlich im Umkreis von 20 km. Die grandiose Besucheranlage mit überdachten Sitzgelegenheiten, Grilleinrichtungen und KOSTENFREIEM und TROCKENEM Feuerholz muss aber doch benutzt werden. So machen wir trotz leichtem Nieselregen ein Feuer und improvisieren ein Barbecue. Irgendwie glauben wir gerade selbst nicht, was wir da gerade machen.

 

Unser Parkplatz:

  • Hamra Nationalpark: Parkplatz an den Info-Tafeln (61°46'1" N, 14°45'57"O)

Fotogalerie Hamra Nationalpark

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Sterntaucher bei Örebro

Sterntaucher
Sterntaucher

Naturreservat Knuthöjdsmossen

Ein Tipp eines schwedischen Fotografen führt uns in ein Moorgebiet in der Nähe von Örebro - das Naturreservat Knuthöjdsmossen bei Hallefors. Hier führt ein Rundweg auf Stegen durch das Moor. Auf dem Parkplatz stehen 2 deutsche Wohnmobile, darunter Fahrzeug des Ausbauers Woelcke, von dem auch unser Paul ist. Es stellt sich heraus, dass es alles Fotografen sind, die alle nur ein Ziel haben: den Sterntaucher.

 

Der Sterntaucher

Dieser seltene Vogel kommt eigentlich nur zum Brüten aufs Land. Hier vollführt er spektakuläre Balzmanöver (siehe Foto im Netz, leider nicht von mir). Morgens um kurz nach fünf gehe ich auf die Pirsch. Schnell stelle ich fest, dass ich nicht der einzige bin. Schweden, Österreicher, Franzosen und die Deutschen, alle mit langen Kanonen bewaffnet, postieren sich um das Moor. Wir haben Pech - keines der vier Päarchen vollführt seinen spektakulären Tanz - aber wunderschön sind die Tiere allemal.

 

Anmerkung: Es gibt noch viel Verrücktere als uns. Die meisten Fotografen verweilen schon mehrere Tage (Wochen) hier und warten auf den richtigen Schuss.

 

Ich (Iris) konnte mich um 5 Uhr nicht aufraffen, auf die Pirsch zu gehen. Meine erste Runde beginnt somit deutlich später, ist aber nicht minder interessant. Auch ich sehe die Sterntaucher, ich stosse aber auch auf frischen Elchdung und entdecke einen Platz, an dem offenbar kurz zuvor noch ein Elch geweidet oder auch gebadet hat. Ich bin hin und her gerissen, einerseits bin ich froh, dass der Elch selbst gerade nicht da ist, andererseits hätte ich ihn auch gerne vor die Linse bekommen.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Ist ein Geheimtipp und soll auch einer Bleiben. Interessierte Ornithologen und Fotografen können ihn aber direkt bei uns erfragen.

Ein Jahr später waren wir ein zweites Mal in dem Gebiet. Hier gibt es mehr Fotos: hier

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Fotogalerie: Sterntaucher und mehr ...

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Takern See - ein Paradies für Vögel

Takern See
Takern See

Unser nächstes Ziel ist der Takern See, ein Vogelschutzgebiet von großer Bedeutung. Unterwegs fahren wir noch zwei Naturreservate an, zu denen wir im Nationalparktzentrum von Storre Mosse Informatonsmaterial erhalten haben, bevor es am bodenseegrossen Vätternsee entlang in die Provinz Östergötland geht. 

 

In Hästholmen wollen wir Felszeichnungen aus der Bronzezeit besichtigen. Diese sind zwar frei zugänglich, aber nicht ganz leicht zu finden. Es bedarf doch eines fast schliemanschen Spürsinns, sie am Ende eines Feldwegs zu entdecken. Die Klosterruine Alvastra und der Runenstein von Rök aus dem 9. Jahrhundert, die nicht weit entfernt sind, machen es uns dann einfacher.
 
Am späten Nachmittag umrunden wir noch den Takernsee und sind von der Landschaft begeistert. 
Wieder gab es wenig Gelegenheit zum Fotografieren, so dass es sich auch bei dem heutigen Bild um ein Handy-Foto handelt. Es lassen sich mit dem IPhone aber auch wirklich schöne Panoramaaufnahmen machen.

Tag 2:

Heute Morgen zeigt sich das Wetter von der etwas besseren Seite - mit anderen Worten: es regnet mal nicht. Mit großer Kamera bepackt begebe ich mich morgens um 7 auf den Steg des Sees. Die Wasservögel, vor allem Lachmöwen und Flussseeschwalben waren leider doch ein wenig weit weg, aber die Bartmeise im Schilf kam mir so nah, dass mir dieses schöne Foto gelang.

 

 

Tag 3:

Der heutige Tag hatte gefühlt mindestens 48 Stunden, eher mehr. Aufwachen vor halb 5, vom Regengetrommel auf dem Dach, aber auch vom ersten Licht des Tages. Das erste Mal raus an den See vor 7, denn es scheint plötzlich die Sonne und noch eine zweite Runde um 10, denn es ist ja immer noch schön. Heute kommen uns Flussseeschwalben, aber unter anderem auch Trauerschnäpper vor die Linse.

 

Am frühen Nachmittag machen wir uns auf nach Motala, um auf einem großen Stellplatz einen Waschtag einzulegen - Wäsche waschen und Paul auf Vordermann bringen -> auch das gehört dazu. 
Dann noch eine Runde am dortigen See und entlang des Göta-Kanals joggen, Reiseplanung für die nächsten Tage machen, Abendessen und wieder einmal den Bayern beim Untergehen - dieses Mal in der Champions League - zusehen.
Wir haben fertig!
Unser Wohnmobil-Stellplatz:
  • Takernsee: Stellplatz vor dem Nationalparkhaus (58°19'52" N 14°49'22" E )
  • Stellplatz Motala: 58° 31′ 47″ N  15° 2′ 15″ E

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Fotogalerie Takern See

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Store Mosse Nationalpark

Store Mosse Nationalpark
Store Mosse Nationalpark

Wir haben die Nacht in Växjo verbracht und es hat die ganze Zeit geregnet. Da sich das auch am Morgen nicht geändert hat, fahren wir ohne uns weiter umzusehen weiter. Gegen Nachmittag erreichen wir den Store Mosse Nationalpark. 

 

Im dortigen Besucherzentrum muss man erst einmal die Schuhe ausziehen - wir sind verwundet. Durch die Räume toben Kinder und überhaupt ist man sehr gut auf Kinder eingerichtet; allerdings nicht kindlich, sondern gefühlt auf Augenhöhe. Schweden schien auch schon die Tage zuvor sehr kinderfreundlich, aber auch kinderreich. Wir haben auch noch nie in so kurzer Zeit so viele Zwillingskinderwagen gesehen. 
Auf dem Parkplatz überraschen wir einen jungen Schweden dabei, wie er unseren Paul fotografiert. Wir sind sowas ja schon gewöhnt und veranstalten eine kurze Führung.

Es klart allmählich auf, so dass wir die Seenlandschaft und die angrenzenden Feuchtgebiete erkunden können. Wir sehen balzende aber auch schon brütende Kaniche und schauen gegen Abend von einem Beobachtungsturm aus zwei Fischadlern bei der Jagd zu. Dort kommen wir auch mit Hakan und Gabi, dem nächsten deutsch-schwedischen Wohnmobil-Paar, ins Gespräch, mit denen wir einen netten Abend zwischen unseren Wohnmobilen verbringen. Erst die aufkommende  nächtliche Kälte trennt uns.

Tag 2:

Heute geht es früh raus - nicht wirklich bei Sonnenaufgang, aber für einen Sonntagmorgen schon zeitig - um das morgentliche Treiben am See und in den umliegenden Wiesen zu beobachten. Wie am Abend zuvor führt uns unser Weg zuerst durch eine parkähnliche Landschaft, unwirklich und im Nebel. Hinter jeder Ecke könnte man einen Troll vermuten, wenn Iris auch mehr auf einen Elben á la Tolkien hofft.

 

Auf dem Vogelbeobachtungsturm treffen wir auf zwei Schweden mit Spektiv, die deutlich vor uns aufgestanden sein müssen. Das nützt Ihnen aber nicht viel, denn auch der See versteckt sich noch im Nebel. Nach und nach setzt sich aber die Sonne durch und wir können den Kranichen beim Balztanz zusehen. Die schwedischen Vogelbeobachter weisen uns auf einen Seeadler hin, der auf der anderen Seeseite ansitzt. Es sind auch wieder Fischadler bei der Jagd zu beobachten, ausserdem gibt es diverse Enten, u.a. Löffelenten, weiter Kanadagänse, Rotschenkel und Kiebitze zu sehen. Im Hintergrund hört man den eigenartigen Ruf der Bekassine, den wir aber nicht selbst erkennen, sondern von einem der Schweden erklärt bekommen.

 

Bisher gestaltet sich die Kommunikation für uns meist sehr einfach., es wird sehr viel Deutsch oder alternativ Englisch gesprochen. Beide Sprachen werden häufig in der Schule gelehrt. Es ist aber sich hilfreich, dass Filme im Fernsehen meist nicht synchronisiert, sondern wie in den Niederlanden im Original mit Untertitel gezeigt werden.

 

Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Jönköping und dann weiter am Vättensee entlang, stoppen unterwegs aber in der Nähe im Naturreservat Dumme Mosse, wo wir ENDLICH einemal Singschwänge zu sehen bekommen. Mit dem Fernglas beobachten wir am Waldrand ein Fuchspaar beim Anschleichen.

 

Nachtrag vom 2. Besuch: neuer Wohnmobilstellplatz:
Am Naturum ist inzwischen ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz eingerichtet worden. Hier gibt es frisches Wasser und Abfalleimer.

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Fotogalerie Storre Mosse Nationalpark

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